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25.10.1917 Erstes Blatt
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m. 25 \

Erster Blatt

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rohes Hauptquartier

Oktober.

MTB.)

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

In Flandern drängten unsere Truppen

durch Gegenangriff den Feind völlig aus dem

in u n se r e r A b w eh r za ne n o chb e s e tz t e n S1 r e i fe n ^mSüdhangedesHouthoulsterwaldeszurück.

Gefangene blieben irr unserer Hand.

Im Kampffelde von Draaibank bis Zandvoorde nahm nachmittags das Feuer wieder erheblich zu. Neue Angriffe

erfolgteir nicht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die Franzosen begannen gestern in zwei Teilen einen Gwtzangriff am Che min des DLines von dem Ailette- srmrd, nördlich von Vauxaillon bis zur Hochfläche nörd­lich von Paissy (25 Kilometer).

Dre vormittags südlich des O i s e - A i s n e k a n a l s sich entwickelnden Kämpfe führten zu schwerem, wechselvollem Ringen zwischen der Ailette und den Höhen von Ostel. Der frühmorgens gegen Misere durch sechstägiges heftiges Feuer zerstörten Linien anstürmende Feind fand starken Widerstand und kam wegen schwerer Verluste nicht vorwärts. Erft einem später nach neuer Vorbereitung geführten und durch zahl­reiche Panzerwagen unterstützten Stotz frischer französischer Kräfte vom Westen her auf Allemand, von Süden h.r auf Chavignon gelang es, in unsere Stellung einzubrochen und bis zu diesen Dörfern vorzudringen. Dadurch wurden die da­zwischen liegenden Stellungen unhaltbar. Bei der Zurück­nahme der Truppen aus den^ in der Front zähe gehaltenen Linien mutzten Mich vorgeschobene Batterien gesprengt und dem Feind überlassen werden. Die Franzosen drängten scharf mch. doch wurde durch das Eingreifen unserer Reserven der feindliche Stotz nördlich von Pinon bei Daudesson und dem hart umkämp.ften Chavignon aufgefangen. Weitere Fort- Matte blieben dem Gegner versagt.

Die gleichzeitig auf der Hochfläche beiderseits des Gehöf­tes La Rohere (südlich von Filain) eingesetzten Angriffe mehrerer französischer Divisionen scheiterten trotz wieder­holtem Ansttrrm unter den schwersten Verlusten.

Abends schritt nach mehrstündigem Trommelfeuer der Feind zwischen B r a y e und Ailette zum Angriff. Zwei­mal stürmte:» dort seine Truppen tiefgeglicdert vor. Im Ab- »vehrfeuer und stellenweise in erbittertem Nahkamps brach an dieser Front der Stotz der Franzosen völlig zusammen.

In örtlichen Käurpfen setzte sich die Schlacht bis ttef in die Nacht fort. Sie ist bisher nicht wieder aufgelcbt.

Unsere Truppen haben sich heldenmütig geschlagen.

Auf dem östlichen Maasufer spielten sich tagsüber süd­westlich von B e a u m o n t größere Kämpfe ab.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Zwischen dem Rigaischen Meerbusen und der Düna nahmen wir in den Nächten bis zum 22. Oktober ohne Störimg durch den Feind unsere in breiter Front vor die bauptstellungen weit vorgeschobenen Sicheriingstruppen zu­rück, die in-erfolgreichen Gefechten den Russen den Einblick in unsere Hauptstellung seit Anfang September verwehrt halten.

Mazedonische Front.

LeÄhafte Artillerietätigkeit nur westlich des Ochrida- stes und vom Wardar bis Doiransee, wo Vorstöße der Eng­länder abgewiesen wurden.

Italienische Front.

Die Gefechtstätigkeit in Tirol, Kärnten und am Jsonzo sist Merklich aufgelebl

Deutsche Artillerie hat in den Feuerkampf einstsgriffen. Deutscheundösterreichisch-ungarischeJnfan- 1 e r i e hat heute morgen bei Flitsch, T o l m e i n und im nördlichen Teile der Hochfläche von B a i n s i z z a die vorderen italienischen Linien genommen.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Der Abendbericht.

