** AuSzelchnansen. Mit der Hessischen TapferfeitS- «Adüitle ttmrben ausgezeichnet: Unteroffizier intb OsfizierS-Aspi^
«mt Willi Hniner, Kriegsfreiwilliger H. Weigel, Gefreiter -ch Anderthal.
**Sladttheater. Nochmals sei b<ram? hmgewiesen, böfe die 12. Freitag-^lbonnementsvorftellung verlegt worden ist und am Samstag, 12. Januar, stattsindet.
Paketkarten. Tie gelben Paketkarten können srelarmt- lich nicht bloß van der Post bezogen, sondern mich von der Privat- indmtrie her gestellt werden. Mit Rücksicht ans die jetzige Knappheit cm Kartons bat das Reichs-Postamt die P ostan st alten angewiesen, darüber hinwegzusehen, lvenn nichtarntlich bergestellte Paket- Jariot für das Inland eilten helleren oder Dunkleren Farbe.non als -ne amtlichen Vordrucke anfweisen. Tiefe Anordnung soll so Lange gelten, als die Papierknappheft dauert.
Bücher und Gegenstände des täglichen Bedarfs. Auf eine Anfrage aus Kreisen der Preisprüfungsstelleni hol die Volkswirtschaftliche Abteilung des Kriegsernährungsamts Wgertben Bescheid erteilt: „Jöüdfcx sind nach diesseitiger A,utft sassurg im allgemeinen zu den G-genstätrden des täglichen Bedarfs zu r-eckrnen, da sic zumt Unterricht, ziur »veiteren Ausbildung W.r Erledigung der .Äjufgabek der gesamter Vernmlvrng. der Industrie, der Technik, des Handels usw. unenrb-chrlich sind. 'Luch die Bücher, dre als geistige Nahrung zur Erhaltung des seelischen Gleickgemicktes notwendig sind, müsfsm zu dem Begriffe gerechnet werden. Eine Ausnahme ikcrnrrc nur hinsichtlich einzelner, für die .A!!gemernl)eit nderbaupr nicht in Betrackr kommendes Bücher -Luxus-Ausgaben u. dgl.) anerdnrnt werden."
**Schokoladepulver. Ms.Schokoladepulver werd<m nach einer Mitteilung des Neichsschatzcunts an die Zollstellen Erzeugnisse dezeichiret, die nicht aus gemahseirer Schokolade, smr^rrn aus einem mechanischen Gemenge von Kaka -Pulver und Zucker bestehn. Zum Teil baden sie auch einen Zjusatz von Trockenmilch. Es waren Zweifel darüber entstanden, ob diese Erzeugnisse als urcchonilche Genumae anzusprechen sind. Für dftfte besteht eine beordere Tarif- vorst-rift nickt. Als Kakaopulvrr wären sie zu verzollen. 'Bei Kakooioaren ist ein Zuckerzusatz ausgefMossen. Bei Lucker waren ist dagegen ein Zusatz von Kakaopulver nicht vorgesehen: Das Reichs schal aint und der preußische Finanzinrinifter sind darüber' einig, Erziugnisie dieser Art als mechanische Gamenge zu behandeln. Bei einLn Gelha.lt an Kakaopulver von mehr als 5 v. H. des Gesamt gewi hls des Gemenges ist ein Zollsatz von 35 Mk. für 1 Doppel- *atht<r zu erheben.
Sandkrtts Gietzeu.
u. Akkendorf a. d. Loa., 9. Jckn. Der Pioniri Christodn Banlus. Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zum Gefreiten befdtbtrt. DaS Eiserne .Krens erhielten WWbelm Rein ryrd JakrrÄ R u u H h e i m e r.
H. Geilshausen, 9. Jan. Tie Hessische Tapferkeit^ - medarlle erhielten die Musketiere Heinrich Henkel und Ludwig Müller. Ersatzreservist Wilhelm Schmidt erhielt das Eiserne Kren; und die Hessische Tapfcrkeitsmedaille. Wehrmann August P e 1 r y wurde zum Gefreiten befördert.
tt Treis kl L., 9. Jan. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Gefreire Hrck. Will IV. und der Grenadier Wfth. B e ck e r. Tic Hessische Tapferdeitsmedaille wurde verliehen an: Ehr. Berger. Phckipp Berger, Hoch Müller, Gefr. Rabenau. Wilh Michel, Wilh. Römer. Die Hessische Krieq-sverdienstmedaille erhielt der A>stm. H. Sv hl.
