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8.11.1917 Erstes Blatt
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jft&treuf* GessdKie erb-rvchen, wagte sich jetzt auch das lichtscheue 18esüE«l imö der Pöbel, die sich, versteckt gdjoffcn, herkwr intö) l>egcimcn ewr wildes Plündern in der fcfcrÜaflfattn 0twbti Ms die.Reserven rrcockrückte??, fanden sie am oentnii'tetei.e Stadt. Er- drocheire Türen und Umlster mrd die Sttaße übersät mit Waren.' taller Art, die der Pöbel nichjt wegschLePPerr konnte und in sinnloser Zerstörungswut in den Schmutz getreten hatte. In kurzer Zeit änderte sich, das Bild. Aus den Strafen, die strahlenförmig an- allen Seiten in di-e Stadt führen, marschierten Hunderte, Tausende von Gefangenen ein. Tie Loggien und der breite Platz vor dem Nathause, alle Strafen, alle Plätze waren dichit gefüllt. Die ge­fangenen Italiener, die seit Da gen keine Verpflegung erhalten, machten sich über die auf den Straßen verstreuten Vorräte her, schleppten aus dem erdrochen-en ,Läden Lebensmittel herbei uni -1 bald begann überall auf den Straßm ein groteskes Zschien und« Sckimausen, als sei ein Heusckreckeuschwarnr eingefallen, bis ^ das einrückendc deutsch,? Oberkommando emgriff und der- ganzen Gefangenen Haufen kurzer Hand aus der Stadt herausführen ließ.

Lin Aufstand in Petersburg.

Petersburg, 7. Nov (Nichtamtlich.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphenngentur hat der Militärische A n s s ch u ß d e s Arbeiter- und S o l - datenrates infolge militärischer Maßnahmen des Mili- tärgouoerneurs von Petersburg die Verhandlungen zur Bei­legung des Konfliktes abgebrochen und seinen Truppen den Befehl gegeben, der Regierung nicht zu gehorchen. Gegen 5 Uhr abends gaben die Negierungs­behörden den Befehl, die Brücken zwi chen den Arbeitervier­teln ,und dem Zentrum der Hauptstadt zu zerstöre??. Die Stadt wird von den regierungstreuen Tnwpen militärisch! bewacht.

Petersburg,?, 9dov. Meldung des Reuter-Bureaus. Eine A b t e i l u n g'M a r i n e s o l d a t e n unter dem Befehl des Revolutionären Ausschusses der Maximalisten besetz­ten die Geschäftsräume der amtlichen Tele­graph enagentur und Telegraph.'nzentral', die Staats­bank und das Marine mini st erium, wo der Rat der Republik tagte und deren Sitzung angesichts der Lage aufgehoben wurde. Bis jetzt wurden keine Unruhen ge­meldet mit Ausnahme einiger Fälle vom Apachcntmn.

Petersburg, 6. N>ov. (WDB) Nach einer Meldung de'.: Petersburger Telegraphen-Ageutur spitzte sich gestern abend der Konflikt zwischen dem Generalstab des Mili­tärbezirks Petersburg nnd dem militärischen, revolutionären Ausschuß des Arbeiter- und Soldatenrates beträchtlich zu. Die beiderseits eingeleiteten Besprechungen zur Beilegung des 'Konfliktes wurden nachmittags abgebrochen, da der' Aus,- schuß die Mitteilung erhielt, daß der M i l i t ä r g o u ver - neur von Petersburg in der Nacht Truppen in die Um­gebung der Hauptstadt, besonders nach Peterhof, Paw- lowsk nnd Aarskoje Selo, herbeirief. Angesichts dieser Tat­sache befahl der Ausschuß seinen Truppen, der Regierung nicht zu gehorchen. Eine weitere Zuspitzung erfuhr die Lage dadurch, daß Kerenski drei mgrimalistische Butter und ,zwei Blätter der Rechten verbot. Gegen fünf Uhr abends befahlen die Behörden, die Brücken zwischen den Arbeiter­vierteln und dem Zentrum der Haupt st aot zu zerstören. Sie brachten, so den ganzen Straßenba hnverkepr in der Stadt zum Stehen. Die Stabt wird von.Regierungstruppen mili­tärisch bewacht.

