V. 27 - Swetter Blatt
Lrschetm tL-ttch mit vuSnahme des Sonntags.
Veilagsn: „Glrtztner ZamklienblStter" und „Lreisblatt für den Kreis Sietzen".
y-ßlchetkronlo: Krankfnrt am Main Nr. N686. Vantverfehr: Sewerdedank Sletzen.
lbr. Jahrgang
reWer
General-Anzeiger für Gberheßen
Dienstag, 2 . November M
ZwlllingSrunovnlck und Verlag.
B r ü hl'jche Universlläts-Bnch-u.Stsindruckerei«
R. Lange, Gießen.
Schriftleltung, Geschäftsstelle und Druckerei:
Schulstcagc?. (vcfctjäf.o|teUe tt. 'Verlag: 61,
Schrlftleitung: 112.
Anschrift für T r^.ht-lachrlchtenr AnzeigerGie ßen.
ft DaS Brot trägt den Buchstaben K, um anzuzeigen, daß ffelzusatz hat; beträgt der Gehalt an .Kartosstliabrikaten
A«» und Land.
Gießen,,den 27. November 1917.
Da» „R"-Brot.
Da von November ab die tägliche Mehl Kopftatton auf 200 Gramm herabgesetzt worden ist, so ist als Ersatz den Kommunal- vechänbcn eine entsprechende Menge Kartoffeln zur Verfügung gestellt worden, mit der Bestimrnung, sie entweder zur Streckung des Brotes zu verwenden oder sie dem Verbrauch als Eßkartosfejln
S führen. Um Jtim die Drotmenge nicht herabzusetzen, hat man für die Brotstireckung entschieden. Weil sich jedoch frische Karin mit dem hochprozentig ausgemahlcnen Mehl nicht gut verbacken lassen, so werden die Kgrtoffeln getrocknet und zu Kartoffelmehl verarbeitet und dieses dann als Zusatz zu Roggenmchl gebacken, so daß eine einwandfreie Beschaffenheit des Brotes ermöglicht wird. Das so hergesdellte Brot hat den Namen ,A"-Brot erhalten, die Benennung Kriegsbrot" ist aber nicht richtig, dem' unter ,^riegsbrot" versteht man ein' Gebäck, welches früher m Zeiten einer Hungersnot oder einer Teuerimg unter Verwendung von unverdaulichen und nicht schmackhaften Stoffen, wie Baumrinde usw., gebackeac wurde. Die zur Herstellung des K-Brotes iten Mehlersatzstoffe, Kartoffel und Kartosselsabrikate, ge- den gut verdaulichen Stoffen imd nrachen das Brot rech ta«“ " ~
Karto
mehr als 20 Gewichtstelle, so soll das Brot nach der Verordnung des Bundesrates vom 15. Jmrnar 1915 mit KK bezeick-net weichen. Mrigeus hat' man von jeher auf dem Lande vielfach Kartoffeln, Wqntzllt, geschält und dann gerieben, unter die Kuchen gebacken- mü> es ist eine alte Erfahrung, daß ein Zusatz von gekochten geriebenen Kartoffeln bei schlecht backendem Mehl die Triebkraft der Hefe und des Sauerteiges erhöht imd das Gebäck wohlschmeckender und leichtverdaulich wird. Schon in der Mitte des 18. Jahr- lvird über die Verwendung der Kartoffel zu Backzwecken. Backrezepte aus dem Jahre 1890 geben an, wie ans Gemisch von Weizen- und Stärkemehl Semmel gebacksr werden, die von den aus reinem Weizenmehl hergestellten kaum im Geschmack zu unterscheiden sind, und daß aus diese Weise gebackenes Brot locker, kräftig und- wohlschmeckend sei. Die Verwendung von KaüofftlnxitzmeÄ m der Brotbäckerei Kommt aus dem Anfang dieses -Hunderts. Bald nach dem Beginn der .Kartoffeltrocknung rnt 1903 begann auch die Vensenduwg tarn Walzmehl in der in der Konditorei und in der Bäckerei. Die Kartoffelstöcken, raerft ein vorzügliches Futtermittel bildeten, werden jetzt nach Berbesscrmbg der Flockenapparate ebenfalls zum Verbacken lendet. Bei Verwend«ng von Frrschkartofftdt werden die sauber scheuen Kartoffeln mit der Schale gekocht, dann gekühlt, ge- und gerieben. Die geriebenen Kartoifeln müssen mit dem Teig vermischt werden. Eine wesentliche Erleichterung für den Bäcker ist die Verwendung deS Kartoffelmehl es, weil dabei das Amstämttiche Waschen, Kochen, Schälen, Zerdrücken' irrst) Pressen der Kartoffeln in Wegfall kommt mst) die Bereitung eines haltbaren, schmackhaften und bekömmlichen Brotes ohne Mehrkosten gewährleistet wird.