Kreis Büdingen.
N i b b a, 9. Jan. Die Witwe Gündra hier erhielt die Mitteilung. daß ans Anlaß des Heldentodes ihres Mannes die Großherzogin die Kriegsparenschaft für ihre füngste Tochter scher- nommerr habe. Dem Kinde werden nach zurückgelegtem 14. Lebens, fahre fünfhundert Mar? als Patengeschenk ausbezahll.
Kreis Schotten.
np. Groß-Eichen, 9. Jan. Ein Mrsorge-öglrnq aus WvrnrS. oer Ostern üonfirmiert und bei einem Landwirt m Ruppertenrod unter gebracht worden war, überfiel aiff dem Äeoe zwischen Nnvpertenvdd und Gwß-Eichen ein hiesiges ISjäbrige-- Mdchen Und machte einen NotzuMsversuck. Hierbei hatte c". dem Mädchen erwm Knebel in den Mund grst-eckt. Am das Hilferufs! der lieber- ftmenen kam ein Mann Jmau, der den Unhold veriocke. Er ivurde inlich die Polizei in Untersuchungshaft gÄ»rackp.
Kreis Friedberg.
^ Okarben, 9. Jan. Gestern nachmittag wurde tm* der veftgen Stajum der Lokomotivheizer W allraß aus Frankftrrt von einem Zuge überfahren imd auf der Stelle geröter.
Starkenbnrg und Rheinhessen.
!. Darm stadt, 9. Jan. Am. 2., 4. und 6. Februar wird der Wü^srk-VereiN drei zusammenhängende Schube rt-Äbende veran aalten, nlr die die beiden Wiener Mnstler Viktor Heim -Bariton' und Alfred Bl ü m el (Klavier) gewonnen wurden.
I Darm stadt, 9 Jan. In der Hauptversammlung bei tmen landeSnrckltcyen BererniMTrg, die in dem Gemeindesaa! der Pauluskirche stattfand, spvack Pfarrer v. F u ch s - Rüssels- heim über deutsches und englisches Christentum, erstes sei innrr- kcher Gewi'stnStried. letztes äußere Gesetzlichkeit. Ter Vortragende kennt England von einem mehrjährigen Aufenthalt her Mtt großem Bedcmern sieht die Vereinigung den Redner, der emen Ruj nach Eisenach erhalten hat. aus der Landeskirche scheiden. V. Fuchs tvac seinerzeit als Nachfolger von Lst. Traut «SvalA wortv-n : cs wurde aber von der preußischen Regierrrng dir Besrang'.l-ng versagt. Erft vor einigen Wochen erhielt er die „ctsvia Relrgwnsgeschichv' an der DarmstÄcker pchnilcken
I. Darmstadl, 8. Jam Tie gestrige Aufführung von „Hansel und Grete l" tm Hvftbeater war oon Zwischenfällen hnmgemcht. Die eine Darstellerin, die einen Milchtops m zerschla 4 «n batte, besorgte dies so nachdrücklich daß die Scherben und die ..Milch" auf dix Köpfe des Orcheslprs tünal^gneren Ein ernsthafter ZwisckienfaU ereignete ftch später, als ein Theater^ arberter seine Hände NvßjfckHbr die Seile einer Versenkung klemmte und lrch böse zterquetschide. (Der Unfall passierte mährend ^ Spiels. Die Aufführung mutzte unter brocken werden. Es gelang nur mit Anstvcngung. den Arbeiter aus seiner gualvollen Lage Kr beirercn. Während auf dcn: Bühne alles in Bestürzung und Mpreguna rvar. av-vlaud icrte der Zuschauervcvrm ft Mich oa vre protzte Teil des ParblikuchS glaubce. der Akt wäre M Ende.
ain z, 9. Jan. Im Beisein des Gouverneurs der veflwrs Marnz. Generalleutnants Exz. Bausch sowie seines Ädju- tmllen, Majors Freiherrn v. Genrmmgcn n. a. wurde am Montag ^ur Fe^er des Geburtstages des Königs Ludwig III. von Bayern TN der wE. . >anazkirckn nn ^V#»9s>nf+<»ÄiSTpnr( rtKnrfviTrn:
veffkN'Raffa».
