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11.10.1917 Erstes Blatt
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D. 259

Der Gietzener Seeigel

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Erstes Blatt

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Günstiger verlaus der Zchlacht in Kantern.

(WTB.) Grobes Hauptquartier, 16. Oktober. (Aulllüh.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Auf dem Schlachtfewe m Flandern traten gestern vebcu 11 britipchen Divisionen wieder französische Truppen m den Kampf

Die gewaltige Krastanspcnmung der verbündeten west­lichen Machte erschöpfte sich in tagsüber währendem Ringen ander Standhaftigkeit unserer Flandernkämpfer!

Die morgens nach stärkstnn Trommelfeuer vorl:rechcn- den Angriffe bildeten die Einleitung zur Schlacht, die sich bei ununterbrochener Artilleriewirkung bis tief in die Nacht in fast 20 Kilometer Breite auf den Trichter-feldern zwischen Bixfchoole und Gheluvelt abspielte. Die Gegner warfen immer neue Kräfte in den Kampf, die mehrmals an ein­zelnen Stellen bis zu sechsmal gegen unsere Linien an-

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stürmten.

Südlich des Houthoulsterwaldes gewann der Feind bei Draaibank. Mangelaere Deldhoek mW am Bahnhof Poel- kapclle bis 150b Meter an Boden, bis ihn der Gegenstoß unserer Reserven traf und seinen Anfangserfolg beschränkte. Bon Poelkapelle bis südlich von Ghellwelt haben unsere tapferen Truppen ihre Kampflinien fest in der Hand, die wiederholten feindlichen Angriffe gegen diese 13 Kilometer breite Front sind sämtlich unter den schwer st en Ver­lusten zusammengcbrochen.

Bei den anderen Armeen war die Gefechtstätigkeit ge­ring. Nur an der Aisue verstärkte sich der Feuerkarnps süd­lich der Stretze LaonSoissons. Die vorstoßendeu sran- Ksißhen Kompagnien wurden abgewiesen.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Mazedonische Front.

Westlich des Doiran-Sees warfen die Bulgaren mehrere englische Abteilungen, die nach längerer Artillerievorberei­tung mrgrifferr, zurück.

Der Erste Generalguarticrmeister Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin, 10. Okt., abends. (WTB. Amtlich.)

Fn Flandern wechselnd starke Feuertätigkeit. Am Chmmmvaldc östlich der Maas für uns erfolgreiche örtliche Jnfantrriekämpfe.

Im Osten nichts von Bedeutung.

In diesen Tagen blinder Rüdewut und unheilbar schei­nender Gegensätze drängt sich unwillkürlich die Vorstellung auf: Wie wäre es, wenn unsere politische Welt in Deutschs land, die amtliche und die parlamerrtcrrische, ohne deren Tun und Treiben ja auch die Presse gar bald auf ein ganz ruhiges Fahrwasser kommen müßte, auf ein paar Wochen einmal völlig schweigen würde! Dann würde der aus- gestreube Same der Einigkeit vielleicht wachsen können. Jetzt aber wird bei jeder auf den Krieg bezüglichen Aeußerung das mit Voreingenommenheit geladene Gemüt in Erregung gesetzt, und das parlamentarische Feld ist nicht etwa der Schauplatz ruhiger Wirksamkeit in positiven: Sinne, sondern ein Kampfplatz, wo Saud und Staub aufgewirbelt und wo alle Augenblicke ein Känrpe aus dem Sattel geworfen wird. Ob wir nach der Pause des Schlveigens die rechten Männer an der Spitze des Reiches haben würden, die inner- politische Frontlinie wieder ans zurichten, das bleibt freilich eine große, ungelöste Frage. Man muß sich heute darauf beschränken, festzustellen, daß der Ruf nach Einigkeit zwar erschallt ist, daß aber die Schwierigkeiten sich noch türmen. Dom Reichskanzler ist aus seiner Enthüllung über die Vor- Jcmnimiffc in der Marine eine neue Opposition erwachsen. Der Reichstag, dessen Selbstbervußtsein in der Zeit, da die Regrerumgscurtorttät schwach und biegsam war, mächtig gestiegen ist, hat sich aufs neue im Sattel erhoben und für dre drei bloßgestellten Kollegen von der unabhängigen S^ialisbenpartei eine oder mehrere Lanzen eingelegt. Es heißt sogar, ein neuer Prüfungsausschuß solle über die Angelegenheit befinden und der Regierung entsprechende Entschließungen oder Vorhaltungen machen. Die Frage, ob man den Kanzler stürzen wolle, wird ganz offen aufgeworfen. Natürlich sind die um Scheidemann am erbittertsten gegen Herrn Michaelis ausgebracht. Während derVorwärts" dem Staatssekretär v. Kühlmann eine Lobrede hielt, weil er im Geruch steht und durch Jen: Auftreten bewiesen zu haben scheint, die Mehrheit mit ihrer bekannten Entschließung kräf­tiger als irgend jemand sonst am Negierungstisch stützen zu wollen, fährt er höchst übelwollend über den Kanzler selber her. Unter der Ueberschrist:Michaelis vor dem Ende" schreibt das sozialdemokratische Hauptorgan;

