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Lin Ausruf an i>ie -eu scheu Landwirte.

'Berlin, 31. Dez. WTB.) Zur Jahreswende 1917 ver> WenNichr de, K^riegsausschuß der deutschen Landwirtschaft, der Deutsche Reikveverd-tind der landwirtschaftlicht'n Geuossenschaste»^ der Bi- der l'jutfrimxtc, die Deutsche. .Laudioirtjck^aitsgcsellschan und der Generalvcrband der deutschen Raiffeisen^Genosscnsckiasteitz olgeuden Aufruf:

An die d euts 6 :h Landwirte! Noch immer währt der Kriegs Dos deutsckre Volk flieht in seiner schicksalschwerften Stunde. Im Osten ist der Feind geschlagen. Ta gilt es twch inmal alle Kraft draußen und drinnen wiammenzusassen. um auch im Westen den noch schlimmeren Feind völlig nicderzu ringen. Von diesem eisernen Willen sind unser .Heer und unsere Marine durchdrurrgen. Alle Männer, die draußen für die Heimat auf der Wacht stehen, werden bis zum letzten Atemzuge alles drtmsetzen, um uns den endgültigen Sieg vi verschossen. Zu dieser gewaltigen letzten, KrastauslLeugung ist aber nicht nur ein, Durchhalten draußen notwendig. ist nicht nur die Nervenkrost unserer kämpfenden Helden erforderlich, ist nicht nur die restlose Herstellung von Munition und Granaten und Waffen unent­behrlich, sorrdern ebenso das Durchhalten a u ch i m Inner n. Dtze fortgesetzte Hervorb-nngung von Lebensmitteln, und ihre rest­lose Ablieferung an alle bedürftigen Bolkskreisc draußen und orinnen sind zum endgültigen Siege, zur Geivimnmg eines ehren­vollen Friedens, der unserem Volke die Zukunft sichert, die drin gendsten Ausgaben der Heimat und insbesondere unserer Land­wirte. Es handelt sich aem Sckin oder Nickröl'ein unseres Volkes. Wohl wissen wir alle, in wie mühseliger imd harter Arbeit die Landwirte und vor,allem ihre Frauen, Töchter und die noch nickt cwachsenen Sötme jetzt im Kriege der Scholle die Lebensmittel wringen müssen. EL ist für alle Zeiten und für die kommenden Geschlechter in die Tafeln der ^schichte ein gegraben, welche großen vaterländischen Beckdienste sich die Landwirtschaft in diesem blutigen Weltkriege erwarb. Ohme sie wäre das Vaterland längst verloren. Aber es kgflt i«^t, das Sletzte herzingeben^ was der Landwirt irgendwie entbehren kann. Um den letzten errtscheidenden Schlag mir allem Nachdruck und ohne Erschöpfung dnrchzufübreii, müssen die Menschen und Tiere un geschwächt in den Endkamps treten können. Wir riefaten deshalb an alle deutschen Landwirte die herzlich' Bitte, das Vaterland nicht im Stiche lassen. Jeder Zentner Hafer, jeder Zentner Vrotkorn. jedes Pfund Butter, j^res Pfund Fett, jeder Liter Milch, die der LandNnn mehr als bisher abgibt, helfen -jiim ?icqc. Darnn, erwäge jeher Landwirt noch einmal, was er von leinen 'Vorräten ab geben könnte, nicht im Wege des Schlcichdandels, der nur don Reichen zugnve tiammt, wälwend Me irme Bevölkerung darben muß, 'sondern an die öffentlichen Verteilungsstellen. Doppelt gibt, wer schnell gibt? Jeder Land- wärt möge seine Nackcharn ausklären und sie bewegen, gleichfalls kktr Scherfteftt »um Endsiege über unsere Feinde bei'utragen.

7Zm Statt untanb.

Gießen, den 2. Januar 1918.

