Dt. 27) Sroctt«
Erscheint KßNch mtt NuLnatzm« des Sonn lag-.
VeUagen: „Gtetzener ZomttievdlStter" und „Lrrt5dlatt ffti drn Kreis Otetzen".
Posifcheckkv«to: Zranffutt am Matt, Nr. N68-. Vaakvcttehr: Sewcrdedank Gießen.
vlatt 167. Jahrgang
General-Anzeiger für Gberhefjen
Samstag, r. November 917
3n>iUtng5runö:*nicf und eil. .
B r ü ht'jche Unlveriuäl^-Buch-u.St ckerei.
R, Lange, Gießen.
Schriftteitung, Seschästrstelle und Druckerei:
» Schulsttuge?. b' efd;äf Quelle u. kctlag: =^*6', Schriftleilung: 112.
Anschrift für Tn.htaachrichtcn: Anzeiger-üe' e».
Die Wagenburg.
(Trn Nachtbüld aus •OberitcrUett.)
Bo-rn italienische Kri-ogsself«uplatz wird uns gescl)tioben: L)st genug ist es uns in btefen Tagen vorgetommen, als sei die große Zeit des Vornrarfches in Frarttüeich wieder-
S hrt. Dl-esell"an Mäiffck>e, diessrb-en Bilder. Und tuic damals die Strafeen de streut mit Waffen und Gepäck, mit Ans- rüsttmgS>geg«t! künden und toten Pferden, mit umgestürzten und -^bwck>enen Karven. Und an den Wegen di'. Leickien der Feirrde, einzeln, in Haufen, wie sie das tob
brrnycmdc Gesckwß traf. fpeufe nacht erlebten wir dü.
Wachheit des alben Wortes, das wir ostnntts hörten, wenll Kelsende von Italien, denr Lande der Sehnsucht unserer Dichter urrd Trämner, unserer Grasten und Künstle erzählten: Man spürt cs am Dreck, wo Italien anfängt! Ztoar Vmwn an dem, was wir erlebten, die Italiener nichts dafür. So ist es überall, wo es in Strömen regnet' und ^Fußvolk, Reiterei, Artillerie und Trains sich auf einem drängen. Jmnierhiu habeil lvür äl)nliches in dieser Be- ziehum/g mix noch in Ru.süand keivnen gelernt. Die Nackft wrr rauh und naß. Der Wind kam von bim Bevaen Simfc j trieb mit den Wassewnassen, die vom Hinrmel gossen, sein loses Spiel. Es nxrr garrz in der Ordnung, lvenn mehr als einmal ein Witzbold rief, lvo nnn eigentlich Cadornas berühmte Rogensckprme wären. In der ganzer! Beute, die bis fetzt geffniden lmirde, lvar Vorn einziges solcl>es Instrument zu finden gewesen. So stapften wir da hur. Der Iiegen drang durch alle Fasern des Bnffenrocks, tropfte vom Hälrn in das glühende Gesicift, durchweichte die Unterkleidung, und rannt es für cincit Augenblick einen Kotounenstof; gab und nach einein Anprall gegen das Kochgeschirr des Vordermannes das Ganze zum Halten kam, so gab es eine regelrechte Gänftst-aut Weiter, immer weiter. Ab und zu verkündeten die boten Umrisse eines verlassenen Hauses, daß auch in Oberitalien Meirschen wohnen. Wrnn dann aber ein Dorf kam. so fast sicher der rote .Hahn daraus; den hatten die Italiener ihren Landsleuten zurückgelasscn Nun aber gab es einen längeren fymti. Die Dorllister nnirden abgelegt und dienten als Felostuhl, und hin und wieder Mette einer ein., um vom sorrnigen Italien oder... von der .Heimat zu tr^irmen. Do entdeckten scharfe Augen ttttzt^- der Straste ein duntbes Etwas, und eine Patrouille, dir sich auf die Beine machte, Kam reich mit Schstitzen beladen zurück Eine groste Wanderuna nach dem dunklen Schatz- jild Hub an, und was war es... eine Wagenburg. Die flüchtige Bevölkerung irgend eines Dorfes war aus diese Weise ausgerückt, harte auj die Wagen geladen, was in der Hast erreicht werden konnte und hatte nun hier die Karren zusammengesahren, um Rast zu halten auf der tollen Flucht. Die schönsten Betten lagen unter den Planen, Kisten mit Polenta, Zucker und andere estbare Dinge, die besonders nach eiTveni Nachttnarsch in strömendem Rogen auch dein deutschen Krieger raohldekvnrmen. Ein Gcückllick)er fand sogar ein Ding, das einmal die Vorfahren in Doubschlaird zu sttkätzen raußteir, das aber den 9ärchfahr>on rm Kriege ein stüif Märchnrreich