Ausgabe 
28.11.1917 Erstes Blatt
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Kreis Schotten.

e- Schotten, 28. Nov. Ter Sergeant Scelig wurde z-um V^ioacktmeister befördert.

D^^udach, 27. Nov. Zugunsten der Sendung von Weih- nachtsvackmen an me nn Felde stel>en.den Krieger unserer Stadt verattiialtete b« Meftge ^amiuelsteNe des Noten Kreuzes, die unter Leitung .von, ^beramtsrich'ter Ziimnormauu swl-t, eine Haus- Minluug. Erne großer« Finnin« Geld wurde ein gebracht, die zum Aukau! Jwn Zrgenren und einer Weihnachtsschrist vertvendet werde,oll. Bon den ^elbstversorgenr \mvbch 40 Pfund Mehl, 6 fßfintb 'harter, 48 Ecer und 15 Pfund Zucker gestiftet, die zur Zuberertuug von Weihnachtsgebäck vrrivendet werden sollen. In (« . all (Sememen Verpackung soll jedem Krieger sein ein. z«lnes Packa rn zugesirndt werden, des Zigarren. W.ihnachtsqebSck »nt> em Schriftcl>en enthalt. Ten beiden Brüdern Leutnant d. 8t. ©tlöflrn ^ o a>c m (zur Zeit in frauz. Ocfanncufdhaft > und Leut­nant d. -nes. Ancyard ^5 ochem, Söhnen des verst. Bürgermeisters Jochem von hier, wurde das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.

e. Nc r che l da ch . 28. Nov. Zum Unteroffizier befördert wurde k*er bienwrte Hemrzch Be cke r. Ingber des Eisernen Kreuzes

Klage und der Hessischen TapserkeitSmedaille.

KrriS yrtebverg.

^ ^L r ^ 1^' » Gestern feierten die Johannes

Will, Eheleute, das Fest der Goldenen Hochizeit. - Ober- R o s b a-ch. ^as Eiserne Kreuz, frül)er die Hessische Tapserkeits- medame, crhieltder Pconrer Hemrich Laun Hardt. - Södel. Tie hesiNche Tapferkettsmedaille erhielt der Ersatz-Reservist Jakob Ärau l ich.

Starkenburg und Nheinhesscn.

l Darmüadl, 27. Nov. Gestern fand Festvorstel­lung im Voftheater statt aus Anlast des G e b u r t s t a g e s d e s G r o !; h e r z o g s: es wohnten ihr das Großherzogspaar inld Prinz und P rrnzessinHeinrichvon Preusten bei. Gegeben wurde Weingartners Oper in 3 AuszügenG e n e - sl,us . Bor fvst einem Menschenalter entbanden, hat sich die Over seinerzeit nicht durchretzen können. Bei i rer gestrigen Erstauisüli- niiig im hiesigen Theater erlebte sie einen unbestrittenen Erfolg, vie im Februar vorigen Jahres in Karlsruhe, gewiß eine feltcnc Lrschemung m der Bühnengeschichte. Tie Musik wirkt durchaus llicht veraltet. sondern mutet heute, ein Viertel jahrhundcrt nach ihrem Entstehen, durchaus modern au. Die Oper spielt zur Zeit ser diokletianischen Ehristeiivenolgnug. Der Schauspieler GenesiuS, der auf Befehl des Kchsers die Christen verspotten soll, ist selber ^irch die Liebe zu der Chriftin Pelagia zu dem Christentum bekehrt statt der erwarteten Verhöhnung vor allem Volk preist er be­geistert du neue Lehre uub stirbt mit der Geliebten den Flammen­tod. ^nszemerung, Darstellung und Musik wetteiferten viiteinauder, dem Stück, das seinem Charakter nach für eine Festausführung wie geschaffen ist, emen vollen Erfolg zu sichern. Der Beifall war un- r . im ® au f c anwesende Komponist wurde nach jedem Akte lebhaft gefeiert.

ch. Bin g en, 27. Nov. Tie Nahe hat Hochwasser. Die ist stark «stiegen und wälzt lehmgelbe Fluten talwärts, die den Rhein hüiimter noch stundenwett ans der linken Seite sich abzeichnen.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 27. Nov. Zahlreiche Einbrüche und Tieb- "ahle haben m den letzten N Ächten wiederum stattgchindeu. Allent- Äben ist es vornehmlich, ans Lebensmittel, Kleidungsstücke, Schuhe aid, che abgesehen. Namentlich die iur Freren stehenden Garteu- 'uiustr sind gefährdet. Insbesondere sulchten die Einbrech.w die ÄalZ»ne zu betreten und von dort aus in <>as Innere des Hauses A gelangen. Höchste Aufm« inunkeit uub Vorsicht ist geboten rer Herr Bürgermeister bat sich infolge aller dieser VKLommnis M emer besonderen MastregÄ veranlaßt gesehen: Wer nach 1 uhr abends noch auf der Straße ist, muß sich eine Feststellun inner Personalien gefallen lassen.