A n s z e i ch n u u g e tr. Schutze Hermann Seidel wurde mit dem Eisernen NrenK ausgezerckmer.< Musketier August Dunkel und Laydsturmmann H. ddatban Goldschmidl er­hielten das Eiserne Kreuz, 2. Kürsse.

** Nachlieferung von Butter. Diejenigen Bezugs­berechtigten, die in vergangener Woche Butter nicht erhielten, erhalten diese im Laufe der Woche auf die Buttermarke 2 nach- ndiefert.

*Da s Gr-o ßh. Hessische Regierungsblatt Nr. 27, ausgegeben am 39. Dezember 1917, \m folgenden In­halt: 1. Dewrdnung, die Gebühren des zur Ausübung der Fttd- meAbMst bestellten Personals betreftimd. (S. 283.) . 2. Bekannt­

machung über den Verkehr mit Verbräunezucter. S. 284. Bet' an nu nach ung, Ei. ttiOnffse aus Gärr sei ober l>e-reffend. S. 287.) \. BeAanntumchuirg, dieWilli-Schachs- Stiftung'' u Darmstadl betreffend. S. 268.) 5. Bekanutmach-ung' xur Aus­führung der Bundesratsver ordnung von» 18. Ottoder 1917 über Kleie aus Getreide. (S. 288. 6. Bekamum-achung, die Dwust- cmweisung der Gememde- und L>strdtreck«rer berresstmo. , S. 289.-

1 Bekann: machena.-sftihrungsbesrimmungen über beit Ber­ühr mit Harzersatzstöffen betreffend. 'S. 290? 8. Bekwuu- uachung, Aenderung der Amtsbezeichnung des Gvoftherz^lick,.en .Hpdwgraphischen Bursa»rs betroffene. (S. 280.)

** Lichtspielhaus, Babrchvfstraße 34. Die Vorführunas- dauer des Films ,Gefangene -Seele." undVeilchen Nr. 1" ist bis einschließlich Donnerstag den 3. Januar verlängert. In Vor­bereitung steht das FittnoranvaDße üdui^srochter von Travan- kor-e". Siehe Anzeige. /

Kreis Büdingen.

*= Büdingen. 1. Jan. Ter Gutspqchber R v d r i a n auf dem Erbacher L>of wurde vom Fürfierr Wolfgang zu Bfenburg und Büdingen zum £fe : eramtnuntn ermrrml.

. A N idda, 31. Dez. l'vesdern wurde in der hiesig eu Kirche eine Gebächtnlsnner ffir die seit der letzten Feier aus dem Felde der Ehr- gefallene,! Glieder des Kirchspiels abgehnlton. Seit Juli d s starben fürs ^terlanb: Untevoffizi^r 7storstroart I. Ko ü Mus­ketier, Fritz Bechtold und Oberuratro,e Alfvsd IendroM.sk vE^hier, ferner aus tlnrer-Schmitten: Ser<fsarrt Ludwig R u p p e i, chm idt und Arm.-Soldat Heinrich D ic h l-

Otto

Musketier mann.

Kreis Schotten.

<. ?j ö ö ?' ^ ^ m - Tie Kleintierzucht iraum, wn

den Behörden Plrmvvll und finanziell unterstütze, in bfn Kreier der Eisen bahnbeamten rasckx Fortschritte. T^r hiesige Eisenlrahn-Klnn- tterzuchtvermn zäblr bereits 152 Mitglieder. Er schloß sich dieser Tage dein Kanmchenzüchler-Brrbarw für den Kreis Mioingen in diti* Friedbers.

^ §2N. Aus Sorge um ihren seit Kriegsbeginn cm Felde stehenden Mann sprang eine hiesige Landwirtsirai: in einem Anfall geistiger Störung in die Nidda und ertrank. Starkenburg nnS Rheinhessen.