Petersburg, 6. Nov. (WTB. Nichiamtlich.) Meld. d. Petersb. Tel.-Ag. Nach ergänzenden Meldurrgen hat sich der Streitfall zwischen dem revolutionären militärischen Ausschuß, der jüngst vom Petersburger Arbeiter- und Sol­datenrat geschaffen worden ist und dem Generalstab der Militärbezirke der Hauptstadt folgendermaßen abgespielt: In der Nacht vom 4. November erschienen Mitglieder des Ausschusses beim Generalstab und verlangten das Recht, alle seine Befehle zu kontrollieren nnd an seinen militäri- schen Beratungen teilznnehmen. Der Oberbesehlshaber der Petersburger Truppen, Oberst Polkownikow, lehnte dieses Airsuchen ab. Der Arbeiter- und Soldatenrat berief daraus- hin alsbald eine Versammlung der Abgeordneten der Gar­nison ein, die an alle Regimenter durch Fernsprecher ein Telegramm versandte, das den Soldaten mitteilte, daß der Arbeiter- und Soldaterrrat infolge der widersetzlichen Hal­tung des Generalstabes, der den revolutionären militäri­schen Ausschuß nicht anerkennen wolle, mit dem General­stab breche, der von jetzt ab als eine der Demokratie feind­liche Organisation betrachtet werde. Das Telegramm besagt, die Truppen hätten einzig solchen Befehlen zu gehorchen, die vom militärisch-revolutionärerr Ausschuß unterzeichnet feiern Zugleich veröffentlichte der revolutionäre Ausschuß einen Aufruf au die Soldaten und Arbeiter und an die Bevölkerung der Hauptstadt, in roelchem angekündigt wird, daß der Ausschuß zur militäri­schen Leitung an den wichtigsten Punkten Petersburgs und seiner Umgebung besondere Beauftragte ernannt habe, die der Ausschuß hiermit fahr unverletzlich erkläre. Nachdem die vorläufige Regierung von diesen Verhandlungen des Aus­schusses Kenntnis genommen hatte, forderte sie ihn aus, den Inhalt des Telegramms als nult nnd nichtig zu er­klären. Der Ausschuß lehnte die Erfüllung dieser Aufforde­rung jedoch ab und beschloß, ihr Widerstand zu leisten. Zu diesem Zweck ließ der Arbeiter- und Soldatenrat Trup­pen mit Maschinengewehren zu seinem Versammlungsorte kmrrmen. Die vorläufige Regierung faßte den-Beschluß, vor­läufig nicht zu den Waffen die Zuflucht» zu nehmen, da sie hoffe, den Streitfall friedlich beilogen zn können. Am 5. No­vember abends entschied eine Vollsitzung der vorläufige?? Regierung dahin, den Ausschuß als eine ungesetzliche Ein- rrchtung zu betrachten; sie forderte den Justizminister auf, seine Mitglieder gerichtlich zu verfolgen, und stellte den Militärbehörden anheim, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, falls eine Revolte gegen die Regierung erfolgen sollte.

Petersburg, 6. Nov. (WTBü Meldung der Pet. Tel-Ag Emstmnliger Rat der Republik. Auf die Frage, was die Regie^ rung zu tun gedenke, um den Bersuch> der Marimalisten, sich der Staatsgewalt zu bemächtigen, zu vereiteln, hielt Miuisterpräsidenit 5k e r e n s k r folgende Rede:

Man sollte meinen je näher, der Tag des Zusammentritts der vertanunggebenden Versammlung kommt, um so nachdn'icklicher werden me Versuche, ihre Zu sam menberuf »mg zu verhindern, die 52} SSH ^^L^ung der Landesverteidigung imb durch Vaterlands verrat zusttr-ben. Sre gehen von znvi Seiten aus, von der autzersten Linken und der äußersten Rechten. Sie kommen in den Artikeln des Ltaotsverbrechers Lenin zu Wort, der der Justiz wottet Nun nützen diese Anstrengungen, gleichviel ob mit Bewußt- fein oder ohne ilicht dem deutsckien Proletariat, sondern den Schicki- beherrickxni denn sie tragen.dazu bei. unsere ^vnt den Truppen des Kagers und ferner Freunde zu öffnen " Mtt Beziehung auf den Streit zwilchen dem Stabe des Militär- gouverneurs und dein revolutiEären Mckitärmrssthuß des Arbeiter und Lo^envates^uhr Ke^lski fort .-Die MilitärgVwal konnte die Forderungen des - - -

und forderte von

tes AuLichusses nickt als qcfrntirf, nuerfncnm, >ym mc Zurücknahme feiner Befehle. Der Aus­

