._Wl^nsche Resentschastsrar und ser Mimsterpräsident mit
ÖBm ***** unter dem Kerwen senden Eindruck des geüri-
^ELNSEs[ beim Kaiser. Nach der Frühstückstaiel zog der Mayer d,e polnischen Herren, in ein Gespräch, das ungefähr zwei L.kmruen dauerte. T« vitalsten Angele genhttten des jungen König- «tag mape* bexfyct. In den ge,tr,gen Nachmittagsüunden iano z-n lthren der Warschauer Gäste ein großer Empfang beim Granu, v. rLwtden-CzavStr statt. Tie Berrreter Polens iiatten vier OV- I cffen^ it ' mit hervorragenden Vertretern der deutschen militärischen
^samtemrelt. sowie mit Vertretern der deutschen Presse und Volksvertretung in Berührung zu treten. In den Abendstunden sotHken die Herren von! Regentsäiaftsrat und der polnischen Re meruug einer Einladung des Staatssekretärs im Keichsamt des Jmrern W a l l r a s. Erschienen waren dabei gegen 70 Gäste, unter mm mehrere Staatsmini ster. Staatssekretäre, Mitglieder des BmWesraies und parlamentarische Führer. Die Vormittagsstunden des 9. Januar waren ernster Arbeit gewidmet. In Fachtonierenzen Nurden die lausenden Fragen behandelt, u. a. die Amnestiefrage, aui die die Vertreter Polens viel Gewicht legen. Es wird versichert, daß die Verhandln n%en zu einem befriedigenden Ergebnis gerührt halx-rr. Zum Frühstück waren die Herren Gäste des Unter- ltaarsferrerärs im AusNwrtigeu ?lmte von denr Bussche, an dem niedrere Vertreter der diplomatischen Welt teilnahmen. Abends Olsten die Warschauer Herren nach Wien, um Kaiser Karl ihre Aufwartung zu machen.
Der Seekrieg.
Reue U-Boot-Erfolge.
Berlin. 10.Jan. (Amtl.) Neue U-Boots-Erfolgeim Miltelmeer: zwölf Dampfer "m it 36 000 Brutto-' Register-Tonnen. Die Schiffe harten meist wertvolle Ladung für Italien und die englische Kriegswirtschaft im Orient. In besonders geschickt und hartnäckig durchgeführtem Angriff gelang es, zwei Geleitzüge aufzureiben ünd dabei sechs Dampfer zu vernichten. Unter diesen konnten festgestellt werden: die beladenen bewaffneten englischen Dampfer „Fiscus" (4170 BAT.) „Turnbridge" (2874 BRT.), „Ctiftondale" (3811 BRTll und „Weverlev" (3853 BRT.), letztere beide mit je 5000 Tonnen .Kohle nach Malm bzw. Port Said unterwegs. Bon dem englischen Damwer „Clffwndale", der mit zwei 15 Ztm.-Mörsern und einer 7,5 Ztm.-Schn ellade kan one bewaffnet war. wurde der Kapitän gefangen genommen. Ferner wurde der bewaffnete italienische Damvstr „Pietro" (3860 BRT.) in überraschendem Angriff durch iyeschützfeuer ni-chergekämuft, während der durch B?od- achter gesicherte bewaffnete englische Dampfer „Persier" (3874 BRT.), der beladen auf dem Wege nach Otranto war, einem Torpedo zum Opfer gefallen war.
An vorstehenden Erfolgen war in hervorragender Weife Kap: tänLeutnant Arnauld de la Beriöre beteiligt.
' Der Chef des Admiralstabes der Marine.
