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Eine Erklärung Headersans.

Lviribon. o. Jan. (Meuter.) In enter Äespvechurrg oer JRri*? A-oyL Georges sagte Henderson, die Arbeiter­schaft würde sie mfofern willkommen heißen, als sie eine klareKe st stell un g über die Ziele fei, für deren BerwirkuchLNvg Vre Engländer den Krieg sortsetzten. In einigen Be^rehrmgen. verkörpere sie die erklärten Grmrd- 'ätze und Ziele, die die Arbeiterschaft bei der treulichen Kon ^ererrz als die wesentlichen Kriegsziele ftstgesdellt hat.

Die Urisis in den zrietzensverhandluttgeir.

Berlin, 5. Jan. (WTB.) Wie UirterstaatssekreLLr von ?rem Bu§sche in der heutigen Sitzmlg des Hauvtaus -chusses des Reichstages mitteckte, ist gestern abend ein Tele­gramm aus Petersburg emgctrosfen, worin cs heißt:

.Die Verlegung der Verhandlungen auf neutrales Gebiet entspricht dem erreichten Stand der Verhairdlungeit. In An drtracht der Ankunft Ihrer Delegationen am früheren Otte der Verhandlungen wird unsere Delegation zusammen mck dem Volks tomnttffcrr für auswärtige Angelegenheiten Trotzki morgen nach Bre sts Li t ows k fahren, in der Üeberzeugung. daß eine Ver- nandrgung über die Verlegung der Verhandlungen auf neutralen Boden keine Sckwiertgketten machen Wird."

Berlin. 5. Jan. Der Hanptausschuß des Reichs t a g § trat heute erst um 1 / 3 12 Uhr zusammen, da vorher noch Ver HMVlungen der Parteiführer mit der Regierung und unrereinande stattgefundLN hatten Ter Reichskanzler Gras Bertling war nichl erschienen, wohl aber ReichsßchatzseLretär Graf'Rödern, der für die Dauer der Krankheit des Hecnr v. Paper mit der Stellver rretung des RÄchskanzlers betraut iit, ferner Unterstcuttsfekretär des Zmswärrrgeit Amtes Frist. von dem Bussche mW der Letter der Reichskanzlei o. Radowitz.

Frhr. von dem Brrsschc gab folgende Erklärung ab: Der $5err Reichskanzler bar gestern die Insinuation der russischen Presse mrückgewiesen. daß wir uns in illoyaler Weise unserer Zusage betr. das Selbstbeürm mungsrecht der Doller ent tchen wollten. Im Anschluß an diese Erklärung stelle ich im aus­drücklichen Aufträge des Sxrrn Reichskanzler das Folgende fest: Der^ Standpunkt des Herrn Reichskanzlers zu dem Selbstbe stim rnungsr echt der Volker bleibt unverändert, aber dieser Stmrdpuntt darf keine Deutung finden, die lediglich von den Intereü'en der Entente eingegebm ist. Die in der neutralere Presse veröffenUichte Darstellung, als ob bie russischen Delegiertev» den deutsche?: Vorschlag vom 28. Darüber als rmdislütierbar aögelehnr Hünen, ist tatsächlich unrichtig. Die russischen Delegiertes öaven zwar ^denken gegen, die von uns vorgescülagene Formu tierung erheben, fick indes ausdrücklich damit einverstanden er klärt, daß über diese Formulierung in einer Kommission weiter b-eraten werdctt sollte, um eine Verständigung berbeizumhren. Zwischen unseren und den russischen Delegierten war verembart worden, daß die Fornesung der: Verhandlungen auch über die Mittig verbleibenden Puntte am 5. Januar in. Brest-LitowSk erwlgM sollte. U u s e r.e V e r n b c t c n haben unter diesen Umständen urtt uns evtttrrunng den Vorschlag der Ruf s g n nach Veränderun g fl * * Berhanhlungsortes a b- gelehnt. Inzrmschen ist »*£$ von Brest-Litowsk folgendes Tele­gramm Mgegangen:

Am 4. Januar 10 Uhr abe^rds ist hier das in Uebersetzung -olgende .Hughes Delc-tramm aus Petersburg eingetrvffen:

