Nr. W Zweites Matt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.
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Verlagen: „Sietzeuer iZeniitjeirdlatter" und £i’. :,j} |g ..ttreisbkatt für den Kreis chietzen".
16 T. Jahrgang
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Mittwoch. \9. oeptrmdcr ffll
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Bru ht'scheUrnoersi'tüts-Buch-n.St^. nöi /dereu N. Lange, Gießen.
General-Anzeiger Kr Gyerhchen
5christ!ertung. ÄefchäftssteSe und Druckerei:
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Das deutsch-türkische Bündnis.
Konstantinopel, 16. Sep-t. (WDB.'i Ster neiu: deutsche Bo>t)ch.after Graf Bern st>o r s \ luatrbc iytuic vorn Sultan tat feiexliä>ei' Audienz emp saugen, um ihm sein ByglaubvgUugssiHreiber: zu übemmllZei:. Der And:ai:z lruhn^
auch der G-rofSvesie XaLaat Pascha uiü> bei* Minister beö Aeußeuu A ch, m e d Nef f imi bei. D>er Botschafter bicXt bet UeDerreichung be£ Handschreibens folgende Ansprache:
Ich habe die Ehre, Euer taxier li-djen. Majestät das Handschreiben ^ iitoretduen, mit t>cm ©eilte ^tajeftät der Ülaifer rmi> König, mein erhabener Souverän. mich in der Eige-itschüft fernes Botschafters bei Eure Ma.e-.u begaubigt © ine Majestät d r Maier und Möntg, mebi erhabener £mf<f>er, hat, befreit von GesMien der höchsten Achtung und un. r anbei barer Freundschast für die Person Euer Majestät, mich beaustragt, diese Gefühle bei Euer Majestät xu verdol- metsüien urtb ich bin Euer dTäojestät aüfrühttg dafür da::kbar, daß ^ie idiese Wahl zu^euchnügLn geruht haben. Ich werde mit gxö&tm Eifer bestrebt sein, die «udge-eichlneteu Beziehungen vollkommener Freundschaft und uubedmMert Vertvamms aufrecht zu erhalten und zu befestigen, die in so glücklicher Werse Mischern dem osmcmi scheu und dem deutschen Mich' bestehen, die eng verbunden sind durch ein unerschütterliches Bündnis, das, auf der Gsmtkinschaft ilxer vitalsten Interessen beruhend, durch das von den beiden ruhm- reichen Arriceen ans der t Schlacht seiden: gemeinsam vergossene Blut befestigt und chm der tiefen Sympatlüe der beiden großen Nationen getragen ist, eh rer Gvmpathir, die sich nrit fortsdxreitender.i gegenseitigen VerltänLvris immer nrehr verstärkt. Ich bin glücklich, ürese hohe Mlfgade, der. ich alle meine Bemulmngen widmen werden zu ilbernehmen, in 'einem dlugenblick, wo die innige Waffenbrüderschaft der verbünde len. Heere, fest gekittet durch drei Jahre des .Krieges, es -ermöglicht: >hat, sehr bsd-eussanre ©rege über den gemein- sMuten Feind zu errrngen, die zu der Hoffnung berechtigen, daß die r e o ei u te n Bemüihunaen der verbündeten Hseve bald von einem end- qiMrgen Erfolge getönt fein werden und daß die Absichten unserer Feinde akngeffchK des unvergleichlichen Heldenmutes der verbündeten Reiche MfrfrMkLnbrechmi werden. Id) darf hoffen, daß Eure kaiserliche Majestät gerütten necdeo. die Erfüllung der wichtigen und Men Ausgabe, die.mär 'obl iegt, zu erleichtern, indem Eure Majestät utich mit Ihrem hohen Vertrauen beehren und mir die Untev- sttMrng Ihrer Regierung Anteil werden lassen."
