Ausgabe 
8.11.1917 Zweites Blatt
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Kr» 265 Zweiter Blatt

Erscheint tätlich mit Au-mchme de« Sonntag«.

vettagen:Sietzrner Kamüienvlatter" und Nrelsblatt («t den Ureis Gießen".

Vsstlchtckfoato: Krankfnrt am Main Nr. U686. Bankveriehr: Sewerbebank Hießen.

*67. Jahrgang

msm AkzeEger

General-Anzeiger für Gberhejjen

Donnerstag, 8. November 9J7

ZwillingSrtlnddritck und Verlag:

B r u ht'sche UniversitätS-Buch-u.Steindvllckerei.

R. Lange, Gießen.

Schrkflleilung. Seschäftrstclle und Drurterei:

Schulstrage?. Geschäfts,leUem Verlag: «Eöl, Schriftleitung: 112.

Anschrift für TruhtiiachrichteiuAnzeigerGießen.

va§ russi che Vorparlament und die grfeöenspolitil.

- , P -t-" burg (TO. Nichtamtlich,) Ndcldmig d»

Petersburger Telagrap!,et:-4Lgentnr. Das Vorparlament fetvte di- s fpraä-e über die äußere Politi k fort. Der Füh- r^der Porter der pwlrni ©^tauften P r ie s che ko n o w er- *®S* «r. : Es ift zwocktttätzig, die Alliierten aufzttsorde«:, die wtrvtch«: Krtogozrele genau zu bezeichntet: mtd der Weit zu fan,eit daß >« nur cnrai l »KfcftMEint03ftieg fitem. Wem: die Feinde dies Mverkemvrn :md Uwe Zustutunmtg geben, bk Grtmbbedingmtgen ter mtertot «nznn-echlmm, fihme man ihnen vorscl>l-aaeu. in Fr'iedens- «chan^unga: mtzrwretvlt. Darm:f sprach der zudenftige Vertreter r« Denrokratte ^auf der Pariser Konferenz Skobele w.

M nJWc:^ Mitglieder der Abrwdmmg der no fischen Repttülik xrw Parvffer Mnfercn^ Norden eng Wsammnthchten mtd den L^len bes vexnlitiwnämi gvenngten Landes zuur Ausdruck bringen ullysen. Um^ !<-dos Mtßverständnis wegznräutnen, eriirnerte Sko- bdau kraut? daß bte Stegnenins kürzlich erklärt habe, sie werbe unter anderen Vertretern onicl) durch einen Beauftragten der ruffi- schen Denu>kvati<- vertvedm fein und schloß: Eures ist mtbestreitbar, namlrch daß der Wille der rrissischen Demokratie cntf dein Gebiete derpoUttschen Fragen bk schnellste Verwirklichung des Friedens erstreit, vrerzti urützte die Regierung unverzüglich den Bundes- M»vossen vorichagen., die Zv-le, für welche nwu bat Krieg tveiter- tLhct. mit einander in Einklang zu bringen und von einer Politik dvs tzntter-deut«-Berge-.Haltens zu offenen Schritten überzugeb«t indem dtp gegnerische Seite tvanums aller Alliierten zur Besprechung der Fricdatsbcdingnngen aus^efordert wird.

