Ausgabe 
12.9.1917 Zweites Blatt
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 2H

Atveites Blatt

6ijd)cml täglich tritt Ausnahme des Sonntags.

W>

167 . Jahrgang

Beilagen:Gietzcner Zamsiienblöttrc" und llreisblatt für den Kreis Hießen".

psstschrcklonto: granffurt am Main Nr. 11686. banloertehr: Hetocrbcbank Kletzen.

General-Anzeiger für

-»SSW

Ans Heften.

Darmftadt, 10. Sept. An die Ztveite Kammer der Stande find noch folgende Anträge ein gebracht worden:

7. Airfrag« des Mgeordtreten Adelrmg, betreffervd >O b st - a tl f k a u f b i r (& t ä M c. Am 15. JNni beantragte ich:dent städtischen Großobstmarkt in Mainz, ebenso mir den Obst- Märkten in Worms und ll^ieder-Jngelheinr die Funktionen eines Konrmissionärs zu übertragen." Die Regierung sagte die Erfüllung dieser Wünsche zu. Bis zur Stunde ist aber noch keinerlei Anstalt getroffen, die Zusage in die Tat Um­zusetzen, trotzdem die Spätobst-Ernte bereits im Gauge ist. Gedenkt die Großh. Regierung ihre Zusage überhaupt noch aufreätt zu erhalten, oder welche Gründe waren, nt aß­gebend, den Städten die Rechte der Ob'st-KomMissionare auch jetzt noch zu verweigern?

. 8. Antrag der Mgeordneten Korell-Jngelheim und Ge-

Xnassen, betreffend R a hrun FsNI i t te lb>e r t e i l u n g a u f Xe m Lande. Die Nichtselbstversorger auf dem Lande leiden ebipfindlich unter der mangelndeti Zuteiluttg von Nah­rungsmitteln. Man sagt, sie hätten Gelegenheit, sich neben­her Nahrungsmittel zu beschaffen. Das ist aber nur für reiche Personen der Fall, denn durch die städtischen Hamsterer sind die Preise so in die Höhe getrieben worden, daß der Menge der auf 8em Lande wohnenden Arbeiter, Eisenbahner und Beamten der Kauf unmöglich ist. Nun haben die verschie­denen Zentralstellen zur Bewirtschaftung von Nahrungs­mitteln, z. B. von Butter und Eiern, Maßnahmen getroffen, durch welche die Lage der bezeichneteu Nichtselbstversorger unerträglich geworden ist. Liefert eine Gemeinde nicht ge­nügend Milch ab, so wird die Butterzuteilung verkürzt: ebenso ist es bei den Eiern. Es gibt Landgemeinden, in denen schon seit zehrt Wochen kein Ei ansgegeben worden ist. Aehn- lich ist es mit Butter. Anderes Fett ist auf dein Laude noch viel länger tiicht verteilt worden. Bon der Fleischausgabe auf dem Lande schweigt man besser ganz'. Bei aller An­erkennung der Notlage in den Städten muß doch der Beliefe­rung der geriugbemittelteti Nichtselbstversoraer auf dem Laude größere Aufmerksamkeit als bisher geschenkt werden. Ich beantrage, die Kammer wolle eine Aussprache über diese Verhältnisse herbeiführen mid ein Ersuchet: in diesem Sinne au die Regierung richten.

9. Sehr eilender Antrag der Abgeordneten v. Brentano. Brauer und Gen., betreffend Entziehung von Zucker und Bestrafungen. Nach dem letzten Ausschreiben des biroßherzoglichen Ministeriums sollen was von keiner Leite irgendtoie beanstandet wird,h nur solche Leute gestraft toerden, welche in Verkennung ihrer Pflichten gegenüber der Allgemeinheit absichtlich Eier usw. znrückhalten. Wo dies nicht geschieht, wo Not vorlag oder sonstige besonderen Ber- Mltnisse, kann doch von einer Strafe nicht die Rede sein. Solche würde nur die bestehende Erregung fördern, was noch erheblich mehr die Mgemeinheit schädigen ivürde, als einige nicht abgelieferte Eier oder Speck. Dazu kommt, daß bei dem Zuckcr-EntzUg die Familien, besonders die Kjnder. gesundheitlich geschädigt werden. Es widerspricht dies aber leder Straftheorie. Unseres Erachtens muß jeder Fall be­sonders geprüft und es kann nicht nach eineni Schema ver­fahren werden. Es scheint uns dies ein sehr wichtiger Punkt zu sein, der dringend einer alsbaldigen Aufklärung bedarf.

