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1.12.1917 Erstes Blatt
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K> große lrjdl es sich arm ein iw>Mik>erl i egte£ Betntgs^

Manöver Handel. Sei ss der deutschen Verschlagenheit erst einmal gelungen, die Gegtrer um den Konferenz isch zu versammeln, so würde Tautschland mit unerhörten Fordermrgen Hervortreterl m der Berechimng. hast, die kriegsmüden Völker, auch zu »veitgel^enden! politischen Opfern bereit, ihren Staats in Ärnern nicht die zur Zurück»oeisung der deutschen Ansprüche.ige politische Unter­stützung gewähren würden. Aus diesem Grunde mchse werter ge­kämpft werden, bis Deutschland zur öffentlichen Erklärung seiner Bedingungen bis ins Einzielue genötigt worden »er

Ith würde, ,vie gesagt, auf diese törick^en Ausfültrungetr nrcht emgelten, waren sie nicht auch von feindlichan ^laatsmämunu üWnommen word-eu. Liegt unfern Gegn-mr darcul, zu crrahren. »vas wir wollen, so ist das für sie außerordentlich einfach. Ukö« stehen bereit vollkommen genügend zur Verfügung und da st rrgeird eine Versammlung größeven Stiles zur Ordnung mternanonalcr Angelegen hüten zusammeng-etreten wäre, ohne vorher durch trauliche Au-sspvack-e über die gegenseitigen AMchten sich uar geworden zu sein, ist ein in der Geschichte ohne Berchicl dal.ehen­der Vorgang. ^

Insofern ist die Klärung der Lage zu begrüßen, wie ftc frei den Westmächten unter dem Drucke unserer neuesten großen Erfolge ein getreten ist. Tie Leute des Krieges bis zum Ende verlängert den Sieg und nichts als den Sieg, rrnd wie sie diesen toteg au»* zunützen gedenken würden, dafür bietet die gehcrmen L.olumente, deren Veröffentlichung von der neuen russischen Negierung-be­gonnen worden ist. die erbaulichste Beleuchtung.

' Als ich die Elme hatte, zum letzten Male zu Ihnen m der Voll­versammlung des hohen Dauses zu sprechen, konnte es noch zwerel-

Heute steht es fest, daß die päpstliche Kundgebung öo u 29 c ft c n her nicht beantwortet werden wird, und dag Frankreich und England entschlossen sind, nur auf die Ge- Walt zu bauen. So mag denn das deutsckte Volk sich auch nrvterltd) wehrei^u nd wappnen, Gewalt mit Gewalt zu s lagen und mit der Kraft und Gelassenheit, welche der Majestät des rutschen Namens entspricht, zu kämpen und zu stehen, bs die Morgenröte enter besseren und menschlichen Erkenntnis, die jetzt im Osden^aurzu- dämmern l^ginnt, auch m den geld- und macksthungrtgen Staaten des Westens zum Durchbruch kommt.

Vielleicht darf der in einer englischen Dagesz-etttmg, veronent- lichte Brief des einflußreichen und auf reiche diplomatische Erfah­rung znätcklilickenden Lord Lansdowne, der bisher nur in Telegraphaus-Kgen vorliegt, als ein hoffnungsvolles Zeichen dafür aufgefaßt werden, daß auch in Eirgland gemäßigte Stimmen Bo-

^ ^bg^Dr. David (S 04 .) führt ans. man müsse jetzt un­bedingt mit Rußland .ins Reine kommen und den Grenzvölkern Rußlands habet aas Selbstbestimnrnngsvecht gewähren.

Abg Tr Naumann (F. Bv) kommt aus die Requisitionen in den besetzten Gebieten zurück und führt unter Hinweis auf die großen Opfer der deut'chs^t L-Midwirt'chasi aus, daß man auch die iben Gebiete von Laster m»h freilassen könne. Er siagt nach

der Lage in Pal.Lstr.ia und Mesvpotamicn.

Abg. Tr. St re semann (natl.): OlMe Härten kann es in den besetzten Gebieten nvh' abaehnr, ab nun militärrs-ck-e oder zivile Verwaltung besteht. Beim Frie -ersMuß sind milttärisckfe und politische ^Gesichtspunkte nebeneinander voll bereckstigt.