W A. Stockhaufe n, 37. Nov. Die Gattin des Gastwirt Mever Hierselbst wurde am Samstag abend in ihrem Bette ci schossen aufgefunden.

Vessen-Nassair.

-- Frankfurt a. M., 27. Nvv. Die Polizei vergifte Montag und hntte eure Anzahl junger Leute, die in der Paketaw gäbe des HauptPostamtes zahlreiche Warenpakete durch schwinde hafte Eingaben sich ungeeignet haben. Es hcnrdelt sich vorwiegen um wertvolle Seidenwaren. Als Haupt urw Geldgeber der Dieb' gesellschaft ernrittelte man den Landstnrmmann Ludwig R h u m b !er. .In seinem Besitz fand man bedeutende Summen, die e für den DckLelchverkauf der gestohlenen Seidenwapeu bekomme hatte.

Frankfurt a. M'. , 27. Nov. Bei einem Einbrucks in ein yerrickaftlr.che Villa erbeuteten die Diebe eine große Menge Silber flwg, gezeichnet R. M. S., im Werte von mehr als 12 000 Mar l Frankfurt a. M., 27 .Nov. Die Stadtverwaltun

hat für die Versorgung der Bevölkerung im Winter mit Knollen tewächsen umfassende Maßnahmen getroffen. Auf dem Geländ nn Osthafen wurden nal)ezu 400 Waggon Weiße Rüben, Ko bl rabi. Gelbe Rüben und Rote Rüben eingemietet. Täglich sin -öO Personen damit beschäftigt, die ungeheuren Mengen, di meist aus Baden und Württemberg geliefert werden, noch vo Einbruch des Frostes zu entladen und einzuscklagen. Soweit di Rüben in den Mieten nicht untergebracht werden können, schass ht die Straßenbahn auf besonders hierzu gebauten Wagen nac kn städtischen Lagerräumen im Zentrum der Stadt Ter Ba

neuen Zentralmarkthalle im Osthafen schreitet* ebenfalls rüsti lott. Dev Untetbau ist nunmehr nahezu vollendet Sie wird nui provisorisch mit Holz abgedeckt und soll die städtische Sauerkraut mbrik und Marmeladekocherei aufnehnren.

, = Griesheim a. M., 27. d?Vv. Tie Bürgermeisterei gib

xkcmnt. baß die Chemische Fabrik Glektron, obwohl diese kein rechtliche BerpflichittinA dazu anerkenn t(?), alle die durch die Ex Mion verursachten Sachschäden ver.mtcn w-irv. Alle Grundstücks Besitzer, die von Schäden betroffen sind, laben ihre Ersatzanspri'rch umae! I'd irrthcr asu.ippsvc»

iwuyi^yrai ic _ . ^ _.

beimei- Polizeiwache anzumelden. Tic Fabrii'leitturg gttt nu mehr die stsamen der vier bei dein, Unglück zu Tode gekouunen. Illamter bekarutt.

X Hanau, 28. Nvv. Eine Eingabe der in dem öffentlich Mter-Enttadctommairda beschäftigten Schiller um tägliche Be Eung ihrer Leistung wurde vom Magistrat dahin entschieden, d, «m Sicküliler über 10 Jahre 3 Mark für den Tag, den jünger. Mülerri 2 Mark zugcbilligt wurden.