TZese hervorragenden Leistungen bilden ein neues Ruhmes Statt rn der Reihe der Erfolge des Käpitänleutnants Arnauld de la Periöre. Ter Verlust trifft besonders Italien und die englischen Eroderungsvläne in Svrien und Mesop-ttamien. Seine Bedeutung erhellt, indem man sich vorsteüc. daß allein die beiden erwähnten Kohl endo u, vier soviel Brennstoff führien, wie 100l> Eisenbahn waOon von je 10 Tonnen zu fassen vermöge«. Bezeichnend tur den Mangel an Geschüpen, der durch die feindlichen U-Boot-Abw chr veranlaßt tvird. ist die Meldung über die croberren 15-Ztm.-Mvr ter. Terarngi (steschüt^ vimgr inan nur für Steilfeuer- im Land kriege zu verwenden. Aus see haben sie wegen der Schwierigkeit des Treffens bei ungenauer Entfernungsmessung im Zusammen f*pt$ mir der langen Flugzeit des Geschosses nur sehr bedingten Wer:. Auch in freier Bezv.mng muß also die Nor bei unseren Feinden bereits einen ziemlich hohen Grad erreicht buben. Aus der alldem erneu Bewainmiw der feindlichen Handelsschiffe entspringt für uns und unsere Verbündeten der Vorteü, daß die Tausende für diesen Zweck benötigren Geschütze nicht für den Landkrieg per wendet werden können.
Sin englisches Hospitalschiff gesunken.
London, 10. Inn. (WTB.) Reuter meldet amtlich- Das englische y o spi ta l schi ff- „Rewa" ist torpediert worden und am 4. Januar gegen Mitternacht im Bristol (anal auf dem Heimwege von Gibraltar gesunken. Alte Verwunoeten wurden aus Potrouillenswifft gerettet. Die Verluste betragen drei MLann der Besatzung: drei Laskaren werden v-ermistt. Dis Schiff fuhr mit allen. Lichtern und.den durch die Haa-ger Konvention vor geschriebenen Abzeichen. Es befand sich nicht in dem sogenannten Sperrgebiet, ivie es -n der (Erklärung der deutschen Regierung vom 29. Januar 1917 ft-stgelegt ist.
(Notiz: Ta die U-Doorr. die hierfür in Frage kommen kimn wn, nock in See sind, können fick- die zusif rdigen Stellen, wie wir hierzu erfahren, noch nicht abschließend äußern. Es wird von. uiiterrich lerer Stelle aber rür ausgesichsossen gehalten, das das «chiss duxd; ein Unttnseeboo. torpediert lvorden ist. Demnach kann reur eine Versenkung durch MK»en in.Frage frnmram.:
'** Helferinnen-Kursus. Dienstag den 15. Januar beginnt ein Ausbildungskursus für Helferinnen, vom Alice-Fr au en>- verein veranstaltet. Näheres siehe Anzeige.
** Heizung der Wohnungen. Eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im heutigen .Anzeigenteil gibt bestimmte Verordnung für die Heizung der Wohnungen. Aus die Bekannt machung fei besonders nachdrücklich hingeusiefrm.
^ Eine P f e r d e m u st e r u n g findet in n-tchrkder .Zeit statt Drehe Bekanntmachung im An-zeigenteil
LU. Tas Vorlesungsverzeichnis der Universität für das Sommer-Semester 1918 fft erschienen.
** Ei n s ch r ä n k u n g des Personenverkehrs Mir Rücksicht auf die bestehenden Betriebsschwierigleiten wird der Personenzugfahrplan auf sämtlichen deutschen Eisen bahnen vom 13. Januar ab bis aut weiteres wesentlich ein geschrankt werden. Die Maßnahme wird sich ans alle Arten don Zügen erstrecken, doch ist den Bedürfnissen des Arbeiter
Aus dem Nerche.
Berlin, 10. 3tet. mm. Aw lich) Al der h-utis«, L-tz l,g
Dun Sesra tes wurden angenwnmen: Ter En.twur' d m BeHanntMUhung über Gutlaben lürki'cher Staatsangehörige:- in D eutschland. Der Entwurf einer Bekanntmachung letr di- Äen^e- rimq der ^rordnung über die Befugnisse der ReichZbekleidunqs- stelle. Ter Enrwun mt: Verordnung zur Abänderung der Be ord- mrng über Futtermittel. Der Entwurf einer Verordnung über die Regelung des Verkehrs mit Bvonnttrein.
