Fenster nach außen und saugt hierdurch aus dem ganzen krause warme Luft an. Ferner aber wird dem durch den wind erzeugten ,,Wärmestrome" ein Ausweg geschaffen, und so ermöglicht, daß der wind die Wärme aus dem krause hinausweht. Einem Mißbrauch der Lüftung, der, wie schon ein Kurzer Gang durch die Straßen unserer Stadt lehrt, die weiteste Verbreitung genießt, muß unter allen Umständen cntgegengetretcn werden. Ls ist nicht genugsam bekannt, daß der wind sowohl, als auch die Heizung, besonders die Ofenheizung, dauernd große Luftmengen durch die wände und die vielen unvermeidlichen Undichtigkeiten an Türen und Fenstern hindurch aus den Zimmern hinausführt und auf diese weise die Zimmerluft erneuert. Tine Lüftung ist, abgesehen von besonderen Fällen, wie Kohlen- oder Tabaksrauch in den Zimmern, Speisen- und wasserdunst in der Küche, übler Geruch im Abort usw., nur für kürzere Zeit, z. B. während des Reinigens der Wohnzimmer, Abfegens der Teppiche usw., erforderlich, bei Schlafzimmern während des Zubereitens der Betten, hierfür muß aber unter den jetzigen Verhältnissen eine viertel, höchstens eine halbe Stunde als genügend erachtet werden, für die Küche und den Abort nur so viel, als zur Erzielung der Wirkung erforderlich ist. Das vielfach mehr schädliche als nützliche Schlafen bei offenem Fenster, stundenlanger oder dauernder Gsfenhalten der Fenster, womöglich bei voller Heizung, — übrigens eine von den Engländern übernommene Unsitte — , ist durchaus unzulässig und darf keinesfalls geduldet, muß vielmehr bei dauerndem Zuwiderhandeln unter Strafe gestellt werden. Besonders „wärmeraubend" wirken offene Fenster in den oberen Stockwerken und auf dem haurboden, ebenso auf dem durch alle Stockwerke gehenden Treppenflur. Demselben Zwecke dient die Vorschrift, daß alle Ventilationsvorrichtungen, Luftklappen usw. außer Betrieb zu setzen und nötigenfalls mit Papier zu verkleben find. Die Fenster im Keller wird man wegen der für die Aufbewahrung der Kartoffeln und des Obstes erforderlichen Temperatur von 4 bis 80 C und Lüftung nicht gut eher dauernd schließen können, als Frostwetter cintritt; man sorge aber durch Geschlossenhalten der Fenster in den übrigen Kellerräumen und der Zwischentüren dafür, daß auch im Keller möglichst wenig Wärme verloren gehe, was besonders bei Zentralheizungen wichtig ist, deren Leitungen im Keller verlaufen. Ebenso wird man auch das meist kleine Fenster in der Speisekammer bei milderem Wetter nicht dauernd geschlossen halten können, da ein verderben von Fleisch und anderen Lebensmitteln unter allen Umständen vermieden werden muß. Undichte Fenster, besonders die Kästen der Rolläden, Haus-, Entree-, Balkon- und Zimmertürcn. besonders wenn sich solche im Hause gegenüberliegen, sind durch Einlagen von Zeitungspapier oder Unheften von Friesstreifen tunlichst abzudichten.
Die in modernen Häusern befindlichen Warmwasseranlagen sind außer Betrieb zu setzen, da sie außerordentlich viel Wärme verbrauchen, und meist zur Verschwendung des warmen Wassers Veranlassung geben.
