(dfiagert habon tvvllen, wiederum eine schwere blutige Niederlage erlitten. Dort reiht sich seit Monaten ein englischer Mißerfolg an den andern, und der flandrische Muflumpf verschlsiigt englische Divisionen auf englische Divisiorren. Beraeblich suck>en die britischen Berichte Siege mch Triumphe ihrer Waffen zu verkünden und die Welt über die schrveren Niederlagen zu täuschen, die die Entente-Einheitsfront im Westen, Osten und in Italien erlitten hat. Den prahlerischen Worten stehen unverrückbar die ehrenen Tatsachen gegenüber, die für alle Zeiten die unvergleichlichen Ruhmestaten des fast gegen die ganze Welt kämpfenden Vierbundes verkünden.
Das zertvommelte Trichtergelände zwischen Poelcapelle mü> Passchendaele, das in monatelangen Großkämpfen von Engländern nicht überwunden werden konnte, sah am 10. November unter außerordentlich blutigen Verlusten fünfmalige tief gegliederte Angriffe frischer englischer Divisionen restlos zusammenbrechen. Nach gewaltigem Trommelfeuer konnten die Engländer nördlich von Passchendaele vorübergehend Vordringen, bis der Gegenstoß pommerscher und westpreußischer Bataillone die Angriffswellen des Feindes mit ungestümer Wucht zurückwarf. Zerfetzt und zerrissen flutete der Gegner zurück lntb erlitt in unserem vernichtenden Verfolgungsfeuer schwerste Verluste. Die später noch viermal mit frischen Kräften wiederholten Angriffe hämmerte der Eisenhagel unserer Batterien schon vor unseren Linien in den morasti- aen Sumpf, während an einzelnen Stellen Kolben und Bajonett den Angreifer niederschlugen. Br andenbur gische Truppen stießen dem fliehenden Feinde nach, entrissen ihm einen Teil seiner Ausgangsstellungen, schoben die eigenen Linien vor und brachten Gefangene ein. Erst bei Anbruch der Dunkelheit ließ das starke Feuer nach.
Wie in Flandern, so beiviesen nach wie vor auch auf den übrigen Teilen der Westfront die erfolgreichen lluterneh- minpaen unserer Truppen, daß die immer wiederholten britischen Lügemneldungen über den sinkenden Kampfwerl und die Moral deutscher Truppen ein leeres Gerede sind. Bei dem glänzenden Vorstoß tm Chuume--Wald hat sich die Zahl der dort gefangenen Franzosen auf 8 Offiziere und über 280 Mann erhöht.
Mm Hartma nn sweilerkopf brachen eigene Stoß flMps in die feindlichen Gräben ein und brachten 37 fran
lMrohntm täglichen Angriffe g«gen Poinrarrs seit einiger Zeit völlig eingestellt habe und daß die Aussöhnung zwischen den beiden Persönlichkeiten, wenn sie <mdf noch nicht offiziell sei, nichtsdestoweniger <rls vollendete Tatsache besuchtet werden müsse.
Tie Hilfe für die Italiener.
Paris, 10. Nov. (Havas.) Temps bestätigt, -daß General Fay olle zum Oberbefehlshaber der in Venezien kämpfenden französisch-englischen Truppen ernannt worden ist.
zchische Jä^er zurück. An mehreren Stellen der Front wurden feindliche Patrouillenvorstöße restlos und blutig ab- gewiesen.
Im Betoegungskriege in Italien schreiten die siegreichen Verbündeten von einem Erfolge zum anderen. Unter schwierigen Verhältnissen und dauernden Kämpfen haben sie innerhalb von 18 Tagen durch zer klüstetes Gebirge, über breite, sumpfige Flußabschnitte hinweg 100 Kilometer zurückgelegt und die Piave in der Ebene von Susagana bis zur Adria, im Gebirge bis Belluno erreicht. Während an der unteren Piave sich der Fernd zum Kampf gestellt hat, hustet er im Gebirge unaus- halflam bcm Ausgang in der Ebene zu. In die dichten Ruazugskolonnen des Feindes schlägt vernicksiendes Feuer der Verfolger. Dauernd vermehrt sich die Gefangenenzahl und die Beute. Unübersehbar ist das Material, das der Feind zurückließ, unübersehbar ist der Zuwachs an Vorräten aller Art, die die Sieger in dem reichen Lande finden.