Berlin, 10. Jan. mämete Exzellenz Jordan Gardelegen i ist
legen ' gestorben.
(VTB.) Ter preußische Qandtagsabge- v. Kr Scher (1. Magdeburg-Salzwe^eb- rrachts auf feinem Gute Vinzelberg (Kreis Garde-
AttK Stadt unb Crtwft.
Gießen, den 11. ZanMr 1918.
Amtliche Person«ln achrichten. Der Großher.zog hat am 5. Jan. d. Js. den von den Freiherren Löw von und \u * 'Sladener Linie) auf die evangelische Pfamrelle zu Rod- heim, Dekanat Nidda, prästmtierten Pßrrrverwalter Hugo Hey- mann da)etost für diese Stelle bestätigt. — Ernannt wurde am 9. Januar 1918 der Olerichtsvollzieher-Asviranr Karl Teckerrhpch Dls Gedern zurzeit un Felde, zmu Gerichtsvollziel^r mit dem Amtssitz m Menstadt.
. ** Auszeichnung. Landsturmmann Sallv B l o n d h e i m erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Dem Gefreiten Jrlc, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaitle wurde das Effern- Treuz verllehcm^
** Stabt ater. Wr^en plStzlicher Erkrankung des .Herrn Stengel kann pie für morgen anepckündigte Otüettp Aufführung nicht ftattfinovn. Es gelangt dafür als 12 Frei- tags-AdEnemetrtsvorjkellung „Glaube und ihemrat" zur Auchührimg.
** Gemüse-Berkaur. Samstag den 12 d. M.werden' werße Rüben und Kvhlrabi Brandplay 5 Reitbahn', verkauft Näheres siehe Änzeigr. — Ta das Lager in der Verkaufsstelle geräumt wrrd. empnehtt es ftch dringend, daß jedermann von der Smkaursgelegenhnt Gebrauch macht und fernen Bedarf eindeckt
Rüben sind em vorzügliches Mittel zur Streckung der Kär- to*H oorräte.
r~ \ & r e Xl L:^ nU l tJ?rfam7nriITT S ^ freiwilligen
SamtatsMcrnnt vom Roten .^reuz, Gießen, findet mit anschließender LÄlser-Gebu«tst«gSferer sm Samstag, "" ' -
AMeige.
26. Januar ftott. Siehe
doch ist den Bedürfnissen des reget mavlgen Arbeiter- und sonstigen Berufsverkehrs nach Möglichkeit Rechnung getragen. Eine besondere Einschränkung wird der Sonntagsverkehr zu erleiden lmben. Dies gilt auch für die Privatbahnen, namentlich soweit sie ihre Zugkraft aus Kohlen gewinnen.
A u s l a n d s tve i n e im K le i n ve r k a n s sollen wie in Wirtekreisen verlautet, demnächst in deutschen Wirt schäften zuni Ausschank kommen, und zwar zu erheblich billi geren Preisen wie die Inlandsweine. Es sollen in Betracht kommen rumänische, ungarische und italienische Weine 1917er Ernte, die von der Heeresverwaltung unter Festsetzung eines Kleinverkaufshöchstprei es an die Wirte abgegeben werden.
Reformatio n s d e n k m ü n $ e n. Ter Bundesrat hat die Ausprägung von DenkmüMen aus Anlaß frr Reformruions- gebenffeiei- im Jahre 1917 genehmigt. Ten Antrag am Prä-gungl einer solchen Münze hat Sachsen gcj'Mt. Der Rei-ormations^ taler nftrd das Wir Friedrichs des Weifen, des Gründers der Wittenberger Hochschule und Beschützers Luthers, träger. Als Umschrift iverdcn die Anfangsworte des Lutherliedes „Eisi feste Burg ist unser Got,." dienen. Mit Rücksicht auf den Mangel an! Edelmetall werden vorläufig von dem Reformatio ns taler nur hun dert Stück her ge stellt iverden; die weitere Ausprägung wird auf die Zeit nach Friedensschluß! verschoben.