Berlin, 24. Okt., abends. (WTB. Amtlich.)

Zn Flandern starker Feuerkampf, am Chemin-des- Dames nur geringe feindliche Artillerietätigkeit. Die Fran­zosen haben ihren Angriff nicht fortgesetzt.

Im Osten nichts von Bedeutung.

Air der italienischen Front nimmt die geniein- sanre Angriffsoperation den beabsichtigten Verlauf. Bisher sind einige tausend Gefangene gemeldet.

enfwe gegen

Er hatte nicht nur Truppen genug, um das glorreiche Unter- nehmen gegen die Inseln vor dem Rigaischen Meerbusen ernLuleiten, sondern er konnte zugleich zum Schlage nach Süden ausholen. So hat er nicht nur die strategische Ini­tiative behalten, sondern er übt wieder einmal seine die Ueberlegerrheit der Zentralmächte enthüllende große Span­nung auf die Gegner aus, was qv jetzt tun werde und was er nicht tun werde. Asqiuith und 'Erey reden. Bon unserer Seite aber geht jetzt statt Friedensrederei eine Drohung mit Taten aus. Es ist überaus nützlich, daß die neue Offensive gegen Süden hin in die italienische Kabinettskrisis hineiir- spielt! Was sich offen und deutlich kundtut, ist dies: unsere Fronten im Osten können, wenn sre auch natürlich noch nicht frei geworden sind, doch wegen der Ungefährlichkeit des russischen Wider st and es mehr und mehr ab­gebaut werden, und die freigewordenen Kräfte sind als Trümpfe Htndenburg und Ludendorff in die Hand gegeben.

Die Lage ist neu und interessant, und wenn wir den Eindruck voll bewahren und auch nach außen hin fördern wollen, so müssen unsere innerpolitischen Krakehler zur Ruhe verwiesen werden. Denn wenn es vor. ein paar Wochen un­vermeidlich war, daß die Parteien sich regten, Erörterungen gepflogen, Forderungen gestellt wurden, so ist dies jetzt ent­behrlich nicht nur, sondern unfruchtbar und schädlich gewor­den. Mit berechtigtem Spott geißelt auch dieKöln. Ztg." das Gebaren der Kanzlerstürzer und -Sucher, die erregt auf ihren Kandidatenlisten herumtasten und sich in immer größere Verbitterung verlieren.

