Nr. 2 U . Swettes Natt
Erscheml täglich Mit Au-nahme des Sannlag».
lbk. Jahrgang
veUa-en: ..Stthener KamNlmdkätter- und ..Kretsblatt skr den Kreis Giehe»".
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
Samstag, rr. November W
3i9iiUng«nmdJrucf und Verlage Brühtl^« Unwerpläis-Buch-n.Sleuidn tfecei.
9L Lange, «»eveiu
rchrlftleit»«-. OrfchäflrfteSe und vnickerei:
SchulstrUlie 7. l ejchSs.ö,leUe lt. Bertag: «-Ebl, SchrtftltUlung: US.
Anschrift für Tr ht .achr;chtenr An-etgerGse ,en.
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Wochenrückdlick.
Uu» Mitö Cartd.
Die Lerchen des Zerfalles bei der Entente sehen wir nickt nur außerlicki an der allmählichen Loslösu.ng Rußlands und an der Katastrophe in Italien, sondern auch an den Maßnahmen und CiÄrterungen, die sich zlvisck-en den Spitzen dieses Völkerbundes abspielen. Es scheint, das; nicht einmal auf dem italienischen KriegssckMtpsatz ein einlieitliches Oderkommando sickergestellt tverden kann; lvenigstenS berichten französische Malter von Meuiungsverschiedenheiten, tvobei angekündigt wird, das; das englische Hilfskorps unler eigenem Oberbefehlshaber kämpfen lvcrde. Doincarä und Clsmcnceau herben dem groben Kriagsratt, den L oyd George int Unlerhanse zu verteidigen hatte, ein rein französisches „KriegsKomitee" zur Seite gestellt, das mit der ober, steil Leitung der Kriegspolitik beauftragt lvurde. Man sieht hier "deutlich, wie Clsmenceau die Politik seines Amtsvorgängers Painlevö korrigiert hat, während er vor der Kammer in seiner großen Programmrede beit gemeinsamen Kriegs rat mü keinem Worte enmihnte. Dem entspricht auch der Rückzug, den Lloyd George in dieser Angelegenheit vordem Unterhause angetreten Hirt Es soll danach in dem gemeinsamen Ausschuß nur ständige Beratungen, keine Zmangsentscheidnngen'geben. Wie der englijcheDiktator allmählich mit den schwindenden Aussichten der Entente sich abfiirdet, das ist- sehr (tzaralteristijch. Er beschloß, wie er sagte, eine „unarrgenehme Rede" zu halten. Tatsache ist. daß alle seine neueren Bekundungen unc eine leise Warnung und Drohung all die eigeilen Verbündeten klingen! Gebt acht, daß Ihr den Krieg nicht verliert! Fühlt Ihr noch dies zkraft in Euch, auszuharrcn bis zuin Siege'?" „Es geht nicht an, daß die Äst allein von England getragen wird." In der f Besprechung mit einer Sondergesandtjchast Amerikas hat > Lloyd George weiter seinem Herzen Lust gemacht und ,,un- ^ angenehme" Fragen an Wilson gerichtet, die durchblicken! lassen, wie gefährlich die militärische Lage sei. Wann kommt die erste Million amerikanisci-er Mannschaften? Plan müsse dies wissen, denn die Frage der Streilkräste an bew Fronten sei sehr dripalich. Aber auch wfn der rechtzeitigen Fertigstellung neuen Schiffsraums durch Amerika hänge vieles ad. Warum ließ Lloyd George diesen simplen Tatbestand burcl’ das Reuter-Bureau veröffentlichen? Doch wohl kaum, um dem amerikanischen Admiral Benfon Gelegenheu zu ein paar schönen Phrasen zu geben, sondern um Wilson den Ernst der Lage vorzuhalten! Ein weiteres Merkmal dafür, daß die Augenbrauen dckr englisch«: Kriegspoiitik sich finster zusamnrenziehen, liegt darin, daß im englischen Par- lament für die Errichtung eines Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten Propaganda geniachl lvird. Ob min etwas Derartiges zustande kommt oder nicht — so viel steht fest, daß die Unfehlbarkeit des Diktators Lloyd George bedenklich unterhöhlt ist.
