Ausgabe 
28.12.1917 Erstes Blatt
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Der Oletzeaer X«s**M«

erfdjeini täglich, nutzer Sonntags. - Beilagen: -IchenerKamslirnblSIttr; KieisMcti

flr den Kreis Sietzea.

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lbr. Jahrgang §reltag, 28. Dezember I9l>7

3 williKg 5 r««-»rmI u. Verlag: vrShl'sche Univ.-Suchr u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. ?.

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1 die Lagesnumnier bin zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Zeilenoresse: für örtliche Anzeigen 25'Li.,für auswärtige 30 Br'., e ür Rekln inen Mk. 1.; der Platzvor- fchrift 20°/ 0 Aufschlag. Hauytschriitleiter: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik it.Feuilleton: Aug. Woc^; Stadl und Land.Verluifchtesu.Äe- richtsiaal: W. Aiehec; Anzeigenteü: H. Beck; säntlltch in Gießen.

Lloyd George über die kritische Stunde Englands.

MM.) Grobes Sauptyuartier, 27. Dezevwrr (Amtlich.)

Destlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der enalischm Front mar die GekechtStätigkeit ani HouchMlsterumld. Ms dem nördlichen Lysnfer und bei Moeuvres and Marcoing zeitweilig lebhaft.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Regimenter einer Gar-Hivision führten nordwestl. von Uezorwam nach kräftiger Artillerie- und Minrnwerfenvir- kwLg erfolgreiche Untenrehnmngcn durch. Am Vormittag drangen Erkundung M'teilungen in die französischen Linien em. Am Nachmittag sttirmten mehrere Kompagnien tm Ver­ein mit Flammenwerfern und Teilen eines Srnrmbataillons, begleitet lrrn Infanterie- und Flachfliegern. in 900 Meter Breite die ersten feindlichen Gräben. Ein Gegenangriff der Franzosen scheiterte unter schwere:! Verlusten. Nach Spren­gung zahlreicher Untnftände kchrten die Sturm truppen mit mehr als hundert Gefangenen und einigen erbeuteten Ma­schinengewehren beschlsgemüß in ihre Ausgangsstellungen zunick.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Eine französische Wttettung, die nördlich von Ober-

Gurnhaupt unseren vordersten Graben erreichte, wurde im Mhürmpf znrückgeschlagen.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Frs«t.

Keine gröberen Kampfhandlungen.

Italienische Front.

Die Artillertetättgkeit zwischen Asiago mW der Brenta hat gestern an Heftigkeit nachgelassen. Lebhaftes Störungs- fener hielt in den Kampfabschnitten, sowie zwischen Brenta und Piave tagsüber an. Ein ikrliemlcher Vorstotz gegen den Monte Tomba wurde abgewiefen.

Der Erste Generalquartiermeister Lubendorfs.

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Der Abendbericht.

B e r l i n, 27. Dez., abends. <WTB. Amtlich.)

Von den Miegsschaupiatzen nichts MueS.

Nach ziwerlässigen Mellmn-gen stockt der Verkehr: in den amerikanischen Häfen, ba es cm Schiffsraum mangelt, und qleickzeittg wird uns eine neue Rede Lloyd Georges mit­geteilt, der der: Landwirten Englands die krittsche, die ernste Stunde vorhält. Cr fordert von ihnen u. a., daß sie zwei Millionten Morgen.in Ackerland umwaudelu sollen, die drei Millionen Menschen sättigen würden. Denn es müsse Fracht- raum für Kriegszwecke gewomien werden. Lloyd George er­klärte:Das einzige, was uns retten kann, ist das, was uns die Schiffe für den 5lrie^, für Kriegsgerät und an Soldaten spart." Der -englische Drktator hat also am 21. Dezember noch nickst: an die Möglichkeit gedacht, daß auch ein billiger Friede England aus seinen Nöten retten könnte. Wie oft hat er früher als Zerschmetterer geriet, die heilige Berufung seines Volkes verkündigt, Deutschland mederzic- werfeu und zu strafen! HeLrte scheint es ihm zu dämmern, daß es mit bicjec Zerschmetterung Deutschlands noch weite Wege hat. Ist aber England im Ernste verloren, wenn die vermessenen Kriegsziele seiner Regierung nicht erfüllt wer­den, darf Lloyd George, nachdeni die von ihm verkündigten Aussichten entschwunden oder in weite Ferne gerückt sind, im Tone des einfachen Landesverteidigers ^sprechen, der für nichts anderes fickt, als für die Erhaltung der eigenen Heimat und ihrer Rechte? In dem neuen rednerischen Erguß Lloyd Georges sind zweifellos breite Lücken der Verlegen- heit enthalten. Er roagt es nicht, diese verzweifelten und unnröglichen Leistungen von ben englischen Landwirten zu fordern, um ihnen gleichzeitig zu sagen, daß diese Arbeit für die Rechte der klernen Nationen, für den Tviuiuph des Rechtes in der Welt getan werden soll. Was werden »aber die englischen: Saubimrte sagen, wenn die neueste russische Aufforderung, den Friedensverhandlungen sich! anzu­schließen, ihnerr zu Ohven kommt?Das Einzige, was uns retten kann...", Lloyd George ist also ein leichtfertiger Spieler, Menschen und Güter ins Ungewisse hinein ver­schleudert! '.Mt Männern von solcher Gesinnung verhandeln nur nicht, hat Graf Hertling, der dettffche Reichskanzler, rcerllich erklärt. Er müßte deiunach, wenn die zehntägige llnterdreckmng der Friedensverhandkungerl Zloeck und Erfolg haben sollte, von seinem Posten zurücktreten, es einem Nachfolger im Amte überlassen, sich mit -den in Brest-Litowsk vereinbarten Grundlagen des Friedens einverstanden zu er­

