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X6Z. ZchMNg
G^chsmi ftgfMty mit NuSnahme des Sonntag».
Veil «gen: „Sletzenrr ZainikirnblStter" und „XreisAatt Mr den Kreis -letzen".
POßfchE-ttts . KmsksAtt am Main M. U^SH. Vant»erkch.r: Gnserbebant Siehe«.
General-Anzeiger für Gberhrsjen
sümstag. Z\ Aovemörr M
ZwellingSrunddruck und Verlag: Brüht'fcheUniversitäls-Bilch-u.St'u'.drnckeret,
R. Lange, Gießen.
Zchrtstleitung, Geschäftsstelle und Druckerei:
Schulstmße?. Geschäftsstelle u.Verlag: «ESI.
Schriftteitung: 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGtaßen.
Arg mrd Siegeszuversicht!
bm-ser Zeit arbritet Presse ber Onterrbe ganz syste- MStisth daraufhin, ihren et< 7 snerr VökSevn, den Neutralen und Vsmöglvch carch iSrs die UeberzengiMg brizubringen, daß nnr bereis geMag-ri srisr, daß rin Sieg mrseverfritS heute jedenfalls sei. Diese Aunahme, die bk ^miiöferrta für die schwsse Abtehw.vV ckll unserer Friedensangebote bildet, ;i 7 Äd brtt als fMtchemde Tatsache betrachtet, an ber nicht ntehr p rütteln ist. Leider f[fc diese Arbrit Mich bei uns nicht ohne Ctn- Xead geÄiebcm, und mcrrt hört toctju häufig die Mrinmrg äußern, wir ntahl divteWllten W^«Lcn, daß uns aber, abgesehen von xsl U-DocÄ-Krie«, — dessen Awrisckllos sjchwer Ausgsng sogar such rwtl) von mrmrhen .Mi-etzrnacl^rn bestritten wird, - ein ostenstees Dlw?ch«n ün Lewd«SrioK mit enficktadendeii Schlägen un- niögilnh sei. Däesc Moase, grdanMlli»s nachgebetet, wirkt lähmend ans der Su^«M!teecficht uhib bm StegvÄvillen, ohne die per Krieg siir uns nicht WM fl&atea Ende -eflöhrt werden Imn
Ta toramt bcwn .gerade zur raffen Zeit fite diese WÄutel- ^Mrsen und Zwriffer der g«V°llttge Erfolg her Aerb-itudekens am ein Erfolg, der sich den großen Tuichbrnchs sch lachten,
ki Qtecftce tetfh irr Rnvrünrin würdig zur Seite stellt, ja sie in seiner AvÄviiÄ«« v»vcll«lK n«och zu Wer treffet geriprri ist. Dms D»gma, daß bei der hsutrseu (Srfacrafeg der FomOesr em foxiteg^ scher TArrrhb«sft ösmÜ - mehr möglich ist, daß nur schrittloeise, mit Msrhörtem Mwrit^SVtswand, frvntete Erfolge M erzielet sirid, daß die NroLerwcrtzM«q des GsgitLvs also nur tervch ZeviLürbungi ^ erreichen ist, muß als Äierw«ck>en abgetan werdest wenn w i n rM Aivgrrtscr fchd. Mk haben das schon bei Gcwlioe rrnd in KxmLcha-r bewert «ber damals standen uns Russen b-M. Riv- Mknoil in xweisetßes Tricht derartty glanzend ausstebcmrten Stelbrn- g«, geyeuüder, Tvu-qsen, die tvotz numerischer UeberleyenlM ^ch chclft so voll gewertet werden, wie Nie der Wdstm ächte übet' der fchÄiNner.
Tie Jteittaner, zweifellos gnte Truppen vorr starkem Patriotin m«8 nnd glühendem Gyvgeiz- beseelt, haben in elf Ifonzv-Schlachten sgÄnmr so gesiegt, t77re es die Engländer in fünf Flaud-ern- tzchinchtrn gedrrn haben wollen. Sie haben, über diese ver7neinllicl).nr Siege g^ib-Et, hol>en sich g«gensaillq zu ihren Erfolgen bessllick- Mdrscht ^id sich dcruerrch eingeredet, d-rclzt vor der Evreichinrg^b-rrs^ ZUss M! stzeherr All diese ^ünsÄich konstruierien Siege sind W'.er-- yalb A4 Sl3cnden zstsänunengeb rechen und allmählich toird es, tivtz aller B«^chw«hüissm^ve^ drüben dämrnern, daß das le§tr Wort iSi dem Kriege anders g^vmä.ien wivd, als sie es dachterr.