** B e l g i s ch e Z i u k m ü n z e n z u 5 0 R a. p p e n. Tie Ausprägung von Zind-nünzen zu 50 Rappen ist jetzt vom General gouverneur in Belgien angeordnet worden. Derartige Münzen gibt es schon zu 5, 10 und 25 Rappen. Die neuen Zinffnünzen zu 50 Rappen erhalten w\z die anderen belgischen Scheidemünzen in der Mitte ein lreisruirdes Loch mit einem Durchmrs'er von 41/2 mm Auf der einen Seite tragen sie einen ffinfstrahligen Stern, die Aufschri-t „B.lgiö-Belgigue" und die Jahreszahl, auf der anderen pdtc links einen Lorbee'rz.veig und darüber ein Wappen mit einem Löuen. rechts die Angabe des Wertes. Tie Münzen werden mit glattem Rande geprägt Das Gericht beträgt 5 Gramm, der Durchmesser 44mm. Es ist nie "n'rd verpflichtet, für rn«l*r als 25 Franken davmh r>r Zahlung zu nehmen.
D a s K r e i s b l a t 1 Nr. 2 emhält Verordnungen über: Verarbeitung von R-eiä-smünz-en usw., AmeMamsche llurerueh- mungen, Herstellung; von M.argarine. Höchstpreise für Zement, dlnzeige von Wohnungen, S cksuhwaren häEer. Verbandstoffe, Sä-uh Handel. Düngemft el, LanLstanide, Gsbülwenordnung für die Hebammen. Wein- und Obstertrag, Benutzung von Lei Mn. Dienst Nachrichten.
LlNidkreis Gir'ßrn
-L- Bersrod. 10. Jgn. Das Eiserne Kreuz- 2. Klaffe erhielten Pionier Plnl. H 0 f m a n it, Musterier Ludwig Schnei der, Kanonier Phil. Kutscher, Vianicc Wllh. Döring, Gardist Karl Hofmaun und Unteroffizier Karl H0 rmauii. Das Hessische Kriegsehrrr^eieben in Eisen wurkw dem Geft. Karl Fuchs verliehen.
r. W e i t e r s ha i n, 10. Jan. Musketier Hrck. Thai st wurde
mit dem Eisernen Kreuz 2. .Masse- ausgeKsichnet.
Kpeis BüSingen.
ri Glaub erg, 10. Jan. Die Hessisch' Tap'erkeitsmÄdaille erfrelt der^ Mus bette c Wilhelm Nickel. — Hain che n. Die Hessische Tap'erleitsnwdaille, srü'-er das Eierne >dreuz, erhielt Lelwer Lösch. — Düdelsheim. 'Die Hes i che Tapserleits- medaille erlieft der Fahler Heinrich Knaf, daZ Eiserne Kreuz der Artillerist Will?elm Ger l a ch — Bl e i chenb ach An s iner im Kriege erhaltenen Wunde starb der Zimmermei' er Hein ich L i e b e g 0 t t. Diebach a. H. Zum Unter oftzier be ör ert wurde der Ge'reite Eller. — Nidda. Das Allgemeine E ir n- zeichen liir lang« übrige trei?e Dien' e erhielt beim Uebertritt in den Ruhestand der Oberbrie. träger Töpfer.
Kreis Aksfew
^ Alsfeld, 11. Jan. Durch das Kreisamt wurde bei einem hiesigen Metzgermerfter ei e -Sammel.' eile für fxi'chgeschis'sene Krä hen, TMen und Elstern errichtet Der Meister zahlt für Krähen 75, für Dohlen und Elstern 50 Pfennige.
Krris Schvtlen.
d H-erchenha i 11, 10. Jan. Landsturinmann Augkust Oechler erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. ^
Kreis Friedbl'rq.