Die lieberlegenheit in der politischen Strategie, deren Lloyd George sich rühmte, hat ihn in Rußland im ©:id)e gelassen, und noch so viele „;noralisck>e" Stimmzettel ans exotischen Länder?'., die er zu Frcnndsctzaslen überzeugt hat, wiegen das nicht auf Rußland steht bereits mit einen; Fuße außerhalb des Kreises der Entente. Amerika kündigt ihm offen drohend die Zufuhren aus. ES lvird immer wahrschein" lickler, daß die Bolsrlieunki in der Beherrschung der Lage sich durchsetzen werden. Solange indessen starke Gegen- bervegungen sich gegen ihre „Regierung" geltend machen, wird man ihren Auftrag, mit dein deutschen Generalstab in Verhandlungen wegeil eines Waffenstillstandes* einzutreten, in seiner Wirkung und Beden Mn g nicht überschätzen dürfen, hindenburg und Ludendvrsf iverden sich vor allem Klarheit darüber verschaffen wollen, wie es mit der der-
gen Staatsgewalt in Petersburg und ihrer Dauerhaftigkeit beschaffen ist. Die Frage des Waffenstillstandes gehört ausschließlich in die militärische Zuständigkeit, denn es handelt sich dabei darum, wie ohne Gefahren unsere Kriegslage gebessert werden könne. Die unbedingte Notwendigkeit, einen Waffenstillstand herbeizusühren, scheint lediglich aus der Gegenseite vorzuliegen Es ist nock) nicht aufgeklärt, ob die gleiche Aufforderung der russiscl>en Regierung auch an die bisherigen Verbündeten Rußlands ergangen ist. ob diese ettoa bereits eine abschlägige Antwort erteilt haben, oder ob Lenin und seine Leute es überhaupt für fruchtlose Zeitverschvendung halten, sich nach London und Paris zu wenden. Der „Temps" l>at bekanntlich vor einiger Zeit erklärt, es werde den Verbündeten nicht einfallen, in einer „Räuberhöhle" den Frieden abzuschließen, und Clemencean hat in seiner MgierunaSerklLrmrg das sieden sfreundliche Vorgeh«; der russischen Radikalisterr nicht gerade ermuntert. Die in Italien neu enviesene militärische Ueberlegenheit der Mittelmäcktte wird den Friedensdrang der Russen erheblich verstärkt haben. Wenn England und Frankreich in ihrer Unverlöhnlichkeit Verharren, so kann es mir im Interesse Rllßlmrds liegen, wenn das gewaltsame Ende beschleunigt wird. Da eine russische Offensive gegen Deutschland unmöglich ist, wäre es wohl denkbar, daß,den Russen ein schrrelleres Hinabrutschen ihrer bisherigen Freunde auf der schiefen Ebene gar nicht unwillkommen ist. Der mißglückte Durchbruchsversuch der EnglLiwer südwestlich von Cambrai lvar nur ein neuer Beiveis dafür, daß Dentsä>land stark genug war, die wuchtiger; Bernichtuntzsstöhe gegen Italien z»; mrternehmen. ohne Schädigungen, an den übrigen Fronten befürchten zu müsse;;. Setzen wir dem von Elemenceau proklamierten national«, Verzweiflungskcrmpf Frankreichs den unbeugsamen deutschen Siegeswillen entgegen! Wir kennen unsere straft und rverdeu s;e gebrcruchkm, hat neulich, Hinüenburg erklärt. Jeder einzelne der Enten tvStaateu befindet sich dagegen ln einer eleirden Mhängigkeit. Es war sehr zeit- gemaß, daß Deutschland zielbcivußl in diesen Tagen auch zu einer Erweiterung des deutsclien Seesperrgebietes geschritten ist. Daö Ergebnis des U-Boot-Krieges im Oktober (674 000 To. versenkt) ist annähernd das gleiche wie im September (672 000 Do.); da sich jetzt mrseren U-Booten neue Felder der Tätigkeit in den fkandinav;sck>en und dänischen Geivässern, ferner ;rm die Azoren, die Stützpunkte des feindlichen atlantisckien Seeverkehrs, nnb «rduch um das venizelistische Griechenland aufgetan haben, so norden wir vielleicht bald d'^ lvahre Leid«mSmiene Englands er- n: - bi he hi allerlei brcrmairbasierenben Ge bürden versteckt hat.
Gießen, den 24. November 1917.
** Auszeichnung. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurde Karl Gerhard von lster anSgezeichnet.
W il d- Be r ka u s. Um eine bessere Verteilung der der Stadt Gießen $ncr Versügimg steheiwen WÜdmerigen durb,ühren zu 'können, sind evre 'A^.zal>l Bervedmulmu; erlasse,; lvvrdan, dia im Ak^ngent'.-il der häutigenIkummer em-imll)«; lock.