schuß öffnete zum Schein die Verhandlungen und zeigte sogar Neigung zur Verstand? g?rng. Aber gleichzeittg begamr er heimlich Waffen und Patronen <cm die Arbeiter zu verteilen. Dies war der Grund, warum ich einen Teil der Bevölkerung von Petersburg als a u f ft ä n d i sch ansehe. Ich habe sofott die Eröffnung der Unter­suchung und die Vornahine der notwendigen Verhaftungen be­fohlen." Die Linke unterbrach Kerenski mit ironischen R u fcn, dieser aber wandte sich! gegen sie und rief:Die Regie- ruirg ivird sich lieber töten lassen, als auf die Verteidigung von Ehre, Sicherl)eit und Unabhängigkeit des Staates verzichten." Darauf kam er auf die Haltung der Front gegenüber dem Vorgehen der Marimalisten zu sprechen und verlas Telegramme, in denen die Arinee nachdrückliche Maßregeln gegen die Aus­schreitungen in Petersburg fordert irnd der Regierung kräftige Unterstützung verspricht. Kerenski schloß mit der Erklärung, daß alle Teile des Landes, alle Parteieu uns Bevölkerungsschicksten zum Kampfe gegen die drohende Gefahr beittagen müßten, uird ver­langte von dem Vorparlament die sofottige Aeußerung, ob die Regierung bei oen entscheidenden Maßregeln gegen die Feinde des Baterlmrdes a??f seine Hilfe zählen könne.

Berlin, 8. Nov. Nach dem ,P. A." ist einer Petersburger Trahtmeldrmg aus Kopenhagen zufolge der Bärgerkrieg in der Hauptstadt n uu a u s g e b ro che n. In vielen Straßen wurden Barrikaden errichtet. Es kan? bereits zu mehreren blutigen Z u s a m in e n st ö ß e n zwischen der Voltsnrenge und den Tnippen. In der Arbeitervierteln herrscht heller Aufruhr. Tie ma^inralistische Bewegung inacht reißende Fortschritte.

DemB. T." zufolge schildert der Petersburger Smrderbe- ricksterskrtter desPetit Parisieu" die Lage in der Hauptstadt wie in den Provinze chs stvostlos. Der Bevölkerirng habe sich ein Fatalismus bemächttgt, der dadurch in ErfchTrwmg ttete, roeil die angdtündigten Versammlimgen nicht besucht wrirden. jemand interessiere sich für den Krieg. Rur die drückenden Nahru^rgssorgen beschäftigten gvo ßnnd Aeiir.

va^our über die englische $rieöenspoHtif.