1^- Kassel, 27. Nov. Durch einem nächttickwn Einbruch a «Won Wilhelmshö l?e ivurden hier Kunstgegen stände un Werte v>c ^ 10 0 000 Mark gestoblen, besonders Basen, Waffen, Bro M, Urnen und Psirzellane von fast unersetzlichem Werte. Ein Täle^, ech vornehm gekleideter und elegant auflrerender Her N ^men Teil der ffsegeustände in einem hiesigen .Herrschastshau ^20 000 Mk. verkauft. Tie übrigen Kunstgegenstnnde sind <r ^ttnyrd nach auswärts gekommen. Bis jetzt fehlt von den Tied "ch rede Spur.

bürg, 27. Nvv. Das Schöffengericht verurteilte t ^Wrüu Rettung ans Kirberg wogen Untreue, Höckvstpreisübe Wkrmg und Kriegswuchers zu 3 Ndonaten Gefängnis m r' Mark (Mdstrafe. Die Reibling war vom Kttnsaus schuß ^ aU amtliche Butter- und (kieraufkäuferm augestell F'; dic^Butter und Eier an die Kreissammelstelle nbz

. du-^ aber nur bei eruem Teil, währekrd ein anderer Tc

woeit Preisen in Wiesbadener Hotels toauderle.

Limburg, 27. Nov. Gestern vormittag ivurde ans d AM ^der Nälx- der Bierniedcrlage der Brauev'i Frankfurt. IäS w- Qm Escltöftrweg eine unbekannte ,veiblicl»e 2eichr g bereits Ilark i»il Verwesung übergegangrn war. Ä die Leiche zivei Verlrtzungeu auf. Ob diese von rrnei kmnr^O-'I.^^U'lwen, odar ob sie erst im Wasser cnltf'tandc"n sin ^ckt festgestellt werden

stark ^ bin. 27 Nov. dlus dem Rhein wurde d

Ä, Leiche eines Mannes m FllegerNeidnng geborgen

daß es sich um dir Lerch ew« feindlichen Flieger

Wiesbaden, 27. Nvv. (Der R aubmo t b in Wies­baden.) Der Polizei gelang es, die Persönlichkett des Mannesi festzüistellen, der am Sonntag vormittag die Kaffeehausbesitzerm Gefreiten der 1. Kompagnie des hiesigen 80. Inf.-Regiments Michael Korpezar. geboren am 23. Sept. 1891 in Mlinkowo. Bez. Posen. Der 'Mörder, der seit döm 23. Niov. flüchitig ist, trat hier noch unter verschiedenen falsck-en Namen, Karpik und Bruiw Batiki, auf. Er ist auch wahrschttllich der Mann, der am Mordtage von einem Dienstmädchlen Unterkunft in einem Kellen: begehrte >und dafür 50 Mark bot. Arvch, bei Familien oder in Fremdenpensionen scheint er in den letzten Tagen gewohnt zu haben.

Gerichtssaal.

,1 Darmstadt. 27. Nov. Tie ledige Schirmslickewin Sabine R i f s e l aus K a r l s b c r g ist eine Unverbesserliche und seit 1890 rmmer nur kurze Zeit auf fteiem Fuß. Auch diesmal wieder b-enutzt^sie ihre kaum gewonnene Freiheit, um in Mörlenbach ecuen Stallhasen» zu stehlen und drei ihr zum Flicken übergebene Schirme zu unterschlagen. Zwei Jahre Gefängnis, abzüglich ein Monat Untersuchungshaft, ivar die Strafe. Ein 1 «»jähriger srchlosierlehrling in Bi schoss hei in erhielt wegen Verbrechens gegen $ 176, Abs. 1, 3 6 Monate Gefängnis. Drei Offenbacher Früchtchen, 13- und 14jährig, erbrachen einen Eisenbahnwagen ilnd ftahlen einige Käse. Andere Personen, die nicht ermittelt werden.konnten, nahmen die Gelegenheit ivahr und eigneten sich ans dem erbrochenen Wagen ebenfalls Käse an. Die beiden 13iährigen erhielten I Wochen, der 14jährige, der eben eine Gefängnisstrafe verbüßt, 3 Monate Gefängnis. In einem Darmstädt e r Damen stofsgeschäft stahl und unterschlug der Ilstährige Lehrling B. Stoffe, Mäntel und Kostüme, der 36jährige rückfällige Hausbursche Karl F. verlvertete sie. B. erhielt 1 Jahr Gefängnis, F. erhielt 5 Jahre Zuchthaus, Ehrverlust und Stel­lung unter Polizeiaufsicht. Ettr 18jahriger Angestellter des Ge­schäfts, der sieh nur einer einzigen Unterschlagung schuldig gemacht batte, erhielt eine Woelp: Gefängnis. Zwei Jahre Zuchthaus, 0 Jahre Ehrverlust erhielt der 67jäbrige Landwirt Christ. F. aus Zell bei Bcnsheim wegen Verbrechens gegen ^ 176 Ab . 3.