** U n i v e r s i l ä rs go t tc s di c n ü. Der uiüverfi älsgaltrs- diensh am nwrgigen Som;tag bl der Reuen Alula beginnt p ü n k t - l i ch im? 1 l;/(ß Uln.
** S ta dt t he a te r. Nachdem Herr Klöpser von den Folgen seines Unfalls wicderbergeslcllt ist, kann dve „ttraussüln'ung" be* Schauspieles „Das Recht aus die Frau" vm, Harry Pohl- mann nunmehr auf DomunsLag den 29. November sestgcsetzl worden. Tie Vorstellung si;wet als 9. Freitags-Abonnementsvorstellung statt: da aus dü' freien Abende des Franksnrter Gastes Rücksicht genonnuen werden mußte, ,rmrde statt des Freitags für diesen Fall auS;;alM«veise der Tonnersvag als SMltag genommen. Auch den Tiensvag-Abmmentcu soll die nttevessantc Neuheit geboten, verden.
** Ueber die M' a zz o s b e ste l l u n g siehe die Bekannt- machiung dek israel Fdeligro-nAgenurinde im heutigen
** N achen t r i chtun g der ReichSslem pcla l> g a b e zu ausländischen Wertpapieren llm die vollständige Ann;?l)uug der m drutschm; Besitz beföipliche;; ausländischen Wertpapiere bei der ReiichÄmrök ackhl durch die Furcht zu !x?en>trächtigen, in Stempekstoase g-eiuvmute,; zu werde.;, haben sich die Regierungen aller deulfch>en Bu;vdes>stt«rdan enksch'osson., die etwa wegen unter- kassencr Cntrichtmrg der NeicchsstktNl'Lial'gal'e kür ausländisch;' Wertpapiere verwi,Den Sevafa; in s ow e i t nicht feÜGä;>etzen oder zum Vollzüge zu bringar. als W-rlPapiere der Reichsbank mit dem Vermeök „mcverst-ku^r'tt" angemeldet werd«; irrrd die geschirldetr Abgabe nmüeutrickstet wird ?d<ch bin ^ Erfolge der Masprahme muß Mt-ganomnum wevdeir, daß die!such in den bei der R<älbZbm;1! c.inger-'i'ch'en. Aümeldiokgen die ber Spiere als uu-
versteu-ert rrrrterbikieben inst» auckn die Nwchentrühtnng der Abgake unteillosfen ist Das Jehl« do.^ Verme>^s „mrverstei-ert" enthält nur die Verletz»,^ edvr Färmdochchrist.. brem nachtr-gs^b ErsrLÄmg gwüi* UiuftfeiMW*U «cti im Geic'ige Ww. Hierüber wird deslxrtb hin,uvi 7 gee!»en n*rr«, Dü' Nu,t»-nrrilchttmg der Ab- ,ral>e mag desl-alb vielfach uuterbliobO; sor,;. ,oeü enve bewnt^ve Auffvrdenkng zur Borlaige der Paniere zwecks nrnksträglickr-cr Stem- pelentrichttrng erwarttä wurde. Terarnge Eprzelcruffordernnge,; sind aber ni jetziger Zeit urttumÄch GZ ist viel mehr' Sache ;edes Eigentümers mrgestenwckter MLÄandttcher 'PiUMere. tzrefa einer zur Al'- stenwSsorg zu-LÄidrgeu StauerskÄtte zur Nachprrj^n^rung curzn- ,m4den vnb Xn>nrä<yrm. Arständ«g hrerzu sind die Hanpkzollämter Berlin Börse. BreSlmi Nr»cd. Wln ArvsveliEvslrr. Frankfurt a. M. Vö-ämrstrache. die .KnüsNasse vvö, jOl'erl'avecn rn MürntZen. daS StemRckaTTrt m dtürnberg. die S*mW*t»nÄmter DrvSdo,' II und Leipzig II, die Hauptftzeuerämter in Stuttgart. Karlsruhe. Mcum- ho:m und Dirrnrftodt. das Hauvtz»M-r>ut K^riserstvaF' st, Brennen.
