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12.10.1917 Erstes Blatt
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Der

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Erster Blatt lb7. Jahrgang

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Kl

er Hlaas.

(DTB.) GrvtzrS Hanplyvartier, 11. Okwdrr.

lAmUich.i

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Im flandrischen Küstenttbschnitt und zwischen Bl:'.nkart-ScrtyötlfnptiU steigerte sich der ArlUleriekmnpf «ArniLtagS M großer Stärke; die Engländer griffen nicht an.

Bei einer rLends sich über ZonnebekeZandvoorde ent­wickelnden Luftsthlacht. an der rund 80 Flugzeuge beteiligt waren, wnrden drei feindliche'Flieger abgeschossen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf Pnn Ostufer der Maas entrissen nieder- rheinische mW westfälische Bataillone nach wirkungsvoller Keuervorbereittrng den Franzosen durch kraftvollen Ansturm wichtiges Gelände am Chaume-Walde. Der Feind führte vier kräftige Gegenangriffe, die sämtlich verlustreich scheiterten. Mehr als 100 Gefangene und einige Maschrncn- aewehre sie len in unsere Hand.

Auch südwestlich Brmnnont und Bezonvaur batten eigene Borstöhe in die französischen Linien vollen Erfolg.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Das arr mehreren Stellen der Front lebhafte Störungs­feuer verstärkte sich zeitweilig in der rumänisch n Ebene und bei Braila, das von den Russen beschossen wurde. Zur Ver­geltung nahmen unsere Bataillone Galatz urtter Feuer, wo Brände ausbrachen.

Mazedonische Front.

LÄhaftc ArtiLlerBelättgkeil Wischen Ochrida- und Prespa-See, im CernLchogeu und zwischen Wardar und Doriau-See.

Meh fach vorlirechende Hrdundungsadtrilmlgen der Geg­ner wurden vertrieben.

*

Im September betrügt der Verlust der feindlichen Luft- ftreitkräste an den deutschen Fronten 2 2 F e s s e l b a l l o n e und 374 Flugzeuge, von denen 167 hinter unseren Linien, die Wrigen i-enstits der gegnerischen Stellungen er­kennbar abgestürzt sind. w ^ ,

Wir haben im Scpternber 82 Flugzeuge und 5 Fessel­ballone verloren.

Der Erste Generalauart»ermelster Ludendorsf.

*

Der Abendbericht.

Berlin, 11.Ott., abends. (WTB. Amtlich)

Keine gröberen Kampfhandlungen.

allgemeinen mit dem komischen, aber befreienden Wort der Kapuzirverpredi-gt begleitet werden:Weirn man sür jeden Donner und Blitz, Den ihr losbrennt mit eurer Zuugen-- jpitz', Die Glocken müßt' läuten tu: Land umher, Es tvär' bald kein Mesner im Lande mehr."

Guter Wille, Pflichtgefühl und Diensteifer sollte man auch an den Zensur-Offizieren nicht tadeln. Ihre Arbeit ver­einfacht sich ganz wesentlich, wenn wir eine kraftvolle, ziel­bewußte, wirklich führende Reichsregierung haben. Das war in den abgelaufenen Kriegsjahren leider nicht immer der Fall.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 11. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlaulbart:

Auf keinem Kriegsschauplatz größere KampHaill) langen.

Der Chef des Generalstabes.

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 11. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) ^ält­licher Tagesbericht. Persien: Am Mvvgen des 8. Oktober

griffen die Russen mit einer aus drei Bataillonen, einem Kaval­lerieregiment und Artillerie bestehenden Abteilungen unsere Trup­pen in.Persien an. Das Gefecht da:rert M unseren ©mtfljen an. Unsere nördlich Rewandus stehendeil Truppen wurden gleichfalls iwi einer aus gemischten Waffen bestellenden russischen Abteilung ailgsgrifsen. Der Gs.m-er 'wurde mit blutigen Verlusten zurückge­schlagen. An den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse.

Line LrkSSrnng des neuen russischen Kabinetts.