Abg. Merlin lTtsih. Fr.): Gute Beziehungen mit Ruß­land in 'Zukunft wünschen auch wir, wie wir sie auf wirtschaft­lichem Gebiete stets gewünüHt habetr

Abg. Erzberger (Ztr.)i Wir wünschen eine klare Vers»ändi- «mg mit Rußland und wollen alles vermeiden, was sie hindern könnte. Einen Unterschied zwischen militärischen und wlitischen Instanzen kann es bver nicht geben,

Abg. Graf Westarp (kons.): Wir müssen die Sicherheit un­serer Interessen nach Osten erreichen. Ein Gegensatz militärischer und politischer Interessen bestell nicht. Ter Redner wünscht Aus­kunft über den Umfang der Erwerbung neutralen Schiffsraums durch die Entente.

Abg. Ledebour (Unabh. Soz.): Der Friede ist für alle Be- teiligten dringend nötig und gleich nützlich. Tie littauischen Be­schwerden sind bereckstigt, ^die erteilten Auskünfte genügen nicht. Hoffentlich kommen wir bald zu einem Frieden mit Rußland und

zum allgemeinen Frieden.

Abg. Go t he in (Fottschr. Bolksv.si Wirtschaftliche Sicherung gewinnen wir am besten .aus dem Wege eines Berständigungs- friedens, das liegt auch im militärischen Interesse.

Abg. Tr. David (Soz.): Natürlich selben auch wir alle Kla­gen unter dem Gesichtspunkt der mllitärischen Notwendigkeiten an. Man sollte auch mit dem Rest der ZwangSarbci'sbataillone aus- räumen.

Nach weiterer unwesentlicher Aussprache fragt Abg. Erz­berg er (Ztr.) nach dem Schicksal des ReichZtagsbesch"usses betr. Erhöhung der Mannschaftslöhnun g und warum noch nichts erfolgt sei. Auch die Rentenerhöhung wurde vom Reichs­tag einstimmig gefordert.

General v. Oven: Die Staffelung der Erhöhung der Mann- fchastslöhnung wurde sofort in Angriff genommen, ihre Durch­führung erwies sich jedoch als schwierig. Eine Einigung mit dem Reichsschatzamt ist erzielt, die Durchführung wird voraussichtlich zu Weihnachten erfolgen.

Staatssekretär des Reichswirtschaftsamtes v. Stein: Der Beschluß über die Rentenerhöhung ist sorgfältig geprüft worden. Eine schematische Erhöhung würde über das Bedürfnis hinaus- gehen. ein Teil genügt auch heute noch. Jedoch sind Zulagen in weitem Umfange erwünscht. Das Bedürfnis muß feftgestellt wer­den. Es ist bedenklich, Unfall- und Invalidenrenten ohne Sicher­stellung der Mittel durch Reichszuschüsie zu erhöhen. Es soll ver­sucht werdet:, daß die Bersicherungsträger von sich aus die Renten erhöhen. Bis dahin müssen die Gemeinden mit Zuschüssen eintreten.

Ein von allen Parteien eingebrachter Antrag will einen neungliedrigen Unterausschuß einsetzen, welcher die Preise für Krieg slic seru ngeu , für Lieferungen ins Ausland während des Krieges und die Preise der Kriegsgesellschaflen prüfen und dem Hauptausschuß beim nächsten Zusammentritt schriftlich Berich l erstattet soll.

Die Beratung wird am Samstag fortgesetzt; außerdem wird über die Kohlenoersorgung verhandelt.

Die Cntettte-Drp'omaten in Petersburg.

Kopenhagen, 30. Nov. (WTB. Nich amtlich.) ..Social­demokraten" meldet über Srockcwlm aus Petersburg' Die russische Regierung beschloß, neue Botschafter in Lmdon Paris jund Rom ju ernennen. Für diese Pi.Zen sind Anhänger der Bolschewiki-Partei ausersehen. Sämtliche E n t e n t e d i p l o- maten protL»tierten gegen die V e r ö s fe n t l i chu n g d e r Geheimdokumente und beschlossen, nach Stockholm ab- »ureisen und il?rc Bertvetung besonderen Bevollmächtigten zn übertragen.Nowaj'a Stsisn" teilt mtit, daß der Chef der Ostsee­flotte, Admiral Wederetzlt, durch Kodken ersetzt wurde.

Lord Lansdowne über die englischen Krieg-Ziele.

