Einzelbild herunterladen

Deutschland und Persien.

Berlin. 31.-De-. 'DMA. Nichtanttlich«.) Ter AÄgeordnerS persisch^e n V a via nceittcS Tagiziadäh hat cot beit $!errn| Meichskt-^^ler folgendes Telegramnr gerichtet.Iw Atomen des gcfcmien persischen SMfeö brchrt sich das Komitee der persischen Ratio-nalisteut in Berlin sein enthustasti'ches DanlvarkeitL- gejühl der kaiserlich dsntftffsn Msgierung aus An las- der wohl- rsollenden nnd wirksamen Unterstützung bezüglich der Räumung .es persischen Badens <wn frevlen Truppen zürn Ausdruck zu Üvmgen. Unsere Dankbarkeit ist mn fo größer, als ein gmuer Artikel des WaffLnstillstandsrertrages lediglich van dem Gesichts- vmttr der Achtung üer Freileit, Selbständig Veit und territorialen: Unversehrten de>> persischen Reiches bescdlosftit wordeit ist. Wir hoffen, daß diesem Sno HI mol lenden JÄtf. der an und für sich ein leuchtendes Beispiel dafür ist, daß das' Dejutschs Reich der wirtliche Verteidiger der Freihttt der Völker ist, weitere -schritte folgen ;oerden. dir unerläßlich für die' vollständige 'Selbständigkeit Berstens und seine Befreiung voit den Fesseln äst, die sich mit dem Prinzip der Frckihwt nicht vereinbaren lassen.

*

Das Dezember-Ergebnitz des Krieges.

Berlin, 31. Dezi. (Prio -Del.) ßin Monat Dezember '.nachten wir über 4 4 000 Gefangene, erbeuteten 243 Ge­schütze, 981 Maschinengewehre und 85 Minenloerfer und erobertes 4 6 t Cucbrartiiometer Boden in Europa. ^ Die Bentezahl dos< gestrigen Vorstoßes bei Eambvai ist in diese 'Zahlen nicht ein-! gerechnet. Demgegenüber betragen bei ^unseren Mindest die Zahlen wie chlgt.' 1027 Gefangene, L Geschütze. 23 Maschinengewehre und vt Euvopa ksot Geländegewinn.

Die Lage in Rußland.

Petersburg, 30. Dez. (WTB.) Meldung des Reuter-- schen Bureaus. Dre Moskauer Banken sind ebenso wie die Petersburger Banken geschlossen worden.

IN. T u r k.e ft a n bildete sich, wie gemeldet wird, eine autonome Regierung.

'Wie berichte wird, und der frühere Ministerpräsident Go­re mH kin, seine Frau und sein Schwiegersohn in ihrem Land- bcatse im Kaukasus von Einbrechern ermordet worden.

Lo ndo n, 31. Dez. -WTB.'' Meldung des Reuterschen Bu­reaus. TieTimes" meldet aus Petersburg: Die moldawische Republik wurde in Beffacabien tnvkaniiert und cr.Iärte, inner­halb des nffsiscknm Staatsoerbandes oiciben zu wollen. Das Fort Peter I. bei Kronstadt ist in die Lust geflogen.

Eine Massenkundgebung in Petersburg.

Petersburg, 30. Dez. (WTB.) Meldung der Petersburger Delcgr.-Ag. Heute fand in Petersburg eine Massenkundge­bung zu Ehren des Erfolges der Friedensver- ?. a» dlun gen statt. Die Kundgebung begann mn 10 Uhr vor­mittags und dauerte bis 5 Uhr nachmittags. U. a. nahmen mehrere l undertwusend Arbeiter, Soldaten und Matrosen teil. Tie Kund­gebung glich au Großartigkeit der .'tstndgedung vom OM 1917 u nd beweist von neu ent die Einigveit der Arbeiter, Soldaten, Bauern und Matroien. Die Revolutionäre zeigen dadurch eine kraftvolle Entschlossenteit, dem allgemeinen Frieden und dem- Sozialismus zum vollen Siege zu verhelfen. Das aus die Straße gegangene Bylk richtet den letzten energischen Aufruf an die Temokratcnt Euro­pas, damit sie sich der Arbett für den allgemeinen Frieden anschlie­ßen. Dieser Appell muß gehört werden.

Die Verstaatlichung der Banken.

