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29.11.1917 Erstes Blatt
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m. 281

Erstes Blatt

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für den Kreis Hießen.

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167. Jahrgang

Donnerstag. 2'. November 1917

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Nene heftige Kampfe bei Cambrai.

(WTV.) Großes Hauptquartier, 28. Nov. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern mar das Artillericftncr zwischen dem houtpoulster-Wald und Zandvoorde vom Mittag an lelchift; bei Passchendaele schwoll es am Llbrnd zu größter Heftige

feit an.

Zu beiden Seiten der Scarpe. crhch'e Gefcchtstatigkeit.

Auf dem Schlachtfrlde bei Canibrai leitete starker Feuerkamps üci Tagesanbruch die Angriffe ein. die der E'.rg- lchider mit sechs angefttzieu Divisionen gcgcit Vourlon. Fon­taine und unsere Anschlußjtellungen richtete. Westlich von Vourlon brachen neue Angriffswellen und die ihnen voran- fahrenden Panzerwagen in unserem Feuer zusammen.

Zwischen Vourlon und Fontaine drang der Feind nach mehrfachem vergeblichen Ansturm in unsere Abwcchrzonc ein. Vourlon und Fontaine gingen vorübergehend verloren.

Die durch den erbitterten Häuserkampf stark gelichteten englischen Verbände traf der Gegenstoß unserer Infanterie. Umfassend angesetzt und schneidig geführt, mchm sie die Dörfer in glänzendem Ansturm wieder und warf Dea Feind in den Wald von Bourlon zurück. Mehr als 290 Gesängen,' und zahlreiche Maschinengewehre blieben in ihnr Hand.

Das starke Feuer ließ bei Eintritt ön* Dunkellreit nach, örtlich" Jnfmteri npf.' da e:1 n bis in die N ch' hin in an. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nordwestlich von Ta hure ließ der Franzose bei einem mchlmrrenen Unternehmen Gefangene in unsere Gräben.

Auf dem westlichen Maasnfer war die Artillerie- tattgkeit am Ttormittag gesteigert: sie flaute vom Mittag an zn mäßigem Störnngsfcuer ab.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nordwestlich von Nomenp stießen starke französische Abteilimgen gegen unsere Linien vor-, sie wurden im Nah­kampf abgewiesen.

Oeftlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische

Front.

Keine größeren Kampfhandlungen.

I

Nichts Neues.

talienische Front.

Der Erste Generalgnartiermcister Ludendorff.

*

Der -lbcndbcricht

Berlin, 28. Nov.. abends. (WTB. Amtlich.)

Bon keiner Front sind bisher besondere Ereignisse ge viewer wordm.

«CTBBB

Bei den von den Maxrrnalisten jetzt veröffentlichten G'l^eimbericbtoir liegt das Wichtigste alles ist ja noch nicht befarntt in einem Telegramm Sasonows, worin es Wörtlich heißt:Im all gern einen muß man eingedenk sein, das; hm: bereit sind, Frankreich und England volle Freiheit M. lassen, Deuffchlands Westgrenzen zu bestimnrerr. da wir daraus rechnen, daß die Bundesgenossen uns ihrerseits volle Freiheit lassen, unsere Grenzen gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu bestimmen." Das bedeutet, baß in ben diplomatischen Auseinandersetzung eit über Schuld und Ursachen des Krieges jetzt die vollste Klarheit erwiesen ist. Deutlichere Beweise, daß die Anschuldigungen der West- mächtc, Deutschland mir seinem Militarismus und seiner Erobernngsgier sei der Schuldige, lügnerisch waren, gibt es nicht. Immer wieder hatten die englischen Diplomaten hervor gehoben, England sei für den Schutz der kleinen Machte in den Krieg einaetrcten. Wilsons wahres Kriegs- -iel ist in einer Verv.ffeirtlich.ung unserer gestrige:: Nummer nachgewiesen worden; die englisck)en Antriebe sind ja noch weit durchsichtiger. Auch der sozialdemokratischeVor- AlrtS" weist nrit erhobenen Händen aus die russischen Ent Ml un gen hin:

Mit der Veröffentlichung des geheimen Tepeschenniechsels, »er Mischen Petersburg und Paris gefülntt wurde, vollbringt die Mlscbewistische Regierung Rußlands eine wahrhaft revolutionäre <at. In ihren vertraulickien Verhandlungen erblicken wir die Mariner, diefür die Freiheit aller Nationen, der kleinen ivie der lwgjen" zu kämpfen Vorgaben, nackt und bloß. Wo sie unter sich öu fein vermeinen, haben sie solche Maskeraden ja nicht nötig, und an me Stelle der großen Redensarten von Freil>eit und Gerechtig- u'tt tritt der rohe imperialistische Raubtierinstinkt, verbuirden mit raltcm politischem Geschäftssinn.