Y Butzbach. 1,0 Jan. Heute >rächt, 3 Ulw. ftrm ein Pä'Hhen mit gefüllten Rucksäck^o auf den hieigen Balm ho an und wollte nach Franksnrr $ M. fallen. Dem Bahnh -fsbedien e e r kamen di« beiden verdächtig vor, sch >ß sie von der Abreise aus und ließ die Polizei rufen. In den Ruck säe! m hatten die Gminar 22 «rbgeschlach- tete Hühner, weiche sie in Pohlgöns gestohlen hallen.
r Nieder-Rosbach, 10. Inn. Tas Lwssische Ehrenzeichen am Kriegsbande erhielt der Gefr. Hch. Anders. — D orte! weil. Das Ei ferne (Kreuz und die .Hessische Tapserkeits Medaille erhielt der Musketier Johannes v. Fulda. — Burg-- Gräfenroda. Das Eisarne Kreuz erhielt der MrEckier Wilhelm Vetter.
Stark^uburp und Rheinhefsen
I. D a r m st a d t. 10. Jan. Auch im Kreis Diechura batte es trafbefehle lnogen der Nichtabliefermtg von Speck bei Hausschlachtungen gegeben (in der Regel 50 Mk.). Biele beruhigttn sich dabei: andere erhoben Einspruch beim Schöffengericht. Dieses 'prach fte teils frei, Jeils setzte eS die Strafen auf 3 Mk. herab. Dagegen legte die Staatsamvaltschasr Beruluug ein, iveshalb sich zwanzig Angeklagte zu verantworten hatten. Ihren Ausflüchten trat der als Zeuge geladene Areisdirektor scharf entgegen. An deni (^'schwätz, dass der cvpeck bei den Sammelstellen verdorben sei, sei dein wahres Wort. Die von dem Schöffengericht beliebte Herabsetzung der Stra- fcn gefährde die ganze Fett Versorgung der' Nüstung^-ardeiter. Tie atsanwaltschast be-gründete cherffo energisch ihre Berufung, woraus die Strafkammer die Schs-ffengertchtsurteile mffhob. die Strafen wieder hinaufsetzt' uns den Angeklagten mich nock> die Kosten des Bersahrens autbü'fr'te.
Defsen-Nafm«.
mr. Frankfurt a. M., 10.Jan. Mit dem h-eirti.-yen Tage wurfr'n sämtliche Brotkommisftonen aufae'oben. Die Leb-nsmittel- kartenverteibang wird nur noch, in frn Bezrrksstellen vorgenommen, da der Stadtverwalttmg wo ex i il s rä te noch Gespanne Kraft-, wagen zur Verfügung stammen, um die ungeheuere Zahl von Lebens- mittelkarten wach, den BrytkoinmiZ'iowm be ordern zu können.
- Frankfurt a, M„ 11. Jan. Ter 'Effänbadnmimster hat dmn Verband der Meingartenbauvereiwe dar Eifenbahnbeamten tvs hwffqen Bezirks rur Förberirng des Meinqarrmchwus 50l» Mk. iibrrrvk&v. Der Vnllmuo stellte einen besanoeren Fachinann mit dem Range eines Bahnmeisters au, der lediglich die Eisenbahner in der Anlage mustergülttger Neingärren zu rmrermeisen Hai Als Gartenland ltellte die Bahn Verwaltung den Beamten alle verfügbaren und nur irgendwie entbehrlichen Ländereien längs der von Frankfurt ausstrahleuden Eisenbahnlinien grösttenteils wnentgelt- lich zur Verfügung. Sehenswerte Garrenanlagen entstanden bereits an den Strecken nach Tarmstadt und Gießen. Neben den: .Kleingartenban wirb auch der Menen- und Kaninchenzucht besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei Friedberg läßt der Verbünd zurzeit einen MufterMrten herrickpen
][ Marburg, 10. Jan.
Stadtverwaltung fku in der
allen Loge und inr PhilivPsKau.se öffentliche VärmLh,allan K für weibliche und männliche Personen eingerichtet.
UuivsrsitätK-Naehvrevterr.