Dcruauf sprach der Minister des Aenstern Terestschenko Er sagt«: Ich muß einige übrigens ganz kurze Eimvendnngcht krachen. Dtzan toarf der russiscl-en Attß«tpolitik vor, daß sie nicht tätig genug sei und häufig tuvgleick) vorg-ehe. Aber ich erklärte schon, daß mtsere auswärtige Politik eirg von den imteccit Angelegenheiten abdüngt. Diese zr»n:g infolge der foulen Anarchie, die sich im Innern verschärft hat, das allgemeine Leben des Staates zu dies ent peinlichen Zicthackkurs. Ich erkläre, daß das Ministerium des tot-- Heren «ntschieden gegen !das Uebel aukätnpfte. indem es die im Mai emgen-ommau- Stellung zu behaupten suchte. Es gab diese auch nicht ans, lt*r es gavisse Vereinigt mgen taten, wenn man ihre im März abgegebenen Erklärungen mit dat hetrtigen vergleicht^ Wir vertckduchtr diese Sdellnng. tutd idji «erkläre os;en, daß der Frieda wr dem 16. Juli Und 18. Juli, vor unserer Mcderlage, nahe war. Dann kamen pcitlliche Evetguisse und dmtach der Herbst, der uns mit allerlei Uttgemack) bedwlHe. Ich konnte nicht die Leltensinter- essen Rußlands opfern. Terestscharko sagte weiter: Fvellich wäre etz falsch, zu gl-au-ben, daß die kriegführenden Üärrder ich spreche Mt betten dar Entente nicht den Frieden wollen. Jeder erstrebt ihn mw wir müssen «unsere Llnsichten über diese Frage, sobald wir ihc uähertreten, streng miteinander in Einklang bringen. Wir vÄsfen aber auf allen Seiten entert Frieden ohne Annexionen erstreben, was indesßen jede Seite, um dieses Ziel zu erreichen!, wird erklären traKfert. Es find zwei Vorbedingungen notwendig, erstens muß das Werk des ittneren Wiederaufbaues des Heeres fort­gesetzt werden. Wir müssen fülllou.. daß dieses Heer nicht im Stich «saften und zu einem Gegenstaitd des Hasses wird, zrvcitens müssen diejenigen, die sich auf der Konferenz befinden worden, nrag es der Mrnister des Aeußern oder der Abgesandte kor Denwkratie sollt, der Minister des ?leußern oder der Abgesandte der Denrokralie sein mAxx beide, fi'tWen, daß das ganze Land lstnter ich ton steht und daß olle denken, daß das Rußlcutd, welchos sie vertreten, ein einigesl Volk darstolle. (Loblnster Beifall.) Alle vernünftigen politischen. Elemente nrüsson dieses Volksgewissen schaffen, das käntpst und leidet, aber iricht in die Knie stürzt und erklärt, daß cs gleich­viel welchen Friedetr annllnmt. (dllthaltender Beifall.) Wir Ver­treter der Regienmg wollen nicht, daß die Worte, die die Teutschen tzegenwartig in ihren Zeitungen wiederholen, gerochtfertigt werden, Nämlich, daß die Revolutiott die llrsache unserer Niederlagen ge- wesor. s^i. Der Minister schloß mit den Worten: Wir empfinden ein tun fo schmerzltcheres Gefühl, wem: «vir an Frankreich denken, lvo sich im Augenblick der Gefahr alle Klasse:t vor der Marneschlacht , zur Verteidigung deS Vaterlandes brütgtat, wenn wir an England denken, wo fünf Millionen Freiwillige zur Verteidigung des Lan­des aufstandett, selbst unterdrückte Nationen, schließlich Italien, wo die unversöhnlichsken offiziellen Sozialisten angesicksts der tödlichen Gefalyr aus den Streik verzichten, irni das Vaterland zu retten. Wir müssen alle dieses Bewnsttsein trat den Interessen des Landes utta) den Interessen des Friedens habvir. Wenn wir dies nicht erreichen, werden unsere Bettuch.tngetr tmfntchtbar bleibar. Es wird von der Arbeit derjenigen, die dort hiwiehen. die Arbeit derjenigen ab- hängen, die hier bleiben. <

Nach der N.-dc Tcrest-i'chen^ wurde die Erörterung der ons- wärtigen Politik uitterbrochm, um eure dringende Interpellation hartiher zu erörtern, weshalb die vorläufige Regierung den ver­bündeter Staaten rrichr die Ausrufung R u ß l a n d s als Republik mitgeteilt habe. Nack« einer Erllärung des Ministers des ftar&cren nahsn die Mehrheit des Parlameirts den lieber gang zur Tagesord^uorg an. Die Silzung wurde darauf airfgehoben.

Atks Stadt undanb.

Gießen, den 8. November 1917.

Die Beschaffung von Saatkartoffeln für das Jahr J*M8.

