Ort in S&erJwrf fine W-ockmxrtzestwei Txftotb. (2Jo trug We grotzö
MxLe M (^chÜMrdHvfiirt (Westerwald) bk Inschrift: „Mus Feuer ^ ich, Philippus S-ckrweitzer von Werdorf gvs mich 1723 usw."
Gictzener Strafkammer.
Tie wegen Diebstahls bereits v-orbeil.ro sie Anna Sch vvn Mflsbucy, zuletzt Büsettfräulein in BaL>-Natch'ckm, z. Z. in Unter- suchmgsi^fl dahier. ist angeflagt und sieihinpig, in Bad-Nauheim der Ten, er des Baln: bofs res tti 11 ratcius, wo.elüit sie bedien stet war, einen Vianbel im ^Äerte von. .75 Mark, sowie im ParklMel §u.Engstem i T. 1 Tisch'.u»ch, eine Serviette, ein Weinglas und ein [ilbenue* Messer entwendet zu haben. Unter Zubilligung lullender lim stünde erhielt sie eftre Ge, a i n 9'. esüngnis stra ft von 4 yjh)- nfltcn, welche Straft sie alsbald anerkannte.
Eirre Gesamtglfängnisstrafe vvn einein Jalw sonne 6 Wachen Haft erhielt der am 7. ^Ipn! 1998 ;u NLarburg geborene Treuer Joi-aim M. wegen schweren Diebstahls in zwei Fällen, sowie ivegm unbefingten Tra gens der Uniform eines UnteroffMerS itrib Kizefeldtvebcls. Der Angeklagte, der wegen eines angeblichen Nervenleidens vom Heeresdienst entlassen wurde, ist geständig: 1 . in der 'Nacht vimn 15/16. Oktober l. I. bei dem Landwirt Heinr. Aoncad Z. in Grimrngen mittels Einbruchs einen Geldbetrag von 350 Mart. 5 Paar Strümpfe, 1 Portemonnaie rmd eine silberne Tasckr.'nlln >ni Gesamtwert von „80 Mark; 2. am Abend des 23 . Oktober !. I. zu Holzbeim dem Kaiserl. PostsisUis (Postt agenttir ftolU'- nt einen Öseldbetrag von 2078.65 Mark, eine Kassette. ein Dicnstlietvl, mehrere '^atzUvrlen und Po^amveftungen aus eurem Gebäude mittels Emlckleichms zrir Nackitzeit entwendet zn lmbcn: 3. rrnbefugt die Uniform eines Uniecosftziers Wd Biz^s-b mebels getragan zu liaben. Bon der AnUage zwei we^.trrer D.. * rdivtc r»t Grüningen und Holzlwim, bei denen 2 GLnse. 170 Mark bares Geld, eine silberne Uhr und 1 Paar Stiesel gestohlen toorden sind, wurde er mangels Beweises frei- gesprochen.
Dem Mochsancker Kart Konrad R. in Fricdberg warm unter der Arn'ch-U>igmrg: a) austerlalb ftirrer Betriebsansage in seiner in der Haags!ms-e gelegenen Hoftette Blechrnnge ans Wein blech durch Admdklvpftn mit Hämmern auf einer Biegmaschine im Freien l>er- qesvclU zu t»aben. olmc die hierzu erwroerlictre »Genehmigung nach ^ 16 der Gewerbeordnimg zsi besitzen: b! die Bewohner der be- i«ch.tarten Grundstücke durch sein rücksichtsloses Verhalten tväh- rend der Au Übung seines Betriebes erheb"uv belalrigt und cxurernd m ihrer Nahe gestört zu haben, 3 tStrafbesckhle über 10. 50 lind 10 Mallk zugogang-m. Arrs seine hiergegen erhobenen Einsprüche wurde er vom Ähöfftngerickft Friedberg zu einer Geldstrafe von 100 Mark verurteilt. Gegen dieses Urteil verfolgte der Ange^ °lagte Beruftm-g. Letztere hatte mich Erfolg, denn auf Grund der ^ewei-:a"fnalMie hob das Gericht das angefvchtcne Urteil auf maM den Angeklagten frei.
^kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst am Sonntag den 16. Dezember.
An der Stadt ki rche. Oh»: Prof. O. Schian: 11: Militär- gotte.. kenst Pfr. Sckstoabe: 2: Krnderk. f. d. Mark.-Olein. Pft. SckHoa^u- 5 l-u\ Mahr, Beichte u. bl. Mbendm. f. d Matth.-Gcmi., wozu des. d kauf. JUg. einget. wird. — In der J o h a n n e^s - ki rche
Ausield b: Psr wozu des Si7-chb
9'
3>
15tT Äusfeld. 11: Kitntak. f. d. Jvh.-Gem. Pft. ^nftiaichtss. b stiem ttndertarnihranst. Pft. Schwabe; Istamvr, Beichte u. hl. Abcndm. f. d. Luk.-(beim., . Ing. einget. wird: 8: Missionslichtbildervortt. — 0. — Mainzlar. 1 1 :. — Taubriuge n. I 1 /*. Uatl^lijche Gemeinde.