An die Herren, Voriitzerchen der Telegarione« der vier ver- bundeterr Mächte: Die Verlegung der.Bervaudlungen auf neutrales Gebier enrspricht dem ern.stcpten Stand der Verhandlungen. In Andetrachr der Anlünft Ihrer DtteMttivn am früheren Ort der Verhandln:: ;«: wird Mttere DeLegacwn Jufammen. mit dem Volks- Kommissar für auswärrige Angetügenhettrn T r o tz 1 1 morgen nach Boeft-LitowÄ fahreic. in der Ueber-euKung, daß eine Verständigung Her d-e Berlegnug der Verhandüorgor auf NLittralen Boden keilte Schwierigkeiten machsn wird.

llnterschrfft: (Die rvffKche-egation."

I^ttm cher: ist mir den in Brest-Lckowsk anwesenden, mit Bvll- macfrt veriehenei: Bertrrrern der U kraine irr befriedigen-* der Weise verhandelt worden. Wertere ratsacWche Mit­teilungen können von feitKt der Rsgckrung heute rächt gemacht werden." .

Vorsitzender Abg. Fehreinbach schlagt vor, die politische Debatte ab^ubrecheu mtb einen aridere:: Gegenstand zu verhandeln.

Mg. Scheidemann (Sozä widerspricht und wünscht, biß die politische DeL-ütte wrigest^t werde mit Rücksicht aüf die vor­liegende 'Siruation -und i^ie Ror^oendigkeic,'H» der Reichstag erklärt, er stehe auch herüe noch avi dem klaren Srandmmkt des 10. Juli. Tie Sozialdemotrarcn wünickttn Aun: Atisdruck zu bringen, daß sie um keines Haares Breite rwn ihren: S-tandpunkt abwichen. Durch eine sn-emliche Erklärung zum Selbstbestimmungs­rech! der Volker würde der ^Friede gefördert lverden.

Ahg. Haas« Anchh. Soz.) widerspricht gleichfalls. Am besten märe das Imammeurreterr des Menums. Es müsse ausgTsprochen werden, dan^di: Mehrheit die Aeußerungen des Grafen Westarp

teilt. Tie Benchrc über die Erergnisse in Bvest-Lirow-st ani -B. Dezember wversprächen einander uno dadurch werde eine un- zweib.'Uttge Erklärung unsererseits uottoendig. Di-e Ukraine ver- hcmdle nur uruer Teilnahme der Petersburger Regierung. Das russische Volk ste^e einig und fest zusammen.Wir dürfen nicht vergessen, daß die Runen unÄ weiter emgegengekomnren sind, als wir enourten durüen."

Durch Abstimmung wird beschlossen, die Debatte abzu-, ä recken. Ti-r Erönerung wendet sich der Frage des Gefangenen- austauschs zu. I

Bei der Besprechung von Gesängenen^Austausch- sraaen fragte

Äba. Erzberger (9«tr.), wie groß die Zahl der Zivil- aefomgencu sei, mrd wie es mit dem KvmprEißäbkvmvte» stehe. Das Gcrangenenlos' zu bessern, muffe der erste Erfolg der deut­schen Kommission in Pcürsvurg sein. Der Redner fragte nach der

Zahl dec Kriegsg-^a»Kenen aus beiden Seiten und nach der Lage der GeßmEen in den Geiangenentageru.

Ab-'c P r i n < : u Scr-önaick-Carolath (ul.) schi eßt sich dreien Erklärungen an. Es ist leider festzustetten. daß russische Ge- rzmtm wabrhenewidrige Mitteilungen über ihre BebanDluac- nach ihrer Rückkehr in die verbreiten. Auf Dank werden

wir kaum rechnen dürfen.

Abg. K r e t h - Low. : Ta mau die Pläne des Austoärtigcn Amtes und der Zdeeresvernmltttng rrickr lemu. ist es schroer Über diese AttgZegenb^r zu sprechen. Amertta hat seine Omaner' schau <ruck au? diesem Ged^t bewrefen. linier BttttchaftsLebe i wird durch den Austausch oer. Gesängencm sturk in Mitteid-en- 'ch»af: gezogen, msbesvttdere die LundwirrschLft.