Eines der Blätter," so schreibt dieKöln. Ztg.",schämt sich sogar nicht, das deutsche Nationalgefühl vor dem Auslande so zu pvostituieveii, daß es sich zu behaupten erdreistet, Herr von Kühl mann, der Staatssekretär, den der Kaiser ernannt und be­rufen hat. sei der Kandidat Englands für das Kanzleramt. Aehn- lich wenn auch weniger rauhbering, sondern vorsichtig in Waden­strümpfen . Ersatzware marschiert die Linke auf. In hübscher Selbskironic hat das der Berliner Vertreter der Frankfurter Zei­tung in diesen Tagen geschildert. Die Anwälte dieser Richtung nen­nen sich bekanntlich auf Grund des zum Spott des Auslandes ge­wordenen Friedensbeschlusses vom 19. Juli stolz: Tie Mehrheit. Diese Mehrheit, so sagt dieFrankfurter Zeitung", sei weit davon entfernt, für sich das Recht in Anspruch zu neh­men, aus ihrer Mitte einen Kanzler zu bezeichnen, sie sei viel zu Bug, sich eine solche Verantwortung aufznbürden, sie taste das Recht des Kaisers zur Ernennung des .Kanzlers nicht an.Aber," so fährt sie fort, es ist der demokratische Pferdefuß, der mit diesem Aber das Kaiserrecht zu Boden trittsie setzt voraus, daß, ehe er ernannt wird, man sich, was ja auch die Klugheit gebieten sollte, mit ihr in Verbindung fetzt, um zu hören, ob sie glaube, daß, der zunt leitenden Staatsmann Bestimmte mit dem Reichstag wird gedeihlich tziusammjenwirkcn können." Man sieht: rechts und links Hose wie Jacke, oder gehüpft wie ge­sprungen, würde der Schwabe sagen. Angesichts dieser Aristvkrati- sierung von rechts und solcher Demokratisierung von links, die beide auf die gleiche Absicht himruskommen, der. Krone den Willen einer Meinungsriclxrung im Volke ansznzwingen, sei daran erinnert, daß die Verfassung dem Deutschen Kaiser die Besetzung der hohen Staatsämter Vorbehalt, daß somit die Versuche beider Richtungen, die Krone in ihrer Entschließung zu beeinflussen, gegen den Geist der Verfassung verstoßen. Wir sind bisher in Deutschland gerade mit dieser Verfassnngsbestimnrung nicht schlecht gefahren: jeden­falls sind die Zeitläufte nicht dazu angetan, ste zu ändern. Gerade unsere parlamentarischen Zionswächter, die sich jetzt so ängstlich um die Volks- und Parlamentsrechte bemühen, sollten sich hüten, an dieses bewährte Kronrecht zu rühren, sollten wirklich zu llng sein, eine moralische Antwort zu über­nehmen, die die Verfassung der Krone aufbürdet, und die diese wie bisher auch sicherlich weiterhin zu tragen bereit ist. Wenn der Kaiser nicht den Mann findet, der dit Zügel in der Hand behält das ist das Geheimnis der Lösung dieses gordischen Küotens dieMehrheit" wird ihn sicherlich nicht finden, denn die Parla­mentsherrschast, wie wir sie jetzt schon genossen haben, hat bewirkt, daß ihr Kandidat weiteren Kreisen des Volkes von vornherein ver­dächtig ist."

Ern mmberbcrce$ Zeichen der Zeit, auf das wir längst gewartet hatten, ist jetzt erschienen; vorerst n-och wie ein milder Strahl von Morgendämmerung: Deutsche Truppen haben mit unseren Bundesgenossen am oberen Jsonzo die Offensive ergriffen und schon am ersten Tage die vorderen italienischen Stellungen genommen, wobei annähernd 6000 Gefangene gemacht wurden. Wie groß die Angriffsfront und die Einbruchsstelle sind, wird noch nicht genau gesagt, wir erwarten mit größter Spannung die weiteren Ergebnisse. Bisher ist, nach dem amtlichen Abendbericht, derbeab­sichtigte Verlauf erreichst' worden. Die italienische Presse facht sich Mut zuzureden, dort, in Italien, ist der Eindruck des neuen Geschehnisses natürlich am stärksten. Wir schauen auf diese Verteilung der deutschen Kräfte! mit um! so größerer Bewunderung, als eben erst gemeldet wird, wie ungeheuer !chd verzweifelt die Anstrengungen der Gegner in den letzten waren, unsere Front im Westen zu durchbrechen. Welch eine sichere Rechnung Htirdenbirrgs kommt du Mage!

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Fm Bereiche unserer Truppen nichts Neues.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Bei Flitsch, bei To l me in mb im Nord teil der Hochfläche von Bainsizza-Heiliggeist brach öfter- reschisch-imgansche und deutsche Infanterie nach mächtiger Artillerievorbereitung in d i e i t a l i e n i sch e S t e l l u n g e i n.

Albanien.

Südwestlich von Berat und beiderseits des Devoli- Flusses kämpfen unsere Sicherungen mit Erfolg.

Der Chef des Generalstabes.

Die Bemühungen der Gegner im westen.