Aus dem Kriegspresseguartier wird gemeldet: Die starben Gegenangriffe der Jta lrener rm Raume von Asiago sind völlig geschei- tert. In unubertrefflichein Elan haben k. und £ Truppen auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden dem Gegner wichtige Höhenstellungen entrissen. Im Gebirge weiter nördlich streben unsere Kolormen unaufhaltsam gegen den Süd- tell von Faltveso zu. Teile der in der Ebene vordringendon verbuiweten Streitkräfte haben nach Zurückweisung der Jta- hinter die Piave unter Bewältigung außerordentlicher t Marschleistungen gegen Belluno einschwenkeud heute diese Stadt erreicht. Diese Fortschritte erweisen die Leistungen von Ehrung und Truppen im rasck-eil Eingreifen bei stets wechselnden Lagen und deren unübertresflickun Angriffs geist und Heldennrut. ^ "
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Der fortschreitende Lieg in Italien.
* ^vv. (WTB.) Das „Militärwochenblatt"
berichtet, daß das Infanterie-Regiment Nr. 63 in Zukunft den Namen „Ka i ser K ar l v o n O e ster re i ch und König von Ungarn" zu führen hat. Der Kaiser hat damit für die Ehrung des Kaisers Karl das Regiment bestimmt, das sich durch die Eroberung des Monte Matajur besonders aus dem italienischen Kriegsschauplatz ausgezeichnet hat. Kaiser Karl erwiderte Kaiser Wilhelm diese Ehrung, indem er ihn zum Inhaber des K. und K. Fetdhaubitzen- Keglments Nr. 25 ernannte. Dieses Regiment war hervor- schauplatzE^^^^ &6t ^ auf dem östlichen Kriegs-
*
Kaiser Karl in Lebensgefahr.
Gör», 10. Nov^ (WTB.) Der Kaiser hatte heute mit dem König von Bulgarien in Görz und hei Pal- manova geteilt. Auf der Rückfahrt blieb das Auto des Kaisers beim Versuche, einen der den Jsonzo begleitenden Dorrenten z,u übersetzen, stecken. Das Auto konnte nicht aus dem Flutzbett herausgebracht toerden. Der Leibjäger Rei- len b ich 1er und der Gardewachtmeister T o m e k trachteten dahcw, den Kaiser an das User zu tragen. Hierbei b r a ch d i e Wehr, auf der der Leibjäger stand, ein und ver Leibjäacr wurde weggeschwemmt. Der Kaiser ließ den Leibjäaer in dreser Lebensgefahr nicht los unv wurde hierauf gleichfalls von den hochgchenden Fluten des Flusses abgetrieben, mit rhnr der gleichfalls schon erwähnte Gardewachtm.ister Tomek. Dor Kaiser wurde mit den beiden auf eine längere 'Strecke fortgetrieben. Dank der aufopfernden, beispiellos treuen Haltung ferner Begleitung, vor altem des Prinzen Felix von Parma, der sich sofort in den Fluß warf, wurde der Karser nacy Längeren Bemühungen wieder ans Land ae- brach t. Der Kaiser befindet sich wohl.
Die Konferenz in Paris.
Paris, IE Nov. (WDB.) Meldung der Agence Havas ^.HusEmentrrtt der militärischen Konferenz der Alliierten ist auf den 19. November festgesetzt worden
Geheimsitzungen der französischen Kammer.
ar A N<uh einem Genfer Telegramm des „Lo£-
Anz dürfte die französische Kammer zwei, vielleicht drei Geheimsitzungen abhalten. Die Bewegung ist in allen Paringruppen ungewöhnlich stark. Briand gewinnt rechts und links cm Anhang.
« ^Dem,„Lok.-Anz." zufolge hält „Tribüne de Geneve" die Rück- kehc (X te menceauj zur Macht für sicher und für unmittelbar bevorstehend. Das Blatt werft darauf hin, daß Clsmenceau feine
Ein Festmahl in London.
