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Er-chem! titgüch mk AuS^Ohme de- Sonntag».
VeUegen: „^Letzer.er ZamMenblStt«- und .^Lreisdlatt für de« Kreis Gieren".
y»«che«o^s: Krs«rf«r1 ,« Ast« Nr. n«ö. VankrerteHr. Oeverdedastt Oietze«.
Blatt 167. Jahrgang
eiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Dienstag, 2. Oktober M
3n»tQing«nmbönK'f und VerlagV Brühl'fcheUnwerfuätS-Pnch-u.Strindrnckereu R. Lang e, Gießen.
tzchriftlettimg, Sefchäftrstelle und Druckerei:
Schulsttagc?. Geschäft stelle u. Verlag: 61,
Schriftlcnung: E--TS 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Dießen.
As»» Stadt und C«nö.
Gießen, 2. Oktober 1917.
Vertrauen.
Es Nein wunderbar Ding um das Verträum Nichts ist schöner als das Verwauen, -das zwei Menschen einander ent'qegm- bringen, nichts ist stärker. Vertrauen bindet, Vertrauen' fettet Mtetnander. Vertrauet ist wie din Grnmciiftral)-!, der wärmend inß Losend den schlanken Kelch einer Blum-e umspielt. Ohne Bertrmsen gäbe es keine Freundschaft, gäbe es reine Liebe. AamL. eS mag auch Liebe gebar, die des Berttaueirs entbehrt, tfaCL FrorenLsichast ohne Vertrauen wäre tcwxnkbar. Es gibt ««ncherld Arten vvn Bertranen. Me köstlich, tme herrlich ist das gvenzietrlose, unbebiiuche V<r7wauen, das ein 5ftnd seinen Eltern) jenlgegenbringt, wie wunderbar das Vertrauen, das zwei Liebende, Jtuci Garten ineinander sehen. Wie ehrend ist das imeingefchrlinkte ßAerttauen, das ein Vorgesetzter nnnen llntergebenen schenkt!
Und heule! Wie gckcnldert sich heule alles Mts das Vertrauen in dieser Zeit! Wenn uns sheuve das Vertrauen fehlte, hielten wir nimmer stand gsgen all die Fellche, die uns umtoben — draußen ian den Gvenz-en ,ioab liximBOt chnj Zand. Unerschütterlich, stecht das Vertrauen der DaheimgeÄiebenen zu der Treue und dem Opfermut der Brüde,r und Söhne Ml dar Front und auf deut Meere, eben« unerschMterlich wie denen Vertrauen zu ihren Füllern, dar Obersten Heeresleitung. Das gleiche felsenfeste Vertrauen setzt das ganze deutsche Volk in die Märmer, die an den höchster! Stellen Aber das Wohl und Wehe des Volkes beraten und beschließen und seine Geschicke leiten. U7ch ebenso vertrauen Deutschla'nds Kühner in dieser Zeit der größten Not und Gefahr auf den Helden- Urut der Heere draußen, die mit Leib und Lehen den Herd der Heimat sllKtzen; und andererseits auf den Opfermnt des Volkes, das alle Leiden und Entbehrungen aus sich niinmt und ohne Murreit tragt — im -Vertrauen,auf den glücklichen ?lusgang. . . .
Heut ist's ein ganz besonderes Vertrauen, das ich meine und an das ich denke: Dos Vertrauen, das unsere Führer ohne Zaudern in ihr Volk, ins deutliche I^olk setzen. Das Vertrauen in seine Vaterlandsliebe, in seinen Opfermut und seinen unersel^kütterliäxm Willen tzttm Sieg. Das gleiche Vertrauen haben mit ihnen die Tausende und Abertausende, ^»ie drauhen sdehen und rn Sturm und Wetter, durch Not !unid Tod onshcrrren für die daheim — das ist das Vertrauet, daß jeder auf seinem Poster ist zu seiner Zeit. Sollen wir sie enttäuschen — sollen wir Ihnen so lohnet, ivas sie für Uns getan? . . . Nein, niemals. -— Vertrauen gegen Vertrauen! Unser Vertrauen zu ihrer. Treue gegen ihr Vertrauen, daß wir Misere Pflicht tun werden bis zum Mußersten, tvo auch das Vaterland es fordert. Und das ist das Bertrauen, das ich l-eute treine. das sie heute >wieder einm-al alle rn uns zu öeufe setzen.