B e r l i n, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Plan der Entente, im Westen durch wechselseitige, gemeinsame Ope­rationen unter vollem Einsatz ihres gesamten, ungeheuren Kampfmaterials noch vor dem Winter einen entscheidenden Erfolg zu erringen, ist bisher ohne Ergebnis geblieben.

Die mit kurzen Pausen sich folgenden, unausgesetzten ge­waltigen englisch-französischen Großangriffe in Flandern, denen ein Erfolg stets versagt blieb, sollten das deutsche West­heer zermürben mnd mit seinen Hauptkräften an die flan­drische Front fesseln. Hierdurch hoffte man für den lang vorbereiteten französischen Angriff die Sicherheit eines ent­scheidenden ErßKges zu haben.

Nach den vier blutig zusammengebrochenen engllschen Angriffen in Flandern im September und Oktober schien der Tag der großen englisch-französischen Aktion gekommen.

Die Zeit drängle. Mit einein Tag Vorsprung setzte der Engländer in Flairdern am 22. Oktober seinen neuen Groß angriff, der mit einer blutigen, vollkommenen Niederlage en­digte. Der schmale Streifen unserer zerlrommelten Abwehr­zone, der am Südrand des Houthoulster Waldes noch von dem 22. Oktober in englischer Hand geblieben war, ist fast gänzlich durch wuchtige Gegenstöße zurückevoberl. Zu den ungeheuren blutigen Opfern der englischen Armee sind erneut schwerste Verluste getreten, und dem Angreifer wurden außer­dem bei den letzten Angriffen einige Hundert Gefangene und eine große Anzahl Maschinengewehre abgenominen.

Während nach dieser vollkommenen Vereitelung englischer Hoffnungen starker Artilleriekampf, von hef­tigen Feuerstößen begleitet, in Flandern anhielt, brack) am Morgen des 23. Oktobers, nachdem durch sechstägiges, schwerstes Feuer unsere Linien völlig zertrommelt lvaren, der Franzose in einer Breite von 25 Kilometer von Vauxaillon bis zur Hochfläche nördlich von Paissy mit gewaltigen Massen zum Angriff vor. Ihre Hoff nung, infolge der vierteljährigen Kümpfe in Flandern nun­mehr hier gegen eine schwächer besetzte deutsche Front ihre weitgesteckten, entscheiöeuden Ziele erreichen zu können, wurde bitter enttäuscht. Auf der ganzen Front von Vauxaillon bis zur Hochfläche nördlich von Paissy wurde der Angriff ab­geschlagen. Nur ein lokaler Erfolg war ihnen beschieden. .

In den schweren Kämpfen des Vormittags zwischen Aillette und den Höhen von Ostel konnten die Franzosen infolge der sofort ein tretenden ungeheuren Verluste und des hartnäckigen Widerstandes nicht vorwärts kommen. Trotzdem gab der Entscheidung suchende Gegner seine verzweifellen Versuche nicht auf. Nach erneuter sehr ernster Feuervorberei­tung warf er frische starke Kräfte und zahlreiche Tank­geschwader rücksichtslos aufs neue von Westen auf Allemant von Süden auf Ehevignon vor. Erst dem zweiten Angriff gelarrg es, unter schwersten Berttsitem in Unsere Stelllmg ein- zrrbrechen und die genannten Dörfer zu errcicherr. Während hier der Gegner er neu Erfolg von totaler Bedeutung er rangen hat, scheiterten gleichzeitig wiederholte Angriffe mehrerer ftanzösischer Divisionen auf der Hochfläche beider­seits des Gehöftes La Rohere restlos und rmter j chversten Verlusterc. Desgleichen brachen am Abend nach mehrstün­digem Trommelfeuer zwischen Braye und Aillette ttef- gegliederte zweimalige Massencmgriffe der Franzoserr im Feuer uird Nahkampf blutig zusammen. Bis ttef in die Nacht setzten sich Einzellämpse fort. Am 24. Oktober ist die Schlacht bisher nicht wieder aufgelebt. Der Heldenmut und der tapfere Widerstarrd unserer deutschen Westtruppei» haben an diesen beiden Tagen sowohl in Flandern wie m der Aisni wiederum die Hoffnungen unserer Feinde völlig zunichte gemacht. 4