Ms wir die .J»ieL.n Oefel und Dag» beseiten, wud>«rddiese Er- iLge als woU unangenehnre boPale Eroiglrrsse hingestellt, die aber sin dar Aus^swg des Krieg« ohne j>ct>e Wirkung severe Es g>ab neu keine Widerrede, wir sollten cmi E«-c rmverer Kräfte sein.. DMTepchü^ de TMökKife" ertlärt noch anr 21. Okt., „daß sowohl jnifcw-(Ue deutschen) Offensiv-- wie unsere Desensio-tbtethvcx.'rr burf} LrupyalrnlasWyÄ bcdmgt seien, daß sich llnternelMungen mätzeran für uns verbieten" Im „Dwps" vom 21. Oktober frfjTctbt E^neväl de Laewix üL>er uusere von chrn erwarteten meiteren- AL« in der Osdfos. ^llle diese Operationen bea7rsprn.ch«Är Zeit und Kräfte, über die meiner Ädrsicht nach die Deutschen infolge der be- fro&ni'lrrrc'&'iibcn Lage an der WeMrmt nblK verfügen könnerr. Dä' beide,'. ^wll^MlMrplöche bleiben F-landern und Italien ^!) -mb dort cntirTiiMit srch die Operationen zirgamslen der Berbands- tMke.“ Das schrieb eist 'goditmcrat tirt ersten Matt Framkvkichs drei Iw Bvgi«n rm>rrer Offewsd«! Am 19. Oftv^er bringt der eitcrrtSsl des HeMatteb „MVrning Po-sV^ siolMmde schönen Säpe: Die Z-yffsbeEkreSV mUß ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich us die Tatsache richtig daß DLr-LsrWsnd den Krieg bereits per-.
boren hat. Seit dem Beginn der -Somrne-SMacht ist der Zusammenbruch ihrer Westfront rvmLifl-altsain Vvegeschritten. Wir wissen das, weil Derrtschsluich fcifborn nienials lüieber die Offensive ergriffen hat. T es halb intrigiert Deutschland Mvch sv eifrig für den Frieden.^ ^ Tann einige Absäpe toeiter: „BwglchäK man den Don der deutstl-en Presse vor drei Jahren nrit dem Don von heute, so zeigt sich ein bemerißen-swerter v UntersäMd. Tie deutschen Zeitn.7vgen schrieben danulls Vvn nichts äls-vom ,.W>vg zum! Siege", von einer „lllul.nter-, brvcl^enen Reihe deutscher Siege". Heute erscheint das Wort „Sieg" weder in deutschen Roden, noch in. dentsäMl Zeitnngm. Es werden „V-ersträudigurigeri." etwa chtmcf wöchentlich bald der eitlen bald der anderen Verbandsmacht vorgeschlagen:." Mit dieser letzten Aus- fühnung hat. das Watt leider so unrecht nicht, es wird aber jetzt hoffentlich wieder ^anders werden.
. „Le Renseigne" (also einer der Bestheid weiß?) schreibt in „Labre Pawle" vom 19. Olt»ber anläßlich einer Mspwchlmg der Wiener Notiz, ^ daß nach Ablehmorg der F-ricdensvrirWäge die Mittelmächte eine.Revision der Kriegszieie «r?,nnLhinen hatte,r: „llm Kaiser Karl und sei,re Mte Vvn der Dirrchfnhrbatkeit t\yc= geiziger Kriagsziele zu iürer-M»gesr, dwm noöve doch mehr nvtwendi'ig, als der magere Erfolg von Riga. Die große E,rtscheidung ivird erst im Jruhjahr fallen., bis dahbr wird sich nichts Wesenllicl),es ändern."
