J** ftl'rr brn N terländ ischen Hilfsdienst
« ® n * iwnt i r:,il ' r Bekmmtmachumg üb«r Mammenlemüra von ^ auerelbetrieben. der Entwurf einer Bcttrnnt- machunst über Beschaff!mg von Pap ierl, ol r \i- tmigsdruckpapier. der Entwurf einer Berordimna bett Nutzung Mm Familien tu Dienst getretener Mann- Mußten,.!)« Mm emec Bekanntn.achnng über staatliche ( eneüiingrnrg Mir Errichtung von Aktiengesellschaften und der Entwur, einer Beranntmachnng über ÄminelhciMnas und Warn,ivnsjerbersvrgnngsanlagen in Mieträumen fl ' Frankfurt a. SR., 2. 9?od. (WTB ) Von anitlirlier Gerte wird mrtgeteilt daß das Reichsamt des Innern darauf himmrkeii wird, daß zwischen dem Deutschen Arve r t g c b c r b n nd für das Baugewerbe und den A r- bettneÜmcr-Organrsationen für das Baugewerbe neue Verhandlungen über die im Tarifverträge vereinbarten Teuerungs zu lagen stattfmden werden.
Nu» Stn-t und Land.
Gießen, den 3. November 1917.
D a s F a m i l i e n b l a t t fällt heute aus. An seiner Stelle legen wir als Sonderausgabe den Wortlaut der Festrede des Geh. Kirchenrals O. Dr. Krüger, betitelt Der Genius Luthers", bei.
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Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 8. bis 11 . November 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: «u^ireyenve
Brotmarken der 45. Woche, gültig vom 5. 11. - 11 n 1917
«uttonnnrfen „ 45..6. 11. - llill! „
Fleischmarken ,45. „ „ . 5. 11. - li. n
Wurst,narken, der46. u.47. „ „ , 5. li, - n n
Kartosselmarken , 45. „ „ 5.11.-1111 "
©cifeiimorfcn für den Monat November, gültig vom 1 bis 50 November 1917.
Ei» Umtausch verfallener Marken findet nicht mehv statt; ebenso wird für verloren gegangene Marlen kein Ersatz gewahrt.
-reuanmeldnngen und Anmeldung von Renaeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise auf dem Lebensmittelamt zu erfolgen.
Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anzumelden.
Geschäftsstunden des Stadt. LebenSmittetantteS von 9—12 Nhr vorm., 2—4 Nhr nachm.
Markenausgabe für Urlauber:
Sonntags von 10—12 Uhr vormittags.
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Unrverfrtäts-Gottes dien st. Morgen Sonntag findet, wie 'bereits bekanntgegeben ist, in der Neuen Aula der Universität ein AI n i v- e r s i tä t s - G o t t e s d i e n st statt. Bei diesem Anlaß wird es manchen interessieren, etwas über frühere Universität-Gottesdienste in Gießen zu hören. Die theologische Fakultät war in den ersten Zeiten der Hochschule aufs engste mit dem Kirchenwesen der Stadt verbunden. Ihre Mitglieder fungierten zium Teil gleiche zeitig als angestellte Prediger. Unter diesen Umständen war ein besonderer Universitäts-Gottesdienst danials nicht an- Mzergt. Dagegen regte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts unter stark veränderten Verhältnissen der lebhafte Wunsch nach einem solchen. Lange Verhandlungen zwischen dem Mnrrsterrmn, dem Oberkonsiftoriirni Und der Unrversi ät fanden statt. 