Wie falsch die Rechnung der Engländer und Franzosen von einer völligen Fesselung deutscher Kräfte in Flandern war, geht aus der Meldung hervor, daß während diese» Großkampft in Flandern und an der Aisne cmn Morgen dei 24. Oktober im Verein mit der österreichisch-ungarischen Armee deutsche Truppen bei Flüsch, Tolmein uud am Nord­teil der Hochfläche von Bainfizze die vordersten ita­lienischen S t e l l u n g e n^genommen haben.

Französischer Bericht

vom 23. Oktober, abends.

Nördlich der Aisne entwickelte sich ein Angttff, den wir mt Morgen cmsetzten, in außerordentlich glänzeirden Bedingungen. Trotz des Nebels und >des Regens griffen unsere Truppen mit wun­derbarein Ungestüm die furchtbaren Anlagen des Feindes an, die voic den besten Truppen Deutschlands verteidigt wurden und v-on zahlreicher Artillette unterstützt waren. Iw ersten Schivnng nah­men unsere Soldaten die &ort_ den Steinbrüchen Frnty und Bohery begrenzte Linie. Bald darauf fiel das Fort Malmaison in unsere Hände. Weiter, vorstoßend gaben unsere Truppen Beweise ihws unwiderstehlichen Stoßes. Sie warfen den Feind aus den Stein­brüchen v-on MontparNasse, die zum Teil dicrch schwere l^ranater aufgewühlt ioaren. Auf unserem linken Flügel ging das Vorrückei mit demselben Erfolge lweiter. Die Dörfer Allemand und Va'u- desson blieben in unserer Gewalt, während zur Rechten unsere Trup­pen die Linie bis aus die beherrschenden Höhen voir Pargiry-Filain vortrugen. Im Zentrum schließlich drängten unsere Truppen frische Reserven des Gegners zurück »md bemächttgten sich in hartem Kampfe des Dorfes Chavignon. An diesem Punkte erreichte unser Vorrücken eine Tiefe von 3 Kilometern. Die Verluste, die der Fttnd inr Laufe dieses Kampftages erlitt, ivaren beträchtlich unL kommen zu denen;, !die dirrck) die Arttllettevorbereitung verurschtz worden waren. Die Zahl der bisher' gezählten Gefangenen übersteigt 7500. Unter dem enorrnen erbeuteten Material zählten wir 25 schwere rmd Feldgeschütze. Trotz des sehr ungünstigen Wetters er­füllten die Flieger in tapferster Weise die Aufgaben, die ihnen beiw^ Fliegen 50 Meter Wer den Linien zukamen.

Die deutsch-öfterreichisch-ungarische Offenfive

an der Jsonzofrönt.

Wien, 24. Okt. (WTB.) Herrenhaus. Nach Erledi­gung der Tagesiordnung erklärte der Präsident Fürst Win- dischgrütz: Ich schätze mich glücklich, dem Hanse die Mittei­lung Zjukonrmen zu lassen, die gewiß allgemeines fteirdiges Interesse ertvecken wird, wenn ich von vornherein erkläre, daß die Unterschrift auf der Mitteilung lautet: General Freiherr v. Waldstätten. Heute früh ergriffen die österreiche unaarischen und deutschen Truppen am oberen Jsonzo die Offensive. Die Operattoir nimmt, soweit Meldungen bis jetzt vorliegen, einen günstigen Verlauf. Vielfach sind die ersten feirrdlichen Linien genonimen und wurden bisher an 6000 Gefangene eingebracht." (Stürmischer anhalten­der Beifall und Händeklatsck)en.) Der Präsident fligte hinzu. Das Haus nahm mit echt patriotischer Begeisterung von dieser Mitteilung Kenntnis, Gott segne unsere Fahnen auch