P Siersburg, 31. Dez. (WLB>.) Meldung der Petersburger! DKegrayhen-Achmtur. In eiirer Sitzung her ^Vertreter der Pri-! :?atböiifen erklärte Piarassiv. daß die Ukriou.Qt.-e der früheren!j Privatbantzen sich der Sraatsbant anschlteßen wurden. Die Aktiva and Baiiiva der Privatbanken werden von der Staatsbank übernommen. Die 'Banken nebst dem Personal werden nicht cmi- geläst, sondern sind der Staatsbarck einverleibt worden. Die In- '-eressen der Armen Eiulager werden gewahrt bleiben. In den nächsten Tagen werden dm -Bankherven die Teilnahme von Kon-- irstlllnnmisftren zwecks Keun nisnahme der Bücher dulden müssen, metche von einen: Sonder ansschuß bevollmächtigt find, die Ans- n-tterung bestimmter Werte zu untersagen.

Kalediu.

Basel, 31. Dez. Nach einer Moskauer Havasmeldung wurde General Kalebin in der Generalversammlung der Kosaken mit 362 von 638 Stimmen wiederum zum Hetman der Kolaken gewählt.

Die Pslitik Schwedens.

Stockholm, 30. Dez. .WTB.) Aieldung des Svenska Tele­gramm Bvran. Der Ministerpräsident Eden hielt heute eine Rede über die jetzige Lage, der Äolkse rn ä hruu g, der äußeren nns Ser inneren HandelspV-lit it Danach- ist die 'Botte* ernährung lehr s-chmerig. Die Getreidemengen in den Staatsspei­chern reichert nur bis 2M 1918. Da die Ernte 1917 unter Mittel­maß blieb, ist die größte Sparsamkeit notwendig. Zu den Verband- lungert mit den Enrertremtrchen erklärte der Mttristerprästdenr, daß bi: Instruktionen der schwedischen Vertreter kein Abkommen zu- ließen, das die Unabhängigkeit und Neutralität Schwedens ver- fc&rt: sonnte und daß die Behauptungen, die Entente stelle als Bedingung die Hergabe von Schiffsraunt mtb den Abbruch der Eisfverzausffchr nackr Deutschland, völlig mlich seien. Zur Au­la nds trage erklärte der Mrnisterpväsident, daß jetzt Frie­densverhandlungen /Zwischen den Drittel Mächten und Rußland schwe­ben, rindet die schwedische Regierung, daß diele Frage angeschnttten werden ^ müsse, Damit sie nichlt völlig Übergängen werde, falls Rußland aus dem Kriege ausschstde. Maßnahmen zu dtB-em Zivecke ' 'eien, von der Regierung gecrafferr worden. S) viel kmtne gesagt werden, daß Schweden von der volÄwrechtlicheit Tatsache, die durch den Vertrag von 1856 geschaffen sei, ausgehe, ui cd bestrebt sei aus diesem Grunde eine Besserung und wenn möglich sicherere Lö­sung zu erreichen als jene. Zu Finnlands llnabhängigkrttser- klärung äußerte der Minister warme 'Sixmpathic kür die Bestre- d-mgen des finnischen Vol'fts^ sich ein selbständiges Dasein zu gründest, und den levhaflett Wunsch Finnlands, Finnland als un­abhängigen Staat begrüßen zu können, daß aber diese Frage nach dem Eintrirt des treuen Staates in das europäische Stacaenspstem wach von anderen Umständen ab hänge, wie d er Möglichkeit einer UebmittLimTt zwischen Finnland und Rußland mrd der Haltung anderer Mächte. Er hoffe, oaß Finnland alle Schwierigkeiten über- windert werde. Keine ME würde, wemt die Mogliästeit dazu vpÄiege, mit yo warmen Ostfühlon wie Schwrdeik das alte Bruder­volk im Kreise skandinaEchcr freier Volker willkommen heißen, schließlich wies er alle Forderungen nach entern 'Eingreifen Schwe- dvte iit'Finnland zurück ttnt. 'erllärte. Finnlands Kräfte müßtew von selbst das Recht Fnnüartds ackf etn selbständiges' Siaatsrebeit b-gründen.

Ean felbstandisetz ungarisches Heer.