Der ©tustan eruierte: ,.J'ch empfange mit Freude aus Ihren Händen das ©cbrefBen, mit dem Seine Majestät der Kaiser uUd König. Ihr erhabener Herrsd^er. Sie bei mir in der Eigenschaft seines Botschafters beglaubigt. Ich bitte ©re. au Seine Majestät den Kaffen Und König, mdruei: erhabenen Verbündeten, maleich mit dem Ausdruck mellres lebbfffteften Dankes für die Gefühle der öfteundschaft. mit deren Uebermlltllmg an mich er Sie zu berufen geruht hat, die Versicherung der liefen und aufrichtigen Freund^ schaff sowie der hohen Achtung gelangen zlu lassen. die ich für ©eine Majestät hege. Eug verbunden dtrrch d^e aufrichtigen Bande des Bündnisses t^ud der Freundschaft, die aus der Interesseni-emein- schaff und gege nse itigen Sympathie der beiden Rationen hervor- gegangen find, werden mein Mich Und das Dentsche Reich dank der Tapferkeir ihres Heeres und der Selbfrverleugnung ihrer Völker mit unerschütterlicher Ausdauer diesen Mesenkamps, der ihnen QttgeAwungen ist. bis zürn Endsiege unseres Rechtes auf Dasein urrd freie Entwicklung durchhalten. Diese innige Zusammenarbeit, die Uns zahlreiche glänzende ©rege auf verschiedenen Schlachtfeldern gesichert chrt, bildet die sichere Gewähr für den endgültigen Erfolg unserer gerechter: Sache und das zukünftige Wohlergehen rmserer BÄker. ©re können, Herr Boffchafter, sicher sein, daß alle Bemülsmgen. die Sie entfalten werden, um die freundschaftlichen und vertrauensvollen BeArehunyen, die mein Mich und das Deutsche Reich so innig verknüpfen, noch mehr Au befestigen, bei mir Vesten Empfang und bei meiner Regierung aufrichtigste Unterstützung ftnden werden."
>ch«n Badeanstalt ein Unbeoofftzier ©elbstmord. Die Beweggründe W dieser Tat stnd LMbetannt, jedoch ist cLnzunchmLn, daß der* Mann, der sich wegen nervüiser Erschöpfung in etner hiestMt .Heilanstalt befand und cm dem betreffenden Rackunrittag ans kurze Zeit beurlaubt war, tu einem Zustande geistiger Ururmchtung handelte.
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sein— sonst ermutigen wir England weiteiW- kamysen! — Sie
erfolgreich sein—- denn es ist Geld genug im Lande! —
Und sie
wird
erfolgreich sein — wenn jeder handelt, als ob von ihm allem alles abhlnge!
Will»!
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Hoven und in: zweiten Dell das AohengrffEorspiel, die Ouvertüre! lund das Bach,anale imachkomponierte ©Keine) aus der Oper Tanw hällffer von Richard Wägirer.
** Wölfersheim, lL. Sept. Der Bizeselb'.vebcl Heinrid? Baugel, Jnf.-Mgt. 116 wurde mit dem Hessischen Kriegsel/ren- zetchen in Eisen ausgez-eichrret.
Kreis Wetzlar.
va. Braiunfels. 19. ©ept. Oberleutnant ULaxrinilian Ziegler gen. Stege, Jirhaberdes Efferiten Kreuzes zweiter Klasse, der Hessischen TapferkeÄsmÄ>aill'e und -des Flügzeugsülfferabzeichens, fiel xnt Luftkampfe.
Starkenburg und Rheinhessen.
**. D a r in st a d t, 18. Sept. Der Geburtstag der Gro-ß- herzagin verlief, ihrem Wunsche entsprechend, im Jagdschloß Wolfsgarten in äußerst stiller Form ohne jede Feierlichkeit. Zahlreiche Glückwünsche sind eingelaufen. Die meisten öffentlichen und viele Privatgebände trugen
Flaggenschmuck.
