Die ftit&wort mtferer ^Tirgec tiefe auf sich nicht marteu. Noch in fcerfdben Nacht imtertwdjm enie§ mgerei* Bomben gesckMüxw einen rtentvollot Angriff gegen die französisä>en Flughäfen m der Gegend von Verdun. Der fidle Mondschein erleichterte ihnen das Erkennen der Ziele. Um die Tresssicherl-eit zu erhöhen, gingen sie beim Attviurf ganz tief herunter. Ter Erfolg belohnte ihre Kühnheit. In Lammes und Vandelaine spurt gelang ein Bolltresfer uritten in die Flugz-euglxllle. In einer der großen Flugzeughallen des Hafens Zn Souilles entstand ein starker Brand, dem mehrere Explosionen folgten, ein sicherer Beiveis, dafe Flugzeuge vernichtet wurden, beim andere brennbare Stoffe lverdon in Ftt-gzongllallen nickst anfl^wahrt. In der folgenden Nacht setzte das Geschwader- sein Berge ttungswwk fort. Die Flugzeuge Nwrfen diesmal über 12 Tonnen Sprengstoffe ans die feindlickien Häfen in Sotüilly und setzten durch Volltreffer eine gtaofee Flugzeughalle in Brand. Das Feuer sprang ans die Nachbar Hallen über und schließlich standen vier Hallen in hellen Flammen. IN Osches Sniilly und Scnard brachen gleüt^alls Brände aus. In Osches folgte eine heftige Ex-Plvsion. Der Schein der Brände leuchtete nn seren Fliegern auf dern Heimilng und n*nr bis weit diesseits unserer Front zu sehen. Auch Bmrde!ainl>?urt nmrde Mieder betzackst. .Hier iwnstten die Bcnnben l>e^m^er-Z sorgfältig gezielt werden,.denn kaum 250 Schritt von dein Flughafen entsernt stehen zahlreiche Lazarettbaracken und nach.jedem Bombenangriff gegen die Flughäfen erhebt ldie französische Presse erneut iihr Geschrei über die Barbaren, die selbst das Zeichen des Roten Kreuzes nicht achten. Wer hier in Wahrheit das Zeichen nicht achtet, das ist jedem Vorurteilslosen klar.
Der bulgarische Oberkommandierende über die Lage.
Sofia, 30. Seht. (WTB. Nichtamtlich.) „Utto" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Oberbefehlshaber General Schekow, welcher äußerte, die Lage an allen Fronten sei derart, daß nur die Gegner zu Befürchtungen Anlaß hätten. In Rußland werde man sch allmählich überzeugen, daß eine Revolution und ein siegreicher Krieg nicht miteinander vereinbar seien, und daß nur Utopisten die russische Revolution mit der Frankrechs vergleichen können, zumal die russische Revolution nur eine logische Folge der Enttäuschungen dieses Krieges sei. Ueber den Frieden äußerte sch der Oberbefehlshaber dahin, niemand könne vorausseheu, aber man könne kühn behaupten, dafe der Friede eher kommen werde, als man denke. Bulgarien lvolle weder Annexionen, noch fremdes Gebiet, sondern nur die von der gesamten Welt als bulgarisch anerkannten Länder.
Amerika und die Neutralen.
Berlin, 1.Okt. (WTB. 9ttckstmntlich) Die „Westminster ®G 3 ette" twnt 18. September schreibt: Das Aussuhramt der Bereinigten Sta aten hat eck« drastisck>e Politik im Hinblick auf die neutralen Staaten erngesührt. freut Staat, der nicht als Verbündeter der Entente am Kriege beteiligt ist, wird von Amerika weiterhin folgende Ausfuhrartikel erl-alten: Zucker, Banm- rooille, Weizen. Salz, Chemikalien,, Eisen, Stahl, Btei und andere ExportxnttHel sollen nur in beschränktem Mäße und gegen, besondere Vsoiltigung ansgesuhrt werden. Kn,-zum. die Bereinigten Sbsaten haben sich dazu entschlossen, alle Vorräte der mickrigsten Waten für sch selbst Und für die an Amerikas Seite kämpfenden Staaten zurückzichalten. Gs liegt Entschlossenheit rtt diesem Plane, so urteilt das englische Matt, die wir nur bewundern können. ^Das gehört zu der großzügigen Weise, in der die Bereinigten Sdaaten ^sch dem Krisgsgeschäst zugewcrndt haben. Da gibt es leine zarte Rücksicht mehr gegenüber den Neutralen.. Dos haben wir noch der verflossenen Geschichte AmrriSas erwarten können. Solange die Bereinigten Staaten neutral waren, sind sie eitrige Wächter der SRwctee der Neutralen gewesen. Aber in allen Kriegen, die sie geführt haben, mochten sie wenig Federlesen, um ihre Macht so unmittelbar wie möglich fühlen zu lassen. Tie englische Zeitung scheint sich dessen nicht bewufet zn sein, wie sehr sie in dem letzten Satz die Tatsachen unterstreicht, dafe für die Vereinigten Staaten das Recht der Neutralen eine Drille sei. die sie selbst nach ihrem Antritt in den Weltkrieg am schleusten vergessen haben.