Lin ver'si.äts-Nttcbricbtett.

^ Frankfurt a. M., 27. Nvv. tzn der Naturwiffenschrft- ff.cken Fatrlltät bat sich Dr. phil. A. Born, Assistent am «Ssolo- msch-paläontologischen Institut als Privatdozent für Geologie und Paläontologie an der Universttät Fraittfurt habilitiert.

Hk. Berufung des Staatssekretärs H e l f s e r i ch aus eine ordentliche Professur. Wie dieHoechschul- lvrrespondenz" hört, wurde der bisherige Staatssekretär Tr. H c l f- ferich von der philosophischen Fatultät der Universität Bonn einstimmig für die durch die Uebersiedelung des Geh. Rats Schu- niacker nach Berlin erledigte ordentliche Professur der Staatsnüsscu- sch-aften in Vorschlag gebracht. Der Kultusminister hat, dem Wun­sche der Fakultät folgend, Exzellenz Helsferich diese Stelle an- geboten.

Vöcheittl. Ueberkcht -erTa«ertä8e x. d.5tadc Kietzen.

4b. Woche. Bom 4. Novem''ee bis I ^love'nber 1g17. Eiiiivohuerzabl: angenommen zll 33100 SrerblichkeitSziffer: 31,40 ® 0 Nach Avzug von 11 Ortsfreinden: 14,i3°/,^.

Es üarben an

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wachsene

Umber

tm l. Lebens» vorn 2 bl» jabr 16 . Jahr

Anaeb. Lebeusschiväche

2 (2^

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2

2

Maseru

1 .

1

Dipblberie

3(3)

3(3)

Tuberkulose der Lungen

2(1)

2(1)

Luuaeneulziindung

1 (D

1 (1)

51ranky d. NretSlaufsorgane

1 (0

MD

Gebirufeblag

1

1

Tnrmkatarrh

Krankbeiteu der Varn- und

1 (1)

1(1)

Geschlechtsorgane

3

3

(trebs

MD

Kl)

anderen Neubildungen

1

1

and. den. Todesursachen

1 (1)

1(D

Summa:

20(11)

14(6)

3(2)

3(3)

Nnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an. wie viel der Todessälle in der betreffenden Ärankhett auf von eruswäcrs nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verönentlichung des lldroßh. KreisqesundheitsamtS Gießen - Dr. Wal g er, Med.-Rat.

Briefkasten der Bedaktisn.

LNuouvme 'Hn'i raaeu bleiben nnberücksichetgt^

Unteroffizier kf. v. Eine derartige Bestimmung ist uns ittcht bekannt, dagegen können über 45 J«ahre alte Knegsteilnehmer, die mindestens 6 Monate im Feuerbererch gewesm iind, oder. Familienväter mit einer größeren Anzahl unversorgter Kinder- in die Etappe usw. zurückgezogen wnden. Das gleiche trifft zu für Kriegs teil nehmer, deren K'.gehörige durch, die Folgen des Krieges besonders schwer heimgesncht wurderr, insbesondere, lvenn die nächsten Angehörigen säurllich gefallen bzw. gestorben sind und der im Felde Stehende als einziger Ernährer seiner Ange­hörigen in Frage kommt.

Bermrsehtes

Dr. Jamefion f.

Der Tod des südafrikanischen Staatsmannes loeckt die Er­innerung an eine der größten Schandtaten der englischen Ge­schichte, die räuberische Einverleibung des Transvaalstaates in Englands füdasrikanisch-es Kolonialreich. Jameson, ein Schützling von Cecil Rbodes, hatte 1891 die Berwaltting über Rhodesien erhalten und 1893 einen Aufstmrd der Matabele evsolgreich unter­drückt. Weniger Erfolg hatte er bei seinem Einfall in die Buren­republik, den er in den letzten Tagen des Jahres 1865 als Beamter englischer Handelsgesellschaften an der Spitze mehrerer' Hundert Bewaffneter unternahm. Er sah sich wenige Tage später nnt seiner ganzen Gefolgschaft von einem burischcn Aufgebot gefangen Amtlich ließ ihn daraufhtti die englische Regierung fallen; er wurde sogar, nachdern er von den Bieren ausgeliefert wordeic war. in London zu Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt. Aber sein Fremcd und (Könner Cecil Rhcides, der geistige Urheber des Frie- densbrnches, blieb in Freiheit und setzte seine Polittk fort, die' geradeswegs zum Burenkrieg führte. Jameson kehrte nach Afrika zurück und stieg nach dem siegreichen Ende des Krieges von Stufe zu Stufe, zuerst als die reckfte Hand von Rhodes dann nach dessen Tode als sein Nachiolger; von 1904 bis 1908 stand er als Erster Minister an der Spitze der Kaptvlonie. Im Jahre 1911 legte er aus Gesundheitsrücksichten die Führerschaft der unionisttschen Partei in Südafrika nieder, 1913 wählte ibn die Brittsh South Aftica Companli in Loirdou zu ihrem Präsidenten. Mit ihm stirbt jetzt einer jener eckten Engländer, die durch skrupellose Macht Politik die Bausteine des englischem Weltreiches Msammengetrageu haben.