Unzahl der Tage
Ulle diese Vorschriften gelten sowohl für Linzelheizungen als auch ganz besonders für „Zentral- oder Sammelheizungen", die ein ganzes Haus in allen Stockwerken versorgen: bei ihnen ist die erzeugte Wärme in der Tat gemeinsames Eigentum aller Bewohner, und niemand hat das Recht, feine Mitbewohner derselben aus irgendwelchen Eigengründen zu berauben. Es ist deshalb unerläßlich, daß unter den Teilnehmern an einer Sammelheizung und dem zur Heizung verpflichteten Hauswirt ein Ub- kommen getroffen wird über die Uuswahl un.d Zahl der zu heizenden Räume, wobei die oben erörterten allgemeinen Grundsätze der Einschränkung auf das tunlichste Mindestmaß 311 beachten, anderseits aber auch örtliche oder persönliche Rücksichten, eine windexponierte Lage des Hauses oder einzelner wohnräume und ebenso Siechtum oder Krankheit, nicht außer acht zu lassen sind. Ist eine Einigung nicht zu erzielen, ,so entscheidet die am Schluß genannte „Auskunftstelle für Heizungsangelegenheiten" endgültig.
c) Statistisches.
Als ein Anhalt zur überschläglichen Beurteilung der für die Heizung erforderlichen Mengen von Kohlen mögen die folgenden Angaben dienen:
Zur Dauerbrandheizung eines Raumes von 100 cbm Inhalt, was bei einer Zimmerhöhe von 3 m einem ziemlich großen Zimmer von etwa 6x5i/ 2 m (33 qm) Grundfläche, oder zwei kleineren von 4X4 m (16 qm) entsprechen würde, auf 18 bis 200 q (14i/ 2 bis 16° R) werden durchschnittlich bei einer Außentemperatur von 0° bis — 5° täglich 6 kg Kohlen (Anthrazit- oder Nußkohlen) verbraucht, bei Sammelheizungen etwa 5 bis 6 kg Koks.
Die mittlere Jahrestemperatur von Gießen ist -|- 7.87 0 C, die mittleren Winter-Monatstemperaturen betragen in Telsius-Graden:
Oktober November Dezember Januar Februar März April -{-7.9° -j- 2.6° — 0.9° —1.7° 4-0.1° 4-3.1° -j- 8.0°
Normales Wintermittel 4- 3.05 °.
Im außergewöhnlich kalten Winter von 1016/1917 betrugen sie: 4-6.7° 4-5.2° 4-2.4° —1.5° —3.1° 4-1.5° -{-5.1°
Mittel der Heizperiode 1916/17 (198 Tage 00m 15. Oktober 1916 bis 30. April 1917) 4- 2.51°.
Danach waren gegen den Durchschnitt zu warm der November um 2.60, der Dezember um 3.30, der Januar um 0.20, dagegen zu kalt die zweite Hälfte des Oktober, der Februar um 3.20, der März um 1.6° und der April um 2.90.
Die Mitteltemperatur der Heizperiode 1916/17 war um 0.540 unter dem normalen wintcrmittel. In der Heizperiode des winters vom 15. Oktober 1916 bis 30. April 1917 (198 Tage) kamen in Gießen die folgenden Tagesmittel der Temperatur vor:
ag. 13. Dezember (917
von -j- 15°
von 4- 12° !
von 4“
10° |
von -j-5°
von — 0°
von — 5°
von — 10° !
von — 15"
bis 4- 12"
bis + 10°
bis -j-
5°
bis 4-0"
1 bis - 5° |
bis - 10° i
bis — 15° !
bis — 20°
3
8
46
92
26
20
2
1
198 Tagen . . .
... 1.5%
4.0%
23.2
0 /
Io 1
46.5 %
13-1% |
10.1% i
1.0% ,
0.5 %
Eine Warmwasser-Sammelheizung, der eine Gesamtmenge von 10 000 kg (200 Zentner) Koks zur Heizung einer Wohnung von 10 Zimmern (1000 cbm Inhalt) zur Verfügung gestanden hat, hätte in dem harten Winter 1916/17 verbrauchen dürfen:
täglich.
in der ganzen Heizperiode
.kg
15
18
28
44
82
97
144
122
.kg
44
141
1275
4100
2125
1860
230
122
Zentner rd.
