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Erschein! täglich mtt de» L«,niag».
Swelitt Blatt
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(67. Jahrgang
n: „Gletzener Kmn<ttevblSNrr- und ^.«reirdlatt ftlr den Kret$ Hetzen".
pystscheckkorao: Krottffvrt am Main Nr. Vaukvertchr: fejmtottuf Hietze».
5amztag. 1(3. Dttober W
3jmUmgarurvöoniu und 'VrUtß^ Brühl^che UnwermälS-Buch-u.Stundruckeret. R. Lange, Gießen.
General-Anzeiger für Oderhesjen
5christleitnng, ScschSftrsterle mrS vroüerri:
Schulst: a^e 7. tteschäf.öitelleu. Vertag:«-WObl, Schriftlettun^: 112.
Anschriftf.ir Tr. ht-iachrcchten:.An-eitzerT''i»7^m
&&S3 StoM «nd Caitd.
Gießen, 13. Oktober 1917.
Die Behandlung der Wintervorräte im Keller.
Tie fürsorglich)« Hausfrau l-at jeist fast allenthalben die der Fainilie durch den Nez-ugsschern zugeteilten Kartoffeln ivrd Aepfel ün La-gervamn des Hauskellers uittergebrackst. Nun gilt es, Kar- tofteln urtb Obst so zn lagern und s-o zu behandeln, das; irichts verdirbt, daßkchles sich hält und iw.& es ailSrercht für die bestimmte Zeit. Bor allem muß der Keller rein und luftig, trocken und nicht zu hell sein, auch dürfen nicht die Rohre der Zentralheizung Hindu ech- geheir. Man öffne die Fenster des Kellers solange, bis Frost ein- tritt; auch dann Harnt man oft am Tage die Fenster noch offen halten, bei Nacht sind sie aber zu schließen. Jedenfalls müssen aber die Fenster mit guten Gittern versehen sein, wegen, der Tiebstahls- ^svhr. Wenn die Kartoffeln direkt vom Äcker in Säcken in dein Keller erngebracht werden, so inüssen sie erst sorgfältig ausgelesen werden, damit nickst durch die schon angesaulleu nnd durch die angehackten von vornherein die Fäulnis verbreitet wird. Sind sie nicht ganz trocken, so lege man. sie auseinander und lasse sie recht gut trocknen. Keineswegs dürfen, sie drre'ft auf den Boden des Kellers gelagert werden, sondern aus Gerüste oder in Kisten, nicht zu hoch gehäuft, danrit von allen Seiten Luft daran Lenrint. Werden sie dann inl Februar noch einmal durrt-gelesen, so lbird man bei spor- sauren Verbrauch! mit seinem.Ttorrat schon auÄlomnron. Im Früh- jalxre die Speisckkarüoffeln noch einmal zu transportieren oder ans- »M>esen. ist nicht rcrttam, weil sie sonst beim Koi-en schwarz werden. Wer im nächstei: Jahre wieder ^ salbst .Kartoffeln, pflanzen null, der lese jetzt schom serne Saakkarbüffeln aus Und beüvttlwe sie gesondert aus, auch nach Sorten getrennt, nicht alles durcheinandergeinischt. — Die Aepsel halten sich am besten aus besonderen Gestellen im Keller, wo effver neben dem anderen liegt oder in einer Bodenkammer, unter der das Zimmer geheizt ist. Je niedriger und glcnck)- müßiger hier die Temperatur gehalten uürd, um so länger lassen sich die Früchte auffrewahren, dock) muß bar Zutritt von Licht und feuchter Luft verhindert werden. Ein dunkler tvockner Raum mit einer Temperatur von höchstens - 5° C. ist der geeignetste Ort für die Gnrichtnng des Obsllagers. Bei tvockuem nnd nicht zu kaltem Wrrttettvetter soll mm: nickst versäirmeu, die Obsttammer täglich ein paar Stunden zu öffnen, bcrrn gute BcvttiKttt-on ist m: bedingt er- foedopkich. Wenn die KÄte größer wird, so tnt nran gut gavan, die A«ffel mft Tüchern zuzudecken. In der ersten Zeit der Lagerung des Obstes muß fast täglich alles durchgesehen werden, um die an- L gefaulten Früchte liecauslzu-.rehineir. Vttrn hat gerade in diesem Jahre wieder die Beobachtung geuracht, daß die Kartoffeln und das Obffc gerne faulen. Deshalb ist größte Vorsicht geboten und ein ^öfteres sltachsel-eu. und Auslesen ein« notwendige Arbeit. — Bei dem großen Obstrerchlum in diesem Jahre sollte man mit dem Dörren immer noch sortfahven, aber man sollte nicht alles sonst fast rrnbvauckchares Obst in buntem Durcheinander dazu verwenden, befdnders "kein FoKvbst, 'weÄ jede Stoß- und Druckstelle durch das Dörren fklrzitz, zähe und braiou-sleckig wird. Das Dörrobst ivird am besten in einer luftigen Kanrmer aufbeivahrt, frei in SäckckMi anf- gehängt. Irr trockenen, sMubfteien ItLunven läßt sich Dörrobst 6 Jahre borg austxwalivcu:: wenn es rickstig gedörrt ist, nnrd es sich gut halten, auch den Wohilgeschnrack nicht verlieren und in einem etwa folgende» Mißratzve vn Obst Ml Haushalte recht willüomuuütt
Luthers Werdegang.
