Ausgabe 
28.12.1917 Erstes Blatt
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Blitzschnell aber griff der Monn in die Tasche und nahm der geänglnaten und veftür^ien Frau ihre gesamte Barschaft in Höhe von 775 Mk. in Papiergäd ab. Der Räuber besah! sodann seinem Opfer, sich, die erste Stunde nicht aus der .Halle fortzu- begeben, da er sie sonst nieder schießen würde. F-reiftan v. F. fern* Hemerlei Angaben machen, wie der Mann, £*ec sie beraubt ha'-, ousgeseden hat, da dieser seinen Kops mit einem Tuch'umbnnden. hatte. Der Ratrb ist noch am Samstag Mr Kenntnis der Behörde gekommen.

** Fahrplanänderung. Auf die Bekannttnachuitg der Eisenbahndicektion im Anzeigenteil dieser Nummer sei besonders ncrwiesen.

** Gedeutet der hungernden Vögel. Der Verstaub do^ hiesigen TäerschtDveremL hat es immier für seine Aufgabe ge-- faxtterr, bet ftorfeirt Schnoffall die hungernden Vogel ru füttern. Leider ist es ihm tu dies-ent Winter nicht möglich, dieser Ausgabe nur annähernd gereckt werden, da Kökcnecsutter nur in g-awz- gerrnger Menge ^>r haben ist. Dße urnt-en Vögel haben itatürticr dasselbe Nghvungs'bed ürftt is wie sonsst Lljn alle, ivelck^. in dep Lage sind, an geeigneter Stelle inri Garten oder vor Mti Fenstern Füllet sttt len zu errichtet., ergeht deshalb- bk Bitte, dieselben mit Speiserenen. Brot- und Karwsfelkrüma-en, unbranck- baren Sämereien n. dgl. z>u bestreuen . Die Vögel tttfröeit es naiv Eintritt der marmeit Iahres^ft durch te Vertilgen schädlicher SitfePteu lOOfatt? lohnen.

**. W eihnachtsfeier. Tie Weihnachtsseiet derHerbergt zur Heimat" fand am 24. Dezember, abends 7 Uhr. statt. Tie Zahl k-er Wanderer, die sich tat diesem Abend eingewndan hatten, war kleiner als sonst: außer ilmen nahmen auch andere Gaste an der schlichten -leier teil. Die Ansprache hielt Pros. D. Schien: meh­rere musikalische Darbietungen und (stne Deklamation erfreuten die Teilnehmer. Durch frcnndftche Spenden, die teils heim Vorsitzen- den des Verstandes, teils beim Hausvater eingegangen touren, war es möglich geworden, den Wanderern außer einer lr ästigen Ver­pflegung am heiligen Abend und am Fctertag auch eitrige praktische Gaben ;n speisten, die mit Freude angenommen wurden.

** Baldige Begleichung der Rechnungen! Die Hand-nwrkerberatnngsstcllc des Ortsgerv-ncheverents schreibt uns: In der fetzigen Zeit, wo besonders die kleinen Gewerbetreibenden atcherordLntlich schwer um ihre Existenz kämpfen tnässen, ist es besonders am Platze, die dringende Bitte aus^u sprechen, die Be­zahlung der Rechnungen für gelieferte Waren und geleistete Ar­beiten nach Möglichkeit zu beschleunigen. Wenn es an cd infolge Ein- berusunLs zum Militär mtd mit stdücksicstt aus die teuren LebenS- verhällntsse für manchen außerordentlich schwer ist, dieser Bitte zu entsprechen, so ist doch bor allem M berüchsichtigettt daß die Ge­werbetreibenden, um existieren zu können, ihrett Verpflichtungen den Lieferanten gegem'Wer pünktlich Nachkommen nnisten. Außer­dem rechnen aber die Arbeiter, die meist will und ganz auf ibn'n Wochen verdienst angewft'ßm sind, auf pünktliche Auszahlung des­selben. Wetter lerntmt iit Betracht, daß abigiesehen von den sonstigen GascEtsun'wsten, der Handlverker selbst mit seiner Familie von den Erträgnissen des Geschäfts leben muß und bei nicht rechtzeitiger Bezahlung der Rechnungen seitens der Kundschaft oft in bittere Rot gerät. Während jeder cftrsichtsvolle Gewerbetreibende bei zum Heeresdienst einbcru jenen mittellosen Künden besondere Nachsicht üben wird, ist es in dieser schweren Zeit keinesfalls gerecküfertich, daß gutsituierte Leute die ihnett übersandten Rechnungen lediglich mts Bequemlichkeit Wochen- Und monatelang liegen lassen oder sich gar entrüsten, \i eint der Gewerbe treibende einige Monate nach Ad- liriermtg der 'Arbeiten in beschLidener Werte unr Zahlung bittet. Wer bet den heurigen Verhältnissen größere Anschaffungen macht oder Arbeiten au-ssühren läßt, ntuß vor allen Durgerr daran denken, daß die Gewerberreibendetr für die Materialien. die meist nur gegen Bat^ahlung zu haben sind, sowie für Löhne tute sonstige Geschäfts- nnkost-en große Geldbeträge. vorlegcn müssen. Unter dreien Um­ständen ist es besonders dem kleinen Handwerker in der jetzigen Zeit unmöglich, läntzerett Kredit zu gewähren oder sich etwa längere Zeit nach Fertigstellung der Ärbetten mit einer kleinen Abschlags- Zahlung zu begnügen: er ist vielmehr darauf angewiesen, aus eine -möglichst umgehende Begleichung ferner Rechnungen stinMvrrfen. Wenn rn diesen Dagen von den Gewerberreibenden in üblicher Weise die Rcchnungeit an die Kundschaft versandt werden, bietet sich iür diese besonders Gelegetthe.it, aus die derzeitiger w-irtschast- lichen Verhältnisse feer Gewerbetreibenden Rücksicht zu tlehnten