1 Darmstadt, 31 Dez. Der Arrzte-.Kreisberein heu be- 'chlvnen. eine Erhöhung der Hons>rarsatze vorzunehmen, und zwar mit rückwirkender Kraft Äbeso fasttt die Mgem. OrlskrankeZ,- kaffc einstimmig d«r Beschluß einer Herauffetzung der Beiträge von - .o, aus 5 o,'c,. Die Krankerr- und Wochengelder sollen von l0 Juf iP erhöht meitcu. Ferner werden i treue Lohnst!chm (7, 8, 9 und 10 Mark) neu ein geführt.

_ D Z. Darmstadt, 1. Jan. Der Grostherzog empfing am Sonntag vormittag 11.30 den ehemaligen KSnigl. RumÄiischen 'oeiandten rn Berlin, Exz. Dr. Beldiman. im Neuen Valais.

R.M. K. Darm stad t, 31. Dez. Die Glocken der russi 'chxn Kapell'e auf der Mathildenhöhe sind dieser Tage abgenom­men worden. Auch über das vergoldete Knprerdack der russischen Kapelle ftt die Enteignung ausgesprochen und wird dessen Ab­nahme, sobald der Erigtz geschaffen ist. erfolgen.

Kreis Wetzkar.

ra Wetzlar, 30. Dez. KreiSbiehkaffe steht Nach dein in der jüngswn HaupttMsanwEung iwrgetragA'.eil Ge- tchäitsberickt so reckt iin Zei'chckl de?! Krieges. InwlD' der enormen Viehpreise sind auch die. .Preise für die erlittenen Styäoensälle be­deutend in eie Hove gegangen. B^i der Mnbviel)kaii. waren, durch- i-lmilfftch 463! Tiere versichert, während an Schadcusälten 30 4134 »st zahlen waren. Die Schwernebasse zählte durchschnittliich ! ' ^'«.Ticre mit einem Sckiobensrsatz von 47 548,08 Mark. In ^ 1)-^dekassc mit duretzschnittlickf 413 Stück tvaren an Sckiaden^ Mari zu decket:. Die Ziegenkasse ist bedeutend .zeftiegen, >ie zahlte durchschnittlich 1664 Mrre bei einem Schadenersatz von, ?- /51,48 Mart.

' ^ ^ ^ by ingH h a ii feit, 31 Dez. MuMwier H. Lenz-

L N ! a r. Heinrich. M ü l l e r » K l e i n Alt c n st & b 1 1 n und Tor- «d-osber Hetzer W. G r o ß - E h r i n g s b a u s e n tvurden init dem G>ernetc Kreuz ausgczeichn«.

Hessen-Nassau.

G. A. Frantsuri a. M., 1 Jan. Tie UrcLersuchsung gegen ^et Luumürder Martin Luther ist, wie uns aus Basel <re= JJyt wird, noch nicht «beschlossen. Su r her hatde bei seiner Ver- bafurg zwei Pässe bet ,tch Er war bis in die Nähe der Grenze!

mit der Eisenbohn gefahren. Suther hatte stzch schon früher «r Schmuggler betätigt und wutzbe, wann und wo er dre (Ä-renze über- schreiten tonnte. Er wartete an einer ihm bekannten Stelle die Gelegenheit ab, bis die Patwuilttn den Ort vossiert hatten, und betrat dann schweizerisches Gebiet. Dort wurde er von den Be­hörden festzgemmmtM. Wie unseren Lesern noch erinnerlich sein dürste, wuttce vor der Bank in der Forfthausstraße ei«r Stück Eiwmckklpapier von Schokolade gefunden. Es wurde dann weiter ermittelt, daß es sich unt Schokolade Schüxstzer Herkunft l>.rn- delte, inw die Behörden in Basel stellten fest, daß Snther^ einen Einbruch in der Schweiz verübt hat, bei den: ihm derartige Schoko­lade in Ine Hände siel. Der tteberrest des Einwickelpapiers ist^damit zu einem weiteren Glied nr der Kette der Beweise gegen Suther gewvr^den.