So wöeifen s«chversd«ü>ise fe«d!Ä?e Piessesn.mrreen, ,m»hl gs- merlt, tvesrig-e Tage ehe der vevmchtEe Schlag gegen Italien bosbrach D iese A-nlloort nrag den Herren bös in die Ohren gellen. Alles Beltust.hu, alles Dreher, und Menden.hilft ihnen nichts gegenüber der Tatsache, daß d«e Düttetmächte in, Vierden .Kriegs- jahr mit einer Kraft MM«g-oeistm imd z,?z-usthL»gen wissen, ^die an die AüMisttage des Jahres 1914' erinnert, mit dem Ilnterschied, daß dcmwls das dlcmnent unserer besseren Kriegsvorbereitung; bei unseren Ers»4MN mitsprach.^ ein Wvnu»t, das honte vvn der Gegenseite völlig ansgeyklÄchsr ist.
Es nrcht nichts, k*«rn rücheve Kei'.üre glauben machen ivollen, daß sie mit Absicht ans einem Durchbruch im Westen verzichtest haben ,md ihre Aufgabe d&nst davin fehm., m,s langsam zu -er> mürben und aus den besetzten <*teötete.i Herau^udräugen. Das ist eine lnwußte Unwahrheit. Sowohl in der ChanrpLqne ivie ail der Somme nnd in Z-landern tvaven d»e -Operationen (Bereit-, swllung von Kavallerie Und der berühmten Urnue de Pour suite- ganz ans den Tnrchbrlch und seine üv^eAsche Auswirkung gestellt. Daß es nichlt gelang rmd niemals gelingen wird, lag einzig in ihrem Unvermögen rmd unserer außerordentlichen Wid-erstnnds- krafr. Mr haben jetzt wieder bewiesen, daß wir den strategischen Dnnbbmch auch an Zvontsdellen er^vodgAl. Moren, die bisher als unerschütterlich gälten, daß wir uns die F-roiheit des Hanvelus gcnmhrt llrbon. Die Säsächt in der italüntstf^n Ebene wrrd bosfent- lich auch die ewig MißniUtigen und Kopfhängerischen bei uns in. Laude überzeugen, daß die MvglicsKeiten einer ersolgreuhon, und energiscleu Kriegführung für uns noch nicht ^erschöpft und, mrd da.ß wir desl-alb q'ar keinen Anlaß hgven, auf die nallrrlrche Bs- erckstximgdes großen. Krieges — vv ll e n unbestrittenen Sieg — sai verzi ästen.
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Arrs nnd Tand.
Gießen, den 3. November 1917. Anszeichnnntz. Gefeiter tzeirrr. Gperlinc, wurde zlmn Unteroffizier beföaLert nnd erhielt das Eisewne Kvenz 2. Klasse. Die Hess. Dapferkeitsntedaille ist bereits in seinern Besitz.
** Militärische Ausbildung der Jugend. Die 1. Abt. (1. bis 4. Kt>rp.) tritt Samstag den 3. Nov
irniraisw --.tttx. naxxsKuxra-
Die »es« Stiftang von Gnftav bock im, Gberhesfischen Aunftverem.
Herr Gustav Brnk Mks Berlin hat der früher zur Erinnerung n seinen Sohn, Dr. Hans Bock, seiner iBaterstadt Gieße,! ge- lacfren ivertvollei! Stifprug in diesem Jiahve eine zweite folget rffen die mit seinem eigenen Namen verknüpft sein wirb. Nachdem R dein Ausstellungssaal am Brcmdplatz zunächit eine Besicht,gnng er Sammlung lnirch Djerrn Oberbürgermeister Keller nnd d,e *nmen StadtberoiLmeten erfolgt ist. soll diese neue Saly-mlurm, M ftch unmittelbar neben brr Abstellung der Dr. Hans Bock-^tif-- imq befindet, der OefffentlichlSeit Orgänglich gemacht werden. Um hren gMßen Wert besonders im Zusammenhang mit der schon Vchairden«, Dr. Hans Bvck-Stfftung rickstig zu würdigen, gelt n.<m Mn besten von den B-eM,ll>en der letztgenannten aus D,e,e rfot wenn „wart die Bilder nach den Urhebern z usammenstelll und k vom geschtckstlickM, Standplmkt arcs ordnet, eine vorzüglrche leterMt über die Entwicklung der deutschvu Malere, vom Id. Zahrhundert bis Aur Gegenwart. Der Bollständigfert we,gen gebe ch hier ptflrflft nochmals einen kurzen Ueberbl,ck über .dre £x, öans Bock-Stiftung^ die im Übrigen im beferer .STlwgcr von- mbrrer Seite ausführlich, besprock-en worden ,st S,e enthalt aus
4^18. Jahrhundert: Gemälde von H. Tischbein, Mgelika Kaust
2. l9^Jahttnwch'ertt I. Deicker, Sternkopi. Ywtthard Kühl, O. Moll, Jean Puy, Karo, .Fvany Grassel, ->Mmacher, Stabemann,
Dettmann, A, von Me,Ml. ^ c>_.^,-n>r.