geworden ist: euren Schinken! Als der' verrertt wurde, waren aNe Strapazen vergessen, und man dankte es den Jbalianos, die beim allzu raschen Nahen unserer Kolonnen allzu hastig ihre Schatze im Stich ge- i lassen und auf Schusters Rappen das Weite gesucht hatten. L Auch der Inhalt maircher Flasche mtt rotein dicken Wein tat L durstigen dentsct-en Kehlen gut. Freilich, auch die schönste »-Viertelstunde hat ein Ende, und scharfe Befehle erinnerten f daran, das; es Krieg ist, und daß der Feind, wenn er ein- f mal riclftig auf der Flucht ist, auch ordnungsgemäß verfolgt sein „wttrst In kurzer Zeit stand die Kolonne abmarschbereit, bis auf einen Nachzügler. Schon wollte der Häuptling in ein echt deutsches Donnerwetter auf italierftschein Boden ausbrech-en, als ihn ein furchtbares Lachen schitttette: Der Nachzügler kam mit einem... Regenschirm an. Den schwang er hoch in seiner Linken, uno wer das Bild sah, konnte länger als eine halbe Stunde darüber nickst zur Ruhe kommen. So haben wir doch Cadornas Regenschirm unter der italienischen Deute gefunden...!
Ru- Stadt und kanv.
Gießen, den 17. November 1917.
** Auszeichnungen. Dem Unteroffizier Karl Müller wurde das Eisenre Kreuz 1. Klasse verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Kbafle'mrd die 5oessischc Tapserkeitsinedaille sind sä-on längere Zeit in feinem Besitze.
** Pro mcn adenkon-ert findet (Burmtag mittag um 12 Uhr in der Südanlag-e statt.
** Stadttheater. Der morgige Sonntag nachmittag briidgt eine Ausführrmg des hübschen neuen Fuldaschen Lustspiels „Die verlorene T-xlster", das uns gegen Sckstuß der letzten Spielzeit ziveiinal gegeben werden kmmde und dal?er noch inanchem Thc- atersrnnche unöekcnml sein dürfte. —, Ila der Abonnementsvor- slckltmg d«S näckfften Dienstags gelangt in der drecaktigen Kvmödu' „PerlAxrg" Karl Sternbeim zum erstenmal an unserer Bühne zum Worte. Das Werk hat bekaunllick) erst vor kirrzem seine Ur- cruMhrrrnp im Sck-auspietftcruse in Franksuri a. M. erlebt. Diese
Vorstellung Ixtt noch besonderes Interesse dadurch, daß ein ftüheres, allgemein beliebtes Niii<stied in ilw zum ersvmnale unsere Bühne unLdcn betritt. Syrer Karl Volck, der seit Kriegsausbruch sich als lVizeseldtoebel betätigt lM, zuletzt in Galizien, i>t auf ^Kellamation unserer' 'Vittmenleitung hin senreiu Berrrsc zurückgegeben ivordcn und tvird in „Perleborg^ die .Hauptrolle des „Frisecke" spielen. Sick-er wird das Wiederaus träten des gediegenen Darstellers allgemein lxgrü^t loerden.
** Lichtspielhaus, Bahnhofflraße 34. Nur Samstag, Sonntag und Montag wird das Filnrlustspiel „Schichpalast Pmkus" mtt Ernst Lubitsch in der Haup:.olle vvrgeführt. Außerdem mthält ms Prvgrannn oas .Drama „Zur 12. Stunde". Tie llraufsühning! '>es Filmwerkes „Das Mirakel" ftndct Dienstag den 20. Nov statt. Siel-e Anzeige.
Schwarz-Weiß,-Theater, Seltersweg 81. tritt non Samstag. 17. 9d)v., bis einscsstirßlich Montag, 19. Nor Maria Orsku in dem Drama „Die schivarze Loo" aus. Ein Film loerk ..Lotte, du süste Maus" vorvollstäudigt den Spielplan. Siehe Anzeige.
**(5m Hotel Für sten ho f, Gießen, findet Sonnabend und Sonntag Korrz.crt statt. Siehe Lljnzeige.
Landkrels Gießen.
tt. Treis a. L., 17. Nov. Nach längerer U^ewißheit über den ihres Sohnes, des Musberttrs Ksrl H e n r i ch von
hier, der s<it 20. Angtrst vermißt war. erziel en die Ettern dieser Tage buiTO Vermittlung deS Roten Kreuzes die traurige Nachricht, d-.ff; er gefallen mrd von den F-can-o-cu aus einem Friedhofe bei Verdun befüaltd w-ocdeu sei. — Zum Gefreiten besördctt wurde der Mrrsketier Hemrich Rabenau. Die Hessische Tapferkeitsmedaille crlchelt der Urtteroffister H e 1 t ch e.