** P o st sche ckver keh r. Eine vaterländische Pflicht ist es, nrit allen Mitteln dahin zu streben, daß der Umlauf an Banknoten und anderem, baren Geld aus das äußerste Braß beschränkt und der bargeldlose Zahlungsattsgleich gefördert wird. Diesem :li?!e dient and', der P o st- s ch e ck v e r ke hr, der zugleich den Zah lungsvertedr vereinfacht, verbilligt und beschleunigt. Die Beteili­gung an dieser znm Ücntzen der Allgemeinheit geschaffenen Ein­richtung wird daher eindringlich empfohlen. Die Vorteile des PostscheckvcNe.hrs ftte beit einzelnen bestellt darin, daß der Post scheckkundc keilte größeren Geldbestände in der Wohnung oder im ksZeschäfte berettzuhalten oder zu verwahren hat: also keine Ver­luste an Bargeld bürte» Unterschlagung, Diebstahl oder Feuer erleidet. Der Postscheckkunde weist vom Schreibtisch aus seine Zahlungen dura: Ausfüllen von Vordrucken Ueberweifungen oder Schecke'' .an. Tie Wege zur Post, um Postanweisungen oder Wertbriefe aufzuliefern, sowie andere lästige Gänge, die notwendig ftnd, um das für die Fertigung eines Wertbriefs erforderliche Papiergeld zummmenztibekommerc, fallen weg. Der Postscheck kmrde weiß mich!, daß bei den Vorzügen, die die bekannte blatte Zahlkarte I u.lct, die Rechnungen von den Schuldnern schneller bvzahlt werden. Tie Beträge, die der Postscheckkunde erhält, wer den aus Antrag seinem Postscheckkonto gutgeschrieben. Auch vier rcillt dann das zeitraubwrde und lästige (tzeldzählen weg. tets Bestellgeld wird gespart. Da auch die Gebühren im Postscheck verll-.hr niedrig sind, empfiehlt es sich für jeden, der einen irgendwie nennenslverten Zahlungsverkehr har, sich ein Post scheckkonto eröffnen zu lassen. .Hier in Gießen befinden sich bis wtzt 333 Postschecktunbrn.

** % 3 und 4 des Hausarbeitsgesetzes ot>m 20. Dezember 1911 treten durch KaiserlLche Verordnung doch 3. Oktober 4917 nrit t?-.n l. .Zpnuar ,1918* im Kraft. §3 des an geführte n Gesetzes bestimmt, daß in den Räumen, in »velcheu Arbeit für >>rusarbeitt ' n-.iSgegeben oder Arbeit solcher Personen abgenotinnrn wich, dem Ha - 'vbefter durch kostenlose Ajusgvbo von Lobnverzeich iiiffeu oder '"'.t--.Mgen. von Lohntaseln che .Möaltchseit «wgebeie seitt muß, ftp üU-r d.te iüjr die einzettten, in diesen. Räumen zur Ausgabe g»lan,vuden Arbeiten jerverÜA gezahlten Löhne zu unter richten. Für br-. Ausarbeiten neuer Mitschr gilt diese Bestimmung ' nicht. Der ft > ordnet an, daß wer Airk^ft für HmrSarbeiler ausgibt, verpstichtel ist. denjenigen, toeilche im Astbftt ^nlgr gm nehmen, aus seine K'oswn Lohnbücher oder ArdeitsM-ttel auSzuhäirdigen, tvelcht Art und Umfang der Arbeit sowie die dafür sestgeseltten Löhne ober Preise enthalten.