Es erscheint notwendig, noch eirnnal eindringlich auf iese Bestimmungen aufmerksam M machen, da die Frrst ür den ?lnkanf von Saatkartoffeln am 15. November ab- äuft. Wer also im nächsten Jahre ein Feld mit Kartoffeln estellerr milk, aber nicht selbst gute Saatkartoffeln besitzt, auß stcy alsbald mit den gesetzlichen Bestinmliingen über en Bezug von Sacitkartofseln bekannttnachen und sich dchin «eilen, nm jetzt das Saaltgiuit z>U! kaufen. iEr mnst sich z,unacl)st >on der 'Bürgermeisterei eine B-eschernigrrng ansst-ellen lassen, » er eignes oder gepachtetes Gelände besitzt, das er im tächften Jahre mit Kartofselir bepflanzen will. Atrf Grund »ieser Bescheiirigung stellt ihm damr das Kreisamt (Kom- mmalverband) eine Bedarfsbesclieinignng aus. Daraufhin !auft er sich dann voir einein Landivirt die Saatkartofsettr. lieber diesen Kauf muß ein schristliä>er Vertrag mit An­gabe des Quatttums, der Sorte Nnd des ^Kaufpreises aus­gestellt werden, der zur Kontrolle an den Konnnunalverbatrd rboeliefert iverdeu muß. Das Verfahren erscl>ellrt umständ­lich, ist aber dockt wesentlich besser und sicherer als der Äeztrg von Saatkartoffeln ini vorigen Jahre durch die LauD- lvirtschaftskammer. Es ist übrigens an^unehmen, daß wohl die meisten der Zkleinbanern sich fiir das nbhige Saatgut aus der eignen Ernte bereits gesorgt haben, denn ern Wechsel im Saatgut ist nicht jedes Jahr unbedingt nötig. Ebenso sollten auch die Landwirt« bestrebt sein, sich den nötigen Same:: für Dickwnrz, 0^-lbrüben, Weißrübcn usw. selbst zu ziehen, indem sie schöne Exemplare von guten Sorten al« Samenpflanzen im Ketler cinleqen und dann im nrühjahr m deit Garletr oder aufs Feld verpflanz^m, tmo aus bent Lande schon von jeher oft geschieht, denn der

Sametr tmrd immer rarer, teurer und schlechter. Da llr oresem Jahre dre meisten Gartertbvhnen grün geerntet wur­den, so wird es gut sein, sich auch jetzt schon mit Setzbohirerr bvrznsehen. Was die ZVartoffelversorgung im übrigen nntcntgt, so fei mr dieser Stelle auch darauf hiirgewiesen, oaß, jo hervorrageird dve Ernte dieses Jal)res auch tvar, es doch grlt, sparsam zu sein und vernünftig iiit Verbrauch zu schd sticht' S)iUÖ * btC ^nöte sind nicht uner-

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Amtliche Persvnalnachrichten. Der Groß- hrrzog empfing gestern p Vortrag: den Staatsmllüster den 9JHm|ter des Jtrnern Dr. v. Hoinbergk zu Vach, den Oberkammerk-errn Medesel Frhrn. zu Eisen­bach, den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Geh. Rat Zöömheld; außerdem: den Getteral der Infanterie z. D. Frhrn. v. Gall uiw den Oberst z. D. GierSbevg, Komnnandantett des Kriegs­gefangenenlagers Darmsdadt.

_ ** ^ 8ei d>uungen. Dem Gesveiten Hellrrich Burk,

(V ynI>aI>cr des Etseruat Kratzes, wurde die Hessische Dapferkeils- modcnlle verliehert. Dem schon seit Kriegs beginn lln'Felde steheir- den Fnedrich Schupp wurde das Eisente Kreuz z>veiter Klasse verllehat. Dem Grenadier Entst Schu lhof, Solm des Kauf­manns Julius Sckmllwi, imtrde die Hessische Tapferkeitsmedaille verltel-M Der Gefreite Wilhelm Marker wurde zum Unter- oiftzrer befördert und uvst dem Eisernen Kreuz zweiter Masse aus­gezeichnet.

