Ausgabe 
27.10.1917 Erstes Blatt
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fiitb, traben sich koch, ganz besonders in den 8 Tagen vor «Schluß der Zei chinMvgsa'nflcrge, außerordentlich viele ländliche Aeictvier auf die Beine flernacht, nw Kri-^s- anleihe zu zeichnen. Diese Wahrnehmung ist überall gemacht rmd anerkannt worden. Ein guter Teil des Erfolges ist der regen und selbstlosen Tätigkeit der Vertrauensmänner- Organisation zuzuschreiben, die sich über sämtliche Land­gemeinden des Kreises erstreckt und 550 Vertrauensmänner zählt. Ihre Arbeit war ungemein wertvoll und hat die besten Ergebnisse gezeitigt. Zweifellos wäre der Anteil der Zeich­nungen vom Lande noch weit höher ausgefallen, wenn die Landwirte die Einnahmen aus den Erträgnissen ihrer Scholle schon in Händen gehabt hätten. Trotzdem ja die Möglichkeit gegeben ist, Kriegsanleihe zu zeichnen, auch rvenn das Geld noch nicht bar auf dem Tische liegt, zögert der konservativ gerichtete, solide Sinn des Landmannes, zu zeichne?:, bevor er im sicheren Besitz seines Geldes ist. Gerade bei dieser letzten Kriegsanleihe sind, nach­dem die Zeichnungsfrist, abgelaufen war, noch große Zahlrmge'n für Obst, Kartoffeln, Frucht usw. abge­schlossen worden, die sicherlich, auch der Kriegsanleihe zm geführt worden, würen, \vmn noch eine Möglichkeit bestanden hätte, Gelder zu zeichnen. Es darf immer wieder freudig hervorgehoben werde,i, daß die bäuerlichen Kreise als Zeichner von Kriegsanleihe hinter den Städtern in keiner Werse zurückst ei-en.

** Stadttheater. Mn-rt Lrndners DramaDie Blut ho chzoi-k", das in der nächsten Dienstag-Abo-nne- wentsvorsteuung gegelxm wird, dürste nach den eingehenden Proben unter der Spielleitung des Herr?: Stengel in einer lehr ausgeglichenen Vorstellung zur Aufführung gelangen. Das Werk, das früher von denMeiningern" und vmn Berliner Deutschen Theater oft und mit außerordentlichem Erfolge gegeben worden ist, behandelt das TL-ema der Bartholoniäusiracht. Die Urans ftihrung der neueii 5üo- nrödieDas Recht auf die Frau" von Harry Pvhft mann, die für den 6. November vorgesehen ist, wird dadurch besonderes Interesse gewinnen, daß Eugen Klopfer, der vor­zügliche Darsteller des Frankfurter Neuen Theaters, für die tragende Herrenrolle als Gast vervflichpet toerden konnte.

* Tas Großh. Hessische Regierungsblatt Nr. d\, ans gegeben am 25. Oktober, hat folgenden Inhalt: X. Aus- tichrrings be,lilnnnmgml zur Bundesrat sveiwrd?r?u? g über Saalkar- tosseln aus der Er?rte 1917. 'so. 251). 2. Bekanntmachung über den Handel mit Gänsen. S. 253). 3. Beüiirntmachung ül^r Geinliseoeriiorgiaig. (S. 254). 4. Bekam: tmackpmg, Durch­führung der RcickF>vwsick>wungs>ord?:itng betrefserw (S. 257). 5. Betanntninchung, KleinhandelsHöchstpreise für ^tarioffebi betreffend. (>L? 258). 6. BeMrntmachung, Erzeugnisse aus Gänsefleisch Und Gänsckleberu betreffvnd. (S. 258).

** Die deu tschen Einheits s chnhe. In

VermnchtES.

Fc. An s Franken, 26. Eine größere AaA vvn nvcn des Bezirks Uff anheim hrben sich bereit erklärt, farrtpTKU* ^wu Preise tttm vier Rüark pw Zentner fvä Bntädestvtion furo« ärmere Beovlkermr<f von Großstädten zur Verftv-ung zu stauen. Innerhalb kurzer Zeit ,varen bereits .'XXX) <)entner zoß»uUU>2r, wovv.uaus rmzeline LaitdwirLe, rv-u' Ctäotwm Schuck in Wchkersh oftn und Sckpub in Frankeirberg, beide aus -Oberhessen stammend, Liesevungen vor, -500 bzw. 300 Zentner enrsaüen.