London, 29. Nov. (Pri'o.-.) Reutermeldung Lord Landsd-owne empfiehlt m einem zwei Spalten langen Brief in dentDaily Telegraph" eine Kvardinierung der K r i e g s z i e l e d e r Alliierten, indem er sagt: Wir werde" den Krieg nrcht verlieren, aber eine Verlängerung würde den Untergang der zivilisierten Welt bedeuten. Wahcsft-emlift> ,oürt-e es für dre Fnedensvartei m Deutschland ein ungeheurer Ansporn sein, tvenn bekannt würde, daß wir nicht in Deutschland als Groß­macht zu r-rrttchicm wünschen und daß wir nicht darnach track»ten Teuhchand eine andere 'Regierungsform aufzudräng-eu. als es )ai)l Willig , und bau wir, außer als berechtigte .ikrieaömaßreael niazt beabsichtig.ui, Deuts chand einen Platz unter den anderen großen HanLelsvökkern der Wett pi versagen, daß wir vielmeh-r wenn der Kru g vorbei ist, bereit such zusammen mit den anoewrt MaMten die Probleine, die mit d?r Freiheit per Mecce zusamnien» hängen, zu prüfen, und c»atz wir bereit sind, fntcitt internationalen»

Abkommen für die Beilegung von Streitftagen durch friedliche

Mittel beizutreten.

Amsterdam, 30. Nvv. (MTB.) Das,Algemeen Han­delsblad" meldet aus London: Der Brief L a n s d o w ne® erregt großes Außehen. Die Kvns-ervatipen stehen ihm im allgeiner- nen feindlich g.g.müber, ei ig-e spr«l?en sogar von Verrat. Dre Liberalen nehmen den Brief im allgemeinen sveirndlick)! ans. Ter Brief wird zur Bildung einer öffentlichen Meinung beitragen, die die Mitte zwi'ch^n ben äußersten Parteien halten wird.

Dem Reuttrschut Baroau zufolge schreibtPall Mall Gazette , die Hauptabsicht des Brieses, das Verlangen nach größerer Em- heirlichEeit m den Kriegs zielen der Alliierten, habe jedermanns Billigung. Tas Blatt bezweifelt aber, daß Deutschland zu lebcm annehmbaren Friedm bereit sei. Die , Westminster Gazette"" sprrckjt von einer gemäßigten mutigen Erklärung ein-es einflußreichen. Mannes.Evening Standard" erklärt;Landsdowne spriicht dre Ansicht der Mehrheit jener behutsamen Leute ans, die. oli-ne auch nur einigermaßen Dazisisten zu sein, ernsthaft nach einer einzigen Lösung ans blicken, die die Vergütung für die schreck! ickren Opfer des Krieges seine tont, nämlich einen dauerhaften Frieden." Globc"" schreibt:Wlenn der Brief im Auslande ernst genommen wird, werde ein unberersietibarer Schaden angerickM.

London. 30. Nov. (WTB i Reuter. Der parlamentarische Berichterstatter derTimes"" berichtet, daß der Brief Lansdownes seine früheren Kollegen, von denen er mit tiefstem Bedauern ge­lesen wurde, vollständig überraschte. Es heißt, daß A s g u i t h von dem Briete vor dessen Veröffentlichung nichts wußte.D a i l v M a i i" schreibt:Lansdotrm" 'i-hr vor sich nichts als Ruin, aber te Alt r atlve ist ti' Sk averst. W r entschieden un; vor drei­einhalb Ja: ren für die Frech, u Lansdowne spricht nicht im Namen Englands und Großbritanniens und des britischen Reiches."" Dailv Telegraph" stimmt zwar Lansdownes Vorschlag zu, die Kriegszicle der A liierten in Ein klm tg zu bringen und naher zu erörtern, ist aber entschieden dagegen, daß Englands Recht zur See angelastet werde.

Secfrieg.

Nene N-Boot-Grkolae.

Berlin, 30. Nov. (Amtlich.) Nene U-Bool-Erfolge im SperrgebietumEngland. 13 0 0 0 B r. - R. ^ T. Un­ter den versenkten Schiffen befand sich ein schlver beladener Dampfer von mirtdeftens 6000 Tonnen, der aus einem stark gesicherten Geleitszuge herausgeschossen wurde.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Aus und Crtttö,

Gießen, den 1. Dezember 1917.

Lebensmittelmarken.

Für die Zeit vom 3. b>4 9. Dezember 1917 haben nachstehende LeveuSinitleltnarkett Gültigkeit:

"^vvtmarken der 49. Woche, gültig vom 3. 12. 9. 12. 1917 Blltttrmcnken 49. w ^ 3. 12. - 9. 12. *

(Heimat fen Nr. 19

Fletschmarken , 49. w 3. 12. 9. 12.