Amsterdam, 10. stLov. (WTB.) Tas Reuter,'che Bureau meldet: Gestern abend fanb ein Festmahl in der Londoner Guildhall statt, an dem 800 Personen, darunter Bonar Law, Curzon, Derby, Geddes und Jellicoe teilnahmen. Die Gesandten der Verbündeten wurden warm begrüßt, be/Miders wann der Botschafter Italiens. Ter russische Botschafter wird nicht erwähnt. Curzon brachte einen .Trinkspruch auf die Alliierten aus, in dem er misführte, man könne nur durch die Zusammenarbeit der Alliierten, durch Selbsllosig'ksit und das Zusammenfällen aber Ausgaben den Sieg zu sichern hoffen, nach t>em man verlange, und den Frieden der Welt. Tie 17 jetzt verbündeten Staaten führte die Ueberzeugung zusammen, daß es, s-oferu nicht der Geist, von dem dcr Kaiser und das deutsche Voll beseelt seien, vernichtet und zerstört würde, kernen Platz gebe, wo sieie Nationen leben tonnen. Curzon erwähnte dann Belgien und Serbien uud versprach ihre Wiederherstellung. Er fügte hinzu: Das kleine mißhandelte Griechenland mit Veniielos zerbrach die Maschen der Int eignen und brachte die Flagge Griechenlands wieder in die vorderste'Reihe der Freiheit. Bon Amerika sagte Curzon: Wir dürfen sicher sein, daß alles, ivas durch die Hilfsquellen dieses gnoßen wunderbaren Landes, durch den Geist und den Eifer seines Volkes und die inckeugsame Riche und den Geist des Präsidenten zustande- gebracht werden kann, ,vas von diesen Hilfsquellen zum Kriege beigesteuert werden kann, beigestenert-ist und werden wird. Zweien unserer Oächägen Und vertrauenswürdigen Alliierten, so fuhr Curzvn fort, bringen wir ehrfurchtsvolle Sympathie entgegen sowie das Verttauen, daß der Geist des Mutes im Ri.isfenvotke das trübe Dunkel zerreißen wird, das jetzt ül-er seiner Z'ikunft hängt, und Italiens Volk und seine Staatsmänner stel-en schwierigkeiten gegenüber, die sie aber hoffentlich überwinden würden.
London, 10. Nov. (WTB. Nrchtamtl.) Meldung des Reu- tersa>en Bureaus. Auf einem Guildhallbankett sprach Sir Geddes im Namen der Marine. Er erklärte: Marine vertraut darauf,
daß, wenn der große Tag kommt, an dem es uns gelingt, den Feind zur Schlacht zu zwingen, der Feind eine Flotte finden wird, die jeder Geleaenheit gewachsen ist. Der Unterseebootkrieg der Mittelmächte ist fehlgeschlagen. Er hat sicherlich nicht diejenigen befriedigt, die ihn angefangen haben. Admiral von Capelle hat behauptet, daß meine Erklärung im Unterhause unrichtig war. Meme Erklärung war nicht unrichtig, sondern diejenige Capelles. (Beifalls Unsero Schifssverürste waren sehr schwer und sind noch schwer, obwohl sie beständig verringert sind. Im Augenblick ist der Himmel öon einem großen Sturm bedeckt, der über den. russischen Himmel fegt, und eure vorübergehende Wolke verdunkelt die italienische Sonne, aber die Wollen werden vorübergehen, da der Feind miter Mangel imd Abnutzung leidet. Cs ist b e z e i ch rt e n b , daßderFeind fortgesetzt das Friedensgespräch io jeder auf- U t rn rn t. Der Feind ist weit davon erttfernt, mit der Lage zu- ivreden zu sein, m die ihn sein anmaßender Ehrgckz gebracht hat. (Notiz: Nicht nur Admiral v. Capelle, sondern auch das eigene Parlament übte an der Rede Geddes Kritik aus.',
London, 10. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Aus dem Guildhall- Bankett entschuldigte Bonar Law die Abwesenheit Lloyd Georges nnd fuhr fort: Dem von Curzon über Rußland Gesagten brauche er nichts hinzuMsügen. Die Zukunft Rußlands, sagte er. ist heute em Buch mit neben Siegeln; aber wir brauchen nicht zu verzweifeln, denn kie Russen sind ein großes Volk. Was sich ereignen wird, können wir nicht wisscnt. Der Erfolg' der russischen Siege ist verloren gcgangeri, aber in die Wagschale der Gerechtigkeit und Frechett sind die Hilfs-auellen des amerikaniischeu Volkes geworfen worden. Bonar Law gab einen Ueberblick über die Kriegslage und betonte, daß Deutschland sich die Ober- lertnng über die Heere seiner Verbündeten durchaus gesichert habe Eine solche Oberleittmg habe nicht in gleicher Ausdehnung znnschen den Alliierten bestehen können, da sie eine Vereinigung von freien Völkern seien. Msher hätten für jedes Land besondere