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13/12/1917 Erstes Blatt
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** Dentschie Vaterlands Partei. Eine üfstntlichk Ver­sammlung de, deutschen BaterlandSpartei findet am SanOtaa abend

im Fstksteudof itatt. Professor Küntzel wird über das Tbema VerstäsNdigrmgSftiedeu" sprechieu. Siehe Anzeige.

«'Berichtigung. .Herr Geh. Oberregierungsrat Prof. Tr. Assmann macht darauf aufmerksam, daß in der gestrigen Bei­lageZuschläge und ^rordimugen usw/' einige Verbesserungen erwr^rlick sind. Jag der Tabelle auf der ^lveiwn 'Seite, nach! hatte in deni harten Wlliller 1916/17 verbrauchen dürfen", muß in der vorletzten Spalte au Stelle der Zahl 144 die Zahl 114 sieben, ziver Zeilen darunter die Zahl 4.6 für 4,7.

Lundkreis Hieben.

** Taubringen, 1-9. Tez. Ludwig Sch äfer und Otto Schäfer erhielten das Erserye Kreuz, z.veiter Klasse.

** Lich, 13. Dez. 3>n, Uirtervffizier Hermann Stein, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde die .Hessische Tapferkits-' medaUle verliel>en.

** Münster. 13. Dez«. Tein Gefreiten Theodor Heß, In­haber der Hcssftchstu Tapferkeitsmedaille. nrurde das Kriegsebren- Zeichen in Eisen verliehen.

Kreis Büdingen.

£ Bad-Salz hausen, 13. Dez. Tie Pachtet des bis­herigen .üuryausPanters Eunicke läuft in Kürze ab. Er tot daher i m Gustav 9totb Ww. in dtidda ihre Hiesige Billa ..Viktoria" qekauil mW auicki bereits bezogen. SKu Inventar aus dem Kur­haus hat er versteigert mrd dabei ganz ungewöhnlich, hohe Preise ^-zieU. Tao dem Grvhh. Haus gehörige Bad nebst allen dazu ge­hörigen Oriellau, Gebäuden und Ländereien wird an eine Aktieu- v'ellichatt am dreißig^ Jahre ivarpachet unter der Betätigung, daß die Gemeinde Bcw-Salz-Hanseu die Kosten firr eine neue Wasser­leitung und die Kanalisierung des «gairzeu Badeortes übernimmt. Sie sind am 200 000 Mark geschätzt. Der hiesige Olemeiudeoor- itand bat zur' Uebernahme dieser Bedingeng setzt seine (Genehmi­gung .rteil i Damit ist das letzte Hindenns zaim völligen Abs blaß teo Pachtvertrages gefallen.

, N i d d a . 13. Dez. Metzgerinerster Rudolf R i n g s h a u s e n. stiftete für jeden der 219 Feldgranen von hier 2/Mettwürstchen von einem Pfund als WeihualMgescl-enk.

Kreis Lauterbach.

rr Schlitz. 13. Tez. Fürs Vaterland siel Musketier Karl Thöt, Sohn des Lokomotivführers Thät dahier. Rimbach. T<n Heldentod starb Sanitätssoldat Konrad Gramm.

Kreis Schotten.

. Schotten, 13. Dez. Angeregt durch Lehrer dldols .Kraft, nimchen durch? die Schüler .von N ie d e r-M'o ck sta d t in der eartigen Gemeinde >ür die im heMfchpn Lehrerheime weilenden heimatlosen Urlauber drei jgrotze Körbe mit Obst ge-« sammelt. Für Weihnachten sind wieder eine ganze yljuzahl heimat­loser Soldaten nun Aufenthalt im Lehrerheim mrgamvldet.