Xu« Stadt tttsö Land

Gießen. 12. September 1917.

Zeichnet die neue Kriegsanleihe!

Draußen haben Misere Männer, Brüder und Söhne zu neuen Schlägen ausgeholt In Flandern, in der Champagne, vor Verdun Und an der Äisne haben unsere .Helden trotz Entbehrungen, Stra­pazen und Entsagungen mit übermenschlicher Kraft und Aus­dauer die anstürmenden Feinde v/n den Grenzen des geliebten! Vaterlandes serngehalten In Rußland haben sic von neuem unseren Feinden bewiesen, daß die Schlagkraft der deutschen Heer- scharett ungeschwächt ist Mit Mut und Kraft habet: unsere braven Streiter die russischen Stellungeti iißerramit und deni östlichen

inb einen seiner wichtigsten Stützpunkte,Riga", genommen. Mit Dankbarkeit gedenkt das gesamte deutsche Volk seiner uner­müdlichen Kämpfer. Auf allen Kriegsschauplätzen tobett die Schlach­ten, das !rissen wir. Wjir wissen aber mich, daß ein jeder an der Front stelzende deutsche Soldat sein Bestes farcsibt, Gut und Blut opfert und reine Strapazen und Etrtbehrungen scheut. Auch da- wnm j^ilt es eine Schlacht zu schlagen eine finanzielle Schlacht, die ^ck-lackst der siebenten deutschen Krieg san--^ leihe. So wie unsere Feldgrauen draußen ihre ganze Kraft in beit Dienst des Vaterlandes stellet:, müssen auci) wir Daheim­gebliebenen dasselbe tun uttd durch Werben und Zeichnen der neuen siebenten Kriegsanleihe den endgültigen Sieg tniterringen'

en Machte sich bucher jeder einzelne zur heiligen Pflicht, sein,' Möglichstes für das volle Gelingen der sieüenbcn Anleihe zu tun.

Stehe niemand zurück ob reich, ob arm!

Auf jede Mark kommt es an.

Zeichnet die neue deutsche siebente Kriegs­anleihe.

*

* * Beförde r u tt g. Telephonist August Ziegler, tvelcher ^or einigen Wochen das Eiserne Kreuz erhielt, wurde zum! Gefreiten

befördert.

** I ungwehr. Mittiooch, 12. Sepl, Antreten nur 8 Uhr an der Gabelung Grünberger-Licher Straße. Abmarsch 8.10 Uhr. Rückkehr 9.45 Uhr.

** Vor tragsabetid. Am! Freitag, detr 14. September, abends 8 11h findet im! großen Saale des HotelsFürstenhos" ein Vortragsabend der Künstler Paul und Willy Marquardt aus Frankfurt (Rezitation und Gesang), Frau Tini Knecht aus München (Lieber zur Laute) statt. Das Programm ist abwechsttttigsreich und ip; gewählt uno versprichst geuußioeiche Stunden. Der Vorverkauf der Karten findet beim^Portier des Hotels statt.

-* v Hessischer Schutzverein für entlassene Ge­fangene. Der Nechenschaftsbericht des Vorstandes für das Jahr 1910/17 ist erschienen und enthält u. a. eine Statistik über die Pfleglinge de-.' stml-res 1916, einen Bericht über die ordeitttiche M-SbsliederversamnUimg zu Mainz am 10. Juli 1917, sowie den Vor o nschlag für 1918.

