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30.10.1917 Erstes Blatt
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EutLgrr Kiknvfe fei btrm mflaffttasr Ip-Hr getwTen war, in ictfcrc fcäni* Hcfat, ltnire* bei Peiß icmfccütene Große Pal Mich der JUckenstvatze und südlich vvn N-aathen irn Gq^.t Tal van unseren. Truppen in Besitz genommen. Nur noch der südlich des Großen Pa/l liegende Piz di rinrau sperrt den Weg gegen Paluzza, von n» die Storche tveiterhm aus Tolmezzo bzw. Dem mm führt. Während deutsche und österreichisch-ungarische Divisionen der Armee des Ge­nerals Otto von Below bereits vor U dine stellen, ist auch die beherrschende Höh- des Monte Quarin lmmrtdelbar nördlich Cormons und hiermit der letzte die Ebene beherrschende Aus­läufer des .Hügellandes nordwestlich Görz in die Hand österreichisch­ungarischer Tioisionen gefallen. Im Raume südlich hiervon ist die italienische geschlagene dritte Armee im eiligen Rückzüge längs der Adrialüste. Eine österreichisch-ungarische Torpedo- boolsgruppe, welche slanvierend auf 3500 Meter an fahrend ihr Feuer^auf die i^ebba-Batterien erösfnete, brach.e dieselben zum völligen Schweigen, ohne selbst irgendwelche Verluste zu erleiden. Die errungenen Erfolge sind üm so höhn einzu,rerten, als dieselben bei nebligem Wetter, stet len',reise unter strömen dein Regen, auf den Höhen unter heftigen Schm-ewehen errungen werden "mußten. Die n n g ü n st i g e W i t t e r u n g läßt auch alle Gewässer be­deutend anschwel len, so daß die tnannigsachen Terrenten durch Hoch­wasser bedeutende Hindernisse bilde:..

Bern, 29. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Mehrere Mailänder Blätter erheben bereits gegen die Entente die Anklage, daß sie die Gefahr nicht beizeiten erkannt «und die Deutschen nicht an ben Truppenverschiebungen vertTinderl habe.

-lufgefttndener Tagesbefehl erues italienischen Generals.

Ble rlin^.30. Ott. In einem unter den erbeuteten Papieren der Brigade Jvggia gefundenen Tagesbefehl deS Komm.m- dierenden G e n e r a l s d e s vierten i t a l i e n i scheu Korps, Generalleutnants Cavaciocchi vom 24. Oktober wird u. a. ge­sagt: Kar^NAben von der Ajrtillerie! Die großn, vielleicht ents lei­dende Stande ist gekomMn Der Feind, ohimächtig, die Soldaten Italiens zu übenvälttgen, im Innersten erschöpft, ans der Schwelle der nahen Auslösung, ruft die Deutschen zu Hilfe und wir werden ihin-en die Stirn bieten, diesen Schlächtern der We ln losen die keine Verträge kennen, diesen anmaßenden Träumern von Weltherrschaft, gegeil die um der Freiheit und des Rechtes willen die Welt selbst in Waffen sich «erhoben hat. Keine Sack>e ist gerechter und edlev als die, für die wir kämpien. Mögen sie kommen, die Ab­kömmlinge Arminch sie werden noch mehr des Barus- Legnmäre finden. Rom zerfiel, Italien mit Rom ist wiedererslanden ünd durch! die Kraft seiner Söhne schreitet es voran und hebt sich emvor!

Kaiser Karl an Kaiser Wilhelm.

