Ausgabe 
20.12.1917 Erstes Blatt
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Aus Stadt und Eand.

Gießen, den 20. Dezember 1917.

Neue Regelung der Meldepflicht Hilisdienstpflichtiger.

HilfMenstpflichtig ist jeder männliche Deutsche, sowie in Trutscliland ansässige üsterreichisch-ungansche Staatsangehörige vom vollendeten 17. bis zum 60. Lebensjahre, solange er nicht

& Treust bei der bttoaffneten Macht einbernfen ist Erst mit der ndung des 60. Lebensjahres erlischt die Hüssdienstpslicht Ta» Ver-erchms der Hilssdienstpslichffgen (Hüssdienststammrolle) als Unterlage für die planmüßigc Heranziehung durch die Ein- verufungsanSschüsse wird auf Grund der Anmeldung durch die HilfSdienstpslichtigen zusammengestellt. Grundsätzlich ist der Hilss- dienstpNichtige verpflichtet, sich selbst auzumelden. Im Fall des Arbertswechsels liegt auch dem seitherigen Arbeitgeber eine Melde­pflicht ob.

Die erste Aufforderung der Meldung erging von den Ge- merndeb. lwrden au, Grund einer Bundesratsverordnung vom 1. März 1917 im Monat März. Nach den damals erlassenen Be­stimmungen waren die .Hilfsdienstpflichtigen, die iroch im wehr­pflichtigen Alter Itelrn und diejenigen, welche im .Hauptberuf in bestimmten, ausdrücklich benannten Bcrussarten beschäftigt waren, von ter Meldepflicht befreit, weil davon ausgegangen wurde, dass, wer in einem solchen Beruf tätig sei, sich bereits im vaterländischen hilssdienN vrriude. Als solche Berussarten kamen insbesondere naä' der Bnndesrats Verordnung vom 1. März 1917 in Frage: Reich: . Staats' und Kommunaldienst, See" und Binnenschiffahrt. Berg- MU "üttenbetriebe, Munitions- und Wassenfabrikation u a m An rund der früheren Bestimmungen wurde demnach nur ein T.. :r hilfsdienstpslichtigen Bevölkerung in der hilfs- dienststammrr-l 1 f nacl-geiviesen.

lim nun die Hilfsdienststammrollen zu einem Verzeichnis sämtlicher Hilfsdienstpflichtigen auszugestalten, hat eine neue B u n d e s r a t s v e r o r d n u n g vom 13. Noveml>er 1917 eine erneute Meldung der Hilfsdienstpflichtigen vorgeschrieben, zu welcher grundsätzlich i e d e r .hilfsdienstpslichtigc verpflichtet ist. Mit Ausnahme der bereits früher ordnungsgemäß ge­meldeten^ hilfsdienstpslichtigen, die ihren gestempel- t e n Abrciß st reifen noch haben, sind nach den neuen Bestimmungen zur Anmeldung verpflichtet:

1. alle männlichen Deutschen, die das siebzehnte Lebensjahr vollendet haben und nach dem 31. März 1858 geboren sind, also erst nach dom 31. März 1918 ans der hilfsdienstpflicht ausschiden, soweit sie nicht militärisch eingezogen oder «ms Reklamation vom Heeresdienst znrüclgestellt sind,

2 unter im übrigen gleichen Voraussetzungen die in Deutsch­land ansässigen österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen. Nach den neuen Bestimmungen sind lomit insbesondere alle diejenigen Hilisdienstpfl'.chtigen zu einer 'Meldung verpflichtet, welch" nach den bisherigen Bestimmungen, sei es, weil sie noch wehrpflichtig waren oder wegen ihrer besonderen Berufstätigkeit von der Metdepstich: befreit waren.

Die Beschränkung auf die nach dem 31. März 1858 Geborenen bezieht sich lediglich auf die Meldepflicht, nicht aus die hilfsdienst- pslicht, welche, wie oben gesagt, erst mit dem vollendeten 60. Lebens­jahre erlischt.