SanH Soim tag b JLngl.
Messe m. _ . _ ^ ^ ^ _
Miwvvck'. Toimerstag u. (Smrslag. vorn:. 7: Rorate-rtmt. Drens- tag u Freitag, abds. 8: sstriegsbittand. — Tiaspora-Gottesd. am 16. T^. : Lich O'/o. _ _
15. Dez., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht.
6Hz: Gel. z. hl. Beicht; 7: Hl. Messe, Komm. Aust. d. Ul. Komm.: 9: Hockzantt m. Pred.: 11: Hl. wo, Militärgottesd.: 2: Sakrameittal. Brudersch Aud.
Letzte Nach^tehten^
<WTB.) Grobes Hauptquartier. 15. Dezember.
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe KronprinzRupprecht.
Seit mehr als vier WaclM hat der Engländer seu^ Angriff!' in Flandern lingesbellt. Stinc gewaltige, auf dem Geviet der flandrischen Küste und die Vernichtung unserer U-Boor- Basis hmzieleude Oftensim kann somit vorläuflg als ad geschlossen gelten. Fast das ganze englisckie Heer verstärkt durch Franzosen, hat über ein viertel Jahr lang nnt unserer in Flandern stehenden Armee um die Entsckieidung gerungen. Deutftl-e Führung und deutsche Truppen haben auch hier den Sieg davongeiragerl, wi h cnd wir an anderen ^>tel- lew durch geivallige Schläge den Feind Nteuerwarfen. Die Ätitzerfolge des englischen Heeres in Flandern werden verschärft durch die s ch w e r e N i e d e r l a g e. die es vei C a m -
brai erlitt.
Nördlich von Gheluvelt wurden bei erfolgreicher Unternehmung gegen die englische Linie am Schlotzpark von Poezel- hock zwei Offiziere, fünfundvierzig Atann gefangen. Ein nächtlicher englilckier Gegenangriff zur Wiedergewinnung des verlorenen Geländes scheiterte.
Aon der Scarve bis zur Oift war die feindliche Artille- rietätigkeit rege. Starke Feuerüberfälle lagen am Abend, während der Nacht und ani frühen Aborgen auf unseren Stellungen.
Die Absicht eines englischen Angriffes östlich von Bulle- eourt wurde erkannt, seine Ausführung durch unser Vernichtungsfeuer verhindert.
HeereSgruvpe Herzog Alb recht.
Im Th nnn tal wchrte nn ere G abet best h ing den Vor- ftvtz einer französi,ck)en Erkundungsabreilm^g ab.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Die Wafsensttllstandsverhandlungen werden fortgesetzt
Mazedonische Front.
Kleine VorfeldgeftLhte westlich vom Ochrida-See. Auf Är übrigen Fwnt blieb die Gcfochtstätigkcit gering.
Italienische Front.
Aus den Kämpfen der letzten Tage zwischen Brenta und Piave blieben virrzigOffiziere und mehralsdrei tausend Mann in unserer Hand. Vtehrfnche Gegen- migriffe, die ocr Feind g^gen die von uns geiwmftrenen Stel lungen führte, wurden abgeiviesen.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
WTB. Amtlich.
In der Vollsitzung, die am Vormittag des 14. Dezember stattsand. wurde ein Teil der gegfuseitigen Bedingungen des VertragSentniurfes endgültig formuliert. Pa die russischen Delegierten über einige Punkte ergänzende Instruktionen von ihrer «egierung einholen wollten, wurde die Fortsetzung der allgememen Beratungen auf den 15. Dezember vormittags angesetzt. Ter Nachmittag des 14. Dezember war mit einer Sitzung der Protokoll-Kommission ausgefüllt.
Die Entente und die Bolschewiki.
Stockholm, 15. Dez. (L.-A.) Nack) Berichten des Pe rersburger Korrespondenten des „Hufvudstadsbladet" nehnren die alliierten Diplonraten während der Wahlen gegenüber den L e n i n i st e n jetzt eine fremrdlickiere Haltung
a» Die Botschaft» erNärtm sich sogar berc.t m Unters' lrmarn mit dm Bolschewiki zu treten, falte diese bie Mehr- >eit in der Konstituante finden.
Kaledin.