M. T. Mainz-, 18. Sept. Der Rheff: feit drei Tagen
im ©teigen begriffen. Nach dm hiesigen Pegel ging sein Wag erstand seit Domrerstag nm_ nahezu 3 , . l 'Dieter in die Höhe, so daß am Stonnta-g ein Pegel stand von über 1.80 Meter erreid-t wurde.. Da vom Oberrhein iroch, immer steigendes Wiaffer geineldet wird, so dürfte ein Höchstistaud von zwei Mietern wohl erreidü werden. Das Wwser zeigt eine starke gelbe Färbung, ein Be.veis, daß anc Oberrhein starke^Gewitterregei: niedergegangen sein dürften. Auch der Main zeigt steigendes Wasser.
X Ha nau, 19. Sept. Am Ostbahnhose in Hanau wurde heute früh der Hcrusbursche Georg Schwab festgenommen, als er im Begriffe ftanb, mit zwei gestohlenen Treibriemen in: Werte von 6000 Mk. wegz-ufahren.
Gietzener Strafkammer.
Gießen, 14. Sept. 1917.
, Der ©chwernehändler -und Landcoirt Phllipp B. I. vor: Grvßen- Bigeck hatte sich wegen Urkundenfälschruig zu veraupoorten. Am ^9. Rtarz l I. ließ der Angeklagte 5 Ferkel ans den ©chtveiue- martt :n Grünberg fahren. Da der Auftrieb von Ferkeln nur gegen Vorlage eines Ursprungszeugnisses gestattet war, so legte der Angeklagte ein solches der Orts Polizeibehörde Wahlen, datiert 24. März 1917, vor. Bei näherer Untersuchung ergab es sich, "*f 5 das Datum dieses Zeugnisses gefälscht war. Tatsächlich hatte er die fünf Ferkel nicht in Mahlen erstanden — von wo er im 0^9^1916 12 Schweine bezogen hatte —, sondern auf verschiedenen Märkten Hessens aufgekcucff. Das dem Angeklagten 1916 für . 1?^ihlEn gekauften ©cbioerne ausgestellte Ursprungszeug- kas Tölldjte er, um, wie er angibt, den Alarkt in Grr'ftcherg mit den Ferkeln, für die er kein Fictter n:ehr gehabt habe, befahren zu können. Das Gericht verurteilte den geständigen Angellagten zu einem Monat Gefängnis.
_ Dem Müller .Hugo P. in Selters war ein Strafbefehl über 50 Mk. zugegangen, well er einen Sack Brotgetreide ohne Mahl- karte gemahlen hat. Auf den von ihm gegen den Strafbefehl er-
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höbe nnt Eirrspruch wurde er vom Schöffengericht DrteitBerg frei- gesprochen. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwalffchast Be
rufung ein. Der Angeklagte hatte von einer Fwu B. in Aulen- diebaü! durch seinen Knecht ehren Sack Frucht, angeblich mit Oberste, zum Äcahten erholtem Für Gerste wurde damals ein Mahlsdwin nicht benötigt. In Wirklichkeit enthielt der Sack jedoch nur in seiner oberen Schicht 25—30 Pftlnd Gerste, während der übrige Inhalt aus Körn besterw. Der Angeklagte gab cm, daß er soweit wie möglich in den Sack hmeingegriffen, aber nur Gerste gefunden hätte, la das Gericht auf Grund ber Beweiserheblmg sich von der Schuld des Angeklagten nicht überzeugen konnte, wurde die Berufung der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.
Stadt And fdttö,
Gießen, 19. September 1917.
Papier ist eine der wichtigsten Waffen im Kampfe um mrsere Erifteirz!
Darum schrimke deinen persönlichen Perbrauch ein.
*
Auch der Künfer ist an Höchstpreise gebunden.