Petersburg, 10. Ott. (SB®&) Meldung der Peters- burgSr Telegraphen-Agenttrr. Die nsugebildete Regierung veröffentlicht folgende Erklärung:

Neue Unruhen sind im Innern imseres Landes aus gebrochen

Der Reichstag ist gestern nach einer heißen Ans einandersetz:rng über die Zensur bis 5. Dezember in die .Ferien gegangen. In dieser Schlußsitzung entlud sich noch 'einmal eine große Beschwerdelast, und es knallte, besonders in der Hand> sozialdemokratischen und des fortschritt­lichen Redners, sehr heftig die Peitsche des Widerwillens und Protestes. So bereclstrgt viele dieser Beanstandrurgen auch sind, so lebhaft die Presse mitunter fühlt,, daß hier wirk­lich kein Jdealzuftand herrscht, daß ein gewisser Uebererfer in allerhand kleirtlichen Bevormundungell sich ausgeb reitet hat, so weit treten doch diese Mißl)elligteiten zurück hinter den größeren Sorgen, die uns alle bervegen. Wäre es mög­lich, das alles besser zu machen? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ja, wenn wir die hochschlvellenden Mei­nungsverschiedenheiten und Kriegsärgernisse nicht hätten! lind wenn es erreichbar wäre, daß irur in der Erfahrung des Pressedienstes ansgebildete und mit vollendeten: Takt und Berechtigkeitsgefühl begabte Zensurbeamte iu diese Dienst- stellen hineingestellt würden, die es heute wahrlrch nicht leicch: haben. Der Unterstaatssekretär Dr. Wallraf erterlte namens der Regierung eine sehr maßvolle und kluge Ant­wort. Die Zeit gestattet es nicht, daß jeder redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Der Feind an den Reichstoren lauscht, und das öffentliche Sclsimpfen kann um so weniger gestattet sein, als reichlich Anlaß zu vielseitigen Aerger- nissen, wie sie der Krieg mit sich bringt, in der Tat vorliegt. Was kann es helfen? Das muß die Hauptfrage sein. Im Frie­denszustand sitzen die Reclftsparagraphen alle hübsch fest, und unsere Richter in Gericht imb Verwaltung haben sie alle am Schnürchen. Aber der.Krieg hat Bewegung in das alles gebracht, in dem Durcheinander geht es ohne Pässe und Stöße nicht ab, und da heißt es oft einfach: ausharren und stille den Kops hoch halten, auch wem: man einmal nicht recht behalten hat und sein berechtigtes Anliegen nicht an den Mann bringt. Wir stehen in einer Kriegs front, und etwas von der harten, steifen Disziplin muß auch im Innern herrschen. Das bleibt freilich wahr: das große, überragende und weitblickende Oberkonunando in den vielen Gebieten der Politik und des öffentlichen Lebens, dessen sich die Feldgrauer: erfreuen, ist uns im Jnlande versagt ge­blieben. Es ist nicht zu ersetzen durch unfruchtbare Krittk und Bessermacherei von irgend einem Winkel her. Dar u m wollen wir nicht verzagen, und diese Dinge sollen uns das Gemüt nicht vertrauern. Wie sich in diesen: Kr:ege die vielen Dichter regten, unübersehbar, stromgleich!, so Haber: sich auch die Weltverbesserer im großen und im kleiner: in großen Scharm: zum Worte melde:: wolle::. Da hat es die Zensur oft rechts chwer. Aber ihr heißes Ben:üher:, das oft an der unrecksterr Stelle drärrgt m\b zwackt, darf im