Generalstabe besbaiüxpr. Jetzt aber wäre ein Stab der Allcierten, üTanfreid), Großbritannien imb Italien gemeinsam umfaßt, gelchasren, der dauernd Sitzungen abhält, um die Stellung der Heere zw prüfen, deren Front vom Kanal bis zum Aüriatischen Meer als emheillich betrachtet werden kann. Bonar Law ging aus Die muitäTifdjen Operationen des Feindes gegen Italien ein urid agte: Dce)e nmrden nicht ausschließlich aus rnllitärischen Gründer, sondern.zum Teil auch aus politischen Gründen imternornmen, in der Hossmmg, die Alliierten zu ttennen, und teils auch wegen der ^cotwendlgkeit die Stimmung der Völker der Zentralmächte aufrecht zu erhallen. Die Deutschen toerden nie gewinnen, ohne bevor die iranzösiichen und erlgtrschen Heere geschlagen zu hcrben. Der elnzige Weg zum Frieden ist ein langer, mühe- 6. zum Steg. Alle Kriegführenden seufzen unter der Last. Es ist mq: die Frage, wer unter ihr znsarnrnenbrechen wcrd. Ich habe Verttauen zu der Charakterstärke unseres Volkes und zu der Gerechtigkeit unset'er Sache. Es war ein Ringelt zwtschen freien Völkern und dem Despotismus der Küiegslords Unsere Soldaten und die unserer Verbüitdeten wissen, wofür sie kämpften, nnd thr Mut wird sie nicht verlasset!
Englischer Bericht ans Palästina und Aegypten.
Lo ndon, 9. Nov. (WTB.) Amtlckier Bericht aus Palästina: Dw ganze türktsche Armee zieht sich ch nördlicher Richtung zurück, von beit brtttjck^n Aewplanen mit Bomben beiwrfen ., Lvn dv n, 10. Nov. (WTB.) ReutermMung. Amtlül-'r Bericht aus Aegypten: General Allenby meldet, daß aus seinem rechten Flügel der Fernd sich nach Hebron zurückzieht. Unsere berittenen Truppen rückten durch Semccmot) über 13 bezw. 9 Meilen von Gaza, und erreichten das Südufer des Wadi H^'i (11 bis 12 Me len nördlich von der alten tückisch-n Fovnt), toodnrck, sie die Verbmdung mü, unseren von Gaza vorrückendeit Truppen herstellten. Diese beletzten das nöÄ>lick )!2 Ufer der Münd-ung des Wadi He,! und Herbich, erreichten die Eisenbahn nird die vom Feinde an biciem Fluß vorbereitete Ausimhniechllung, Auch dec an der Küste gelegene^Endpunkt der türkisil^ i Eisenbahn Bsitkanum wurde erobert. Ter ^-ernd wurde ch der Rülstnng des Wadi Hesi verfolal De ganze türkisclie Armee befchdet sich auf dem Rückzug nach Norden, lieber vierzig Kanonen wurden erbeutet. Tie erlalii'ck- und französijche Flotte wirkten während der ganzen Tauer der Kampfe Mit.
Lenin und Buchanan.
Bert in n gto tK Wie bet L, A, meldet, lieg, S e n i n den, englischen Botscl-after Buchanan Mitteilen, er rate ihm sich ml eigenen Interesse jeder Einmischung in die inner- politischen Ereignisse zu enthalten. Lenin soll auf die Festnahme Kerenskis umsomehr besonderen Wert legen, als sich, zahlveräM wichtige iDokumente, darunter Verttäge mit den Alliierten rm persönlich^ Besitz Kerenskis befinden.
AuS dem norwegischen Parlament.
m Ä X Vm“ n ’“ ' P-J&h J" Storthing führte gestern Präsident M o w i n ck e l bei der Verhandlung über die a m e r i k a - nische Note ans: Wir kommen nicht als Bettler zu Amerika wir haben den Weltmächten große Dienste erwiesen und werden es auch weiter tun. Gelangen wir zu einer Abmachung, so werden wir sie als Recht, nicht als Gnadenbezeugnng aufnehmen, aber da« Ueberemkommen mit Amerika wäre zu teuer erkauft, falls wtt es mit unserer Neutralität oder dem Bruch mit dem übrigen Norden bezahlen sollten. Es ginge mehr verloren, falls im Norden ein Bruch stattfande und wir von Amerika Lebensmittel erhielten als wenn der Norden zusammenhängt und hungert. — In der Nack- mittagssitzung sagte der Staatsminister, die Auslassung Mo-
wiuckels sei mißverstanden worden, als ob NorweXkN nur die Wahl habe zwischen dem Bruch im Norden, und Hunger. Ihm sei nicht das Geringste hierüber bekannt. Sollte das Undenklvre gesckfehen» daß wir vor einen derarngen Vorschlag gestellt würdrn, fo würde er abgewiesen werden. Wir werden hierzulande nicht hungern, wo wir genügend Kartoffeln mid Fische haben. Rückiickstliai des^e- creides können wir uns im Norden vereinigen. Bekommen wir von Dänemark dessen Uebersluß von 500000 Tonnen, Lum Beb, spiel Gerste, so können wir uns ducchhelfen.