Starkenburg und Nheinhessen.

l Darmstadt, 12. Dez. Der Proviuzialausschuß von Srarkenb-urg fällte in seiner letzten Sitzung zwei für industrielle Betriebe wichtige Entscheidungen. Seit Jahren schwebt ein Ein- wruchsveiiahreu gegen die Einleitung der Abwässer der Haar­wäscherei von Nathan .Heß in Lörzenbach i. O. in die Kinzig, welches von den ><herUderechtigten, danruter die Gräfl. Erbach-

s-be Be^'nasrimg. angestrengt wurde. Die Einleitung der Ab­wässer tvurde nunmehr gestattet, doch- wurden eine Reihe von gen gemacht Der Firma Opel in Rüsselsheim stmrde vom Kreis au sschutz in Groß-Gerau die Anlage eines Hammer­werken genehmigt Mehrere Angrenzer- erhoben dagegen Be­schwerde. ein Kläger, weil sein Haus au-geblich Sprünge bekam, eine Klägerin, weil sie durch die nächtlichen Hammerschläge in ihrer Nachtruhe gestört werde. Die Einsprüche wurden kosten- fällig (einschließlich der Anwaltskosten der Firma Opel'' ab gewiesen.

I. Darmstadt, 12. Dez. Ein gefährlicher Brand brach gestern Abend um 9 Uhr aus dem Dachlwden des Hintergebäudes Kakmsstoaße 12 aus, in dem sich das Warenlager der Kolonial- warerrHandlung von Reinhard befand. Zwar gelang es der Feuer- weto, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, aber der Dach­stuhl und die Warerworräte tvurden völlig zerstört.

I. T a r m st a d t, 13. Dez. Die landwirtschaftliche Genossenschaftsbank,, die sich in stiller Liquidation be­endet, zahlt nächster Tage wieder 424 000 Mk. an ihre Gläubiger aus. die damit 25 Prozent ihres Guthabens erhalten haben tverden.

l. D a r m st a d t, 13. Dez. Ein Denkmal für gefallene Hessen ivird nächstens im Herrengarten erstehen. Ursprünglich j war es für die gefallenen Hessen der zweiten Armee in Frankreich gestimmt und sollte aus einem Svldatenfnedtof an der Front Aufstellung finden. Ta man über seine Zerstörung durch die ^riegsereigmsse befürchtete, übergab man es dem Großherzog, der nunmehr den Herrengarten zu seinem Standort bestimmte.

Mainz, 13. Tez. Wie im soeben ersclchencncn Bericht der Romiscp-Germanischen Kommission für 1917 mitgeteilt loird, darf c planmäßige Erforschung des römischen Legionslagers in Mainz nach iVm Ende des Krieges nicht länger verschöben werden', da das feit einer Reihe von Jahren von den. Festungswerken sreigewordeue Gelände durch die Wiederau siebende Bebauung bald für immer der Durchforschung entzogen sein wird. Die Kommission ist deshalb mit oem Mainzer Mtertumsverein in Verbindung getreten, uni gemeinsam mit ihm zur geeigneten Zeit sofort eure größere Gra­bung ins Werk zu setzen. Durch einen Ausruf hofft man die Mittel wr die Kosten der Grabungen aufzubringen.

Hessen-Rassau.

ta Tillenburg, 13. Tez.^ Der Lcrndvat des Dillkreises ichloß ein hiesiges Hütwareirgeschäst, weil der Inhaber von ein- kausenden Lcuchleuten mehrmals Butter in Tausch für seine Waren/

verlangte.

st Marburg, 12. Tez. JU der gestrigen Stadtverorchieten- Utzung wurde ein Antrag des Magistrats, dem kriegswirtschaftlicki-en Ausschuß einen Kredit von 200000 Mk. zum Ankauf von Holz zur Verfügung zu stellen, angenommen. Tie Stadt läßt im Stadt- Walde gvgemvärtig in größeren Mengen Holz schlagen, außerdem soll auch noch audenveitig solches au getauft loerden. Um den kundenmäßig betriebetleu Schleichtoudel einzudämimeu. sind zw-ei «ms dem Felde abbertsiene HilsSgendarmm zur Verstärkung der Laudgent.-acmerie im hiesigen Kreise augestellt worden.

ra. U s i n g e n, 13. Dez. Trotz eifrigster Nachforschungen har der Mord an dem Kgl. Forstnreißer Birkenau er bisher noch keine Auf­klärung gestruden. IM ganzen sind-bisher 5000 Mk. Belolmung auf die Ergreifung des Täters auSgefetzt, teils von den Behörden, teils vmi Jagerv-ereinigungen.

israelitische Neligionsgcmeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Süd- Anlage-. Samstag 15. Dez. Vorabd.: 4.30: nwrg.. 9.00 Predigt; abds.^ 4.10 u. 5.15. Israelitische Religionrgesellschaft. Saübat- feier am 15. Dez. Freitag abd.: 4.00: Samstag vortu. . 8.30; nachm 3.30; S-aütotausg!.: 5.15. Wochengottesd.: nrora. 7.05, . abds. 4.00

Tagung des Verbandes fllr Erwerbs- und wirt- ichaftsgenofienschaslen der Provinz Oberhessen.