1843 genehmigte der Großherzog die Gin- rrchtuibg eine^ akademischen Gottesdienstes. Der Professor der Theologie Hesse wurde zum Universitäts-Prediger er normt. Freilich vergingen noch mehrere Jahre, bis die Einrichtung praktisch wurde. Erst 1848 wurde der erste Universi- ^^^^sdienst in der Stadtkirche gehalten. Damals stand, da Znnder-Gottesdienste nicht gehalten wurden, die Kirche um 11 Uhr vormittags Dir Verfügring. Solche Gottesdienste find bmm regelmäßig bis zum Jahre 1863 gehalten worden. In diesem Jahre erbat und erhielt Professor Hesse die Ent-t lasfurlg aus dem Amte des Universttäts-Predigcrs. Die Uni versität war keineswegs gewillt, damit den akademischen Gottesdienst als ausgehoben anzusehen. Aber die Ent-
ur die 2ln- Es hat nicht
t ? aT «*>kgt, ohne dich vorher die UmvEät berstnirditzt wo^>«n wäre. Es war unmöglich, ohne Unter breckM^ den Gottesdienst fortzzcftihren. Di- vmn Gesamt, senat eingesetzte Akademi,che Lürch-nkommission brach'c F. allgemein«! ' Kenntnis, daß der akadsinische Gottesdienst ins auf werteres ausfaNe. Der Senat nnter- weitere Säwirte. uin eine Fortführnng des Gottesdienstes zu erv-ichxn. Wie die Akten zeigen, sind es grade auch Nichttheolog«! gewesen, die sich f ' gelogenheii auf das lebhafteste interessierten
ch!«n gelegen. Überhaupt nicht an dem Senate der Universität, wenn es damals nicht gelungen ist, den 'unterbroche- inn Gottesdienst anss neue ins Leben zu rnfen. Die Unter- Niang hat ern reichliches halbes Jahrhundert gewährt. Der Gottesdienst, der morgen hier gehalten werden wird, ist Iftt , der erste llniversitäts-Äottesdienst in Gießen. Es jteyt noai dahin, in welcher Weise die Einrichtung, die hiermit ernen- neuen Anfang gewonnen hat, wieder ansqebEl worden wird. ^
<?\ Cp <§ Ech d ttheater. Tie Uraufführung der Komödie Rechtauf dre Frau", deren Vorbereitung durch Mrtwrrkung des. .Herrn Eugen Klopfer, des Gastes vom - ^wn Theater rn Frankfurt, schon' weit gefördert war, nrnß ans spater verschoben werden, da Herr Klopfer durch euren bedauerlichen Unfall eine Sehnenzerrung erlitten hat und vorraufrg am Auftreten verhindert ist. — Es wird statt der Uraufführung am nächsten Dienstag als 6. Diens- tag-vlb>onnementsVorstellung das Lustspiel „Der Herr Senator" gegeben werden, das von Bad-Nauheim her auf dem Sprelpian steht; zwischen den Aufführungen ernsten Charakters, wre „Bluchochzert" und „Braut von' Messina wird srck)er auch ein Werk he" werden.
heiterer Gattung gerne gesehen
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** ^berhessischer Kunstverein. Der Kunst- vevern eröffnet morgen Sonntag seine Ausstellungen mit der. G u st a v - Bo ck - S t i f tu n g. Die Sammlung' ist auf emrge Tage vormittags von 11—4 Uhr der Oeffentlichkeit zugänglich.
.T* ? * i f t u n ^ Aus der Friedrich-Böcking-Stiftung sind um Weihnachten d. I. 1300 Mk. m Gaben von 150 Mk. und 100 Mk an bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhüripler oder ernzelsteheirde Personen, zu vergeben. Siehe Bekänntmachnna rn heuttger Nummer.
** Kriegsanleihe. Wie die Bezirkssvarkasse Gießen mit- reut, werden die znr 6. Kriegsanleihe erschienenen kleineren Stücke m aller Kürze zur Ausgabe b-elangen. L>obald die Verteilung der eniMlnen Stücke bei der Küsse ans die Zeichner erfolgt ist, wird eme besondere Bekanntmachung im Gießenar Anzeiger erlassen.
Landkreis Gießen.