^ Unkündbare Anstellung de r Po stgehi lsin-.! neu. Eine überraschen^' Weihnachtsfreudo hat das Reichspöftamt den Post- und-egraphrngeft-lsinnen durch einen Erlaß gemacht, demzufolge nasch einer bestimmten Reifte tum Dienstjahren die An Stellung ans Kimdi-gung in eine lebegsiängltchc Anstellung nfte bei den Be-.rnlten erfolgen soll. Rach dem. Erlaß ist die kündbare An - stÄlmig der Geltil ftmen künftig, wemt sie. sich einwandfrei geführt und eine GesamtdiLnstzeft twn Id Fahren zurückgelegt haben, m ettm unkündbare imtpitrcmbdn: 'vabei. ist der Vorbehalt zu m-achen, daß im Falle lci Vc rkivettung das Di-enstverkälttns mit dem Tage der Elteschli-eßung ohne weiteres auflwrt. Amt Irftgsgetvaute Post - und TÄegrap.. ngehilsintten, die nach den. darüber ergangenen 5ier>- 'üguttgen Wsuaftmswüse ioertet düchäftigt werden, bleiben von der tmründbprett dlnstc-Umtg ausgejMossen.

I m L i ch t s p i e l h a u s, Bahnhosstraße 34, wird von morgen äd bet erste Frltn der Henny-Portew-Serie 1918 vor­geführt. Siehe Anzeige.

**.D ie G ienener La-za rett-Zeiitrng enthält u. a.: Die heilige Nächst, Dvs klattre MädaM mit dett Schwefelhölzern, Der wunde ten-U.nterricku, Vom deutschen Geist.

** Das Kreisblatt Nr. 205 enthält Verordnungen über: Pierdevormusterung ftr 4918, Verarbeitung von Oelfrüchten, Ver- brauch clcftriftÄrr Arbeit, Fleisch Versorgung, Preise für Meie, Pausleiwvnnd, BitiHegarnenden, Werbmtg von.Heerrsangehöcigen, Verbrauche regelurrg. Wem-- und Obstertrag, Einsendung der Ge

memdevechnmrgen, llnKuverläffige Personen, FelLÄevcMigvNg Berg­heim und Holzheim, Geffnchen usw.

Landkreis Sieben.

** Hausen, 28. Tez. - Musketier Karl Berg, Inhaber der Hessischen Lapferkeitsntedaille, erhielt das Eiserne Kreitz.

-m. Inheiden, 26. Dez. Am 4. Dezember wurde Gefreiten Heinrich Ke» er von hier mit der Hessischen Tapferkeit^ medaillc ausgezeichnet utrd gleichzeittg zmn Unteroffizier besördcrt/ Fenter erhielt Emil Kühl, der verwirndct war und gegenwärtig aus dem Wasserwerk beschäftigt ist, das Eisente Kreuz 2. Klasse.

11 Lang.-Göns, 28.Dez. Dem Fahrer Silbeim Ohly wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen: die Hessische Tapferkeitsttfedaille erhielt er bereits früher. Die Uitteroffoiere Karl Höhn und Karl D e r tr erhielten das Eisentr KreuA zweiter Klasse.

** R c v i nhardshaitt, 28. Dez. Der Landsturmmann Hrch. 3 c h r t. Landwirt zu Rrruhardshain, erwarb sich im Westen das Eiserne Kreuz.

** Weit ersha in, 28. Dez. Wachtmeister K<rrl Rocker wurde zum Offizier-Stellvertreter ftftördcn.

j Kreis Büdingen.

4- Büdingen, 28. Dez. Zum Vizefeldtvebel befördert

wurde der llnterosiizier Wilhelnr Dietrich, Inhaber des Eifer- ^ren Kreuzes und der Hessischen Dapferkeitsmedallle. Ort cn - her g. Das Eiserne Kreuz erhielten der Unteroffizier Der sch und der Gardist Heinrich Gvckscha. Hain che n. Die Hessische Tavserleitsmedaill-e, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der Ge­freite Lehrer L ö s ch.