An diesem Rechts saß hat das Reichsgericht in einer neueren Entscheidung festgehalten. Der Käufer, der einen den Höchstpreis übersteigender: Kaufpreis bezahlt oder cvr- bietet, ist ebenso strafbar wie der Verkäufer, der einen solcher: Preis fordert oder aimimmt. Diese gleiche Behandlung beider Teile ist irmeülich berechtig, denn der Käufer, der sirr eine Ware mehr bietet odex bezahlt als den sesi- gesetzten Höchstpreis, trägt irr gleichem Maße dazu beß die Ware zu verteuern und sie dem allgemeiner: Verkehr zu angemessenem Preise zu entziehen, lvie der Verkäufer, der sich einer Uebersckireitrrrrg der .Höchstpreise schuldig macht. Es ist auch gleichgültig, ob der Käufer für eigne oder fremde Rechnung kauft. Bei den hohen Obstpreiseu arrf dem Merkte und den durch die verschiedenen Gebühren noch mehr hinausgetriebenen Preisen bei den Obsthändlern gehen nun viele t'eute aufs Land und holen sich ans einen Bezugsschein ihr Obst bei dem Erzeuger; sie b^ahlen aber einen Preis, der vielfach weit über den amtlich festgesetzten Höchstpreis sur den Erzeuger hinausgeht und verteuemr so das Obst. So ist z. D. der Erzeugerhöchstpreis für Zwetscher: 20 Pf. für das PfuM: da sie oder in der Stadt '25, 38 iodev-gar 30 Pf. kosten, 19 holt man sich fern Quarttum auf den: &n\be. zu 25 Pf., überschreitet also dm: Erzeugerhöchstpveis ltm 5 Pf. Daß man sich dadurrl) strafbar macht und zur Verteueruug des Obstes beiträgt, daran denkt mau bricht. Es wäre darun: drinbend erwünscht, daß alle UeLerschreitu'igeu der .Höchstpreise, die zur Anzeige kommen, bestraft würde::. Wozu sind Höchstpreise festgesetzt, ioem: sie nicht eingehalben !verden? Wem: man die Preise bederckt^ die jetzt im Kriege für alle Obstsorten bezahlt toerderr, so ist der Gesamtwert der diesjährigen deutschen Obsternte bei der mich der- Statistik anzunehmenden Anzahl von rund 74 376000 Aepfelbölumen. 30 780 000 Birnbäumen, 64547 000 Pflaumen?' unb Zwetscherrbäuine,: imd 21 390 000 Kirschjbäunun: und bei dem überaus reichen Behang der Bäume in ganz ©üd- jumd Mitteldeutschland auf mindestens 1 Milliarde #u schätzen. Kleine Bauern bezahl«: in diesem Jahre aus dem Obsterlös ihre Lchpot!) ekenschLllden ab.
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"* Auszerchnung. Dem Gesroit«: Braun vou hier wurde das Eherne .Kreuz 2 Klasse verliehe::. Die hejsisme To p ferkeitKn^eo aille ist bereits :n feinein Besitz.
** Selbstmord. Wie wir von zustänLigei Stelle 'kwsahren. verübte am Samstag nachmittag in der Müller-
** fficine Verlegung her Herbstferien in heu Winter. Wie die „Dormstabter Zeitung" von zuständiger Selle erfährt, besteht schon im Hnchlick auf das ip diesem Herbst besonders dringende Bedürfnis, die Schüler bei der Kartoffel- ustv. Ernte zu verwenden, nicht die Absicht, die Herbstferren der Schulen in den Winter zu verlegen.
** Aus die Bekanntmachung in heutiger Nmurner, die freiwillige ^lblieferung von Errrrichtungsgegenstämden aus Kupfer und Kupferlegterungen (Messing, Rotguß, Donckak. Bronze) betreffend, wird hingewiesen.
** Lichtbildervortrag. Der in unserer gestrigen 9tunmrer angekündigte Lichtbildervortrag in der großen Aula findet Donnerstag abend 8 Uhr statt.
** Keine Beschlagnahme von alten Möbeln. Wie die Hamburger Detaillistenkammer den bezirks- eingesesseneu Firmen mitteilt, ist ein Erlaß von Bestrmmu w gen über die Beschlagnahme der vorhmll>enen Bestände von alten Möbeln zurzeit rftcht in Aussicht genommen.