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** Amtliche Pe rs>on aln a chr ichten. Der Großl?e?zog empfing vm Bor trug: Den Staats.ni i ec Dr d-ii E.oald, den Minis r d?s Jmrern Tr. von H-nnbergk zu Vach, den Fina::z- mini'er Dr. B eker, Den Vor and de:- Ka n 'etts M. Gch'.nme- rm Röwleld. Aarßerdem den Geheirn.m Hosrat Poosessor Tr. Gise- vnis. ! o der Lmidesiiniper-sität Gießen.

** Äoflieferan t. Wie ivir hören. ist den jetzigen Inhaberin der früher lange Fahre hier ansässig gewesenem Firma Earl Ger­bode, Den Herren Alb. E. Euch'aasen und Georg Schmidt, der Titel als r-.-s" -- 1 glich hessischer Hoflieferant verliehen worben.

** Ausgabe der Vollmilchkarten. Die Aus­gabe der Vollmilchkarten an Kinder unter 6 Jahren, wer­dende und stillende Mütter, sowie an alle Kranken, denen über den 1. Januar 1918 Vollmilch bewilligt worden ist,

>indei. in den nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil.

** V or t ei l u n g v o n S a l z. Auf den Be- ugsabschnitt Nr. 7 der Lebensmittelkarte wird in den nächsten Tagen Salz verausgabt. Siehe Bekanntmachung.

- ** Dauerware aus h a u s sch l a ch t u n g e n. Alts

die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird hingewiesen.

** Kaffee-Ersatz. Wie uns geschri beu wird, werden 100 Gramm Kaffee-Ersatz zum Preise von 47 Pfennig auf jeden Bezugsabschnitt der Lebensmittelkarte ausgegeben. Mit Rücksicht auf die am 1. Januar k. I. eintretende Neuregelung ist zu er­warten. das; die Zuiuhr von Kaffee-Er'atz mit diesem Zeitpunkt ins Stocken gerät. Es ist daher zweckmäßig, wenn sich jedermann mit oem nötigen Kaffee-Ersatz versieht.

** Das Rote Kreuz bittet, die Gewinne aus der Weih- nachrsverlosung noch bie-e Woche ab'uholen.

** S t a d t t h e a t e r. Das füt Weihnachten gewählte Kinder­märchenTer L ü g e n p e t e r", von Franziska Becker hat in Fraurgurl, wo es vor kurzem seine Urauffül-rung erlebte, sehr gefallen: cs wird auch im Neuen Operettentheater zu Berlin und fit Deutschen Thetter Kl Bremen für die Feiertage vorbereitet. Die Berase.il wird der lße'iw i Erstaunst drang beiivoh. en. Die rriervierle: EintrittÄarloi für samtlstln Feiertage loerben WH nrorgm ab an der Thea teSIlajse aus.gegeben.

** W e t t s ch r e i be n. Anlässlich des am 14. Oktober in Frankfurt a. M. statt gefunden <vl Verbands wetschreibens des hess.- Mass. Verbandes Gabelsberger Stenograplten wur' ?n fol­gend^ Mitglieder oer hiesigen Stenofrayhen - Gefell schaß Gaeblsberger und Damevabteilung e. B. mit Preisen misgezeichuet: 160 Silben, 1. Preis: Lilly herrmann: 110 Silben, 1. Preis: Luise Boeck. Karl Röhm: lobende Erwähnung: Fritz Weiß: 120 Silben. 1. Preis: Minna Deibel, Luise Kreuze bürg, Elisabeth Trenker: 2. Preis: Ottilie Rübl, Fnoda Keil, Auguste Wilker, Elli Bingel: 100 Silben, 1. Preis: Awua Rohr- back». Elise Lich, Luise Keller, Karoline Post, Karl Walleniels, sGertrude Kraft, Mathilde Bierau: 80 Silben. 1. Preis: Helene Peter, Marie Haubach. Pia Grün, Anna Bingel, Gustchm Wagner, Karl Hergenrötl-er, Lina Ganz. Wttlly Söhnel: 2. Preis: Wilh. Hermann. Käthe Ohr, Auguste Grün in g, Marie Diebel, Minna Bosold, Käthe Demuth. Anna Doll: 3. Preis: Johanna Weiß: lobende Ettoähnung: Lina Bolland, Kate Weber.