Der Erfolg der neuen Kriegsanleihe soll ein neuer Beweis unseres Vertrauens sein, jenes Vertrauens, auf das alle rechnen.
Darum darf keiner zuröcksteA», wenn der Beweis erbracht
weiden soll!
Ctmt Reinhard Dietz.
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** 85«firmerHitg. Leha^rWve^erendar Erich Schm rdt tos hier wsrrde §sm Lerttnant d. R befördert.
** Auszeichnung. Dem Gesc. Kwd. Wagener wurde das Eherne Lrstt L L. verlirchen.
** Die Deutsche Bateelandspartei Gießen ladet die Einwohner (Meß«S ans Mittwoch den 3. Oktober, aberkdr 8 llhr, in die rmxt ffiüfa ctn, jtux schlichten Feier doS GÄnrrtStagos HindvnbwvgS. — (Sbct qo findet am Dmi- 7verStag den 4. Oktober, abends 8 llhw, im Saale des Gast- hoseS „GwoßhetMg von Hefseck" eine öfserttliche Versammlung zmn Ausbau der Ortsgruppe der Deutschst Vater- brndsparüer imd zpr Wahl des Vorstandes statt. Nähere Lbbsvurrft über die beiden BercrirftaltÄmgen geben die An- Aeigerr in der heutigen Nunrmer.
** „Es gibt ein Fortleben nach dem Dod^ lautet das Dhenia eines ernrn.crligen Bortrxrges, den der Vorsitzende des Deutschen Fichte-Bundes E. B., Herr Kesse- merer-Hamburg, am Freibcvg, 5. Ott., abends 8 Uhr int Fürsten Hof halten wrrd. Herr Kessemeier bat, wie uns mitgeteikt wird, in Berltrt einen derartigen Zuspruch mit seinem Vortrage gefunden, daß er denselben dort 20mal wiederholen mußte. — Karten sind im Vorverkauf zu ermäßigten Preisen im Musikhaus Busch am Lindenplatz zu haben.
** Im GchwarZ-Weiß-DHenker, Seltersweg 81, wird von heute ab bis einschlreßlich Freitag ein Filmdrcrina deS nordischen Mnstl-ers NllS Crijouder vorge, ührt. Außerdem enthält das wirkungsvolle Prvtzvlunm noch ein Lirstspiel „Die Jungfrau von Orloans".
** Handwerkerknrsus. Mit Rücksicht darauf, daß eine geordnete Buchführung für jeden Getverbebetrieb unbedingt notwendig ist, veranstaltet die Zentvalsöelbe für die Gewerbe in Berbirrdung mit dem Ortsgewerbeverein Gießen für die Mitglieder, itrsbefondere aber auch für die Hand- werkerfrauen sowie die Sohne und Töchter der Gewerbe
treibenden, einen llrüerrichtskursus in einfacher Buchführung, Kalkulatwn, Arberterversicheruug und Steuersragen. Die Einzeichnmug^liste liegt int Getverbehaus, Kiochstr. 16 , auf. S. Atez-eige. '
** Di e hessische K r iegs \ pa c f a r t e ist nunmehr in oem Berussübungs-Lazarett Technische Lesichten Osfeübach am. Maiu irn der vollen Auslage von 380t)U0 Stück vectiggestellt. Gleichzeitig gelangte ein Werlx».;ellel zur Ausgabe, der in den Schau- s-en)tern crugeklebt werden joll. Er iveist daraus hin, daß die üriegs- spar karte ein besonders fck-ünes Weihnachts-, Paten- und Geüurts- ch7-gejchenk sei, denn sie ist von krlegsbejchädiglen Feldgrauen ent- svorien und gedruckt, im Balnag von 1, 5>, 10 und 20 ?Nk. bei j'Lder hessischen. Sparkasse, (genossenschall us:o. und in jeder Säche erhältlich, bei Ztückechebung des Geldbetrags nicht abzngeben, also ern bleibendes Erinneruirgsreichen an unsere große Zeit.