1
1 rd. 3
25.5
82
42,5
37,2
4.7
2,5
Auf die einzelnen wintermonate verteilen sich die Tage mit den obigen Temperaturgrenzen folgendermaßen
1916
15.-30. Dkt
November
Dezember
1917 Januar
Februar
März
April
4- 15° bis + 12°
2 (30)
1 (15)
—
—
—
—
_
+ 12° bis 4- 10°
2 (36)
3 54)
—
1 (18)
—
—
2
(36)
+ 10° bis 4- 5°
7 (196)
10 (280)
4 (112)
3 (84)
—
5
(140)
17
476)
+ 5° bis -f 0°
5 (220)
14 (616)
23 (1012)
9 (396)
11 (484)
i 18
(792)
11
(484)
— 0° bis — 5°
1 (82)
2 (164)
3 (246)
7 (564)
6 (492)
I 7
(574)
—
- 5° bis - 10°
—
—
11 (1067)
8 (776)
1 1
(97)
—
— 10° bis — 15°
—
—
-
—
2 (228)
—
—
— 15° bis — 20°
—
-
-
1 (122)
—
- i
Summen kg >
564
1129
1370
2129
2102
1603
996
„ Zentner
11.3
22.6
27.4
42.6
42.0
32.1
20.0
in Prozenten von 10 000 kg
(200 Zentnern).
5.6%
11.3
13.7
21.3
21.0
1
16.1
0
0
Summen
3
8
46
92
26
20
2
1
InKlammern() die bei einem Gesamtvorrat von 10000 kg zulässigen Verbrauchsmengen in kg.
Diese Tabelle lehrt, daß der Februar fast den gleichen Bedarf gehabt hat wie der Januar, und daß die Hälfte des ganzen Vorrates erst am Schluß des Januar verbraucht sein durfte (53 0/0), um mit demselben für die ganze Heizperiode auszukommen. Vieser ungewöhnlich kalte Winter kann als Beispiel für den zu erwartenden Höchstverbrauch von Heizmaterialien dienen.
Die durchschnittliche Länge einer Heizperiode wird zu 200 Tagen angenommen ; sie pflegt zwischen dem Anfänge und der Mitte des Oktober zu beginnen und zwischen der Mitte und dem Ende des April abzuschließen. Die in den meisten Mietskontrakten zu findende Abgrenzung der vom Wirte zu liefernden zentralen Heizung mit dem 1. Oktober und 1. April entspricht nicht den durchschnittlichen Verhältnissen.
Die vorstehenden „Ratschläge und Verordnungen" unterscheiden sich von denen anderer Städte vornehmlich dadurch, daß sie in weitgehender weise jeden unnötigen Eingriff und jede Bevormundung zu vermeiden suchen. Im vertrauen auf den stets bewährten Gemeinsinn der Einwohner von
Gießen soll auch von Strafbestimmungen zur Durchführung der erlassenen Vorschriften so lange abgesehen werden, bis sich die Notwendigkeit herausstellt, einen stärkeren Druck auf solche Personen auszuüben, welche sich der Erkenntnis des bittern Ernstes der Lage hartnäckig verschließen und sich weigern, ihre eigenen Gewohnheiten und wünsche zugunsten des allgemeinen Wohles zurückzustellen. Aller Voraussicht nach dürften die Vorschriften über Einschränkung der Lüftung und Beheizung in Häusern mit gemeinschaftlicher Zentralheizung in erster Linie zu einer behördlichen Kontrolle und zunächst schiedsrichterlichen Entscheidung und im Notfälle zur Erhebung von Ordnungsstrafen Veranlassung geben. Bei der grundsätzlichen Wichtigkeit dieser Fragen für die Kohlenversorgung dürfte man aber auch vor diesem, an sich sehr unerwünschten Mittel nicht zurückschrecken.