Wenn wir deutscher: Sozialdemokraten, bei strengster Ktttik gegenüber unseren eigenen Maclckhäbern, doch nicht alle Schlecht Ngkeit auf ihrer Seite und allen Edelmut aus der anderen erblicken M können glaubten, so liaben die Petersburger Eutlpillungen un

Auffassungen glänzend wmn in Zusammenl-aug mit dieser «ngelegenheat vonGlanz" geredet toerden kann gerechtfertigt, unb wenn wir der Meimmg waren, wir düfftcm unserm eigenen ^-and gegenüber solckicn Gegnern die Mittel zu seiner Selbsterhal« rung nicht verweigerm, so haben wir heute weniger de:rn je Anlaß, mese Meinung zu korrigieren."

Das deutsche KriogsM heißt jetzt imchdvücklick-er als je: vor künftigen ähulicl-e-n Angriffem! Aus d-e:nsellicn Eerrka und deinselben England,, deren Eroberungs- und 9«rltvrun.gsabsichten uns gegenüber jetzt so sck)lag«rd dar Man worden sind, sind uns auch die verlockenden Wirrde ^Pazifismus cmtgc-gcmgaveht wurde:Herr Wilson liat so ÜN'agt. das miliEisttsche Dgutschbuft» müßte de

seitigt iverdon, wenn die Völkcrsanrilie in Frieden leben sollte. Uns deucht, loir haben jetzt das Recht, aus Pu sprechen daß der Jmperialisnius Englands urw Amerrlas, auch Frankreichs, niedergelvorfen werden müssen, lvenn ein ideales Leben beginnen: soll. Wer so rveit gehe:: wir Deut^ sckMn ja nicht. Es gilt aber, die kräftigsten Sicherungen ans der Kriegslage hörauszuholeir, und dazu siiw vor alleni unsere militärischen Führer zuständig. Natürlich iverden tvic uns mit den 9^ogneru, die uns gern das Herz aus ldem Leibe gerissen härten,verstäirdigen". Jeder F:iedensvertrag ist ja ebte solche Verstänvigung. Beim Wschluß des Ber ständigurigsfriedens sollen aber hinter Deutschland stehen nicht weiche Ideen, Vertrauensseligkeiten, sondern der Wille zu Recht und Ztveckinäßigtei.. Der Krieg braucht dazu nicht ins Eirdtose fortgesetzt zu werden, die Stuirde der Verhandlungen ist vielleicht schon bald ge­kommen. Bald heißt es nicht mehr, wir brauchen Sieges­willen, sondern wir haben den Sieg errungen, und dann tvollen wir den unterlegenen Völkern für den Frevel ihrer bisherigen Führer nicht an ihrer Ehre etwas wegnehmen, allein das bedeutet nicht, daß wir auch auf den Siegespreis verzicksten.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien. 28. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Nirgends besondere Ereignisse.

Der Chef des Gelieralftabes.

Die «riegrlaze im westen.

Berlin, 28. Nov. (WTB.) JnFlandern seyHe am 27. gegen 4 Uhr nwvgens sbarfe feindliche ArtMerietätigkeit g^gen unsere Küßen stellirngen ein, die bis 8 Uhr rvrmittags anhielt. Sie erreichte um 6.30 Uhr vormittags größte Stärkc, ohne daß An­griffe erfolgten. Nl^civmittags steigerte sich das feindliche Feuer vom Houthouister Walde bis Zandv-oovde und schwoll besonders auf un­sere Stellimg im Bogen :cm Aiwrn erheblich an. Um 5 Uln setzte mrf die Stellung von Passchmdaele halbstündig starkes F«u:r ein. Zu gleicher Zeit erhielt auch die Gogend von Beoelaere bis Gheku- velt stärk.ren Beschuß. Nachts lagen unsere Stellung in Gegend von Dixmniden bis Houthonlsdei' Walde unter stzarbmr Störungsfeuer. Aich rwrf> Süden bis Zandvoorde wäl^rve die gesteigerte Artillerie- tätigkeit bis in dir Dimkelbeit und sckiwoll mehrfach zu Trommel­feuer an. Feindliäx starke Miwouillm südlicb der Balm Brei'hinche- Staden und nvrdwesl'lch Passchendacle warrdei: reftilvs abgewiesen.