** Vorsicht bei Anzeigen! Das stellv. General- konrntando sck/reibt uns: Die Zahl der beim stellv. General- tommando und anderen Behörden einlcritfendcn anonymen Anzeigen sowohl gegen einzelne Angelstj-rige des Heeres als auch gegen ganze Behördeit nimmt dcmrernd zu. In den meisten Fällen behaupten die lZinsender, daß Mannschaften es verstanden haben, sich auf Utrrechtmäßige Weise von der Entsettdung an die Front zu drücken oder daß Vorgesetzte zu solck>em ungesetzlichen Treiben ans persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen die Hattd bieten. Das stellv. Gene- ralkmmnando hielt sich bishch: für verpflichtet, in jedem Falle in eine Nachprüfung der Anzeigen eittzillreden. Aber auch nicht einmal hat sich da, wo die Gutsender ihre An­gaben nrcht mit ihrem Namen deckten, ein ernstlicher Miß­stand oder eine VerfohLnng nachürwisen lassett. Der UrspMtng der Beschtverd-en kann daher nur in niedrigsten Bewcg- gründen, Neid, Mißgunst usw. gesucht werden. Selbstver- stärrdlich wird das ftetlö. GetBeralrommando wie bisher jede Beschaverde oder Anregung ans ihre Berechtigung prüfen, wetrn der Einsender für seine Angaben mit seinem Namen einsteht und dadurch die zur Ausllärung der Beschtverdv-- punkte nottveudigen Rückftagen ermöglicht. Namenlose An­zeigen werden in Zwknrft Urrberücksickstigt bleiben; sie recht- fertigen nach den bisherigen Esffahrmtgen keines Wegs die aufgewendete Zeit und ?lrbeit. Entschuldigungen ttnter den Eirvgaben, die Nennurrg des Natnetrs sei unterblieben, mn Unannehnrlichkeiten aus dem Wege zu gehen, haben keine Bereckttigutig. Wer begründete Befchwerdon vorbrütgt. darf sich jederzeit des Schutzes der Behörden versichert halten.

** Die evangelische Landes synode, die gestern vor­mittag zu ihrer 11. Sitzung zttsammeutrat, nahm die beiden Go- setzesvorlagen des Estvßberzoglichen Oberkorrsistoriunts, die Kriegs- teuevungsbeihilfe und jdie Waksten zur Kirckiengememdevertrettmg wälMnd des Krieges betveffetd, einstimmig an.

Stadttbeater. Die Mfführüng derBraut von Messina" am bvmu«-rst>en Jreitag verspricht, nach den Proben zu Urteilen, unter der Spiclleitzmg von Hofrat Stoingvetter sich zu einer abgerundet cm Darbietung zu gestalten. Brlcuuttlich find die Chöre durch freundliche Mitwirkung Vvn Angehörigen des hiesi­gen Gvm.uasnnns wesentlich verstärkt lcorden.

** Kunstanktivn der Frankfurter National- s a m tu l u n g. DieFrankfurter Nationalsmwnluitg vvn Kunsh- und Wertgegeuständen zum Besten der Hinterbliebenen vvn Kriegs­teilnehmern" Ixit bei per bekannten Opfenvilligkeit der Jrank- fiirter Micgersckxift ntit ihren Aufrufen außerordentlich großen Er-i folg gehabt. Wertvolle Kunstzgegritstmtde jeder Art sind dertt guter: Zweck aus altem und neuem Besitz gestiftet worden, barmtet 0Ve= mälde vvn Boecklin (Hauptwerk der Weimarer Zeit), Poetste, Burger, Bnrititz, Dielutamt, Jsabet-, Mülbach, Lenbaä>, Schretier, Steinhaufen, Tiw'ma mrd vielen anderen Adeistnm von Ruf tmd Be- dentuing, reiche KollMivumr von Antigicktäten mit Porzellanen von Kaeiidlcr .(Meißen), Melchior <HvckM, FayenoMt, Mimaturen, SäTNUtckgegerrständcu, Fächern, Bvotrzeu, Spitzen., Waffen, Silber- sachen u d. m. Diese ObtzSe sollen zrc dem geschilderten tvohl tätige patriotischen Zweck durch Kmrswersteigernngen zu .Geld gemackvde werdet:. Die erste derartige Wcktion tvird in den Taget: vom 20., 22. und 23. November a. c. in den Räumen des Frankfurter Z^nnst- vereius, Junghosstr. 6, stattsinden. Vorher wird dortsclvst vom 11. bis 18. November eine ösfentlWe Ausstcklüeng der für diese Mt rat bestimm kn l Gegertstätrde veranstaltet. Eut Katalog der Verstaigenurg erfchchrt in Kürze. Derselbe ist, mit 20 ll'bilduugen versehet:, zu je 2 Wbort, ostte Abbildungen gratis an der Kasse deS Frarckfirrter Kutnstvereins^ und bei der Altktvonsfirtna Rudolf Ba'ngel erhältlich.