*

** K ö l n, 27. 9rvv. DieKöln. Ztg." melkst aus'Barnmc: Tlurck.1 Gasvergiftung sind lster der ehemalige Zeittruucsal^vvtt'nelc Heer lind (Gattin tödlich verunglückt. Das (Ncs ist dem Gasheiz- ofeu entströmt, da der Hahn uirfjlt vollständig gesckstossm nmr. Tie Verstorbenen waren hockKetagt.

* Düsseldorf, 27. Nov. Hier wurden die Raubmörder Stefan, ^Paicl Kvops und Robert Busseck aus Oberschlesien ver­haftet. Sic hatten am 16. Novencber den Dresdnener Kauslilann Steinhäuser in einen Nachbarort gelockt unter der Angabe. Zncker verkauf'en zu könmnr. Dort wurde StettlHäuser ermordet und beraubt.

* Saarbrücken, 27. Nvv. (WTB.) Auf dem Wege vom Postamt 3 zum Postamt 1 ist in der vergangenen Nackt ein Geldbeutel abhanden gekommen, der u. a. ein Wnckpaket mit 500000 Mars in Tauseudmarksck-einen enthielt. Aus die Herbei

schassung des Geldes ist eine Belohnung von 3000 Mk. ansgesetzu

** Eine Sitzung der Stadtvervrdneten findet

Freitag den 30. November 1917, nachmittags 3Va Uhr., nach fot* gmder Tagesordmrng statt: 1. Mitteilmigen. 2. Fristverlänge­rung zur Errichtung eines Vorder Hauses Wiesenstr. 11 durch die Firma I. B. Noll. 3. Abänderu^rg deS^Bebauungsplanes für daS Gebiet zwischen Kaiserallee und Licher.Sttaße oberhalb der Land- mannstraße. 4. Gesuch des Hem rill) Neuling um Erlaubnis zum Schankwcrtschaftsbetrieb im Haufe Hammstraße 14. 5. Desgleichen des Jiohannes Bohl für Ludwigstraße 55. 6. Beitritt der Stadt zur Gesellschaft LiebignmsmM. 7. TeSgleiä>m zur Hessisä-en (deinem- nützigen Ballgesellschaft5>eimatdalik". 8. Fürsarge für lungen­kranke Kriegsbes'chadlgte. 9. Annahme eines Vermächtnisses. 10. Desgleichen ettrer Stiftung. 11. Weihnachtsfpendm für im Felde stehende Beamte. 12. Fortbildungsschule im Winter 1917/18. 13. RöchnungSabschlüsse für 1915, a) der Plack'scheu Stiftung» b) des Gaswerks: e) des Wasserwerks: d) des Elektrizitätswerks; 6) der Straßenbahn. 14. Erhöhung der KriegsteuerungSzulagen.

tetzte Nachrichten.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Nvv. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern war das Artilleriefeuer zwischen dem Houthoulster-Wald und Zandvoorde vom Mittag an leLh-.ift; bei Passchendaele schwoll es am Abend zu größter Heftig-- feit an.

Zu beiden Seiten der Searpe erhöhte Gefechtstätigkeit.

Auf dem Schlachtferde bei Cambl-ai leitete starker Feuerkanrpf bei Tagesanbruch, die Angriffe ein, die der Eng­länder mit sechs angesctzten Divisionen g?gen Bourlon, Fo»- laine und unsere Anschluftstellungen richtete.. Westlich von Bourlon brachen neue Angriffswellen und die ihnen voran- fahrenden Panzerwagen in unserem Feuer zusammen.

Zwischen Bourlon und Fontaine drang der Feind nach mehrfachem vergeblichen Ansturm in unsere Abwehezone ein. Bourlon und Fontaine gingen vorübergehend verloren.