^ ** Lumda, 1 Nov. Eine bösartige Krankheit, welche beson
ders bei Kindern aufttttt u. etwa drei Monate in hiesiger Gemeinde threir verderblichen Umgang hält, hat bis jetzt von den Ortseür- wohnern.s reben Opfer gefordert. — Zrrr 7. Kriegsmrleihe wurden ^n hn-irger Schsule 13,75 Marl in Krieassparkatten nnd 2700 Mark m Stücken, also mr ganzen 4075 Mark gezeichtet — Ter Musketier Heinrich Müller, welcher seit Ende August vermißt wurde, hat seinen Angchörigen rn den letzte,: Tagen aus französischer Gefangenschaft geschrieben:.
Kreis Schotten.
e. Schlotten, 2. Nov. Der Zugverkehr auf der Strecke Nidda p-Schlotten esiahrt eine wertere Einschränkung. An Sonntagen! Mken du Züge ab Schotten 5.26 vom. und 5.15 nachin., ab Nidda 6.53 vom. und 2.40 ivachsm. auS.
Starkenburg und Nkjeinhessen.
Fc. Vom.Main, 2. Nov. 'Der 66jähr:ge Waldanffehcr Stein ist Owoßwelzheim' wollte sich railieren und hatte zu diesem Zioeckc sein Rassiennesser am Riemen seines geladenen Jagdgewehres abtfö* Zvgen. Hie-rbn etttlnb sich das Gmzchr und die Schtrotladung ging den: U7wvrichtigen in den tl.ntcrleib, so daß, der Tod sofort einttat.
Kreis Wetzlar.
ra.,Niederlemp, 3. Nov. Gefreiter Karl Freund erhielt das Cnserne KrniA.
^ ra. Vetzberg. 3. Nov. Wie die .Mnzenback>er Mü1)le einst die Burgmühle von Gleiberg war, so gehörte zur Burg Vetzberg die , /Amtmannsmöhle" unweit Nodheim. Als solclie wird sie in einer Urkunde vom 30. Dezember des Jahres 1743 erwähnt, nach welcher dies« uralte Mühle z um K aufpreis von 2255 Gulden an den seit-
hengen Pächter J-ercmias Wagenknecht überging. Ihre adeligen! Rechte blieben ihr, bis die napoleouische Zeit dieser: Vorrechten ein Ende machte. Am besten wird die el>emalige Zugehörigkeit der Amtmanrwmühle zu Vetzberg uoch dadurch oargnegt, daß in Vetzberg die Glockm aus der Pforte gezogen wurden, wenn von der Mühle ein Glied zu Grabe nach Roxheim gettagen wurde.
Hessen-Nassau.
** Frankfurt a. M., 2. Nov. Am 26. d. M. tagten hier die Geschästsführondeu Herren der Hessischen Kriegseschadigtan- fürsorge zur Besprachung wichtiger Fragen aus der genrernsamen Arbeit. Ten Vorsitz führte Herr Gel-einrrat Tr. Dietz-Darmstadt. Gegenstarrd der Verhandlungen waren zunächst die neu augsorrmete Einführung des Pers>07wl-KarterrsPstems, ferner die Ausdehnung der Fürsorge aus die Familien der Kriegsbeschädigten und aus die Rententosen, d. h. diejenig«: Hoeresentlasse.ien, die obwohl -oegen Krankheit entlassen, Militärrente nicht erl-alten, iveck die .Krankheit nicht als Tianstbeschädigung amrkannt ist Sodann wurde die Für- sorge für mnettich Kranke, insbesondere für luni^nkranke 5kr«ys- beschädigte besprochen. Im Anschluß daran' kam die Frage der Ar- bettsvermittlung in der Krieg-'beÄiädigtensürforge, inslresoick>eve die Unterbringmig der Schiioerbeschädigten zur Eröttermrg. Besonders eingehend beschäftigte man sich noch mit der Stonderbe- raluugsitelle und den Lehnoerkspitteik für Kriegsbeschädigte in Ossenbach a. M., deren Bedeutung für die praktisch-^ Kriogsbe- schädigterufürsorge nachlorücklichst anerkannt und deren weiterer Aus- lmu allseing besünoottet wurde. Tie Verhandlungen, die zu leb- l-aster Aussprache Anlaß gaben, vermittelten alle,: TeilnelMern wertvolle Anregungen, die der praktisch?n Arbeit sicherlichi zugute kommet: werden.
