Die „Denisse Zeitung" schöpft aus dem Zwischenfall von Bresd-Libowsk die Hoffmmg, daß nunmehr der Zeitpunkt ge- tomnum wäre, wv wir die gan^e Lüge des 19. Juli von uns wersen köintten und niiifeten. Bon den unseligen Brest-Litowskev Erklärungen vom 26. Dezember mutzten wir moralisch und tatsächlich loskommen. und n>enn man die durch die heutige Erklärung des Grasen Hertling geickMÜene Lage richtig erfasse, könnten die DmM iwch zum Guten gcivendat werben.
i&awi .eiitgegeugesetzt iffc die Stellungnahme der „B o s s i - s ch e n I e i t u n g", drc die Auffassung teilt, datz der Frieden mit Rußland noch keineswegs als gescheitert angesehen werdet aniüsse, und dann schreibt: Der Hauptausschntz, der nunmehr sehr wohl in der Lage ist!, die möglichen Konsequenzen der jüngsten Regierungspolitik -u übersehen, hat jetzt die ernste Pflicht, die '-Rückkehr aus jenlen Weg zu fordern, der durch die deutschen Vor scklläge vom 25. Dezember llar und eindeutig vorgezeichmt, der aber am 28. Dczeniver wieder verlassen morden ist. Den: Ausschuß hat die Pslickü, dafür zu sorgen, datz nicht durch eine Fortsetzuu'i dieses Abschweukens die politische Führung miss neue in bic Lande der Girl ent e gleite, was nicht icur eine Verzögerung, sondern vor allem eine gruichsätzliche Venchlechterung des Fli.oens auch im olimte seiner Dauerhaftigkeit zur Folge haben mutzte.
Das „Berliner Tageblatt" fatzl seine Meinung in folgenden Sätzen zusammen: In den mich üe: 24 Stunden dürste es sich zeigen, ob es nur ein Zwisjckzensall loar. oder ob fihc BvffclMTiki-Rvgierung einen Frieoen, lxn dem Polen, Litauen, Kurland und Teile von Livland und Estland wis dem rujsisck-eu Reiche ausscheiden und über ihr weiteres Schi.llal selcht e,u° scheiden sollen, definitiv verivirft. Das Set b sybe 5ii n mu u g se chl steht im Programm der Bol schrill: gegen die Anwendung dieses- Rechtes 'können sie also nicht protestieren ivolleu, und ihre EinuEu- dungen beziehen sich nur auf das Verbleiben der Besatzungs- irnppen wahnend der Abstimmung und auf die Art, wie oie Abstimmung vorgewnnnren werden loll. Wenn der heutige Zwischenfall nur ein ^'Zwischenfall war, so wird er gewiß auch nicht der letzte gewesen sein.
Die „Freisinnige Zeitung kommt zu fügendem Urteil: Ltzelche Folgen die Vorgänge liaden werden, läßt sich noch gar tkicht ermessen. ebetNoioenig wie man zu Überblicken in der Lag? ist, Mks welckien Gricnden die Leninsche Regkrerung jetzt mit solchen Ouer- rveibereien emsetzt. Da aber die Wahl von St.>ckhc>lm als )ioneo-nz- ort ganz offenbar im Interesse der Turnte liegt — Mich b er über hat der Reichskanzler Andeutungen gemacht —>, so verstärkt ^ies die Bevmutung. datz die Gntenbe, also vor allein England, siintec der gmrzen Aktion steht. Zum Glück ist die Lage so, datz die Mittelmächte in aller Soeleirnihe das Weitere abivarten können.
Eine englische Aeutzerung.
Bern, 4. Jan. In einem Aussatz der „Daily News" vorn I. Januar hojtzt es u. ft : Die deutsche n Friedensbedin- gungen in Rußland bieten eine grei bare Gnindtnge für Ber- 'handlungeu. und wir cmtnehnren den nichitamttichen Berichten über die Antwort des PremierMinisters an die Arbeiterabordnung mit Befriedigung, datz sie zum Gogensband einer formellen und wohlerwogenen Erklärnng der Alliierten gemack>t werden soll, die jetzt nickst MNgesch'ben nerden kann, »reil die Demokratie dieses Landes durch ein, mächtiges Organ bestiurmt h.tt, datz sie abgegeben ist. Wieder l-erslellnng und Entschädigung müssen der (Gerechtigkeit entfprect^enk» erfolgen.