/D B a d - S a l % ba ü f c u, 28. Dez. Dem Förster Gennobaft! wurden 22 Hühner aus kvw' StÄle gestohlen. Bmt dent Täter fehlt bis jetzt jede Spur.

Kreis Alsfeld.

- Rupperten rsd. 28. Dez. Fürs Vaterland starb der Lehrer Gustav O t t t r b c t n. Wetrsaasen. Itt ftanzösisck?e Gesartgcnsck)ast geriet der Lehrer Hermann Roth.

KreiS Schotten.

Laubach. 27. Dez. Bei dett letzrett Kämpfen au der Wkstttwnl wurde btt Sohn des hiesigen Reallehrers Gerhard, Leutltant mtd Komp.-Führer Entst Gerhard, durch Verleihung des Eisernen »Kreuzt 1. Kl-asft' ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische 'Tapferkeitsntedailte und das Kriegs-Ehren-' Zeichen in Eisen stnd schon Längere Zsft ön stünem Besitz

^ Lau b a ck., ^28. Dez. Die Hessische Tapserteitsmedaille. frü­her das Eiserne Kreuz, erhielt der Kriegsfreiwillige Gefreiter Pt,. Schaffner. Rainrod. Die Hessische Tapfet.-keitsmedallle erhielt der Kanonier Konrad.

A rriS FriedverA.

Friedberg, 28. Dez. Das Eiseure Kwcnz erhielt der Hornist Hör, die Hessische Tavserkeirsmeda'lle der Musketier Karl Braun. N-ic de r-Flor stad t. DaZ Eiserne Kreuz 4. Klasse erlneu Der Le,-rer W. B ä r . Leutnant d. R. N t c d e r- Nosbach. Das Eiserne Kreuz erhielten der Urtteroiftzier Ludwig W.e h r h e i m unb der (strsatzreservist Paul Parts ll>. Ober- Wöllstadt. Die Hessische Kriegs-Verdienstmedaille, früher das Etserne Kreuz mtd die Hessische Tapferkettsmedaille, erhielt der Armierungssoldat Georg Feuerbach.. Dortelmei l. Das Hessische Kriegsehrenzeichen für Kriegshilse erhielten Hllda H e n s e l und Lina S ch ä f e r.

Starkenburg und Meuchelten.

K. P. Gauls heim b. Bingen, 27. Dez. Einen grauen­vollen Tod fand der 13 Jahre alte Sohn des hiesigen Einwohners Philipp Duch. Der Knabe war am Nachmittag allein, ohne den Eltern etwas davon zu sagen, an den Rhein gegangen, um

I dos Eis auf seine Festtgkeit M prüfen. .Hierbei brach er ein und blieb, bis unter die Arme im Wasser stehend, im Eise stecken, feie Versuche des armen Jungen, sich aus seiner gefährlichen. Lage ztt befreien, waren vergeblich. Auch seine Hilferufe verhallten' unaehört. Als man später, durch seine lange Mtoesenheit beun­ruhigt, nach ihm forschte, fand man ihn zuletzt tot im Eise ein­gefroren vor. Der bedauernswerte .Knabe war selbst wie z>it Eis erstarrt. Der beklagenswerte Vorfall entltälr übrigens eine ernste Mahnung zur größten Vorsicht gegenüber einer polizeilich nicht geprüften tHsftächv

K. P. Gimbsheim, 27. Dez. Die diesiadrige Ernte, aus dett Gimbsbeimer 'Ächrlfvostwnlagen brachte gegen das Vorjahr einen nahezu zehniachjen Gtlös. Im Boriahr wttrden 1400 Mart eingenommen, während die diesjährige Versteigerung 10,800 Mt. erbrachte. Die Ursache liegt darin., daß das Schilfrohr jetzt nicht mebr ausschließlich zu BLUKwecken, sondern für Heeresbedarf zu verschiedenartigen Zwecken verwendbar ist. Tie hiesigen Schilfrohr- anlageti, die rund 200 Morgett Fläch' umfassen und zu den bede.utenLstert ganz Hessens gehören, brachten ftt Friedenszeiten einen ^Erlös utm 2025,000 Mark. Bei Begittn des Krieges und dent Rückgattg der BautÄtcheit halte die Nachfrage lmch Schilfrobr iast ganz äuge hört. stTtmme t.r findet das Schilfrohr wieder die verschiedenarngste Dernwndnng und ist ein gvsitchler Artikel.