klären. Wir sind davon überzeugt, daß Lloyd George sich nicht mehr lange am Ruder ya.lt.en kann. Denn er forder. von seinem Volke ja nicht nur die Umwandlung der eng. lischen Insel in ein Agrarland, fonbem gleichzeitig ist er, will er den Krieg sortsühren, iu der Zwangslage, neue Rekruten für die Schlachtfronten anzuwerben. Das Einberufuugs- alter soll zu diesen! Zwecke herabgesetzt werden. Hat Eng­land nicht bisher schon das Aeußerste in der Verwendung seiner Kräfte getan? Mo bleiben die Ackerbauer, wenn die Leute in zunehmendem Maße nach Flandern oder Frankreich verschifft rverden sollen? In der Attischen Stunde Englands beginnen auch die Lebensmittel-Rationierungen, und in Frankreich hat, wie man hört, die Brotkarte rhren Einzug gehalten...

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Zwischen Asiago und der Brenta sowie am Monte Tomba wurden schwächere Angriffe des G gners abgewiesen. An den übngen Frontteiten beiderseits Störungsfeuer.

Der Chef des Generalslabes.

Die Lage in Rußland.

Petersburg, 26. Dez. (MTB."« Meldung der Petersb. Telrgraphen-Agenttrr. Trotz?! drahtete an den Hauptmann LutzÜ m EHarbin:In Beantwortung Ihrer Meldung, uw- nach die örtlichen Behörden das Eingreifen ausländi-« scher Truppen verlangten, befehle ich die sofortige Verhaf­tung eines jeden Berwaltungsbeamten, der zu dem amtlichen Vorschlag der ausländischen Vertreter beigetragen oder der beizu­tragen gewünscht hat, unter Umständen ausländische Truppen in die Stadt zu entsenden. Die Verantwortlichkeit für die gute Ordnung in Charbin fällt auf Sie. Erstatten Sie mir über die Ausführung des Befehls Bericht."

Petersburg, 27. Dez. (WTB.) Meldung der Petersb. Telegraphen-Agentur. Tie Truppen K a l e d i n s sind bei Bje- logorod geschlagen worden. Das Abenteuer des Generals von Nowo Tscherkask wird ebenso elend enden wie das des Bandenführers von Gatschina.

P e t e r s b u r g, 26. Dez. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Gestern sind der Direktor Weschne- gradskY von der Internationalen Bank und der Direktor P u - tilow von der Asiatischen Bank verhaftet worden infolge eines Ml Miljukow gerichteten Brieses, den man beim General A l e x e j t m f-cmd. Alexeiew fordett Miljukow darin auf, alle Maß­nahmen zuglmsien Kvrnibows und der verhafteten Offiziere zu tref­fen, damit sie nicht von dem revolutionären Gerichtshof abgeutteilt würden. Alexejew versichette, daß Kerenski, Seoenkow, Filonenko den revolutionären Kriegsgerichtshos wünschten, um ihre Teilnahme an der Verschwörung zu verheimlichen. Ter B'ries enthält alle Einzell)eiten des gemeinscmren Unternehkiniens von Kornilow, Ke­renski, Sevenkoiv und Füonienko. Weiter bittet Alexejew um die Adressen van Weschnegrädsky und Putilow, um von diesen 300 000 Rubel zugunsten, der bei dem Unternehmen Kvrnilows verha'teten Offiziere zu erhalten. Mexejew fordert Miljukow auf, Meschne- gradsky zu überreden, daß er diese Offiziere nicht im Stiche lasse, mit denen er durch die Gemeinsamkeit der Ideen und ihre Verbrei­tung eng verbunden sei. Ter Brief ist voiu 18. August datiert.

