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05/10/1917 Zweites Blatt
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kersbuchLösrmgm und Erlösungen" ausgemnmnan. Ancb dav Weltkrieg l?o t Knodt zu manchem Liede angeregt. Sein Gedicht: ».Der große Pflüger" gelBrt zürn Eindrrlcksv-'llsteic der «^iegÄibeia- tur. !?lach ein Requiem: ,Ich hatt' einen Kameradeir" hat er ver­faßt. Von seinen frül?eren Werken Karl Ernst Kuodt mar äußerst fuuj>tbar. «der er hat es' bei der Sichtung seiner Lieber Imder mauch tnal an der notuumdigen Settistkritik fehlen lassen feien hervov- «eholven fein ErstlinAswerkMs meiner Waldecke", feine Lieder- bände?lus allen Augenblicken meines Lklrens",Äon Sehnsucht, Sckwnheit und Wahrheit", das Sprnchbnci>Mlerleih Rauh" und ba£ i^eerliche BersbuchEin Ton Born Tode. Ein Lied vom Leben".. Der Liedersänger Knotzt hat auch seine .itomponisteu gefunden. Wie -rckeo Lieder erst von Hugo Wolf vertont wurden, so hat Fritz Könnecke zaltlreich Lieder von .ftziwdt in Noten gefetzt. Richard Knies hat ihin eine liebevolle! literarische Eharaktckrlkizze gewidmet.. Zknodt, der Sänger des Heimwehs, wie er sich selbst nannte, des Heimwehs nach der aoigea Heimat, hat Töne angeschlagen, .die gerade in unseren Tagen noch lange nachkOngen werden.

** Tarmstadt. 4. Okt? Der Bdrein ht?ffifrfjcr Orgonisttn und Thordrrchenten hat die Anregung gegeben, ans An iah des 100jährigen Serrnnarsiibil äu ms M Friedberg (2. November b. I.), her mit dem Seminar verbundenen Rinckstistung, aus der alljähr­lich den 4 tüchtigsten Orgklschelern ruiter den Witnricnten Prä­mien znerkmmt werden, eine Geldspende zu überreiche Freunde kirästicher Mnsit, Organisten und Chordirigenten, Lehrer und Pfarrer, sowie alle Verehrer der Merke des 1846 verstorbenen Hof- vrganislen Rinck Darmsü-rvt, M dessen ehrendem Gedächtnis diese Stiftung ins Leben gerufen worden ist. werden gebeten, sich tm dieser Spende M beteiligen und Beiträge alsbald an den Bor- fitzenden des Bcn'eins^ Hoforganisten Müller in Darm sind t, ge- fciTUTCtr zur lassen. Die Beiträge werden öffenLickr guittiart. Grosch. Ministerium des Innern hat aus Grund der Bundesvals- venordnnng vom >5. Februar dve Gene!hmiggmg zu derIn- bttäu-msspende" erteilt.

<fr Geisenhei m a. RA.', 4. Okt. Vom: 8 . bis 10. Oktober hält die Min bliche Lchvansmlt für Wern- Ob st- nnd Genrnsebs n in D-eisenchinr «*en Lehrgang über Mörterget lwsabau ab: Dieser Lehrgang ist-«nentgelOich. Dir MimeDnngan smd bei der Leitung der LünstM «eintzUre-ickM'n.

cd. O rf eti chim (Rtzeinhesswp, 4. Okt. Die allgemeine Wein­lese beginnt in unterer Genmckkmrg MN 5,. Oktober.^ der G» -mrr?mig)Gensüigen nimmt die allgemaiiw Wior.nl ese am 6 . OktoL«er itzven Anhang. Die aügemoine Lvfie der weißen Trauben nahm in i>u tztemartznnq Wörrstadt am 1. Oktober ehren Anfang.

ch. Vom Mittelrh«in., 4. Okt. Nvch immer geht der- Wsffeichtand des Rheines langsam zurück, eine für die Schiffahrt an sich nicht besonders günstig«^ Erschimrug, die auch tatsächlich!^ schmr erhebliche SchwieriAeiten mit sich gebracht hat. An den wo- niger riefen SteKen der Fghm»rne sind im Gebirge und im Rheiu» gan sckwn mehrfach in letzter Zeit Schiffe, dir. zuviel Ladung hatten, eni&mbcr über Grund gesckchppV worden oder festgefahven, tvobtei ster dann ein erheblicher'Mfenchalt ergab,' der das Freitnrnen viel Zeit bemrspenckste. Antzei-denu wackle sich, als sech slövend in der letzen Zeit, der alsTrÄnbendvückec", weil dir l^üte dar Trauben erhöhende'ebrl stark bemerkbar, der «üntorgaibhrti aus der Fläche deS Mittelrheins, also im ohmhte gefährlichen Gebirga und Rhein-» gassbvgert.