DZ. D i l! e n b u r g, 9. Fan. Zirm Bürgermeister unserer "Ltapr wurde gestern abend Senator Tr. Rvstnom aus Wisknar in -"cecklimburg einstimmig geivahlt.
- ---A. t^ankfurr a. M., 9. Jan. Der Gemäldesammlung o ^rädelschen Kunztinftituts sind mehrere bedeutende Bilder aus oer.E Kreise der hiesigen Bürgerschaft gestiftet worden. Von Gene rai'.owul Freiherr Max von 'Voldschmidt-Rothschild erhielt die om Hauptwerk von Ludwig Knaus: „Dir hessische Dorf- Ern Hauptwerks eiRes anderen deutschen Meisters, der in-frr gleichfalls den Sammlirngen fehlte, rourde von Frau ^obmina Mössinger zum Andenken an den verstorbenen Stadt rG . icw, L Mössinger gestiftet: Tie „Sinfonia Pastorale 1896) von. Ämi Lugo. Zunl Andenken an den verstorbenen sftm Her- mami 'tutda wurde von dessen Erben das bekannte Bild von Anton Dnrger „Tre kranke Ziege" gestiftet
nlv. Frankfurt a.M.^ 10. Jan. Zu Bsginn der Sradtver- oronEtenVersammlung wurde das bisherige Präsidiuni imeder- «wablk. cbenso ergab die Wahl zrc den Ausschüssen keine lvesentlicke Äenderung. >tle Versammlung beschloß die Gewährung einer ein- malEgen aunerordentlichcn Teuerungszulage an die städtischen Be- amten Lehrer. Arbeiter und Hilfskräfte. Tie Stadt wird hierdurch nm 2 Millttmen Mark belastet. Eme Eingabe an den Herrn Kültus- mrmswr, roonach Kindern, die chrc Vvrschnlbildung in der Volks- tchul« genossen haben, nach einem Forderfttvs der prnftingsloft
Übertritt in die höhere Schule gestattet wird, wurde von der Bev- sammlung gutgrlwißen. Dic Ernreiterung der städtischen Kranken- fürsorge durch Ankauf eines Erholungsheimes bei Obererlenbach imd Ermirtung von Sälen fand Unterstützung aller Parteien.
Fc. Gelnhausen, 9.Zan. Im hiesigen .Kreishaus wurde eingebrochen, einige Pulte gewaltsam geösfnec und über 300 Mark gestohlen. In einem Geschäftszi-rmrrr des Lebrnsmitdelamts wurden 2000 Reisebrotmarken entwendet, eben«o fehlt ein Palet mit Fleisch« marken.
ra. Hahnstätten, 9. Jan. Denr Pfarrer Wilhelm Hahn wurde für feine Tätigest t als Lazarettpfarrer dos Eiserrle Kreuz verliehen.
}\ Marburg, 9. Ion. Im Philipps hause farid gestern der UnterverbandStag der Rai seifen vereine des Kreises Marburg statt. Aus dem Jal:-resberichte des Herrn Urrterverbands-Tirektors, Pfarrer Törr-Mickelbach, sei erwähnt, daß der Unterverband rund 2400 Mitglieder in 24 Verehren zälFt. Ter Geldumsatz stellte fick im vergangenen Jalre auf IV 2 Millionen Mark und der gesamte Umsatz auf 10y 2 Millionen Mark. Tie Gewinne betrugen 15 000 Mk. und das gesamte Vermögen 133 000 Mk.
ra. Marienberg, 9. Jan. Bei der Bürgermeisterwrdl wurde der Kanftnaun Wilhelm Sahm zum Oberhaupt unseres Städtck)«rs gttvählt.
Fc. Wiesbaden, 9. Jan. In. der Wochrung einer.Kriegers- fran wurde gestern vormitta-g der gesäl rlichc Eftckrccher und salmen- flück^tige Soldat Johmm Eckert aus Köln, der wiexrhalt aus der Militär baff, entsprungen, seMeno-mMen. Eckert ist ein Komplize des berüchtigten Einbrechers Johann Montreal, der vor acht Tagen auch hier feftgenmnmen wurde.
ra. V i l m a r, 9. Jan. Tie Lahn ist hier fest zugeftoren und kann überschritten werden. An vielen Stellen hat sich das Treibeis gestellt.