Landkreis Gießen.

** Langd, 12. Sefa. Der Landwirt Heinrich Klos III. müi der Bergmann E. H a c. s nahmen vorigeWvcheeinett Franzosen fes-, welcher bei Gedern etMvicheu war ltrud sich.schon einige Tage in mesiger Gmeud herum getrieben falle. Die Festnahme des Fran- qvsen ersolgte abends gegen 11 Uhr. In den Strümpfen des Ent- Mchenen wurden zwei LandÄrrten vorgefunden.

** Staufenberg, 12. Sept. Mirgertneister Stephan hat -nach fast 30jähriger verdienstvoller Amtsführung aus LllterS- und Gesundheitsrücksichten das Bürgermeisteranrt niedergelegt. Tie Geschäfte der Bürgermeisterei werden bis auf tocitereö von bent Beigeordneten Mayer wertergesührt.

.** T r e i s-H o r lof s, 12. Sept. Unteroffizier Adolf Rudlos in einem Ins. -Regiment im Osten wurde zum Vize-Feldwebel be­fördert imd mit der Hessischen Tapsirkeitsrnedaille ausgezeichttet.

** Wiese cf, 12. Sept. Dem Krankenträger Fritz Keßler rourdc hie Hessische TapserkeiVmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielt er bereits im Llpril. ^

Kreis Büdingen.

= Büdingen, 12. Sept. Das Kveisamt hat eine Anzahl Frauen aus Frankfurt, Bindhausen usw., die sür Eier mehr als deti vorgeschriebenen Höchstpreis bezahlt haben, mit empsiudlicheu Geldstrafen belegt. Ebenso tvUrden die Verkäufer der Tier bestraft.

tt Büdingen, 12. Sept. ddach 27monatiger treuester Pslich'tersüllsung siel aus den: Felde der Ehre der Musketier Kart Zimmer mann. Das Eiserne Kreuz! erhielt der Gesrecke Frank, die Hessische Tapferkeitsmeda ille der Telegraphist W-ith. W i ega nd.

ü Mi t.tel- Gründau, 12. Sept. Das Eisertre Kreuz er­hielt der Sergeant Julius MriA. Die .Hessische Tapferkeits-- medaille ist bereits in seinem Besitz.

ü Selters, 12. Sept. Bürgerureister Heinrich Ru pp feierte dieser Tage,in voller Rüstigkeit serncin 85. Geburtstag.

Kreis Alsfeld. * -

N. Lehrbach. 12. Sept. Dem Unteroffizier der Reserve .Hein­rich Stroh von hier wurde daS Eiserne Kreuz zweiter Masse verliehen.

Kreis Schotten.

e. Sch otten, 12. Sept. Ms zweites Opfer der FanEe Konr. Schlörb VIII. tuuertalb eines Vierteljahre o starb der st inan -a riro t Karl Schlörb den Heldentod fürs Vaterland.

«.Schotten, 12. Sept. Die Obstversteigerungetr in den Orten Ei chel sa ch sen, St or n f eis, RupPerts bur g und Ulfa finden Donnerstag, den 13. Septeatber, statt. ^Bedauerlich ist, daß die Aepfel!überall zu früh geertrtet werden; getvinnen sie doch ge­rade jetzt in den schönen .Herbsttagen noch ganz besonders an Raum- sül'lle und Güte,

c. Eichelsachsen. 12. Sept. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt der Musketier Rudolf Emrich.