Tie Situation ist 'so verfahren, daß cs überhaupt keinen Ausweg gibt. Wird keine Anklage gegen die Beschuldigten erhoben, dann sind die Behauptungen der Herren Michaelis und Capelle vor aller Wielt -als leichtfertig gebrandmarkt. Wird aber Anklage er­hoben, so erleben wir einen Prozeß, in dem sich die Regierung voreilig für die Verurteilung einge,etzt hat. Tiefer Prozeß tviro sich hinter verschlossenen Türen abspielen als ein politischer Ten- oenzprozeß, und der Glaube an die Nechtmäßigkcit des Verfahrens wird im Volke so ersckstttterl sein, daß er sich überhaupt nicht mehr Herstellen läßt.

Soviel zur moralischen unb juristischen Seite der Angelegen­heit. Mit der politischen steht es womöglich iwch sckstimmer. Tie Herren Michaelis und Capelle haben dem Ausland einen Schmaus bereitet und ihm den Triumph des Bolschewikismus in Deutsch­land in Aussicht gestellt. Sie haben die Partei der Unabhängigen, die lange genug im Schatten stand, mst plumpen Fäusten, aber

sicher nicht zu ihrem Schaden, in das vorderste Licht der Oefsent- lichkeit gezogen, u:ü> nicht mit Absicht, aber im Erfolg so gehandelt, als ob sie die angestellten Propagandachefs dieser Partei wären. Sie haben sich dafür aus dem Hause Llbsage aus Absage geholt und haben ihrer eigenen Autorität das Genick gebrochen.

.Hatte schon Genosse David über das Verhältnis unserer Partei M dieser Regierung keinen Zweifel gelassen, so fand Genosse Ebert später in seiner furzen, mit stürmischem Beifall ausge­nommenen Erklärung wcchrhÜft befoeieaLe Worte. Aber bei diesen Worten, die die schärfste Kampfairsage gegen die Regierung be­deuten, darf es nicht bleiben. Herr Michaelis muß weg! Ein falsch verstandenes Pflichtbewusstsein hat diesen Mann dazu ver­leitet, eine:: Posten anzuneihmeu, foem er in keiner Weise ge­wachsen ist."