w. Gießen, 12. Oktober. Die Reihe der Luthervorträge wurde gestern gbend in der hiesigen Stadtkiuche durch den Vortrag des Geh. Rates Profesior Dr. Krüger eröffnet. Auf Grund urkundlichen Akten Materials und geschichtlich enrwandsreier Tatsachen gab der Vortragende ein Bild von „Luthers Werdegang" in volksttlmlich-wissenschastlickstr Weife. Volkstümlich, indem er die durch, den Stoff notwendig iverdenden wissenschaftlichen Ausdrücke in gemeinverständlichier Weise erklärte, wissenschaftlich, indem er rrichits bot. was nicht vor der streng wissenschaftlichen Forschung stand hielt. Die Lutherforsckning, die gerade infolge der Bemühungen der Gegner Luthers wird der Reformation eifrig ange- regt ttrt> gefördert wurde, legte den Finger in die wunde Stelle, so, daß heute ein tvvhl abgerundetes, durchaus befriedigendes Bild über Lutlzers Persönlichkeit und Wirken vorliegt. Es war an: 17. Juli 1-505, als der 22jährige Student der Rechtswissenschaft in das Erfurter Augustinerklosber eintrat. Ganz gegen den Willen
ftäu.
*• Drr begimÄ mit dem morgen
ftattftndearen Solistenabend sein 127. Berein^ahc. Es smd darin' 6, sämttich auf Sonntage <sl.geietzde, Konzerte vorgesehen geg« rüder den schlichen zehn der Friedenszeft. Die Beschränkung ist drrrch die »vährend des Krieges besteheitdcn Schwierigk^äten Igeborlen, obwohl das Verlangen nach ernster, gehaltvoller Vtusik sich gerade in diesen Zeiten in einein Maße äußerte, daß der Kon-
jertwmm dein s iCnbccmge nicht rmchr genügte. Das erste Konzert . der weueri Spielzeit vermittelt die Beärnntfchaft zweier in Gießen
noch nicht gehörter Künstler: .Hofopernsänger Max Krauß und Kammervirtuos Professor Earl Fuchs. Der Bariwnist Krauß war durch seinen letzten Beitrag an das Kgl. Theater in^Hannovev gebunden. Er hat ihn gelöst, um seinen zahlreichen Gastspiel- uni» Kon-ertverr^lichtuugwl nachzukommen, vor allen Dingen auch, um die sich selbst gesrellte Ausgabe, im neutralen Ausl-aude für deutscl)e Kunst zu rvirkeu, dirrch-ühren zu können. Auch in diesem Winter werden ihn neue Verpslichbmgen, sowohl für die Bülnre, wie auch für Liederabende, nach der Schwei-, Holland und Schweden führen. Bei fernem Abstl)isde von .Hannover ist er gefeiert worden, wie es dort mofÄ noch keinem Künstler beschioden gewesen ist. ^ J!n Max Krauß ist die seltM Vereinigung von Bü^men? und Konzertsänger vollzogen, wie sie bei Eugen Gnra und Meßchaert zu sinder: nmr. Er wiä) hier Lieder von Schubert, ^cl)umann, Strauß. Wals singen, und mil einer Anzahl Lörvescher Balladen sein ureigenstes (bebiet betreten, dos seine Stiimnfttel nnd seine dramatische Ailsdrncks- fWakeit voll zur Geltung konrmen läßt. Der andere Solist ist Professor Carl Fuchs, ein Mer die Grenzen unseres Vaterlandes bekannter Cellist. Er hat seine Ansbildcmg am Frankfurter Konservatorium unter dem Freunde Liszt"s, dem Llltmeister Bernhard Coß- mann genossen, und feine Studien bei Professor Dawidoff in Petersburg fortgesetzt Später nahm er die Stellung des, ersten Cellisten an den: bekannten Halle-Orchester ein, dessen ständiger Kapellmeister der berülimte Dr. Hans Rickfter war. Auch als Cellist des geschätzten Brodsky-Qnartetts lpck sich Professor Fuchs hervorgetan. Die Kritik rülTmt seiTre musikalisch« Gediegenheit und die Eleganz und hochentwickelte Technik seines Spieles.