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** Abnahm e und Schlachtung von Schweinen. Das Kriegsernäbrmrgsamt hat die Landeszentralbel>örden ersucht, die schleunigste Abnahme der nicht zrcr Hausschlachtung und zur Fortführung der Zeucht nachweislich benötigten Scl)kweme zu be* Ttnrfen. indem Mmch-mekommiisionen überall die vorhandenen Tiere Iestsb-llen rmd abnehmen oder enteignen, damit die wach Aufhören des Weidvganges rrrst) der Grünsütterung im Berhä^ltnis immer nvch zu l^ohen Bestände den vorl-crndenen zulässigen Frctter- mittem arrgepaßt und beschagnahmte Erzeimnisse, wie .Bwtgs- treide ebenso wie die Kartoffeln zur Sicherstellung der Ernährung des Menschen vor verbotener Beffütterung geschützt werden. Diese Nvckr dem Stande der verfügbaren Vorräte dringend gebotene Maß- Wal/me greift insofern ins Wirtschaftsleben tief ein, als die Ab- Wahme in der Hauptsache vor Erzielung .der erst gewinnbrrn- SchLachtreife der Tieve erfolgt. Sie erfordert deshalb Ausnahmen hinsichtlich der Preisberechnung, um ohne itit= Benachteilig mg des Tierhalters durchführbar zu sein. Ter Abaatsstt etär des Kriegserrrähvungsamts hat deshalb an geordnet, daß die Ausnahme der Verordnung vom 15. September 1917, wvnackii für alle abgenommenen Schweine als Einheitspreis für 50 Kilogramm der Preis der C-Klasse der Verordnung vom 5. April 1917 (also der 100 Kllogramm-Schweine) gilt, noch bis 15. Januar 1918 weitergilt. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen ferner ausnahmsweise Stückzuschiläge ftrr jed,^ chgenvmmein Dckrlwein gezahlt werden, die für Tiere von 15 bis 30 Kilogramm 18 Matt betragen und sodann bei je 15 Kilogramm höherem Gewicht sich um je 4 Mark ermäßigen. Nur für Schweine, die schwerer als 75 Kilogramm Lebendgewicht sind, dürfen solche Zuschäge nicht gezahlt werden, weil für diese bereits der Einheits- vreis eine genügende Entj'chadigung.bietet. Es nucß erwartet werden, daß nunmehr die Herausnahme aller nicht für die Hausschlachtung und die Erhaltung her Zucht bestimmten Schweine? in der bezeichnten Frist ohne loirtschaftliche Härten, nötigenfalls aber zwangsweise erfolgt. Eine Verlängerung der bezeichueten Ausnahmen über den 15. Januar 1918 hinaus ist nicht beabsichtigt. Tie -artenftrie Abgabe der Spanferkel bis zu 90 Pftrnd Lebendgewicht kann von den Landeszenträlbehörden aus denselben Grün-
l ben. die für die AuSnahmepreise maßgebend sind, ebenfalls INS längstens rinn 15» 191 R Wf-rHv,»-1
tragen, sotten am 15. Januar 1918 auf
werden. Die <rbg«vommen,Qi Schweine werden Haupt' MM für den Heevesbvdarf berrötigt, während mit einer starken der ZivilbevölLevillrg beider nicht gerecht et werden kann. ^ ?E^^E'eriv-altuirgen werden die Schlweme l-auptsächtich> zu ~ lir » t3 Lchiinalzersatz vevar'beiten oder' in den Massenspei- fun^en verwerte, so d.rß die Zusth'äge als 5Aein Handel spr eis- eryoyiing für ^chjweinesiclsch pral'tisch kaum eine groste Atolle Iprelen werden.