Londo n, 6. Nov. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu­reaus. Iin Verlause der Debatte des Unterhauses über die friedensfreundliche Entschließung, oie Ramsay M a c d o n a l d eingebvackst hatte, sagte B a l f o u r: Nach meiner Ansickst tragen solche Erörterungen wenig zu einem ehrenvollen, möglichst baldigen Frieden bei. Der Hauptinhalt der Aussührurrgen des Vorredners war, daß das Land am Kriege festgehalten würde zu den: Zwecke, Elsaß-Lothrinae.i an Frankvnch zurückzubringen. Das bedeutet eine vollständige Verkennung der allgemeinen Ansich­ten !der gegenwärtigen und der vorangegangenen Regierung und des Landes in seru.er ^sanitbnt hinsichtlich der Kriegsziele. Anschei­nend wünschen die Friedensfreunde den Krieg so lange fort-usetzen,, bis jedes^ Land deuwkratisiert ist. (Zustimmung irnd Gelächter.)' Sie wünschen, daß der Krieg als Mittel gebraucht würde, um die demokratische Regieraingsfornr lauf alle europäischen Staaten aus- zudelMen.. Mmcdonald füljrtc die deutschen Sozialisten als Beweis, mi, daß nichts Dentsckstaud^gegeft seine gcgenivärttgen Fein.de mehr einige als der Gedanke, daß die Feinde Deutschlands beabsichtige?!, ilM gegen seinen Willen eine Rkgimungsforin aufzuMingeu, die sie, al-or zufällig nicht Deutschland, bewilndern. Balsour sagte weü- ter; Ich war einer derjeuigeu., die leidenschaftlich getvünscht laben, daß die freiheitlichem Einrichtturgen über ganz Europa aus geahnt würden. Aber ich l^abe niemals geglaubt, daß es klug von emem Laude oder ihm möglich wäre, einen! anderen Lande vorzuschreiben, unter welcher Rechcruugsform dieses Lr.w leben soll! (Züstim- wung.) Balsour erklärte weiter: Der Abgeorchrete Lee Smith hat die Regierung angegriffen, weil sie ihre .Kri-sgsziele so weit gespannt habe, daß diese Ziele 'einschließen, an denen England ein sehr ge­ringes urrmitlelbares Interesse habe. Smith gab dem Hause zu verstehen, er besitze glaubwürdige Mitteittulgen, daß die Alliierten durch einen gel.ieimcm Vertrag gebunden seien, Frankreich oder ein^m unabhängigen Staat tatsächlich Has Gebiet Deutschlarchs aus den: linken R h e in u f e r aus zu händigen. Das ist ein vollständiger Unsmn? Es besteht kein derartiger Vertrag, rroch dmke ich, daß irgend rin solcher Vertrag bestanden hat. Es ist bedauerlich, daß Lee Smith cüi solches Argument gebrauchte, das natürlich in Dentsästand olpn Widerspruch wiederholt wird. (Zustiiumung.) und daß Mur Grundlage tsrbm würde, daß die Ziele der Alliiertem nickst diefeui'pgr wären, die sie laut verkündeten: nämlich die Be­freiung der kleinen Völker und die möglichst baldige Sck>affung eines Berfassungszusdan des in dcrc.euroväisch'm Staaten, der, son-eil es möglich ist, im Einklang mit den Wünschen ihrm Belrohner steht. Aber anermrmt deutsches Gebiet wegzunelmm und vom'Deutschen Reiche loszureißen, war ni«na!s das Ziel der Alliierten. Es war Nicht das Ziel bin Alliierten., und es besteht kein Vertrag, der sie zusarnmeubnck'tt. Man regte einen Augerttlick an, daß es das Ziel s'tzn solle, für das sie känrpssn müßten. Mrn könnte aus den Reden schließen, die gehalten unirden, daß die Negierui-g plötzlich zu !denr Schluß gekmnnren sei, daß von allen erklärten Kriegs zielen Elsaß-Lotllringm eine besondere Einzelstellung einnehme, die nickt im 'Zusammenhang stchtde mit irgendwelchen, anderen Kriegszielen. N-atünich wünschen wir die Wiederherstellung Elsaß-Lothringens. (Zustimmung.) Dafür kämpfen wir ztveifellos, aber nicht dafür allein, noch nimmt Elsaß-Qo1t>ringen unter den Kriegszielen eiste be­schere .Stellung '&n.

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Rotterdam ,'7. Nov. Wie derNieuwe Rottecdamsche Cou­rant" aus London erfälrt, schreibeirD a i l y News": Ein deut­scher Friede würde nur Europa und die Welt ein schlvercs 'Unglück sein., aber ein Erschöpsiln.gsfriede wäre nur um einige Grade besser.

Lord Beressord itfc.t die Wirkung dee> tt-Bootkriegs.

Haag, 7. Nov. (WTM) In der Sitzung des englischen Oberhauses vom 1. November sagte Äird Beressord: Die Gesamwerluste au Schissen, englischen, verbündeden und neutralert, durch Minen und U-Boote irn Jahre 1917 betrugen etwas über 5 Millionen Donncn. Dazu kämen von August 1914 bis Januar 1917 4 Millimren Tonne?:. Durch .Hilfskreuzer wurde 1917 ein Berlrrst von 160 0.00 Ton- ne?r verursacht. Der Gesamlverlust für 1917 beträgt also 7,92 Millimren Tonne?:. Bis Ende 1917 Lölnneit von Euglarrd, seinen Verbürideten und den Neutralen etwa 3 Millionen Tonnen neugebaut werden. Der Stand anscnrgs 1918 ist also 5 Millionen Donnen w>e?ckger als 1916. Die Vereinigten Staaten können einen Ausgleich iricht schaffen; slchrende Amerika??.er geben das zu. Eine soforttge Rationierung der Lebensmittel ist nötig..

Ein Abkommen zwischen Japan nnd Amerika.