3. 20. Jiahachmteert: Mrte von M-. Lecher, I. ^c°elS. ÄE vön Leuivrch, Franz, von Stuck, M- atasttkow, W. ^e,bl, .a.
IMgrfuWtyrf nW^ELrMbie S^ grenz,mg ^ Anfanges und des Eudes »m!, vsbeirt ^Arh,mdlNt> Mt M oermu «chm«, da seü^errlltedlicb eme ganze Nnhe oon
Kr «mb toi Mm ,0 |Si
JRorcfmat mit. i*ci <mf) eom SMrAmnut «c WW v'L
WtfUnui bestimmte Bilder wrteS KunM-r» « täftt
fct das n« »W«l twtawt ftawtt. »*«M te auf Mfi'cm aSsgc am . toi^ t
Usbersicht man im Vergleich & iwMto5e rtro
©rtTtin-n Hon ©nftan Bock, w tft «Wjtl«*,. ^
A"E twn Sitbfni Ön ^miTtn ©omeciiu
Dr. Sans B-ck-Ssichmg in g-Mchttzcher büd^
- Hiarber grhöoen «uS dom 18. ^»ryund^t >«
C. W. E. Dietrich: 2 Mänivcrlöp,-. ferner antft f bto m«'®»«
WUmf, das lebhaft «m die %^*ifcvS^!w ä«9 m Würzburg erinnert. — AuOden, 19 Za hrhd <vr ^n- A«us: Männerkopf, Dricker: Stvchcch, Balentrn,. .Ln «urgtc
ftibinw Dettmann: ZeichnmMn, «Ä Jr^ i^kdvä*
KaE Studie in Oel, Ldw- Boltz: !M, «Sg •
lrevde. N. Erdmaun .Hnmvrel: Jtalleinuhe Landschaft, ^ : SiEnrschc Landschaft, A. Kmusche: Wagnarpotträt, Eriwstr.
^Ä^aber tritt als wesentliche EhavakteriM bre Sllf-
tung hervor, daß -gerade eine klw^e Reihe von die zwar Weil schon am Ende d-S ^ tätig
gewesen sind, die wir aber un ubrrgei, mit Reckit M dm^ern^ des 20. Jahrhunderts rvchEn können, arEg^ecstmet vertrete!, „e
v. s-alstrinaim^Zeick'l!!!!crkgcn, Sta^. 5 Sztenen lwD don bÄei, ,nü. ein Strandbild, Haus BeRar.: FrlMkmblldnM, ton*, hl^ntastische Landschaft, Wilhelm Trubn^n: Madche^, Hageineistz r: Bäirme am Str«vbe, L. Cormch: '^cifeudes^^lD- ä-en, Fraueubildn is und SefangennaHne dös Sunson..Max v«nm: Porträtstndien, Hans Lickst: Sonnte Landschatt, -üte,,ar.
Flötenfpieler, Äiüller-Schönfeld: Lesender Mamr und Zrgemterm, Skarbiua: 2 Frau>eutvpen,Rosetz: Alte Holländern!. Hans Bartels: sFelsen am Strand (AmtareN) und Alte am Kann,, stm malervch lwckinteressan'tcs Bildtz Hans Thoma: Tritonenfamckie, Rllter und Drache-und Kinder köpf. Joses Israels: 2 Zeichnungen aus Spawen, Max Klinger: FrauenportM, Otto Grerner: Menne ^rampeln (eu, sehr zeitgenössisches Stiefell-ilN, .Kirckchach: Komische SKene.Otrey: Feierlicker Empfang (Karikatur), E Mmk: Federzrichnnng (Alt-Sttaßburg), Daumier: Karikatur, C. Lllbmckr: Landschaft;
' Die neue Stiftung von Gustav Bock führt also die früher vor-- Landen« in kräftiger lutnd ansdrncNvoller Weist weiter cm, Emae einer hochinteressanten Darstellung der neueren deutschen Nüab- wch Zeichenkunst. ^ „, « . , -
Der Gesaniteindrnck der neuen Sttftung für srchi allem um» besonders in Verbind,mg mit der früher gen,achten Dr. Hans Bxk- Stiftun'g ist ein außerordentlich eindringlicher ,md chLraktenlkqcher im Sinne einer Darstell,mg drs künstlerEchm Geschehens in Deutschland lEreud der letzten 50 Jahre. Die Stedt Gvchen hat^allen Grund, für diese beiden hervote agenden Schenkungen dem <oNfter dankbar zu sein. Der Oberhessische Kunswerm;,. deisen Ergmbesrtz sich in den dazu her gerichteten Räumen .des, Schlößchens am Brand- platz mit diesen beiden Bock-StiftunMr bald> z>u dirir ^ebener Kunstsammlung vereinigen wrrd, hat rm^ull ivy Äwn Gustav Bock zur Anerkennung ferner großen Derdrenfte um das Kunsrleben in unserer Stabt zam, Elst'enmitgll^er n amtt. ^^^
Aquileja.