e. Stornfels. 12. Sept^ Zu Ehrenseldschützeu unserer Ge­meinde wurden die Laudwirte Wilhelm Merz, Friedrich L a u f - f c r II., Heinrich Kar p f, Johann Christ. Schneider, Michael H v f M a n n 'und Georg v ch i m IV. bestellt.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim. 12. Sept. Donnerstag, den 13. Sep- tenrber 1917, abends 8V4 Uhr, findet im Kvnzerthaus ein Son derkonz-ert der Kurkapelle statt. Solisten: Fräuleffr Marianne Alf er mann (Sopran) Mid Herr Karl Ziegler (Tenor). Die .Leitung hat Hoftat Professor Hans Wind er st ein. Ztvei neue Kräfte vom Fratckfftrter Operrchaus werden sich an diescnr Abend erstmalig unserem Publikum vvrstellen. Fräulein Mfor- numn war bisher an der Berliner Hosoper, Herr Ziegler am Ham- biurger Stadtthoater tätig gewesen. Die Dame singt denPagen­gruß" aus den Hugenotten, sowie eine Anzahl Lieder. Die Klavier­begleitung hat Herr Ludwig Marguth übernommen. Herr Ziegler wird die Schlußszene mrs der OperGuntram" von Richard Strauß und daun gleichfalls Lieder zu Gehör bringen. Das Or­chester spielt zur Einftihrung drei Sätze aus derHaffner-Sere- nade" von Mozart, dann die -Ouvertüre aus der Musik zuRi­chard III." von Volkmann und als Einleitung des zweiten Teiles der Vortragsordnuug die beliebte Tondichtung von Smetatra Die Moldau".

Hessen-Nassau.

--- Frankfurt a. M., 12. Sept. Ist der Vergerstraße riß sich Montag abend ein großer Ziehhund von seinem Gespann los, stürzte sich jcmf einen 11jährigen Schüler und zerffeisäste ihn in gräßlicher Weise am ganzen Leibe. Der Jtmge kam in hoffnungs­losem Zustande ins Krankenhaus.

--- Idstein, 12. Sept. Im nahen Rückershausen geriet der Treschimaschinenbesitzer Julius Schäfer beim Dreschen mit dem Kopse in die Strohpresse und wurde aus der Stelle getötet.

Grotzherzoal. handelsfammer Gießen für die Nreise Gießen, Alsfeld und Lauierbach.

Auszug aus dem Sitzungsbericht vom 29. Lliugust 1917. Anwesend sind die Herren: Geheimer Kommerzienrat Heichel­heim als Vorsitzender, Kommerzienrat Schirmer als 1. stellv. Vorsitzender, Kommerzienrat Grünetviald als 2. stellv. Borsitzett-. der, Mmnterzieurat Hoos) Jhring, Kommerzienrat Klnrgispor, Vroll, Nowack, Ramspeck, Rinn, Stammler, Wallach, Zurbuch und der Syndikus.

1. Ms Grund der Borschrifteti für die öffentlich angesteltten Bücherrevisoren wurde Herr Friedrich Hermann Kretttel in Gießen als kau fmlä uni scher Buch-Sachverständiger angestellt und beeidigt.

2. Ln Unterstützung einer Eingabe hessffcher .Lederindustrieller an das Gvoßh. Ministerium des Innern, hat der hessische Handels- kammcrtag die Großherzogliche Regiertmg gebeten, mit der größten Enffchrcden'heit gegen die beabsichtigte Z toa n g s s y n d i z i e r ^u n g der Lederindustrie, -welche für das Großherzog-dtm! Hessen von igrößter Bedeutung ist, Stellung zu nehmen.

3. IN einer Sitzung der Vereinigung südwestdeutscher Hatidels- kammern in Heidelberg, tvelcher -die Kammer als Mitglied an­gehört, wurden zur Behebung der durch die Kriegswucher­gesetz g e b U u g hervorgerufenetr Rechüdcrfficherheit folgende Grundsätze mtsgesteM:

n) die Einhaltrmg des auf einwtaudfteier Grundlage ermittelten Marktpreises schließt eine Bestrafung atts:

b) dem KaUfftlicmn tnuß gestattet werden, bei der Verschieden­heit der Herstellungskosten oder der EinstattdZpreise für Waren gleicher Art von Turchschnittsbeträgen auszugehen;

0) ffir die Berechnung des an.gemeffenen .Gewinns ist der in Friedenszeiten erzielte Stücbmtzen nicht ausschlaggebend, viel­mehr sind die durch den Mieg geschaffenen Ivirtscha-fflichen. Verhältnisse, insbesotiderc die gesteigerten Kosten der Lebens­führung M berücksichtiget!.