. r M.ürb u r g . 10. Jan. Unrer den SttMerenden der "^^nkät aeH eir Schreiben um. in dun. gegen die Verleitung der Würde des Gl'renkwktors für ungelehrte Leist.mgen Einioruch erhoben wird. Es lautet: „Wir Angelürioe der llniversität Marburg protestieren dageizen, daß es an de'ttswon Hochsäm'en nröglich vt. srch die gelehrt- Würde eines „Dr. h. c." durch geldliche Lüstun- Mp erir^erben zu tonnen. Wsir befrprern. daß eine p-tz. inristtsche Glckuktäl p»r Hoaffwule zu Heidelberg Herrn Kommerziemur Retrer imo Herrn Gehettnen Kommerziell.at Mosfe dst WnGe nn> > Tottor kuris utriusgue h. c. für Schenkungen verlieben hr. Wir fragen: sW wrbt ni ögliw, solche an sich d-rnkenÄve-ne Tanm. fre aber mittelbar gelehrter Arbeit dienen, auf andere Arr lk-wvvrxukeden? Wir fragen: Ist es nicht durch euren organis-ak irischen Mangel der Hochschule bedingt, daß sie ftch durck -elegemlichc Schenkungen iirfm Bildungsziel sich ergebende prinzipielle Forderungen erfüllen ktjvert mvr,? Soziale Wolirärir^ e: lös- itich. die n^zrale «xage. Schenkungen machen nicht aus Hochschulen einen leke -digen, geiNbesttmMenden Organismus einer gelehrten Mldungsanstatt!"
vernAischrer.
mr. M «tut heim, 10. Jan. In einer Bekanntmachung for» derl der OberbÜTgermeister die Schul: ugend auf, bei der Beseitigung des Schnees zu helfen. Wer drei Stunden ununterbrochen mitarbeitet, erhält zum Lohme Anweisung zur unentgeltlichen Enttiabmr emes halben Liters Vollmilch.
* Ludwigshafen/JO.Jcm. (WTB.. Zu dem Eiien--
Unglück, das sich in der Nockw zum TienStag in der Aahe von Kaiserslautern ereignete, uürd von amtlicher militärischer Sette mitgeteilt, daß sick die Zahl der Toten inzwischen aui 26 erhöht hat.
*
Peru — ein neues Bau mwollan 0. In oie Reche der Länder, die z-u dem Hauplvcasorge.ru des Weltmarktes süS Baumwolle zu rechnen sind, tritt jetzt Peru. Der Altbau der Baum^ wolle in Peru ist zwar schon recht alt, denn er stammt aus dem 18. Jahrhundert, allein zeillvchlig iprr er so gering, daß er übev' Haupt kdine Rolle spielte und in Vergessenbeit geriet. Erst in unserem Jahrhundert hat die BaumioollerzLugung in Peru ihren Srosen Aufschwung genommen. Im Jahre 1915/16 betrug drs Menge entkernter Baumwolke, die in Pein auf den Mark: gebrachtz wurde, 25 000 Tonnen: fast die ganze Menge wurde an kws Ausland verckaust, denn es wurden 24 000 Tonnen ausgeführl, und dSlj Löwenanteil davon, 21000 Tonnen, ging nach England. Wahrend des Krieges waren die Äl^crtzm öglichkeiten so mrgünstig, daß rein« Steigerung des Anbaues statt fand; für die Zukunft jedoch ist mit eineni weiteren Aufschwünge des Baumwollanbaues zu rechwerpl Fast die ganze peruanische Küste ist für den Anbau von Baumwolle geeignet, ferner kommen dafür auck- große Fläch-u des Jnnew'. landes in Frage, wo sich güfchüM Täler finden. Bedeutendes Baumwollpstanizungen Perus sind übrigens ftu Besitze deutscher Häuser.
> » > .I H .1 .111. .
Letzte Nachrichten.
kW TB.) Großes H a u v r a u a r t i e x , 1 i. Januar
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
s^erresgruppcnKronvrinzRupprechtttnd Deutscher K r 0 n p r i n z.