** Das Grvß'h. Regierungsblatt, Nr. 21, ist erschienen und enthalt: 1. Bekcrnntmadnmg, betreffend Verordnung des Bmidesvaits vom. 2. August 1917 über b et: priv aten gewerblichen und kaufmÄTruffchen Fachmüerricht. 2. Bekarrnttnachmtg, die „JlLert-StifttlTrg" in Groß-Steinhstm^ betreffend. 3. Bekamtt- machung über Sa(Nguvwirtschaften. 4. Bekanntmachung, den Verkehr mit Spanferöeln betreffend. 5. BekcvnlntmachMg, das Verbot des vorzeitige:: Erntens vm: Herbstgenffffe und Rüben betreffend.
6 . BeKanMmachung, Sicherstelümg von Saatkartoffeln betreffend.
7. Bekanntmachung über die Bestellung eines Schlichtungscrus- schusses. 8 . Bekanntmachung, Anschlußgleis an die Häfenbahu für die Finnja Dr. Wilhelm Megerle in Friedberg auf dem Bahnhof zu dtt-erstein betreffend. 9. Bekanntniachung, Anschlußgleis für die Garnffonvenoaltung Truppenübungsplatz Darmstadt auf dem Bahnhof z u Danmstadt betreffend.
** Kriegsanleihe Versicherung Die Betelligun <tni der Zeichnung aus die siebente .Kriegsianleihe wird denjenigen, die gegenwärtig Der nicht genügend hohe Mittel verfügen, durch W- WUß einer KriegsanMl^versich-erung bei der Gothaer Le- benSversichernirDsbank Ä.-G. ermöglicht. (Sieche ylnzeige.)
Kreis Schotten. '
e. Schotten, 19. Sept Der Ersatzrestrrvist Karl Luch, Inhaber der Hessischen Tapstrkellsmedaille, erhielt das Efferne Kreuz ??weiter Masse. —i Das Hessische .Kriegsehvenzeichen tn Essen wurde dÄü Gestellw Karl Weil verliehen. — Gefreiter Herrn. Be ck^r Wurde mit den: Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.
e. Ulfa, 19. Sept. Die hiesige Gemeinde hat ans dem Verkauf von Obst in diesem Jiahre rnsgesmnt über 5000 Mk. gelöst. Kreis Frledberg.
** Bad--N«tuHeinr, 19. Sept. .Im ^bmrzierchaus findet am 20. September, abends 8 V 4 Uhr ein Sonderkonzert der Kurkapelle (Beekhovew, Wagner-, LffUt^Abeud) statt, ©btrst: Wilhelm Backhaus (Klavier). Leitung: .Hoftat Pvof. Hans Winderstein. Ein vftlseftiges PiVgramm liegt diesem letzten Sonderkonzert der diesj.ahrige!: Sommerzeit Mgrunide. Wilhelm Backhaus ivird das G-Dm>.Konzert für Pianoforte und Orchester von Beekhoven, sowie Solostückc voi: Lis^t Vorträgen. Das Orchester spickt Mrr Ginveitung des Abends die Große LeomwemDuverpüre von Beet-
ve^mrschtes.
* ResorMations-Gedächtnis halle. Im
Oktober d. wird ein historisch wie künstlerisch bedeutsamer' vater- larünsches Friedenswerk in der ans der Reformätioi:sgeschichte bekannten Stadt Schmalkalden in Thüringer: vollendet werden, nachdem man eine Re:he von Jahren unausgesetzt dafür tätig gewesen fir. Iw! altehrwürdigen Rathause Schmalkaldens, das aus dem 15. Jahrhundert stammt, wird arn 31. Oktober die Gedächtnis Halle an dw: Schmalkalbener Bund geweiht tverden. Die Halle wird etwa 20 Oelblldnisse der ehemaligen Bundessursten und Vertreter der Städte wre der großen Theologen der Zeft i:nd 30 Wappen der Bundessüidte verein:gen. Ihr künstlerisch zumeist sehr wertvoller ^Uhall genramt dadurch besondere Bedeutung, daß .die Bildnisse sämtlich von den fürstlicher: Nachkomme:: der etzen:aliger: Bundes- rnitgl jeder sowie von Provinzen, Städten nsw. gestiftet I vor den sind, und !daß auch die plastisch in Holz geschnitzten ur:d gemalte!: Wappen durchweg Schenkungen der'Städte darstellen.