infolge der Bewegung Kornilows, die, wiewohl rasch unterdrückt, selbst das Bestehen der Republik durch die Umschrzbewegungen bedroht, die sie hervortust. Ein WtrÄ) der Anarchie weht durch das Land. Ter Driut des äußeren Feindes wäcküt. Die gegen^ revolutionären Elemente erheben ihr ö<rupt in der fcotfromg, daß die Krise und die Sä/icksalÄchläge, die das ganze Land erduldet, ihnen die Ermordtmg der Freiheit dos russischen Volkes erleichtern werden. Es ist eine außerorderUlich große Verantwortung vor dem Volke, die auf der vorläufigen Regierrmg ruht, der von der Gesckstchte die Pflicht auserlegt worden ist, Rilßland bis zur ver- fassnnggebenden Versammlung zu lenken. Diese Verantwortung wird erleichtert durch den tiefen Glm:ben, daß die Vertreter aller Schichten des russchchen Volkes, geeintburri) den einmütigen Wunsch, das Vaterland zu rette:: und die Errungenschaften der Revolution zu wahren, ihre gemeinsame Aufgabe verstehen werden, insbesondere die Regierung zu unterstützen, Ujre Mackst zu stärken und sie fest und fähig zu madjeit; durch schöpferische Arbeit die Lebensstage des Landes zu lösen und es ohne neuen Umsturz bis zur verfassunggebenden Versammlung zu leiten, deren Einberufung nach der festen UeberzeuMNg der Mgicrung nicht um einen Tag verschoben werden darf. Indem sie der versassunggebienden Ver- sanrmlung, die die absolute Gewalt im russischen Laiche hat. die endgültige Lösung all der große:: Fragen überläßt, von denen das Gedeihen des Volkes abhängt, ist die neugeb:ldete vorläusige Re- gierimg der Ansicht, daß nur durch bcl>arrliche Arbeit in dem Be­streben, die verschiedenen entscheidender: Rdaßnahnmn zu finden, die für das nationale Leben maßgebend sind, sie ihre Pflicht er­füllen und grundlegenden Erfordernissen des Volkes (Peinige leisten Samt.

Durchdrungen von der Ueberzeugrrng, daß^ allein der a l t g e meine Friede es unsierem großien Baterlande ermöglick>en wird alle seine schöpferischen Kräfte tzu entfalten, ivird die Regierung unermüdlich! eine tätige größere Politik verfolgen im Geiste der demokratischen Grmchsäjze, tvie sie von der russischen Revolution verkündet mtb zu nationalen gemacht worden sfitd, und sie-wird den Abschluß eines allgenveinen Fri>edsi:s erstreben unter Ausschluß jeder Bergewclltigtmg. Im vollkmnnnerven Einverständnis mit den Verbündeten ivird die Regieruirg in allernächster Zeit an einer Zusammenkunft der alliierten Mächte teilneh-' m e n , auf der sie außer ihrem gewohulichen Altgesandtn: durch eine Persönlichkeit vertreten fest: uiird, die das besondere Vertrauen deck denrokratischeu Organisationen genießt. Aus dieser Zusanrwenlünst werden zugleich, mit der Pösung der Fragen des gemeiusamen Krieges unsere Vertreter sich mit den Verbündeten aus der Grund­lage dcr von der russischen Revolution verkmrdeten Gnlndsatze zu verständigen suchen. Die Regierung wird alle ihre Kr äste anwenden. um die gemeinsame Sachie der Verbündeten Zn unterstützen, das Land zu verteidigen und Mtergisch jede Unternehmung zur Er­oberung ß>es iBvdens anderer Vöationcn, und jedem'Versuch, stbußland bei: Willen eines andev-n: aufzuz'wingen, entgegentzrllreten. Sie wird sich b-enrühe::, die seitlichen Truppen aus RuUand zu verjagen. _

Was die W iede rherstel l uu g der Ka m pff äh: gke i 1 der Armee betrifft, so wird die Resterustg den eiuzigen Weg verfolge::, der >zu befttedigcmden .Ergebnissen führen kann, den Weg der demokratischen Grundsätze, wie sie der vom .Kriegsminister im ' Namen der demokratische:: Regierung veröffenlltchte Tages­befehl des Ober ko mnrandi er enden verkündet. Sorgsanre Auswahl unter den Kommar:dostellen, deren techmsche Fähigkeiten allen AnsorderlMgen des modernen Krieges geivachsen sein n:üssen, und die gleicl'öeitig der Republik Ergebenheit entgegenbrsttgen müssen, ebenso enge Zusammenarbeit der Kvnmta!Ü)vstell.e!:: mit den Militär- uitd Mlarineverbänden sotvohl an der Front :vie in: HliNt-.nlan^ norden une zuvor die Grundlage der Wiederherstellung des -Aeeres bilde::. Diese P^astnahme:: sperden ldie nottvendige militärische Disziplin .wieder Herste!l«:, ohne die eine starke Armee nickst