Budapest, 1. Jan (WTB.) Meldung des t u. k. Korrespou- ^enzburemls. Minrsterpräsro-ent Weckerle zcUtlt jetzt auck die .ruüimmung des Königs für das bis ms etwzeLne 'dgestellte Pro- y-vamm 'an sin'ljeillichen R^gierunMpartoi. Da Tu HauptprutL r-itfe*. Pro kramms mt wenig,tws teilweise Errichtung eines selb - händige n mt garischen Heer es ist, tviw durch diese Zu- ittmmung des K'mrjgs einer der dringendsten nationalen ungarischen Wtut,che besrvebüft. Der Mimslerpräsidettt beabsichtigt jedoch nicht nur eine Semmgung der jetzigen Regierutiasparreiert, sondern die einer ganz neuen Partei, an der tttcht die bishierigen Par­tien als solche, sondern ihre Mitglieder unter Ausgabe ihrer alten Prvgrmnme teilnehmen sollen. Weckc-rle scheint bei seiner Partei- «r-urünmq vor allem mit Der Notwendigkeit einer Reichstags- auflSNtNA zu rechnen Dcum soll die neue Partei völlig sür- k.mm< fn 'me WoMen gehen, ß» daß Menmngsverschiedn i ite i ten

und derISettbewerb zwischen den jetzigen P«tt>echrupp«nmgen fort- ffelen. Sowohl aus dem linken Flügel der RsgrerungsParteien als bei den Parteien der nationalen Arbeit werden dve Ansichten Wecker­les und seine Bemü!hirnge»r nach wie vor sehr skeptisch angesehen.

Aus Palästina.

Englischer Bericht vom 30. 12. aus Palästina: General Allenby meldet: Gestern rückten unsere StreitkrLfte über drei Meilen längs der Straße nach M a b l u s vor.

K' o n st a n L i n o pel, 30. Dez. (WTB.) Tagesbericht.

P a l ä ft t nafro u t: Vor unserem Küstenabschnitt setzt der Feind seine Schanzarbeiten fort. Feindliche Vorstöße bei Jbft und gegett die Höhe 814 wurdett aogewies-en, ebenso ein Angriff über­legener Kräfte auf unsere Stellungen bei Elbire. Sonst keine Ereigrrisse.

Der Seekrieg.

Reue U-Boot-Erfolge.

Bevliu, 31. Dez. (MDB. Amtlich.) Neue U-Bovts- Erfolge in der Biscaya, im englischen Kanal und der irischen See, 25 000 Brutto-Regi st er -Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich die französische, schwer be­waffnete BarkChili" (1318 Tonnen), mit Salpeter für Frankreich, sowie ein englischer mit mehreren Geschützen mitt­leren Kalibers belp^ffneter Dampfer, anscheinend ein Hilfs­kreuzer von Aussehen und Größe desCorsican", der unter einer KefseLexplosion sofort unterging. Zwei tief beladene größere Dampfer wurden aus gesicherten Geleitzügen heraus­geschossen.

Der Chef des 9ldmiralftabs der Marine.

E n ruhmreiches U-Boot.

Berlin, 1. Jan. (WTB. Amtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Korvettenkapitän Kopha mel, der seine letzte Fahrt bis zu den Capvervii'chen Inseln ausdehnte und noch dort im Hafen von Porto Grande jttoei große lwasilianische (ehemals deutsche^ Dainpser versenkte, ist unlängst glücklich in die Heimat zu rückgekehrt. Personal und Material haben die lange Fahrt bestens überstaitden u«d hierdurch einen neuen Beweis geliefert ebenso sehr für die (jute Ausbildung der Besatzung wie für die Betriebs­sicherheit unserer U-Boote, die nächst der Tüchtigkeit unserer Konstrukkeure auch der^getmssenhaften Arbeitstvttse unserer Werft­arbeiter zu daAien ist. So trägt auch diese ihr Teil zu den Erfolgen des U-Boot-Krieges und damit zum endlichen deutschen Siege bei.

Tie GesamrbLute dieses U-Bootes besteht in der Versenkung eines wahrscheinlich amerikanischen Zerstörers, von 9 Dampfern und ö Segelschiffen mit rund 4 5000 Brutt^register- tonnen. Unter den Ladungen der meist von Amerika nach Italien oder Frankreich bestimmten Schiffe beand-en sich minderenL 10000 Tünnen Krie^material, ferner Kaffee, Leder, WÄzen, Kupfer, Stahl, Erdnüsse, Gummi in größeren dRengen. 22 Tonnen Kupfer hat das U-Voot außerdem als wertvollen Beitrag für die deutsche Kriegswirtschaft imtqebracht.