** Der Vorst and des Bezirksv ereins „Beide Hessen rrnd Nassau". Deutsche Meischer-Vereinignng. hielt crm 7. Oktober ftn H-otet Großherziog hier eine Borstandssitzun-g ab. Aus derselben sei hier folgendes erroähnt: Obermeister Schnell-Kassel gedachte vor altem der Verdienste des verstorbenen Kollegen Lautz- Darnrstadt und dcnrkde den Anwesenden für das Vertrcruen. das man ihm durch die Wahl als erster Vorsitzeirder entgegengebracht habe. Bei der dann folgenden' Beratung wnrde zu' verschiedeTren Vereins- nnd Berirfsfragen Stellung ge- itonrmen. Ern Bezirkstag soll mit Rücksicht ans die Zeitver- baltnisse in diesen! Jahre rncht abgehalten werden, dagegen soll gegen Ende Novernber ein O berm eister tag in Gießen stattfinden. Die Tagesordprung nnd die genaue Zeit der Abhaltung des Obermeistertages wird noch festgelegt nnd demnächst bekanntgegeben. Den Jahresberickft hatte die Geschäftsstelle Gießen ausgestellt: derselbe wnrde verlesen nnd genel)! 7 rigt. Ancy die Kaffenberick)i'e lagen vor; diese nmrden zur Kenutnis genonrrnen- Da nach den Satzungen Wahlen nur ans Bezirkstagen vorgenormner, werden können, ein Bezirkstag dieses Jahr niäft stattsindet, müssen die fälligen Wahlen des Vorstandes nnd znm Verband zurückgestetlt werden. Der derzeitige erste Vorsitzende E. Schsnell-Kassel rvnrde als Mitglied znm Verbands Vorstand voclänftg bestimmt; die endgültige Wahl solle ans einem später ab--nhaltenden Bezirkstag nachgeholt werden. Endlich wnrde mit Rücksicht darauf, daß die Abhaltung der Bezirkstage fast regelmäßig in den Bo-rsormner fallen, erire Aenderung des (Geschäftsjahres dahingehend, daß dieses von April zu April laufe, anseregt.
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seines Vaters hatte er plötzlich, den Entschluß gefaßt, der dem Vater als eine große Selbsttäuschamg erscknen und alle seme an das rockitswißenschastliche Studium geknüpften Hofsnung'en zerstörte, so daß ec dcnn - Scklme lange Zeit akf)K verzeihen konnte- Klar beleuchtet loerden die dadurch bAnugten Gedmtkengänge dnrch einen Brief Luthers, den er später seinem Vater schieb. Was aber trieb ihn dazn, ins Kloster einzntreten? Sicher spielte die Abneigung gegen einen nicht selbst gewählten Beruf mit. sowie die ErftMiung des Gelübdes grlägentlcck), eines Gewitters, das ihn ül-erftel und bei dein sein lvebstjer Freund an seiner Seite vom Blitz «rschllagon wurde. Der eigeutlick-e Grund aber kvar die Seelenangst. ttie er nickst loÄoerden konnte, der pernigerlde Gedanke: „Wie kriege ich einen gnädifsen Gott", wie er dies selbst ansdrückle Alber n»enn er schon vorher m ständiger Angst um sein Seelenheil schilvebte, der eigentliche Kamps mit seiner Soele fing erst richtig an, als ^r die Sckuvelle des Klvsprs übersckvritten hatte. Die nackte Sehnsucht nach Hilfe, der quälende Gedanke: „Ich bin verworfen von Gott, !vie kaim ich erlöst werden?", ließ ihn nickst mehr los bei Tag und bei Nacht. Dm jnag« Mönch erfuhr nur yu bald, daß alle guten Werke, denen er sich mit dem größten Eifer rmterzog, ihm die Ruhe seiner Seele nickst gÄran konnten. Ei.nj ^lllheilnrittei gegen die Seclenkämpfe M auch die Arbeit nickst. Da nalun ihn der Ordensvorstelier von Stgupitz an die Hand und niachte ihn imter Hinweis mif den Römerbrief auf den wahmi Be
griff der Buße miftnerksam. Durch sviire Empfehlung kommt Luther ' ittenbera. tn> er «ualeich Lcjhver <m der dorttgen neu ge-
nach Mt