Um über die mannigfachen Fragen der Heizung erforderlichenfalls sachverständige Belehrung oder Auskunft zu erteilen, und um schiedsrichterliche Entscheidungen in Streitfällen zu treffen, ist vom 6. Dezember an eine „Auskunftstelle für Heizungsangelegenheiten" in Tätigkeit getreten, die in den Wochentagen von 11 bis 12 Uhr im Stadthause geöffnet sein wird.
Im Aufträge des Ausschusses für Aohlenversorgung: Prof. Dr. Assmann, Geh. Gber-Regierungsrat.
Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen
verkehr: bank Liehen
5chu!ftr. 7.
Annahme von Anzeigen
'. die Tagesnummer bis zürn Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlicdkett Zellenpreise: für örtliche Anzeige»: do Li,für auswärtige 39 Ps., V,r Reklamen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schrist 20 °/ 0 Aufschlag. Äauptschriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: M. Meyer; Anzeigenteil: H. Berk: sämtlich iu Gießen.
lesen daraus nichts anderes cckS fein versnng Preußens und Deutschlands. ÄTB.) 4lus bcr Rüde Asguühs ist T-ie wiä-ttgsle imd wie ich glauhc' Bertormms unserer Kriegs-iele liegt »enn auch uneingestandene Absicht chland und das deutsche Volk nicht uch yn demütigen und in Armut M Zakwr für ein« wertere und reichen zu vernichten. Es muß natürlich «r hier mich in Amerika irgendein »r auch nur vvrge^'aÄen worden ift ngabc unserer Krieg^iele zurück, die vember 1914 machte. Damals sagte : früher in die Scheide stecken würden, schast Preußens ganz und endgültig vas wir rmder preußischem Militarist wiederum auf die le^te Rede des id bedroht den Bestand, die Knaben Unternehmungen be& Deutschen Mirerten versucht oder nimmt sich ng oder die (Anrichtung des künf- ben. Es ist ein eingewurzelter Grund- s organi?irrte 'Volk der wahre maß- ?rantwortliche Richter seiner eigenen ho ihre eigene Sach«, ige Welt beteiligt sind, ist nicht das as als Werkzeug zuerst in Preußen Fand verwendet wurde, jene doppelte rrrd des Mreaukratismus, zwei Ma- imreich ineinander arbeiten. Tas ist ls oberste Macht auf den Thpon gesetzt rsolgung seiner vermeintlichen Inter hat, je nach den Bedüri nissen der rage zu fälschen, zu verhöhnen oder in der Tat mehr beansprucht als dir »rechen von den Berpflichtungen und te der Volker der Welt schützen. Das muß als rein ^eschastliche Sache — Ahtik — lernen, daß dieses System
irderischen dauernden Streit mit der m an. was sie zu dem gemeinsamen »rs-chung nach m^eriellen und geisti har, und wie ich, glaube, noch bc& Vertrag geschaffen werden soll, ein so muß er mehr sein als ein Stück ite und geschrieben mit Wachs. Er tthen tischen Beweis, das; das deutsche 7vc, den:Grundsatz des gemeinsamen, als bloß, technische oberste, sondern rität in der Welt anzunehmen. was aßnahmen vermittelt werden konnte.