** Verzollung von Postsendungen. Das Großh. Hauptsteueramt ist am ersten Weihnachtsfeiertage von 11 bis 12 Uhr vormittags für allgemeine Abfertigung von Wülmachts- Postsendungen geöffnet. Am Sonntag den 23. und am zweiten Weihnachtsseiertage sind die Räume geschloffen.

** Zwau gsurnlage zur Ausbringung der Schweine. Es sind bereits vor einigen Tagen in dem Artikel Handel mit Schweinen und Preise für Schlachtschweine, soniie Handel mit Spanferkeln" die Gründe auseinandergcsctzt worden, aus denen eine stärkere Abschlachtung der Schweine erforderlich ist. Um die Durchführung dieser Maßnahme sicherzustellen, ist angeordnet worden, daß die Großh. Kreisämter und die Ober­bürgermeister der Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern auf Antrag des zuständigen Viehhandelsverbrndes die Zwangsaus- bvingung aller derjenigen SÄveine iM n tschweine, Einlege schwer ne, Läufer und Ferkel,, die nicht zur Weiterzucht, dienen oder für Hausschiachtungen bis zum 31. März 1918 bestimmt sind, durch- zusühreri haben. Sonxnt itämlich die Besitzer die Sckiwerne nicht sveinnltig abliefern, ist der Verlauf der Tiere auf Rechnung, uird Kosten des Besitzers zu den von dem Staatssekretär des Kriegs^ ernührungsamt's sestaesepten Höchstpreisen und Disschlägeu und ihre zwougsweise Ablieferung an den Viehbaudelsverband zu veranlassen und zwar sind allwöchentlich 20 v. H. der erwähnten Sck»veine auszubringen, so daß mit dem 15. Januar 1918 alle nicht für Hausschlachtungen bestimmten ol«r zur Zucht dienenden Schweine aufgekauft sind. lNachdruck erwünscht.)

Lanvkrets Gießen.

M- Beuern. 18. Dez. Die Rote-Kreuz-Sammlung hat den Betrag von 260 Mark ergeben.

i Leihgestern, 20. Dez. Der O^efreite Theodor G r e m m nwrde mit. Van Eisernen .Kcoirz und der TapfevOeitsmedaille aus-

«e-ckch'iet. ^an Bruder jßarl Äremm erhielt die Tapserteits-

mchaLle.

Krkis striedbkra.

N. Z. Friedberg, 19. Dez Die schorr seit längerer Z«t in Aussicht genomnrene Verminderung der Bäckeveibetriebe in hiesiger Stadt tritt nach einem treuen Plane voraussickstlich am 1. Januar in Kraft. Diese Maßnahme ist be^rnntlick) aus (Gründen der KoUeirersparnis erfolgt. Sie bestimmt, daß alle Betriebe, die nicht wenigstens 80 Sack Mehl iin M>ouat verbrauchen, ein- zuslellen sind. 11m aber unnötige Härten zu verniciden, ist es gestattet, daß meliere ßeine Betriebe sich zu einem genleinsamen Betriebe zusammentlm können, wenn sie das verlmrgte Mindest- guantum Mehl verbrauchen.

Stnrkenburg und Rhcinkiesstn.

R. h. K. D a r m st a d t. 19. Dez. Ein frecher Schwindel wurde gestern durch zwei fremde Burschen zum Nachteil eines hiesigen, Konfektionshauses verübt. Durch den Fernsprecher be­stellte ein in der Saalbaustraße wohnender bekannter Arzt ver­schiedene Mäntel zur Ansicht für seine Frau fertig verpackt in Kartons zur Auswahl im Werte von etwa 8900 Mk., die um 2 Uhr in dem genau bezeichneten Hause abgeliefert und um 4 Uhr wieder abgeholt werden sollten. Die Mäntel wurden durch einen Jungen auch nach dem Hause gebracht und dort im Flur durch eiuen sich als den Arzt vorstellenden Dr. E. abgenommen mit dem Ersuchen, nach zwei Sttrnden die Mäntel und das Geld für den behaltenen Mantel abzuholcn. Sehr bald stellte sich aber, der Schwindel heraus, und es gelang der sofort benachrichtigten Polizei, am Bahnhof einen Burschen sestzunehmm, der den ganzen Raub gerade aufgeben und verschicken wollte. Er nennt sich S. Gottschalk aus München, 1884 in Königsteld bei Koblenz geboren, ist aber nicht identisch mit dem eigentlichen Schwindler, der die Mäntel in Empfang nahm und jetzt gesucht wird.