Berlin, 5. jJ!«n. Nach dem ,/l)erl. Tgbl." berickstet die ,.M orning-Pvst", datz die bevorstelrnde neue amtlich? Erklä- r intg der Alliierten Ü1«r dir Bedingungen, nitter denm sie zu Frje- dcmsbespveckmngen bereit sind, keine Aeudenmg der bissigen Erklärungen der Entente in der Frage der Kriegsziele bringe. Jn- solgedessen ist der (Gegensatz der Grundsätze zwischen den beiden Mäckstegruppen vorlarpiq 7wch imüberbriickbar.
Die Lage in Rußland.
Bauern-^ ongrcsse.
Petersburg 2. Jän (WTB.) Meldung der Petersburger
äül'apl^en-Agentuc. Am 17. Dezember wurde in Samara der o0. Kongretz der Bauern eröffnet. Zum Präsidenten ivnrde der Bolschewist Ermolenko geioäblt. Ter Kongreß, der Sowset der Bauern und Arbeiter und die durch sie eingesetzte Behörde ent- boten chre Grütze der Nogierung der Volkskommissare, der vier bis fünf Sozia lrevoluttonäre der Linken angehören.
Gestern wurde in Moskau die Sitzung des Bauernkongresseß des Gouvernements eröffnet. 70 stimmberechtigte Abgeordnete sind IjtfTiu eingetroffen. Tie Mehrheit der Abgeordneten besteht aus Bolschewik! und linksstehenden Sozialrevolutionären In das Prä- sumrm wurden ausschließlich Botschewiki und linksstehende Sozialrevolutionäre gewählt.
Der Baucrnkongreß des Gouvernements Pskow beschlotz, als Abgeordneten für die Verfassung gebende Versammlung der sozial- revolutionären Partei Pvkroivsü Voranschlägen. Pokrvwski verzichtete auf seine durch den Zentralcrusschuß vorgeschlagene Kan- indatur, tveil seine Richtlinien nicht nuit denen der Bauern desi (vouvernements Pskow übereinstimmen. Das Gouvernernent Mo- hilew wählte Avksenttew zum Mitglied der verfassunggebenden Vcr- sammlnnjg. Tie Voll Versammlung der Beauftragten der Arbeiter von Orcha Tovamaja, drückte ihr Mitztrauen gegen die Berufung Avksenttews zur r^erfassunggebenden Verfanunlirng aus.
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Die Haltung der französischen Presse.
Bern, I Ja /WTB.) Die französische Presse beruhigt
srch über oen Abschluß des Waffensttllftands nicht. Sie ergeht sich ftr scharfen Ausfällen gegen die Maximalisben und betrachtet
me Folgen des WafsenfMtandes in einigen besonderen Punkten
Dir erwarteten Rnckrorrkungen auf der Westfront geben der Presse ^«latz an Frankreichs Energie zu appellieren. Man ,nüsse jetzt durchhalten, bis die Amerikanm kommen. Ein Durchbrechen an der Westtront sei nicht zu befürchten, dagegen würden wohl die Atmerckaner rtmersetts den Durchbruch bewerkstelligen können.
Minifterrat in Rom.
Bern. 4. Jan. (WTB.f Wie „Corriere della Sera" meldet, fand m Rom gestern ein s ü n f st ü n d i g e c M i n i st e r r a t statt, dem alle Minister autzer dem in Paris wellenden Nitti beuvohüten. Der Ministerrat beschäftigte sich mit wichtigen inneren^ ^-ragen bewnüers politischer und militärischer Natur.