Halters heim, 1. Jan. Bürgermeister Keßler richtet int Namen des <öenreiirdeovrsbandes au die Einwohnerschaft einen bsackcke n^verten und vielfam-n-den N e u j a b v sgru ß, in dem es

u. a. heißt:Wir raten dringend zur Span-rmteit. Legt zurück für Notfälle! Wir erfaftren täglich mit Schrecken, >v:e manche Orts­bewohner ihren Verdienst geradezu hinauswecken. Wir wissen, daß manche Familien bis zu 10 0 0 0 M a r k und mehr verdienen und daß Arbeitersatnilien d'e unnötigsten und teuersten Sachen kaufen? Pelze. Kostüme, Leidenwäsche und seidene Stoffe, elegante Schuhe, teuere Spielwaren. Gow- und Stloeriachen, oft für Hunderte von Marl', ja sogar Klaviere kaufen ff . I st d a sntch i Wa hnsinn? Selbst Kriegerfrauen macheit von i:;en llutsntütztmgen die blöd­sinnigsten Ausgaben für Sachen, die sic nie im Leben gekannt laben. Wir gönnen allen eilt anstäntiges Dasein; oder Pelze und Kostüme für mehrere hundert Mark, Puppen zu 120 Marl führen zum' Le>.chtsinu schlimmstcn Grades.' Hebt das Geld aus für s ch l i m m c r c Dag?. Weri e tztka tift, e rwirb t Schuud und Leute mit solchem Aufputz sind ordentlichen Menschen ein Ekel. Tragt die alten Sachen auf! Eure Tüchtigkeit wird man an der Verwendung alter Kleider erkennen! Wir bitten sehr, diese ernsten Worte im neuen Jahr 1918 zu beherzigen!"

- Hoch st a. M., 1. Ja« Einenlohnenden" Einbruch ver übten^ Diebe ansck;ei:reud ^Frankfurter in dem Zweiggeschäft von Schade und Fültgvabc. Sie erbeuteten u. a.: 50 Flaschen Wein, 17 Fla schm Likör, 80 Kisten Zigarren, eine bedeutende Anzahl Zigaretten, 600 Dosen Oelsar'otnen, den Ink-all der Wechselkaise, 35 Mark in Nicke! geld, Schuhe rnD viele andere Gebrauchgegen­stände und Lebensmittel. Das Diebsgur ftrbcn die bisher nicht ermittelten Diebe auf eirrönr Wagen fortgeschafft.

X Hünseld, 1. Jan. Der Landrat des Kreises Hünftld gibt bekannt: Bff der !nach enden Bedingu ng, welche die Holz- schthe bei dem b-eMscheutzcot Ledermangel für die arbeitend? Be­völkerung gewonneW haben, ivird den itt den Gemeinden des Äreiteü Hünfeld -arbeitenden .HolSchuhmachern jede Förerrung durch Befür­wortung weiterer Zurückstellung vom Heeresdienst und im Hilfs­dienst getvährt w?rden. Es »ruß aber auch erwartet werden, daß die Ho'zfch.l!.mack;er nur Preise für die Schuhe fordern, die in augriucssenem Berhättnis zu dem Werte der Ware und ihrer Arbeitsleistung sretieu. Es wird nicht verkannt, daß die hohen Holz­preise auch eine Preiserhöhung für HoLzschnhe mit sich bringen. Gegert Wucherpreise, wir sie vielfach schon gefordert worden sind, wird aber nach den gesetzlichen Vorschriften streng''eus ein&u- fch-efteu fein. Holzschnhmack.er, welche Schuhe aus älteren, noch billig eeageckauftLii Holzvoveären verarbeiten, werden, ffir Manu chuhe ! öchstens 2 Mark, ffir Mittelschnhe yöckffns 1,50 Mark fordern können. Wenn aber Holz aus Käufen neuerer Zeit ver» '-vendet wird, muß ein Preis für Mannschuhe tmi 3 Match, für Mt.tel'chsib' vorr 2,25 Mark als angemessener Richtvreis bezeichnet werde-:.