Eine Wiener Feststellung zu den Berliner Besprechungen.
Wien, 10. Nov. (WTB.) Ter dreitägige Aufenthalt des Ministers des Auswärtigen Czer nin in Berlin hat zu bo[[*. ständig falschen Kommentaren Anlaß gegeben. Tie Ur» suche der falschen Gerüchte wollen wir hier nicht weiter untersuchen. Männer) die an den Berliner Verhandlungen nicht teilgenommen haben mid gar nicht wissen konnten, was dort gesprochen worden ist, haben Nachrichten in die Welt gesetzt, die von anderen als ernst und vollwertig genommen werden. In der wildzerrissenen Zcst, in der wir leben, machte» diese durchaus unbegründeten Erzäh. langen Eindruck Ter Minister des Auswärtigen hatte psliäit- gemäß den Wunsch, sich mit dem neuen Reichskanzler baldmöglichst über alle großen schwebenden Fragen auszusprechen. Es lag ihm daran, dem bedeutend älteren rmd mit Arbeit überbürdeten 3teichS,
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/ycucfui roucot naainia)! ana) oie poiiuiroe ueiproajtm. Lag
ist richtig. Cs ist ja'die Pflicht der leitenden Staatsmänner,'über die groyen aktuellen Fragen zu .beraten und sie vorzubereiteii, Irevor | te diese den übrigen kompetenten Faktoren unterbreiten. Auf eine andere Art sind ja die Staatsgeschfte überhaupt nich zu machen. Tie Ereignisse aus der Welkenbühne überstttrzenflich, und niemand kann wissen, wie nahe oder wie fern der Friede ist. Um gemeinsam mit Erfolg auf der F r i e d e n s ko n* f ercn 3 anftreten zu können, müssen die Verbündeten sich untereinander über die zu verfolgenden Richtlinien klar sein. Wenn NUN aus dieser Tatsache gewisse Parteien 'bei uns den Schluß ziehen, der Minister des Auswärtigen habe eine Schwenkung in seiner Politik gemacht oder sei im Begriff eine solche vorzunehrncn, so ti! dies eine grundfa l sche Auffassung, der aus d«K allerenergiLchste entgegcngetreten werden muß. Das Programm der öger re :cksi sch-ungarischen Regierung hat sich nicht um Haaresbvcitf verschoben. Ihr Ziel bleibt dasselbe, die baldmöglichst? Erreichung eines < hreirvollen Friedens. Polen y fc ein selbständiger ^ i v a t, nnd die neuen Machthaber in Rußland konzedieren dem polraschen V^lke das Recht, über sein künftiges Schicksal selbst zu entscheiden. Deutschland) uiid wir haben dem Wunsche des polnischen Volles bereits Rechirung getragen und seine selbständige Staatlich rett anerkannt.
Seefricg.
Weite N-Boot-Erfolge.
Serif tu, 11. Nov. Amtlich. Im englischen Kanal hat eines unserer U-Bnote neuerdings vier Dampfer mit über 13 000 Br. - R. - T. vernichtet, von denen drei bewaffnet waren. — Einer davon hatte das Aussehen des englischen Dampfers Wellington, ein anderer führte den Namen Gallia und war wahrscheinlich italienischer Nationalität.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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Kopenhagen, 11. Nov. Wie das Ministeriunt des Aeußern^ bekannt gibt, wurde der d ä n i sch e Da m.p f e r S- ^ 1 a .^- k €r Reise Nordafrika—England mit Eisenerz ini cktlqntischen Ozean am 5. November versenkt. Die Besatzung wurde in Cardiff gelandet. Der dänische Schott er Lind Hardt wurde in der Nordsee versenkt, die Besatzung in Bergen gelandet.
fe dem Ueiche.