M. T. M a i n z . 28. D«^;. Seit^einigen Tagen führt der Rhein aus der rechten Stromseite starkes Treibeis. Es rührt vom Maine her, der in seiner ganzen Breite mit mächtigen Eisschollen von er­heblicher Stärke bedeckt ist. Ter Schiffsverkehr ist aus dem Main- ström jetzt bereits völlig eingestellt, während er aus dem Rheine noch aufrechterhaltwt bleibt. Allerdings können die Schiffe nur mit halber Ladung vcrlehren, da der Wasserstand rtoch immer weiter zurückkebri. Er hat jetzt mit 0,25 Meter Höhe tiach dem diesigen Pegel seinen größten Tiefstand seit mehr als Jahresfrist erreicht. Weiteres Fallen steht bei anstatt ende m Frostwetter in siche­rer Aussicht. Vom Neckar enoartet man auch für die nächsten Tage das ^nste Treibeis.

D. T. Aus R'ste in Hessen, 26. Dez. Die m ganz Rhein- Hessen vorgenonutrene Sanuttlung von Flasck-entveinen. als Weib- nachtSgabe für das 48. Arnweklörps ergab insgesamt 34 595 Flaick-ett Wem, sonne. 4000 Mark m bar. Bei den gagenwärtigeit hohen Wentpreisest stellt die Mibe einen. Wert Vvtt etlva 150 000 bis 170000 ÄÜrök dar. >Ajir der.Spende beteiligten, sich 84 Wein- Firmen. In. diese Summe, find die sehr reichen Wainspisuderc, die vott Veit ern'telnett Woi-iwöbem für die einheimischen Fefdgrauew geleistet rvurden, nicht mir emgeveckmet.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 27. Dez. Wegeit ttnzulängttchjer Kvhlenzusuhr gibt die Stadt jetzt Brennholz -an dte Bevölkerung ab. In unserer Stadt wurden die Bäckereien ztftamn«mgel>egt. Kolmrialnraren Hand­lungen bürfent fortan sein Brot nrehr verkaulpm. Tie stillgelegten Bäckereien beziehen ihr Brot vott den anderen, die ihren. Betrieb aufrechter halten.

Hessen-Nassau.

Eppstein, 27. T-ez. In. dm Wallmngon der ttzemarttm- getr Eppstein, LangLnstai-N, Lorsbochj mtd Hvfbeim macht sich seit einiger Zeit Schwarzwild m unliebsamer Weise teemertlwr. Bis­her gelang noch nicht, enres der Diere *u erteg^n..

mv. Frankfurt a. M., 27. Dez. Rftchard Strauß' Over Ariadne auf Naxios'' tmtrde in der nmgeavbeiteten Fassung >anc erstatt Weihnachtstage vor ausvcrftruftem Haust tnt Opern- haust erstttttfgcftrhrt. Durch die Neuboarbeittmg wurde die Hand- luttg zwar etwas zusammengesaßt, 'konnte aber im übrigen auf die Zuhörer tanm größeren. Eindrmk erzielen, so daß der ^spen­dete. Bei fall tvohl nur dett darstellimden MnsÜent. die sich viel­fach mit u-»rdmckbaren Aufgaben tttühten, galt. Im Schau spiel- Iwufe gab es- am 2. WeibnMchtstage ein appetitliches Lustspiel in drei Gängen, gamnuttDie Mettermchpastietc", von bem br» farmten Autor Rudolf Lothar. Hier waren die Zuschauer über die beidett .nstenGänge"'', im gswölmlichen Leben unrnt matt sie Auszüge - doch erfreut. Wästrettd des dritten(langes" er­lahmte do-> Interesse trnd das Stück tiail ant Schluffe über einen Achtungserfolg nicht hrnatts, vbtvvlst sich die Spiel!eituttg in Brr- biitdttng mit den Künsvlern die denkbar größte Mühe gvgiÄen batte.

ul. Limburg, 27. De^. Eine Geheimschlächterei größeren Umsangs wurde am Weihnachtsabend hier aufgrbeckt. Soviel bis jetzt stststeht. winden in einem .ftuife des Mtvierrels ytvei Rinder geschlachtet und in einem Hftust des -Eschöstrwegs ein Rind. F,« die Angelegenheit vernftckÄt silnd ein MWser. mt MebhödMer imttz ein Italiener. ,

«irchlich« «achvichte«.