Stockholm, 15. Dez. (L. A.) Nach Petersburger neu versuchen bie Kriegstreiber eine erneute Aktion, um die Be- chlüift der^ jetzt m Petersburg zununmeugetretenen Natwnab- rh i»^lnn-)errl Kaledin, tan ,ich autzer ornr- K mA Mtb ehie dluzahl bcfanntcr Politiker wie Miljiiiow und Rodziantv angeschlossen haben, konzentriert seine ükruv^n ir d« G««nd Ietaterinoslatv, um moglrch t wr-scrum ernen Sand- tteich aegQi Mvsbru zu ^oersuck-en. .
14 Dez (WTB.) Eine Naihirrchlt der Peters , ^^^n 7 ^Aa-mtur vom 13. d. M. bestätigt die Meld.mg
Torpedoboote zur Bekämpfung Kaledin m den Don entsandt.
Sturm in der italienischen Kammer.
a 14. cvntc einaetwffene italiemsche Blatter
mrr' von. persötckickier Amdetta und von gemeinen Mbtichten ^
“ta Kdüa“ «eifern. Die.-TcibE"druL
au- 'md klagt, dost die Leute, die ta ben Naman Mornanüfi
Dlmninv in Gebrüll ausbrachm nichts bcHachten daß
noch heute eine hvl-e mllitäri',ck>e Ausgabe Hit, und da 3
nach wie wc Italien gogenüber den All netten
Feinden vertritt. Ter „Avmitt" gibt folgendes BcL ^
Die Kammermehrheit, die am 24. November, nach der Kataiwophe,
nock) einen so patrivlisch-n Eindruck machte und ern-e^Ieholi-M.
Stimnnmg zeigte, ist plötzlich nervös, skepluch mw bo&rctw worden wie noch nre. Sie well den Optunisnms vergeben imo von Verheimlichiingen nichts mehr wissen. &ie will die Walntat und empfängt alle die ihr nicht palsen, mit ernem ftuWierigw Lärm. Ter vom Ministerpräsidenten genannte Nama Eadorna wurde von zwei Tritteln der Kammer mit einem lange andauernd den Gelreul begrüstt. Man hörte Rufe: „Nieder mtt Eadorna. Stellt ihn vor tat Gerichtshof! Vor die Richter mit tljm! Etarsv erging es Sonnino, als er sich zur Berleiung eines Tettets erhob. Der Tnmult war so heftig, dast Sonnino die Berte, ung. des Dekretes abbreckM rnustte und sick) setzte. Der Abg. R 0 brlant meldete die Anfrage an die Negi-ecung an, ob sie nicht die Bur» rul)esctzung Eadornas für geboten halte. Eine nock)i schärfer gehaltMk Tagesordnung zahlreicher Teputierten verlangt die exemplarisch Bestrafung aller Sckiull>igen, besionders „jener Persörckichkcit, dv die ruhmreichen italienischen Soldaten im Unglück .noch ta schuldigte." . ..
Der Fall Eaillaur m Italien.
Ba sel, 15. Dez. (B. T.) Wie -die rranzösischn Blätter melden, brachte der italienische Abgeordnete' Cipriani in der italienischen Kammer eine Interpellation über den Fall Caillaux ein.
Amerikanisthcs Geld in Italien.
Lugano, 15. Dez. (L. A.) Nach einer Stefanimeldung Hoven die Bereinigten Staaten von Amerika Italien einen neuen Vorschuß von 125 Millionen Lire gewährt
Giolitti.
Zürich, 15. T^. (B. T.) Der Neuen Züricher Zeitung wird von der italienischen Grenze telegraphiett: In den römischpolitischen Kreisen wird der diesmaligen Teilnahme G io l i t t rs an den .Berhandluiigen der Kammer austerortartliche^ Bedeutung beigemessen. Diesmal dürfte aber der ehemalige Miiiisterpräsident unmittelbar an den politisckien Geschäften teilnehmen, die in geheimen Sitzungen erledigt werden sollen.
Bekanntmachung.
Wir beabsichtigen, auch diesmal wieder Belohnungen an Dienstboten deH SpackasteubezirkeS zu verteilen.
Belohnungen können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienst.ahr abgesehen werden, wenn der Dienstuustrilkdurch EinbernsungzumHeeres- dienst, durch Auflösung des Haushalts oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt.
Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, ausgesordert. sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zengmsses der Herrschajl über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs (die Angabe der Nummer des Buches genügt ebenfalls) bei unserer Kasse oder der Bürgermeisterei des Wohnortes bis zum 31. Dezember l. I. zu melden.
Die Großherzogl. Bürgermeistereien des Bezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung aus geeignete Weise zur Kenntnis der Ortseinwohner zu bringen.
Gießen, den. 8. Dezember 1917.
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