' Schwa7t heim a.M., 1. Ir>t. Ein hiesiger Landwirt schlachtete außer einem Schwein, wozu er Erlaubnis erhalten batte, ^vtchsehentlich" noch eftt sttinö. .Hierbei ivurbe er übet rcrscht. Das Fleisch, etwa 4 Zentner, verfiel der B ffchlagnaHn...

W. Z Wi es c cb e n. 1. Jan. Der EiUdrechcr Montreal, der kür-tich hier aus dem Mitiiär--lli:. ersuchuttlysgeiärr-niK während eines Morgenspazierg^rnges cntr. ick'i'n :ir. wurde am Santttss ad md hier wicher, ermittelt rmd tcitganomureni. Er hatte »ick> in'-- zwischen in berf(trieben*u 05egcnc?r Deutschlands ftrumgetrieben, war bis nach Schic.s-wig gekommen und landete sMffßlÄ wieder in Wi-Hvaden, wo er in der Wohnung einer Pcoshiinierren festge-^ Nvmmeu wurde.

Ges»«zur?«>al>

l Darm nabt. 31. Dez. Zwei Monate GeicntgniL' erhielt der 38jährige Taglohncr Wild. Burg aus Raun heim megm ver- suchtau Verbrechens gegen § 176, Abs. 3 des St. G. B. ' - Zebu schwere, vre: einfache Dieosmlste, merst H a s e n d r c b h ä h l c tnr- - gen einem Ivinhrt^ai r tlerlehr l i ng aus D ffenbach 1 Jahr 4 Mouatt Gefängnis ein. Mch wird jetzt ciwe ftäher ausgesprochene bedmgrr Begnadigung lmifällig. Sine 43jädrig«- Wirtswitwe in Orteuberg erhÄ: wegen lbeberttrtuaw btt Vor­schriften über den Verkehr mit Krieg s g t f a n « e n e u erneu Mvnat Gefängnis, her durch die U.ttter,uch-ftnoshaft verbüßt ist Der Gefangene lpatte ,ich in der Krauklfftr imt bei dem Tobe ihres Manne- ;ehr uücttck gezeigt. Wus Tantbarkttt s-ttickre iie ihm noch als er nach mrswarts verlegt wurde, Pakete und Briest hinter deru' Rücken der Militärbehörde. Sie .z-eriet dodtrrch wgur in den Her-- bachr, bei dem Fluchltversno.- anderer Gestrngnter behilflich getoesrn. zu sein. Das war nicht richtig, vvch harte ich .Eriegsimsangeueu briefffch Karte urck Konuxtß turn ihr erbeten zu s^meiusamer .FsuchL, etu Bwa-n^t, daß sie Älerdings ttubeantNuorbet ließ.

VevmrschceA»

Hrdfteden in Guatemala.

Amsterdam, 31. D^z. >WTB.) Das Mentsrsche But eau berichtet aus Waslntufton Asm Samstag zerstörte ent rteuer-i liches Erdbeben Guatemala f a ß g a n z. Das M arine ' departemem berrckchet. daß. alles in Drummer ttegl. 125000 Der »auen sind obdachlos. F^ottanabtri l ltngen uckck^ftn den ^Zesehl, HVe zu leisten.