Äus Aquileja, so melden die ^iegWerühtersl^te^sieht nun Flammen empor steigen. Soll diese Stadt, ine den Wandel ber Geschicke m so gewaltigem Maßstabe erfahren hat, w,e vtettncht leme Mrite menschliche Siedelung. noch emmak v«r ben Schrecken des Krieges ltamgesucht Werder,? Ack), das heutige Aauüqa >>al rncht mehr viel zu verlieren — und doch genug, um das H^A. de^> Kunst- und Mtertumsfremrdes mit 'schwerer So-rge Erfüllen. Es ist ein kleines, jämrnerlicktes Reit, aber doch überragt von nner Basilika, an der viele Jahrhunderte gec^elltt hridifr InerÄvürdiges uni) fesselndes Denkuml ber Krcnst- und Kul- h riTeidnrhte ist. Was sich l)cut Aguileja ueraü, cheies Haulchtv, ciruchcher Bauernhä,cser. das ist inmitten des ft'Mich«, ^e,les der eülstigen Stadt Prsaumtengekimert. Diese «wcstige <stadt aber ii-xirr eine Weltstadt, die sich selbst mrt Rom maß, e,,,e ^>tadt die eine k)aM dMlion Eanwvhner lÄ^ioll urcb die in Pracht und Glm,z strahlte. T,e IttSfffifl'W" ben »ötuem am dahier Stcatö
^atttoRc im Jal»rc 181, utitrain^i* alö Sn, dl? kriegerische Urbevölkerung, gegründet worden, blühte aber T?^.üewrdcnÜiÄ aus. Dem, damals war das huck ode und ärmlick/länch noch üppig und das jetzt zrcrückgetvvcheue Me^naha:
sicherie^das war ihre Lage. Hter ttafen sich der Osten Mmischm R-icheS, hier begegnete stch d« und der Westm^ ^ hier eine Haupt-
fÄröt STK! 'Äte uni WuMeiöm*«.
Bersunten und verloren! Jachchr«derte la»g ^ ein Riefensteinbruch gedmut, aus dem liat ine rvimia^ra=i£ru Paläste bauten und von wo „e
ine veneM<mtsck>m galten In AamLjo selbst aber ftt nichts
sich ttllmlm cmtcke manches dürst
wü) aus Msten römischen
8 Uhr 5 Min. in der Marburger Straße (Anlage) an, die
2. Abt. (5. nnd 6. Korp.) um 8 Uhr Ecke Sicher Straße und Kaiser-Allee.
** Promenaden konzert. Die GarnisonLapelle spielt am Sonntag von 12 bis 1 Uhr in der Ost-Atzlage.
** Im Hotel Fürsten Hof findet morgen, Somrtag, im großen. Saal, abends 8 Uhr, Streich-Konzert von der ganzen Garnisonskapelle statt. Siehe Anzeige.
** Jtn P hiloso phenwald findet Soructag den 4. November großes Stteichkonzert von der Garnisonkapelle statt. Siehe Anzeige.
** I m Schwa r z - W> ei ß- Theat e r, Selterswog 81, tritt von beute ab bis einschließlich Montag, 5. November Mia Map rn ihrem neuesten Gesellfckaftsdrama ,,Ehre" auf. Außerdem wird das Lustspiel „Drei Väter, -ein Söhn" vorgeführt.