Genera! Friedrich mat Kriegsrnürrsteriunr begrüßt die Ge­legenheit Mr Russprachr. Mr halten es für eine nationale ?ür- zslegeirlneit, die Frage -er ZivilgL-fangerren. zu löserc, deshalb haben wir un-s enrsäMs«r. MNitärge fange ne gegen vil gefangene auSzu tau scheu. Die Bc^handlungen waren schwierig, weil die russischen Fordanmgen sehr weil gehen. Endlich firck 4000 ruffiscke DÜE-erc gegen 1000 deutsche Offiziere und .ärmliche verichler-rae OstvrÄlßen MLSg«tauscht worden. In nrcht Zu langer Zeit wi.rd dre Citxntuße.i tca^e eclodigi sein. Es besteh' such voffmrng, ärnfich-ürck' der Zwilgesangef^n mir Frankreich und Lngl-wrd ins Reine zu kommen. Wir ho.ben in dein sma>edi° sÄO'. Vertreter in Petersburg «ne auSgezerchrrele 5>Wc.' Das neutrale Rote Kreuz wird uns frzffen mfi» f nßt Von einer allgcmemcn Rockage unserer Gesang.-a:n m Rußland darf man m±t sprechen Es läßt -fch mb mit b»\b viel he!bar Di« S^dsthil^- der fNow M <mtl' q&txi Tuchlich ÄmsAbtlich der Ernährung der Äo- songenen haben, wrr en'.e- wertv-oille Stütze in Dünomart gefunden Dir FüYsrye brs zum Austauich liegt uns sehr am verzen. Dem fchwed?che!r Ge-Eid^ea werden hm eichende Mittel zur Vcriügung D'ee ffu axb<\t*n bereits ausgezeichner Uefleir bte &af tum Amerrllas zu svoschm. ist im Mgenbjick zioeck- to*. Ten neutralen Staaten gebührt lmiinge chränkter Dank. Heim FfMansty txmnzn zrmächst die Kcauklickwt in Bettuch!. Der Weg grWnrr Massen kairn, nur durch die Front gehen. Familienvirer mw ältere L^irte werden beporzugt. Grne schematische Reihencht g?

ist unmöglich. Unser Verfahren wird gute Früchte bringen. Trotzki hat die Zulassung ßtzwcdischer Delogierter nach der Murmanbahn beschlossen. Unser Eingreifen wkd unsere BergÄtungsmaßnahmLn haben dort bessere Verhältnisse geschaffen. Die Liebesgaben Kommen in die Hände der Gef-rrngerren.

Mg. Noske (Soz. Generell find VergeltungÄnaßregeln nicht zu verurteilen. Aus Frankreich kommen wieder Klagen über wrwürdige Behandlung der Kriegsgeßnrgenen. Hier wäre ermnal einzugrerfen. Unter der »reuen ^Regierung ist Besssrmrg in RuH- lind eingetreten. Man sollte diejenigen bevorzugen, deren Fa­milien schwere Kiicgsverluste gehabl hckben.

Mg. o. Trampzynski (Pole!: ES ist nicht richtig, wenn von der Regierung gesagt wird, daß die Polen als Freiarbeiter behandelt werden und nur die Einhaltung der ArbÄtsverträge ge­fordert wird. Die ArüeitsbDingungen müssen günstiger werden.

Mg. Go t he in (F-ortschr. B.): Die Frage der Saisonarbeiter gehört nicht an diese Stelle. Die Situation auf unserem Arbrils- merkt ist zweifellos schwierig, Mer der Abbau der Ostfront wird viele Arbeitskräfte freimachcn.. Die Gesangenenfragen find beim

General Friedrich in zu stimmen.

guten Händen. Seinen Tarlegungen ist zu-

Wien, 4. Jan. (WDB.) Soweit die MetEälter den Vor­schlag der russischen Bertragsunterhändler auf Verlegung des V e r h a n d l u n g s o r t e s ins neutrale Airsland besprechen, er­blicken sic den Ursprung des Vorschlages m dem Versuch der Entente, den Abschluß des Friedens hmauszufchicben oder zu verhindern. Tie Entente möchte auf diesem Wege, ohne offen her- vorzurreren, einen ungehörigen Ernflutz auf den Geist der Ber- handlungerr gewinnen. Scstangc die Antwort bei: russischen Ber- tra^sunterHändler nicht bekannt sei. liege kein 0>rmrL- vor, dem Zwffck)enfall eine entscheidende Bedeutung beizuinessen.