** Das Gewerbeblatt für das Groß Herzogtum Hessen Nr 44 enthält: Zentralstelle für die Getverlie. Hairptversammlung des LMides«iverbevere«ns Handtverkskainmer zn Tartttstndt. BeKruntmachung der Krmtrollstelle für fr ei gegebenes Leder ?)lb-. tellung Orthopäd. Zeder.) Ml gemeiner Teil. Verschiedenes: Lehrst ellenvern citttmrg.

** Das Kr eis bla t t Nr. 185 etrthält Verordnungen Wer: Aetzallalien und Soda, Veranstaltung vvn Lichtspielen, Betrieb der .swizuttgs' usw. Anlagen, Höchstpreis für 6)vieß, Gvauveu und 0stcktze, Behüten der Wiesen, Lasten trat Gnindstückeu, Besch.wi- gmtg von Telegvapl-en- ntrd Hochjpanttnngeleitungeit, Versorgung der Schilett tnit Bretmstoff, Verkelw mit Eiern, Aufbringung des Schlachtviehs.

Landkreis Gießen.

Beuern. 8. Nov. Der Musketier Mbert Ranft, Solch des PvstUgenten K. Ricmft, erhielt vor eitriger Zeit die Hessische Tapferkeitsm-edaille und jetzt auch das Gferne Krercz 2^^Klasse. Der älteste Einwohner der Geitrcurde, Konrad KLhr III., verstarb in eittein Mder von 91*/^ Jachven.

** Betten hau sen, 8. Nov. Dem Musketier .Heimich Hoffman« wurde das Eiserne Kveuz 2. Klasse verliehen.

H Watzenborn-Steinberg, 8. Nvv W svrd wieder aulS neue traurige Nachrichbe»: aus dem Felde tn unserer Gemeinde SÄM Vaterland starb«: bmt H-ldmbod: (Befreiter iwn eteMeeg fick am 13. Okdo^r; Ludtvig .Wall­bot t van Stemberg starb an einer sckMmru^rwuWtrng anr 29. ßftoixt, tbtufo'Wüastex Stod Jung von Watz«ü»m!t, Sohn des

Balthaser Jtntg I. Vermißt ist seit dein 8. Oktober Friedrich Jung vm: Steinberg, Sohi: vot: (veorg Jitng.

]\ Wa tz eubo r n - S t e i n berg, 8. Nov. Die Zeichmm- g«: zur 7. Zbricgsarrleil/e ergaben in iuusercr Genteitrde die Snmmic von 125 764 Mark.

--in. Wie se ck, 8. Nov. Unteroffizier Ib m von hier, bei citum Fnßartillerie-Regintent in Flaitdcrn, tvnrde nrit dem Eisertten Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Im Juli d. I. erhielt er bereite bic Hessische TapserkeitSmedaille.

Kreis Büdingen.

st Büdingen, 8. Nov. Fürs Vaterland starb der Mlskcti« Hernrich K e h m, Inhaber des Eisernet: Kreuzes.

. # Ble icheu bach, 8. Nov. Tie Hessische Tapserkcitsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der Musketier Heinrich E m r i ch.

. 4t Es sol der bach, 8. Nov. Fürs Vaterland starb der Mus­ketier Robert Bender. Das Eiserne Kreitz, früher die Hessi­sche Tapferkeitsmedaille, erhielt der Vizefelduiebel Augusts W o l f.