* Ein Bund der Freunde deutscher Künste Eine neue Zeitschrift ..Deutschlands K u n ft" Wird im Anftwge des Bundes der Freunde deutscher Kunst herausgegeben. (Geschäfts­stelle für Auskunft nnd Anmeldung Leidig, Gabelsl-ergerstraße 1). Diese unter dem Vorsitze des Leipziger Universilätsprofessors Ge- heinrrat Schmarsow gegrrrndete Vereinigung, zu der Kirnst-' gelehrte, Kmiftfreundc und Künsller gehören, null gute deutsche Künst pflegen und dazu beitragen, daß sie im Volksleben die Be­deutung und das Ansehen erlangt, das sie haben muß und das ihr zusteht. Den Zeichnen der Kunsitentarttmg soll ebenso begegnet werden wie dem verderblichen Einflüsse eines unfähigen Kritiker- tumos, das durch Schönrederei unb scheinbaren Tiefsinn die Bo- griffe verwirrtrrnd anstatt zur Kunst binzuführery diese den Laien nur entrückt. Auch gegen sonstige Schädigungen des Ansehens und des Fortkommens deutscher Kunst will sich der Bund wenden.

* Der Plan eines deutschen Leder-Museums^

LebenHmitLelmarren.

Für die Zeit vom 29. Oktober bis 4. November 1917 haben nachstehende Levensmittelmarken Gültigkeit:

Brotmarken der 44. Woche, gültig von, 29. 10. - 4.11.1917 Butt tmarken 44. , 29.10.-4.11.

Fleischinarken , 44 . ^ » r 29. 10. - 4 . tl.

Wurßmarken, der 44. u. 45. w w 29.10.-4.11.

Kartosselmarten , 44. ,. 29.10,-4.11.

Seiseninarken für den Monat Oktober bis 31. io. und für den Monat November ab 1. 11. 1917

Ein ttmtansch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.

Neuanmetonngen und Anmeldung von Neugeborenen haben iittsnr'it unter Vorlage der nötigen Ausweise auf dem LebcuSmittelarnt zu erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stabt und W gziige von Gießen stad i« den zuständigen Bezirken auzumeiden.

GeschäftSstnnden des Stadt. LebensmiLtelamteS von 912 Uhr vorm., 24 Uhr nachm.

Markenausgabe iür Urlauber:

Sonntags von 1012 Uhr vormittag».

** Käse-Bert-eftlung. Mit der Ausgabe der Butter am Montag dem 29. und Diensr-ag deu 30. Oktober kommt gleichzeitig .Käse au die Versorgungsberech'igten des Be­zirks l zur Verteilung. Näheres siehe Belanntmachung im Äuzeigen.eil.

** VerteiluuH vvn Kaffee-Ersatz. Auf den BGugsabschnitt Nr. 1 der Lebensmittelkarte wird in den: nächstem Taigen durch die Kleinhandelsgeschäfte Kassee- Arsatz verausgabt. Siehe Bekanntmachung.

** Nährmittel-Ver Leitung. Auf die Bekamtt- machurrg des Oberbürgermeisters im Anzeigenteil der heu­tigen Nnnrmrr wird htngewiesen.

** Verkehr mi L Eiern. Die Frist für die Erfüllung der Mlieferungsp flicht ist bis Kmn 26. Februar 1918 ver­längert wordeir. <Äehe Bekanntniachuug in heutiger Nummer.

** lieber Hausschlachtuugen smd eine Anzahl Vervrduungen erlasien worden, dre im Anzeigenteil der heutige,. ^'Nummer vervfsentlicht und eiirzusehen sind.

** Sperrzeit van Tauben. Die Besitzer von Tauben werden cnlfgefordert, dieselben während der Saat­zeit bis zum 10. November einzuhalken. Siehe Bekaunt- machung.

Un-esteSbare PsftsendNngen.