Wien, 29. Ott. iWTB.) Aus dem Kriegspresseguartier wird mitgerM: Kaiser Karl lichtete am 28. Oktober folgende Te- pesck-e an Kaiser W i l hie l m:

Gestern sind, Deine Truppen in Civrdale eingedrnngen. Heute haben meine. Regimenter meine Landeshauptstadt Görz frunt cf genommen. Es ist mir eine besondere Herzenssach'. in d i eser großen Stunde, dankbar unserer treuen Waffenbrüderschaft zu ge­denken, die mit: Gottes Hilfe diesen neuen gewaltigen Triumph faem birrftc. Tn hist in selbstloser Sachlichkeit meinen! Oberbefehl eine Reihe Deiner prä>-,igcn Divisionen zur Verfügung ge,teilt. Zielbewußt haben unsere Genevalstabe Vor b er ei tun - ge nu n d Aua r i f f e g c m e i n s a m tund erfolgreich durch-ge führt. 2-l0^^dostrraft Deinm Truppen bewies ,ich, lvie immer, als unüber­windlich. Fair alle diese Beweise treuer Bundesgcnvssenschaft sagen K/und meine tapfere Wehrmacht Dir innigsten Dank. Des Mlmäcktigen Gnade ruhe auch weiterhin aus unseren siegreichen Waffen.

_ m- Karl.

Qvr glerchen stunde traf von Kaiser Wilhelm folgender Glucknmwch im Feldhoslager unseres obersten Kriegsherrn ein:

ne unter Deiner Leitung so erfolgreich begonnenen Opera- ttonen gegen die .italienische Armee nehinen einen verheißungs- vollen Fortgang. Ich freue mich, daß neben Deinen sturm Gewährten Isvnzotampftwn in Wasfentreue deutsche .Truppen mit ihrer.An- griffsiraft den wortbrüchigen früheren Verbündeten geschlagen' ha- ben. Ich beglückrvünsche Dich und Deine Wehrmacht herzlich zur Wiederemnätzme von Görz und der Karsthochfläche. Viribus unitis! Weiter nnt Gott!

Oesterreich Pie mächtige Isonrooffensive auslöst, hält es seine Re­gierungskrise an, von der alle Wett geglaubt hat, daß sie eröffnet ist. Zweifellos ist dieses Verhalten nicht mehr solid, aber es gibt dem Sdaatsgebände Ansehen, wenn Heere Kämpfe liefern, von denen inan große Ereignisse erwartet. Leider ist in Rom und Paris die ministerielle Lage recht unklar.

Ein schwedisches Blatt über die Niederlage der Italiener.

Stockholm, 28. Okk. (WTV.) Zu der italienischen Niederlage schreibtNya Dagligt Allehcrnda": Wie sich frül-er das Schicksal Rumäniens, Serbiens und Montenegros erfüllt hat, so scheint sich letzt Italiens Schicksal.zu erfüllen. Der stolze Traum der Wiedermifrichtung der Mittelmeerherrschaft des alten Roms mit seinen reichen Landgewinnen in Kleinasien und Afrika und an der Adriatischeu Ostküste fällt in Trümmer. An die Stelle der Siegesfeste im Stille d'Annunzios steht der MillionenarCador- nas die Vernickttnig bevor. Das Parlamimt der St raste, das! seinen Hetzern so stlürmisch in den unge^c!gen Krieg folgte, droht, dieselben Führer in einer Wistfo. von T'c sie sich nichts träum eit ließen, zur Verantwortung zu ziehen. Es :vird Italien kaum er* spart bleiben, den Becher des Unglücks bis zur Neige zu leeren. Das ganze italienische Heer sieht such voo der Gefahr bedroht, von dem konzentrisch'« vorgel-enden und vom Siegestvillen erfüllten Feinde umfaßt zu werden. Wie soll es unter solchen .Umständen selbst dem geschickten und entschlossenen .Heerführer gelingen, eine neue Front zu bilden? Sckchn hört man italienisch? Stimmen, die die Armee Sarrails zin Hilfe rufen. Aber die Adria ist un­sicher wegen der Tauchboote, und was wird dann aus dem neuesten, rn'hmreicksen Verbündetes der Entente, dein Diktator des unglück­lichen Griechenland, Beniselos? Das griechisck-e Voll würde sicher seine Befreiung von dem fruft't so bewunderten Volkshelden bfa grüßen. Will das italienisch^ Volk dieien Krieg fortsetzen, der es in eine so unbefch-rcibli-h? Not gestürzt hat? Ist das französische Volk, sind dir breiten Schöbten in England Gegner des Friedens? Rein. So sicher wie das Zarentum eil-r «grim,niger Hohn auf die Zivilisation war, so ist die Liga mm wenigen Männer, die noch immer das WortFrieden" verTveigert, eine Parodi ' auf die Demokratie. Der Tftg scheint nicht «nehr fern zu sein, o die Fiktion, daß die rücksichitslose Älllianz zwischen Geldleuten und Demagogen den währen Bolkswillen vertrete, zusammenbriccht. Viel­leicht ma-"/ Italien den Anfang und sühnt einen Teil seiner tra­gischen Schuld.