D. T. Mainz, 19. Dez. Durch die Besetzung Rumäniens sind die dortigen großen W^inerträge den verbDrdeten Mäck)>tew als ivillVommene Gabe zlugeflolsen. Taoon sollten 1215 Millionen Liter des letzten Jahrgangs imd einige Mlillionen Liter alten racmänisckion Weines nach Deutschland versandt werden ,zur sackige- mäszen Einkellerimg und Belwndlung. Wegen der näheren Fest­setzungen fand in Mainz eine Bespveckmng mit Vertretern des .Kriegsmi cksteriums stat', zu welck>er die Firma As'xrch ln Rüdes- heim als Vertrauensstt'lle bestimmt wurde. Eine grö'-ere Anzahl von Firmen hat sich fahrt Uebernahme und Pflege der Weine bereit erklärt.

Neu-Isenburg, 20. Dez. Der Hausbesitzer-Jnter- essentenverein beschloß, vom 1. Februar 1918 allen Mietern die Wohnungsmiete um 10 bis 20 Prozent zu steigern. Rücksicht soll nur gegen die Familien der im Felde stehenden Krieger geübt werden.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 19. Dez. Vom Viehhandelsverband unseres Bezirks wird mitgeteilt: Alle nicht zur Aufzucht notwendigen Kälber müssen den Vertrauensleuten zur Abschlachtung abgeliefert werden. Unbekümmert um das Gewicht wird ein Einheitspreis von 80 Mk. für^ 50 Kilo Lebendaew'chl gezahst, so daß es in eigenstem Interesse der Viehhalter liegt, die Kälber möglichst bald nach der Geburt abzustoßen und keinesfalls länger als 10 Tage zu hal.en.

vkisen-Nnssau

K Amöneburg, 19. Im . clei er von 85 Jahren ist hier ein weitbekannter hes iicher For .mann, der Königl. Hege­meister a. D. Karl Dietrich, gestorben.

-- Bad-Homburg v. d. H., 20 Dez. Ter kürzlich in Gießen verstorbene Renttier Emil Eich, ein geborener Homburger, hat seiner Vaterstadt für arme Leute und bedürftige Kinder letzttoeilig 15 000 Mark vermacht. Das Kurhaus und das Kurhausbad hatten im letzten Sonrmerhalbjahr infolge des! Krieges eine Miirderernnahme oon 20 389 Mark. Der Fehlbetrag wurde oon der Stadtverordnetenversammlung nachbeivilligt. DieBad-Homburg A. G." übernimmt den Badebetrieb nunmehr am 1. April 1918. Für die Unterhaltung der städtischen Anlagen und des Kaiser-Will)elm-Parkes b w lligtcn die städtischen Körper­schaften der Gärtnerei Gebr. Siesmayer-Frankfurt a. M. vom 1. April 1918 ab eine JalwesVergütung von 41000 Mark.

F a n k f u r t a .N., 20. Dez. (Gestern früh fand man auf einem D asteig des vauptbahnhofs eine Brie-tasche mit Wert­papieren : Betrage von 40 000 Mk. Der Besitzer hat sich noch nicht gemeldet.

(ßcricb *iaal.