Rotterdam, !. Jan. MDB. RicktaruiLich. Mch dem , Nierrwe Rotterda.msck.fen> Eourmrt" rneldet der Petersburger Korrespo7rdent desDaily DÄvyraph": Es ist euce Tatsache, daß die Bolschewili letzt zugdbew, daß die Unterhandlungerr vo'K Brrst-Litowsk mißglückt find und daß die deurschm Bvr'ckstäge keine Grundlage brlden, tauf der (RüUand Frieden nßiwßen könnte- Als aber Kamenew im Sorojet mitteilte. daß die Bedingungen unannehmbar seien, stunden die Vertreter der ver­schiedenen Ärmeen auf und erklärten, daß, £uei Soldaten nicht kämpfen würden rrndes auchn icht könnten.

Bre st - Li tow s k, 6. Jan. Gesterti abend ist folgender Funk- svruch in deutschen .Klartext abgeßrndt worden:

An die russische Doiegatckn zu Händen ihres Vorsitzenden

Herm Ich fe. Petersburg.

In ihrer Aurtvort au! di cVocschläge der russischen Delegation hatten die Delegationen des Bierbundes am 2b. Dezember 1917 in Brest-LitowZk gewisse Leitsätze für den Mschluß ernes sofortig«rr allgemeinen Friedens- ausgestellt. Zur Vermeidung einer einseitigen Festlegung hatten Sie die Gilrig-tzttt dieser Leitsätze aus drücke l i ch d a v o n abhängig g e w «r ch t, daß sich sckntliche tctzt emt: Kriege beteiligten Mächten innerhalb einer angsniessenen Frist aus­nahmslos und ohne jeden Rückhalt zur genauesttn Beobachtung d:w alle Völker iu gleicher Weise schützen.de>: Bednrgungen ver- pflichten müssen. Mit uZstmimung der vier verbündeten Tclegalünren war darauf von der russischen Delegation eine zehntöchge Frist >eGge4etzr worden, innerhalb deren die atu treten Knegsithrmden sich mit den in Brest-Litowsk aufgestellten Grundsätzen eines sofortigen Friedens bekanntmachen und über den Einschluß au die Friedcnsvcrhandllragen entscheiden, solltem Die TelegaLivnen der verdimdetcn Mächte stttlren fest, daß die zehntätige Frist mit dem 4. Januar 1918 äbgelaufcn und von keinem der anderen Krieg Mr enden eine Erklärung über den-' Beitritt zu d<m FriedenstwrhandtungeN bm ihnen eingegangen ist.

Der Vorsitzende der verbündeten Delegationen:

(gez.'! v. Kühlmann (für 'Deutschland!. Graf Ezernm (für Oesttrreich-Ungarn). Popow (für Bulgariens.

Messirny Bei (für die Türkei).

Der yauplcmsschutz des Reichstags u«d die Zriedensverhairdiungen.

Abg. Gorhrin (Bp.): Tie Frage der Saffonarveiter gehört nicht an diese Stelle. Tte Lage auf unserem Arbeitsmarkt ist ja zweifellos schwierig, aber der Abbau der Ostfront wird viele Ar- beuskräfte frei machen. Diese Gefangenenfragen sind beim General Friedrich in guter Hand, seinen Darlegungen ist zuzustimmen. Dir Magen hinsichtlich Amerikas Verhalten, als es irvch neutral war, ind berechttgt. Aber warum will man rwit der. Veröffentlichung) der Tatsachen bis zum Frieden warten?

Abg. Dr. Cohn (U. Soz.): Soweit es sich um eine Huma- nitätssrage handelt, sind wir im Ausschuß etm$. Hinsichtlich des Prinzips des Austausckxs Kopf gegen Kom hat das KriegSministe- rium keine konseguenle Haltung. Man sollte nur Grundsätze auf­stell en. die man überall durchhalten kann.