Kreis Wstz^rr

W. A. Wetzlar, 4. Okt. Die 'Stadt Wetzlar richtete folgen­des Huldi gmrgsschreiben an den General dar Infanterie Si x t von Arnim:

Ew. Exzellenz bittet die Stadtverordneten-Bersammlmrg als berufene Vertreterin aller Schichten der. Bevölkerung, Ew. ExzeU lmz.Heimatst<ck)t Metzlar, die Bersicherrmg entgegennchmen zu bwlleu. daß die stäMsch Bevölkerung mit höchster Spanwrug und freudigem Stolz dein riesen haften Entscheidungskampfe in Flandern folgt, der unter Ew. Exzellenz kraftvoller, umsichtiger Führung über das Schicksal des deutschen Volkes nrittntfcheiden fall.

Dasi hier die Söhne unseres Vaterlandes unter einer glänzen­den Führmrg UeL^rmenschhches leisten, wird uns in der Heimat tätigen V»Wgrn«fsen in dreien schworen Tagst des zillmt britischen fi.lgrifss so recht bk4v".cht. Mas hier feindliche Uelvrmacht an Nlatermk und M<ms<hen ins- Feld' führt, das gleicht der Geist der Tümppen und die höchste Kunst der Führung auf deutscher 'Sette wieder aus.

Die unvermsidkich schweren Opfer der erbitterten MrnPffc,

die wir anss tiefste beklagst, sollen uns ein Altsporn sein, nicht nachznlassen im Kampfe um Tcntscküands Recht und dre Aißkunft des Ä^kkes. Wir lootten nnauisLäßchlichsn Dank denen abstatten, die für den Schutz der .Heimat ihr Leben nlnd ihre beste Kvaft ein­gesetzt lxrben. Im Kampfe der Mlliarden und des z<rhen Wirt- sckmftliclwn Turchhaltens, sowie der FürMcge für alle die Opfer des Krieges suchen ivir diesem Dank gerecht m werden.

Ew. Exzellenz wünsäirn wir Vau Herzen weitere Erfolge von gleicher Grös-e.

Mil dem Glüchwarscl zu der e breiwoll en Auszeichnung der Verleihung des Eichsulauös zum hohen Orden Ponr le M6rite verbinden »nr die Versicherung ausM^eichni üxr Hochachtung und Wertschätzung.

W. A. Wetzlar, 4. Okt. Ein schönes Geschenk ist der Kreis- venvaltiutg anläßlich'der Hindenburgseikr zuteil geworden. Herr Fabrikant Humüert hat ihr ein präcküiges Gemälde Hindenburgs, gemalt van dem Kmistmaler von Meng-Tremmis, in entspvechen.. der-Nahmnng gestrftet. '

ra. Wetzlar, 5. -Okt. Ter Landvat erlügt folgende Bekdemt» wackffung: ^ FFw letzter Z«it 'istj tvösder ete/c gro-ste Anzahl von Unfüllen infolge von Uebersahren von Fülirwerken, durch Eisen- I^ahnzüge vorgebonrnren, wovon ein grosse Tloil ans das Verschulden der (steschirrsühvei' znrückzusiihren ist, ine lreim Uvbsvschreiteu dsr U.ebergcwgc' :'k nbtige Vorsicht haben fehlen lassen -»der durch i«be^ Wyites- SelbstöFnen der T6«gxsckfrnwen. den Uns«1l lMbeifiihrtm. Ten Wngrufsthvern wird daher die gvütstte -BorMK bsmr Uobersahaett von Bähm'ibwg ängorr zur PfÄckst gemacht iend darauf hchgewiesen-, dost , sie t>oc unxtchtsanrem Il-Sbeeschreirton sdwiohl ihr eigenas Äbon gcstäb'rd^r, als auch sich sruter. Umständen einer ichuteven Bestrafung auf Gumrd des ^ t36 des RlerckErchgesetzbmhvs auss<^>e^i."

vr. Aus dem Abrei se Wetzlar, 5. ON. Die Zeicchinngan für die urue Kriegsosüleihe- bavecii>gen zu dvr .Hoffiirmg, dast dir .Hetdrnanl-oihe einen Niefönerdolg. Tjöfcen. wird. Besonders die Zahl der Wcstnen Zeichuar. ist u-ieder asrster -rdeuÄich. gwst.