<£kridH*iaal.
1 Darmstadt, 9. Jan. Drei -Offenbacher jugendtiche Ar'- beiter. unverbesserliche Diebe, der 15jährige Heinrich Holder der 16jährige Mich. Schlehen becker imb der 17jährige Heinr. Sauer, waren wegen Diebstahls zu je 4 Monaten Gefängnis verurteilt. aber bedingt begnadigt n?orden. Tas nrächte ro wenig Ein» druck ans sic. daß sic sofort wieder dreisde Einbrüche unternahrncn. In verschlivsfencn Billen stahlen sie Weißzeug, Bettwäsck^e usw, in einer KriegSküche freien ihnen Fleischlonserven und Fetrvorräte in die Hände, in einenr Arbeiterschlaftanm nahrn-cn sie Kleider mrd Stiefel mit. Schl, verführte auck> seinen bisher noch unbestraften 14jährigen Bruder. Tiefer erhielt von der Stvaffamme'i 6 Mw'ate, .Holder unter ErnrcttMEng -einer anderen Straft 2 Jahre, SckLehenbecker IV» Jahr um Sauer 1 Jahr 3 Atonale Gefängnis. Ihre Hehler^ sind z. T. ermittelt. Teils sind es Offenbachcr Dirnen, die je^ eirrcn Monat, und 2 vorbestrafte Offtnbacher Arbeiter Alois S t r 0 1 1 und 3!htb. Störtet, die je 6 Monate erhielten. — Weil sie den .Zuhälter ihrer Mutter bestahl, erhielt die zwanzigjährige Arbeiterin Frida Böller von Osfenbach 3 Pdö- nate Gefängnis, roährend der 29jährcge Arbeiter WÄH. Simon von Offerrbach. der semem Großvater ein Sparkaffcnbuch stahl und davon 2 500 Mark abhob, zu 6 Monaten verurteilt wurde.
X Hanau, 9. Jan. (ftrde November v. I. mietete sick hier bei einer Familie ein mit großer Zungenfertigkeit ausgestatteter Mensch ein. der angcck> der beim Postanlt Hmuru im Hilfsdienst beschäftigte Pystassistent Kionrad Büttner zu sein. Er ließ durch- blicken, daß er als Sohn einer wohlhabenden Landwirtsfamilie auch in der Lage sei. cinzuspringen, wenn her Hausfrau Sckwierigkeilen entständen, mit den ihr zugewiefentn Rationen auS-ulommeck. Durch '"cm sicheres Auftreten erhielt Vr Anschluß «n die Familie und verlobte sich schon 7?ach 3 Tageit mit der Sckwäaerin seiner
t lauÄrärtüc. Tic Berlobungsringe nmrden TySeftellt und in einem vnfektionshauS für die Braut teure Kleider, eine Pelzgarnitur u. a. m. angekauft. Ter BräcUigam gab sich als ftnarEziell gut gestellter Morm aus, der als Einjähriger 7000 Mk. verbraucht lmbe. Während die Braut im Ml^enzimmer das Brautkl-rd enprovicrte, entnahm der Bräutigam au£ ihrer Handtasche 50 Mk. Tw gekauften SachcE! im Werte von 5000 Mk. 'ollwn mit gufttierter Rechnung in die Wohnurrg geschickt werde». Hierzu kam eS nickst Eirrer düsteren LIhnung folgend, machte die Schwägerin oft Polizei auf d«n Mann aufmerksam. Tie Polizei, stellte fest, daß der Brftc- ftgam der vielfach vorbestrafte verheiratete 57 Jahre alte Sck-mied Konrad Steigerwald aus Unterwestern lUnterftanken) war. der nun von der Strafkammer 5>2nan zu 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus mrd 150 Mk. Geldstrafe iierurteilt wurde. Der Angellagte batte das BetrugSmanöver eingefädelt, um sich in den Besitz der wertvollen Sacket., die für daS ft)cädchen angetauft wurden, zsr bringen.
UttrVevstzLäSL-NLrehvkehten.