D« wndercholt be^amrt gegebene Bestimmung, nach der Briese wkIj i>em neutralen ^?lusl<rnd uüd nach Elsaß-Lothringen offen aarsKuk'. 'ern find, findet allgerneir, nicht die gehörige Äeachttmg. Derart, gi' 'versä)i! offene Briefe iverden nicht befördert. Sie werdm den, Absender alsbald zurückgeykLen, fasern er auf dem Briest,m- sthloLfe seine Adresse angegeben hat: andernfalls werben die Briefe durch den Ausschuß für imbesdeLlbare Postsendungen bei der Ober- Pos, urekston zwecks ErmittAirng des Absenders geöffnet und, falls der Absender nicht zu ermitteln ist, als imbefteNbar behandelt.

Biel rach wird auch die Bestimmung, nach der zurzeit das BersMden- bre Anstchtskärten Wem Otöötot usw. nach dem Ansland nich; gestattet ist, außer acht ftÄaffen. Die erwäHntaii Karren, die 'von der BeiArdenM-g auisgostA-ossen sind, werden, in jedein einzelnen Fälle dem Absender Mgesteklt, wenn er auf.der Sendung seine ge­naue Adresst anOegvben hrt; andernfalls bleibt sie unbestellbar.

Iw. Vorigen loerden die rniederholt ergangenen Hinweise, nach denen aus aLen F«DtE»lÄMrg«u stets die genaue Adresse des Empiiim-gers und die voÄsbSndiM Adveffe des Absenders (Vor- Mb Aunamen, Wohnuny, Straße und Hausnummer) anzu geben ist, aivcki noch nicht gehöre beachtet. Jnfölgedessen bleibt jetzt nocl) eine «erhebliche Anzahl FeldposAanten, Päckchensendungen .und Sen­dungen mit Zeitungen, die die vorgeschriobeire (b^vicht-sGirense bis 10 o/o des .Höchs^wich^ überschreiten und die oft unfrankiert auf- geliefert werden, nncmbrinchich NnWol'fttÄndig'e Angaben rn und aus bei, Senidimgen tzmsichTich der Adresse des ^k>s«nders, z. B. Ettern Schwester, Tante, usw. genügen nicht zu deren Ermittelung^

Unter den -nanbrrnslychen Postsendungen bestnden sich, eine »größere Anzahl Ansichls- imd Fe»poMrt«n, die nach Maus der uavgeslchrieli.uim Lagerist mit dm, übrigen inrbestellbM«: Brres- senduirgen usw durch Feuer Wern ich bet nierden, roeck weder die Empfängn noch die Llbstmder zu ermitteln sind

Wieviel UuanuchmliichMten mögm wohl infolge der Unan- brirmlichkeit der Salbungen den Empfängern und deu Absendern erwachsen sein! Auch manäier ungereche Vorwnrs ist wohl gegen die Postt'erwaltimg und deren Beamte erhoben loorden!

Es werden daher wiederum die wiederholt bekannt gegeben»! Destininurnaen in Erinnerimg gebracht, nnd dein ^ Publikum wird aus diesem Llulan von neuem drin«iend emps^h'en, stets die genaue Adresse des Empfängers Und die vollständige Adresse des Absendes ans und in !>en Sendungen hLndschristAch loder dirrch Abdruck emev Stempels an zn geben, damit die Sendiu^g bem Abserr^ znE- gegebeu werden kann, falls der Empfänger nicht ermittelt wird.

*

** Am tliche Per sionalnach richten. Dm

hat arn 10. ,Oktober dem Lehrer IvlMrnes 'Braver m K^is Benshüm, anläßlixii, seines .rOjächrigei, DcmättubrlanirlS me Sbmc -mir Ritterkreuz 2. Klasse ves V»d:elff^,sM)ckwPsdes GvovimÄa-n verliehen. Das Etwenze^ckx,, strr -^Uluder ,br»- wiMzer Feu. rroehren wurde verliehen: MlhÄM Busser. Wrl Helm Beck, Karl Mitth, Angnst Beck, Gomg ÄMrde^r^Smgust Bullvnger, QMm Buck, Ernst Schöll und Otto B.eck,, amtlich.,^ Wimpfen; Johannes Füller, Eiml Säineider und OlwLarmc! sLnu-kich zp Friedberg. - - Wilhelm Schälw aus 2^ J Üäm 31. Okdober 1917 an zunr ^ÄhceibOäMen bei dem Finanz- «mt Gießen ermmutt worden.