Au» Finnland.
Stockholm, 2. Okt. (L.-A.) Neben dem finnisch-russischen Konflikt droht nach in Hessingfors eingetrosseneNI Nachrichten in den finnischen Städten der Bürgerkrieg. D« sozialistische Zeitung „Tyvnmatt nahm in den' letzten Tagen die Bildimg der kriegsmäßigen roten Garde in Angriffs die sofort in den Kampf einwtten sott, da der große stampf sich nunmehr dahin entwickele, dafe zu seiner Fortsetzung Geld und Wassenmacht anzuwenden seien.
8eekrle§.
Reue Il-Bovt-Erfolqe. .
Berlin, 1. Okt. (WTB. Amtlich.) NeneU-Boot-Erfolge irn Sperrgebiet um England:
21000 Brnttorsgister tonnen!
Bon den versenkten Schiffen wurden drei große Dampfer ans stark gesichertem Geleit^rg hercrusgeschossen.
Der Chef des Abmiralstabes der Marine.
Wirkungen des U-BootkricgS im Mittelmeer.
Berlin, 1. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Aus feindlicher Gefangenschaft zurückgekehrte bulgarische Soldaten berichtet:.: Anfangs August traf in Saloniki ein Transport von 745 Serben aus Frankreich ein. Bei der Einschiffung bestand der Transport aus 2300 Mann, loovon ein Teil aus Amerika gekommen war. Ter Transport wurde zweimal durch U-Boote reduziert und die übrigen 745 Mann waren der Rest, der von einem Kriegesckstfs noch gerettet werden konnte. Der ganze Transport war mit Sckstoimln- gürtein ausgerüstet. Nur ein geringer Teil der Geretteten konnte an die Front geschickt werden, der Rest kam in die Lazarette und die Etappe infolge völliger Erschöpfung. Es läßt sich sonst gut ver- stehen, dafe Ententesoldrrten, die nach einem überseeischen Kriegsschauplatz transportiert iverden sotten, die Reise mit wenig Begeisterung und sehr gemischten Gefühlen antretcn.. Durch Nickst ei ritt eisen einer Anzahl Dampfer mit Mehl und sonstiger Verpflegung ittfolge Torpedierung wird jetzt schon die mazedonische Ernte verstaucht Für die mazedonische und griechische Bevölkerung, die jetzt bereits schwer unter Hungersnot leidet, sind desl-alb die Aussichten für den Winter sehr düster, und sie gehen entern entsetzlickten ■ üevb entgegen, dadurch, daß ihnen die Ententetruppen ihre Ernte geraubt fjafren. Tie Beioohner Mazedoniens und Griechenlands taffen ihre Peiniger und Bedrücker, die ihnen alles zum Lebensunterhalt 9kötige ivegnehmen. um so mehr, weil die Elttente in phari- säerischetl Redensarten iWilfvn, Poincaist) sich noch dazu, als Be- "-Tützer der tteinen Nationen und Kulturbrrnger aufsvielt. Die s-Nazedlmier und Griechen haben nur noch den ebuigen Wiunsch, o schnell wie irgend möglich vom Schutze und der Kultur der Entente befreit zu werden.
Au; dem yauptaurfchutz de; Reichstag;.