' Freiburg i. B., 9. Januar. ALS NoackfoLaer für den verstorbenen Geh. Hoftat Pros. Dr. Krönig in FMaburg i. B. sind von der Fakultät Vvrgeschlagerc worden: Prol. Dr Seitz. in Erlangen, Prof. Dr. Qp-i tz-Gveßen. Prüft Tr. Ponkow-Dttssel- dors und Pr«. Dr. Ganer-Freibürg, Prof. Tr. Seitz ist durch das badifckL Ministernvm berufen worden und hat den Ruf angenommen Als Nachfolger des nach Hätte LbergesiedelLen Prof. Dr. Sellheim ist dr'r Oberarzt der Tübin-ger 7ftauen?lmik Prof. Dr dlugnst Maier zum v. Prof, der FvauenheiLkrmde und Direktor der Frvrlen- klinik berufen.
Mrchiieh« Zladfvidnen.
israelitische Le!igionsgemein-e. Gottesd. i. d. Spnagoge ,'Süv- Anlaye). Samstag 12. Jan. Borabd.: 4 45: morg.: 9 00: abds ' E u. 5.40. — Israelitische «eiigioKKaesellschast. Scckbatfeier am 12. .^an. Frertag obd.: 4.25: Samstag vorm. 8.30 Pred.: nachm - 3.30; StckL«lLusg.: 5.40. WochengoLteSd.. .norg. 7.00, übte. 4.00.
SingcfanM
(ßür ßorm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernnnmt die Redatturn dem Vublitunr gegenüber keinerlei
jvctLnuvsrtun-.)
Wiederholt schon wurde auf die groß/ l^efahr hingewiesen, die, namerttlich bei der eingeschränkten Straßenbeleuchtung, älterer' Leuten und unseren Benvundeteu durch die Schleifen auf den Bürgersteigen erwachsen. Aber die Jugend schleift weiter imb die meisten Hansbesitzer scheüren sich ihrer Pftickt gegen ihre Mitbürger noch nicht bewußt zu sein. Also wieder der Ruf nach der Poftzei erschallen. Diese sollte doch mindestens mit dem gleichen Eifer die Uusch<rdlichmachung der Schleifen veranlasserc, mir dem sie die Hausbesitzer zum Kehren nach oft nm geringem Schneiftatt an hält. Es sei auch daraus hingewiesen, daß Sägemebl :md rveicher ^and sich zum Streuen aus Schleifen nickt eignen, sondern mehr schaden als nützen; scharfe Mittel, wie Sreinkohlenchche, sind hrer nötig.
Letzte Nachrichten.
WTB.) Großes Sauvtouartier, 10. Jsnvar. (Amtkich.)
Westlicher K r t e g s i ch a u p l a tz.
Südöstlich von Mern am Nachmittag lebhafter Artil- leriekampf. Westlich von Zaadvoorde icheitertt ein starker närvtlicher Erftrndungsvorfwß der Enaländer.
An der übrigen Front blieb die G^cchtstätigkeil gering.
Im Dezember betrug der Verlust der ftindlicken Luft- streittrüfte au den deutschen Fronten 9 Fesselballone und 119 Flugzeuge, von denen 47 hinter unseren Linien, dir üiMgen stnseits der gegnrrischet, Stellungen erkennbar abgeMrzt sind. Wir staben im Kampf 82 Flugzeuge und 2 Fesselballone verloren.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazedonische und italienische Front.
Die Lage unverändert
Der Erste Generalauartiermeifter Ludendorff.
Der Kaiser.
Berlin, 10. Jan. Se. Maj der Kviser hbtte gestern
vormittag den Vortrag des Reichskanzlers und den Gene ralftabsvortrag. Ferner empsing Sc. ALajestät den Fürster Radotin zacr Rückgabe der Orden, seines verstorbenen Groß Vaters. Zur Frühstückstafel bei Ihren Majestäten waren laden: Erzherzog Maximüian von Oesterreich und Gemahlin
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 9. Jan. Amtlich. Kräftig dnvchgefühcte Angrftft brachten einem unserer erfolgreichsten U-Bvot-KvmMandanten, Ü'o pitänleutncmt Steinbrinck, im Westcrusgang des Aermelick- nals einen Erfolg von 2 7 000 BRT. ein. Bon den zum größten Teil bewaffneten Tampfern wurden drei Fvoße tiesgeladem aus durch einen Zerstörer, FisckHompfer, Luftschiffe und Flugzeuge besonders ftarf gesicherten Geieftzuge lercrusgeschossen. Art und Stärke der Sick)erung la, ien darauf )ch>liei'>en. datz es sich um Schiffe mit ganz besoirders wertvoller Ladung i-an^lte. Einer dieser Tampfer war vom Einheitstyp und mindestens 5000 Tonnen groß. Unter den übrigen versenkten Schiffen befand sich der brasftianische lnach Angabe der Besatzung englische) bewaffnete Dampfer Ce- ara (3324 Torrnen). Älußer den seck>s Tampfern wurde ein Voll schiff von mindestens 1500 Tonnen vernichtet.