. ^ Hanau, 3. Nov. Recht zeitt^einäß geht die Kgl. Ober- sörsterei 5ianau bei itren Holzverkäuseti vor. Sie gibt an: Schlüsse :l-rer Holzverkausst'erkiindigung bekannt, daß der Verkauf des cm- gckündigten .Holzes nur an Selbstversorger erfolge. Holzhändlier, Hamiterer und Preistoeiber seien ausgeschlossen.
]\ Marburg, 3. Nov Außer den bereits genairnten Tcheo- logm ivurde auch anläßlich des Ne so r matü» :sjub i l äu m s der Pro- stssar am orientalisck)«en Seminar in Berlin, Wilhelm Schaler. zum Ehrendoktor der theologischen Fakultät der hiesige Unioersi- tät lernanitt. — Auch Marburg besitzt ein sogOur.mtes Lutl-erhcms, nämlich das Haus des Kaufmanns Weber neben: dem Bären braunen in der Bauüßerstrahe, in welchen: Luther im Jahre 1529, als sich dort der Gasthof zum^ Bären: befand, gelegentlich des Ndcrrburger Religionsgesprächs ab st leg. Au den: Hause ist eine diesbezügliche Erinnerungstafel angebracht.
ha. Siegen, 3. Nov. Fl:egerleutt:ant Heinrich Go nter- mann, der oft erprobte und siegreiche Kampfflieger, ist mit seinem Flugzeug abgestürzt und tödlich verunglückt. Einzelheiten des Unglücks sind rtexf) nicht bekannt, doch ist es auf beatschem BÄ>en erfolgt, wie man annimmt bei den: Aus probieren eines netmr Apparates.
= U s i n g e u, 2. Nov'. Der seit Jahreil hier beamtete K'önig- l:che Forstmeister Birkenau er wurde Donnerstag vormittag in seinen: Reiner zwisckien der Saalburg und Wehrl-ennen in einenr Häuschen für Wildsütteruug erschossen mrsgeftmden. Die Leiche lxttte einei^ Schrotschuß mitten in der Brust und ivar mit Heu zugedeekt. In Forsttveiseu ist man der Ansicht, daß der Forstin ei ster in der Nacht zun: Donner-.-tag währeild eines Pirschganges einen Wilddieb überrasch>te und ehe er sein Geivehr erheben konnte, nieder- gesckwssen wurde. Der Wilderer hat dann die Leiche nach dein Häuschen geschleppt, über die Sattenttmnb ins Innere geworfen und init dem dort lagen:de:: Heu zugedeckt. Ob ein oder lnehrere Wilderer bei der Tat gegenwärtig warm, sonnte noch nicht ermittelt werde::. Falls nur ein Täter in Frage kon:mt, muß es schon ein, sehr starker Mann gewesen sein, da es ihm sonst kann: gelungen wäre, die Leiche über das Gitter hoch zu hebe:: und ins Haus- imrere zu w»erfen. Obwohl sofott eine umfasse:De, nach aller: Mch- tuuge:: hin sich erstreckende Untersuchung ausgenomme:: wurde', schwebt über der ganzer: Angelegenheit zur Staude uoch völliges Dunkel. Bon einem besonderen Anschlag aus den Bauten, der sich in weitester: Kreisen größter Beliebtheit erfreute, kann, wie es aufäugtich verlautete, nicht die Rede sein.
Witternngsbericht.
(Oefsentlrcher Wetterdienst.) Wechselnd bewölkt, trocken, Nachtfrost.
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