** Liefert getragene Uniformen ab! Die Mliese- rung der getrageneu Unisormen laßt leider innner noch viel zu wLttschen übrig. Ties ist um so bedauerlicher, als es sich ltzer um eme Sache handelt, die schon deshalb weitgehende Unterstützung verdient, iveil die eingelieserten Unisorintzit den durch die Teuerung stark betross-enen UnterbeaMLn Merch'stn werden und auch zum Teil zu bäuerlicher .Neidmr-g für die l)eäukehrenden Feldgrauen ^rlveirdet werden sbll-en. Biele von denen, die seit Beginn des Krieges im Felde stellen, 'werden bei ihrer Rückkehr rn die Heimat ihre bürgert icl-e Kleidung in unbrauckcharem Zustande vors rüden. Ist es schmr Ppticht der gesmnten Berwlkernrrg, den hcirnkehrenden .Kriegern zu bürgerlicher Kleidung ;u verhelfen, so muß dieser Ruf in besonderer Stärke an frühere Feldzugiteilnehmer. ergehen, die sich twch ncit ihren ehemaligen Kameraden durch doppelte Bande verknüpft fühlet: rnüssen. Mer jetzt Uniformen, für die er kerne Verwendung mehr hat, im Schranke hängen läßt, versmrdigt sich an Bolksgewosserr, die, sei es draußen im Filde, sei es in aüfreibender Arbeit hinter der Front, ihre ganze Krall für das Vaterland ein- setzen. Urrter den l^eutigezr Be-rhältnissen stellt jedes getragene Kltei- dungsstück einen Wirtschasllichen Wert dar, mlf den die Allgmnein^ bnt nickü heczichten kann. Die Ablieerung der alten Uniformen soll uns die Möglichk.üt gevähocn, unseren Bestand an neuen Uniform stifsni zu stveckM. Feder, der derartige Uniforme:: in seinem Besitze llat. versäume daher nicht, sie bei den Mtbekleidungsstellen. abzuliesern, denn er macht sich damit um das Vaterland verdient urrd trägt einen kleinen Bruchtell des Dankes ab, den wir den Käinpsern für Herd und Heimat schuldig sind.
Landkreis Gießen.
** Annerod,-2. Oü. strahlender SonTvenschein und die Natur im Pvachtgewande des Herbstes gaben den stimimrngsvollen Rahmen ab zu dem DeLrnats--:Fest für Innere Mission, welches Mn letzten Sonntag in unserm dichtbesetzten. Gotteshau.se stattfand. Pfarrer Menrnrert von Darmstavt hielt die zuversichtlrche Predigt über 1. Scr.mvelis 7, 12: ,,B« hiei'her hat uns der Herr geholfen." Die vereinigten Kinderchovc von Annerod und der Muttergeinernde Rödgen smrgen unter- Leitung des Orgarristen, Lehrer Rabenau von Rödgen, „Die Sach' ist Dem, Herr Fesu Ehrist!" Einige Mit- wilimgen über den Stand und die Notwendigkeit der Erziehungssache gab der OrtsgeiUiche, Pfarrer Gvoth von Rödgen. Die Sammlung ergab 54 Mark.
—o— Großen-Linden, 3. Oft Am Sonntag nachmittag vervrrstaltete unser Durrrverein zur Feier seines 25jährigen Bestehens rin Abturnen, das gut besuch! war. Unter Leitung deS Shrerttnrnwarts Georg KlingekhSser übten 15 Turner, denen als Ercmrermigspreise grrte Bück^r aus der Kriegsliteratirr überreicht wurden. Der 1. Sprecher, Haupt!ehrer Bach, eri nnert e zuerst an die vor dem Feinde gefallenen Trrncer. deren Andenken die Ver- sammlmrg stehend und entblößtet! 5>anptes ehrte. Tann überreichte er an sieben Mitglieder Ehreimrkunden für 25jährige treue Mitgliedschaft. Der seitherige Leiter, Johs. Steinrragel, wurde zium Ehrenvorsitzenden ernannt Zum Schlüsse gedachte der Redner des 70. Geburtstages Lindenburgs und seines l-erzüchen Geaengrußes cm den Mainzer Bertreterlag der Deutschen Turnerschaft, ,cheren verdienstvollen Mitarbeit an Körper und Geist wir viel verdanken". Das Gelöläris der Deutschen Turnerschast im den großen Feldmars chall, „mit allen Kräften mitMarbeiten, unserem Vaterlande einen itnmer wehrfähigen und wehrÄchtigen NachtvucW zu sichern", bekräftigten die Versarnmelten nrft einetn ,,Gut Heil!".