D. M. der Kaiser hat dem Kommarrdanten, der schoit auf eine Reihe rühmlicher Ktiegsleistungen zurücksieht, den Orden Pour le m6rite verliehen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Eine Kundgebung zum N-Bootkrieg.

Berlin 30. Dez. Der Krieg-sausschuß der deut­schen Industrie benutzte den Anlaß seines heute im Hotel Adlon abgebalterren Iahreseffens m eiltet fachLich übevauS wert­vollen aufllärendein und den feindlichen Lügen entgegenwirkeuden Kundgebung zum U-Bwo t-Krieg. An der Zusammen- Ärnst nahmen teil st-ben den beiden PräffdeTtten des Kriegsaus­schusses der deutschen Jirduftrie Laitdrat a. D. Roetger und Kom- ünerzienrat Friedrichs, der Chef der Kriegsrohstoffabteilung Oberste leutnairt Koeth, vont Reichs in awceomt Kapitän z. S. Behncke, Botz-Ed, Brüninghaus, Gohren und Seebohm, vom Kriegöpreffo- amc Major Würtv StaaLsmrntstec a. T. v. Scheüer-Sleinwcrrtz und Haupttnanu Kt'ger, von Parlchnentariern die Herren von Eörockhausen, Giesberts, Kreth, Riesser, Schiele, Schiffer, Schweig- doffer, Stresemann, Westarp, v. Zedlitz und Neukirch, von der Industrie- und Handels^oelt KoinmerzieikraL Girggenheimer-Nürn-' berg, Generaldirektor Funke, Kommerzienrat Görz, Dr. Herle, Direktor Hoffmann, Präsident Lohmann-Bremen, Kommerztenrat Lustig, Reinhard MmMesmann-Remscheid. Dr. v. Marttnus, Geh. Finanzrat Müller, Generaldirektor Nöllenbnrg, Geheimrat Pserd^kämper-Weida, Gehetmrat Schrey, Direköor Schüddekopf^ Geheim rat Wilhelm von Siemens, Aontmerzie nrat litte** len, Iuftrzrar Waldschmidt und viele andere. Beim MaU begrüßte Landrat a. D. Roetger die Gäste und gab seiner Freude darüber Msdrnck, daß Kapitän z. S. Brü'nino-i haus auf Wunsch des KriegsauSschnsses der deutschen Industrie sich bereits erklärt habe, einige Darlegungen über den gegen­wärtigen Stand und die Aussichreit des U-DooteKrieges zu geben. Kapitän z. S. Brüiringhaus, DiEor des StaatÄrepartementS des Reicksmarrneamts, rührte hierauf ettva folgendes aus:

Mehr als unfern: Volke, in dem eS noch an der genügenden Aufklärungsaichett fehlt, ist es den breitesten Schichten in England zum Bewußtsein gekommen, daß der ll-Boot-Krieg denj Ausschlag geben wird. Bis $um 1. DezemÄer dieses Jahres waren 13,4 Millionen Bruttoregtste-ctonnen versenkt, davon seit dent 1. Februar 1917 8^/4 Millionen. Mmmt nran an, daß nuc zwei Drrttel davmt unfern Feinden zugute gekommen wären, so ergibt sich, daß wahrend der zehn Monate 160 Millionen Zenttter Lebensmittel, Kriegsmaterial, Rohskoffe usw. unseren Feinden zur Verfügung gestanden hätten, das sind fast ein Jahr lang täg­lich 1800 Eisenbahn»vaggons, die von unfern lteÄrot.en beseitigt worden stich. Ter springettde Punkt ist aber die Verminderung des Schiffsraumes. (Ter Redner zitiert gewichtige englische Stimmen, die sich dahin aussprechen, daß Amerika den unb-edürgt ,tätigen Er­satz nicht leisten kann.) Erforderlich sind itadj englischer Schätzung 6 Millionen Tonnen, englische Autoritäten erklären aber, daß die Angabe. Amerika werde diesen Schiffsraum beschaffen können, nur eine Vermutang sei. Ein englisches Schiffbaülüatt spricht svgar nur von 2^ Millionen Tonnen wirklichen Schiffsraums, den Amerika 1918 hiieserit könne, wenn kein Arbeitermangel eintrete. Man kann mit Sicherheit behaupten, daß Äjm-erika Eüde 1918 höchstens 2 M i l l. Bruttoregistertonnen fahrbereiten Schiffsraums bereit haben chird, baß der Verband also von Amerika nur ein Drittel dessen erhält, was er nach seiner eigenen Eingabe haben muß. Was urffre Verluste betrifft, st) werden sie di^ch mrsre bauten erlEich übertroffen. Die Abnahn»e der Verieitkungszahlen erklärt sich aus der Mnahme des Schiffsraums, aus der llmsbellung, zu der der Verband gezwungeit wird. Bei wock^nlangent Sttchen fürdeit unsre IbBaote im Sperrgebiet oft nur einen Geleiizug oder zwei bis drei einzeln fahrende Schiffe. Was die Abwehrmittel der Feinde betrifft, so bestehn sie ju der Ausdehiruing des E)eleitzugv-ersahrens. in Luste fcchrzeugen und Zerstörern, hochstehenden Minensperren in Ver­bindung mit tiefliegenden MinernteyM.. Die E!elettzüge bieten keine Sch-oi-erigkeitetl Tne-ftr für uns: täglich rvertzM. Schiffe hevausge- schossen. Durch die Geleitzüg-e vermrndert sich ober der Schiffsraum, das Ausweichen wird scipmeriger, dj-e Gefahren dieses Bettiebs sind Arößer. Anderseits lchben rmsere Kommandanten außerordentlich erfolgreiche Erfahrungen gewonnen Allo bisherigen Abwehrmittet können jetzt den U-BsZt-Krieg nicht Mehr beeinträchttgsn. Das Be­malen der Schifft fft eine theoretische Spielerei. Die neutrale Schiffsvamnauelle ist int versiegen begriffen. Im äußersten Falle können aus den »ltropäischen ^ieicttale»: Millionen Tonnen her-

ausgepreßt werdett. Danach hat der Verband ftttte Vtöglickkrüt mehr, fertigen Schiffsraum Ul erlangen. Für die Neubauten fc mti: England und Aiwerika in Betracht. Das Unverrwögen Ame­rikas, dem Verband zu hstftn, ist dtrrch die Zeugnisse anNesehLner englischer Fachleute nstd die lvkanntrn Verhältnisse bewiesen. In England ist der Schiffbau wahrend des .strisges vmt 1,9 Millionen Brutto-Mgister Tmm»n 1913 aßff 565000 Tom«n 1916

iunksn. tt)erDaily Telegrapy" berechnet die Bvmterr fth 1917 auf etwas über eure Million Tonnen. Das gibt zusammen mit den noei Btillionen Tonnen Amerikas uuqrsäht

drei "Millionen, die (Ende 1918 an Neubauten dem Verband zur Verfügung ftehen würden, trenn nicht unter * ll-Boote tt^rett. A« .Hoffnungen der Feinde aut dieMubautctt toürden ,'iw all« nttbr eo füllen, öerfdxirft toird die Lage durch die wamsenden Sckwierig^ teilen in der Besatznttg der Sätiffr, deren Qualität außewrdentltck zurückgegmtgen ist. WaS die ^virtschaftlvtsn WirÄrngetr betrifft' so sei auf du durch den U-Booteürieg verursachten Kohlesmöte Italiens ver,nieftn, auf die LebensmitttlsäKmerigftiteilt Englands, aiü die Unmöglichkeit, die Wettvorräte tzn versch W m, weil der Schiffsraum fehlt. Die Zwangsrattonteru.ng in England ist schwerer durchzuführen als irgendwv und würde deine Äbhllft 'waffen- Auch in bezug aus Baumnwllc. Fett und Mineralöle r-erschärft sich im Lage; selbst die englische Flotte leite t rnürt dem Delmangel. Was die Truvpekrsendüngen aus Amerika anbelaitgL, so habett Älg- land irud Frankreich nur die Wahl Upischeit militärischer tmd ivirte schafllicl)er Bersorgmrg dirrch Amerika : gru beiden zugleich fehlt de, Schiffsraum. Dir Wicturtg der sogenannten Mvckade gegen uns kann nicht mehr rvesentlickr gesteigert wettem, aber die Wirkrmg unsres Tonnagekrieges nimmt fortgesetzt Zu. Rastlos nagen u.nsert U-Boote an der Grundlage des englischen Wirtschaftslebens. Dic Zeit arbeitet für uns. Die gesamte Alattne. vom Admiral berunt« bis zum längsten Matrosen mrd Hetzer, siebt mit einer durch nicht- zu erschütterndett, in den tarsächltchm. Berhälttriffen gegründet«. Zuversicht dem neiren Jahr entgegen.