Be r l i n, 27. Dez. DasBerl. Tgbl." meldet aus Rotterdam, daß nach einer Petersburger Nachricht die Bolksbeaustraaten be- kanntgeben, die Verfertigung von Waren für'itärzwecke sei zu ersetzen durch die Herstellung von Friede ns waren im Hinblick auf die wahrscheinliche Annäherung eines allgenleinen de­mokratischen Friedens.

Haag, 27 .Dez. Reuter meldet aus Petersburg: Die P u t i l 0 w f a b r i k e n, die 30 000 Arbeiter beschäftigen, und die Petersburger Metallfabriken mit 8000 Arbeitrwn böginnrn, die Arbeiter zu entlassen.

*

Rußlands Aufforderung an die Entente.

Stockholm, 27. Dez.Dagblad" meldet aus Petersburg: Die Ajufsorderung RuUauds an die Entente, innerhalb der zehn­tägigen Frist rn die allgeiueinm Friedensverhandlungen einziu- treten, wurde bereits am 26. Delzomber durch, den ruffisck^iU Radiotelegraphen nach allen Ländern der Entente verbreitet. ÄiMer- deni überreichte Trotz ki schon am 25. Dezeinber abends den Ententebotschaftern die amtlich?. Note ^Rußlands, deren WLiler- lertung an ihre Mgiirrungen die Botschafter zpsstgten, ohne Zu dem Schritt selbst Stellung zu nehm»n. .

Die Dobrudschafragr.

Sofia, 26. Dez. (WTB.) Meldung der bulgarischen Tele- graphmagentur. In Besprechung der ErAärungen des Führers der runiänisck)en Konservativen M a r g h i l 0 m a n schreibtEcho de Bulgarie":Es ist selbsrverstäudlich, daß die Rumänen gerne auf den Gedanken au Eroberungen verzichten werden. Aber sind sie auch beveit, sttgleich mit dieser durch eigene Schuld ge- ,>chassenen unglücklichen Lage auch alle Fragen zu regeln, die sie dazu brachten, eine imperialistische Politik zu treiben? Eine dieser Fragen ist die T 0 b r u d s ch a f r a g e. Sind die Rumänen be­reit, bezüglich der Dvbrudscha die einzige gerechte Lösung an- zrmehmen, die dem Frieden CtzarMer und Üt notwendige Toner

aek'it wird, bte Losung, bte srch auf care strenge Anwendung bt& Natvoualitatmprmzrps auf dem Balkan gründen wird? Marg- ynoman sagt uns es nicht. Aber da der Erft>lg der Politik, für du: er eintntt, nur um diesen Preis zu habön ist, muß man glauben, daß er zur Blähung der Frage geneigt ist. Sollte eine solche Politik ver unseren Nachbarn die Oberhand gewinnen, sv würden wir die Mteiinent, uns über dei neuen Beziehungen zwischen Bulgariens und Rumänien zu fteuen."

Der National kongreß hat seine Tagung geschkossen. nachdem emstlmnng eine Entschließung angenommen war, rn der die Verengung der ganzen Do b r u d s ch a bis zur Donars Munduug mit Bulgarien verlangt mrd erklärt lvird. daß die Be- Uolkenmg der Dobrudscha die Mi^rkehr der rumänischen .Herv^ schaft diesseits der Donau nicht dulden und selbst mit bewaffneter Hand gegen jeden Wgriff auf ihre Reckfte und ihre Frerbeck kanip^en wird. Tw bulgarische Regierung und das bulgarische Voll werden das Gebiet wrd die gerechte Sack>c der Dobrudi'cha unter- stutzen und verteidigen. An alle Völker und alle Vertreter der; Staaten, die berufen sind, den Frieden jmter den Kriegfüdrendnrl wrederherzustelten, wird die Mtte gerichtet, der dringenden Forde­rung der BevolkecunH der Dobrudscha ein geeigiretes Ohr zu . ih^^' Enychlüsße bezüglich des künftigen politische-ltz Schicksals dieses Gebietes^den Forderimgen anzupassen. Ein Aus­schuß wurde jdamit beauftragt, unverzüglich eine lDenkschrist im Sinne dieser Forderungen auszuarbeiten und den ^Regierungen des kriegführenden mrd neutralen Staaten zu überreichen.

Amerika und die Bolfchewiki.

Bern, 25. Dez. (WTB.) DerMatin" meldet aus Neuyork: Der russische FrachtdampferShilka" ist mit eluer . 0 _o lsch ewiki-Besatzung in einem Hafen des Stuten Ozeans eingetroffen. Die Regierung hat beschlossen, di^ Besatzung einstweilen internieren zu lassen, um eine genaue Untersuchung über das Schiffsstatut vorzunehmen.