StempelVZntvr m H?.mb,rrg uni» das Hmcv>tM»llg,nt in Straß- buvg i E ,md. l«veit eS svh um die WDtvrb^vrLiie-ltrichttu^ für iu;Sländisck>e Gemifnichwre l»:idelt. rrur die germTmten Amtsstellen in Berlin Frankstrrt a. M.. Dresden. MaTnrkeim. Ham
burg ,rnd Stratzburg i E. fTie Rmchentrichttn«; der Abwbe liegt im eigenen Iiltereste Erge^rttbm'rs. da sie eme roesenckiche Be» dingnng für die Strassr-eiVü me*reu llnrerEgssung der rechtzeitigen M»Mlw,mkrichttmg ist die Nachmtck h-umg der Abgabe ?mter- läßt. schmcht in G"strbr d-w Strafvor'svlinrrg aus $ 11 des Reichi- üenn'elgNetzes. N»lckze G«!ldstr-'.fen m H5l« des sü'Mrutzz,nen.zig° mchn ^zetmges der' .hörte r/txitn&i Abgabe, mindeste'is aber 20 Mai'k für iedes Muä^pier arthcoM — Die NnckKittrichtung der Adgabe hat nickst unlx'dingt dve Wcfdrü-ckimg des Reick»-?stempeis auf die Misländi^ckien Wiertvaviere z»;r Fvl-w. vielmehr kam, ans Gnmd de, BcckcomtmachlMig d's 'lkeick,Äwrzlers v>o'.n 3t>. Mai 1917 ^entrofW für das De,ck'ch' Reich. S. 129) Yrxit der.Absteinkutlung der Wertpapiere ab-.ieselstv, urrd über die ?lhaas<;n,trickst,mg eine Bescheinigung erteilt luerden. üstern di^ ry der AunwLdung lznv ^Lachnttckchtt^rg der ?l7>gabe be,rn1vach wird
** S ckwa r)-W ei h - T hca ter, SslterSweg 81. ,.Das gckheimnisvvtle Telepbou" petiteft snh der fstchintere'sante 5a Ai ge Ted'ktivfilm von Harry Biel, der von Samstag ab dis einsck>l'eß- lick DienStzag zur Ausführung gelangt. Außerdem irstrd das Lustspiel „Ter kleine Professor" vorm'kührt. Siehe Anzeige.
LanbkrrtS Gießen.
** Queckborrst 23. Nov. Dem Fmanzanttsgehklfen Ludwig Herzberger, früher in einem Ins -Rgt. im Osten, wurde am 27. Oktober das Eiserne II. Klaffe nachträglich verliehen.
** Steilt derg, 24. dloo. Dem Unlervsfi.äer Jakob Schneider in einem Jns.-Regt. tvurde das Kriegsel/ret^eichen in Eisen verlrelnur
** W i e s e ck, 23. Nvv. Füfflicr G>mund Roth, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zum Gefreiten befördert und echü'lt die .Hessische Tapserkeitsnrcdaistle.
Kreis Düdinaen.
O Dad Salzhausen. 24. Nov. Das Hessisch Kriegs- ehrenzeichen, früher das Eiserne Kreuz, erlstelt der Kanonier Friedrich Genncda ch«— Odcr-Widde rshei m. D»rs Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Friedrich Wa s se n s ch m i d t. die Hessische TapferVeitsmet»aille der Fahrer Ludlvig Pfeffer. — Nidda. Tie Hessisch Tapferkeitsmedaille erhielt der Ulan Heinrich Swotter. — Ober-Mockstadt. FürS Baierland starb der Hornist R o o L
4t Berstadt, 24. Nov. Den Heldentod stcrickl der Lehrer Wilhelm Acker, Unteroffizier und Offiziers-Aspirant. Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Heffisclxm TapferkeitsmrdaiUe.
-ch- Kohden, 24. Nvv. Das Eiserne Krvuz. frilher dir Hessisch TapfeckveitsmedaAe. erhielt der Umevoffizi.er Hur» Lenz.— Blofeld. Die Hessische DapsestüütSmedaiUe erhielt der Musketier Ludwig Uhl.
e. Kreis Büdingen, 23. Nov. Die Hessisch Tapfcrkeits- medaiUe erhielt Adam Wilhelm Reichert in Himbach. — Der Hornist Adolf R o o s von Ober-M ockstadt saiw im Wter von 23 Jalircn gemeinsam mtt seinem Hauptmann den Tod auf dem Felde der Ehre. — Der Landfturmmann Peter Wagner von Rinderbügen nmrde mit dem Eisernen j-reuz 3. Kl. ausgezeichnet. — In Bleichenbach erhielt Wilhelm Kraus Mm Kricgsehrenzeicher; das Eiserne .^vreuz 2. — Dem Musketier
Jakobi von R o h r b a ch rm;rde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen.