Ter Eindruck in Norwegen.

Kristiania, 28. Ott. (WTB.) Die gesantte Presse steht unter dem Eindruck bef deutsch-östt-rreichisch-ungarisck?en Sieges an der Isonzofvont, >der, wie ,,Aftenposten" schreibt, militärisch und politisch von der größten Tragweite sein könne. Das italienische Heer stelle größeren Sch'm-erig ketten als jemals lvährend des ganzen Kri-eges gegenüber. Diese Schuäerigkeiden tvürden durch die Re­gierungskrise in Italien vermelnt. Besonders liervor ge hoben müsse die merkwürdige FähiglEit der Mittelmächte werden, die schwachen Punttc des Gegners herauszwiöüden, sie im rechnen Ätugenblick aus- zunützen und ihre Siege idurch eine energische Verfolgung zu ver­vollständigen.

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Die italienische Grenze gesperrt.

V e r n, 29. OTt. (WTB.) Nach Blatt er Meldungen ist die italienische Grenze gesperrt.

Die neue britische Natjoiialparte».

Bern, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich). Die neue britische Na-- tionalpartei hielt am 25. Ott. in der Queenshall bei starker Be­teiligung unter dem Vorsitz Lord Beressorfds ihre Eröffnungsver- samrnlcung ab. Lord Beressord legte eingehend die Ziele der Partei dar und betonte die Absicht der Partei, die Regierung zu stärken und zur Fortsetzung des Krieges zu veranlassen und die deutschen Einflüsse in England cruszuvotten. Die liberale Partei, sagte der Redner, sei disrredittert und bte Uukmifbertixrrtei geworben, Tie

gez Wilhelm I. K.

Englische Versprechungen.

A m st e r d a m, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus London geben die Blätter den Ernst der Lage zu, in der nch Ztalien beftndct. Sie versichern ähnlich wie sie es seiner Zeit Rumänien gegenüber tat-m, daß Italien auf die rückhaltlose Unter- jstr Alliierten rechnen könne und weisen darauf hin, daß eme ähnliche deutsche Taktik schon früher mißglückt sei.T i - m c s schreil't, cs bestehe Grund zu der Annahme, daß die kritische ^.age au der Isouzofront bei der französischen und britischen Re- glcrung cme prompte und sympothische Berücksichttgung finde. Man louuc aus begreiflichen Gründen nichts Posittvcs mitteilen, ober es verlaute, daß der italienische OberbAehlshaber bereits wrne, das; er auf die rascheste utrfo weitgehendste Hilfe, die die Allnertcu gewähren könne, sich verlassen könne.

Die französische Presse.