** Lan gsdorf, 2. Oft. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhielt der bereits mit der Hessischen Tccpferkeitsmedaille ausgezeichnete Unteroffizier August Bernhard von hier.
** Rei nb a rdsha in, 2. Oft. Dem Unteroffizier Georg M'üller, welcher seit Beginn des .Krieges im Felde steht, wurde das Eiserne 2. Klasse verliehen Die Hcsifiche Tapserkeits-
medaille ist beveits in seinem Besitz.
Kreis Frievberg.
B. Z. Butzbach, 2. Oft. Zur Freude der Aep^bvemtrinker wird amtlich empfohlen, von der MögtichlSeit des Kelterns von Obst zu ObsM-ein, insbesondere der Herstellung von Aepselwein weitgehend Yievrcruch gar machen.
Kreis Wetzlar.
** Vetzberg (Kreis Wetzlar), 2.Oft. Der Artillerist H. Becker wurde mit dein .Eiserneir Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
va. Wetzlar, 1. Oft. Jin Anschlußj cm die Versammlung der Vertr-cruensmmmer für Werbung zur 7. Kriegsanleihe sprach Bergrat Groebler über seine Eindrücke von der Frontreise. Aus Einladu ng
der Presseabteilung des stellvertretenden Generalkvimnandos nmrd^ vor einigen Wochen einigen Herren Gelegenheit gegeben, die schwere Arbeit tmserer Feldgrauen an der Front mtb in der Etappe aus eigener Anschauung kennen tzu lernen.
~ Hessen-Nassau.
= Frankfur t a. M., 2. Oft. Zum Oberlandesgerähts^ Präsidenten wurde Londger ichtspräsideut Geheimer Olx-rjustizrat Schwa rtz aus Danzig an Stelle des zum Justiz minister ermmn- ten bisherigen Oberlandesgerichtsprä s rdenten Exz. Spahn ernannt.
Gicßcner Strafkammer.
Gießen den 28. September^1917.
Der Taglöhner Heinrich Schar mannn von Schotten, 16 Jahre all, ist angeftagt uno geständig, am 20. Juli d. Js. in der Gemarkung Wingersl-ausen mit Gewalt untüchtige Handlungen an einem Mädchen sowie an der am 1. Okwber 1904 gelwrenen E. B. in WmgerslMcsen vorgenommen zu haben. Ter Angeklagte erhielt 2 Monate Gefängnis.
Der Hätrdler Martin F e d r i ch von Billertshausen tvar vom Schöffengericht Homberg wegen übermäßiger Preissteigerung fteigesprock>en tvorden, rrachdem er gegen den wider ihn ergangenen Stra che fehl über 50 Mk. Einspruch erhoben hatte. Gegetr dieses Urteil verfolgte die Staatsättwaltschaft^Berufung, um eine Bestrafung herbeizusühven. Der Augellagte hatte im August 1916 zu Kirtorf Zrvkiebellr verkauft, das Pfund zu 23 Pfg., und soll sich- deshalb der übeyträßigen Preissteigerung schuldig gemacht haben, tveil danials der Höchstpreis 14 bis 16 Pfg. fttr das Pfimö Zwiebeln-," betragen hätte, llcoch der Beweiserhebung und iirsbesondere nach dem Gntacl)>ten des als Sachverständiger vernommenen KaufnmnuZ Krumni kann aber von einer den Angeklagten bötressenden überm äh i- . gen Preissteigerung keine Rede sein, ldenn, wie seststeht, haben die Zwiebeln, die der Angeklagte irr Frarrkfurt a. M. gekauft hatte, diesen selbst mit Fracht, Fuhrlohn usw. 20V 2 Psg. das Pfund 'gekostet. Das Gericht verivarf die Berufung der Staatsanwallschast und es blieb bei dem fteisprechend»ellr Urtell erster Instanz.