bestehe:: kann. . ^ ^ _ ,_ r

Die Erklärung entwickelt lverter das Ertarische und bürgerlrche Programm der Regiermtg, insbesondere die L>erabsetzung der Effektivbestiände hinter der Front durch Entlassung der al­teren Soldaten, die nur die dlsrmeeklasse belastsen und twe in ihren Dörfern viel nützliche sein! können, um die wrrffchMrchej Desorganisation yu vermindern. Die Regierung wwd dte Pr^,e sür Artikel des notwendigen Ledmsbedarfs -ersetzen, die Be­

ziehungen zwißchm Arbeit und Kapitel regeln, die Verteil ung der Lebensmittel förden: durch Genosscnschaftei: und die industrielle Erzeugung zu übenvachen und ergiebiger zu gestalten s:uhcn.

Die Regierung wird zur Enttvicklnng und Einrichtmig der Arbeitcrbörsen und der gewerbliche:: Schiedsgerichte beitragen u:Ä Maßnahmen zur allmählichen wirtschastiichen Abrüstung oorb«ei- ten, um einem unvermeidlick)en Stillstand der Arbeit vorzubeu«n. Was die Agrarfrage anbelangt, so ist die Regierung der estt- ickst, daß die Beziehungen der Grundeigentü:ner und Bauern lstn- ichtlich des Besitzes lder Ländeveven von landwirtschastlichen Aus­schüssen geregelt werden können, die, ohne die gegenwärtigen Besitz- >erhältnisse anzutasten, sich mit der A:rsbeutung der LÄtdereicn be­lassen können, um sie zum Anbau tcncglicher zu machen. Aus dem Gebiet der Finanzen plant die Regierung eine Erbschastsstcurer, eine stufenweise Steuer ans Gewfirne, eine Steuer sür Luruswccoen, eine besondere Steile:' sür Jwnrobilien. eine Vermehrung oller in­direkten Steuern, die Eimühvuing mehrerer Monopole und schließ­lich eine strenge Sparsamkeit in allen Ausgaben des Staatrs. Aie Regierung wird weiter die Entwicklung der demokratischen Einrich­tungen auf der Grundlage örtlicher Selbstvevwaltitng und unter Aus fickst von Recheritngskommissare:: fortsetzen. Die Regierung wird allen Rationalitären das Recht zugesteben, au, den GrunL>- lagen, die die verfassunggebende Versammlung ausarbeicen wird, über ihre Zukunft zu besfimmen, und wird sogleich einen ^besonderen Rat sür nationale Angelegenheiten wählen, um deren Lösung durck» die verfassunggebende Versanrml:rng zu erleichtern. Wenn die Re­gierung sich alle diese Probleme stellt, begrei't sie wohl, daß fie m den: fiirzen Zeitraum bis znr verfassunggebenden Versammlung^ sie nickst wird sämtlich lösen'.rne:t. Aber die Regierung kann mir unter der Bedingung an iltoe Aufgaben herantreten, daß sie aus eine ein fettige Millvirkung der ganzen Nation rechnen darf. diesem Zweck und namentlich ntm eine enge Verbindung zrvischen dQ revolutionäre:: Gewalt und den organisierte:: Kräften des Landes zn sichern, ivird die Regierung Satzungendes vorläufigen Rates des russischen Priblikums ausarbeiten ^ünd sefe bald ver- össentlichen, der bis zur verfassunggebenden Versammlung sein Amt ausüben soll kund in dem alle Bevölkerungsklassen vertreten fein, weiden. . _ .

Die Erklärung schließt mit einem Aufruf cm bte ganze Natron , sich eng um die Regier:mg zu scharen, um mit ihr an der Bert vir k- lichung der gegenwärtigen Grundprobleme mitzuwirken, nämlich die Verteidigung des Landes, die Wikderferstellnng der Ordnung und die Estcherusungd er verfassunggebenden Versammlung.

Das Borparlament.

Petersburg, 11. Okt. (WTB.) Meldung der PettuSkMMr Telegraphen-Agentur. Nach Blätterbericksten verteilen sich dir 12 0 Sitze des Vorparlaments, die den nickstsozialistischeu Parteien zustehen, folgendermaßen: Kadetten 64. Partei für Handel und Jüdustrie 34. Ausschuß der Moskauer Politiker 15. der (^Grund­besitzer 7. Das Vorparlament wird seine Sitzungen erst aufnehmen, wenn diese 120 Mstgli-cder >gewäM sind.