Versuche des Feindes, überraschend und nach Feuervor- bereirmlg am Morgen des 10. Januar südöstlich von Ppcrn in unser? Stellungen einzudringen. scheiterten.
Tagsüber eurwickeltet! sich an der flandrischen Front und südwestlich von Earndrai lcbtmftr Artilleriekämpfe.
Zwisten Moeuvres und Morcoing steigerte sich das englische Feuer am Avend und bei Tagesanbruch vorüber gehrud zu größter Heftigkeit.
Auch die französische Artillerie war beiderseits mm tl'Quentrn und in einzelnen Abschnitten zwischen £i<> miD Aisne rege.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Westlich von Slamont rege Gefechtstütigkeit.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
An der
Mazedonischen und Italienischen Front ist die Lage unverändert.
Der Grfte Generalauartrernleiiter Ludendorfs.
Der ^.Reickrstag und die Friedensverbandtungrw
Berlin, 11. J-an. Die Fraktionsführer werden wtzt alle Abende im Auswärtigen Amt durch dsn ttntei-ftaat6 1 etrerär Freiherrn von dem Bnfche über die Vorgänge in Brest«Lilowsk imterrichset.
Wilson und die englischen Arbeiter.
London, 9. J-an. 'WTB. Nichtamrtftp.' Melbmw des teri-chen Bureaus. Der Par!am»'ntsauchcknst des Gewerk- ch a f t skvng re ss-es. der nationale Vollzugs-ausfttmtz der Arbeiterpartei imd der varlamentari.che -lnssch«nß des rattven Kongresses veröffentlichen gem-ernsam eine Erklärung, in der W' i l s 0 n s Kundgebung über die Friedenszielc der AllneBen willkommen gebeisten und gesagr wird, dah die grsstc Tatkraft und der wite Geiichtskreis m Witfons Botschaft, be-- Widers darin zum Ausdruck kommen, das; oie ,Friedens verband-, llingen, wenn einmal begonnen, vollständig öffentlich gesübrr wer^ den, imd daß sie keine geheimen Abmattmngen enthalten oder aut yeisten fallen.
Weiter heisti es: Der britische Arbeiter nfeilt auch Äus^ druck der Sympathie sehr willkommen, den Wilson gegenüber der verzwe:sollen Anstrengung Rustlanos gebrauchi, fre volle Freiheit zu erringen. Tie britische Demokratie wünscht nichts aufrichtiger, als daß die russische Demokratie überzeugt km st>ll. vast alle Alliierten in ibrem Kvmpft für Frieden und Fwrch.it und Um Bemühungen, die segensreichnk Ergebnisse sei- Revolmw» zu erhalten. auf ihr>n seite stehen. Ti-c Worte des Präsrocuten über die Freiheit der Meere sind wegen ihrer Klarheit und ihrer erschöpfenden Darstellung zu begrüsten. Wir sind mit 'einer AuslegiMg non der Freiheit der Meere, oer die Mittelmächte eine siche Bedeutung beilegen, sämtlich einversttrnrvm und die MittA- mächre fönnen sich nicht ^ ^en diese wenden, .nenn sie tatsächlich aufrichtig alle angriMusti-gen BestvebunZen ablehnen. Eftu- andere Formel ist so sehr Ser Zustimmung sicher, dast eine Insel macht wie Grosi-Britannren gezwungen ist, ihre eigene Sicherl^it und die des Reiches pt K^^eiben zu schützen. Wir Hoisten WillonS Forderung willkommen, das. Belgien geräumt und wiefr-.e |er#e* stellt werden must. Schlrestlich sei mit einem Wvrtt gesagt: Wilsons Programm ist im wesentlichen dem von den englischen Arbeiters aufgestellten älmlich. Meinungsverschiedenheiten im einzelnen enfr ziehen sich der Erörterung.
L-min in Finnland.
Berlin, 11. Jan. Wie dem B. T. aus Genf berichtet wird, verbrmgl nach einer Petersburger Vdeldung des Petit Parisien Freiherrn von dem Bussche über die Vorgänge in Brest-Li- trn&t unterrichtet.