Berlin, 1. Okt. (WTM) Im tveiteren Verlaufe der Verhandlungen des Aauptausschusses des Reichstags ernnderte ans eine Anfrage der Chef des .Kriegsamts, Generalmajor Scheuch, daß eine Verordntutg dahin ergangen sei, Leute, die 50 und mehr Pvozertt krtsgsverbetzt seien, nicht -ftr errczuziehen. Wo den: entgegen geh andcll sei. handele 0 3 sich um Ueltergangsfälle. Den Vereinen für freie Liebes- im Interesse der Kriegsverletzten ssündon die dNili- uTlxXflkbem. Serrreswegs ervgherzig g«gknuU«r Sie u»tt>er- ^ atz den vielmehr akkes, was geeignet se-i, h m Krieg cDertketz den
zu helfen imd ihre Lebensfrettde ^u hoben. Die Anträge ans Verbesserung der Retrdengeseitze wurden einftinrnrig angenommen und sodann die Sick-erstelLMg der Ernährung Minderbemittelter dtrrch Reich^beihilfen behandelt, wobei ein sozialdemokratischer Abgeordneter einen Anttag betreffend Senkung der Preise für die wichtigsten Lebertsntittel begründete. Sofern nicht durch Ausschläge auf Lebeitsmittel der Bessergesdellten die Mittel aufgebrackst werden könnten, solle das ReickMfck-atzamt die Bezahlung des Ausgleichs übernehmen. Der ckiednec verlangte weiter eine Erhöhttng der Retrtert aus der Invaliden- uitd Unfallversicherung um 50 Prozent. Ein Redtrer der Konservativen begründete seinerseits einen Anttag, daß die Ge- ineinden für die minderbemittelteir Mw^ikerungsschichten eine Senkung der Preise für die wickMgsveu Lebensmittel l)er beiführten.
Staatsietretär von Watdow siihrte darcarf u. a. ans: Die befonberen Verhältnisse, luUcr denen wir in das neire VKrtsckwsis- l-ayr eingetretcn sind, ma-ck'ten es noüvmdig. die Gestrehungspreise für Brotgetreide nne für die HeripOattosseln :w-ch mit gewissen allererbentikften Unkosten zu belastrtr. Bei Brotgetreide sind dies die Unkosten, welche aus der Durchführung der Wirtschaftskarte, des Frühbrnstbes erwachsen, bei den Kartoffeln die sogenannteü Scktnelligkeitsprämien Diese Unkosten ist die M4ckrtfinanzverwal- tung .bereit, auf Reickskostien' zu überitehmen. Die stieichsgetreidestelIe kommt dadimt ni die Lage, die Steigerung des Mehrpreises iw neuen Wittsck-astsjahr von 9 Matt für den Doppelzentner auf 4,90 Mark zu sinken und damit den Preis, wel<h»en die von ihr) zu lreliesernvcn KommunalVerbäerde zu Mhlen haben mit denjenigen Preisen crvszugleichen, den diie selbst'wnckschastenden .frommunalver- biinde nehnren müssen. Auf den Bwtpreis wiirde dies eine Steige- vwrg von Vf» bis 2 Mennigen für das Pfwcd ansmachen, soweit nicht dtrrch Bermiinderung der Spannung zntzsck^rr dem Mehl- und Brotpreis der letztere rroch Iveiter heval>gennirdert werden kann.. Bei fam frartofieln hatte die Geltung der Schnettigkeitsprämien die Wirkung, dafe eine Preissteigerung Air diie Verbraucher dadurch Nickt Eintritt. Gegen die Forderung, mife»ri>('m M-ül)smittrt zur Sen kur i der Preise der wichitigs!^ Levens mir ^e! für die minder bemittelteif Dolk^schüchttnt An gewähren und «die Grra«e. tvie weit die Vergünstigung gewährt wird, :rstter Berücksichtigung der Einkommen- steuervercmlagnng nna> der Zahl der nicht erwerbstätigen Familierv- angehörigen zu benwssen, bestehen nirckU'-er Ansicht d-r Neil-Hsleittmg sv'.vvhl gvunrt'crtzliche wie praktische BcQmünr. Die Lösung der Frage ist ans den, Wege der KriegÄval-lfahttspssege der eo-em-'inden zu suichien. Dieser Weg ist (von eitler Reihe von Genieinderl mit Erfolg bereits beschritten lvorderr In welchem Unssange fück diese Aufgabe der Krief<swytzS sichrtsfonds des Reiches zu verstärken sein wird, unterliegt zarr Zeit einer Prüfung seitens der zustäirdigen Reichs ämter.