11 jrmge Leute von Räbgesharn hatten sich wegen Körperver- letztmg zu veratttworten. Zwischen den jungen Burschen der berrach- barten Dörfer Rcbgesharn tmd Engelrod bestdht scl-ou soll längerer Zeit Feindsä)aft, die früher schon zu Schlägereien geführt hat. Am Abend des 12. Dezember 1916 wurde den Angeklagten bekannt, daß 3 Engelröder Burschen^ in Begleitung von Mädchen in Rebgeshain seien. Ans Vorschlag eittes der Angeklagten wurde alsbald beschlossen, die Engelröder einmal durchzubläuen. Sie vcnsal-en sich mit Holzftv'rppeln und verteilten sich in drei Gruppe^ die au verschiedenen Stellen des Orts Aufstellung nahnren. Als die Elkgn- röder sich aus den Nachhauseweg begaben und faunt aus die Straße gekonimerc tvareu, wutden sic,mit Holzstticken bewoksen, wobei der Karl Gerbig am Beiu getroffen, wurde. Tie Engelröder ergrifiw die Flucht, dlußerhakb von Rebgeshain erhielt Gerbig einen web teren Wurf an das linke Auge, wodurch er das Sehvermögen aus diesem Auge verlor. Tie Angeklagten sind im allgemeinen geständig. Ter Haupttäter erhielt 4 Monate Gefängrns, 1 sllngekU^ttr erhielt 1 Monat Gefängnis, 2 Angellagle je 2 Wollten Gefängnis und 6 der Angeklagten je 1 Woche Gefängnis; einer crzieltt Freisprechuna. 0^
Wegen llrkundensalschung erhielt die Schneiderin PcmKne Müller von Bllvel 1 Dag Gefängnis. Sie ist geständig, am 21. März 1917 oder um diese Zeit die Anschrift und den Ab- sendervermerk einer an Fräulein Liim Groß in Vilbel ^Trichteren, mit „H. G. H. Vizestldwebel d. Res. 4/625" mttei^eichnetan, den Abserchervermerk „Vizeselbtvebel d. sttes. Hoffmann" tragenden Feld- postLarte beleidigenden Inhalts gesciwiebcn zu haben. Den Inhalt der Karte will sie mclst geschrieben haben. Bei der ganzen Seiche handelte es sich offenbar um einen Scherz; durch dm Inhalt der Kärte sollte die genannte Groß verspottet werden. Das Gericht billigte der- Angeklagten mildernde Umstände zu und verurteilte sie zu der 9Nindeststrafe von einem Tag Gefängnis.
Vrrmischte».
* Stuttgart, 1. Oft. (WTB.) In vergangener Nacht forschen 11 Uhr 35 und 12 Uhr 45 wurde Stuttgart zweimal von feindlichen Luftfahrzeugen angegriffen. Die abgeworfenen Bomben fielen größtenwüs auf Straßen und freie Plätze und verursachten außer zerbrochenen Fensterscheiben, Dall)- ziegÄn usw. keinen erheblichen Sachschaden. Außer einigen Leichtverletzten, darunter vier Frauen und einen Knabe 2 r, tmtrbe drei Männer, von denen zwed keine Deckung ausgesucht hatten, getötet. Beide Male wurden die feindlichen Lufffahrzeuge durch Abwehrfeuer vertrieben
F.N. Ein Gedenktag unserer Mariite. Fünfzig Jahre waren gestern verfboffen, seitdem aus der pvettßffchen Marine die Marine des Norddeictschen Bundes, die Vorläuferin der Retchs- marine, hervorging und Kiel zum BundesttiegsHafen erhoben ward. Ter wiä.irige Äft wurde am 1. Oktober 1867 in Kcel tir.it großen Feierlichjftften vollzogen, denen auch der Prinzadntiral 7ldalbcr1 beiwohnte. Mit dem Uebergange der Marine auf den Norddeutschen Btmd wurde der Neubau einer Anzahl von Kriegssllfiffen, nmrreitt- lich'Pan^errr, in Angriff genommen und der Grund gelegt zu der allittuigsgebietenden -Seeroehr des Deutschen Reiches, vor welcher in diesem WeMriege selbst di« Mi .Zahl noch weit überlegend britische Flotte einen so heillosen RespcR .hat.
I
Eine Wotan „G** Lampe ersetzt vielfach
Behrere der gewöhnlichen Drahtl&mpen.
Beim Kauf bcadite man die bekannte
Schutzmarke aui der GUzglocke.
Die Edelgas - Füllung; schützt