General Friedrich: Die Berücksichtigung von Familien­vätern der vom Abg. dcoske «nmanmen Art wttd gern erfolgen. Unsere Organe hab^en verstanden, das Los der Krieasgeiangenen angemessen zu gestalten. Verschleppung der Angelegenheit

witt> mcht stattsinden. Der leitende Gesichtspunkt muß der humani­täre sein, damit lassen sich die anderen Gesichtspunkte sehr wohl oereinisen. Hirrsickührch der arrzurvendenden Grundsätze muß man, bei,chen Austauschverhandtungen die garrze Lage berücksichtigen. Ter Vorwurf, daß dabei Widersprüche herrnrskommen, wiegt nicht schwer.

Weiterberarnng Montag nachmittag.

Die Verhandlungen mit der Ukraine.

Brest-Li1owsk,5. Jan. (WTB.) Gesder-n und haute fmrden

Brest-Litowsk unverbind.iche B«:,prechimgen mit der ukrai ni­

cken ?lbovdnung nahmen.

Der

statt, die eineu befriedigenden .Verlauf

Zwierpult in Rußland.

Rotterdam, ö. Jvn. (MTB. Nichtamtlich.) TerNieuwe Rotrerdamsche Couvtutt" erial/rt aus Loittwn vom 4. Januar: Tie B o l \ ct> c ii> i f t hatten Char kow besetzt, aber die Truppen des Generals Tscherbatschew schließt die Smdt attmählvch ein. Starke Truppen der Bolscheiviki werden bei Woronesch zusammen- »ezogeir und bereiten einen Eingriff auf K.a ledin vor. Bolschewiki, die mit der Eisenbalm von der kaukasischen Front kamen, «mlrden bei Rostow durch Mledins Truppen entwaffnet.

Unuland.

Paris. 5. Jan. (WTB. Mchtanttlicki?- ..Tcmtvs" meldet: Die französische Regierung hat die Umrdhängigkeit der f i n- n i s ch e n R e p u b l i k rechtlich wie tatsächlich anerkannt.

Zuwachs sür Eftland.

Durck Verfügung der etersdurger Regierung ist ?<arwa, die frühere Hauptstadt Ingerrnarttands. denr C^ebiete Estlands an- gegliedert ivordeu. Sofortige Maßn.ahmea zur Vern^Llruitg.s-,Zen- tratisatton der bisher ntd>t zusammenh-änseudttl Ortschaften von 'Idarwa, Iwangorod, Ioachimsthal und Ztzränl-olm nebst ihrer Teil­nahme mr den Wal-Len zur estnisckjen Ratio7uttderßmnntung sind ange-orvmck roorden. Damit hat die estnische Gr-nze drn Narova- iluß überschritten.

Die Ukraine.

Wien, Z. Jan, Die Note des ukrainischen kG c n e r a l s e k r e t a r i a t s, Äße an die kriegführenden und neutralen Mächte sowie an deir Vertreter der Rada bei den Friedensverhandlungen am 25. Dezember gerichtet wurde, besagt u. a. folgendes:

Turca das Universal der uttrarnischen Rada vom 20. November 1917 wurde die Ukraine zur Stellung eines selbständigen Staates erhoben. Tie ukrarnnche demokratische Repttblik strebt dik BilLamg einer s ö de r a t i ve n Republik an die alle Länder des früheren russistttzm Reiches umfassen soll. Sotungk aber ferne iÄrorattve Reg-ierimg oristierr und solange die mrswärttge Ver­

tretung der sÄMttiven Und der ukrattlischen Regierung ntfflt cm» regelt wind, tritt bis ukrainische Republik ritt ibrrr Regierung, heirt General lefratiria t, den Weg der selbständigen intern uationattm Beziehungen cm. Die ganz? D-rwottottc des ukrainischen Stontes erstrebt den W eil r i r j. d e n, den