** Köln , 1. Janua: Tank dem energischetr Eingr-eistm einer. itUlgen sochaiftteftn gelang es Samrstag auf denL Kölner Hatrpch bahnhos, einen seit Jahresfrist gttuchren gemeftlg-efätzrltckvl! Hoch­stapler hing fest zu macken. Die Schäfftk-nin >oollt^ nach beendetem Dienste den Balmhof verlasset - im Porml hött^e sie, tote ein mit dem Eisernmt Kreuz erster -und zweiter .Waise dekoriert Fliegeroiftvier das Gepäck zweier tn ürkuib befindlicher SÖldaren kür beschlagnoLntt er Bärte. Das kam ihr wrdöo^ia v»r, trt wartete ruhig ab, bis sich der Offizier etwas enffgrrtt hatte,' mrd erfuchtc dann che Soldarett, strft tzjur Bahn bo^-Lkom mau donru ff M hynvmen. Der eine Soldat -,mr aus I-rrrck-c oar dem ver- y\u '.ntttch.uk Borgefttzttn nicht zu wSoe<v.n. nftpzwrechn. Es laug ich aber, den tmbereu Soittaien fest am Arme haltend, Vi! überreden, mit ihr iVuv Baifuhchs---.flouti,tattbaa:tur zu gehen; uvi ihre Schilderung des MmckaUes >,'u bestätigen. Der Bahnhofs - tonunandant erkannte sofort die Sachirrge. imd lvies einen Offizier okr, den Fliegerl.eutttanl auf der 'Sreltz .verhaften. 4öach ban<n'tuj Suchen entdeckte man ihn auf einem Bahnst ich-, er lveigertt sich, hem Oberleutnant zu salgetn. Sofortige Berhastimg durch drei: FastungSgendariite ivar die Folg,-. hier wurde der airgeü-lichck Fliegewssizter als gemeiner Schwindler cnttarpl mtd hftrter 'Schhotzj und 'Riegel gebracht. Fstr die energische Schafftterin ist eine be- sondere Belohnung und Bstobignng beantragt.

i. i' .. " ' .SP i

Letzte NcrcLsvichten.

(WTB0 Großes Ha uptynartirr. 2. ZMmar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsfchanplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

Bon Dixmttiden vis zur Deute imx dir Arrillerietülig keil vom Mittag au in riuzrlnen Mschuitteu gesteigert. Nord lich und südlich von Leus lebte sie in Pervindung mit erfolg reichen Erkundungen iroruvergevend auf. Auch zwischen Arra^ und St. Quentin nahm das Feuer zeitweilig an Stärke zu. Die Zahl der in to« letzten Tagen »üöUdb non Marroing gefanqen-en (feiu ander har «t>«f fünfhundert erhöht

Heeresgruppe Deutscher Krouprrnz.

Nördlich non Prosnes und veiderseit« von Qrnes er--

höhte Gefechtstütigkeit. Erkunvmrg^Vorstöße führten an metz^ reren Stellen der sfront zur Gesangenilahme einer Anzahl Franzosen.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienische Front.

Die Feuertätigkeit raar auf der Hochfläche von Astag, rmd im Tomvageviet zeittvrilig gesteigert.

Der Eiste Generalguarriermeister Ludendorff.

Telegrammwechiet zwischen dem König von Bauern und freue

Kaiser.

M ünchen, 1. Jan. (MTB. Nichtamtlich.) Die Koc respondenz Hosftuann meldet: Zwischen König Ludwig und dem deutschen Kaiser hat aus Anlaß des Jahreswechsels' solgender Tetegrammweckffel stattgejunden:

Seme Majestät dem Kaiser!

Dir und der Kaiserin bringe ichi mit Marie Therrst zuv Jahreswende dic tief .ntpsmrdeitien Glück- unb Segenswünsche mi. Wieder gehr ein Zahr härtester aämvft für Euer unv unjjiest iitt's .Vaterland zu Ende, erfvlgreicki an heldenmütiger Abwehr überwällrgender Uebenuachr, an siogreickLu Vorstößen gegen unsere Feinde, an zäher Ansdauer und Arbctt im Innern. Gleick^'.'rfts will der Wahn, Detttschaua tmd .ciuc Bundesgenossen nvevor» ringen zu können, bei unseren Haityffeinden ttoch, nicht endgültiy schwinden. Ihre Srwttv ist es. wenn trotz', crer von uns löstn^wor Jahresfrist erftärtan ^8crslöndigungsbereir.ck«ft und tvvp des Fris- denswftlms, der im Osten zu Tage tritt, das Btttt- und []tz- uörimgswerk feilten Fortgang nimmt. Deutschlands Fürsten und freie Städte,^ Las .ganze Voll lner'bcn wie birstr in Eirftgkett und Gesck.loiseuhetr 'tisanauensleben. bis uns oas gute Recht ans Leben und Geltung, aus Weiteventwick/u.trg in ehrliche: Arbeit -er­stritten ist. Daß dieses glücklickk Ende des großen Kampfes für Deutschland tmo feine ireuLN Bnu-desgskuffs m erreicht wird, ist! unsere felsenfeste Zu. .rffck). Gott gebe Dir und Deinem Hause hierzu seinen Schatz- und Beistand. ge;. Lud.vig.