Lin Abenteuer auf der Flucht aur franzöfifcher Gefangenschaft.

Zwei deutsche Vizeftldwebel. Gustav Kveige mrd Angmt S«ch« mann, waren am 25. September 1915 mir ivenigen Ueberlebender ihrer Kompagnie völlig abgeschnitten und ohne Munttwn nad- tapferster Gegenwehr non den. Franzosen gefangen gmommer worden. Mer das bittere Los der Kriegsaeiattgen-schaft ertrüget sie nicht lange. Sie brachen mit erneut dritten Kämetaten: aus bot Lager aus und erreichen nach einer unsäglich mühevollen Wände rung, wiederholt verfolgt, nach vier Wockkm glücklich die Schweis«' Grenze. In edtem jchkicht und ohne Ruchnwederei geschrieben«! BüchleinUnsere Fllrcht ans ftanzösticyer Krftgsgtchnaensf'aftt^ das in diesen Tagen bei C. S. 9)ttttter und Tobt: -,u Berlüt tx< scheint, schildern die beiden tapferen Niedersackfen 'dl.- Erlebnifft Wie sie sich in jede Lage rlng hineirtzufindm, jede Situati« anszutrutzen verstanden, zeigt besonders aüt MenNiu-r. >as sie kup nach kiit liebercaug über die Saone hatten. Natürliü' tomtven drei Flüchtlinge, die an iürer Klrndung als solche frronlttf iwtcot nur die Nacht zum Weitermarsch verwenden: am Tag.' mußten ft ^ sich zn Oerbetgen suchen, in Wäldern, in GLbüichetc. aut einen- Heuboden oder sonstwie. Hier nun, da sie gerate eins der iiöÄmnt fielt Hindernisse aus ihrem Wege glücütv überwunden batten, wa nichts zu erspähen, nwte ihnen Unter,Muv' hatte oteacat könnat Da bemerkten wir," so erzählen sch,einen tzÄzermm Schuphen anscheinend eine große Feldscheune . . . Aul diese gingen wir los weil wir nDtgedrungeit hier bleiben wußten. Nttarnds Konntet; wir eine Tür loskriegen. Mt Hilft unftver Zangen uni> irrtseve Fe-len lösten wir nach einer halbstündtgen Arbeit einige rftrener de- Umwandung, 'krochen nacheinander dürft, reichten unser Gepäck hin ein und erlebten nun die größte.Uebervaswung auf unserer Fluch! Das hätten wir utts nicht einmal ttäumen lassen. Wir tenrertte, nämlich zu unserem grenzenlosen Erstaunen, daßnvir uns in einer Fliegersch'.tppen befanden. Mitten im Raunt stattd ein ft-anzöftschr Eindecker, tadellos in Ordtrung und aufmontiert."

Tie Eindringlinge versteckten sich und schliefen znm erste, Male seit ihrer Flucht unter Dach nno Fach. Uns mm nutzten ff die glückliche Gelegenheit gnntdlich aus.Von dem Tank de Flugzeuges ließ Kreige das 'Zeuzin in äm Flasche <w. wir säuÄer den eilte WftschschMel, füllten sie aus unserer FMilasche nn WfHftr und taten aus der mttgrL»ra<üven Buchst ^leischextrat einen gehvrigcm Teil hinein. Aus einer Blechbüchse machten itti eine 9Crt Svirituskochet , gossen bteü Benzin hiitcitt, zündeten es a (notabene, mit unserem letzten Stteichholz) und berttteten uns sti langer Zeit zum erstenmal etwas Wurmes. Tie tadellte gelungen Bouillon wurde aus einer vorgeiunden«» Tasse und aus zim BtrchLücksett genossen und erschien uns als wahrer Götterrranl Taraui hstlten wir, gleichsalls zum erstenmal feit langer Zei, große Wüsche av. Wir krvchcm wie Eidechsen ans dem Lchupve an ein in der Nahe liegendes Wässser und reinigten hier zunäch unfereit Körper, fteilich ohne Seift. . . Dann kamen ebenso am Strümpfe, Taschentücher usw. -an die Reihe. jSo geschah da große Reinemachen'vor Vftngsten" (es war am Samsmg vor der Feste). Nachdem wir in solcher Weift Köchin und Waschfrau « spielt hatten, erfüllten tvir auch unsere PflicK als freie, der Ge sangenschast entronnene preußische Soldaten. Ehe wir nämllch ar 2lbend den Schuvveit verließen, machten wir den in der Flughalk stehenden Eindecker unbrauMar. Diit Hilft der Werkzeuge an der Feldschmiede vernichteten nnr den Motor gan-Aich.Dem Feind- muß in jeder Weift Abbruch geschehen.^ hatten wir gelernt un gelehrt. Nun, dies tvvr ein schönerstlbbruft'" im wörtlichsten Sin»' des Wortes. Es wachte uns vtel Vergnügen, uns die Gestchtt der Fvansosm vorzuftellen, wenn sic d'e Bescherung rmrdeckteft.