.startoffelmarken , 49 . ^ 3 12. - 9. 12.

Selsenmarken für den Monat Dezernber 1917.

Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht «ehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.

Rcnanmeldnngen und Anmeldung von Rengeboreneu haben nu »mehr unter Vorlage der nSttgr« Ausweise, ins- besondere der Lebensmittel AuswetSkarte, auf dem Lebens- mittelamt zu erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen sind in den zuständigen Bezirken an;nmrlden.

Gefchäftostnnden des Stadt. LcbensmittelamteS von 9 12 Nh - vorm.» 24 Nhr nachm.

Markenausgabe stir Urlauber:

Sonntags von 1412 Uhr vormittags.

** Städtischer Eierverkauf. In der Woche vom 3.-8. Dezember werden an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Eiermarke Nr. 20 je 2 Eier abgegeben. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.

** Fe tt verteilu ng. Von Montag den 3. Dezember ab wird an Stelle vim Butter je nach Vorrat Margarine, Fett oder Oel auf die Buttcrmarken ansgegebcn. Näheres siehe Bekannt­machung.

** Verteilun g von Salz. Auf den Bezngsabschnitt 5 der Lebensmittelkarte wird in den nächsten Tagen Salz verausgabt.

Siehe Anzeigenteil.

** Verteilung Da» Marmelade. Wtf den Bezugs- ab schnitt Nr. 4 der Le cetMnitte! karte wird in den nächsten Tagen dtirch die Klein Handelsgeschäfte Marmelade verausgabt. Siehe An­zeigenteil.

** Seefisch verkauf. Heute und Montag treffen frische Seefische ein und kommen durch die Stadt in den bekannten Geschäften zum Verkauf.

** Verkehr mit Stroh und Häcksel. Siehe die Be- kanntmackmug im Anzeigenteil.

*

** Amtliche Personal Nachrichten. Ter Großherzvg hat am 28. November den Ivhann Adam Fink II. zu Langen zum Schuldiener an der Realschule daselbst, den Simon Köfser zu Dieburg zum Schuldiener an der Realschule daselbst, den Peter M is ct l ich zu Groß Gerau zum Schuldiener an der Realschule dasell<t, den Rousian Stünz zu Neu-Isenburg zum Schnldiener an der Goetl-eschule (Realschule) daselbst ernannt.

** Auszeich tt u n g. Tein Oberarzt d. R. Dr. med. Fritz Teipel wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.

*+ Beförderung. Ter Schütze Georg Köhler wurde zum Gefreiten befördert.

** T te Zic hnn g der Wei hnacht sverlosung des Roten Kreuzes znmmsben unserer .Verwundeten sindÄ am 4. und 5. Dezember in der alten Klinik statt. Eine kleine Anzahl von Losen ist noch vorrätig, sie sind in der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes in der alten Klinft, sowie in den.G^chäften von, FMst-Balmhofstraße, Horn-Marcktplatz und dcoll-Mäusburg zu ha­ben. Das Ergebnis der Ziehung wird ge^n Ende nächster Woche imGießener Anzeiger" bePmuttg-egeben.

**Die Ursachen unsererKriegsersolge. Am Mittwoche den 5. Dezember wird Herr Felddivisionspsarrer Müller im Saal des Hotel Fürstenhos einen öffentlichen Vortrag halten über das ThenraDie Ursachen un­ser e r K r i e g s e r f o l g e". Der Redner wird an Hand fei ner reichen persönlict)en Erfahrungen und Erlebnisse an der Westfront die Gründe unserer großen militärischen Erfolge, besonders «nd> im Gefecht aus der Führung, der Tapfer­keit, der Stimmung, der Verpflegung der Truppe, aus der Organisation des Sanitätswesens und der geistlichen Für­sorge im Heere darlegen. Der Vortrag wird siclierlich in wer testen Kreisen der hiesigen Bevölkerung großes Interesse er- ivecken. Herr J-elddivistonspfarrer Müller ist der 25. Land wehr-Division zugeteilt, deren Ersatz sich auch aus der hie sigen Bevölkerung rekrutiert.