Bern, 29. Okt. (WTB.) Tie Isonzooffensive wird Don oer s ran z ö ) i.) chen Presse nach und nach mit größerer Bewrgnrs bettachtet. Man veri'ucht den peinlichen Erndrnck dadurch zu verwijchen, daß man die Gefangenenzahlen in den amtlichen Heeresberichten als übertrieben hm stellt und aus guter Quelle wlften tmll, daß das italienische Oberkommmrdo die Linien zurück- nrmmt, um besser und in geeigneteren Stellungen die Angriffe austmigen zn können.Temps",Matin" und andere Zei- ttrngen richten ernen versteckten Vorwurj gegen Rußland. So «chrerbt derTemps": Unsere Feinde l-aben in der letzten Zeit neue Kräfte gemomten, die durch die Passivität der russischen Ar­mee vermgbar tvurden. Der Widerstaiw unserer Feinde in Belgien und. Frankreich wurde bedeutend verstärkt. Gleichzeitig unter- itewnert ine Feinde eine weitgreifeu.de Offensive gegen unseren italienischen Verbündeten. Das sind die beiden einzigen Fronten, aus denen pe he^ttc noch zu kämpfen hoben.Petit P arisi en" vermutet, uas- di? Ossensive einen politisck>en Charter habe und unterirvmmen wurde, um die i;mcren Schwierig-ßLiten Italiensl auszunützen. TerT e m pS" vcrsteigt sich zu folgender Berdre- hnnd' Deitticnland und Oesterreich sind gegeii die italienische Un- svudo.rlsch gceimgt. Tic Offeiisive zeigt öeuttich die Absichten Oesterre cl^. In dem Augenblicke, wo Graf Czernin Nch gestellt hat, als böte er den Frieden, kännte er die militärischen Vorbereitungen, kannte er sie sogar so gitt, daß er die Heraus- v l ^hcr von Italien befreiten Gebiete verlangte und für

^all der Ablehnung mit ber Revision bet Kriegszi cke und dem

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mer svlgt Der Femd redmet damit, daß die p.rrlamentarische Ver- Mrrung deti Wwerstand Italiens schwächt. Im übrigen aber ist Nicht statten allem im Spiel. Tie Schläge, die die Feinde Italien berbnngen, bedrolwn auch Frankreich und alle übrigen Alliierten Gegenüber den Fernden, die ihre Solidarität so laut lwkmmt haben, dars die Enttnte dw eigene Solidarität nickft vergessen.Echo de deutschen Geschütze, die auf Cividale ge- rlchtet smd, lallen keinen Zweifel über das ungrlxnre Klampfziel Ju: Oesterreicher und Deutschen wollen bis itbinc Vorstößen' Das Blatt bedauert, daß die Uutersttitzung durch die Russen in Form,mer Ablenkungsofsetisive wie im Vorjahr? nicht mehr mög- ^Mr, daß rn Flandern und ait der AiSne das fran- zümchc und englische Oberkomtiiando die Italiener fidierCirft ent- , ,"2 ° ttrnal, des Teb 0 ts" schreibt: Dnttichlmid 's .»r i»e Allnertm ein Beispiel, das bäe Aufmerksamkeit der Py. litiker in Amvruch nchnieii sollte. In Tentschland werden die Lebmsmteressen deK Staates der ver,Snlichen EmMndlichkctt Wer- qcordi ec. In dem AuiicMick, wo Tentschland, im Bunde mit

große kommende Partei fei die Arbeiterpartei, Me Mfttonalisten hofften ans ein Znsammenavbeiteir mit dem Arbeitertum und seien auf eine Besserung seiner sozialen utid polittsckien Lage nach dem Kriege bedacht. Havelock Wilson, der Vorsitzende der Seemanns­liga, bedmite wiederum den Entschluß der Liga, die Teutsck-en für ihre völkerrechtswidrigen Verbrechen zu besttasen. Lord Montague sirhrte aus, er komme von drei Fronten zurück, wo alles gut stehe. Trotzdenr sei keineswegs Grtuch für unbegrenzten Optimismus vorhanden. GS gebe Leute, die von einem Friedensschluß in eini­gen Wochen oder Monaten sprächen. Mail dürfe sich nicht in sol­chen Hoffnungen wiegen.

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Eine entdeckte Verschwörung in Paris.