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Die englischen Verluste bei Eambrai.
e rl i n , 4. Jan. (WTB.) Folgende Aussage,: gefangener englischer Otfizlere beitatigen aufs neue die unerhört schweren Verln st t der Eng länder bei Cambra r. Tas schneidige mrd gc schickte Vcwgebm der deulscknn: Infanterie, besonders die rchnelligkect und dm Wucht des Jnsanteriestotzes, hätte den auch :n iveiter rückwärtigen Stellungen stehendea: Infanterie-, Maschi nengsvehr- und Artlllerieverbänden keine Zeit zur organisierten nachdrückttchen Verteidigung gelassen und in vielen Fällen das geordnete Zurücknehnren dieser Verbände .unmüglick> geniacht Tie Wirkung des deutschen Arttllerie- und Minenfeu,ers gegen die eng- lischeu Artillerie- imb Jdifanteriestellungen sei fast liberall ver- lieerend gewesen und hätte schwerste Opfer gefordert. Die deutschen Flieger seien voll ko mmen die Herren der Luft Au, dem rechten englischen Flügel hätten vor allenr die 55 , 12 ^ T»le der 20. englischen Division schwer gelitten. Die 165. und 166. Brigade nrützten als vollkomtneir veimichtet gelten Bon allen eingesetzttm englischen Divisionen hätten ab.>r bei roeitem die V und 29 Division die schwersten Berückte erlitten, die 35. und ..<> Lrigade der 12 Tioiswn und Teile der 37. Brigade seien aw- /fcrieben. Ber der 29. Division traten die Haupttxnluste erst während der spateren Kämpfe um Metznier^ ein, auch diiesie sei so gut wie au'gerceben Wertere schwere Verluste ftto die 6,59., 47., 2., 56. .7 ^SSj-L °° c allem die 1. uitb 3. Gardebrägade, die überslürzt zur untentüyung bn (^mzccaurt enrgesetzt wurden, erlitten
Zwolgc der englischen Nuderlage bei Eambrai sind, nachdem der erste englische Anfangserfolg auf dem dortigen -Schlachtfelds
vorellig in L-mdon unter GlockengelÜ,rte und in den Reden Lloyd
Georges als größter Sieg des Jahres gefeiert tourde, nunmehr sechs englische Generale und eine große Anzahl englischer Generalstabsosfizieve a b g e s e tz t worden.
Be rl in.,5, Jan. Nach einer Haager Meldung des „L. A." sagte der Abgeordnete 5) 0 g g e im Unterhause, datz die englischen Vertu st e im Jahre 1917 mit Einschlutz der Schlacht von Cambrai 650 000 Mann betragen liaben. Seit Käiegsbc'ginn sind es mehr als zrvei Millioiien, darunter etwa dreiviertel Millioiien Tote.
Wilsort an Lloyd George.
London, 4. Jan. (WTV.)^ Reutermeldung Lloyd George empfing folgende Botscl>aft des Präsidenten Wilson: .Ich bin sicl>cr, der Dolmetscher sowohl der Gefühle und Absichten >es Volke' der Verewigten Staaten wie meiner eigenen zu sein, wenn ich Ihnen dnrtz Sie der Regierung n,id dem Volk«' Grotz- britanniens die Botscholl der Zuneigung und des Entschlusses über- s-cnde und'weiterhi n! i> : Hand und Hills grelle in den Vereinigten
Staaten an die g l>. 1 rische Ausgabe und Pflicht setze, für die Welt einen ehrenhaften und dauerhg ten leben zu erkämpfen, der ich ans !«er Gerechiigkell und Ehre an,o-ant und der Vielt und den Völkern, den große,! wie den kleinen, eine Weiche Behändst«ng sichert. Ihre eigene Bo.sclmtt nam-ens des b.itischen Ktrü-g-rkob'.-- netls wird hoch eingeschätzt und findet bei uns einen freundlichen Widerhall."
D e argentinische Ernte.
Buenos Aires, 3. Jan. WTB) Die Verhandlungen fflber den Ankauf der Ernte durch die Alliier t e n sind noch nicht beendet, schreiten aber gün'ti t fort. Die spanische^ und die schweizerische Rcgierimg tun Schritte, um in Argentinien 400 000 oder 100 000 Tonnen Getreide zu kaufen.
Türkischer Besirch in Berlin.