** Promenadensonzert findet morgen Sonntag von 11.30 bis 12.30 Uhr in der Süd-Anlage statt.

** Stadttheater. Es ist unserer Bühuenteitung ge lungen, Herrn Eugen Klöpser vom Neuen Theater in Frankfun a. M. auch für nächsten Dienstaa m vervslichten, so daß das ne - SchauspielDas Recht auf die Frau"" auch den Dienstag Abonnenten mit dem Gaste geboten werden kann. Die morgige Auffühnlng des Fuldaschen Lustspiels ,.D i e v e r l o r e n e T o ch t e r"" ist die letzte des hübschen Stückes.

** Lichtspielhaus, B a hn ho f st r a ß e 34. ..Und führ« ans nicht in Versuchung"" betitelt sich das neue vornehme Gesell­schaftsdrama in 4 Litten, in welchem die hier besllietannte spiolcrin Ellen Richter mit der Hauptrolle betrartt ist. Meisterftlm samt nur bis ern'chsießlich Nl>ontag aus dem ^>ytLtplan Äeiben und ist ein Besuch nur zu empfehlen.

** Im Schwarz-Weiß-Theater, S^tersweg 81, spielt von Samstag ab bis einschließlich Montag 3. Dez. der CTft* PIxmtomas-Ftlm der Serie 1917/18, be.iteltAm Hochzeitsabendk. Mit emem vorzüglichen Schm etter Lustspiel in drei AktenDre Dollarlante"" schließt der gute Spielplan. Siehe Anzeige.

** Im .Hotel Fürstenhos., Großer Saal, findet heute Grolres Militär-Streich-Konzert zum Besten der Hintcrbltcben«r> gefallener Krieger statt. Stehe Anzeige.

** Im Cafe Amend findet Ärntstag und L-onntag Künstler-Konzert statt. Siehe Anzeige.

<WTB.) Großes Hauptquartier. 1. Dr^embrr. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe KronprinzRupprecht.

In F l a n d e r n blieb die Artillerietätigkeit in mäßigen Grenzen.

Südöstlich Ar ras hielt das verstärkte Feuer an. ,

Die Scksiricht bei Cambrai ist gestern erneut mit gro­ßer Heftigkeit entbriunt? Eigene G.'gcnangriffe zur Verbesse­rung unserer Stellung hatten vollen Erfolg. Stärkste Feuer­wirkung von Artillerie und Minenwerfer bahnten unserer Infanterie den Weg in die ftindlickren Linien. Zwischen Mo- cilvres und Bourlon und von Fontaine und Laffeur warfen wir den Feind aus den Dörfern Grancourt und Anneux und Emttaing zurück.

Weiter südlülr von Banteux erstürmten unsere Truppen ' von der SchelÄe herauf die H h?n auf dem Westufer des Flusses, durclsiticßen die ersten ftsiiidlichen Linien und nahmen die Dörfer Gonneiicu und Villers Guislain. Der zäh sich wehrende Feind erlitt Wvere Verluste. Viertausend Eng­länder wurden gefangen, mehrere Batterien erbeutet.

Gegenangriffe, die der Feind am Abend gegen Gonm- ieu auch unter Einsatz von Panzerwagen und Kavallerie führte, brachen verlustreich zusammen.

Scharfer Feuerkampf hielt auf dem Schlachtselde die dtacht hindurch a«.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem östlichen Äraasufer war die Kampftätig« keit der Artillerie zeitweilig stark.

Niltmcister Freiherr von RickM^fen errang seinen 63.. Leutnant Klein sei len 22. Luftsieg.

Seitlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische

Front.

Keine größeren Kampchandlurgen.

Italienische Front.

Angriffe der Italiener gegen den Monte Bertica schei- denen.

Der Erste GeneraLquartiermeifter L u d e n d o r f f.

»

Die deittsche und österreichisch-ungarische AnwwN an die

Nussem

Wien, 29. Nov. Tie t u. k. Regierung hat der russischem gierung am 29. d. M. geantwortet:

Am die Regierung der russischen Republik!

Das Rundtetegramm Rates der VvtkShommissLre vom 28. November l. I., womit die russische Regierung sich bereit erklärt, Berlxmdlm'ngert ülrer dem Abschluß eines WaftetrsttllsttrndeS irnd eines chlgemeimen Friedensverttages cimzUleiden, ist der Re^ gierung Oesterreiclr-Ungarns zugeVomnum. Tie vom der russisch«! Regierung bsSamntge-geRmen Richtlinien für den abzuschlteßenden Wafsensttllstand und Frievemsverlrag, hinsickftltch welcher die Re» gierimg der russischst Republik GegenvorsckZlägen entgegen sieht, bilden nack; der Ansickst der österreftMck^ungarischen Regierung geeignete Grnudlage'.t für die Einleitung dieser Verhandlungen. Tie Regierung Oester reift--Ungarns cr'ftätt sich dah?.r bereit, in die twt der russischen Regiermrg v^rgeschlagenen Verhandlungen über emen sofortigen Wafsenstillstand und über den allgemeinen Frieden entzutreten.