Paris, 26. Okt. (Privattel.) Meldung der Agence Havas. Abends abgehaltene Hanssnchnngen förderten mehrere Niederlagen verbotener' Waffen zutage, die seit Anfang des Krieges eingerichtet sind. Höchst belastende Schriftstücke wurden Mage gefördert. Die Untersuchung ist eingeleitet wegeii einer Handlung, die darauf hinzielt, den Bürgerkrieg zu entfachen >und die Bürger gegeneinander zu bewaffnen.

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Brasilien.

Ria de Janeiro, 28. Okt. (WDBZ Die .Agence .Havas" meldet: Die Regierung hat beschlossen, zum Zweck der Verstärkung der militärischen Organi­sation Maßnahmen gegen Spionage, Unterdrückung der nt deutscher Sprache erscheinettden Zerttingen, die Errich­tung eines Ausschusses für die nationale Erzeugung und die Internierung der Besatzungen der ehemals deutschen Schiffe und ferner Maßnahnren weaetr der Ausfuhr von Geld und mtderen Metallert cm zuordnen.

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Tie Wahlen zum schweizerischen Nationatrat.

Bern, 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich!) Wie dieSch.Meiz Depeschenagentur -rieldet, haben Sonntag in der ganzen Schweiz die Wahlen zum Nationalrat ohne Zwischenfall stattgefundeu. Die Wahlergebnisse lassen keine wesentliche Aenderung in der Zusammmisetzutig des neuen Nationalrats erwarten, in dem die radikal-dentokvatische Regierungspartei die große Mehrhett beibehält. Me sozial- dLlnvkratischen Stimmen nahmen in einzelnen städtischen Kreiseti bedeutend zu.

5eekrüg.

Neue tt-Boot-Erfatge.

B e r l i n, 28. Okt. (WTB. Amtlich.) Auf dem nördlichem Kriegsschauplatz wurden durch unsere U-Boote wiederum 15 000 Bruttoregistertonnen vernichtet. Unter deir versenkten Schiffen befanden sich die beibeit bewaffneten englischen DampferElmsgart". Ladung 4800 Tonnen Zucker, undAdorinha".

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Ein großer englischeeMoniLor schwer beschädigt.

Berlin, 29. Okt. (WTB. Amtlich.) Am 28. Oktober nachmittags tvurde ein uördlick) der flandrischen Küste kreuzender großer englischer Monitor von unseren leichten Streitkrästen überraschend angegriffen und schwer beschädigt.

Der Chef des Adiniralstabes der Marine.

Der englische Bericht über das letzte Treffen an der flandrischen Küste.

London, 29. Okt. (WTB.) Amtliche englische Mel­dung. Sechs britische und französisck)e, in der Höhe dev belgischen Küste patrouillierende Zerstörer sichteten am 27. Oktober nachmtttags drei deutsche Zerstörer und siebzehn Flugzeuge und griffen sie an. Zwei direkte Treffer wurden auf den feindlichen Zerstörern erzielt, die sich sogleich unter dein Schutz ihrer Landbatterien zurückzogen. Das Flugzeuggeschwader wurde durch das Luftabwehrfeuer unserer Zerstörer zerstreut. Jedes Flugzeug warf drei Bom­ben in der Nähe unserer Schiffe ab, die, abgesehen von leichteir Verwundungen z^veter Leute, kernen Schaden an< richteten.

Das aus der spanischen Internierung entwichene U-Boot.