Kon staut in opel, 4. Jan. Gleichzeitig mit Talaat Pascha sind die d r e i persischen P a r l a n> e n t s m i.t g l i o de r Salaar Museen, Mirza Ahmed und Khan Mirza Kahn Khan nach Berlin zur Besprechung abgereift.
ver Leeirieg.
Rcue ll-Voot-Ersolge.
Berlin, 4. Jan. (Amtlich.) Im östlichen Tlermelkanal sind von unseren U-Booten kürzlich 21 000 Br.-R.-T. vernichtet morden. Sämtliche Schiffe waren schwer bewaffnet und fuhren bis auf eines unter starker Srcl>erung. Ein tiesbeladener bewaffneter großer Tank- d a m p s e r, der Kurs auf Cherbourg hatte, wurde aus einem starken, durch viele Fischdampser und schnelle U-Boot-Zcr- störer gescherten Geleitszuge herausgeschossen. An dem Erfolg, der unter erschwerten Verhältnissen errungen und darum um so anerkennenswerter ist, war in erster Linie ein k l e i n e s U - B 0 0 t beteiligt, das unter der schneidigen Führung seines Kommandanten, Oberleutnants zur See Steindorf, im Dezember v. I. durch schnelles Arbeiten in.zwei Unternehmungen insgesamt 22 500 Dr.-N.-T. verachtet hat.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Berlin, 4. Jan. Ter Verlust dio.es Ta nkdampfers trisst die Enteitte um so schwerer, als der deutsche Bericht seil Mrtte vergM!genen Aäonats bereits vier ähnliche Versen- kungsfälle melden konnte. Tie Frage der Oeleinfulyr. die für die Versorgung der auf Oelseueruns augencke'eneil feindlichen Krie^flotten gvotze Bedeutung hat, «n'fialtet sch immer kriti ch.n: für den Verbaut». Vor kurzem trat in Washington ein Ausschutz englischer und amerikanischer Facheute zusammen, um über die Oel- verteilling m beraten. Tie U-Bvvts-LlVtvehr, zu der besonder« Motorschiffe heran gezogen werden, müsse durch Erioeiteru'ng des Sperrgebietes und dadurch vermehrten Oelverbrauch, den englischen Import vor neue Schoierig,' iten stellen. Tie neueste Wirkung äußert sich in den: Verbot des Autofahrens für Privatein Englsaiid. Zur Beschwichtigung der erre.rten Bevölkerung fimftc Poldhu die Nachricht in die Welt, datz in England ein O e l b ru n n e n entdeckt worden sei. der jährlich 180 000 Gallonen liefern köimte. Was Poldhu verschonet, ist, datz England einen jährlick-en Bedarf von 600 Mlllvonen Gallonen hat.
Aus dem Kejche.
Fliegerangriffe.
Karlsruhe, 4. Jan. (WTB.) Beabsichtt»te Fliegerangriffe in der vergangenen Nacht auf M a nutz e i m R a st a tt und Freiburg scheiterten in unserem Abwehrfeuer. Einige abgeworfene Bomben verursachten keinen oder ganz unerheblichen Schaden. Ein feindliches Flugzeug stürzte füdliich von Mannheim-Ludwigshasen brennend ab. Die Insassen sind tot.
Ar^s mtb
Gießen, den 5. Januar 1918.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 7. Jan. bis 13. Jan. 1918 haben nachstehende Lebensmittelmarken 6»ültigkeit:
Brotmarken der 2. Woche, gültig vom 7.1. 19!8 - 13. 1. 1918 Buttermarken „ 2. „ N „ 7. 1.1918 - 19.1. 1918
Eiermarken Nr. 22.
Fleischmarken , 2. „ . 7. 1.1918 - 13. l. 1918
llartoffeilnarken, 2. „ „ 7.1. 1918 - 13. 1. 1918
Seisenmarken für den Monat Januar 1918.
Ei» Umtausch verfallener Marten findet nicht mehr statt: ebenso wird für verloren gegangene Marlen kein Ersatz gewährt.
Nenanmeldnngeu und Anmeldung von Re«lgeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise, ius- bcsondcre der Lebensmittel-Answeivkarte, ans dem Lebensmittelamt zu erfolgen.
Umzügs innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gietzeu sind in den zuständigck» Bezirken anzumelden.