# Wolf, 8. Nov. Das Eifertte ^brcuz und die Hessische TapserkeitSmedaille erhielt der Lmrdsturnimann Wilhelm Mal­feld.

Kreis Schotten.

4t Boben hau fe n, 8. Nov. In Numätnen starb nach sckvve- rer Krau^kheit in eirretn Feldlazarett der hiesige Lehrer Adolf Baum. Gefreiter in erneu: Fttß-Art.-Regiment. Zum Vi?yefold- webel befördert wurde der Unteroffizier Gustav Schitchard, Sohtt des Lehrers Schtichard.

. O Breuugesbain, 8. Nov. Pfarrer Döring dahier, einen: der ältesten Geistlichst: des Hesseulmtdes, wurde von: Grast- Herzog der Charakter als 5lrrck)enrat erteilt. In selteaur körl»erlicher wie geistiger Frisckie waltet er seit 1877 ii: unserer Ocmcnnlx: uiib in der Nackchargemeinde Busenborn seines Amtes. An der Feier seines 40jährigen Tienstjubiläums am vergangenen Sonntag kam die Liebe mW Verehrtmg, deren sich der verdiente Seelsorger er­freuen darf, zum schönet: Ausdruck.

O Gedern, 8. Nov. 9£uf der Bahnstrecke StockheimGebe«: fanden weitere Eittschräukttngen in: Zugverkehr statt. In Fortfall kamen die beiden Sonntagszüge: 12.46 nachnrittags ab' Gedcrit und 5.12 nachmittags ab Hirzetrhain.

u-at Höckersdvrf, 7. Nov. Musketier Hch. Weber er­hielt die Hessische Tapferkeitsmädaille. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. besitzt er Teil 1916.

u-m Kölzeuhain, 7. Nov. SMtze Otto Kraft, Sohn der Wtw. Wisabethe'.ibraft, starb det: Heide.wod fürs Vaterland. Er stand tut 23. Lebensjahre und besaß die Hessische TapferkeitsH Medaille. .

4t Ober »Seibertenrod, 9. Nov. Fürs Paterlattd starb der Musketier Wilhelm Sem ml er.

ü3T v Kreis Frledderg.

0. Bad-NaUhteim, 7. Nov. Die Großjherzvgiu befivchche gestertt das ihren Namen tragettde, in der Villa des verstorbenen Dr. R e i ß n e r begründete Kinderheim, in dem Kinder von einem bis ztt vier Jahren Unterkunft und Pflege finden. In Begleittmg der Großherzvgin befanden sich Erbprittz Goorg, Prinz Ludwig und die Hofdltme Fräulein von Bellersheim. Unter Führung von Frau Dr. Reißner wurde das Hcittt eingehettd besichtigt.

Starkcnburg und Rhcinhessen.

1. Darmstadt, 7. Nov. Unter dem Vorsitz deS Provinzial-, und Kreisdirektors Gv'l-cimrat Fep Istelt am Äonickag der Ecnäl)-, rungsbeirat des Kreises Tartnstadt eine Sitzttug ab, die sich ntit der utMNuigendcu Versorgung der Landorte des Kreises beschäftigte. Von den 6 Dorortett Dartnstztdts mit über 3000 Eimoohuern seien von insgcsantt 35000 Eitttoohnern mtr 4570, d. i. 13 Prozettl, Selbstversorger. Diese Orte mit ihrer Industrien bevülkeruug tnüßten also Darmstadt gleickiigestellt tverden. Die Mründurkg eines Ernähvmtgsbeirats für den Kreis fand allge-! meinen Änklang. Er soll schm: in Kürze zu enter- neuen Sitzmtg berufen tverdert.

ch Vom Mittelrheiu, 7. Nov. Der währemd der kalten! Tage mif den Höhen des Rheingehirges niebergegattgeue Schnee^ fall hat m den Wäldern ganz wesentlichetr Schaden angerichtet. Ter Schnee ging itt solchen Mengen nieder, daß er zmn Teil eiiietr Fuß hoch liegen blieb nud an gemtg Plätzet: auch jebt noch liegt. Dabei klebte er am Laubwerk der Bättme so fest, dafi er dieses herrmterzog und damit die Aaste abbrach. Schwätt-ere Bäume ven mochtet: die Schneelast oft nicht z-tr tragen mtd kuicktet: zusamnten, stärkere vevloret:' ihre Aeste.