I. Darmstadt. 20. Tcz. Der 24jährige Schlosser Eugen Goldschmwt von Frankjuct und der 20jährige Taglähner Walh. Kalsckeubach aus Netzbach stallen in einer Fabrik in Be ns he im Treibriemen im Werte von 1000 Mk., ,die sie an einen Unbekann­ten für 150 Mk. veränßerte'n, und in Zell bei Bensl-eim ein Sckm^inchen, das sie sofort schlachteten. Kalscl-enbach, der reklannert war, trug noch Uniform und Geivehr: unterwegs markierten b.idc, um nicht an^t-alten zu werden, den Transport eines Fahnen­flüchtigen. Sie wurden britze auf dem Darmslädter 5)auMbahnhof verhaftet. Unter Einziehung längerer Strafen, zu denen sie bereits verurteilt sind, erhielten sie je 4 Jahre Gefängnis. Von dem eigenen Vater zur Anzeige gebrach! iourde der 20jährige ^l'beitcr Knödler aus Winrpfen, weil er ichn 200 Mark aus einer in verschlossenem Kaiser befinvttchen Bi.-el gestohlen httte. Er in nach ärzttiu^nl Gutach.en beinahe sckMachsiniciy und kommt deshalb mit 3 Monaten Gefä^griis davon. In einem Automatenrestau­rant stahl die 19jährige, ans dem Elsaß stammende Dienstmagd Eugenie Lbhnrann einen seidenen Dameninantet. Sie ist rückfällig und erhält 6 Wock-en Gesängins. 2 Jahre 3 Monate erhielt der arbeitsscheue, verwahrloste 14jährige Gelegenheitsarbeiter Peter Klöpliiigcr von Psungstaet, der in Griesheim, Swckstadt, Bicken­bach, Groß Gerau. Klein-Wclzl>eim uno Be knch Tlebstähle verübte.

ec(](c Uiulnifmcu

(WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Dezember. (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Die Stadt D i x m u i d e n lag zcitzr-ei g un er l bestem Mnenfeuer. ZwiHn dem Houthonlsterwald e und der Lys, sowie süv.ich d?r Scarve am Nachmittag und Abend erh h e Artillerietätigkeit. Bei Lens h.'ftige Mincn- merferlämpfe.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und Herzog Alb recht.

Beiderseits von Orues und auf den Maashöhen südwestlich vvnCombres lebte das Artillericftuer vorüber­gehend auf.

Oe st lich er Kriegsschauplatz und

Mazedonische Front.

Am W a r d a r und zwischen W a r d a r und D o i r a n war die Feu-ertätigkeit gesteigert.

Italienische Front.

Mehrfache italienische Gegenaugrisft gegen die neu qe- nwnnenen Linien am Monte P o r t i c a wurden abgewie- sen. Am To mbarücken und an der Piave zu beiden Seiten des Monte Montello lebh-.ifter Artilleriekampf.

Zwischen Brenta und P in ve wurden seit dem 11. De­zember an gefangenen Italienern z w e i h n n d e r t s i e b z i g Offiziere und achttawsendei nhundertfünfzig Mann eingebracht.

Der Erste Generalauart'ermeister L u d e n d o r f f.

m

Ein neuer Ausspruch Ludendorffs.

i. Köln, 20. Dez. Ueber den Besuch von Vertretern der Zen­trumspresse im Großen Hauptquartier erfahren wir noch, daß Exzellenz Luden dor ff als vornehmsten seiner Wünsche an die Presse die Bitte aussprach: Reden wir nicht zuviel

v o m F r i e d e n. N u r d e r S i e g führ t z u t h m. 20 rvat . tm Osten, so wird's überall sein! Sieg und Frieden kommen -ennn Sie kommen um so eher, je einiger wir im Innern lrnd uno na^ ertragen, was nun einmal ertragen werden mutz. kann uns den Sieg niemand streitig machen: wenn auch noiv 10 schweres erduldet werden muß.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, Amtl. 19. Dez. Eines unserer U-Bvote, KpmmEMU Kapttäiileutnant Die big. l>at im Aermelkanal unter sw-ttt« feinttlfichcr Gegenwirkung xünf^Tampfer mit 23c>00 B- £ versenkt, darunter einen bewaffneten tiefbeladenen ^ampiM (früheren deutsche Dampfer Armenm, 5464 BRTo, der ui eurem durch vier Zerslürer gesickerten Geleitszuge fuhr. Aus tuvar vuvck) Zerstörer uatö Fi ch.^ampfer stuck gesick)ertzen Gcleitszuge nmr» oen zwei tiefbeladene Dampfer, von denen einer bewaffnet war. lferausgeschossen. Das g.elck?e Sckiiicksal ereilte Zeinen grötzeren be- ivafjneten, stark gesick^erten Dampfer von etwa 5000 BRT. c>em wurde der frMrzösisck^ bewaffnete Dampfer Ango ^7393 BRT.), der tiefbeladen auf dem Wege nach Falmonlh angetroffen wurde torpediert. Der El-ef des Admiralsbabes der Marine.