oc uuiniu itvu/L mmmfrn *«*•> ■v«****# »n tv** *>&*-»^
Gewalt der eigenen Waffen, sondern von einem Ueber- listungsfrieden. Daher verkündigt er dem deutschen Volke, es solle seinen Vlatz unter den Völkern behalten, England wünsche nicht, es in Elend und Armut zu stoßen — wie großmütig! — allein — dann kommt wieder die langbeinige Zß- kade, die stets ihr altes Liedchen^von den Bürgschaften singt, die Deutschland beim Friedensschlüsse geben müsse. In verschleierter Form wird immer wieder auf uns eingesprocl)en, wir möchten Hrndenburg und Lndendorss kaltstellen, die jetzige Regierung, über deren demokratischen Wert unsere Gegner merkwürdigerweise noch, kaum ein besonderes Wort gefunden haben, svrtjagen und nach dem russischen Rezepte den Frieden suchen. Während Asquith die Ausschaltung des militaristischen Systems verlangt, spricht er über die Freiheit der Meere arg gewundene Worte. Freiheit, die ich meine! England denkt nicht daran, seine Wehnnacht zur See anstzngeben. Wahrscheinlich will es damit den Wellschichrnnun spielen, der über den Frieden wacht, „rt>te ihn bte Wett braucht". Es scheinen doch noch andere Stürme als die von Ecrmbrai über diese englischen Geister hinweggehen zu müssen, bis sie aus einen wirklich gangbaren Weg $um Frieden sich bequemen. Wir hegen die Vermutung, daß es ihr Schicksal sein wird, bei der nnniiitel- baren Annäherung des Friedens überhaupt nicht mehr auf der Tribüne zu stehen, von der sie jetzt noch als Anserwählte ihves Volkes veLen. Asquith hat, ähnlich wie der Italiener Salandra, freu Mut gehabt, ausz-nsprechen, daß er dieselbe DrieosPolitik wieder wachen würde, wenn dieselben Sckftcksalsfragen wie im August 1914 nochmals ausgerollt würden. Salandra ist abgetan, und Herrn Asauith, der als Minister bereits entthront morden ist, wird es nicht besser ergehn.
kraft- und zielvoll'fortseben, bemüht sein, den Völkern der Welt, sowohl den kriegführenden wie den Neutralen, immer mchr klar -machen, daß die einzigen Ziele, für die wir kämpfen, national^ uneigennützige Ziele an sich sind und daß es diejenigen Ziele sind, für die wir in den Krieg eingetreten sind, und daß wir unserer Ueberzeugung nach durch ihre Erreichung nach einer dauernden Friedensbereitschaft trachten, begründet durch die gemeinschaftliche Autorität eines internationalen Bimdes, um die jüngsten Worte Wilsons zu gebrauchen. Dieses Ziel ist zu wirksamer Geltung zu bringen durch die Teilnahme nicht allein der Riegierungen, sondern auch der Völker, die fortan den Weltfrieden) verbürgen müssen. Selbst jetzt ist.es reichlich klar, daß nicht die Regierungen, sondern die Völler der feindlichen Länder künstlich im Dunkeln gehalten iverden über unsere tatsächlichen Absichten sowohl hinsixtstlick des Krieges wie des Friedens.
Ich werde weiter tun, was ich kann, um den Schleier zu lüsten und womöglich einige Lichtstrahlen hineinzulassen
Berlin, 12. Dez. (WTB? Asauith bemühte sich im Vergleich zu früheren Reden, eine maßvollere Tomrrt anzuschlagen. Dazu hat er auch gerade jetzt, wo ein Jahr seit dem deutschen Friedensangebot verflossen ist, allen Anlaß. Wir sehen darin die stillschweigende Anerkennung unserer militärischen imi* politischen Lage. Für die Pläne der Eitteirte, die auf Deutschlands ytteder-- werfung abgezielt haben, ist das verflossene Jahr die Zeit schwerster Enttäusclmng gervesen. Für dieses Jahr prophezeiten die englischen Staatsmänner in zahllosen Kundgebimgen den endgültigen Niederbruch Deuts Äands. Jetzt müssen fie'. erkennen, daß Deutschland so fest UTtb ftrfjrr dasteht wie je zuvor in diesen .Kriegsjahren, ylsguith reclmct aber aus ein kurzes Gedächtnis der Welt. Niemals oll die De: ütigung und Vernicklung Deutschlands als Kriegsziel