ccklgemeuttti Frioüeit unter aU«n ttisgfütwew)eu Stcuv-

tsn. Der Friede^ soll allen, sogar den fernsten Böllern in lekem Staat die Freiheit her oölkerrecktiickren S.R d übe st i m - m u n g sichern. D»e ukrainische demokratische Rk.vublit hat jetzt ihre eigen ' Frmtt und wird in den internat;analen Amteiegen hei tett selbständig durch ihre eigene Regierung vertrc^.m. welche die Inter- essm des nkrchniüi.^'n Volkes schilynr wird. Diese Regierung, hat criK^mi allen F-riegrnsverhandlungen, stvn.serrn'.:u und Kongressen gttud allen anderen Staaten t-eilzunvhMvtr. Einen Frieden im Namen des ganzLn Rußland kann mr.r die Radierung ichlroßen, die von einer Republik und iiaattich organisierten Gebieten (?) ge­bildet wird. Wenn dar Bildung einer so/ck >i Rer :v'±nq ;n der nächst« Zukunft nicht schon möglich wäre, so könnten nur die feer* einten Regierungen aller dieser fHeMblikm und Gebiete sx-ried«r schlreßcm.

Aus diese 9 fr>te erhielt die ukrainische Regierung fol° gende telegravbisch.e Antwort von den Regierungen

der Zentralm äch te:

Aote be.< General ekrerarütts der ukrarrnschan o^awkrattschen Repulnk an alle kriegführenden und neutralen Mächte zeigt, daß os murmgänglich notwendig ist, daß die Vertreter der ukrainischen demokrattghen Republik an den F r i e b ensv er Handlungen! i n -ö re ft ^ S 1 1 o w s k teilnehncen. Deutschland, Oestsrreich-Un-- Mrn, Bulganen und die Türkei haften es für nurn^ndig, zu er- llaren, daß sie bereit^siud, die Vertreter der ukrainischen demokvatt-

Repubttk als -Teilnehmer an den Friedensoerbandlungen in Breü-^itowsk zu benützen. Gleich',eckig werfen sie daraus hin. daß

Erch bei bett Verhandllmgen über beu ^1^)1111)^ beqrüfrt batten, .^üdlmamr. Fzernin. Vopow. ^cejnm.

Englands Vertretung in Petersburg.

R v t tr rdam. 5. Jan. -WTB. Nichramtl.' Der Par. lameittsberrchttrstatter derDailp News" schreibt, die Re­gierung habe die Absicht, sich in Petersburg zunächst durch einen Gejcktäftsträger vertreten zu Läufen Wenn je- mand, der bereits in Rußland sei, für diesen Bosten gewählt wurde ,w würde es wahrscheinlich der britische Generalkon-- sul m Moskau sein.

«arrail in Paris.

Paris b. Jan. WTB?, Rbeldun-g der Agcmee Havas Gene­ral a r r a 7 l ist am Samstag nnttag hier angeLwimon

Das PvLizeiregiment in Amerika.

Stockholm, 5. Jan. lWTB.>)cha Dagligt Allehanda" ev^ fahrt von einem aus ?Lmerika ^unlckgekebrrcu Schweden, daß in den Bereinigtest Staaten ein walnhaft zaristisches PolrzetreAiment eingeführt word-m ki. Iu allen Gefells fchaftsklanen ?eien geheime Spione an der Arbeit, um den .stumpf gegen die Anhänger des Friedens rücksick'ks!os durckmführen. ES geschehe nrcht selten, daß Leute, die firn kritisch äußerten, ausf offener Straße verhörtet würden. Xxov alter gcwaltsameu Pro­paganda sei der Krieg bei dem Polka unpopulär. Vor allem nttch- tcren die Loldaten d en Transport über das Meer, da gerücttweiw bekanui sei, daß bereits große Transporrdampfer versenkt worden leien. Lebensmittel feien in Fülle Vorhände»!, aber die Preise so gcmegen. daß es zu bös artigen trartwfet komme Fast täglch brechen Ausstände Eft die von der Remerum; »ntt militärisch^ Hilfe unterdrückt werden.

Ver Seekrieg.

%tnt U-Voot-Erfolge.