** Der Oberhessische K'unstver. in beginnt nE»e Wache wieder mit seinen regolnräßigm Airssvellimgen. ^.-ie erste Au fstellung wird dir Eusl-aw-Boct-Stiftung zeigen, ivrlchr, --"liewm 60 Gemälde der bekanntesten Kiinstler austoeist. Nach dieser solgl eine Ausstellung Frankfurter' M'vnstler.

de

sannnlung der pfälzischen Schulswarenhändler in Neustadt a. H. Der jetzt in Offenback> gezeigte Grundstock eines geplanten Ledern wurden bemerkenswerte Mitteilungen über die neue Verteilmigs- tm' ck» r ' ' M " " '

art der Schuhwaren gemacht, die nunmehr durch 16 über ganz Deutschland verteilte SchuWandelsgesellschäften erfolgt. In Zu­kunft werden nunmehr 10 ProzeiU der Schuhe aus reinem Leder hergestellt. 90 Prozent der Fabrikation stellen Einheitssäprhe dar, bestehend aus einem iniprägnierten Papierstoff als Einsatz, aus Leder als Bpsigtz und «jus einer leichten Holzsohle. Der Brrttto- verdienst des Händlers beträgt 29 Prozent, von denen 6 Prozent an die Organisation abzngebeu sind, damit die sttlliegenden Grossi­sten entschädigt wevden können. Schars getadelt nmrde in der Ver­sammlung, daß die Nvgierimg auf Koste:: des Klernl)andels wieder dem Großkapital Vorschub geleistet habe.

** Die Entwicklung der Eisenbahnverkehrs- einnahmen während des Krieges. Der Personenverkehr'

«per Deutschen S4aatsl>alMrn hatte in den letzten 12 Friedensmonaüm (August 1913 bis JWli 1914)'bie höchsten bis dahin erzielten Ein­nahmen gebracht. Im 1. Kriogsjalp-e (August 1914 bis Juli 1915) blieb demgegenüber die Eiimahme uin 32,1 Prozent,, im 2. Kniegs- jahve um 21 Prozent zurück; dagegen hat sie in dein jetzt' abgelause- nen 3. Kriegsjahre jenes hohe Friedensergebnis nicht nur wieder erreicht, sondern noch um 5,3 Prozent überschritten und einen Be­trag von 1061 Mllltonen Mark >erbracht. Der Güterverkehr, der im 1. Kriegs ja ft gegen das auch hier einen Höchststand zeigende letzte Friedeusjahr um 16,3 Prozent zitrückgeblieben war, holte das Friedensergebnis bereits im 2. Kriegsiahr wieder .ein, um es im 3. Kriegsjahr mit 2404 Millionen Mark nur 8 Prozent zu über­schreiten. In diesen Zahlen sind die Einnahmen aus dem Mititär- verkelu mit enthalten; sie betragen aber im Durchschritt der drei Kriegs jal?re nur V$ der Gesamtein nahmen. Welche Bedeu.ttrng der fortschreitenden Entwicklmrg des Ei;enbalmverkehrS in diesem Kriege beizulegen ist, zeigen besonders auch die Einnahimen des August 1917. In diesem, Monate hat der Personenverkehr gegenüber Äugkust 1916 um 30,6 Prozent, gegenüber August 1913 den letzten, zum ,Bergleich lMairzuziehenden Friedensmonat um 14.1 Prozent, der Güterverkehr gegenüber 1916 um 11,6 Prozent, gegenüber 1913 um 19,1 Prozent zugmomirren. Das sind gewaltige Zahlen, die für die ungeschvächte Kraft unseres wirtsckiastlichen!

Lebens ein vollgültiges Zeugnis ablegen.