.Ter Chef des Admrrrcksvabes der Marine.
Wiederum ftndei der Nmne des Kapitänleutnants Steinbrinck lobend Ettvähnung im AdmiralstabSberichr. Otto Steinbrinck ist derselbe, der imter schwierigen Verhältnissen am 26. Juli v. I. den englischen Kreuzer Ariadne versenkte und der schon im März 1916 für seine schneidigen Unternehmungen 'in den van Sperrminen und Wachtschiffen stark verteidigten Gewässern deS englischen Kanals mit dem Pvur k meritc ausgezeichnet wurde. Auf einer seiner damaligen Fahrten hatte er allein 22 Fahrzeuge mit 14 500 ART., darunter elf nack> J cklien und Frankreich bestimmte Kohlen^ schiffe, versenkt. Daß er auch gegen stark gesicherte Geleitzüge glänzende Erfolge zu erzielen versteht, hat der heutige Berich! sch'lagend bewiesen. Schmerzlich' muß unsere Feinde die Versenkung des Einheitsdampfers berühre^!, denn auf diese Konstruktion haben sie große Hoffnungen gesetzt. Wagen der Schnettigi'eft dos Baues sollten die Standards'hips ein besonders geeignetes Mittel bieten, um die rasch wachsenden Verluste auszugleichen, die die „n i e d e r t r ä ch t i g c ,U - B 0 v t s - T ä t. i g k e i t" — wie Asquith unsere^Erfolge kürzlich in Birmingham bezeichnete — der feindlichen Schiffahrt schlägt. Nun rulst bereits mindestens der zweite Einheftsdampfer auf dem Grunde. Das erste Opfer war die War Glavrr . die gleich auf ihrrtr Jung fernreise torpediert wmrde. lieber weitere .Mißerfolge ^richtet die ftemde Presse Ter Eindruck festigt sich, daß diese SchifrSbautan gleich allen übrigen Schiffen erheblich rascher versenkt werden, als sich ihr Ersatz her stellen läßt.
Die überfüllten Gefänqnisst in Nustlrrnd.
Stockholm, 9. Jan. Nach einer Meldung aus Hapa rartbet an „SvenSka Dagbladett" bereitet man im Smolnij-Jnstitw einen Erlaß vor, der deil. Rat der Volkskommissäre berechtigt, ernzelne Personen des Landes zu verweisen, da die Werfüttten Gefängnisse Mißstimmmi^ im Volke Hervorrufen. Am der Liste der auszuweisenden Personen stehen M i l j u ko w . KerenSki, SKängarleff, Gotz und Tschernow.
Buchmmn.
H a v a ran da, 9. Jam Der englffcke Botschafter in Peters
birrg, Buchar^an, ist mit Famili- :md (befolge hier eingelroffen und reist nach Stockholm weiter.
Neue Abnineunrutren m Portugal.