Heijrn-Nnssau.
ch. Ratzvuport cm der Mosel. 16. Nov. Hier sind zwei GLterzisge zrffammengcffüoßeir. ,Em Zugführer und ein Schaffner kamen i-„is Leben. Ein Hilfszug gürg von Koblenz aus nach der Urs ll - le. Dtt best e! Gleise wären längere Zeit gesperrt. Ach Wag' eben erheblichen Schaden davon getragen., wie ^ über- l>aupt bdt entstandene Schaden, reckst ansehnlich ist.
,l Wiesbaden. 1?. Nov. Wü aus edier setzt veröffentlichten verck-"üch'rchen tleberiichl ersichlich ist. ergab die Wcwernte im Regiernngsbezirf Wch^adeu im Fahre 1915 68354 Hektoliter Weiß- und 700 Hektoliter Rotioeiu. gegen 12 772 Hektoliter Weiß- und 239 SxflcCttrr stdottvebi im Jahre 1006 Fm Zahre l‘J 15 umrbe sogar das bis jetzt als bestes geltende Wrrnjahr 1911, das 63398 Hekdokitl-r Weiß- und 662 Hektoliter Rottveiu 'brachte, überhatt. Das Jahr 1917 soll nock) besser sein.
Giehener Strafkammer.
Gießen, den 16. November 1917.
Die bereits wegen Diebstahls vorbestraften Taglöch,er Wilb. K. von Münster. Oberlaftnkreis, und Georg T. von Bockorherm sind ansellagt, m der Nftck« vorn 19. zum 20. Sp.»snber l 38. in Wobnsekd, Kreis SckM>ttcn, dom Landwirt^ Gr oh daselbst 3 'Laar Sttünrpfe, 1 Hose, 1 Anzug, 1 Ueberzielrr, 2 Pserdcoh onklappen. 1 Deckbett mtt Mssenbe-ug, 2 Deckl^ttberüge, 1 Kifs«lbezug und 1 Säctäuu mit Zucker aus oiuein Gebäude erlNvmidet z" lialen. K. ist ferner der Unterschlagung vor, 5 Mark besckm^digt. Er chrtte von dem AuMrst Gor'vel in NMusber euren Bezugsschein und 5 Mark erhalten, um diosom 1 Paar. Schsche zu Kau^i. ist diesem aber nickst 'rachuekonlmen.. finrdein hat die 5 Marck sstr sich verioendet. Die Angeklc^;reu sind gesrmrdig. Sie UvHeu von Frarrksurl nach Stanum Mücke gesaliron uird von da nach Wohnseld d^^^dert stttr. Hier lxrben sre dann den Dlolistuhl Mlsgo^ührt, sie sttrd drrch ein offen stellendes Fenster im ol-eren Stoch >xrck d?s .Hruses unter Bcorutzrmg einer Leiter errgestiegen. Der Bestv'ckene, t*rc am anderen Morgen nach Gies-eu nullte, vermißte alsbald seinen Uelierzüher und so wurde der DiebstzM entdeckt. Als er an.bie Station Mücke ßam, beinerfte er dort z voi verdächlstge Männer mit Bvttzeitg'und dergileick-eir, die in den Zdrg rrach enffffeyen. In Gwßen-
Buseck veranlaßt^ er deärvl Festnrrftne durch die arn Bahnhof an- lveserrden F'ldgendannsn, Das Gerücht vm-urteilte K. zu einer Ge- sMntzncksthausslraie von 3 Ickten und 1 Monat nnd T. zu 3 Jahren Zuchtb^w. Bünden Angeilagten nmrden die bürgerlicher! Ehrcn- veckste auf 'die Dauer von 5 Itthren aberkannt. Beide erkannter, das Urteil au.
Wegrm Beraubung von zirka 20 Feldpostpaketen harte sich ein bei der Post als AuSft^cr besckstiftigter 17 Zähre alter Bursche aus der Wettervu zu vercckftnvrt^!. Den Jkrftrlt der Pakete, der aus Gßwaren bestaud, will er verzehrt hrben. Das Gerücht rerutteüte den geständigen Angeklagten zu 2-Monaten Gesängrris.