^^I^/^^ungüberHausschlachtungen. Wie im Gießener Anzeigers Nr. 276 vom 23. November 1917 durch Großh. Kreisamt Gießen bekanntgegeben, sindet am TonnerÄ'ag oen 29. l. M , vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal ^ lchh. .nveisamtS Gießen eine Besprechung wegen Uebenoach- ung der Hausschlachtimgen nnd Regelung der Speckabgab!e mit den moen Gemeinden des Lcmdkr'üses ließen bestellten Ueberwaclmngs- persoi'en statt Gleickiqeickg werden die Ueberwachunospeffonen. die mast schm' rn ihrer Eigensihast als Fleisclstiiesckiauer vereidigt sind, durch Handschlag verpflichtet. Wir wollen auch an dieser Stelle nochmals auf die Wichtige, t der Besprechung Hinweisen
Die persönlichen Einladungen zu dem Vortrag von Fräulerr Keller aus JranPfnrt a. M. sind nicht übertragbar Stefte Anzeige.
. **. ^ ein Grund zur Beunruhigung. Amtlich wird mttgebeut ^ Zwischen Jvanckreich und der Schweiz besteht zur Zeft aus militärischen Gründen.eine Grenzsperre. Infolgedessen verzögert sich die Asnkicnft der Briefe der Kriegsgefangenen und zivil- uvtxnzievten Deutschen in Jranrrrich an ihre Ungehörigen. Ein« ^»rrrnhigung! liegt also in dem Ausbleiben von Nachk- nchten nicht. Die GrsiMierre dürfte in Kürze wieder aufgehoben; werden.
** Fahrpreisermäßigungen für Krie g sbl inde In ernem Ausschüsse des preußischen Wgeordnet.'nhauses bd faßte man sich mit einer Giw'pche des B«ndes erblindeter Krieger ^s6rn Gewährwig einer Fahrpreisermäßigung für KriegÄ-linde. Rnn. Vertreter des preußischen Eisenbal.nmiuisters erllärte, daß ;ckwn fetzt den KriegEi«drn imter gewissen Vormissetzungen Fahr- PreiSermäßigmr^ gcwKhLt tverde. «Zo werden mittellose Blinde, die rn. einer öffentlichen Anstslt ausgenommen sixd, bei Urlaubsreisen ustv. mit ihren Begleitern in der dritten Klaffe zum halben Fahrpreis befördert MricgÄ<inde genießen, wenn sie in die Fürsorge nner öffentlichen Oogswsttion für Kriegsbeschädigte ausgenommen find, die 50pr»zentiEe Preisermäßiguna auch in bei 2. Klasse.
** © w O je tsausschußderÄeichSversicherungs-
sttcheu Tapferkeitsmedaille und zweier Würftembergischer Kriegs^ orden, lvorgeschlagen zum Eisernen Kreuz 1. Klasse. Sergeant Fried- rich La üben st ein, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse rrck für ein Pfund"be- und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, Hermann Bopp, Jn- Üöchsstiens 1,10 Matt Haber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. — Glashütten. Für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Musketier Otto Föllev wurde gestern eine Gedächtnisfeier gehalten, wobei der derzeitige Ortsgeistlicke Hofp.ediger 333 i b nt a u n von Gedern die Gedächtnisansprache hielt. .— Steinberg. Lehrer Preusch wurde zum Unteroffizier befördert und zugleich mit der Hessischen Tapferkeits- medaille ausgezeichnet.
A Nidda, 26. Nov. Rentner Konrad Hahn und Frau Anna geb. Lorz feierten das Fest der goldenen Hochzeit. — Lehrer Julius Levi, der seit 4 Wochen als vermißt gemeldet morben war, hat nun seinem Vater, dem lU-rmacher Theodor Levi dahier, geschrieben, daß er leicht verwundet in englische Gefangenschaft geraten seü
Kreis Friedverg.