Geschästdstnnvcn des Stadt. LebensmittetamteS von 9—12 Uhr vorm.. 2—4 Uhr nachm.
Markenausgabe für Urlauber:
Sonntags von 10—12 Uhr vormittags.
** M c h l. Auf die durch roten Aufdruck zum Bezug von Mehl an Stelle von Brot b^estinimten Abschnitte der Brotmarken für die 3. Woche (14.—20. 1. 18) wird Weizenmehl in den den Abschnitten aufgedruckten Mengen demnächst auögegeben. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.
** Städtischer Eierverkan f. Jü der Woche vom 7.—13. Jamvar d. I. worden ,an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Eiermar5e Nr. 22 Eier abgegeben. Siehe Anzeigenteil.
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Sparsame Ofenheizung.
Viele Haushaltun,gen haben Kachelöfen ohne Rost. Das Heizen pflegt in der Weise Iju geschehen, daß jeden Morgen aufs neue Feuer gemacht, der Ofen etnw eine halbe Stunde offen gelassen» wird, bis die KvUen. ,)dnrchgebrannt" sind und dcnm erst die Tür geschlossen wird. Dies BersaHven bttdeutet aber eine beträchtliche Berschiventning. Durch das lange Offerilasscn geht nicht nur die eigeirtliche „HWr" deü Kohlen, genarrec gesagt, die Berbrsn-'
mrngsgase, großenteils nutzlos in den SchornJtm, sondern l^urch den entstandenen Zug wirb auch der Jüneurcrum des Ofens tzrit- samt der Asche unnötig abgetühltt Sparsamer und zugleich c'-.u- facher ist ein anderes, wenig bekanntes Verfahren, bei dem min eine 9lrt von Dauerbrand erreicht. rr>ie Pros. Junge in „Vossisch. Ztg." sagt. , '
Das Feuer im Ösen ist so zu belxmdelm daß sich immer Glut von einem Tage zrum andc'.u hält. £»Ut man dies einmal erreicht, so sind morgens nur neue tohlen aufzuleg-.a und der Ofen lan i fofort oder doch nach eiiiije:! Miuutw im.euer geschlossen werden., Tie meisten Berliner Oesen sclütiehe-u so wenig c>iäll, daß die .stöhlen nach bei gesclzlvi jener Tür langsam wer verbrennen. Im^mer- hi > einvfiehlt es scch, jeden Oi'.u ans dies Be-irtz -en hin erst zu p üieli. Man lege mjittags oder ab.ndZ, wmu auch rach e n bis- hr igen Heizversahrei. noch Glut vorhanden ist. ... ,.ch z-.vei Köhler: in deri Ofen und s l ieße sofort, olme Asche herauS-uiirbinen. Bei so geringer Ävi-leumenge ist auch beim bestich'ießpnaen Oien keine Gefahr, datz zu große Hitze entsteht. Wahrsch iglich uürd am nächsten Bio. gen noch Glut schänden sein. Daun lege nmn einige .Mhlkte mehr rin. etwa vier, .schließe wieder sofort usw. Je nach der B.'i>>sfenheik des Osens. d-?r Zimntergröße rmd anderen Um- stände" wird nmn bald die richtige Pz/rndlung heraussinden. Aus "eoen Full »vird man mit dec.Häls.e efotc znxn Dicht ein der frühere.* /.ohlenmeuge aml'ommcn. Die Mct-e (bleibt am besten mehrere Tage im Ösen, loird auch zroeckmästig niemals vollständig heraus- gcnominen.
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** Vergebung der Stiftung aus Anlaß der goldenen .vvchzent des Deutschen Ka i s e r p a a r e s. Aus die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird hingewiesen.
** Höhere und Erweiterte Mädchenschule zu !D lenen. Tie Anmeldungen für das kommeiide Schuljahr 1913/19 werden in der nächsten Zeit'entgegengenommcn. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.