Gießen, 13. Dez.

Unter dem Borfitz des Verbandsdirektors Mayer - Gießen fand gestern im Saale des GasthausesHindenburg" der Ber- bandstag des Berbairdes für Erwerbs- und Wirtschastsgenossen-« sclxrs'len der Provinz Oberhessen statt. Vertreten waren 36 Vereine 53 Vertreter,c ^lus den Verhandlungen jst hervorzuheben:. Ten Zeitverhältnissen entsprecki-c-nd ist die Tatsache festzustellen, daß es den Konsumvereinen immer schwerer rvird, ihre Mit­glieder zu versorgen. Die .Knappheit der Waren wird immer größer, die Preise gehen ständig in die Höhe. Der Warenumsatz m gegen das Vorjahr bedeutend gestiegen, was sich' aus genannten (gründen leicht erklären läßt. Die stattgehaoten Revlfionen hatten en> befriedigendes Ergelmis und zeigten, oaß die Gefchästsfüh- rung in guten Händen liegt. Im Interesse der Genossen schäften.

liegt es. in der Person des Lagerhalters einen gewissenhasleö kreuen Marm zu besitzen. Er soll nur der Beauftragte des

Vereins, nicht aber Vorstandsmitglied sein. Eine sorgfältige Jahresinventnr, bei der aber diesmal nicht die hohen Verlaufs-! preise anzusetzen fmi>, ist unbedingt erforderlich. Noch mehr als die Konsumvereine gebvn die Kreditgenossenschaften ein getreues Bild dch Zeit. Dabei zeigt sich die erfreuliche Tatsache, daß die bei den Vereinen stehenden Hypothekschulden sich bedeutend ver­ringert Haber,. Sehr erfreulich ist auch das Anwachsen des Staatspapierkontos, insofern in richtiger Würdigung der Lage unseres Vaterlandes die überschüssigen Gelder bei den einzelnen Kriegsanleihen, die die beste und sicherste Anlage darstelleu, angelegt wurden. Sehr wichtig ist es, daß diese Papiere nach dem Kriege, wo das Bedürfnis nach Geld wieder bedeutend größer wird, eingelöst oder beließen werden können. Aus diesem Grunde wurde mit Recht daraus hingewicsen, das überflüssige Geld mög­lichst kurzfristig anzulegen, um es bei Bedarf, der nach Friedens­schluß sicher einsetzt, rasch zur Hand zu haben. Diesem Gedanken wird durch die Reichsschatzaulveismigen, .die zurzeit von dem Reiche für gewisse Termine verausgabt werden, in bester Weife Rechnung getragen, da die Gelder zu 4 5 /ig Prozent verzinst und in vurzer Zeit nach Wunsch wieder zurückgeholt werden können'. Es wird also durch den Erwerb dieser Reichsschatzanweisungen ein doppelter Zweck erreicht: Wir geben dem Reich die Mittel, die es braucht, um die Grenzen zu schützen und den Feind zum Frieden zu zwingen, und hm uns selbst den größten Nutzen, indem die Gelder gut verzinst werden und bald wieder zu haben Und. Die Prüfung der Jahresrechtrung ergab keinen Anstand, to daß dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt werden tonnte. Auch die Aufstellung des Jahresvoranschlags für 1918 wurde anstandslos genehmigt und die seitherigen Vorstands­mitglieder wurden durch Zuruf wiedergewählt? Der vom Verbaudsdirektor Mäher angekündigte Vortrag über beschränkte und unbeschränkte Haftpflicht nvußte der Kürze der Zeit ,vegen unlerbleiben. Nur^ wies der Vorsitzende kurz darauf hin, daß ps durchaus ungenossenschaftlich und durchaus nicht im Sinne der Gründer Zei, statt der unbeschränkten die beschränkte 5)astpflicht zu wählen, da sonst die Genossenschaften zu Banken der Begüter­ten würden,^ wodurch dann der Zweck der Genossenschaften voll- ftändig verfehlt wäre. Nach recht interesfanten Aussührrmgen des 2. Verbandsvorsitzeuden, Hauptlehrers Kn a u ß-Gießen, worin er auf die Wichtigkeit der Erhöhung des Reservefonds, dce tatkräftige Mithilfe der Genossenschaften bei den Kriegs­anleihen und die entsprechende Bez-ahlung der Vorstandsmil- glieher hin,veist. schloß der Verbandsdirektor die Versammlung.