Der d e u t sch e K a i f e c arttwoneie hieraus:

HcrzlichiUt Dank und wärmste (rm'i .nenmg Euerer trLuno- lichen NeMahrKanins-che von Viktoria und mir. Wir rönnen mit Dank zu Gott auf bi£> vdrfüosserte. Jahr zitrückblickdir, das uns neben heldenhafter Verteidigung iin.srer Grenzen im Verein, mit unseren treuen Varbünd-eten. gtzmrzcmde Siege iitid den Keim eines Friedens gegen Osten gebrach: har. Er tim un auch im nnre* Jahre in unserer gerechten Sache zur Seif'.' stehen und den bösen WiN-'-' der Feinde, eie nach» immer au irrem ireoelhaiten Ber- nichttngsvvrsatz scsthatteii, zu br^ckien ivizftu. Mit Dir vertraue irii fest aus unter deutsches VE, daß es auch dies letzte uns aus- erlegte Prüfung bestehen mtb die Mime des Sieges in üieteir. großen. Kampfe tu Frei.heit unb Recht -erringen wird. Gott schützc Dich and Dei'- ruusS Äayornvolt iw, neuen Jahre.

gez. Witbetm

->rr» y. .ftühimrLn »Md die Führer der Rnchsrastssraktionrtt.

Bertiti, 2. Jim. Unter dem Vorsitz des Staatssekretär?-: v. Kühlmann. rarw am Neujahrstage eine Besprechung der F ü h t ß x ( »> s x R e i tfrS t a s 6 j va t tioit c i. über die Frie- densperyond-rrugen ft> Bcest-Lttowst statt. Im Lause der .üvw seren; forhertei^ die beiden Vertreter der SoeGidemvkratie. dic Abgeordneten Scheidi-manu und Este -! lautBett. Dugebl." die möglichff nmgx.tieuD. (Sinn-enmaiq er. ft»ub-teges.

Der Austausch von ZiviLgefturgenen.

Bukarest, ft... Dez. ADV. catztamttich.) Meldung des Wiener X. u. f. Dorr.--Bureau». Zwff-t.- u oem 18. und 27. De- Aembev fand btt Maraßefti hinter den Schützengräben der Mittel-, machte der augetündigte Austausck! österreichischer, ungarischer, deutscher und rumänischer I n t er nierter statt, 'ülus fter Moldau trafen in der angegebenen^ Zeit fünf Transporte mit 1964 Ocsterreickern und Ungarn, dar- bunter 2000 Frauen imtb Kinder, ferner 520 DctttfM' ein. Für du Ueoernatime waren eile Vorbereitungen getroffen, damit die An-i lommendeu nwglichst rasch abg.stteferst mit Nahrung versehen und ins Sperrlag-er tnr besetzten Z-ebiel der Mifttärverwalttmy ab- geschoben werden tonnen. Znut Em-stang der Internierten hatten sich der ehemalige ösLörVeichisch-mrgarifchc Konsul Baron Borne- micza eingofuudeu. Die Internierten trafen in Manchesft im. lOroneu und ganzen in befriedtg-ende. Verfassung ein. Nack Ablauf der Ouaranttine erfolgt die Freilasst mg der Internierten aus- dem Sperrlager. Bott den aus der Monarchie ausgetauschren rumänischen Internierten haben, von dem Rechte, nach der Mol­dau zu gehen, nur 115 Gebrauch gemacht Die in Bulgarien inter­niert gewesenen Rumänen sind in ihre Heimat tzurückgekebrt.