Am dem Miche.
Berlin, 1. Ott. (WDBfe> Der „ReichsanH." vorössettt- licht eine Bevortzurrng über die Vornahme einer Schweine- zwischenzählung, eine Dekannrtna.cl)Ling bett. Aufhebung der Vekarrnttnachung über d<m Absatz von Brennnesseln vom 27. Juli 1016, eine solche über Veränderungen des Hausarbeit-.'iZosetzes vom 10. Dezember 1911 und enne Verordnung zur Aenderung der Verordnung über deir Verkehr mit Getreide, Hülsenfrüchten. Buchweizerl lind Hirse aus der Ernte 1917 zu Sacttzwecken.
Berlin, 1. Okt. (WTB.) Jmtner wieder wird berichtet, daß gewissenlose Wucherer utterfahrenen Besitzern vort Kriegsanleihe, besonders auf dem Lcrnde, die Stücke weit rrnter dem Wert herauszulocken suchen, um sie zu eiiteilt höheren Preise wieder zu verkaufen. Bor solchen Aufkäufern wird driirgend gelvarnt. Es sei darauf htnge- wiesen, daß die Reichsbaitka-nstalteli jet>erz,ett, lvo ein wirt- schuftlick>es Bedürfnis znnl Verlaufe v-orlicgt, umnittctbar vom Zeickprer die Kriegsarckeihestücke bis 1000 Mk. ^uni Ausaabeknrfe von 98 Prozent, abzüglich der üblichen flottiert Berkaussgebühr, atrbaufen.
Aus Stadt mt$ Canö.
Gießen, 2. Oktober 1917.
** Amtliche Personal Nachrichten. Uebettragen nntrde anr 26. September dem Lehrer K>rntr-gd Merz zu Rudlos mir Witttmg vom 1. Oktober 1917 ab eine Lek^rerstclle an der Volksschule z-n Wallenrvd. Kreis Lautersirch. — Ter Grofeheizog I>at iajm 29. September d. I. den Staatsschnldbnchfmxrer Rechnungsrat Konrad Henrich zu Darmstaot auf sein Nachsnä)en unter Anettennung seiner langjährigen tren geleisteten Dienste vom 1. Oktober d. I. «b aus dem Staatsdienst enttassiu, und den HanptsteueramtSrssisrenten Tx*i dem .Haupts!enerantt Mefeen. Jakob Dingeldey, zum Bezirks kassier der Bezirkskasse GrebcnlMN ernannt.
** Wurstve r kau f Wie uns mitgeteilt wird, findet der Verkauf von Wurst aus ntrterwertigen Rnrdern in dieser Woche tträfrer statt. Die Abgabe erfolgt in den bekarmtgege-- benen Verkaufsstellen zu den festgesetzten Verkaufszeiterl und zwar an die Bezirke 1-—0.
t'h. Die Petroleum-Zuteilung an die Berbraucktor in unserer Stadt konnte nur gairz unzorveiichimd erfolgen, weil die zacr Verfügung gestellte Menge 'zu gering ist. Während im vergangenen Jahre für einen Monat noch 10 000 Liter für Gießm zur Berfügtlng standen, ist die Menge in diesem Jahre auf nur 6000 Liter bemessen, womit sich die frottfn'menten auf 1 l / t Monat einrickten sollen. Mch den von ider Bsvölkeritvrg bei der Bürge»' meisterei gemackrtn Angaben sind 4100 Mohuungen vorhanden, die überhaucht keine Belaitckitmrg l/aben, 200 Wtohnnngen. in denen Be!lcuck,tung in der Küche fehlt, 750 WiohnmMln, in denen nur die frürte l-eleuckste t ist, 1450 Wochmngen. in denen Treppen- und Kellerbeletchtnng sihlt, 540 W/ohut'nge 2 t denen nur die Keller-« beleuchtung äbgeht, ttnd 650 Einzelpertonen, welche Beleitchttmg für ein Zimmer nötig haben. Die Zuteilung deS Oelstoffes konnte nur nach Schoppetr geschehen. Die größte Menge, die für eine Frnrllre abgegeben wurde, bestand in 5 Sciwppen.