Handel mit Schweinen und Preise für Schlacht- schweine, sowie Handel mit Spanferwn.

Da die Bestimmungen über den Handel mit Sctüveinen, na­mentlich smveit dieselben für spätere Haussckstachrungcn tostimmt ll?^'^Euerdiugs Aeuderungen erfahren haben ulid auch die Preise für Schlachtschweine geändert worden sind, werden dieselben nach- stctond noch einmal kurz wiederholt:

Dio Veräußerung von Schweinen mir einem Lebendgewichte von^'mehr als 25 Kilograinm darf, auch wenn es sich nicht um Schlachtsclnveine handelt, nur an Beauftragte der Viehhandelsoer­blinde erfolgen. Ausnahmsiveise kann das zustäMge K'reisamt Züchtern die Genehmigung zur srrnhändigen Veräußerung und zum frethändigen Erwerb von Zuchtschweinen Zuchtebern und Zuchtsauew mit einem Leben dg ^nsich: rum mehr rüs 25 Kilogramm gestalten.' Für Hochzuchten darf diese (Genehmigung nicht tuusagt rrerden. Ob eine Hochzucht vorliegt, eutz'ck>eidet die Landwirtsrbafts- kammer. Tie übrigen. Besfiinmungeu der Bekanntmachung vom 5. November 19ll? über die Regelung des Fleischverbrauch und den Handel mit SckMeineu sind, soloeit sie hinsichtlich des Erwerbs von Einlegsckm»einen Erleichterungen vorsahen, vorläufig außer, Kraft gesetzt worden, um eine bessere Aufbringung der zur Scküach- tung bestimmten Schweine sicherzustellen. Ter Bottstänoigllnt wegen sei envähnt, daß der geluerbsmäßige Handel mit Ferkeln und Läuferschw-tinen in, Lebendgewichte von 3050 Pfund' nur den vom Viehhandelsverbanü zugelasseuen Heuchlern zusieht.

Bei dem Verkaufe von Schlachtschloeiuen durch d^r Viehhalter besteht bis zum 15. Januar 1918 ent Höchstpreis von 79 Pfennig für das Pfund Lebendgcwickst. Zu diesem Preise tritt bis zum 15. Januar 1918 für jedes Tier folgender Zuschlag:

bei einem Scbwein von mehr als 1530 Kilo 18 Mk.

von mehr als 3045 Kilo 14 Mk. von mehr als 4560 Kilo 10 Mk.

^ von mähr als 6075 Kilo 6 Mk.

Ter Verkauf der Spanferkel (bis zu 30 Pfund Lebeichgewicht) ist bis zum 15. Januar 1918- vollständig freigegeben: das Fleisch derselben ist fteisctzkartenfrei. Es kann also jedermann bis zu dem enrähnteu Zeitpunkte Spanferkel, unter Einhaltung des Höchst­preises von 1,40 Mk. für das Pfund Lebendgewicht, erwerbe?, und schlachten. Vom 15. Januar 1918 an darf der Verlauf von Span­ferkeln nur au Mitglieder der Viehhandelsve,bände erfolgen und der Höchstpreis beträgt dann nur noch 1,10 Mk.

Hinsichtlich der Hausschlachrungeu und der Abgabe von Speck aus Hausschlachtungen sind Aendenrngeu nicht eingetreten.