Die Verluste der Entente zur Sce.

Berlin, 19. Dez. .(W'TB. Nichdamtlick).) Durch die Bei- senkung d.s sranzviickxn Panzerkreu.zersEhateaurenaultt' sttrye,'. die Kriegsschiffverluste der Entente feit Kriegs beginn mrrundp auf 300 Einheiten mit einer Gesamtwosserverdrängung vor' 1000806 Donnen. Taber sind nickZt nntgerechnet Hilfskreuzer, wovon 51 Falwzeirge oon insgesamt 358 000 BRT. und Hilfs- sch.fse, wovon 38 mit 146 000 BRT., außer Borposbenbooterr und beioafineten Fischdampfern vernichtet wurden. Tie vorstehendem Zahlen stellen nur ernfvandsrei die von uns fesdgestellben odec vom Feind selbst zugeitwrdeiren Verluste oar. Tie tatsächlichen Verluste werden aber nch' unerheblich höher sein, ixr der Feind an der Verheimlichung von Schifssverlusben durch Minen hausia ein großes Interesse hatte. - An dem Verlust der 3M Kriogs- fahrzeuge find beteiligt: England mit 177 Einheiten von 688 390 Tonnen, Fvankrrick- mit 48 Einheiten von 109 000 Tonnen, Ruß­land mit 36 Einheiten von 91 540 .Donnen, Italien mit 25 Ein­heiten von 76 450 Dnrrren, Japan mit 8 Einheiten oon 26 87b Tonnen, Bereinigte Staaten, Portugal und Rumänien mit 6Em- leiten von 8.551 Tonmnr. Die Gefamtkriegsschifssoerluste der Entente erreick)e:k nunmehr nahezu den Bestand der deutschen Flotte bei Kriegsbeginn Sie betrug 1019 417 Donnen.

Ein Flug von Berlin nach Mossul.

Berlin, 20. Dez .Hauptmann Hans Hesse ist von Berlir: auf dein Luftwege in Mossul eingetrofsen. Er hat die Streck von zehn Tagen in 34 Luftstunden zurückgelegt.

Die Friedensverhandlungen.

Lugano. 20. Dez. (L. A.) Der Petersburger Korrejponderu des Corriera della Sera meldet wtterm 14. Dezember: Die Waffenstillstandsverhandlungen scheinen zar einen- tatsächlrckwn Sonderfrieden mit Teutschaird führen zu tvol- len, ausgenommen den Fall, daß etwa Dcutschtand es vorzrehel! sollte, sich nicht endgültig zu binden.

Die Ukraine.

London, 19. Dez. Aus Petersburg wiroDaily Marl" gemelkt, die Ufcai:te l-aöe sich Waledin an geschlossen und trachte jich mit Sibirien imd dcm KauZlasns zu verbinden.

Petersburg, 19. Dez. (Reuter.) Die Ukrainer enrwaßsnewil die maxi mal ischchm Truppen und vertrieben sie aus dem Gouverne­ment Kiew und der Stadt Konatop. #

Petersburg. 19. Dez. (Reuter.- Die ukrainisch? Md« er­klärt in einem Ausruf an die Bevölkerung, die Ukraine zu einer demokratischen Republik, die einen Teil der neuen atl- russisck-e-l Bandesrepublit bilde. Tie Ukraine deste'yl demnach auv bei Goirvernements Kiew, Podolren, Wolhynien, Czernigow und Poltawa, Ch-ariow, JekaterüwÄaw. Cherwn. Taurien ohne die Krim, Kursk, El-olm und Wowne-ich

Ko aken besetzten der Ostckeit des IsjouDernements Äorvneia, Nach te.i letzten Berichten an? Odeisa be'etzten ukrainische Truppen tü5 Arienal, die Telegraphen- und Fernsprechämter. Auch das S o t .t/eatcr ist. im Besitz der Ufrai icr Die Bolschewik be- herrjck-en noch den Hafen.

Der Luftangriff mif England.