..r Gntentr gefordert woöden sein. Damit leugnet er «nsach zahllose Kundgebungen seiner Kollegen in der englischen und fran- ßMsclten flijegierung. Er verleugnet die in den acheimen Abmachungen medergelegten Avstchtm gegen Teutschlaiw, deren gänzlicher Zusammenbruch ja heute vor aller Angen lieat. Aber Asimith bält»immer noch fest an seiner Guildhall-Rede, die „militärische Herrschaft" Preußens soll ganz und endgültig ver n ichtet Erden. Mag Wquitü stck mit den Auslegungen dieser seiner Abimachun-
Weise eingewurzeltes Mißverständnis >ers England, für ihre eigenen poli- iicte die Zerstörung dessen anstreben, timmten Ausdruck die Freiheit der ilich versucht, eine genaue, wenn auch Oegriffsbestiminung dieser ^stedensart daß in Friedens^eiten die Meere der len offen sein müssen. Was für eine rahme Großbritannien z. B. in den gen wurde, die dieses natürliche ur- lln könitte? Wsenn belysx diese Formel hat, kann sie dazu gcÄraucht werden. >cachit, die gerade die See beherrscht, ng 'in ihren Rechten als krieg - Für die Larrdkriegsuhrung wird keine ngeregt w bie eh n e V re nb ruugrn tufeu Kamps durch den Feind vlarr öierm liegt tatsächlich die Bedeutung erwägen, ob nicht etwas getan iverdeu eere zu sichern. Ich meine natürlich, rechtlichen und schändlichen Ilnterstt- — -- — 0 —,amen Opfern unschuldiger Menschen
leben, der juns Zwang, die Handels>l'iiffe m bewaffnen, nicht allein bic Krieg führenden, sondern auch die Neutralen beispiellosen Gefahren ausgesetzt hat, die bisher in den Annalen des See krieges unbekannt waren. Ich glaube kaum, daß wir noch sehr viel von den Lippen des Feindes von der Freiheit der Meer« hören werden
Sckstießlich besteht auch die Ansicht, daß der Friede, den wir im Sinne haben, ein lahmer Friede und verwandt werden solle, den Krieg unter einem arideren Namen fortzusetzem Kein wäre nach meiner Ansicht, hoffentlich auch nicht nach der Jlirigen. des Nam-eus wert, der trotz der Einstellung der Feindseligkeiterk und der Niederlegung der Waffen zuließe oder darauf hmzielte. daß, wie .ich früher sagte, ein verhüllter Krieg cintveten widrde. der mit anderen Metlwden, aber in nicht weniger kriegerischen^ Geiste gesührt würde. Ich habe behauptet und werde weiter so kräftig wie nur ekNer diese Behauptung verfechbetr, daß es unser gutes Mcht ist. alle rechtmäßigen Methoden, wirtschaftliche wir mUitärlschc, anzuwenden, um unsere Hauptziele zu sichern, einen solchen dauerhasten fruchtbaren Frieden zustaudezubringen. nnr ihn die Welt braucht. Die Stellung der Verbündeten hierzu ist vollkomnken klar und von Wilson in seiner letzten Bvtschrft ge kennzeichnet worden. Ich unterschreibe achtungsvoll die Worte, bereu er ück bediente und denen ich mich anschließe. Ein reinlick^. Frieden, das ist es. was die Bevölkerung dieses Landes mtb sämt lieber aUrierten Völker wünschem (Beifall?. Um ihn zu erreichen, nicht ,nehr, aber aucl' nicht iveniaer — sind sie unbeugsam in Ent schlossenheit und in dem festen Willen, vonvartszuge'hen und alle nolweudigeii Anstrengungen zu ertragen.
Die englischen Niederlagen.
Rotterdam, 13. Dez. Nach dem „N. R. C " fordern i>tf T i m e s eine Untersuchung über die Ursache der englischer Niederlagen.
England und die Zivilgesangenen.
Berlin, 12. Dez. (WTB.) Die „Nodd. Mgem. Ztg." schreibt unter der Ucberschrift: „England und die Zivil- gefangenen^ Die englischen Blätter ergehen sich nenerdings