** Lichtspielhaus, Bahnlwsstt.-34. IM Programm,vom
3. bis einschließlich b‘. November spielt Melp Lagarst in einem großen 4 aktigen Filmfchanspiel /.Die Sündenkette". Interessante Naturaufnahmen „Winter- und Sommerbilder aus der Schwelg sowie rin heiterer Filmschwank „Puffy steigt nach" vervollitändigen den Spiel plan. Sioehe Änzrige.
Kreis Alsfeld.
** O.ttcrb ach, 3. dlov. Dem Wehrmann Heinrich Kult, Jirhiccher der Hessischen Tapserkritsmebaille, wurde das Eisernr Kreuz zweiter Klasse verliehen.
Kreis Schotten.
u-u.. Schotten, 2. Nov. Das vom Alice-Frauenverem gegründete SckMiritern-Ercholuwgshrim wurde vor einiger Zeit ge- schl^osstrl- An die Vorsitzende >bes Vereins, Frau Kreisrat dNerck, ging nun vom Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz zu Darmstadt rin Schcriben ein, das den Verein zu seinem Unternehmen beglückwünscht und ihm, sowie der opferwilligen ^Bevölkerung des Kreises den Dank Mcsspricht nrit dem Wunsche, daß dieses in 5xss«i bis jetzt einzig dastehende segensreiche Unternehnien auch nt anderen Orten Nachahmung finden ncöge.
kirchliche Uachrichten.
Etzgimrift.' - :ft7"'rinülk.
Sonntag, 4. Nov. (Kollette f. d. Gustav-Adolf-Berein.) Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 9^: Psr.-Ass Lic. Reu- ning: 11: Kinderk. s. d. Matth.-Gem. Pfr. Mahr; abds. 6: Pfi. Mchr; Beickste u. hl. Abendm. f. Matth - n. Mark.-Gem. Amneld. werden vorder b.d. Pfarrer jeder Gem. erb. Mittwixh, 7. Nov., abds. 8: Kriegsbetstunde. Pfr. Malst. —, Ja der Jo Hann es- kirche. Dorm. dy 2 : Btt Ms selb: 11: Kinder?, frb. Lnk.-Gem. Pfr. Bechtolsheimer: abds. 6: Pfr. Bechwlslstrmer. Beichte n gl. Abendm. f. Luk - u. Joh^-Gem. Anmeld, werden vorher b. d. Pfarrer jeder Gem. erb. — wirchber g. Sonntag, 4. Nov. vorm. 10. (Kollekte s. d. Gustav-Adolf-Sttftu.ng.) Hl. AbendmaU f. d. Jugend von Stauferllerg. Psr.-Ass. Schnridt. — 1(1 ^ 11 ÄT *.
4. Nov., nachm. IV 2 : Hl. Abendm. f.b. alten Gememdeglteber
Kollekte. Dekan Gußm-ann._
Ualholische Gemeinde.
Samstag, 3. Nov., uochnl. 5 u. abds. tz:. Gel. z. hk- Beicht. Sonntag, 4.9-ov. vorm. 6'/-: Ml z. hl. Beicht: 7 : Hl. Mnse. 8 - Aust. d. bl. Kommunion: 9: Hochamt nt. Pved.: 11: Hl. .Messt m Prcd.: nachm. 4\b: Jungsrauen-Kongrvgatton: 6: Eh rptenb , davauf And. f. d. Mgest. Dienstag und Frettag-,> abds 8:
Httcatb. — Diaspora-Gottesd. am 4. Nov.: Laub ach 10, Lrch 9V2.
Gebälkes oder einer alten Amphora machen sich auf irgend einen: Hofe die Truthähne und die Gänse breit Durch eme wahre Mo- sackwand mittler Reste schreitet man auch) in dte Bafiltta YEn.