OksscN'NRssüR.

ra. Biedem kvp s, 4. Olt. llujerm..Kreisarzt Tr. Ten- bau.m ist.die KrriMiztstelte Limburg Mertnagen wvrden.

DZ. Dillenbu.rg» 4. Okt. Geueval'MÜrmarsckMl! van Hin- deuburg hat anlästlich der Verleihung des Ehrenbi'irgerrechts sor­gendes Autävort-Teles.-raurm an den Magistrat gesandt, das am 3. Oktober. vormittags eürtraf:

Hocherfreut über das mir. augetragdt'- e > Lchveulstirgerrecht Ihrer Stadt verbiTide ich meinen, verbnDkrchcu. T«»tk für sreundtickM Ge­burtstag swüu sche. FeLmiarschall von Hindenbnrg."

- - Die. StadtveMrdnetLN-Bersamiulilrig unserer Stadt hatte in ihrer Sitziuig vom 18. September, wie bereits in Nr. 220 ds- Bl. berichtet, aut Antrag, des Börstehens Pros. Noll die M- senduug einer Entschließung. <rn den Rechsllrnzler beschlossen, in der als Antimon mst die baflamte Wlson-Rote and], seitens unserer Bürgerschaft unsteugsamer. Siea-eswiille bis m'c Erlangung eines doutsckwu Friedens und umvand-Ähare Treue zu Kaiser und Reich gelobt, imirde. Dem ^Ntchnsdvat ist hierauf vom dem tsnter- staaLssetrrLär in der Reichsten.;lei mit Datum vom 27. September folgendes Antwortschreiben zugegangen:

Dem Magistrat beelirc.ich mich im Aufträge des, Herrn ItetchstzanzÄrs ergebenst mrtzutetleu, dast. Srine ExzÄlenz die ein­mütige Zurücüveisung, die der ebenso überlisbliche wie deutsch- brndfremde Einmischungsvm 'sich des Priisivemen Mlson du.rch die städtischen Körperschaften ermlrreu hat, gern zur .Keuntuis genom­men .hat mtd für die sreimdlichc Uebersendung der von echter Baterlandsliebo, getragenen Entschlteszmrg bestens danÜeu läßt."

M. T. Wiesbaden- 3. Oh, In der. sttacht. .zum 30. Sep- tembek' wurde in. ein SchneiLiergeschüft am Kreuz-pmtz einjwb rochen und Militärtuch sowie verschriebene .Herren- Wximv- und lieber- zieherstiofie, ferner Futtersvide im Gesamtwert von. rund 2000 Maik gestohlen,

H. T. Vom Taunus, 4. Okt. Aus Änlast des Geburtstages Hrnidenburgs. fand in Schneidhain eine Obstsammlnng statt, die dm reiches Ergebnis brachte. Das -Obst ihürde einem Frankfurter Lazarett lDergeben.- In Mw a. d. Weil sammelte man für ein Frankfurter Lazarett 1b Zentner Obst. , Das Beispiel der Ein- wcchn« v«n Rod und Scbueidbaiu verdient weiteste Nachahmung,

N. V. Frank für t m W., 5. Okt. Im Frankfurter Künst- tyczeht ist zurzeit (bis zum 4. dH. MV.) eine Aufstellung von ^Gemälden, Agimrellen, .HaudA^cknuungen >md DttzzTu des r?r- fvvrbe:^'. Foanthnters Mul Mimfch zu schxm. Ste eröffnet einen <Mcu GirMHck in das S-chgMn dieses MchSerBh dsr am '4. Juni

dtefes Jahves, kaum 4^iKhrig, gerben N'. ist eine MemweS^

die Klimsch mit Vorliebe gesch-rüwrt hat: mit geruhiger breiter Piuselfülirung. mit beiMglichem" Strich, der jeglichen .rvervös-uW»-. derneir Einschlags, jeder malertl sclMt Beimteerhett entbehrt, frü>t er in sarbjg.m, nicht feiten -^rr tentten BMopn dio Lgudschafts^ emürücte wieder, die er, aus MtubiwuNgen im Taunus, im Schwarz- . Wald, in Tl-üringen usw. gub-cr m. Auch die Darstellung der Tiere hat ihn gelockt. Das Vvrträ't ist nur mit wenigen Proben vertreten, die z.war solide TechM?, doch keiue originale AA der 'I-nvividualisterung aufweisen.