Bei erl>öhter Feuertätick^it nn Artois tvurden starke feind­liche Patrouille:: an der Bahn ?lrras-Do:l«i z-irrückgeschlagen, während eigene Stoßtrupps wesüch Touleinmtt Gesungene ern- brachlen.

A:rf der Kampffront südv'estlch Cambrai lag v: den frühe­ste:: Morgenstunden des £1 November starkes Feuer, das sich von 7 Uhr vormittags ab tom BticklecioUrt bis Fmrtaine M stärk­ster Heftigkeit effiob. Kurz darauf entbrannten auf der Front von Boürlvn bis Fontaine arrßerordentlich erbit­terte Kämpfe. Ler Gegner fül-rte skrckke. ticfqegtiederte >I«n- fanterieinass«: mit zahlreich.'n .Pan^erkvastlvagen in den Kampf. In immer wiederl-oll«: Angriffe:: stürrntv er ohne jede Rücksicht cnlf Berlnste gegen m:sere Stell:mgnn an. Gs gelang ilM schließ- lch. sich in den Besitz von Bourlon Wald lrrtb Dorf zu setzen und auch in Fontaine etNMdichrgcn. lhtferc rechteckig unbesetzten und kraftvoll durchgesührei: G e g e:: a n g r i f f e nmrftn ihn in heißem Kampf das Tors Bourlon in den Wald zurück. Zahlreick^e zer­schossene iPanzerkrafttvagen liegen hier und vor unserer Stellung, ^lnch ans Fontaine nnirde der Feind in erbitterten^ Ringen wieder binausF^eworfen. Hier brnch erneut eine Anzahl feindlicher Tanks vor imseren Gräben zusammeiv Andere wurden xur schleunigen Mickkehr gezwungen. Ueber 200 Gefangene, von denen ein Teil der englischen Garde angehört, sowie za'hlreiche Masckstnenge^ wehre bliebcn: in unserer Hand. Tic erbit erlen Kampfe, zu denen wieder frische englische Reserven cnrgesetzt wurden, dauertm bis zunr Einbruch der Tnnkell>eck Bis ans den Südteil des Bourlon- Waldes wurden smntlich Stellungen den Engländein wieder ent­rissen, die bei ihren Angriffe!: inid unseren Gegenstößen außer­ordentlich hohe blutige Verluste erlitten.

^ Auch aus dem Abschnitt von Moeuvres bis Vullecourt und im Süderk von Rnmilly über Crevecoeur bis Banteur lag starkes seindlichs Feuer, das erst am Spätnackmnttag uachließ. Ein tzvi- scheu Me^euvres mrd Vourlon nnternomme::er schwächrrr feind­licher Angriff brach in unsereni 9lblvehrfeuer völlig zusammcm. Tie Stadl Cambrai wurde vom Gegner bescliossen und mit Bomben belegt. Trei französisch Eimvohner sind hierbei getötet.

Auf der übrigen Westfront an vielen Stellen lebl>aftere Feuer- tcckigkeck.

In der ChampaM^x erfolgter: am Morgen des 27. November rurch kurzer heftiger Fenervorbereitung Vorstöße zweier starker französischer Eikurchung-sab eilungen gegen unsere Stellungen no:W westlich Tahure. Unser Gcgmstoß warf den eingedrungenen Feind unter Zurrülliehaltung von Gefangenen sofort wied>er hinaus. Tie Bel>aupttmg des gestrigen Eisfelturmbecichts, westlich Tahure einer! effolgveichen Harchstreich durcheführt zu herben, ist unwahr.

Äi: melieren anderen Stellen der Westfront rmivden gleich fallS fvanzösisch Patrouillenvorstöße blutig abgerviesen.

*

AuS dem Briefe eines französtfchen Offiziers.