^ ** Der Gründungsansschilß des „Seedienst", Verem für Schiffsnachrichten, hat die inhaltsreiche dritte Probe- rmmmer seiner in den Kreisen von Schiffahrt und Handel schon! bekannten L>d)ifiahrt-Zeüung zugleich mit einer Probenummer der lllusttnerten Wodien-Bellage der Schiffahrt-Z-eittmg au: 15. September herausgegeben. Prob-enummern köimen durch den Komrnrsswnsverlag Broschek 8 - Co., Hamburg 36, kostenlos M- zvgen werden.
, 1.9 y v v v -vuiii iiti im;u. L-er jtaairei Perer vw~ fegger erzählt im neue)tien .Heft seines Hermgartims: Manchmal, n>em: es gar zu.mager wurde, .fing man doch auch ein bißchen baniftienL kam reh in einen mir altbckannten Bauernhof und wollte der Bäuerm Butter' abkausen. Recht freundlich antloortetc sre, daß sie hall mchts hergeben könne. Bei der großen Trockenhell ^rdvrrten dre Wresen und so brächten die Kühe wenig Mllch und Butter heim. Aber Htm es eigentlich einmal wirklich darum zu tun fft, ferne völlig al^gettwcknete Mascküne ein roemg cknznfetten der laßt sich an der Butt-erguelle nicht so leicht abürcoen Ich wollte ja gut zählen. „Mm Gott, gut zahlen!" sagte die Bäuerin, ^das nwiß :ch glerchwohl. Was tut inan mit Geld heutzuta.p- Wen-: ^ tvas zum Daiffdren hätten." Ich schupfte die Achseln. „Wissen <© Ivos," schlug sie lebhaft vor, „geben S' mir a Büchst von ^hiwn und rch gebe Jl>nen ein halbes Kilo Butter." stttin also' Doch wveder einmal ein Geschäft. Ms sie mir am nächsten Sonntag dre Bitter bradste, gab ich ihr mein Geschichtenbuch: Soimen schein ^;ch^Ert. öOTi=iiei:=fd>cin" unb sagte: „Wegen wür mir lieber.' Aber das Geschäft War gemadst.
^ Wi e <rlt ist das Portemonnaie? Wir stick Über di« Entstehung der Gegenstände des täglichen Bedarfs meist voMommeu mr limklaren. Da s«. mrs unentbehrlich geworden sind, mein- mm,. ba&Jntian sich Jahrhunderte lang ihrer bedient habr. So wird u:au es kamn für möglrch lialteu, daß das Portenwnuaie erst siebzig E^e alt ist, daß also heute i:od> viele Leute leben, die sich in ihrer Jvrgend noch ohne Portemonnaie behalfen, wie denn ja mich rn vornehmen Kressen bis vor 40 oder 50 Jahrei: die Börsen norfi ftbr Vvel rm Gebrand> ivaren. in niederen ^Pressen die 0>stdtatzO:. be: Fvaiven auch die Strümpfe als Geldbebälter Im Fahr 1817 ^Ürnd bm deusscher BucHbrndergeselle in Amerika, Karl Heue, das Pruwim mnare, ^ aber leider unterließ er es, seine erjvigveid>e Er- pa t«iliie ren zai lasAm, so d«rß widere durch ihn ibro Börsten nrnten, wähoend er mit leerem Portemonnaie starb.