Die >ttnnpflupe nc Pnläftina.

Englischer Bericht. Paläftina-rm vom 31. Dez-. 17. Gestern i.Setzten unsere Trnoven Beitin Btti.-tt, 2 Meilen nordöstlich? Mrch), El Balus 1 Meile nördlich Bireh cm : . Straße nach Nablus). Kuh ei Buri (etwa 1 Meist- westlich E' 5al.ua), Ianina und Kaukerker (0 bzrv. 7 Metten nordwestlich Birrh). Im Äüstcn- cckschrrttt der Linie erreichte Dne Pattonille Kalttt 12 Metten« östlich Jaffa). Sie fand dort ein feindliches Arti! lcrre^y'fcn nitiou^ läget und zerstörte es. Neuerliche Berichte melden, daß die Unter­nehmungen vom 2S./29. zu einer ernstlichen Niederlage des Fein--- des geführt haben. Es lutt £*Cft Anschein, vaß am 27. mit deut-st scher Unterstützung ein en ts a> lvsseuer Versuch ge - m a ck l wurde, Jerusalem w i e o e r * u nehme n D>r Angriff wurde mit Wucht geführt und dauerte vam 26. bis zum 27 26 Stunden lang an. General Allenbv richtete zeitig einen Gegen a»griff gegen den fv-estl'ickrn Flüfrel der türkischen Angriffstruppeir Am 27. schritt dieser Angriff 2ft? Meilen vorwärts trotz aller Schwierigieften des Geländes. Die Engländer rückten an der Straße nach Nabln«» nach Nordnt und Truppen zu. ihrer Linken nach Osten vor, und ttieDen den Feind vor 'Ach her. Am ^Nio^n 29. fi^rte Oicnerol AÜenbv die Lime Purtzali!Rase! TahugiedRaz Allah ti TirahWadi el Kelb. So ist das Ergebnis des ttirtticken An­griffs drr Wteverero!berttng Jerusalems, daß wir in «ordtvestlicher Richtung 4 Meilen 'Zadew gewannen und jetzt wieder eine ftnttb Stellung zwischen dem F-eiudc und Ieruialem an Stelle der einen babert. Die Tütcken erlitten schwere Berlusde an Toten und Ber^ wundeten. Die Toten allein iverden auf 1000 geschätzt. Hisstet unlrdcn 60<) Gefangene und 2^> Maschiuengewebre gezählt

Dic Politik Japans

Tokio, 31. 'Dez. (WTB. Nichtamtlich» Neuttr DeH Kaiser eröfsn<te steutt mrsönlich van Landtag mit einetz Ansprache, worin er die ^kotwsudigkeit betonte. Maßncktmwn einer kräftigen Ziffammnytarbeit trtii g>esn Attfterten staftans 3« treffen, lurtt her Kriegslage gerecht Ru werden. Der Landtag oex* tagte sich bis #utu 20. Januar._

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Betr.: Reemomittel gegen küe Gernffickesteuerverc,ickaanng ffst 1917.

Aus Grund ^r Art. 46 und 5<i des O^meindeumlEngefftzcft vom 8. Juli 1911 hat Grosth. Ministrtium der Finanzen. 9lviei- lang für Stetterwesen. die Frist, innerhalb deren Reckstsmittel! Hegen die 0)emciudesstuerveranlagiutg für 1917 bei der ersten J^ \tam anhängig gemacht werden können, für die Gemeind,' Lich bis zum 21. Januar 1918 eiuschließlick erstreckt

Ausg-mommen von der Fristerstreckung sind drejenigen Rechts-, mftttt. die d,«' für dir staatliche Bcraittagung bereits rechtskräststq ftfftgestellte Einkommen zum ('>kcintftanh haben.

Dies nftrd hiermit zur össenilichen Kenntnis gittvacht Hungen, den 31. Dezember 1917.

Großh. FrnaitMMl \>uiiobk.