Kreis Wetzlar.

ra. Aus dotn Kreise Wetzlar, 8. Nov. Das ?ln- nud Asb fahren des Mahlgtrles nack'> mtd vott den Mühlen' tmtßt? bisher von den Selbstversorgern porgeitommen toerd^r Diese tut Sommer erlassene Bestimmung war schotr damals l>ei all«: Landwirten großen Bedetckmt begegnet. Sie führte zu mrnötigen Zeitverlust-et: gerade rn der Erntezeit. Iw Mitttor lväve das Vieh olme Ursaehe überanstrengt toorden. Tarunr wkurde jetzt diese V^wordmlw: auf» gelwbeu. Der Müller fährt lote in früheren Zeit«: das Mahlgut at: ntkd ab. Es soll dies aber in Beglettmtg eines Bertrauiettsvtannes gescheheti, der die Alt» uttd Ablieferuwl übenoacht.

ra. Wetzlar, 8. Nov. Der Butter preis beitu Verkauf durch d«t Erzeuger Ivurde vom .Zbretsausschuß vott 2,20 Mark auf 2,80 Mark l^eratrfgesetzt. Der Kleiitvcrkatlsspveis darf 3,20 Marl nicht übersteigen.

ra. G r o s; - A l t e n st ä d t e n, 8. MV. Unteroffizicr Beri:- hard Kwopp, Inhaber des Eisernen Kreuzes starb itach 2hdjähriger tretier Pflichterfüllung int Mter von 22 Jahren den El)rentod.

Hessen-Nassau.

X Hanau, 8. Nov. Um Strom und damit auch Kohleit zir sparett, hat sich ver Aufsichtsrat der Hanauer Straßenblllut-Aktiett- Gesellschaft veranlaßt gesehen, demnächst Emschrättkimgen im Be­triebe der Elektrischem: Straßenbahtl eintret«: zu lassen, lpacl, ärtntt tn der Sitzung des dlufsichtsrats gefaßtet: Beschlüsse wird vot: ein«n noch bekanntzugebenden .Zeitptmkle ab der Fttnfzelrmi:inutenveri kehr (seither 12Ve Mauten) eingeführt, von abends 7 Ulw ab der Vierzigminut«tverkehr eintretet: mtd ebmtfalls von 7 Ulw abatd-5 ab der Verkehr vom Mark: nach dein Westbahn Hof solvie nach Sternheim eittgestellt werdet:.

W. A. Sieget:, 8. Nov. Die Stadt Siegen Arte ihren toüw Helden, den vor eiitiget: Tagen abgestürzten FliegerteutpanL Goutermaun, in besottderer Weise. Die Leiche traf atu ?)>ontag albemd ein. Der Sarg ivuvde auf den: städtischst: Prtmktvagen unter Geleit vot: Tvauermusik, Feuerlvehr uttd Jusanterie zunääst nach der elterlichen Wlolhtmng geleitet. Dort fand am Dienstag ntorgeitz die Trauerfeier der Fannlie sltttt. Von dort wurde sie in grost.-m Trauerzuge nach der Nikolaikirche verbracht; tvähveud der lieber- führung läuteten alle Glocket: der Stadt. Die städtische Trauer- feier war am Dienstag trachmittag.

Mrchkiche Nachrtchten.

Israelitische Rcligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Sud< Atrlage). ScrmStaa, 10. Mv. Bovabd.: 4.45; nrovg : 9.00 ; nbd - : 5.15 u. 5.50. Israelitische Kellaionrgesellschaft. Sabbatfeier , a 10. Mv. Freitag abd.: 4.25; Samstag vorm.: 8.30 Predigt; nachm.: 3.30; Sabbatmlsgaug; 5.40. Wock)enMttc^dtettst; mot'L 7.00, abds. 4.00,