Der Wechsel in den hohen Nrichsämtern.-
Berlin, K). Nov. (WTB.) Der „Reichs- und Staats anzerg^' veröfseittlicht dte folgenderi Bekanntm-achnngen:
S. M. der Kais-er und Könrg haben allergnädigst geruht, den S-tellverkreter des Reichskanzlers Staatsminister Dr. H e l f f e r i ch seinem Ansuchen gemäß von den Aembern als Stellvcrlweter des Reichskanzlers und Mitglied des Staals- nrttiisteriirms unter Berleilving des Großkreuzes des Rote» Twkerordens und unter Belassung des Ranges und Tttels als Staalsmrnister zu entbinden.
S. M. der Kaiser und Küntz haben allergnädigst geruht, den Staatsmrnister Dr. v. B r e i t e nba ch seinem Ansuchen genraß von denk Amte als Vizepräsident des Stairtsniiniste- riums unter Berleihnng des Hohen Ordens vom Schevarzen Adler zu entbinden nnd an seine Stelle den ordenlliclMr Unrversitätspvofessor a. D. Geheinren Regierungsrat Dr. Friedberg ^urn Staatsminister und Vizepräsidenleu des Staatsminrsterrums zu errcennen.
Die bei diesem Anlaß an die Staatsminister v. Breitenbach irnd Dr. 5>elsferich gerichteten Handschreiben lauten: Mein lieber Stontsminister Dr. von Breitt-nbach!
Dnvchi Erlagi vom heutigen Tage habe ich Ihrem Gesuche um Gntb-indmig von dem Amte als Vizepräsident Meines Staats- nttiniwriums in Gnaden entsprochM.. Empfangen Sie Rkeinen warm,wir ^onk für ^hre ansopserungsvolle und erfolgreiche Täsiw feit in dieser arbeitsreick^u Slellnng!. Nhit besonderer Freude benutze vZttl zugleich sdbesen Asulas!,, Ihnen in Anerkennung Ihrer bis- außlerordentlickjen Verdienste, besonders auch um die sieg-" reiche Verteidigung des Vaterlandes ans militärischem und wird- lchaftlick/em Gebiete, ein neues Zeichen Meiner Weittschätzung m geoen und Ihnen hm hohen Orden voni Sck'kvarzfm Adler zu verleihen dessen Al^ebpn beiso lgerr. Ich vier bleibe in Dankbarkeit Jh!r wohlgeneigter /König.
l. Wilhelms.
Großes Hauptguartier, den 9. November 1917.
M'ein lieber Dr. Helfferich!
Unter drn von J'lMn gritotb gemachten Umji-tnd.ir habe Ich Md ent,«os,en. Sie durch Erlas! vom h-utige» Zagt von Ihr« Mmtern als Stcllvertret-r des RctchSkanÄ-rs inrd Mitalird oeS Staatsniinister-rums m ent&iitben. Im allen. Ihnen bieder über« tmgmen mid Staatsslpllungim haben Sie sich durch --mr
vorbudtich^ rrene (und sersolgreiche Ajrbei't ausgezisichnet und sich uin Kaiser und Rerch hervorragende Verdienste erworben. Es ist Mir cm Beoursms, Ihnen mit Meinem wännlstm Dank zugleich cm neues Zeichen Einer besonderen sMierkennung u,nd Wbrt- chiätzung zu geben, rüdem Ich Ihnen das Großkreuz des Rvtew Adlevordens verleihe, Ä Machen hierbei folgen. Ich famt» abrdr m bwfcr ernsten schweren Zeit auf eine so bewährte staats- mau msche Kraft wie dre Ihrige zur Mitarbeit an der glückt üben Gejialtung unserer Zukunst nichit verzichten und rechne bestimmt darauf, daß Sie sich zur Erfüllung besonderer Ausgaben zu Meines Verfügung hallen werden.
Ihr wohlgeneigter Kaiser und König
> Wil Helm I. R.
Berlin, 11. Nov Der fortschrittliche Reichstagsabgeord- nete v. Payer, der künftige,Vizekanzler, beabsicksiigt dem „P. T." zusolae nicht aus dem Reickistage auszuscheiden. Er will sein Mandat snr Reutlingen-Tübingen beibel-alten. Er legt Wert dar-» ^ ' etricr Ernennung zum Bevollmächtigten zum Bundesrat Abstand genommen werde.