gründeten Universität und Prediger an der ScUoßkirche ivird^ Tie an der Universität gelesen«! Erklärungen des Röm-erbriefs, die handschriftlich in dm Königlichen Univeffität in Berlin 1980 cmfgefunden wurden, ferner dre jBorlefungen über die Psalmen sind die nächtigsten Quellen zur Beuri«illcng über die von Luther eiugeiwmmene Stellung M den Begriffen von Bnßst und Glaube, zu der er sich jdurchgeruugen hatte. Di« Lehre der Kirche, daß außerhalb derselben kein, Heil sei, aber auch die ßdjtfe des Aristoteles, daß die Vernunft ein Untergrund für die Erfassung der Erkenntnis Gottes und, der göttlick)en Dinge sei, konnten ihm nicht genügen. Tie Sünde ist ihm der Ungel-orsam gegen Gottes Gebot. Vergebung' erlangen wir nur durch die Gnade Gottes. Glaube. Vertrauen, Gnade^ Barmherzigkeit sind ihm nickst mehr Begriffe, scmdern Realitäten. „Ter Gerechte wird seines Glaubens leben." Wenn auch damit noch keine innerlick)« Abkehr von der Kirche verbunden war, so war doch der Gedanke au die Heilsrüstung der Kirche wankend geworden, die Krittk setzte ein und damit verbano" sich ein tiefes! Mitgefühl mit der Not und Unzulänglichkeit der Kirche. In dem Maß. wie seine Seele frei lvurde, wuckrs seine Arbeitskraft. Neben der, Erfüllung seiner mannigfachen Pflichten wird er schriftstellerisch tätig. Tie am 31. Oktober 1517 an der Türe der Schloßkftche zu Wittenberg angeschlagenen 95 Thesen drrrchlarrfen in 14 Tagen ganz Teutschland. Ihm selbst aber war die.Tragweite seiner darin niedcrgelegte- Gedanken wckst llar. Erst als Kardinal Cajettrn und Tr. Eck ans ihn einstürmen, geht er mutig einen Schritt weiter und erklärt: „Auch die Päpste und Konzilien können irren, ich ziehe die Schrift vor." Tie deutsche Kirche und das deutsck)e Volk dauern ihn, und nrutig verteidigt er sich vor Kaiser und Reich. Nicht aus kindisck>em Trotz oder Unreife konnte die befreiende Tat Luthers entstehen, in seiner Seele verkörpert sich die deutsche Seele, die sich in dernj Bekenntnis des Liedes geuxcktig Bahn bficht: Ein' feste Burg ist unser Gott. Mit dem Gesang des Lutherliedes sckstoß die eindrucksvolle Darbietung.
** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat durch Enttchlies;ung vom 10. Oktober den -ordezttlicki-en Prozessor
der Theologischen Fakultät der Lamdesuniversität Gel)eimen Kirchenrat Or. Gustav Krüger für die übrige Dauer des XXXVI. Landtages in die Erste Kammer der Stärke berufen.
** Oeffen tliche Steuermahnung. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungeu der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahmrng des 3. Zieles Gemeinde» steuern und Karralgebühren ftir das Rechnungsjahr 1917. Die Zahlung kann noch bis einsch't. 3. November ohne Küsten bei der Stadtkasse erfolgen. Nnch Ablanf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vor geschriebenen Pfändungsbosten erhoben werden.
** Herbstgemüse. Zur Versorgung der Bevölkerung mit Herbsttzenrüse für den Winter bedarf teilt man uns mit: Nachdem dre Hessische Landes-Gemüsestelle in Rkainz die Be- wirffchaftung von Weißkraut, Rotkraut, Mrsing und Möl-ren für das ganze Land mit Ausnahme von Oberhessen in die Hand genomnien hat, ist es der Stadt Gießen -jetzt ernröglicht, ihren Bedarf an Genrüse selbst unmittelbar ein- Ankäufen. Bei dem erngetreteneu Regenwetter enttvickeln sich zur-elt das Dauer-Weiß- und Rotkraut, Wirsing und Wruterbohl auf den Feldern rwch ganz gut, so daß es mit der Einbringung noch ^it hat, bis wieder besseres Wetter eilt- tritt. In den nächsten Wochen werden größere Mengen«- namentlich Weißkrmtt zum Eiuschneiden als Sauerkraut, auf den Markt k-ommen.
** Erhöhung der Fuhrpreise. Infolge der allgemeinen Teuerung nnd fortgesetzten Schwierigkeiten sehen sich die vereinigten Fuhrwerksbesitzer Gießens veranlasst, die Preise für ihre Leistungen ab 15. Oktober l. I. zu erhöhen. Näheres siehe Anzeige.