** Im Hotel Fürstenhof, Gießen, findet Samstag mrd Sonntag KonOwt statt. Siehe Lljnzeige.

Landkreis Gießen.

i. Ettingshausen. 26. Oll. Karl Mohr, Sohn des Wil­helm Mohr, tvnrde rnit der Hessischen Tapferckeitsmedaille aus­gezeichnet. Der Baterlandspartei trateir eine Anzahl hiesrger Ortsbürger bei. < . r

** Hattenrod, 27. Oft. Lairdsturmmann Ludwrg G.reb wurde mit dem Erftrn-en .Kveirz 2^ Klasse ausgezeichnet. Er ist bereits im Besitz der Hcssffchm Dapefrkeitsmedaille.

.m. Holzheim, 27.OT. Musketier Wilhelm" Klee von hier.der zuletzt in einem Iirfvnterie-Regiment in Flrurdern kämpfte, wurche mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet.

** Krofdorf, 27. Ott. Urtterosfizier Schneider, Sohn des MauDcrmeisters Sämerder, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl.

Kreis Schotten.

** Laubach. 27. Oll. Der Gefteite Ludwig Hojel vvu hier, Inihaber des Eisernen Kjeeußes 2. Klasse imd der Hessischen!

Dapferkeitsniedaile, erhielt in Flandern das Hessische Elnenzerchen in lAsen.

Kreis Friedbrrg.

Q. Bad-Nauheim, 27. Okt. In der letzten Zeit wurden in einer Billa in der Frankfurter Straße Und in einem großen Fremdenheim in der Linden-Stralch eijngebrochen. In oeiden Falten stahlen die Diebe LebensNiittel und Kleidungsstücke. - Smntllche Kolmnalwcrrenhpndlungen unserer Stadt haben beschloffen,, ff/re Gesck'iäste von rrächsten Sonntag ab \m o Uhr vbends M tckcheßm.

Eine pvaktffck'se Art. den ^GaSmnbranck) ztu regeln hat das Epche Lickpoerk gefunden. Vor Beginn eines jeden Monats wrw Mm Gasverbrancher sswiftlich nritgeteilt, wievi,A Gas ne pm wrw malen Preis ipt koinlmmrdcm M»nat btenrum bzw. verbrauche: können. Aftd oie festgesetzte .KudikmelerML ein Zuschlag von 50 Pftnckig fttr ichen .KüknhEler öes Mvifa Verbrauchs erhoben. Die Bevöchnungsskala ist mit möglichster Be­rücksichtigung der eiiizelnen VerhILtnistse ausgestellt nnd die Ver­braucher sind mit dieser .Regelung dies Msverbrauchs/ bei dem! die geforderten 20 Ersparnis in der Gesamtheit auch,

erreicht'werden, recht Mftieden.

-- Dil b e l, 27. Okt. Die Sanrmlung für die Weihnachtssen- düng der im Felde stellenden Bllbeler Söhne mwb naliezu 700 Mk Gefreiter Otto Kühn rmipde unter Beförderung zum Unter offizier mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt bei gleicAeitiger Besördevung zum Unteroffizier der Gefteite Karl Kühn.

Kreis Wetzlar

Fc Wetzla r , 27. Oll. Heute begeht die hiesige Untewsfizicr schule die Feier ihres 50jährigen Jubkläums. Um 11 Uhr vorniit tags findet auf dem Kasernenlwf der Anstalt eine Parade strttt, an der die Bürgerschaft der Stadt btziwohnen Kam. Tie Unter­offizier schrrle wurde vor 50 Jahren in Biebrich a. Mnm ms Leben gerufen. _

Hessen-Nassau.

Museums, das nack dein Muster de^ Deutschen Buchwioerbo- Mffeimis in Leipzig ausgebaut werden soll, läßt bereits die OKiebv» virng der Hauptabteilungen er keime?!. Die erstp Abteilung enthält, nach dernPrometheus", Gruppen pravcrrietter Tiere, deren Häute Ür die Ledererzeugung in Frage ko-nnnm. Weiterhin sollen vöhö Häute, Gerbstofst und chemische 'Appr^turmittel zniaurnrengestellt werden. Durch nnlloskopisch'ie Präparate soll die' Betrachtung der Sckiäden, und Krunll-eiten der Tierhäute ermöglichst loerden, die Festigkeit läßt sich an Hand von Sclstchf- ?md Zerreißproben er^ kennen. Besonders mtevessant dürfte die Msteibun.?: vvrdcn, m dev die charakteristisch/ nationale -Asrt der Ledeiwevarbeitung in den verschiedenen Länder?: gchetgt wird. Hierher gehöre?: auch dkß einzelnen TMllnsken der Lederbehandttmg. Endlich sollen eine Sammlung von Instrumenten, von den neuesten Maschinen und Werkzeugen, eine Bibliothek und photographisches Material doiS Museum vervollständigen.