Jetzt ist das Zentrum wieder einmal das Zünglein an der Wage oder, besser ausgedrückt, das ' entsch eidende Schwergewicht. Wird es bei einer neue:: Kanzlerkrisis oder bei einem Kanzlersturz profitieren? Das ist die große Frage, die jetzt im abgeschlossenen Fraktionszimmer er­örtert werden wird. Da der Reichstag sich bis 5. Dezember vertagen will, darf man hoffen, daß vorläufig doch eine Ruhe- und Schweigepause eiutritt, in der neue Möglich­keiten aufwachsen können. Es ist freilich ein magerer Trost- sprüch, daß die Zeit unsere innerpolitischen Schäden Und unsere Kriegspolitik heilen könnte. D^.h wir haben ja noch einen besseren Trost: Draußen im Felde gibt es nur neue Erfolge. In Flandern ist uns sogar in den beiden letzten Tagen :rnverkennbar ein neuer großer Sieg erwach­sen. Und dann können wir uns noch mit der angenehmen Spannung tragen: Was geht in Italien vor, was wird der Lauf der Dinge in Rußland werden? In diesen Himmels­richtungen könnte sich der Kühlmannschc Pessimismus am ehesten wieder aufhellen.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wir- Verlautbari:

Nirgends besondere Ereignisse.

Der Chef des Generalstabes.

Lin neuer siegreicher Grotzkampstag in Flandern.

Berlin, 10. Okt. (WTA) Unter Beteiligung französi­scher Divisionen haben die Engländer am 9. Oktober aber­mals durch Einsatz der Massen ihres Men-sck-enmaterials, ihrer Artillerie und Angriffsmaschinen die Entschei­dung an der Flandernfront herbeizuführen versucht, die ihrwn ihr prahlerischerSieg" vom 4. Okt. nicht gebracht hatte. Auch die englische Behauptung, jeden Tag den Bewegungskrieg gegen die deutsche Flmrdern- Arnree beginnen zu können, ist grade durch ihre neuen An­griffe gegen die festen deutschen Stellungen aufs klarste widerlegt worden.

Rach tagelangem Zerstörungsfeuer setzte am 9. Oktober stärkstes Trommelfeuer ein. Gegen sieben Uhr vormittags brache:: die tief-gegliederten dichten Masse:: der Engländer mxb Franzosen in fast zwanzig Kilometer Breite zwischen Bixscho-ote und Gheluvelt gegen unsere Linien vor. Schon in die dichten Angriffskolounen schlug unser vernichtendes Sperr- und Abwehrfeuer und riß bereits blutige Lücken in die Reihen der Angreifer, währercd von unzähligen Punkten deutsche Maschinen­gewehre die Sturmkolonnen nieder hämmerten. Bei ununter­brochen heftigster Artilleriewirkung warf der Gegner rück­sichtslos immer neue Reserve , ft: den Kampf und ließ sie wiederholt ohne jede Mens chen s cho n u n g , au ein­zelnen Stellen bis zu sechsmal, gegen unsere Stellungen anvennen. De:: ganzen Dag bis tief in die Nacht dauerte der erbitterte Kampf. Durch louchtige Gegenstöße und heiße Nahkämpse wurden die anstürrneitden feindlichen Masse:: in der Linie Poelkapelle bis südlich von Gheluvelt restlos abgeschlagen. Bei den wiederholten vcraeblichen An­griffen gegen diese dreizehn Kilometer breite Front erlitt der Gegner allerschwerste blutige Verlüsbe.

Nur zwischen Draaibank und Poellapelle konnte die Uebermacht des anstürmerwen Feindes unter gewaltigen Opfern in etwa 1500 Meter Tiefe in dem zertro-mmellen Trichtergelände Boden gewinnen. Hier verhirck>erten sofort einsetzende Gegenstöße jede Grweiterrmg des feindlicher: Angriffserfolges. Erst spät ft: der Nacht flaute das feind- liche Feuer um eft: Gerii^es ab, blieb aber auch dann noch als kräftiges Störungsfeuer ans der gauzen Kampfzone liegen.

Auch dieser neue Großkampftag der englischen Und französischen Massen endete mtt einen: völligen Mißerfolge und bewies wiederum, wie die vorhergehenden neun Groß­kampftage an der Flarrder::front, daß auch der starffte Ein­satz und die größte Ueberlogenheft an Menschen und Mate­rial nichts gegen die Widerstandskraft der heldenhaften dentsck>en Flandernarmee vernrögen. Allen zehn Angriffe:: an der Flandernfront ist jeder strategische Erfolg versagt geblieben, :rnd die Zermürbungstaktik der En­tente trifft die Engländer nrw Franzosen schwerer am eigenen Leibe, als die De::tschen.