Die durch dm erbitterten Häuserkampf stark gelichteten englischen Verbände traf der Gegenstoß unserer Infanterie.. Umfassend angesetzt und schneidig gefiihrt, nahmen sie dis Dörfer in glänzenden: Ansturm wieder und warfen den Feirch in den Wald von Bourlon zurück. Mehr als 200 Gefangene und zahlreickie Maschinengewehr' blieben in ihrer Hand.

Das starke Feuer ließ bei Eintritt d^r Dunkelheit nach; ört.iche Jnfinteri kämpfe da :e. t n bis i ? M; N ch' hin in an.

Heeresgruppe Deutsch er Kronprinz.

Nordwestlich von T a h u r e ließ der Franzose bei einem mzßtrmgenen Unternehmen Gefang ne in un'erem -Graben.

Auf dem w estl ich en Alaasufe r war die Artillerie tätigkeit am Vormittag gesteigert; sie flaute vom Mittag an zu mäßigem Störungsfcuer ab.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nordwestlich von Nomenh stie en starke französis«^ Abteillmgrn gegen unsere Linien wr; sie wurden im Nah­kampf abgewiesen.

Oestlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische

Front.

Keine größeren Kanrpfhandlungen.

Italienische Front.

Nichts 9leues.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Der Reichskanzler und die Parteiführer.

Berlin, 28. Nov. Der Reichskanzler wird nn Lause des heutigen Tages die Führer der Reichstagsparteien empfangen, um sich mit ihnen über die politische Lage im allgemeinen und über die Rede, die er am Donnerstag im Reichstag zu halten gedenkt, im besonderen zu besprechen. Gestern hatte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, v. Kühlmann, die Fraktionsführer einzeln bezw. frak­tionsweise eingeladen. Die Mitteilungen waren streng ver­traulich als Vorberatung für den heutigen Empfang der Par­teiführer durch den Reichskanzler.

Die Stimmung in Italien.

Lugano, 28. Nov. Nach^ einem römischen Bericht des Jour­nale de Geiröve" bereillete die Kammer Giolitti einen außerordentlich war men Empfang. Gwlitti ist berettA nach seiner Heimat Piemont zurückgekehitt.

A m ft e r d a m , 28. Nov. Einenr hiesigen Blatte zufoltze er­fahrenTimes" aus Ma/lland«, daß 700 000 Flüchtlings aus den besetzten italienischen Provinzen passierten.

Sonnino in Paris.

Paris, 27. Nvv. (Havas.) Sonnino traf hier ehr.

Eine Tochter des früheren Zaren entflohen?

Von der Schweizer Grenze, 28. Nov. Schweizer Blätz lern zufolge meldet Lwvas aus Paris: Tie Großfürstin T a t i a n a, die zweite Tochter des eittthrvltten Zaren, ist aus Sibirien eiw- wichen und wird in nächster Zeit über Japan nach Amerika ge- langerl.

Die Lage in der Ukraine.

Rotterdam, 28. Nov. Nach, dem N. Rott. Cvnr. erfährt Daily Ehronicle" aus Petersburg vom 25. November: In Kiew ist die Macht in den Händen der ukraünschen Nada. Die rrissiscken Blätter sind beschlagnahmt. Am 20. diovember hat die Rada ein Manifest erlassen, in dem die Republik ausgerufen, alle Privatländereien, der Grundbesitz der Klöster und die Domänen in den llckrainischen Gebieten als Staatseigenttnn erklärt tverdenr und die gesetzgebende Versammlung der Ukraine für den 22. Januar einberusen wird. Die Wlahlen werden am 9.. Januar abgehalten werden.

Amtlicher Teil.

vekanntmüchung

betr. Abänderung der Bekanntmachung V/. Ul. ZOO/5. \l ARA. betreffend Höchstpreise für Zpinnpapier aller Art sowie für Papiergarne und -bindsäden vom (0. Z.J7.

Bei Preistafel 2 A ist M WortPapierarurrdgarn" ttf Pnpierrimdgarn", ferner zu Ab Garn No. 1 metrisch bei Verwendung eines Papiers mit 75 bis 99 v. H. Natrons (Sulfat-)Zellstoffgehalt der Preis von201" in204" zu be­richtigen.

Frankfurt a. M., den 28. November 1917.

Der stellv. Konnnandierende General:

Riedel

Generalleutnant.