* Ein Kolumbus-Denkmal in Sevilla. Auf An^ reguug der ZeitungEl Liberal" in Sevilla wurde eine öffeittliche: ~ammtimg veranstaltet, deren Ertrag für die Herstellung ellves^ großzügigen Kolnnttns-Tenkmals bestimmt ist. Tie mit der Arbeit betrauten Künstler sind ein Architekt idifb- ein Bildharier aus ' evilla. Das Denkmal soll sich inmitten eines Bassins erheben^ as> die schönste Promenade Sevillas schmückt imb das gaW in

der Nähe des Ortes liegt, ?vo die berühmte Seviltaner Messe abgehatten wird. Auf dem aus dem Becken auftarrchenden Unterband erhebt sich das drei Meter hohe Pichdestal. das ztvei 2 l /i Madsc- lhohe Säulen trägt. Aus diesem ruht ein Gesims von 2Vs Meter, auf dem wiederum die Kotossalftgur eines Löwen thront. Die Gv, amthöbe des Teukurals soll 24 Meter übersteigen.

* E i u Quadratkilometer Obst. Die Marmeladefabrük^ vn Zwischeviahn in Oldenburg Irat aus einen: ftwa eine Qnadrat^ kilvmeter großen Platz solche Menge:: von Obsti anfgestapelt, daß man das Obst schvn von weitem riechen kann. Es sollen. dort mehrere hrmderttausend Zenttwr Obst, das aus dem Osten ' des! Reiches stammt, der hoffentlich rechtzeitigen Verarbeitnugf zu Marmelade harren:.

Vriefkaften der rievaktion.

Musutzme Anfragen bleiben uubeeüi7fichttOt^

G. 5. Neue Kapitulatione:: dijrfen im allgemeinen im Rallrnen Friedensetats abgeschlossen werden. Als Kapitulanten jind, abgesehen von solche?: in Schreiberstelle?:, währeitd des Krieges nur kriegsver.vendu?:gsfälstge Mannschaften anzunehmen und durch de?: nvobilen Friedenstruppeuteil ^n verpflichten. Sie köm:en auch für Rechnung von Gemeinen-Kapittckantenstellen des Friedensetats an- genmnmei: -iverden. Es dürfen Kapitulanten auch drnn angenonfintm werden, nrenn ckeine Friedenskap:t?:lantenstlKlen frei sind oder in absehbarer Zeit frei werden, in diesern Falle jedoch ?mr unter Vor­behalt und n:it den: ausdrücklichen Hinweis, daß sie erst dann als Kapitulanten gelten, wenn sie in eine freie Friedens kapillrlmttsr-^ 'teile eingereiht lverden können. Die Ka?sttulat«nSverl)andlnng wird bei dem Truppe?tteil au f geno m men, dem der Mann zur Zeit angehört; ihre Bestätigung dagegen erfolgt bei dem Truppew» teil, mft dem die Kapitulation eingegangen ist. Zu diesem! tritt bet Kapitulant im allgemeinen erst nach der DeinobilMachung über.

Lrfatzrefervift H. Die Gewährung von Schulgeldbeihitfe ist an den Nachweis |ber BMÜrftigkeit gebunden. Anträge, de?:en GeburtS-^ Daus- und JMpffcheiU sowie die Quittungen über das iiazahtkrj Schulgeld beiznfügen sind, werden mn einfachste?: vo-?i dem arwi berickenen Vater bei seinem Truppenteil gestellt. Ebenso kann auch die EhesrMi bei dem ilTves Wohnorts zuständigen Garrckson-Schub* Ausschuß (Wer 1. Ers.-Batl. Inf.-Regt. 116) Aitttag stellen.