Wegen Bettelns unb Landstreickrerei ist der wegen dieser Delikte bereits vielmals vor bestrafte 54 j ädrige Karl W. von Bel gern vom Auttsgerickn Herbstem mtt 5 WockstM Hast urrd Ueberweisung an die Lmtt^Pc^izeibestSrde verurteilt worden. Der Angeklagte, welcher sckstm dreimal ttn Arbettshaus n«r. hat gegen dieses Urteil, insonxüt darin auf Uebenweiffrng erkannt ist. Berufung verfolgt: vor Beginn der heutigen BerhcMdLvnjg zog er seine Berufung zurück, es bleibt beim ersten Urteil.
Der 20 Jahre alte Maschinenschlosser Philipp B. verfolgt gegen das Urtctt des Schöffengercchts Vilbel, dirrch das er wegen Entwendung von 15 dem Wirt Sckwvach daselbst gehörigen Flaschen Wein mtt einer Wrxbe GcsängTns bestraft worden ist, Berufung Das Rechtsmittel hatte auch Erfolg, denn das Urteil wurde aufgehoben und der An. 7 eklagte nur wegen Mundraubs in fünf FÄlen zu 50 Mk Geldstrafe verurteilt.
Die 13jährigen Schicker R. und W. von Steinbn'g bei Ortenberg sind angeklagt und geständig, imb zwar R.: Ende Zanllar 1917 den! Heinrich Weidrver in Sternberg 40 Mark, am 23. März dem Heinrich Sviclmann daselbst 5,50 Mk. und mehrn'c Würste imd am 26. Mürz mehrere Würste, zwei Taschenmesse!' und ein Stück Brot, sowie beide Angeklafte mmernschaitlich am 19. April dem Hüttenarbeiter Weidner 140 Mk. aus Gebmiden entwendet zu haben. R. erhielt 6 Wochen Gefängnis und W. 4 Wockp'n.
Das 28 Jahre stte Zimmermädchen Marie G. von Bock (Württembergj, der Taglöhncr Fri»'drich Sch. von > ottenho'e!Z Imd der Lagergehilse. z. Zt. Unteroffizier Ludwig E. li::d c.ngeklagt D 3, die G., in Bao-Nauheim im Jurri l. I. verftck i Z'a beben, als Sch'ivangere rhoe Frucht vorsätzlich abzutteiben oder im '.bcutter- leibe zu töten, b) Sch,., die Angeklagte G. um den Betrag vonj 110Mark betrogen, umd c) R., die G. zur Begehung der Abtrcibung> angeh«lte,! zu haben.
Ter Angeklagte N. war als Verwundeter in Bad-Nauheim und lernte dort die bddienslete G. kennen und fing mit ihr ein Verhältnis an, das nicht ohne Folgen blieb. Er hat später vie G. mehrfach brieflich ausgefordert, ilwe Schwangerschaft zu beseitigen. Tie G. ging dann den in demselben 5)ause bediensteten Angeklagten Sch. au, ihr ein AbtreSmngsmittel zu verschaffen. Er fuhr zu diesem Zweck nach Frankfurt, kaufte dort zwei Pakete Sanatogen für 7^50 Mk., packte diese um und gab dieses der G., der er vor- schwindclte, das Mittel toste 110 Mk., welchen Betrag er auch von der G erhielt. Die Angeklagten sind vollauf geständig. Die G. erhielt 1 Monat und 2 Wochen, Sch. 5 Monate Gefängnis, und R. 1 Wock>e Fcstungsliast.
MrrhNche Nachr»chte«<
• ;<emöe.
Sonrttag, 18. Noo 0>vi-tesdrenst. In der Stadt lirche. Borm. 9>/L.' Psr. Sckstvabe: 11: Milttärgottesd. Pfr Schwabe; uackM. 2: Kinderk. f. d. Mark.-0>eni. Psr. Schaxibe: abds. 8: Pft. DLaHr. Mitttvoch, 21. Noo., abds. 8: Kriegsbetstunde. Psr Schwabe. — In der IoHannes ki rchc. Vorm. 9‘/s: Psr. Ausittd: 11: Kiuderk. f. d. Jvh.-Gem. Psr. Ausfeld: abds. 5: Pft. Bechwls- s-eimer: 8: Bibelbefpr. im Jdhannessaal. — Kirchberg. Sonntag, 18. Nov., vorin. 10: Hl. Abendm. f. d. Jug. v. Mainzlar. —- Daubringen. Sonntag, 18. tlcov., nachm. Ity. Pfarrafs. Schmidt.
rialholijche Gemeinde.