KrriS Lauterbach.
z. Greven ha in, 24 3dov. Den HeldenLod strrv «tf dem Felde der Ehre der Ers.-Rekc. Emü Schäfer.
KrciS Schotten.
ü- Schotten, 24. 9dov. Das Eiserne Kranz erhistlda; der Scrfvldat Heidenreich »old der M-s'öetier Karl Hasen- auer. — Eichels dvr s. Fürs Bntt'rland starb der MuSVktier Karl. Böhl. — Kölzenhain. Noch 2b nw>»tlicher trern-r Pssichterfüllung strrb der SckKtze Otto Kraft, Inhaber der Hessischen DapferVcitsnnDaiUe. — Feldkrü <f en. Die Hessische Täp- sestkeitsnredaiUe erhielt der Landsturmmmm Ferdinand Schneider. — Ulsan. Des Eiserne fckldlvebÄ Otto Iüga r.
3 CTQQ 1 Klaffe cwhicklt der Vizc-
Krrts Frtcbbrr«.
** Friedberg, 24. Nvv. Fabrikbesitzer Wilhelm Haller, JNltalwr der Lackfabriken Fra;^ Mcgerle, wurde zum .Kvmmerzlen- rat ernannt. _ , . . .
* Okarben, 23 Nov. Die Hessische TapferkeitSmedarlle und das Eiserne Kreirz erhielt der Unbevoffizrer Katt Bern deck, Sohn des h eigen Pfarrers Bernbvck. — Burg - G räfen rode. Tic Hessisch? Tarckerkeitswedaüle, früher das Eiserne Kreuz, ccm hielt der Gefreite Karl Gebhardt.
Starkentrurn uuö Rhcjicheisen.
I D a r m st a d t, 23. "lä*v. Im hiesige" Krankenhaus stürzte sich ein vmi austpärls stamuunwes Dienstmädthen ans dem Fenster des dritten Stocks rinb blieb rot im Hofe liegen. Gram darülwr, oah sie wegen tlrcer .^krLnÜilikeil in Fcncer Dienststelle länger bleiben lomtte, trück das brave, ordenttiche MädclZen zu diesem oerztveifetten Sckvitt. — Aus .Liel'eSkumnrer" erschoß sich ein tbjähriger Bank^ lehr!ing im Keller seuves elt^lichn ApovesenS.
I Darm stabt, 23 Nov. Im R icha rd-Wa gner-Der^ c i n tvug das Perlöwr Terzett Elß, Kn ü t tel (Sopranl, Etiarlottü Ahrens (Meyzosoprcutt, Elisabeth Böhm (Alt), hauptsächlich VMS lieber vor. ZrvifckZnchicvch ivardete Konzerttneisder Otto D r n m m - B e r l i n mit Vivliirstücken von .Roger, RüS u. a. aus das Terzett in seinen fein abg-estönmten. gornütt^len Vor- trag bemerbnrÄvertr Leistmrgen. so zeichnete sich das Spiel dcß Künstlers dnvck UMrnict Ton aus Leider boemträchtigbe er selb« den Eindruck durch dis Wahl allzu viert,wsenhafbsr Stücke.
N i e r st e i n . 24 Nov. Eine Weihnacktsgabe. die sich sehen lassen farm, hat die hiesige Bevölkerung tür ihre im Felde stehen- den Feldgrauen zus-ammengebrackt. Durch freiwillige Gaben tour» den 3328 Mark in b<,r, 15^8 Flaschen besten WeinS, größere Mengen seine- Backlverk und R»mchcrrtikel aller Art zuscnnmengebracht. Tic reich' Spende kommt delMlächst in mehr als 500 Se,ck>ungeni «; Niorsteiner Soldaten an die Frvnt.
Kreis Wetzlar.
ra. Aus dem Kreise Wetzlar. 24. Nov. Ueber einen Monat standen die Stationen des Kreises Wetzlar im Zeichn der Abfertigung des gewaltigen Kartoffelsegens. Tausende von Zentnern Umrbcn teils als Stückgut, teils in Wäggonladungen zum Versand aebr« rbl
na. Reiskirchen sKr. Wetzlar), 24. Nov. Leutnant d. R. H. Rau sSeminarist) von hier erhielt das Eiserne Kreuz.
m. Ulm, 24. Nov. Gefreiter Wilhelm Born erhielt daS Eiserne Kray.