dz H a 11 : n g e n, 26. Oll. Der Polizeisergeant Deist und der Gendarmeriowachtmeister GAdmacher traft?: in der Nacht um 1 Uhr m der stockfinsteren Steinhagensttaße mrt km Männern zuprinm«? bie ihnen verdächtig iwrkamo?:, und die sie deshalb um :hren 9lus, i»eis ersuchten Statt der Antnvrt fielen kurz hmternncuvder fünt Sktzüsft u?ld beide Bemnten nEzten sich aus der Straße in :kpem Mutt 'Der Polizeiser,ieant war fast aus der Stelle tot, und der Geiwarm eriewachttneister durch drei Bauchschüsse so schwer ver- wilndet daß sein Ableben jeden Atrgenblrck erwartet tvcrden bann ,OT a M., 27. Oft. Ein hresHger Schrnner?nn,ter sand

dieser Tage aus seiner Bestelltaftt fvlgenden Anftvag:Bitte sofort einen Sara für Fwau (folgt Namen und Wv-h?rung-> Du ^-ack« i?'t sehr eilig " der Master in der bezeichneten Wohnung

L'Z & m W die b« S«B MW batrlft SSr rirfSifl bie 53b. 3>nr »inte, bet ten amtmm Stmd»

brütt bat Sumte WSh-r

-- Kassel 26. Oll. In !der vergan>ge,en Nacht :ft der Dv«- tor der Kgl KunH»5ademie, Pros. Hmrs Olde-, ll:rz nachdem « tüe Nculchckit von dem .Hekdentode seines ältesten Salmes erholtem l^attc «starben. Der Verstorbene, der :m 63. Leln-nsiapre i.and. llürtte ftit 1908 lnei. Vorher war er Leiter der Kun,takadeaue u: Weiurar. Professor Olde erfreute sich als Land, chastsmaler emes «rusgVMchnretze?: Mchas.

Letzte rrachvichten.

Die innere Lüge.

Berlin, 27. Oll. Das ,.B. T." schreibt: Die nächste Be-t sprechunlig der Parteiführer wird, wie tvir ersahrerr, ain nächsten Mittwock) stattftiü>en, keineswegs früher. Bis bahvr Werden nach dem ausdrücklichen Beschluß der Konferenz von seiten der Volksvertreter keine Schritte unternommen werden. Man will vielnwhr die Entwicklung der Dinge abwarten. Auch besttmnttr Vorschläge von Känzlerkandidaten toerden, wie nochmals verftcherd wird, vo?r den Frallionsführern, in direller Form wenigstens, nicht gemacht werden.

In einem Teil der Presse war dem Vizekanzler Dr. H e l f fe -- ri ch nrcshr oder weniger deutlich vorgeworfen watt>en, er versuche bei den Parteien und auch.in anderen als parlamentarischen Kreisen^ zu gunsten des Verbleibens des jetzigen Reichskanzlers in seinem Amte und damit wohl auch zu gunsten seiner eigenen Stellung zu vermitteln. In der letzte?: interftallionellen Besprechung^ kam die Rede mrch auf diese Gerüchte, und der Älbgeordnete Kionvav Haußnrann, der ohnehi?: eine Unterredung mit Tr. Helfferich hatte, wurde beauftragt, im Namen der Parteiführer den Bizv- kanzler Tr. Hetfferich auch über diese Vorwürfe zu befragen^ Wie wir hören, hat Dr. Helfferich mit aler EntMs-« donheit in Abrede gestellt, irgendwie in der behauptetes oder in einer ähnlichen Weise tätig gewesen zu sein.

Das Zcntruinsorgan, dieGermania" schreibt: Es darf heute als feststehend angesehen toerden, daß die imierpolitische Krise in dieser Woche ihre Lösung noch nicht finden wird. Die Entscheidung soll nicht überstürzt werden. Damit kann Und wird gewiß jeder einverstanden sein. >Aück, die ReickiStags^ Parteien hüben, wem: sie eine baldige Klärung auch! als dringend^ notwendig bezeichnen, nichts weiten im Auge, als die Berschleppunqt emer Lage hintanzuhalten, die Ms von dljchang an als unhaliftar erkannt und die sie hntte nvchi genau so ansehcn.

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