Berlin, 28 Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenturen Havas und Reuter haben die Nachrickst verbreitet, daß der K'om- man.dant des deutschen UnterseebootesU 49" (Werftnummer 293), das von der spanischen Regierung in der Wirrst von La Carraca bei Eadix interniert war, durch sein Entweick>en aus der Inrev- nierung sein Ehrenwort gebrochen habe. Nachdem der Komman­dant in Berlin durch eine besondere Kommission eidlich vernoinmen worden ist, kann festgestellt werden, daß der ihm gemachte Vvr- Nnrf jeder Begründung entbehrt. Nach .dieser eidlichen Llussage l>at der Kommattdant die Abgabe seines Ehrenwortes, nickit zu fliehen, die ihm von dem Generalkapitän von San Fernando, dem Befehlshaber von La Carraca angesonnen wurde, für sich und seine Offiziere ausdrücklich und unter Berufung auf einen Aller­höchsten Befehl seiner Majestät des Kaisers verweigert. Er ist infolgedessen mit seinem Unterseeboot durch Kriegsschisfe und Marinekommandos sckmrs bewacht worden. Auch hat man ihn ver­anlaßt, wichtige Teile der Maschinenanlage und der Steuerung des Botes den spanisck>en Behörden zu übergeben. Trotzdem ge­lang ihm die Flucht, weck er die fehlenden Teile durch Bordmittel ersetzte und den für Instandhaltung der Akkumulatorenbatterien ersorderlick/en Brennstoff erlangeti frmnte. Tie spanischen Angaben, auf die sich Reuter und Havas berufen, sind wahrscheinlich danmf zurückzusühren, daß der .Kvmmartdant für eine ihnl persönlich ge­stattete Reise nach dem nahe bei La Carraca gelegenen San Fer­nando innerhalb der ihm durch den Allerhöchsten Befehl ertcÜten Befugnis ein beschränktes Ehrenwort abgegeben hat. Er wünschte nämlich mit dem Viarineattachee auf der kaiserlichen Botsckmst telegraphisch zu verkehren, was nicht in La Carraca, wohl aber in San Fernando möglich !xar. Für die erforderliche Reise nach San Fernando unb zurück und für den Aufenthalt dort gab er deshalb sein Ehrenwort mit der Maßgabe, daß es mir b\t zu dem erwarteten, aber tallächlich nie erfolgten Eintreffen des Marim- attachees in La Carraca gelten sollte. Da der Kommandant die Reife nach, San Fernanbo nicht ausgcführt hat, ist der Fall, mif den sich sein Ehrenwort bezog, überhaupt nicht eingetteten.

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Be r n, 29. Okt. (WTB.) Der PariserNeuhork Herald" ?nel- M, day ein amerikanischer Transportdampfer tm einem den tschen U-Boot in !der Nähe der französischen KAstr ^chsegriffen wurde. Sieben Matrosen seien durch das Gev schützfeuer schwer verletzt. Durch einen amerikanischen Torpedo­jäger sei der Dampfer bann gerettet worden.

Am teilt

Zur KlmzFrkrisis.

Berlin , 29. Okt. (WTB.) MeNorbd. Allg. Ztg." schreibt: Der Verlagsdirettor derVoss. Ztg.", der sich schon seit läpgerem in ausfallender Weise für .die Person des Stellvertreters des Reickis- kanzlers M. H elfferich mteressiert, besaßt sich in der heutigen AgorgenauSgabe seines Blattes mit der angeblichen Tätigkeit M Helsserickis in der Kanzlersrage. Wir beschränken uns aus die Fesb stellung, daß die sämtlichen in dem Artikel in bezug auf die angeh- liche Tätigkeit Dr. Helfferichs behaupteten und angedeutztten Tat­sachen glatte Erfindung sind. Aus die an diese Erfindung gettrüpftm Insinuationen einzugehen, lehnen wir ab.

Eine Kurland-Ausstellung.

Stuttgart. 29. Ott. (WTB.) Am 10. November wird in Sttittgart eine Kurland-Ausstellung des.Deutschen Aus­landsmuseums eröffnet werden. Die Ausstellung veranscktaulicht ffet weiteste Kreise die geschichtliche, kulturelle und wirtschanlickrc Ent- Wicklung und Gegemoart der Zweitältesten deutschen Kolonie. Me Ausftellnng würbe unter tatkräftiger Mitwirkung der deutschen Militärverwaltung und erster balttscher Persönlichkeiten zusamnwn- gebrachit. Sie.wird im Lause des Winters und im kommendetk Frühjahr in einer Anzahl von Großstädten als W ander an sstellnne gezeigt ^werden.