Berlin, 27. Nov. (WTB.) Tie Kriegs Müdigkeit und schleckitc Tisziplir: der frmrzösisch-n Soldater: !vird m'ell beleuchtet durch die ^Lerlßerrmgei: eirres sranzösischm Offiziers in einerri Bri'ü, ix»x uns iu die .Hchch geiallen i,t. ES sße'hjt dort u. a.: Jetzt e i ?di gen die DeutsckMi Ilalion. s)Rußland zähilt bereits rächt inehr. sltaclchr kamuuen 4oir dran. Wenn id> lnttttige Latte bei in'ir gehibt h(itte. uckirde ick» die Deutschen siclier z-urückgervorien haben. Infolge des dichten Nebels lmtte ich sie aber gar nicht komnren sel-en. Wir lratden zwar zwei, Maschueugeweluo, aber die Sck^veirrekerle, die sie bedienen sollten, hatten sah aus dem Staube geinach. Rechts mrd links, überall wo ich ltmsah, warcrr Leine BedierrungsMann­schaften. Ich zrtLrtc vor Wut mrd schrie: ,,Hümneld«merwetter.

wo sind die Bcdckmmgsmamrschafter:!" Sie blieoer: rknauffindbar. Meine Leute schrien:Ta kommen sie!" Als ich die Derltsctren sah, '.waren sie mir noch 20 Meter entfernt, aber meine Leute luaccit vollstärrdig blödsinnig gewordrn::Herr Leutnant, lvir sind er­ledigt."Ihr )sclMeineba,rde, wollt Ihr schießen?" Mein Re- rwlver ftmftivrrierte leider nicht richtig. Wierm die Bedicrrmrgs^ mmmschaft der Masckünengewelue an ihren Plätze:: geblieberr tvärer:, hätte man die Deutschen ganz gut au halten:n:en Unsere Leute begreiferr eben rncht. daß eS olme Opser rckckrt gelst Sobald sie die Teutschc:: vor sich sal-en, riesen sie:Wir sind erledigt" und be- nahinen sick- wie Feiglinge. Als wir dann im Unterstand zusamm^n- gedrängt saßen, jammerten sie:Her Leutnant. Herr Le.cknant, er­geben nür uns, uckr sind erledigt, wir haben Focru und Kinder!" darauf gingen sie nach oben «und ich blieb mck zwei Soldaten im Unterstand, in dem man uns später entdeckte.

Aus Italien.

Bern, 27. Nov. (WTB.) DerAvanti" enthält Ein­gaben über eine große L a n d a r b e i t e r tz c w c g u n g in der Provinz Rom, mit dem die bereits erfolgte Auslösutlg zahlreicher Gemeindeverwaltungen wahrscheinlich im Zu­sammenhang steht. Viele Frauen wurden lvegcn Gefährdung der freien Landarbeit mit Gefängnis bestraft.

Das Blatt richtet eine Mahnung an alle Sozialisten, in den besetzten Gebieten zu bleiben und amj dort nicht zu fliehen, wo der Einfall droht. Eine ähnliche Llus- sorderung richtet die Mailäicher sozialistische StadtverwaP tung an alle Gemeinbebeaintten im Kriogsgebiet.

Avanti" bezeichnet den neuen Lcbensmittelkomntissar und Großindustriellen C r e s p i als für den Posten ungeeig­net, da er Börsenspieler und mit den Börsensvielerkreis-eir eng verbunden sei.

Die Kuuftschätze in Denetieu.