Berlin, 6. Jan. (WTB. Amtlich) Eichnes Drauß- gehen unserer U-Boote bei stärkster feindlicher Gegenwehr hat unseren Feinden wiederum den Verlust von 2 2 000 Brutto-Register-Tonnen eingetragen Drei grvhe Dampfer ftelen den Torpedos im Aermelkanal zum Opfer. Eines der Schiffe war ein tiefbeladener, ostwärts steuern^ der großer Tittikdampfer; er sank binnen 40 Sekunden. Von den übrigen Schiffen konnte einer als der bewaffnete eng- ttsche DampferPolwarth" (3146 T.) festgestellt werden. Das ^clms war mit wertvoller Eisenerz und Phosphor-La­dung nach Englmid bestimmt.

^ Berlin, 6. Jan. Am 22. Dezember 1917 hat eines mijerer U-Boote im Mittelmeer die Hochöfen und Schmelz- Werke von Piombino wirkungsvoll beschossen.

Schneidigem U-Boot-Anrisf sind im west l i ch e n M i t- telmeer letzthin acht Dampfer und drei Segler mit rund 36 000 Br.-R.-T. zum Opfer gefallen. Die Dampfer, die mit Ausnahme von einem beladen waren, fuhren sämtlich in stark gesicherten Geleitszügen. Einer der Dampfer hatte Mmtttionsladung für Italien. Er ging fast curgenblicklich nach dem Torpedotreffer unter. Die übri­gen schiffe waren überwiegend Transporter nach Genua. Ihr Verlust bedeutet für Italien einen empfiltdlcktien Aus­fall an Kriegsmaterial.

Mit welcher Umsicht und Geschicklrchkeit die Geleits­züge angerissen wurden, zeigt die Tatsache, daß in einent Fall aus einem Gelcitszuge in 23 Minuteir drei Dampfer heräuSgeschossen, in einem mrderen ein aus zwei Damp^rn bestehender Geleitszua vernichtet urrd aus einem weiteren Gelertszuge von drei Schiffen im Doppelschuß zwei Dampfer versenkt wurden. Unter den versenkten Dampß?rn. die alle bewaffnet waren, befaride»: sich die italienischen Darnvrer Attualita (4791 Br.-R.-T.) und Mo me Biancv (6968 Br.- Reg.-Tonn.X Zwei der versenkten Segler, darunter der ita­lienische Schoner Giulio S., hatten Schwefel, der dritte Koh­len geladen. Während der Versenkung des ernen Seglers wurde das U-Btwr von einer Landbatterre bei Cap Vito (Si­zilien) beschossen, die Batterie jedoch durch das U-Boot zum Schweigen gebracht.

Der Chef des Admiialstabs der Marine

NnerkSr-e» Verhalten der deutschen unabhüngige« Sozialdemokratie.

Berlin, ö. Jan. (Prw.-Tel.) DieSvHialiMsthe Korrr spond^mz" teilt wlgendes mtt:

Während mckttärisLe Bertvtter DeucstAnnds in Brrst-Li wwsk die BorbcÄ.ngmm des Friedens m WaffenstckLstanvsverhaud^ llrnqen zu schaffen !achten und die deutsche Regierung fick berei erklärte auf der Grnsrdlage der Vorschläge der russischen Arvecker und Soldaionrätt in Frie0enÄ«rhLnd1mrgen emzutreren, kannt! die deutsche uuubhängige SpziuldemofrLtie krini größere Sorge als die. wie der Friede mit Rußland ver eitelt werden könnte. Wir erhalten darüber aus voll kommen ummiecktvarer Quelle aus Stockholm unzweifelhaft genau, MitteÄungen. denen toir für honte folgendes entnehnreu: ,Ln der Teigen vor B ei h nacht int erhielten die BoliÄmvikiS vorr Führen der de>stschen rmabbäirguM, Spzialdemokrarie dis dringende Mah> nung, vre Ftt^msverhandlungon zu verichleppen, iocil die Ent Wicklung rn D^sutschLand sich m ihrem, b. h> im revolutionärer Sinne vvAzrehe. Ter Abschluß, eines Separatfri^«rs zwischer Deutschland und Rußland wäre verwerflich, wall er die erwähnt, Entwicklung in Deutschland beemträchstgen und ferne herrscheröo Schichten stärkst wütt-e."