Hessen-Nassau.
ra. Biedenkopf, 83. Toot. Mit dem Verdienstkreuz für Krwgshilfe nmrden ausgezeichnet: Hauptlehrer Höhn-Rvdheim, Haupttchrcr Berg Wasiau, Hauptlehrer Müller - Görmcrn TMd Lehrer W i c g a n o -Dautphe.
va. Brau dach, 23. Nov. DaS v er storbar« Frärckein Keller hat dem Krankenhaujc 4500 Mark und den Armen 1000 Aiark vermacht.
ra Herborn. 23. Nov. Laut einer Anordmmg des Kreis- ausschuffes ist der allgemeine Ladenschluß zur Ersparung von Brennstoffen und Lichr cruf 5 Uhr nachmittags, an Samstagen <mf 7 Uhr abend-, festgesetzt worden.
ul. Limburg. 21 Nov.^Zn der Mittwvchnackrt wurde in dem Ladl-N des Messerschnttcds Spranz in der Unteren Fleisck^affe em Einbruilzzdiebsta!,) perM. Tie Spitzbuben zerschnitten ;>ie Ekerscherl.«, und entnahrncn dort Messer. Haorschnechemasckrirvn, Bestecke u dergl. Man hm von ihnen noch keim' Spur entdeckt. \
ra. Rvdheim a. Bieber, 23. Nvv. Selbst die stechlustigen Bienen sckvinen vor Tiebr'shindeil nicht mehr sicher zu sein. Hier wurde in einer der letzten Nächte ein Birmorvolk im neuen dllbertt-, strnk gestohlen. Jedenfalls ist der freche Diebstahl von einem Bienen, kcnner ausgcfühn worden.
Gericht»saal.
I. Darm stadt, 23 Nov. Wegen fa h r l assi ge r D ra nd^> st i f t u n g nmvde eine Frau von hier zu 80 Mark Geldstrafe ver> urteilt Sie lxrtte Asch.e in einer Hokzki ste cu;f den Speicher gestellt. Zinn Gl lick wurde der Brand, der infolgedessen im Dach- öcIhüT mrsbrach. ivoch rechtzeitig infolge RauckLulwiMung cZttdeckt. — I,; drei Fällen wurde;; Personen wegen Fälschung der Lebensmittal aus weise mit Gefängnis von 1—3 Wochen bestraft.
kirchliche Nachrichten
ck.' >> ».-gctttöe
Sonntag 25. Nov. Toten-Sonntag. Koll. f. d. Nat.-Stiftg. f. d. Hiuterbl. d. im Kriege Gef. Gottesdieirft. Iln der S l a d t k i r che. Vor;;;. 9y*: Pfr. Afa.hr: il: Kircherk. f. d Matth-0^em. Pfr. Mahr: abds. 5: Pfr. Schimrbe. — In der Johannes kirche. Vorm. OV 2 : Pfr. Bcckrtolslxinwr; 11: Kinderk. f. h Luk.-Gem. Pfr. Beck- tolsl?eimer: abds. 5: Pfr. ?lusfeld. Mittwoch 28. Nov., abds. 8 : .st^riegsbetstuude. Pfr. Bechtolsheimer. — In der Kapelle des a l t c n Frit'dlVfs. Nachm. 2: Pfr. Scimmve. —In der Kapelle des n e u en Friedhofs. Nachm. 3: Pfr.-Ass. Liz. Reuning. — Kirchberg. 10: Uneins. Trai;erf. f. uns. Gefallenen: Koll. f. d. Natt-Stift. 2 Feier d. hl. ^lbendm. s. Tautzringen. — Lollar. 1»/,: Koll. f. d Natt-Süll. — Mainzlar. Äbds. 8: Kriegsbetst.
llatho!ische Gemeinde.
SainLskag 24. Nov., nachm. 5 u. abds. 8 : Gel. z. btt Beichitß Sonntag 25. Nov., vörm. 6 V 2 : Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe: 8 : Ausbeil. d. hl. Komm.: 9: H^>ckmnt m.Pred.: 11: Hl. Mesfa m. Pred.: ;uüchm. 4: Iüngl.-Kmigr.; 5»/.: Ehriftenl., darauf And Dienstag u. Freitag, abdtt 8 : Ikrie^bittond. — Diaspvra-b>otteSd am 25. 9fav.: Grütcherg 9Vr, Hungen 9^/».