D. Z. Die P reise f ü r S ch u h r e p a r a t u r e n. Die Gutachterkomvtission für Schuhwarenpreise teilt mit: Es ist uns vielfach belaunt geworden, daß das Sckiuhmacherhand- werk bei Bornahme von :)deparaturen die votl uns erlassenen Richtsätze überschreitet. Wir werden in allen Fällen, öie uns bekannt werden, hiergegen mit aller Entschiedenheit ein- schreiten. Wir müssen jedoch hierbei auf die Unterstützung' des Publikums rechnen nnd ersichen deshalb, alle Fälle, in denen Schuhmacher für Reparaturen überntäßige Preise verlängert, entweder uns oder die zuständigen Pveisprüfungs- stellen zu benachrchtigen. Gutchlerkourmission für Schuhwarenpreise.
th. Goldenes Geschäftsjiubiläu m. Die Rvhtabak- firma August Wehn (Inh. A. Frees) m Gießen sirrmtc gestcnr c;if ein OOjähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma wurde vom Klausmann Augitst Welm, dem Svhr. des damals in Gießen lebenden O'vnäkologen Hosrat Dr. Wehn, am 1. Oktober 1667 begründet, hat sich aus kleinen Ansängetr durch rührige Tätigkeü ihres feörün ders zic emer gewissen Bedeutung entwickelt nnd ist seit weniqen Jahren in den Besitz des ehenmliDen Buchhimdlers Aug. Frees üdergega«gen.
** Stadttheater. Nochmals sei arss die heutige Anfführmtg von ,Wintermärchen" hingewiesen. In den größeren Pausen, nach dem t., 5. nnd 8. Bilde, ist in der Wüttdelhallr Gelegenheit *ur Zeichnung auf dic Kriegen leihe und zu Säendem für dve .Kwiegsssirsorge geboteu. Diese Pg^- sen sind die tintigen, in oeucn der Zutch«erraLm ereilt wird. Bei alten übrigen BerNxmdlnnqen %kdbt der Zu
schauerraum verdunkelt, da auf schnellen Szenenwechsel Be<« dacht gcnommSn ist.
** Im Lichtspielhaus. Bahnhofstr. .34, werden beute zum letzten Male die Filme der,beiden Scfaneftrcn Rosa und Hennt) Pötten vorgesühtt. Morgen findet die Urmtsinhrun;ch des gewaltigen Filmgemäldes „Des Goldes Fluch oder die Sintflut" sirach Strindberg) statt.
** Beschlagnahme vvn Nesselstengeln, Nesselfasern und Neßselgespin [teil Da die Frage der Ver-» Wertung der Bvetmessessaser silr die Textilindustrie alH .gelöst angesehen werdest kamt, ist die Ne \ 'esbewittsd>aituitg letzt auf eine neue Grimdlage gestellt worden. Eine am 2. Oktober 1917 ver- össenttickste Bttarrntmachung IV. II. 1900/9. 17 X. II. A. beschsttg- nahmt sämtliche geernteten MsfÄstengel, sämtliche Nesselfasern und Nessilgespinste sowie die Abfälle dieser Gegenstände. Gestattet ist die Veräußerrmg und Liesenrrrg der bsschtagnalmnen (ffrgen-> stunde mi die Nrtselfaservertverttmgsgesillsck^ait, Berlin, SclLrtzen- stt. 65/66, oder deren Beattstvagte. Ferner ist die Veräußerung, Lieferung rmd Bercrrberttrng der beschla-gnalMten ^Gegenstände er- l-crickt zur Erfüllung von Aufträgen von Heeres- voer Mattm- be Hörden, für die ein von der Krieg s-^tv-hstioff Abteilurry genehmigter Belegschein vorlchtt, oder.ans Grttnd esireS amtlichen Freigabe- schrtnes. ElMich ist es gestattet, die geernteten Nesselstengel zu trocknen, jedoch bleiben die getaxfitcfcen Stengel beschlagnahmt.
Tie Bttanrrtmachwtg ordnet ferner die Bestandserhebung von Nesselfasern nnd Nesseigespi".rsten sonne von deren Abfällen an. Tiefe ^Gegenstände sind allmonatlich, erstmalig bis zum 10. Okto^ber 1917, #u meldet. Tie Meldesck^ine sütd bei der Vordruckverlvaltung der Kriegs-Mystoss-Abteiltmg des König!. Preufe. Kriegsmini- sterütms, Berlin 81V 48, Verl. Hedemamrstt. 10, cr-tzuforderrt.