Es wird jedoch nochmals auf die Vergünstigungen hingewiesen, welckse diejenigen genießen, die Hausschlachtungsschweine vor Er­langung der vollen Schlachtreife schlachten. Schrveine unte? 50 .Kilogramm Schlachtgewicht u>erden nämlich ipit 700 Gramm, ^»ck-weiue von 50- 60 Kilogramm Schlachtgeimchr mit 600 Gramm aus den Mock eltropsverbrauch angerechuet, während bei allen schwe­reren Tieren eine Anrechnung mit 500 Gramm für den Kopf und die Wocl-e erfolgt. Bei der Hanssckstachtung von Schweinen mit einem Schlachtgewicht bis zu 60 Kilogramm ist der Hausschlachter von der Speckabgabepflicht befreit.

Brra-ussetzung für die Erteilung der Genehniigung zur Vor­nahme einer Hausschlachtung ist, daß der Selbstversorger daj Schwein nnndesl-ens 3 Monate in eigener Wirtfchast gehalten bat. Ta die für .Hausschlachtungen bestimmten Schweine jetzt möglickcht bald zur Abschiachhrng gelangen sollen, sind aber die Gwßh. Kreisämter neuerdings angetviesLil worden, von der Ein­haltung biejer Mästungsfrifi zu befreien, jedoch mit der Ein- 'chräntung, daß in pauschal tu wgen, in denen die Schlachtung eines HaussckLachtungssckweines früher nicht üblich gewesen ist, die Ge- elfMigung zur HaussMachtung jedenfalls ochie Einhaltung der MästuugSfrist nicht erteilt tverden darf. J^r Abweichung von 813, letztem Absatz der Verordnung vom 19. Ocktober 1917 l-at der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts ziMlassen, daß auch diejenigen, die aus früheren Hallsschlachtungen uoch> einige Zeit versorgt sind, erneut Hausschilacli-tunge» ooruehiuen dürfen, sowie daß das Fleisch auch aus Hausschlachtnngen. welck)e noch im Jahre 1917 stattfinden, dem Hausschlachter zur Selbstversorgung bis zum 31. Dezember 1918 beirr,,e:i loerden darf. Natürlich muss' bei Bemessung der dem Selbstversorger, zu belassenen Fleische menge auch diejenige' Zeit voll .angerechnet werden, fi'ir tvelche der Selbstversorger auS den frütohrn HauSschilachtungen schon ein» gedeckt ist.

Die vorenoähnteu Maßnahmen, insbesondere die aufgeführten Vergünstigungen und die weiter veranlaßte stärkere Ailfbringung von Sclckwbt'ckwei'N'u giwingere,'. (Gewichts toben ihren Grund in den'-unchelt Vorräten an geelgneten Futtermitteln. Es ist nicht möglich, Schwnnue mit Kaltoffeln allem groß zu ziehen, geschweige denn zlk mästen. WackZnde Schlveine sowie Ferkel und Läufer lassen sich bei reiner Kartosselsüt:erung nur gerade am Leben n- haltkn. Um an Ostnvicht zuzunehmen lind fett zu werden, braucht das Schweineben den Kartoffeln (oder Rübenl ein eiweißreicku's Beifutter. Dies ist jeden, Dcchveiuehattec bekannt und überdies durch Versuch' fest gestellt. Als eiweißhaltiges Beifutter stehen jetzt, nach Aufhören des Weidegangs und der Grünfütteruug, für Schw'eine. abgezcton von den Zucbtschveinen. für die eine kleine Menge Körnersutter zur Verfügung gestellt werden konnte, nur wenige Arten von Futtermitteln in geringer Menge zur Verfügung die al>er grösstenteils für die Fütterung der Pferde so drrngliäi. bc* nötigt werden, daß sie für die Sckrveinenwst nur in bei'chränftew Umfang lxweitgesteilt loerden können. Auch die übrigen Bnsutter- arten ,ind nur in sehr begrenzten Mengen t>ersü.gbar Ta aber der Lcrudivitt. sollte er rmstllvckt beim Mangel solchen Beifutters

den Versuch urachcn. seine Schwernc nm mit Kactofseln zu bald sieht, oaß es hiermit nicht gehi, unterliegt ex leicht der gvotzev