Aus Hessen«

I. Der Pr o v inzialaus schuß von Starken­burg wies das Gesuch des Joh. Kappes von Tarin- stadt um Schankerlmtbnis für alkoholfreie Getränke ab. weil der Gesuckfsteller mehrfach vorbestraft ist. Eine Klage

ien den Landarmen­

des Ortsarmeuverbaudes Frankfurt . ..

tKxbanb Offenbach wegen Ersatz von Kosten wird anerkannt, eine zweite Klage desselben Verbandes gegen derr Land- arnnenverband Darmstadt wegen Ersatz von Krankenhaus- pflegegeldern lvird abgewlesen.

Der christlich-nationale Arbeltrrkongretz.

Bc r l in , 29. Okt. (WTB. Nichtamtl.) In der heute unter dem Boriitz des Lairdtagsabgeordneten Wallbarnn fortgesetzten Ver­handlung des christlich-nationalen Arbeiter ko ngresses, der wiederum mehrere Vertreter her Regierung, daruMer MmisterialdircktvÄ Caspar und Unttrstaatssekretär von Braun beiwohnttm, sprach der Geschäftsführer Koch-Elberfeld über die dringenden, Aufgaben der Sozialpolitik die auch für die llcber- gangswlrtschaft voranstiehen müsse. Insbesondere forderte der Red­ner die baldige Errichtung von A r b e i t e r ka m m e r n, die Vereinheitlichung und Modernisierung des Arbeiterrechts. In der Ausspr<«l»e ivurden Reformen des Versichermigswesens, nackckräg- ttch? Kriegs!ohuung für Kriegsteilnehmer, das Koalitionsreck^ fitt Lduatsarbeiter und Unterbeamte und die Errichtung von Fach­ausschüssen für Heimarbeiterinnen gefordert. Nach dem östar- reickn>chumgarischen und bulgarischen Muster müßten gesetzliche Maßnahmen getroffen werden, durch die den heim kehrenden fttic* gern die alte Mbeitsstätte gesickert werde, w B o g e l s a n g - Essen wandte sick> gegen die

Beschäftigung von Frauen un Bergbau unter Tage. Von Arveite- nnnenseite wurde eme besondere Gesetzgebung fi'ir Mutter und Kind verlangt Der frühere Reichstagsabgeordnete Wiedeberg trat [irr die Einbeziehung der Sozialpolitik in den Friedens Vertrag ein, damit ow deittschk Industrie konkurrenzfälstg bleibe. Redakteur Becker-Berlin bertckstete über die Kohlen- und Lebensmittel- Verso rgung im Merten Khiegswinter. Unterstnotssekretär v. Brau n führte am SMusse der Aussprache ans, es müsse damit gerechnet trcrden, daß die F l e i s ch menge im laufenden Wirtsck-aftsjahr geringer werde, als sie im verflossenen gewesen sei. Die Brot-t Und K a r t o f f e k r a t i o n werde aber aufrecht erlwlten wer' oen, können. Dre Befürchtung, daß dnvch die Frühdruschpräinie groge wcengen Getreroe verdorben seien, sei unbegründet. Jetzt hcck^ aber, die RerckOaetreidestelle das gesamte betreibe in Händen. Tamit sei die Möglichkeit der Getteideverfttttlnung beseitigt. Die Kartoffelernte sei gut. Es ständan etiva 34.5 Mcklimien Tonnen Kartoffeln zur Verfügung. Eine vorsichtige ^ewirtschif- tung sm trotzdem nötig, da die Kartoffeln auch zur Brotstreckungl und tcUweie auch zur Ergänzimg des mangelnden Viebfuttcr.i dvenen müßten Eine wöchentliche Ration von 10 Pffmd sei daher einstweilen noch nicht zu empfehlen. Die Fettversorgung, cr sehr selpmeng, d:e Oe l f ru chtcr n t c aber so gut daß die CrzQrgung von Adargarure verdoppelt werden könne. Die vor« sejeheneu Biawmhmen zur Erfassung von Milch und Butter