Washington, 6. Nov. (WTB.) Meldung des Reu­terschen Bureaus. In den Noten, die zwischen 8shii irnd L an sing gewechselt wurden, erklären die Regierungen Japans und der Vereinigten Staaten von Amerika, daß'sie es für wünschenswert hatten, in dieseln Augenblick nochmals ihre gemeinsamen Wünsä-e und Absichten bezüglich der chinesischen Republik bekamrtzugeben, um die bösartigen Gerüchte, die von Zeit zu Zeit auftauchen, zunr Schlv-eigeu zu bringen. Sie >erkläreu deshalb solgen.des:

1- Die Vereinigten Staate?? geben zn, daß Japan infolge der Nähe seines Gebietes besondere Interessen in China lyat , vor allem in dem Gebiete, an das seine Besitzungen grenzen. 2 Die territoriale Integrität Chinas bleM ttotzdein unverletzt. Die Ver­einigten Staaten von Amerika setzen vollständiges Vertrauen in die vcked er holten Versicherungen Japans, daß es, obwohl seine Lage besondere Interessen mit sich bringt, bezüglich des Handels der an­deren Natioiren keinen Unterschied zu machen und die lnsher von Chi?ra in den Händelsverttägen zngestandenen Rechte nicht zn be- ftreiten wünsck-e. 3. Japan und die Bereinigten Staaten bdabsich- tigm nickst, in irgendeiner Weise die Unabhängigkeit oder die terri­toriale JMegrität Chinas zu beeinttächttgen. Sie sind noch immer Anhänger des Grundsatzes der offenen Tür und der Gleich-

berechttgung im Handel intö vor Industrie Chinas. Japan und die Vereinigten Staaten erklären sich beiderseits gegen die Ettverbung Von Privilegien durch irgendeme Macht, durch die die terrttonale Unabhängigteit Chinas berühn oder die Untertanen oder Bürger eines Landes in dem vollen Genuß der gleichen Reckste in Handel u?cd Industrie Chinas beeinttächtigt würden.

Die Unterzeichnung erfolßte a?n 3. November, ihnen Tag nach der Urtterzeichnuug des Abkomniens reiste JMi nach Japan ab.

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Die amerikanische Regierung gegen dieFremden".

London, 7. Nov.Daily Chronicl^ meldet aus Neuyor? vom 6. November, es verlaute, daß die Negiermrg wegen der vielen Brandstiftungen (uitib An.schläge auf Transportscknse das ganze mlrerhalb 100 Meilen von der Küste gelegene Gebiet als v e r b o t en e Zone für feindliche U n t e r t a ne n erklären wolle. Davon würden viele Tausend Deutsche bettossen werden. Es 'heißt, daß der Beschluß auch ans die Küstengegend der großen^ Seen 'ausgedehnt livenden soll.

Eine Kundgebung in Wien.

W i e?r, 6. Nov. Am vergangenen Sonntag fand hier eure vom Bund der Deutschen Niederösterreickis und vielen anderen völki­schen Schutz vereinen veranstaltete machtvolle .Kundgebung für einen st a r k c u, deutschen Friede?? statt, die vou mehreren 1000 Männern und Frauen besucht mar. Es sprachen dabei u. a. Pfarrer, Ka ppus-Dorttnu??d u??d Reichst agsabgeordn et er Dr. Wer­ner- Gießer?.

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Eins einheitliche Regierungspartei in Ungarn.

Budapest, 7. Nov. (WTB.) Schon längere Zeit schveben Derhairdlangen zwischen etnzel??en Regierungsparteie??, die die Gründung emer einheitlichen Regierungspartei betreffen. WieBudapesti Hirlap" meldet, gediehe?? die Ver- handlnnge?? schon so lveit, daß die treue Partei voraussichtlich schon tu nächster Zeit zustande komme. Der Plan ist, daß sich mit Aus- nähme der Kärvlln-Partei sämtliche die Regierirng mrterstützendcu. Parteien zu einer Einheit verschmelze»?. Doch soll die Bereinigung vorläufig »mr für z?vei Jahre mit einein für die beide»? Jahre gel­tenden bestiinnrten Progranrm lauten. Ein festgestelltes Arbeits- Programm war für alle Patteien deshalb nötig, damit die Regie­rung nicht solck-e Fragen aufwerse, die gege»? das Programm irgend- einer Partei verstoßen. Die Karolyi-Pattei »vird die einheitliche Regierungspartei unterstütze»?, zum Zeiche»? dessen wird 'Grat Batthliany? auch ferner in» Kabinett bleiben,' rve??igstens so lange, als ihm dies infolge seines außenpolitischen Standpunktes invg- lich ist.

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Ein Dementi der deutschen Regierung.