Wirchlictz«

Israelitische ReligionZgemeinde. Gott-». i. d. Synagoge (Süd- Anlage). ^ainsteg, 6. Ott. Bvvaüd.: 5.45: rptzwg- 8.30; abdS. ; 6.05 u. 6.40. Israelitische Religionrgesellschast. Sabbatfeier am

6 . Okt. Freitag aibd,: 5.25; Samstag. vs>rnt.: 8.00; nachm: 4.00; ^-abbattmsgang: 6.40; Samstag mvrg.: >b.xD.

Um feiner seihst uuL der NaterlMSec- wiUn erfülle fever feine L^esGWcht?

'Die Mit!

ri -MMA«en der Nezrrl§ipMHe Bietzen ist morgM von B dis. U% Ahr gMaett

V O »«itz chtes.

* Bon einer v.erwanbe 11 «Tt Fische W^in aX'3

dem 5üoblmrKer itkiinw icirb von der Front: berichtet: Im Westes war es, dem Engländer gcWvtüher. KvmrpsgmEhrer H. ?pch> Leutt«ut B. ivollen eins Mascha MM frim^t. Sur: AMMmgj versetEte B. die Flasche au eckigem Bindfaden m ew$ ZistterkM.. fül^er der Fotzen ntttMcht s«n«r Ha:Ä>» dte Milte vrnlsmK.. Da teirre Aussicht ist, buk, das Koblenzer K-sinv- sie ersetzt, er--« hält der Bursche den Anftrag, lc f ie FLasche iptedeä l-eraufzu,^ avWM. Mit eMer' Harte gelingt <rs. Die Flmchp erschecmü *m: Fbrsche Murgrprtzer! SowAt wsirde die Mrsgvschöpft- Er»«

gebms: 50 Flchcheu roter ^rnd- weister ^Ztergnudsr. alt, vorn züMch und bllkig.

* Ein Wa x hh u.r g i nb iliäu.w- der herrM-sten Dech skätteu deutschen geschichtlichen Lchens, die Wartburg, wird lxüd rmetzerum tm Wteteipuukt einer betzeutsamen Feier, der Ighss- HMtderteGetzetckfeier der atifsehM,erregenden Bursstteuscho.ner- Dagomg, am 15. Oktober 1847, stehen. Da ickxs Äeich.zeitig dte Erinmrung wach an das 800jährige Iubetsest-, das die stattliche., über die Münen Höhen des Thürdr-ger Wicvkdes ragende Feste ter 50 Iahmit, am 28. AuMst 1865., beding. Das im Jahre 1067 erbitte Bergschtjvst mahnt ittckst, wie so viele cvrdere Festen. B>ox- zeagstveise au. kriegerische Eriunerunge:-, sorvtenL an friedlich EtxvA-' taten des Geistes. So wirkten beim Jubiläum 1867 neben den bttderitzen Künsten auch, vornehmlstö Musik mrd Poesie zur Ber- hrrrlichnng der Fester mit. Morgens fand UxMchst ein (Sottesdtenst in der Kapelte statt: es folgte Me 9 x 0 ^ össenttich M^igt auf dem BuMote, die sich ininttteu der ast-ehrwürdigen Mauern deck Burg mit Hern Fernblick auf sb'nstge Maldhichl *u eintm erheben- beii Gottesdtenst gestaltete- Hut 2 llh nachmittags begamj m Säuger mal die Hostafe!, bei der zatztreick-e erls.che Vertreten vor: Biisieirschatt Mki> Kurist, erblickte. Die Untt^rsität Iwq hatte- ihren Rettor und die vier D^kan/e Hu der Feier entsMdt. Äutz.-tz dem waren anwesend: ^die Philvsyp'h'en Kuno 'Fischer und lllrici. Frmrz Liszt und sein Lchchaersohn, her Deputierte Ollivrer. die Dichter Bodensledt, GottslchcD,' Rogtrette, mfar: einer weiteren A '--ast>. thrvleuischr nutz stzULSwMMrscher Per»önteb-Teiten. Ter ttteMtz-er^vg s-elbst brachte Herr ersten Trintsmulck) aus. Goetlx. dessen. Grburrtslirg mit. dem Erinnerungsfest der Wartburg zusammensiel, temte hieraus Rudolf Gottsthall uttt <ttrsev' aus der Ästimesänger» ?-sist schiötzterünen Godibit. Esi'Hn orleseneu Geauf- muß abends die Aussubrunz oc:- >st' ,''sto' 7. l.-ttums ..Die Lkg^nds der beili^W Elisabeth" uluter des Kompvmsterr persönlichr Leiwng geivcidtt habon.