Lon don, 19. Dez. (Reuter) Amtlich. .Am Luftangrif i der l.Ptm Nacht ha'E nach den jüngsten Nachrichten 1620 feintckich? Flugzeuge jeilge. ommen. Drei Gruppen von Flug- ze gen üierquerten die.'tt: von Ke rt zwischm 6.15 und 6.25 Uhr. Drei andere Gruppen ecreick,',ien zwisck-en v.10 und 6.45 Uhr die K.is.e von Eisex. Tie svh? Gruppe : flogen nach London zu. Tic meisten Flugzeuge wicr.en durch Ge,'chntzfeuer cm verschebenen Orten zur Rückl'.hr.gezimmgen. Nur er.va fünf Maschinen er­reich en zwich'u 7 und 8 Uhr die Hauptstadt und warierr dort Bomben ab. Na-chdem per Haupia^rgriff aus London aufgehöct harte, erchien um 9 Uhr nach ein echzelnes Flugzeug über der .Hauptstadt Der S<nffsverkehr im SÄiwarzen Meer.

Ko n st a n t i n 0 v e l, 19. Tez. Laut Blättermeloung sind einige Segel schiffe und andere kleine Fahrzeuge bereits aus dem Hafen von Ko n fta n t ino pel sowie aus den Häfen des Schwarzen Meeres ausgelaufen. Die tür- k che Seeschiffahrt-ginnt im Scki!.oarzeir Meere wieder den D erst für Reisenden- imd Warentransport. Mehner SckZffe gingen nack) AungiUdai ab.

Eine neue Rede Lloyd Gcorges.

i. Köln, 20. Dez. TieKöln. Zeitg." meldet ocm der Schweizer Grenze: Wie derTemps" aus London meldet, wird Lloyd George am Donnerstag im Unterhaus von neuem zur allgemeinen Kriegslage das Wort ergreifen.

Unüt>«rtr. i 8 raschep u. vorzäg!

Mrliuny

E>h,i»tl n

Pt da .6 C-k 3 ü

Amtlicher reit.

Bei

g g r. d rzllich

B irtSstW W Dil 1180 bevorzug:

Bekanntmachung

betreffend die Entrichtung des Waren Umsatzstempels für das Kalenderjahr 1917.

Auf Gru.nd des 8 161 der Aussührungsbestrmmu.lgen zum ReickBstcmp. lgrstetze werden die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpflchieten gewerbetreibenden Personen' und Ok* sellchaften der Fmanchntsbezirte Gießen, Butzbach Grünberg und Hungen aufgefordert, den steuerpflichtigen Jahrcsbetrag ihrer'. Warenumsatzes für das Kal.ncderjahr 1917 bis spätestens um Ende des Monats Januar 1918 den Unterzeichneten Finanzämtern schriftlich oder mündlich anznmetden.

Ms steuerpflichtiger Gewerbebetrieb gilt auch ' ber Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, per Vir. .acht, der Fischer« urrd des Gartenbaues sowie der Berg'.vepksoedrieb.

Beläuft sich der Jahresumsatz aus nicht mehr als 3000 Mark, so bestell eine VerpflrckKung zur Anmeldung und eine Abgabepslicht nicht.

Wer der ihm obliegenden AnnreldungsverpflukLung zuwider- handelt oder über die empfangenen Zahlungen oder Lieferungen trif[entlüft unrichtige Angaben mackst, Hot eine (Geldstrafe verwirft welch? dem zroonzigfachen Betrage der lnnterzogene.l Abgabe gleich kommt. Kann der Betrag der hinterzogenen 'Abgabe niäy ien gestellt werden, so tritt Geldstrafe von 150 Matt bis 30000Mk ein.

verwendest, ^le können bei den imterzeichneten Jinanzämterr sowie der zuständigen Bürgermeistern vofteilos entnommen werden -steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsätze' verp'ljch tet, mul» wenn ihnen Anmttdungsvordrucke nicht zugeyaugei. sj«i!

.? te ^gabe ift alsb ald wach ihrer Festsetzung an die ^ ständige Kassestelle zu entrichten stO.Vfs

Gießen, Butzl*ackf, Grünberg, Hungen, den 8. T^embe, 1917 Tie Gnoßher.zoglickvn FmlNizLmter.

KtrinhLuser. Fiat-. AhMy.