BersU'ckMlg der verbotslvidrigen Verfütlernug von Futter- uno Brotgetreide, indem er sich damit enlstststdigt, daß er füttere, der Mlgcmestcheit keinen Abbruch tue. Trc Gefahr erhellt, iveuu man bedenkt, daß es^i uh um mehrere lürUio- ucn Schtveine hantolt. ,nid daß einem S-.stvein im Frieden em Mehrfaches der jetzigen Tagesration des . e.^ck-eu au Getrewe gegeben wurde. Unser Vorrat au Getreide gestattet aber erne Ivla* verbotstvidrig«' Fütterung in keiner Weise. Hinzu kommt oic Befürchtung, daß bei ausgedehnter Sch nein ehaltung liich nur nam und verdorbene Kartoffeln, sondern verbotswidrig auch zur meulLk> licton Ernährung geeignete 5tarbosfelu zur Berfütterung gelan­gen. Die Sicherstellinng der menschlichen Ernätn'nng bei dem un­zureichenden Ausfall der Bvvtgetreidc'entte erl-eischt aber die aller- größte Sparsamkeit mit den zur inenschlichen Ernährung geeig­neten Kartoffeln. Tie nach Durchführung der notlvendrgen Bsr- ringerung des Schweinebestaudes bis auf die Zahl der Zuchttiere übrigblejberrde'n Futterkardoffeln werden aber dringend zur Fülle« rmig der Zugpferde, des Spann- und Milck)viel)s benötigt, so daß von der Unmöglichkeit der Verwertung dieser Kartoffeln kerne Rcde sein kann. 2brs allen diesen Umständen erhellt, daß die be­schleunigte Abschlachtung aller Schweine, solveit es fid) nicht um Zuchtschtveme handelt, eine vaterländiistL Pflicht ist. Nachdruck erwünscht.)

©ctricht^iaal.

I. Tarmstadt, 12 Tez. Vor einiger Zeit erlitten durP nmsangreiüe Treibriemendicbstähle der Betrieb der städtischen Darre und einer gvoften hiesigen Damps'tyÄchkrei eine empfindliche Störung, die sich in der Stadt sel/r fühlbar machte. Als Täter wmrden zwei Soldaten Äk. und F. ermittelt, die vor einiger Zeit M/z bzw. 2 Jahre Zuchthaus erhielten, die sie gegenwärtig oer büßen. Ein Nachspiel hatten jene aufsehenerregenden Diebstähle dieser Tage vor der Strafkammer. Die Eh.lfmu des F. und die Geliebte des anderen, die geschlissen ' Elise E., sowie der Sattle^ meister Otto O. hatten sich wegen Hehlerei zu veranttvorten. O betreibt als Spezialität die Ausbesserung von Treibriemen, war sehr geachtet und für die größten Fabrikbetriebje hier tätig, ^luch bei der städttschen Darre wurde er nach dem Diebstahl zuge-- zogen. Er hatte die Treibriemen als angebliche Kriegsbeute" gekauft. Er. bisher unoorbestrast, erhält 6 Monate, die M. drei Monate und die E., die noch, eine Erpressung verübt tolle, acht Monate Gefäu.gnis. - Ein 15jähriger^ Wormser Hilfsarbeiter erbrach einen plombierten Güterwagen aus dem Ossenbacher ^ghnt" lws rmd wurde dabei abgefaßt. Er wurde zu zwei Vüonacen Ge­fängnis verurteilr, wird aber der bedingten Begnadigung empfohlen.

Ein 16jäl>riger Diensikneck-t aus Wemdcim war bei einem. Land­wirt in Lörzenbach i. O. bedienstet. E, hat während seiner Dienst­zeit und später seinen Dienstherrn bestohlen Bereits . einmal bedingt begnadigi, erhält er diesmal 8 Mvnate Gefängnis.