Berlin, 28. Nov. (WDD.) Mit dem überstürKbsu Rück- -UH des italLmnsclien Heeres und der Wucht der Behörden :md der böschenden Klassen in Veirotien bliebei: aitrfy die wertvollen nnd teilweise unersetzlichen Kunst schätze in den Kirche::, Schlossern und Sanrmbmrgen u.nbehütet zurück. Das Feuer, das die ab^ivhenden Italiener stellenweise an die Magazine legten, griff auf die Kirchen und KunstdenkmLler über, während der plündernoe Mob bis ,zum Eintreffen per deuffchen Truppen die wertvollen Sammlungerr in der brutaler: Gier rrach Kostbarkeiten durchwühlte mrd .zerstreute m:d verschleppte. Ftalienisclie Fliegerbomben und Granaten: cn:s rveittragenden Gesclstchen setzten auch nach dem Abzrug der Italiener das Zerstörungslverk fort. Besoichers groß sind die Zerstdrurraen an der Piavefrönt, wo oie Batterien der Italiener und der Alliierten täglich rücksickftslos Dörfer. Paläste und Kirchen beschießen. U. a. wurde hier das den: österreicktzschen Grafen Col Alto gehörige Sckstoß San Sal- Vadvre durch Granaten schwerster Kaliber plamnäßig zer­stört. Was von Skrrlpburen, Bilderir, von Fresken Tiepolos u:ü> Bevoneses und Mtargemälden Diziarrs, zahlreichen Sch:ritzaltären und Galerien, Türen und Marmorkaminen vernichtet wurde, läßt sich noch nicht völlig übersehen. Durch Kmfftgelehrte, die das deuffche Heer begleiten, wird zwar das Meusckiemnöglickie zur Brrgirua und zum Schutz der gefährdeten Kunsffckmtze getan, dock) lassen sich diese Arbeiten ber den: rücksichtslosen Flauer, mit dem die Italiener und^ ihre Bundesgenossen weithin chr italienisckies Larck) ver­heeren, hinter der Kampffront -nur in besck-xänktem Maße durchführen.

Die tage in Ruhland.

Petersburg, 27. Nov. (WTB.) Meldung des Reuter- uljen Bureaus. Der nupftmali)tische Oberbefehlslwber Krylenko :st an die Front abgegangen, nack)dem er <m Armee und Flotte ein Friedensmmnfest erlassen hatte.

T-ie Maffmalisten melden die Verhaftung des Generals R v - abtsew, des ftülxwen Kommandeurs im Moskauer MUitärbezirk, der de« Veffuch gemacht hatte, als Baun verkleidet zu eatkommen.

l>at "" .den englisckwn Botschafter Buckwnan da- schr:ftl:chc Effuck>e:: gerichtet, ztvei in Englmw internierte russische Untertanen fteizulassen; er deutet Gegenmaßregeln gegen die Engländer :n Rußland an.

Hungersnot an der rufsifchen nördlichen Front.

Amsterdam, 27. Nov. (WTB.)Daüy?rewö" meldet ins Petersburg: Der Zustand an der nördlichen Front ist be­unruhigend. Es soll eine Hungersnot herrschen. Eine Woche lang gab es dort kein Brot. Biskuit tvar nur für znTei bis drei Tags vorlwnden. An der Front von Dümckucrg hnn.n:rn die Soldaten ebeitfalls. Sic haben fast nichts zu essen. 9Nan befürchtet Un­ruhen unter dcm Truppen. Anstatt der erforderlichen hundert Wagg-onladimgen für den Dag kommen nur zwanzig an. Die Berioirwmg im Transportwesen hat durch, die jüngste« Ereignisse noch zugenommcm. Truppen, die nach verschiede:,eu Plätzen gesckpckt umrden, wurden angel-altm:. da die Eisenbahnschienen cmsgerichw rvaren, um den Vormarsch nach Petersburg zu verlnndern. Sit, Ivcfitiben sich, jetzt in Städten, n*> Lebensmättel niclZt evl/älttich sind.

Dncbonin nicht verhaftet.

Wien, 28. Nov. (WTB.) Meldung des Wünrer K. K. Tcle- gvaPl-en-Korrcspcmdeuzburoaus. Tie Nachttcht von der Verhaf­tung >des von der Bvlsrftf vi ki-Rm renmq ab gesetzten OberbeielM- l'labers D u ch o u i n hat sich vorläuiig nicht b c t:> a 6 r b r i t e * Es liegt ein bcm Duckkann uM^zchchueter Asuiruf vor, der am 27. vonnittags aus dem russischen Hauptniartier cwlasseu ivurtxr Sein Itnlialt ist nicht sonderlich klar. Tu chonin llagt in beüveyter: Worten über die Berivirrm^, die im Volke und im Heere bwrschttn und bedauert, daß über die Armee, die dos vierte Jahr alle Ent- bel7run,pm de<s Krieges trage und sich nach den taumatiidmi Herden Nnd den Familien zurück, ehne!. eine mnw Art von Prüftcng ,ie- Sonnmm sei. Er schließt iwit bem Lluftns nach Eim^nia mtb erstarkung, aber ohne GaMt imd ohne Blut der Bujouetlr.