Der k. u. k. Minister des Aeußeren: Czernin,

Berlin, 30. Nov. (WTB.) Tie Aeußerungen des Reichs» kanzlers im ReichZtag ettthiellen eine formulierte Antwort ans die russisft.^ Mitteilungen. Sie sind durch Funkspruch ver^ breitet roorden. Es wurde desl-alb dav-on abgesehen, nochmaü, dürft) Fmckspruch zu den russischen .Aeußerungen Stellung M nehmen.

v.Sridler über di^ Friedensfrage.

Wien. 30. Nov. (WTB.) Im Abgeordnetenhause erklärt« v. Seidl er: Wie aus der gestern veröffentlichten ^lntwort des Mttsist-ers d'es Aeußrren ^an die Regi-erimg der russischen Republik des wetteren ersichtlich ist, erklärte sich die Regierung Oesterreichs Ungarns bereit, in Behandlungen über einem allgemeinen Frieden einzutreten. (Lebl?after Beifall.) Bei diesen Berhandltmgen wird die Regierung Oesterretzch-Ungarns anstreben, mit jenen Staaten, die sich auf Grund der jetzt öwt Rußland ergangenen Einladung! bereit erklären. .Frieden zu schließen, zu einem Frieden zu gelangen, ivelft^er für die vertragschließenden Gruppen gleich chrenpoll ist und der von dem Grurtd;atzeo hne territoriale unq wirtschaftliche Berge walt ir; un gen"" geleitet sein wird. (Leblosttr Beifall, HättdeAatsftMt.) Hierbei wird die österreichisch ungarische Regierung das Recht der mit ihr zunr Frtedrnsvertrag ichreitenden Staaten anerkennen, den zu ihnen gehörigen Völ­kern die volle Freiheit der Entschsießuug über ihre staatliche Zutunft zu gelvälcren, und wird sift, jeder Einmifftmug in die inner, staalliä>eu VeMlintsse -ilwer Kompazisanten entl-alben, wird aber ihrerseits verlange, daß jede Etnmtschimg in unsere etarne staatliche Organisatiion unterbleibe. (Lebhafter Beifall.) Ich von mei^'em Standpunkte als österreifti-ischer Ministerpräsident muß anschließend darauf hiwvetsen. daß ein Staat wie der unsere, der aus Gtntnd des allgemeinen, gleichet geheimen und direkten Wahl-^ rechts gewählte Dettreter zum Wgcordnetenhausc hat, mit Recht l>el?aupten kann, eine Volksverttetung zu besitzen, nne sie denio^ kratisch^r kam gedacht werden kann, mrd daß alle Voraussetzungen lafür gegeben sind, das politisch: Schicksal der Völker selbst zu stimmen. (Lebl-aft-ec Beifall.) Tamit erledigen ,ich, glaube ich, auch die Anfragen, die einerseits von dem Abg. Dr. Adler mth nassen, andererseits von den Abg. Fink und S^enossen etngebrvcht sind.

Nussischer Besuch in Czernowitz.

Berlin, 1. Tez. Einer L. -A.-Meldung aus Wien zufolae traf gestern in Czernowitz ein Kraft »vagen mit ruffl" schen Offizieren und Soldaten ein, die mit dem Kom­mandanten eine l'/rstündige Konfertmz hatten. Sie wurden lebhaft begrüßt. Ein Russe lftelt eine Ansprack?e, in der er sagte; Freunde, »vir wollen den Frieden! Tairn begaben sich die Russen zairück.

Rumäniens KrieslSmüdigkeit.

< }5 f J- Uel cr Rumäniens Kriegs Müdig­

keit läßt sich dre V. Z. berichten, Rumänien babe eine Note an England, Frankreich und Amerika gesandt, die Ve­llage, daß Rumänien durch die russischen Verhältttisse gezwungen iverde, ohne Hilfe der ?llliierten die Front preiszugeben oöer mit em Feirde zu verhandeln. Rumänien wünAe, daß die Pariser Konferenz' Erleichterungen schaffe, damit Rumänien nur eine Lösung eingehe, die die Alltietten befriedige.

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