** Stadttheater. Außer den bereits bekmrntgege- beneu Aufführungen ist für Anfang November auch eine Neueinstudierung von Schillers „Braut von Messina" vorgesehen. Die Wiederaufnahme des Werkes in den Spielplan ist durch die dankenswerte Bereitwilligkeit von Schülern des Landgraf-Ludwig-Gymnafiunls, sich an den Chören zu beteiligen, ermöglicht worden.
** Der Ortsgewerbeverein hält in diesem Winterhalbjahr (vom 1. November bis 1. April) Kurse im Technisck>en Zeick>neu für Schüler und Schülerinnen, Modellieren, Bildhauerei und Schreinerei ab. (Siehe Airzeige.) In ihnen soll der Jugend Gelegenheit geboten werden, unter Leitung tüchtiger Fachmänner technische Fertigkeiten für das spätere Leben sich anzueigTren. Der Kursus für technisches Zeichnen soll im besonderen vor allen: auch der wdiblichen Jugend, für die gewisse Tättgkeiten aus den techrrisckMN Bureaus sich als neues Arbettsseid bieten, Gelegenheit zur Ausbildurtg geben.
** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 23 enthält: 1. Bekcrnnttnachung, die Bezeickprung 5er bisherigen Grvßh. Hof- bibliotl>ek bettefsend; 2. Bekanntmackiamg, die Verlängerung- der Amtsdauer bei den Organen des Harüiwerkcrstandes betteffend: 3. Bekanntmachung über die Höchstpreise von Wild; 4. Bekunitt- mackiinng über die Preise der Butter: 5 Bekanntmachung, Schlachtverbote betreffend: 6. Bekanntmachemg über Papier, Karton nnd Pappe: 7. Bekanntmackumg. das Verbot des vorzeitigen Erntens von Herbstgemüse und Rüben betteffend: 8. Bekauntmacknung, Obftversorgung betreffend: 9. Bekanntmackmng, Anschlußgleis sitt den Rheinhessischen Nektrizttätsverbarch E. V. in Osthofen betreffend: 10. Bekmmtmachung, Anschlußgleis si'ir die Firma Hassia, SckW ko laden fabrik G. in. b. H. in Dannstadt, ans dem Bahnlws Pfungstadt betreffend: 11. Bekantttmachung, Anschlußgleis für die Finna Adam Opel zu Rüsselsheim aus dem Balullio! m Rüs- selsheim lvtreffend: 12. Berichtigung der Bekanntmachung, den zweiten Nachtrag zu der Deutsck-en Aiymitaxe 1917 betreffend, von: 15. September 1917.
** Luther-Vorträge. Der zweite Vortrag findet Donnerstag den 18. Okwb-ca, abends 8 Uhr. in der Stadtkirche statt. Geheimer Rat Professor v. Eck wird über „Luthers Glaube und moderne Weltanschauung sprechen. Siehe Airzeige.
** E i n „M ö w e"-O f f i z i e r über seine Erlebnisse. Am Montag abend hält Torpedo-Obcrleuttmnt a. D. Kuh! einen Lichtbilderrwrtrag über „Der Möwe Flug" (siehe Anzeige). Es dittfte von ganz besonderem Interesse sein, die zu weltgeschichtlicher Berühmtlieit geivordenen „Mölve"-Fahtten aus dem Munde eines begeisterten Fahrtteilnehmers geschildert zu hören. Der in Berlin iutb anbcmi Städten gel^alttme Vortrag des Torptdo Olunleut- mrnts Kichl. der an Haird zahlreicbu Bord-'Auinahmeu-Lickübildcr i'tövr seine Erlebnisse als Miiun-, Spreng-- :md 01esa7:genew Ossi zier während der ersten „Möwe"-Fahrt sprach, ist beim auch ovn ganz nngelvöhnlieber Wirkung gcivesen.
** Lichtspielhaus, B a h n h of str. 34. Es wird nochi- mals auf den Hennv-Po:tten-Filn: „Die Prinzessin von N-en- tralien" hingewiesen. In diesem guten Lustspiel, das l*ei weitem „Den Schi rin mit den: Sckiiwau" übertrifft, bietet Henny Porten durch ilne Aunmt und ihr Sclielmenspiel eine Glanzleisttrng. Um das Programm zu vervollstäiwigen, wird ein flottes Lustspiel „Die schöne Spanierin", mit Terry Sikla und Rolf Brunne in den Haupttollcn, vorgeführt. DaS Publikum wird hüsktchst ge-