(Zensiert Berlin.),

Au§ dem Reiche.

Der BmÄesralSauSsrstlch für mrswättige Angelrgenhetter

M ü nch t n, 31. Dez. (MTB.) Die Kvrr^von.denz Hoff mann meldet: Der Bnndesratsaussftmß für die auswärtige Angelegenheiten wird am 2. Januar Berlin zusammen treten.

SP

y.

rer

un

oi

k

-ii

m

O

®i ;

sri

5te

2*11

1111 he W D löi yi 1 DO ./ «ni

S-

2a

tl

ck

ist

fl«

tli

DCl

W>

Ul!

Er

(tfi

an

It

V

.«!

5

mi

d

«ä

ja

INk

nw

rfi

U

an'

Ö5

öffl

bis

ÄI

ei

irr

A

ilCI

u

fet

W1

bei

Ei-

Ke

b

Aus Hefters.

Kriegsteuerungstreik! lftn für ?ms dem SmarSdiem ausgesMeVenr Swatsdrenftanwarter und Schulamte nspimuten uiw.

Die in den Ruheftarrd versetzten Bramren und Botts schullehrer, die dienstunfähig gewordenen und deshalb au dem Staatsdienst ausgeschiedenen Smatsdienstarrwärftr un SchnlamtsasffitMtten - -aspimnttntnm', sowie die in gleiche' Lage befindlichen, früher gegen Monats- und Jahresvergü tmig ständig beschäftigten staatlich Bediensteten und, «>ie Hin terbliebenen dieser Personen, ferner die Hinterbliebenen de im Staatsdienst verstorbenen Staatsdiemtanwärier uni gegen Monats- oder Jahresvergütung deftkäfrigftn staai lichen Beßren steten, die Hinberdlieben'en der .Hofdiener, welch! Mitglieder des Zivildiener-Witweu-Inftituts im allen Bei hältnis gebliebt'tt sind, sowie die ntrch Kajütel 115 Trtel S de Han 1 *tvoranschlags in den Ruhestand versetzen racknische.' Lehrerinnen erhalten nach den von der Grösst. Regierunj mit Zustimnrung beider Kammern der LandstöndL beschlösse nen Grundsätzen auf N a ch s u ch e n Kriegsteuerungsbeihil fen, wenn sie unter Berücksichtigung ihrer. Vermögens- un. Einkommensverbälmisse einer Beihilfe als bedürftig er scheinen. Die Beihilfen werden als Iahresbeihilftn mir Wir­kung vom 1. Okwber 1917 an bewilligt und in vterreliähr lichen Teilzahlungen voraus ausbezttülr. Gesutee um Beihil ftn sind aus dem bei den Grvßh. Kasse stet len erhältlichen Bor druck (Fragebogen für Ruhegehaltsempsänger urrd Witwen und Waiiengetdempflntger) an das zuftändigt Ministeriur emzureichen. Dje beu genannten Personen nam den feit her nraßgebenden Grundsätzen bewilligten Kricgsteuerungs beihrlsen werden ohne besonderes Ntchsuchen au Grund der be-reits vorliegerrdon Fragebogen votr Amts weg« nachgeprüft und Twtigenfalls erhöht lverdelt unter Anroch nung der für das Vierteljahr Oktober bis Dezember 191 bereits ausgezahlterr Beträge.

im

ein

sch

rrr

h

1 ] 311

9-

'ch

m

-^fl

ia

<1

tu

t

t

n