Genf,J). Jvn. Nack einer HavaSmeldung aus Lissavou ftnck am 8. Jänturr dort neue Marine Unruhen ausgevrochen. Das EriegSschifi fr &xäci} de Gama", das gegenüber- von Lissabion ankerte, beschoß die St. ffieor^-Festung, die das Feuer erwndertk mck das Sck-ift Mm Sckn-ei^en brachte. Tie Besatzung des „Baser' de Gama" hißte darauf bv weiße Flagge und ergab sich. Tie Bcannscharr wurde ans Land geÄrackt rmb gesauger' gemacht. Ebenso ergab, sich die Mannschaft oeS Zerstörers „T-uro", oer keinen Kv- nonrnschuß avgegeden hatte. Tie seft vormittag in ihren Kaserne-r zurück gehaltenen M trrfnem-annschaften erg aben sich den Är ei t- kräft-en. die der Regierimg treu geblieben waren. Sidonro Vaez besuchte <rm Morgen Ue Truppeir. die nt der Nähe von Alcantarn liegen'. Tie Marinekaserne und das Maranearsenal sind militärisch besetzt. ES herrsch: angMich vollständige Ruhe. Ter Verkehr in der Stadt wird wieder normal. Tie Rech-Trung erklärt, alle Intrigen, die die Temokraten angestiftet hättest, um sich mit Gewalt der Herrschaft zu bemächtiget, zu kenmn. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um eine Zurückhaltung der Lebensmittel, eine Teuerung imd Diangel an Nahrungsmitteln zu verhindern.
Amerika und „deutsche Barbarei".
Berlin, 9. Jan. (WTB. Nichtcmttlich.) Tie „Mornfttg Post' vom 28. Tezember erfährt aus Washdcgton, (General Pershing habe amtlich kurrdgeyeben, daß Deutsche amerikanischen Gefangen en die Kehle durchs chnitien und er Truvven uno Land mir der deutschen Barbarei betannttnachen woll. Man lab< in Amerika dic Greuelnackrichten ttiemals geglaubt, hiev aber sehe mmt sich einer unbestreitbaren Tatsache gegenüber Tas amerikanische Heer habe genügend Erfahrung im Kampfe gegen Wilde, um auch mit den Deutschen fertig zu -werden. In langen Kriege» hätten sie erkannt, daiß der best: .Jirbfaner^oer tote Jndimrer sei. Sie würden arcch wtssen. '.velches der beste Tenisch' sei. Die Be hauptmrg, daß die Greuelnachrichten in Amerika niemals geglaubt wurden, ist überraschend. Wer amerikanische Zeitungen und mneri- laniscke Stinrmnngen inc Weltkriege kennen lernte, weiß, daß keine GreueLnachrichr gerrug war, mir rtick' von amerikanischen Zeitungen gedruckt und vom anterikanischerl Publikum geglaubt zu werden. Aber, fährt der Bericht .fort, hier liegt eine imbest reit bare Tatsache vor. General Pershing blieb den Beweis schuldig und wird ihn nie erbringen. Immerhin, die Amerikaner haben die Absicht, ihre Erfahrungen im Kampfe mit den Wilden zu vernverten. Vielleicht werden sie auch die Erfahrungen, aus den Freilvitskrirgen. gegen die Engläacher benutzen. Ma,l. erinnert sich, daß die Kämpfe im Jahve 1812 vmr den.Engländern mit eurer unbeschreiblichen Rohheft und einer tierischert GrausamMt geführt wurden. Tie Engländer verbanden sich damals mit den Rothäuten und setzten edlen Preis von zwei Dollars auf jeden amerikanischen Skalp aus. gl-eichgiltig, ob von Männern, Frauen oder Kindern Dir Stadt Detroft wurde eingeäschert und die Bervohner wurden geschlachtet. Tas Forr Beerborn »oirrbe erobert und die Besaiumg niedergemacht. Dir 2lnsiedler wurden auf englisch'! Anregung 5m sfcklpiert, an Holzpsähle gebunden und lebendig verbrannt. Tie Anreftkaner gedenken also rnt Stile dieser Kriege und getreu der Auffassung, daß der beste Fctsnd der Lote Fckchd ist, zu kämpfen. Die Döutsch.m besiegen seit ;! Jaffven die Neger', Gurkhas und alle andren wilden Völkerschaften, die ftcr Recht, Freiheit und Kulttrr kämpfen. Sie scheuen auch dm Komps mit den Amerikanern nicht.
Amtlicher Teil.
Vekanntmachung
Die Bekanntmachung des stellv. Generalkommandos 18. A.-K. v. 14. 12. 1917. Nr. Bst (t.) 169<11. 17 KRA. betr. Beschlagnahme und Bestandanmeldung von Arbeiterschuhzeug wird hiermit aufgehoben
Frankfurt (Main), den 10. Januar 1918.
Der stellv. Komm. General:
Riedel
General-Leutnant