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Verhafrrmgeu va» Russen in Errgland.

.. ch 38. Dez. Der Haagex Korresponöeni per

"Köln. Bolksztg." erfährt aus dortigen Sozialistenkreisen, daß die rn. Englarrd lebenden russischen llnrertanen von seiten der englischen Behörden den schärfster! Verfolgungen aus- ge,etzt sind. In London werden täglich Verhaftungen v 0 n R u s s e n vorgenommen. Harmlose russische Zusammen­künfte werden zu anarchistischen Versammlungen gestempelt. Nach anderseitiger Meldung der Köln. Volksztg. hat die d e u t sch e Spr ach e i it etersburg wieder ihre alte Volkstümlichkeit erlangt. Sie wird in den Straßen und Re- ltaurants öffentlich gesprochen. Zuverlässigen Meldungen zufolge betreibt die Entente von Petersburg aus heftige Pro­paganda gegen den Frieden Rußlands mit den Mittelmäch­ten. Nach russischer Auffassung dürste angesichts der heutigen Ereignisse die Entente vor dem Bürgerkrieg nicht zurück schrecken, ihn vielmehr nach Kräften begünstigen.

Ratiouierung der LeSensmirtek iu England.

Bas e f, 27. Dez. Am Freirag ist den örtlichen Lebensrnittel^ apsfchüssen von Lord Rhonddadie Ernräcbtigrmg zur Zwangs- rätionierung von Margarine erteilt worden. Der ersten Verftlgung folgte am Samstag eine Zweite, die die Lebens mittelansschüsse der Bezirke ermächtigte, alle Lebensmittel zn rationieren. Unter dieser Verfügung können die Lebens mittelausschiisw cmordnen, daß die Lebensmittelgeschäfte nur Waren; an registrierte Knuden verkaufen dürfen und die Verkäufe auf? bestimmte Mengen zu beschränken siird. Den Ausschüssen ist & überlassen, selbst zu entscheiden, ob sie-von der erteillen Vollmacht Gebrmlch machen wollen oder nicht. Auch scheinen sie hinsichtlich des anznwendenden Verfahrens einstweilen ziemliche Beweg-ungs^ fteiheit, je nach den örtlichen Bedürfnissen, zu haben.

Lloyd George an die englische» Landwirte.

Bern 27. Dez. (WTB.) Llvyd George richterc aus der Konferenz des landrvirtschaftlichen Kriegsaussämsses am 21. d. M. einen eindringlichen Appell an die Landwirte, in den bevorstehenden hundert Tagen alles daranzusetzcn, die H e i m Pro­duktion z n erhöhe n. Es gelte unter anderen!, zwei Millionen! Morgen in Ackerland umzuwanöeln, die drei ÜMlionen Menschen sätftgen würden. Durch Vergrößerung der Heim Produktion werde Frachtraum für Kriegszwecke ftei.Niemand,'' so sagte der Pre­mierminister,beabsichtigt. Sie Ihr Geschäft zu lehren. Wir be­haupten nicht, ba£i es das Rationell sie üst( Weideland unter Kultur zu nehmen. Mer wir sagen, daß jetzt die kritische Stunde ist. Es ist eine ernste Stunde für das Land, das Einzige, was uns retten kann, ist das, toas uns die SckMe für den Krieg für Kriegs­material und an Soldaten spart. Es gibt zroer Wege, nämlich Schiffsraum bauen oder Schiffsraum sparen. Der letztere Weg ist

der Landwirte."Daily Mail" schreibt:Es ist unmöglich, die Wichtigkeit des Austufes an die britisck>eu Landrortte, 1918 drei Millionen Morgen mit Weizen zu bestellen, zu ubettreiben. GZ ist ebenso im Interesse der Kriegführung wie der Ernährung dringend notwendig -zur Erringung des Sieges durch die Mnerten."

Rücktritt de- Admirals Jellicoe.

Amsterdam, 26. Dez. (WTB.)-Nach einer vom Reuter- scheu Bureau verbreiteten amtlichen Meldung ist Vizeadmiral Sir Roßlyn Wenyes als Nachfolger des Admirals Jelli- coe zum Ersten Seelord erummt worden. Jellicoe erhielt in Llnerkennung seiner Verdienste die Peerswürde.

Admiral Jellicoe, der als der hervorragendste führer galt, wurde im Juli 1914 zum Oberbefehlshaber der briti­schen Heimatflotte ernannt. Zwei Jahre und vier Monate stund er auf diesem hervorragenden Posten. Nach Skagerrvk verlor er das Flottenkommando. Ms Erster Seelord trat er nun in die Admiralität ein: er erlangte damit, die Stellimg des ersten strategischen Beraters der Regierung in Marineangclegcnl-etten,