I Tarmst adt. 12. Dez. Soeben aus dem Gefängnis ent­lassen, verübte der 34jährige Taglöhner Georg Michael H a n s ck» u d von Roßdorf in einer Wob'UtNg in Darm stad-, alsbald einen neuen Einbruch, wobei er 75 Mt. in bar und verschiedene Gegenstände erbeutete. Er ,>erriet fich selbst durch größere Ausgaben und wurde heute Au 2 J-ahren Zuchthaus imi> 10 Fahren Ehrverlust verurteilt. Die Steml»auer Jod. Peter E l) n; i g 13 Jahre alt und lelm R u nt'irrff III. ,37 Jahre alt) au' Höchst i. O. verübten zahl reiche Einbrüche. Scrw» m Jahre 1910 stahlen sie zusatnmm ein geschlack tetts Sck,rein in S.inv-bach. in Höchst ein Bund Sperrhaken. in Rvseniu-rg drei Itonst. in Müllltoun a. M. zuto Zentner Tarier- wurst, die per G^emeftrde getorten. Lei dem letzten Dieb stad! wurden sie überrascht und flüchteten unter A'. mbe von Schüssen und unter Zurücklassung ihrer Beutt. Ehnng verübt- außerdem noch einen Treibrien tendiebstal.il in einer Sandtocher Mühle und Rummel einen Fahrraddiebstahl in Groß-Umstadl. Elimig erhielt 10, Rummel 9 Jahre Zuchthaus rmib beide. lOjährige'a Ehrverlust.

Letzte Uachrichlen.

(WTB.) GroßesHauptauartier, 13. Dezember (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Krynprinz Rupvrecht

Bvn Dirmutze bis zur Lys und südlich tron der Scarpe zeitweilig erhöhte Ärtilrerietätigkeit.

Oestlich- L-on Bullecourt entrissen unser? Truppen den Engländern metzrere Unterstünde unb nahmen sechs Offi­ziere und menmddreißig Mann gesungen.

ZlvistL-fil Mneutzres und Bend UlilLe h.chcn sich die schon am Astend lestßaftrn Artilleriekärnyf^ h 'nte morgen verschärft. Auch wirblich von St. Quentin gesteigertes Feuer.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In Berbindlmg mit Erkunbungsgefechten lebte in ein­zelnen Abschnitten die Feuertätigleit auf.

Oestlicher Kriegsschauplatz

Wie vereinstart, beginnen heule im Befehlsbereich des Generalferpmarschalls Prinzen Leopold von Bayern die Ber Handlungen über den Abschluß eines Daffer.stillstandes, der die zurzeit bestehende Waffenruhe ersetzen soll.

Mazedonische Front.

Crrna-Bogen wurden in kleineren Unternermmn- gen eine Anzahl Italiener mid Franzosen gefangen.

Italienische Front.

Bei Schneefall und Nebel blieb die Gefechwlütigreit gering.

Der Erste Generalauartiermeister Ludcndorff.

Berlin, dni 13. Dezenwcr. (WTB. Amtlich.)

Leichte Streitkräfte unter Führung des Korvettenküpi- täns Hrinicke toben am 12. Dezember, morgens, dicht unter der englischen .Küste v^r der Tyne-Mündung den feindlichen Handelsverketo angegriffen. In erfolgreichem Gefeckit mit den englischen Borvosten wurden zwei große Da-npfer und zwei bewaffnete Patrouillen-Fahrzeuge versentt. Unsere Streitkräfte kehrten ohne eigene Verluste oder Beichcidigur.- gen zurück.

Der Chef des Admiralstabs der Marri»,

*

ZranenlMe (snmmung.

i. Köln, 13. Tez DieKöln. Volksztg." meldet aus i Schlveiz: DieStampa" erklärt die s'Taieri.te C.;\~ V- rr <tit« N Mvugel an .Kontakt zwischen Volk nutz Regierung. Sie legt 1 EuteutemäckK'-m uahe. denWAlm ihrer Bolller zu respekttcren. Lat genug tobe das Volk den Versprechiuugeu seiner StcnttSmärmer ^ lmisckzt imrd an das Dogma des unfehlbaren Endsieges geglau Numuehr wolle es sich utcht wehr (dnerr damit begnügen Du Entbehrung mch .Kriegsopfer <m die Wirklichkeit gemahnt^ ford. es Ausschluß, aus ivelcher Grtmdlagr die Sic^zuversicku der S 1 gierungen ausgebaut sei.Stampa" deutet oi>. der eiu^re a.rr bare Weg sei der Abschluß eines Komprouiißft-iedeus.

Dampferzusammenstoß.

Tarragouo, 12. Dez. (HavasO Drei Meilen von ft Amettlla ereignete svh, eru Zusatumenstoß, zwischen bi ttalwutschet! DampsprEavour" rmd einem aud^u Tamv glercher Nattoualrlät, dessen Nametr rmtokamtt ist Ter- La von sank. De Ftchrgüstt konnten gerettet werden.