Israelitische Leligionrgemeinde. Gottesd. i.d. Sytmgoge (Siv»^

Anlage!. Samstag Ä!. Dez. Vorobd.: 4.30: morg.: 9.00 ; abdS. ck 4.50 u. 5.25. Ziraelitische 8eiigionrgesc»schast. Sabbatfeier am 29. Xe^. Freitag abd.: 4.10; «Sattiatai; vorm.: 8.30: nachm.: 3.30; SabbMvrsg.: 5.25. Wocheugiottesdienst: map?. 7 05, ubos. 4.00-

Veemisebte».

x< Berlin, 27. Dez,. (Prio.-Tei.) DerVerl. Lokalam.^ meldet aus Rinteln: Tic 17jübrige Wilhelinine Äilkrr tourdo ev- mor.det im Walde aiffgesutck»ett. Als Täter wurde der 49iährige:> Wilhelm Rappe aus Frankenhager, festgenommen. Er hat nack ' vstlent Leugnen die Tat eingestanden. ^

' Heidelberg 27. Dez. (WTB.) Int Altcr von 95 Jahren ist hier der Gesteinte Mrdi-inalrat Tr. Mittermaier, Ehrend ostvg-er der Stadt .Heidelberg, g e st o r b e n._

Nachrichten

(WTB.) Große6 Hanptnnartirr. 28. Trzrachet, (Amtlich.)

W t ft I i & e r Kriegsschauplatz.

An einzelnen Stellen der Front ledrc am Tage dst Ge fechtL'tärigkkit vorützergebrnd auf. Aus dem östlichen Naa^ ufer war sie auch während der Nacht tedhast. Oestlick von Lunexille brachten Erkundungstlbteilungen eine Anzahl Ge­fangene ans den französischen Graden ein.

festlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Zwischen Dchrida und Preipa See, im Eernabogen und auf dem östlichen Wardarufer zeitweilig erhöbt? Artillerie- täligkeit.

' Italienische Front.

Tagsüber war das Feuer auf der Hochfläche von Asiagv und am Tomtzarücken gesteigert.

Der Erste Generalgnarliermrister Ludendorff.

*

Neue U-Boot Erfolge.

Berlin, 27. Dez. WTB. Amtlich., Äui pvw nördliches K ri eosschauvl -atz wurden durch unsere U-Boote neuerdings! 18 000 Ärnttor?g i st erto-nnen versenkt. Unter dM versenkten Schiffen befand sich ein großer Dampfer von mindestens 604)0 Tonnen, ferner ein neuer englischer Dampfer, anscheinend vom Einheitstyp, der aus einem d-itrch ist.ff amerikanische Zerstörer und mehrere Bewacher stark Lsesicherten Geleztzug herausgeschoss-ew wurde sowie der französische SeglerRotre Dame de Restrenm"^

Der Chef des Admiralftabes der Marine. Fliichtoersuch der Besatzmrg drs Kreuzers Seeadler. London, 29. Dez. 'WTB. Mckftamtlick'. Das Reutersche Bureau meldet aus Wvllington: o. Üud ncr unb zehn andere Deutsche.die zur Besatzung des KreuzersSeeadler" gestörten und ansang -Ottvb'er in einer benmsswlett Barkasse gefangen genom-- men wurden, sind am 13. Dezember in einer Barkasse aus einem Orte in Neuseeland, wo sie interniert mären, geflüchtet. Drei Tage später bemächtigten sie sich-einer Prahm und machten die Besatzung zu - Gefangenen. Die. Deutschen untreeat eitrige Tage nächster bej ihrer Ankunft m Fernside wieder gefangen genommen Petersburg statt Preft-Litowsk?

Schweizer Grenze. 27. Dez. DerTemps" m-eteet aus Petersburg: Hier ist das Okrüvfvt im Umlaute daß der Sitz des Friedensrates zwischett Rrtßland und den Mittelmächten wahrschein- lick von Archt-Litowst nach Petersburg verlegt werde, um es den rnssischen Vertretern, ztt ermöglichet r, in ständiger und schneller Vei^ bindung mit dent Rate der Bollsbeauftragten M bleiben.

Die Petersburger Ossi ziere.