^ Der Wortlaut der Bebanntmachrmg ist in der heutigen Nummer unseres Blattes eürztssehen.
** Zuschlag für Einrichtungsgegenstände. Zu den Bekanntmachungen, betreffend ErnrichtuNgsgegenstände Nr. Uc. 1/3 17. K. R. A.. Tachknpfer und Blitzableiter Nr. Vst 200/1. 17. K. R. A. und Tastülatiom^apyarate Nr. Vlo_ 100/2. il. K N. A,, ist am 2. Oktober 1917 ein Nachtrag Nr. Mc. 1700/8. 17. K. N. A. erschienen.
Die Asintdertrngen gegenüber den bisher gültigen Begannt- mack'nngen bese/han im wesentlichen in Prriserhöhungen. Für Dackünpfer, Blitzableiter und Destillationsapparate haben di« Preiserhölümgen rückwirkcmde Kraft. Außerdem wird für Einrichtung sg e gen st an de ein Zuschlag von 1,00 Mk. für 1 Kilogramm gewiihtt, memt die freiwillige Ablieferung bis zum 31. Oktober 1917 erfolgt.
Mit der Tnrassührung der Bekanntmachttn.g tverdett dtesilben frammunalbehörden beauftragt, denen bereits die Turchführmlg rur^ Bttanntnrachamg, betreffend Befchlagrtahme, Best an dser Hebung uns Enteignung von Bierglasdeckeln imd Merkrugdeckeln aus Zinn, ül>ettragen worden ist. Diese erlassen auch die Ausführungsb-s, stimmungen.
Alle Einzelheiten ergeben sich aus dem Wortlaut der Be» kanittimschmg, die in der heutigen Nummer unseres Blattes ver» össetitlicht ist.
** Die pren feische V e r l u st l i st e Nr. 950, die baverisch« Nr. 361, die sächsische Nr. 447 und die Marineverlustliste Nr. 126 sind soeben ert<ksteven.
** Das Krei sbla t t enthält Verordnungen über: Organe des Handwerkerstandes, Einscknänkwrq der Arbeitszeit in Spinnereien, Papier, -tzarton und Papve, Preist von Scklachtsck-we-nrn, Zubereitungen von Fischen, Veratteitung von Obst, Strick und Schuhwaren, Höchstpreis für Kättüfseln, Gewährung vvn Kriegs- trtlerungsbeihilfen, Truschprämic, Ntaul- nnd Klauenseuche, Beihilfe an ehemalige Kriegsteilnehmer, Schlachtverbote, Ausdrusch! von Getreide, Anmeldepslickt der Ausländer, ^Höchstpreise für Soda, Verordwrng über Wein, Anmeldung von Zahlungsmitteln, Vev- geltungsitiafenahnlen, Schutz der Mieter, Bre?mstosiversorgung.
Landkreis Gstßen.
Lang-Göns, 2. Okt. Der Krieg bat auch dem Käserei- getoerbe, das hier urtd in der Umgegerrd in ausgcdehnter Weise als „Hausindustrie" betrieben wurde, den Garaus gemacht. Degen Mmigels an Käsemotre wurde die Herstellrmg von Käse der: Molkereien übettvagen.
** Bu rkhardsfelden, 2. Okt. Ter Telegraphist Chri» stoph Sei pp, welckwr seit Kriegsbeginn im Felde steht, wurde nrit dern Eisernen .KrelG 2. Klasse ausgezeichnet.
Kreis Büdingen.
kt Büdingen. 2. Oktober. Zum Leutnant befördert wurd« der VlAewtMmeister Schön .
# Nidda, 2. Oktober. Das Eiserne Kreuz erhielt der Btus» fetter Heinrich! Michel.
st H i tz k i rch en , 2. Oktober. Die Hessische Tapferkeitsmttail it ethielt der Scktütze S p i e l m a n n.'