Am Abend desselben Tages steigerte sich auch an der Aisnefront das feindliche Feuer zu größerer Stärke gegen unsere Stellungen twu La Motte bis Fort Malmaison, worauf ein starker siaihöfischer Vorstoß mehrerer Kom­pagnien gegen unsere Linien oorbrach. Unter blutiger: Ver- 'lüsten wurde der Feind größtenteils im Maschinengcweh» nnd Ha:vdgranaden-Fsuer, an einzelnen Sdellon durch Gegen­stoß, restlos abgewiesen.

In Mazedonien scheiterte ncnb heftiger Artillerie­vorbereitung ein englischer Deilangriff gegen die bulgarft sch>en Stellumren südlich von Dojr«a.

Russische Massenmorde im Kaukasus.

Berlin, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) LautRjetsch^ vom 2. (15.) September ist ein großer Teil der Stadt Laischew, 80 Werst von Kasan, abgebrannt. Das Feuer ging von einen: Hause aus, in dem etwa 100 österreichische Kriegs­gefangene untergebracht waren. Ten Flammen ü?nnte nicht Einhalt geboten werden, und eör beginnender Sturm .varf Funken auf den anderen Teil der Stadt. 'Irgend jemand bringt das ^Gerücht ans, die gefangenen Qesterreicher hätten die Stadt angczündet, und die sinnlose Menge wirst sich aut die Wehrlosen. Auf den brennenden Sttaßen geht die Jagd los. Auf den Wiesen und in allen denkbaren Verstecken wird gesucht und verfolgt. Wen man ergriffen hat, macht wan mit Kolben, Bajonetten, Sabeln, Holzscheiten und Steinen tierisch nieder. Ein großer Teil, darunter moch deutsche Gefangene, ,vird buchstäblich in Stücke gerissen. Miliz und Militär halten und Frauen schänden die verstückelten Körper. In der Nacht hört der Brand auf, aber am andern Tage wird die wahnsinnige Verfolgung fortgesetzt und der Rest der Gefangenen ernrordel. ,

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Ein japanischer Vorschuß an Rußlands

N e u y o r k, 9. Okt. '(WTB.) Reutermeldung. Den hiesi­gen amtlichen japanischen Kreisen ist zur Kenntnis gebracht worden, daß Japan der russischen Regierung 66667000 Pen zu 6 Prozent Zinsen vorgeschossen hat.

Peru bricht die Beziehungen ab.

Berlin, 10. Okt. (WTB.) Der peruanische Ge­sandte übergab dem Auswärtigen Amt'eftw Note, in der der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zuDeutschland mitgeteilt wird. Gleichzeitig hat der sandte um seine Pässe gebeten.

Der Sozialisteukongreß in Frankreich.

Bordeaux, 10. Okt. (WTB.) Meldung der Agencc Havas. Der Sozialistenkongreß hat den Mehrheit^ antrag mit 1552 Stimmen angenommen, der Minberheits- antrag erhielt 831 Stimmen, derselbe Antrag mit dein Zu­satz gegen die Kriegskredite 118 Stimmen bei 85 Stimm­enthaltungen.

* * *

Die Zustände in Ftalie«.

B e r l i n, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Zu­stände in Italien entnehrnen wir einem Privatbriefe aus Zürich vom 20. September d. I. das Folgende: In Italien steht man, gelinde gesagt, vor einem Systemwechseläla r u s s e. Zur Einleitung haben sie den Turiner Haupt­bahnhof in die Luft gesprengt und die umliegen­den Hotels angezündet, mit Ausnahme eines einzigen, in dem G i o l i t t i wohnt. Im Hafen von Genua wurden Schiffe angezündet usw. Die Desertionen sind überhaupt nicht mehr zu zählen; die Deserteure, zum Teil mit Maschinengewehren im Gebirge verschanzt usw.; wie es heißt, ca. 100 000 Mann. Die Truppen werden waffenlos an die Front befördert und anderes. Für den Herbst steht wohl noch allerlei zu erwar­ten, das ich nicht schreiben mag.