Nachdem l.rnge keine Nachrichten mehr aus Ta schkent einge» troffen waren, gingen jetzt einige Mitteilungen ein, aus deneni fervvrgelst, daß die Lage dort noch, beunnllstgend ist. Der ?lusstand der ?lrbeiter dauert fort. Die Strafabteilung des Generals Kvrow- nitschenko ist noch nicht in der Stadt angekmnmen.

KerenSki im Hauptquartier.

Petersburg, 11. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphmagevtur. Den Müttern zufolge verfolgt die Reise des Ministerpräsidenten Kerenski und der Minister des Aeußern, des Krieges ünd der M-arine ins Hauptquartier einen wichtigen Zweck. Es sollen nämlich Asw.derungen in der Heeresleitung und eine Unbildung des Hauptguartiers vorgerwm- meu werden, das beträchtlich verkleinert wird, um es beweglicher zu machen. Es wird wahrscheinlich von Mohilow nach einer> anderen Stadt verlegt werden. Die Reise der Minister wird fünf Tage dauern.

Die Laudtagswaht in Finnland.

Helsingfürs, 11. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Nach vorläusige:: Angaben sind die Endergebnisse der Landtags- Wahlen 'wie folgt: Sozialdemottaten 93 Sitze, bürgerlicher Block 64, Agrarpartei 26, schwedische Partei 15 Sitze und ein Lappe.

Die Lösung der schwedischen .Kabinettskrise.

Stockholm, 11. Okt. (WTB.) Ter König hat Landesfeupt'- mann Widen, Präsident der Zweiten Kammer, der seiirer An- sckiauung nach den gemäßigten Liberalen angehört, mit der Kabi­nettsbildung bemkftragt.

*-

Eine Rcrrter-Antwort auf die FriedenSbeftrebungen.

Haag, 11. Okt. Reicher meldet aus London: Folgende Er­klärung wurde an befugter englischer Stelle gegc::über den Frie^ densbestrebnugen des Feindes fekanut genmcht:

Me Alliierten sehe:: deutlich ein, daß daS wieder anwachsende Friedensger^e lediglich das direkte Ergebnis der .Knegsopera- tio::en in Flandern ::nd Mesopotamien ist. D>en durchsichtigen Be« streb:!Nge:: des Feindes, -eine Friedensatmosphäre zu sck>affen in dm: Augenblick, wo die Papstnote miSgehändigt Wurfe, folgte nun ein zweiter ebenso durchsichtiger Versuch. Die zahlreichen Kon- streiken der feindlichen Fürsten, sür die die große Trommel ge­schlagen wird, die erregten Erörterungen in: Reichstage, die sich Nst>ersprochrnü»en Reden der deutschen Minister und die raffinierte FnnedenöPropaga>wa, die deutsche Agenten in Griechenland, Ru­mänien, Rußland, den Vereinigten Staaten und anderwärts be­treiben, haben alle denselben Zlveck, nämlich chne Mffordenmg anj j>ene Grttppen der alliierten Völker gelangen tza: lassen, vo:: denenj De:ttschland mrnimmt, daß sie des Krieges :nüde und für der: Friede:: zu haben seien. Gleichzeitig soll de:: nmtralen Ländernj die Mernmrg beigebracht Ivierden, daß die Miierten für die For setzrmg des Krieges verantwortlich! seien.. (Es ivird allmählich langweilig und überflüssig, immer ivieder !sageu zu nffissen, daß die Miierte:: unabänderlich fest eartsckijossen sück», die einzige Me­thode mtznivendeu, die den Krü>g Zu Ende führt. Dtnitschland amd seine Verbündeten sollen sich endlich klcn: wterdei:, daß di« lRegier:lngen und Völker der Alliierten wirklich meine::, ivas sie sagen, imd ikezwischen wird das Ziel der dCkiierten, ohne nach links und vahts ßchen, durch das^ Schwert verwfi klicht.