Kreis Schotten.
st Schotten, 2. Oktober. Das Sanitäts-5brenz erhielt der Sanitäts-Unteroffizier Heinrich S-chl e u n i n g , das Eiserne Kreuz iwr 6öesreitt Georg Schlorb, die .Hessische Tapserkeitsmedaillß der Musketter Wiss-elm Haas nnd der Kanonier Karl Merz.
kt Busen bvr n, 2. Oktober. Auf dem Felde der Ehre siel der Land stur innrnmt Heinrich'! Decher.
# Rcbgeshain , 2. Oktober. Ms dem Felde der Ehre siel der 6>renadrer Wilhelm Günther.
Kreis Friedvers.
— Bad-Nauheim , 2. Okt. Der bangjührtge Kurhaus- urstj Baldevmnnttssar von Bad-NMiheim, Peter Ludwig B u s ch i n s k y, feiert am Nrtttwoch> in seiner Vaterstadt Frankchrt a. M. seinen 91. Ostburtstag.
ttz Weckesheim, 1 Okt. Tie Hessische Tapfetteitsmedaille erhielt Heinrich Leuck
Kreis Wetzlar.
** Wetzlar, 2. Okt. Infolge eines Schlagansalles verscksied tumerwartet .Herr Mjermtat Dr. Stein aus Elwingsheusen. Einer der volkstümlichsten Männer 'des Kveises, eine Zierd? der ärztlichen Wissensck>ast^ getragen vom Vertrauen aller Schichten ber Bevölkerung. ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Zehe, ist mit Dr. Stein dähingegangen.
** W i fe m a r, 2. Okt. Friedrich Kraft von hier wurde mit der Hessischen TapsetteitSmodaille ausgezeichnet.
ra. Aus dem K rei se Wetzla r , 2. Okt. Zur Freude aller Seihstversorger können für jedes 5>anshaltnngsmitglied nunmehr 12 Psiard Gerste zu Graupen oder Grütze geschält werden.
vesscnMassau.
H.T. Betzdorf, 2. Okt. Einen sch,ön<m Erfolg bei der 7. Krtegsarrleihe hatte das M.ügvmnasiwn Betzdorf. In drei Lagen! wnrte eine Snnnne von 554 335 Mark gezeichnet. Da den Schnl,wü kür jede 100 000 Bstrrk ein freier Dag iir Anssicht gestellt wurde, haben diese sstl> sttzt schon fünf Tsage verdient.
Dillen bürg, 2. Okt. Bei Oberscheld fuhr ein Gütern z.ng in eine Viehherde nnd tütete vier Ziegen nnd fünf friitje. Melwere Tiere erlitten Verletzungen.
ul. Limburg, 2. Okt. Bischof Tr. Kilian erließ folgenden Mahnruf zur 7. Kriegsanleihe: Ein guter Erfolg der 7. Kriegsanleihe wird das Ende des Krieges beschleunigen, iveil er vor aller Welt den Brtveis unserer ungebrochenen wirtschaftlichen Kraft und unseres unfreiigfamen SstgeÄvillens erbrtnqt und dadurch die Hoffnungen wrserer Gegner auf die Uneinigst, Sck>wMe unb Ber- jogtbeit des beutfrf>en Volkes zuschanden macht. Ein schleckües Er- gebms der Krtegsmileihe würde diese Hossnnng neu beleben nnd so oen Krieg verlängent. Darum wird jeder einsichtige 'Patriot nnd Frredenssrermd die Kriegsanleihe in Wort und Tat fördern.
u a. T, 2.Okt. Bon den zahlreichen rcnd sehr vMh'vaverwen t^irgvn Landwirten hat bis jetzt ein einziger daran von der gewaltigen Erntefülle eine Spende an die Kriegst küche, m der 70 «rare Kinder gespeist werden, abznfülwen.
WT. Wiesbaden, 1. Okt. O^ftrrn ^nittag bemerkten Snm zwraänger, bafe cirt einem aus beut Boseplatz stehenden, am Sams-' igg beladenen Fvculkfurtcr Möbelwagen Rauch, ansstieg. Die Feuer wache nmcfrr herbeige.ru sin. ivelche bat Wagen öffnete imd rcftftcUte ba« im Innern ein starkes Fa rer wütete, das an den M ödet n l** jette ziemlich erheblichen Schaden angerichtet hatte. Die llnte»' wöcfctng des Brandes mackste Schwieri^rkeit. Sie gelang erst, nacht