** Winter spo r tgerä te dürfei: in den Zügen iricht me.hr als Handgepäck mitgeführt werden. Siehe Bellanntmachuiitz.
** Beschlagnahme von 2 a ck pa p i e r. Durch die Be», fanntmachuug Nr. ?2. 1600/11. 17. K. R. A. vom 5. Jamurr 1916 ist die Beschlagnahme aller Mengen von Papier zur Herstellung gellebter Papi ersticke (Sackpapier) angeordnet. Tie Besch ag: ahme umfaßt Veräutzerungs- und Verarbeitungsverbol. Vom 20 Jauuar 1918 ab darf die Veräußerung und Lieferung von Sackmpler nur gegen einen Bezüglich itt der Reichssackslrlte. Berlin. crchlgm. Tie Verarbeitung von beschlagnahmtem Sackpapier zur Herst', llimg g- klebter Paci wsäcke von mehr als 3 009 Ouadrat- zentimeter Sackslächeuinhalt bleibt zulässig. Der genaue Wortlaut der 'BetgnrrtMvchkung ist in der heutigen Nummer oinzusehen.
Verordnungen im neuen Jahr Mit dem BeginH des neuen Jahres tritt eine Reihe neuer, durch die Zeitverhalluiss^ bedingter Maßnahmen und Verordnungen ui Kraft. Mit dem 1. Januar 1918 wird die aus den Kopf der Bevölkerung entfallende nMl'Utliche Verbrauchsmenge ar Speisefetten für den Selbstversorger auf 109 Gramm und für den Versvrgungsberechtigten auf ct> Gramm herabgesetzt. Die markenfreie Abgabe von Ferkelfleisch seitens der Gemeinden hört aus. Die Bewirtschaftung des Nähgarns geht niit dem 1. Januar ani die Reichsbekleidung ^stelle über. Mit dem gleichen Tage erfolgt eine Herabsetzung des Zi^aretten^, kontingents um 15 v. H. Vom 1. Januar ab gelten die Zweimarkstücke nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel: bis zunr. 1. Juli werden sie bei den Reichs- und Landeskassen in Zahlung genommen oder umgetauscht. Die iveitere Stmldnng der ersten beiden Raten des Wehrbeitrages läuft am 15. Februar ab. Mit dem 1. Jarmar haben ein Aushang von Lohnverzeichnissen in Werkstätten und eine Ausgabe von Lohnbüchern an Heimarbeitev zu erfolgen. Mit dem 1. Januar tritt eine neue Arznellaxe in Kraft. Mit dem 1. April wird ein 15prozentiger Zuschlag auf alle Ol.üer- ulid Tiertarife auf den Eisenbahnen erhoben.
** Bezugscheine fiir Verband st off e. Zum Bezug vmi baunuvollenen Verbandstoffen siub nach den Anordnungen der Reich-bakleidungsstelle besondere Beschönigungen von ärztlichen Stellen novoendig. Ter Minister!des Innern hat jetzt damit all- gemein die Kreisärzte betraut. Agch anderen Medizinalpersomrr wird ein Bedarf an Verbandstoffen aus Webtyariln aus Baumwolle zugestwiden. Als solche sind unter Umständen auch Gemeindeschwestern anzusehen. In den geeignete!: Fällen soll von den Kreisärzten aus die Verwewdlung von Verbandstoffen aus Papiergarn- gcweben oder Papier in niöglichst großem Umfange hingetvirkt tver- den. Tie Ausstellung der Bescheinigungen ge dort zu den dienstlichen -Obliegenbeiten der Kreisärzte und ist gebührenfrei.
** Eine Verkleinerung der Postkarten, insoweit sie von der Privattndustrie her;iestellt werden, steht bevor. Unter dem Truck der all gemeine! c Papiernot haben sich die Privatindn- striellei: entschlvssei:, bei neuen Anfertigungen das Fabrikat um ein Viertels zu verkleinern. Tie privaten Postkarten werden denr- gemäß in einer C^röfre von 12: 8 Zentimeter erscheinen. Die Reichs-- post bat mit dieser Maßnahme nichts zu tun, behält vielmehr das albe Format für die Postkarten bei. Nach der Reichs Postordnung ist für Postkarten form ate eine Höchst- und Mmdestgreuze zugelassen, innerlialb decen sich die gegenwärtige Neichspostkarte in Grütze von 14:9 Zentimeter hält. Tie Neilsabrikate der prilxrten Herstellung bleiben ebenfalls im Rahmen der Postordnung, die als unterste Grenze 10:7 Zentimeter vorsieht. (M. T.)