Berlin, 7. Nov. (WTB.) DieNordd. Allg. Ztg/' schreibt: Trotz den mehrfachen Feststellungen ihrer Unrich­tigkeit tauchen immer wieder Gerüchte über arrgebliche An- - geböte der deutschen Regierung auf, welche die Abtretung E l s a ß - L o t b r ? n g e u s an Frankreich zum Gegenstand gehabt haben sollen. Jetzt läßt sich> derManchester Gnaw ^ di an" ans Paris melde??, daß die - deutsche Regierung ' Briand habe aufsordern lassen, in die Schweiz -,u kom- Uten, i?m dort mit dem Fürsten Bülow oder dem Reichskanz­ler zusaitttnenzutreffen. Dies, sowie das in dieser Depesche aufs neue behauptete Angebot, Elsaß-Lothringen abzurrete»?, gehört wie alle früheren derartigen Behauptungen ins Reich der Fabel.

Die Verhandlungen mit dem Aeichsianzler.

Berlin, 7. Nov. (WTB.) DieNorddeutsche All» gemeine Zeitung" schreibt: Wiederlwlt ist, z. B. in der heu- ttgen Morge??nummer herDeutschen Tageszeitung", die Be hauptung ??ufgestellt toorden, Staatssekretär Freiherr von K ü h l?n a n n habe Mitgliedern des Reichstages die Zu­sicherung gegeben, Gras Hi e r t l i n g werde de»? Vizekanzler Dr. H e l f f e r i ch entlassen und den Abgeordneten v. Payer an seine Stelle setzen. Diese Behauptungen beruhen auf freier E r f i n d u n g.

Berlin, 7. Nov. (WTB.) In der heutigen Be-L s p r e ch u n g der vier R e i ch s t a g s f r a k t i o ?? e n hat? sich eine voltstäirdige E i N m ü t i g k e i t in der Beurteilung der gegenlvärtigen Lage und der Vorschläge zur Ueberwin-. ^ düng der Schwierigkeiten ergeben. Die Verhandlunge?: mit 1 dem Reichskanzler dauern fort.

Berlin, 8. Nov. DerLok.-Anz." schreibt, der Reichs- 1 kanzler »oertve vora?lssichtlich heute die Vertreter der Parteien persönlich empfangen, um sich mit ihire»? * auszusprecheu. Der Gewährsmann des Blattes versichere, die Be> I teiligten hätten der? Eindruck ge»vv?rr?en, daß eine gute Lösung der Krise bevorstekie.

Berlin, 8. Nov. dtach einer Mitttiluirg an den Präside»?ten des preußischen Abgeordnetenhauses ist Minister- ! präsideilt Graf Hertling bereit, riachden? er an? 22. Novenrber uach- »nittags erstmalig im Reichstag gesprochen haben wird, am 21. No-1 vember in? Llbgeordnetenhause sich einzuführen.

Seekrieg.

Neue U-Bool-Ersolqe.

Berlin, 7. Nov. (Amtlich.) Neue U-Boot-Erfolge im Mittelmeer : 14 Dampfer, 2 Segler ?nit rund 44 000 B r.-R.-T. Unter den versenkten Schiffen besariden sich die bewaffneten, tiefbeladenen englischen Kriegs- »naterialtransporter Pera (7635 Br.-R.-T.z und Collegian (7 234 Br.-R.-T.), sowie,der bewaff­nete i t a l i e?? i s,che Truppentransporter Valpa­raiso (4930 Br.-R.-T.), der samt dem ihn sichernden ita­lienischen Hilfskreuzckr Porto Mauricio aus der Reede von Masa Susa (westlüch Der??a) vernichtet wurde.

Versuche der feiichlick)«n Schiffahrt, sich, mit länger wer­dender Dunkelheit durch nächtliches Fahren unseren U-Boo- ten zu entziehen, blieben erfolglos. Mehrere her versenkten Dampfer wurden in der Nacht angegriffen oder aus unge­wöhnlich stark gesicherten Geleitszügen herausgcfchossen.

An.den gemeldeten Erfolgen war Oberleutnant zur Sec Stcinbaner in hervorragender Weise beteiligt.

Der Ehef des Admiralstabs der Marine.

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Washington, 6. Nov. (WTB.) Der amerikanische TransportdampferFinland", ein Schiff' von 12760 Donnen, ist auf der Rückreise nach Amerika torpeviert wor­den. Der Damvfer erlitt jedoch nur sehr geringen Saiaden. nnd es gelang ihm, mit eigener Kraft einen fremoen Hasen zu erweichen.

Washintztion, 7. Nov. (Amtli.) Das aMl'rikanischc PatrpurllenfahrzeUlZAloedv" \mnbc m Mv?»- kW rn der K'ri.egszo??e v o?? e i?? e m \l - Boot v c r s e n k t. Ern Offizier nnd 20 Mann »nerbeu vermißt.