Lugano, 11. Okt. (L.-A.) Das römische Gericht ver­urteilte gestern zwei Italiener und einen Trientiner wege« Hochverrats und Beihilfe bei den Brandstiftun­gen im Hafen von Genua uwd der Explosion der Dyna­mitwerke C e n g i o zum Tode durch Erschießen.

Mb. Deutscher Reichstag.

425. Sitzung. Mittwoch, den 10. Oktober, vorm. 10 Uhr.

Präsident Dr. Ka em p f gedentt zunächst des Todes des bayeri­schen Buiwesratsbevollmachtigieu, Generalleutnants Ritter von Wenninger, der <m der Ostfront cm 8. September gefallen ist.

Ein Aittrng des Staatsanwalts in Tilsit zur Straf Verfolgung des Abg. Ko pp lvird abgelehnt.

Das Haus setzt die Beratung über die auswärtige Poli­tik fort. i

Abg. Hau ßma nn (Fortschr. Bolksp.): Die Leistungen unserer Bundesgenossen in -diesem Kriege sind sehr anzuerkennen, die ein- l)eitliche ml:tische Front ist eine ru-erttwUe, gemeinsame Kraftquelle. Von einfeittgei: Evoberungszielen muß sich deshalb jedes Glipd des Bundes sernhcckten, wie auch die R^jde des Grafen Czernrv deutlich dargetan hat. Ohne unsere MittvirLnng wäre die Ättente nicht gegründet und nicht so fest geivovden. Die Wege des Fürsten Bülow waren nicht immer die eines Mannes, der eine Straße gerade vor sich freist, er schlug auch Nebenwege ein. Dazu kam der kapriziöse Geist des Herrn von Holstein. Auch der Einfluß der Alldeutschen mackste sich leider rn der deutsck)en Polittk mein als erwünscht bemerkbar. Unsere Staatskunst Tjai auch mcht einer Groß­macht die volle Beruhigung darüber geben können, daß unsere Politik sie niemals bedrohen würde. Kurz nach dem Vertrage von Bjork wurde die Al tTeeiraspolittk gemacht, die dem § 2 des Vertrages widersprach und gleichzeittg ein scharfes Flottenteinpo gegen Eng­land betrieben. Dadurch wurden beide Großmächte unter dem Druck einer deutschen Gefach gehalten. England konnte die Entente Cor- dial, die größten Kriegskonzerrw ausbauen, und jeden Ausgleich verchndern. England hat sich nicht auf die Neutralttätssormel fest gelegt, die Betttimun Holliveg vorgeschlag-en hatte. England mußt» ein gleiches Telegramm, 'wie es von Berlin nack» Wien gegarvgen ist auch nach Petersburg schicken. Tftrft: liegt die weltgeschichtlicht Schuld Englmrds. Ist Frankreich fand^das furchtbare Verbrechen der Ermottmng des großen Ivan Jaurös statt. Bis heute ist der M'örder raod) nickst verurteilt worden. Jai:rös tmtuschte die Be­freiung Frankreichs von Rußland und England und die AnnälorEg an Deutschland. Unsere Diplomatie hat sich vielfach nicht bewährt. Es imiß eine Neiwrientterung darin eintreten. Die Ansdrncktz- weise des Grasen Luxburg war eine schnoddrige Leichtfertig­test in der Behandlung -der wickstigsten Dinge. ^ Der Hauptschuldige an der Verlängerung des Weltkrieges ist Wilson, der Zstert- schuldige Lloyd George. Der Staatssekretär sollte nicht sodtzpch die Blume sprechen, wie gestern. Er 'hat den Diplomaten, aber mcht