Rotterdam, 27. Dez. Ans Lvnaon nftrd gemeloe;. Der', Korrespondent desDaily. Ehroniclo" beriMee aus Petersburgs Ta strylenbo sämtliche Offiziere, die nicht von ihrett eig«ew Soldatett getväbit. wurden, entließ, sind die Petersburger Offiziere! und tmsiende anderer, die von. der Fwnt enila-m wurden, nicht: mehr im Stande, tst-re Familien unterhalten* Tie Petersburger Offiziere bvgründtteu. einen Verein, dessen Mit--. glieber ans dint Balsithösnt t er wa g n ent! ad en. Es ist eine schwere Arbeit, aber sie verdienen dabei 20 Rubel täglich und sind finanziell besser gestellt als früher.

Die Haltung der französischen Preise.

Gens, 27. Te.z. Von .Clem e n r van trind Pichon beein^ flußre Blätter legen die Friedensgruttd»ätze der Mitteln! ächte als eitel Schaumscklägeret dar.^ Tie Absicht sei off-enttmoig, durch scheinbares Eingehen ans einig'- der fosm-vvolitischrn Leitsätze der: Marimalisten den Waffenstillstand zu verlängern und daraus 'oetö größtmöglichen militärischen und wirtschaftlichen 9öutzm zu ziehen. Die linffsstchusten französischen. Blätter verhalten sich zuwannch..

Griechenland uwlnlisiert.

Berlin, 28. Dez. DerBcrl. ÄMl-anz." ntaldet ans Lu-z ganLt: Rach einer Stefaniemeldung auis Athen erklärte den griechische Kriegs minist er MickMiaavpiuos. daß die Reyterung dick allgemeine Mobilisierung beschlietzkn winde.

Die Lebensmittelversorgung in England.

Haag, ^27. Dez. Aus London wird gemeldet: Sämtliche; Wärter befchoftigrm sick» mit der L e b e n s m. i t t -e l v o r s o r g u n g> und verlangen die sofortige Entführung der Rationierung, welche Lord Rhcmdda bisher ftir unnötig stielte Zn verschiedvnen gtvßew Industriestädten lvie Mrmingham, Livcrlwvt und- Gvoentry wmrde; bereits von ,eiten der Stadtvenvallnng nnc Art Rationierung^ eingeführt. dem großen Munitionszen rrumLSioolwvch fand rinI Versamurftmg der männlichen und tveiblichen Arbeiter statt, ivorins Über die ungenügende Verteilung der Lebensrnittel geklagt Wirt» nud die llnnwgllckfkeit. etloas zu laufen, da die Laden ihre wenigen.! Waren bereits ausoerkanft haben, rvemr die Arbeiter Feierabend! machen. - Der Arbeit erführe c .Mae Ncunura erklärte in einer Versammlung: Als wir iw Ladwsmitlt belagert wurden, hatte jeder die gleiche 'Ration und die gleichen Entbehrungen. Das gleiche mußt in dem beteuerten England geschehen.

Lunsings Standpunkt.

Berlin, 28. Dez. Wte dein ,,Berl. Lokllartz." von. der, Sch.oefter Grenze gemeldet wird, iKtridrtet ine Londoner ning Post". Lansing habr^ sich int Setwttseiussti' für auS^.' wärtigr Angeteserrheiten ant 22. Dezember für eine hedin-' gungsloso W i ede r heraus gäbe, sämtlicher stunkb dick Kriegsührenden besetzten Gebiete erllätt trnö chs eikttÄge Deutschland anfftuertegende Sttafe die Wiedergutmachung und 'tot Schadenerjatz bezeichnet.

Dom 25. 1L. ab fallen die Urlauberschnellsüge 123 Trier, ad S«o vorm., Coblenz an». Marburg ab lte. nm Berlin > Friedrichsrrahe an 113» nachts, und A 124 Ber ltn-Friedrichstraße ab 7^- vorn»., Marburg ab 53G nachim Coblenz an Trier nn 1142 nachts, sowie die V-Züge 125 Metz ab 428 uachnr., Coblent an 8-^, Marburg ab '.212 vorm.. Berlin Fricdrichstraße an9W »orm. und I> 126 Berlin - Friedrichstraße ab 7M nachm., Marburg ab41Z vorm., Eovlenz an 75^, Metz an 12^ nachm., vorüber­gehend aus. A 123/124 unb D125/126 treffen letztmalig am Ä5. 12. in Marburg und Eoblen-', ein.

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