Q. Bad-Nauheim, 26. Nov. Das Mitglied des Gießener Stadttheaters Kurt Larch hatte am Samstag ds Unglück, durch einen auf der Straße liegenden^Aipfelrest zu Fall zu kommen mch ftch einen Bruch des ^lingken Handgelenkes Mzuziehen. — Das Ergebnis des zum Besten des Roten Kreuzes abgehaltenen Opfertages beläuft sich! auf 1492 Mark. In Anbetracht der ungünstigen Jahreszeit ^ muß es als gut bezeickinet werden. — Bei bex vor einigen Tagen stattgefundenen Verpack,tung städtischen Geländes wurden die Pa,ch>tpreise für die Mehrzahl der Stücke 6—10 mal höher getrieben wie in Friedenszeiten.
anstatt für Angestellte wird uns aeschriedeu: Tie Reichs versrä^rungSanstalt für Angestellte hat benrmrttich die Einrichtung getroffen, derjenigen MitgKcdern, die infolge einer Krankheit be-
russunsähig werden «der die dadurch in ihrer Arbeitsfähigkeit ge- mnchett sind, zur Erlangung ihrer vollen Bevussfähigkeit ein Heilverfahren zn gewöhnen. Bo-ii dieser segensreichen Einrichtung haben sehr viele ihrer Mitskieder Gebrauch gemackst. So sind zum Beispiel im Jahre 1916 24 184 Anträge eingegangen, von denen 22 068 völlig erledigt wurden. Von diesen erledigten Anttägen wurden 16 804 Fälle gerrehmigt, das sind 76,15 °/a. Nur 14,65 °'o werden, während die anderen infolge der durch den Krieg^msdand bsdiirgtru Berhältuffse von den Antragstellern 'znttcckrenommen werden mußten. In letzter Zeit sind an die R. A. V. sehr viele Anträge gesandt worden, die Lücken in der Beantwortung der im Antragsvordcuck gestellten Fragen aufweiscn nnd beneii die im Vordruse geforderten Anlagen nicht bei gefügt waren. Die R. A. V. muß in jedem Falle unvollständige Anträge zur Ergänzung zurücksenden. D«durch wird die Erledigimg der Anträge erheblich verzögert, lim dies zu vermeiden, ist es dringend erwünscht, daß die Antragsteller in allen FÄlen sich der bestehenden OrtsaussckMse bedienen. Ter hiestze Ortsausschuß ist gern bereit, durch seinen Schriftführer, Herrn Walter Richter, Kircheuplatz 9 II,
Anträge auf rhre Vollständigkeit zu prüfen und umgehend an die R. A. V. einzureick)en. Auch gibt er stets in allen arideren Fragen mündlich und schriftlich Auskunft.
Landkreis GietztN.
B. Großen-Buseck, 27. Nov. Karl Volbert tmirde mtt dem Eisernen Kreuz 2. Masse ausgezeichnet. — Ter Grenadier Wilhelm Schwalb erhielt d«e Hessische Tapfetteitsniedaille.
i—i. Queckborn, 27. Nov. Dem Musketier Otto Werner wurde zur Hessischen Tapferkeilsmedaille das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. — Die Wintersaaten stehen infolge des ge- dechlichen Wetters in der gcm?^m Gegend prachtvoll.
Kreis Alsfelv.
e. Alsfeld, 25. Nov. Ter Kriegsfreiwillige Ludw. Dern wurde zum Leutnant d. R. befördert.
Kreis Schotten,
O Gedern, 26. Nov. Gestern abend fand hier eine Gedächtnisfeier für 7 gefallene Krieger aus der hiesigen Gemeinde statt. Der Ortsgeistliche hielt die Gedächtnisrede über das Sctriftwort.- Wie sind die Helderl gefallen! Die Namen der Krieger sind folgende: Richard Haas, Heinrich Morkel, Mkhelm Z ieg^ l e r, Wilhelm Haas, Inhaber des Eisemen Kreuzes 2. .Masse und der Hessischen Tapfetteitsmcdaille, Ofsiziersstellvertreter Heinrich Geyer, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, der Hessi-
Starkenburg und Rheinhesscn.