i^xnnßtag, 17. Nov., uack-m. 5 n. abds. 8: Gel. > H. Büchit; Sonntag, 18. Nov., vorm. 6’/ 2 : Gel. z. hl. 'Bricht: 7: Hl. Messe; gemeinsckMül. Komumuwn des Elisabethenver?ins u. d. Jürglinge; 8: Austeil. d. hl. Komm.; 9: Hochamt m. Pred ; 11: Hb Messe m. Pred.: nachrn. 5'/s: Ehristenl., daraus sakr. Bruderschaftsandackstt Dienstag u. Freitag, abds. ß: KrüegsbittandackftSamstag, vormittags 9^2: Zur Feier des Geburtstages S. Känigl. Hoh. des Gvoßlrerzogs Militärgottesdienst. — Diaspora-Owttesoienst axn 18. Nov.: Lich 9V2-
5pie!pian öes Sietzener Ztadtrheaterz.
Sonntag 18. Nov., 3Va: Kl. Pr. „Die verlorene Tochtett^, 7'k: Gew. Pr. „Das Dnümäderlhaus". Dienstag 20. f 7 1 - 3 . Neuheit! G«v. Pr. (erm.). „Perleber^. Mittwoch 21., 3'b: Gsw. Pr. „Das Dveimä0erlhai»o". 7Va: Kl. Pr „Das Glück im Winkel". Freitag 23., 7Vs: Gew. Pr. lerm.ch „Die Bluthock^eit". Sams- ta<i 24., 71/2 : Grvßherzogs Geburtstag. Gew. Pr. Gasrsp. von Kmft Western!aum vom Hostheater Darmstadt. „Torquato Tasio". Sonntag 25.: Geschlossen.
Spielplan der vereinizten «Jranfturter Stadtthreier.
Gpernhaur.
Sonntag. 18. Nov., nachör. 3Vr: „Die Fledermaus". Aöds. 7l/ri „Die toten Augen". Montag, 19., abds. 7 l / 2 : „Medea". Dienstag, 20, abds. 7: Neu einstud. „Cosi fan tutte (©0 mack^ens ?UIe)" Mitüvock), 21.: Geschlossen
Schauspielhaus.
Sonntag, 18. Nov., vorm. 11' 2 : Vorttag von Jül. ü'ab, Königberg i. Pr.,: ,,Erpressionisttsches Draina". Hieraus „Rezitationen" (C. Ebei'k). Nachm. 3'b: „Das Enkelkind". Abds. 7^ «: „Dyckerpotts Erben". Montag, 19., abds. 7 1 2 : „Der Zentaur". Dienstag, 20., abds. 7V 2 : ,Splügenie cmf Tauris".
Verritt?ch?es.
— Themistokles von Eckenbrecker. (Zum 75. Geburtstage des Künstlers, 17. Noveniberü Ter bc-annte Land» scdafts- und Marinemaler Tl^emistokles von Eckendreckver nürd am 17 9-ovember 75 Jahre alt. Er ivurde 1842 in Athen geborerr, i'an! als ganz kleines Kmb mit seinen Eltern nach Berlin und in seinen Knäbensadren nach Koustantinopel. Tort blieb er bis zum 15. Jahre, wurde so ftühzeitig mit den Sitten imd 0R- bräuck^en des Orients vertraut und behielt sein ganzes weiteres! Leben lang eine bc-ondere Vorliebe für die FarRnpracktt und das malerische Treiben des Morgenlandes. In Düffeldorf, nw er rit 1861 weilte, war Eckenbrecher ein Sckftiler Oswald Achenbachs. In der Folge begab er such fast Jalw für Jahr aus Studienreisen, die sich über ganz Europa, über Kleinasien und Teile von Afrika erstreckten: seit 1889 ffchrte seine Reise fast nur in Norwegens Fjorde und Berge. Häufig gttrg er bis in die nördlichsten si 'gionen, bis nackr Spitzbergen und uwiter bis ins eivige Eis. Früchte dieser vicklfachen Reisen sind imter anderein „Die Almanadjao" (Jslarch), . Der Oseysir", (ebendortl, „Das Nordtäv'st „Am Bosporus^ „Am Platze von der Jc^nietsämmi in Stambul". Vor allem aber haben sen»e ivertvollen Rtarine'ftlder den Rubin des Künstlers bc> gründet. Darneben sind aus seiner Hand auch zahlreiche Illustrationen Werken, Zeitschriften usw. hervorliegaugen. Auch den landschzftlichen Teil von Panoramen .hat Eckenbrecher gemalt, so tzeispiklsiveise, mtt Dolkhardt zusammen, die Scki>lachteu von Oftave- lotte und Nieuport.
Viüdvrtp.
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Alle Vorbereitungen zur Festaufführung des großen Filmwerkes
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