Diese Basilika — sie ist der majestättsche Zeuge.und Ueber- rest einer zweiten, gleichfalls bedeutenden Blütezert der viel- -geprüften Stadt. Das Clstistentvm hielt fernen Einzug m Aqm- leja, Blutzeugen gaben auch hier ihr Leben für den neuen Glauben hm, und als erster Kirchmsärst, der Stedt gründete Theodor die erste Kirche, von der drrrch einen .Hcklrchen FuW erst vor wenigen Jahren rin herrlicher, vielleicht ursprungttch einem Palaste zngehörender Mosaikfußboden, jin \arbeupräckriger Festteppich in Strin, entdeckt worden ist. Allem das christlich gewordene Aguileja trafen nun bald schwere Schlage, llttila .am, — 'ixlt er, wie die Sage meldet, wirklch Aguilera m Grund und Boden zerstört? Sind die Goten,es gewesen, die die Stadt ver- ittchtet haben? Man tvriß es nicht: gewiß ist nur, daß "tguileja immer wieder unter den diesen Völkerweg dahmbrausendeii Sturmen schwer zu leiden hatte, und daß leine Patriarchen wiederholt flüchtend ihre Residenz verlegen mußten. Erst tm 11. I ahrhund-ert brach für die schiwrgepri'iste Adlerstadt eine mue Glanzzett an. Da war es deutsche Tatkraft, die sie herauslühtte: Herr P 0 PP 0 saß auf dem Pattiavcheustuhle, ein rihttger, gßit kaiserlich gesonnener Geistlicher, und der ist les gewesener dw neue Agutteia geschaffen lxtt, die Patriarchenltadt, die Stadt der chrlitttchen Denkmäler. Ihre Prackst strömt in der Basilika zusammen, ein« großen dreischifsigen Kirche init Misladendem ^uerschrsse und einer halbrunden, prachtvollen Apsis. Wer sie beluckst stxrrteett durch die Jahrhanderte. Hingerissen wellt das Auge aut dem koiürcd pivuttasievollen und dock)! gebändigten Spiele der germmnschen Flächenkunst, die sich auf den von Poppo^vanoten ChafichraLkQi aus der Völketwanderungszrit entfaltet. Die popponsschen Telle des Gotteshauses selbst atmen den großen und strengen Geist oer romanischen Kunst, vvn der Mich die Fresken zeugen, aus denen Heur Pvppo selbst, das Modell seiner Kirche in der Hand, Mchevtt. Später, nacln mamrigsaltigen Wechselfällen, hat wieder ern ^eut'
rA cn.L’.-JL. Cm...*_^ ^ SIVfnTiPa PTtnMrPTTt
schm- der Patriarch cküarkward von Randeck, dte Baslllka erneuern lassen, und danials war es der gottsche Sttl, der tue Brugesrnnung beherrschte, und der so auch hier rindrang. Allem auch damit war die Bauseschichte dieses Gotteshauses noch E abgriästossen. Denn' inzwischen war Agulleia unter die Herrschaft des — owen von S. Mar« gekommen. Die Patriarchen warAl fetzt txivmr Nische Adlige, die nicht daran dachten, in dem langst öerobeten Ä»m- lete zu residieren, sondern ihre PfiÄnde m der beberrslustigen Lagunenstadt verzehrten, die Sorge der Kirche aber dem Domkapitel zu Aguileja ürberließen. llnd so haben denn gegen Ende beö 15 Jahrhunderts die Tmnherren )ich entfchlosien, Telle iyver Kirche in dem Sttle zu erneuern, in dem zu Venedig die viel bewunderte Mirarolit'irehe und S. Zaccaria eriwnrt waren. Damit lstclt beim schließlich auch noch die zierlich spielende, W östlichen Motiven niriit ganz freie venezimiische Frühreiwisfan»t ihren Em- ztig in Aguilejas Basilika, die sich demnach dem heuten Besucher cck« eine Mmdersame Mischung und Bereinigung der mamng- flachsten Kunstarten und Zeiten dafitellt. Llber gerade darin liegt rin besonderer Reiz des ehrwürdigen Gebäudes, das die Häuser überragt, dessen Boden aber durch die Auschwemimmaen nludum lüu einen vollen ?Neter erhöht ist, so daß dte Kirche gßriMam
Das ötnb
^ vw*» v «.«.i|w,. v ... Kanal laufgrünliches Wasser durch Schilf schnell dahin, ein paar Fischer- kälstic und einmal des Tages das Pvstschiff nach Gvado betzch^M ihn, eine ttümmerhafte Brücke zeugt von verschwundener P»cht. Auf diesem Wasser schaukelten sich einmal rönnülie Prachtdarkcn, und üppige Patrizier blickten auf den (Nanz der Marmvrfdadt. die sich an beiden Ufern dehnte. Es war einmal...