IckD a r m st a d t, 26. Nov. ^Zm Tlarmstädter Journalisten- und S chir i f t ste l l e r - V e r e i n hielt am Samstag abend Gene- ralmusitdirektvr Felix v. Weingartner einen Vortrag über die Grenzen der Musik. Von der Frage ausgehend: Was ist Mstsik? kam er zu der Antwort: Sie ist ein Spiel tönender Formen. Tie Musik ist nichts Bestimmendes, sondern die Sprache der Empfindungeir. Sie übersetzt die verschiedenarttgsten Vorstellungen. Die Frage: Was hast du dir dabei gedacht? ist der Musik gegenüber völlig bedeutungslos. Musik ist die .Kunst bei Seele. Sie offenbart uns, daß es noch, eine Welt außer der Welt gibt, die wir erfassen können. Sie sprichst keine Worte, aber wir verstehen ihren Sinn. Die Grenzen der Musik zu bestimmen, ist unmöglich, wenn wir unsere persönlichen Neigungeu voranstellen. So sind Neuerungen und Werke, die wir heute als klassisch bezeichnen, bei ihrem Auftauchen noch stets als xenseits d-er Grenzen der Musik fallend bezeickeiet worden. Die Grenzen der Musik, darin gipfelten die Ausführungen des Redners, md dann überschritten, wenn sie beginnen, sich selbst aufzuheben^ Sie haben kernen Maßstab für richchg und falsch, kein Vorbild in der Natur, aber sie haben eine organifchse und klangliche Grenzt und eiw adelige Grenze, die in einer Offenbarung der .stunst bestehen sott. Das Großherzogspaar und ein zahlreiches Publikum tvohnten dem Vortrag bei und spendeten lebhaften Beifall.
K.P. Rüsselsheim, 27. Nov. Die Firma Opel hat in vorbildlicher Weise für den Hausbrand ihrer Arbeiterschaft in der Weise gesorgt, daß sie jedem Arbeiter 9 Zentner Kohlen verab- reick-en ließ. Tiefes schrie Beispiel veranlaßte die Gemeindeverwaltung von Rüsselsheim, an alle von der Firma Opel nicht be- dack^leir Familien ebenfalls 9 Zentner Kohlen aus den Vorräten der Gemeinde abzugeben. Daneben stehen große Mengen Holz aus dem Gemeindetoald für Feuerungszwecke zur Verfügung.
vessen-Nassau.
][ Marburg, 26. Nov. Mit großen militärischen Ehren wurde gestern nachunttag der hier nach kurzem Leiden, das er sich im Felde zugezogen hatte, verstorbene Generalmajor und Kommandeur einer Jnfanteric-DiVision Hans Küster Mr letzten Ruhe geörarkt. — Heute nachmittag fand bei den Heldengräbern auf dem hiesigen Friedhofe eine militärische Gedächtnisfeier statt, bei der die Jägerkapelle und die Vereinigten Marburger Sänger mitwirkten. Die Ansprache hielt Konsisborialrat Prof. D. Born- Häuser. Trotz des Scksueesturms, der sich heute hier sehr be-, merklich, machte, hatte sich eine große Menschenmenge aus dem Friedho.se ein gefunden.
][ Marburg , 26. Nov. Die Eheleute Peter H o f s m a mr und Frau, geb. Öpv-er, in R.^Hotzhausen feierten die goldene! Hochzeit. — Der seit 40 Jahren auf der hiesigen Landeshellanstalt beschäftigten Wäscherin Christine Heuser aus Cappel wurde das goldene Kreuz verliehen. — In der hiesigen Klinik starb ein aus der Ziegenhainer Gegend stammender Zjähriger Kuabe, der ttlck- lings in einen in der Stube stehenden Dvps mit kochendem Wassev gefallen war.
G.A. Frankfurt a. M., 27. Nov. Tie katholische Kirchengemeinde Bockenheim heabsichttgt, eine Kriegs-D>edächtniskirche zu errichten, und ist mr die Stadt heran getreten, um den vorhandenen Bauplatz an der Sofienstraße gegen einen der Bedeutung des Baues mehr enffpracheirden mcdeven Bauplatz inr Westend auszutauschen.
ra. Holz Hausen bei Gladenbachs 26. Nvv. Jäger Heinrich H e r r m a n n erhielt das Eiserne Kreuz. — B uch enau. Die Gebrüder Karl und Heiirrich Jmmel, beide Unteroffiziere und in Friedenszeiten bei der Post bedienstet, wurden mit dem Eiserner Kreuz ausgezeichnet. — H e r nt a n it ft e i n. Die beiden Sölmr d« Famllie Weimer erhielten das Eiserne ftreu#.
Wotan „G a Lampen
Laben gegenüber den luftleeren Drahtlampen gleicher Helligkeit den Vorteil weiterer Stromerspam i3.
Die gebotene Einschränkung des Verbrauchs an elektrischem Strom erheischt für die Beleuchtung seine höchste Ausnutzung,