** Da s Gr 0 ßh. L> e s s i s che N e g i e ru n gs b l a t t, Betz- läge Nr. 22, ausgegsben den 31. DerzemibeL 1917 hat folgeiident Inhalt: 1. und 2. Qeftentliche ,Anerkennungcn. (S. 265.) — 3. Bekanntmachung, den Schutz der .Berüfstrachten und Berufs«b-- zeickren für Krankerupslegeschn^stern betreffend. (S. 266.) —7 4. Uebersicht über die in den Gc'Uiciaiden) des Doeises Gießvn z'u er^ hebenden Gemeindvumlagen für das Mvchuungsiahr 1917. (S. 266 > — Uebersicht über [Sie in den Gemeinden des Kreises Dieburg zu erhebenden Genceiudeumlagen für das .Reckmlmgsjahr 1917. (S. 266.) — 6. Uckbersicht über fate in den Gemeinden des Kweisesl Schotten zu erhebenden Gemeiudeumlagen für das Rechningsfahr 1917. (S. 271.) — 7. Eharaktererteiluirge.n. (S. 272.
** D i e Gie ßaner Lazarett-Zeitung, Nr. 4, enthält u. a.: Ehronik: Neujahr 1918; Gold: Waldverivüstung in England: Etwas über die Versichrung: Tie älleste Bibliotl^k der Welt.
** S t a d t t h e a t e r. Das hübfckie Singspiel „Unter der bl üben dem Linde", das im vergangmei: Winter im Publt-- kum so vielen Anklang gefunden hat, weist bei seiner morgigeiß Wiederaufnahme nur zavei Neubesetzungen in Hauptpartieen <rust nämlich die der !Llotte '.mit 'Fr Merner mrd die des Hans mit Herrn Falken. < Mchmals (fei darauf hm ge wiesen, daß wegen Kohlenen'parnrs die Spieltage Kufammengelegt werden und» daß die 12. Dienstag-Abonnementsvvrstellnng dalieg- am nächsten Montag stattfiudet. Äegebm wird an diesem Abend Schönl)errs „Glaube und H e i m a t".
** Im Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81, tritt von Samstag den 5. Jan. an bis eiirschließlicy Montag den 7. Jan. „Maria Orska" in dein Gesellschaftsdrama „Ter lebende Tote" aus. dtutzerdcm wird ell: spauiieudes Seedrama in 3 Akten gegeben. Mit der Einlage „Die Stimme der Schuld" schließt der Spielplan. Siehe Anzeige. #
Landkreis Gietzen.
** Steinbach. 4. Jan. Schütze Theodor Müller, Inhaber der Hessischm Tapferleitsucedaille, erhielt das Eiserne Krruz 2 Masse. — Füsilier Otto Haas, der seitdem 24. Oktober 1917 per mißt )var, hat sich nun aus französischer GefMigenschast gemeldet.
** G r0ßer:- Du se ck, 4. Jan. Dem Schützen Ernst A f f wurde das Eisenie Kreuz verliehen.
** Klein-Linden, 4. Jan. Dem Weichensteller 1. Klasss t>9^eorg Görncrt nmrde das ^egsehrenzeichen verliehen.
(k>. Lumda, 4. Jan. Dem Jäger Heinrich Zahrt wurde die Heffisckie Tapferkeitsmodaille verlieben. Dieselbe Auszeichmmg erhielt der Sckjll'rtze Heinrich Heißler. Dir Girenadieä Rudolf Keller wurde zum Gefreiten befördert.
** Mainzlar, 4. Jan. Ten: Gefreiten Friedrich De iß nmrde das Eiserne Kreuz z,verter Klaffe verliehen.
** Staufenberg, 4. Jan. Zum Unteroffizier befördert würrde der Gefreite Lndlvig D 0 r s e t d . Inhaber des Eisenien ' Kveures und der Hessisck>cn Tapserkeitsmedaille.