4. Ter hessische HandcWmnmertag hat bei der Großb Re- gievung einet! Ausbau der Hessischen. Porteilu ng sstelle für Hoereslieferungen in der Richtung beantragt, daß der Leiter der Verteilungsstellc auch bei den Fragen der allgemeinen Kriegs­und UebergangÄvirtschast als staatlicher Beauftragter herango zogen wird.

5. In den einzelnen BezffMn des) .Reichs fallen Ledern Zu schnei de stellen errichtet werde», welche auf Grund der Zuweisungen des Leder-Zuweisungsamtes sür ihren Bezirk sämt­liche Zuschnitte für die HeeresmrsrüsttmgSgegenstände mit Aus­nahme der Schuhwaveti 'herzustellen und an die beteiligten Firmei r zu 'verteilett haben. Mir das GrvßHerzogtum Hessen wird auf Beschluß einer aut 18. August d. M. in Frauksurt a. M. statt­gehabten Irllercsietrterr-VcwsamitckUng, M welcher der hessische Hau- delsLtmNtortag eingeLtden batte, ein»' solche Leder-Zu- sch»n«idestellke in Offenhach a. M. errichtet werden.

Mttüvoch, (2. Zeptember M7

Zwtllingsrundvruck und Berlou:

Br ühl'scheUniversltäl°-Buch-ti.St.'iitR> ckcrei R. Lange, Gießen.

5chrisNritnng, Aeschaftzstelle und vrsckerel:

Schulstraße Eeschäj iteile u. Verlag: 5

Schriftlcittmg: e=^ 112.

Anschrift fnr Trotzt mchnchtenrAnzeigerGie/ien.

6. Durch Bundesratsverordnung ist eine Reil:: vr^n

Kriegs verband der Faß- und Faßholzfabrikantett und der Ber­einigung deutscher Faßhändler attdercrseits geregelt werden soll, llnr den Bedürfnissen der Kleinverbraucher und der Haushaltungen nach Möglichkeit sofort zu entsprechen, sotten Verteilmtgsstellen Reichsgebiete errichtet werden. Das Llrbeitsgelüet der in Frankfurt a. M. zu errichtenden Ver tei lungsstelle :vird dw Großherzogtümer Baden und Hessen, das Fürsten- die Provinz Hessen-^Icassau, Glsaß-Äthringen und die Rl.etnpsalz umfassen. Die hessischen Handelskantmern lxrben siät znr Entgegennahme imd Weiterleittiug der Bedarfsanmeldungen fttr die Kleinverbraucher bereit erklärt.

? ^ie hessischen Handelskammern habet! für die Besetzung des m Ausführung der Verordntmg über den Verkehr mit P J^IV ücht e n >und des K0 hl en ste u e rg c s? tzes zu errichten-

Lchlichtutigsausschusses bzw. Wertprüsungsstelle entsprechende Vorfchlage ails den Kreiset: der Industrie und dcS Handels dem MiNistertun^ des Iunern imterbreitet.

1, . 8 < -HandelWammer hat für den Deutschen Handelstag Unterlagen..für eme dein.Mlgemeininteresse enffprech-mden, tnög- ltchst ausgedchnten ^Zuziehung des ordeutlichLn Facb- yanoels bet dem im Rahmen der kriegswirtschaftlichen Rege- Umg erfolgenden mländischett Aufkäufen von Brotgetreide, Gerste. Hafer und Hülsettftt'lchteti gesammelt.

9. Tie HattdelÄammer l-atte bei dem Großh. Ministerium des >^nnert: beatitragt, daß an Stelle der O b st v e r w e r t tl lt g s g e- ! 0 l l scha f t die im Kreise Gießen ansässigen Obsthändler nrit deni Ankauf des Obstes betraut werden. Die hierfür von der Kammer gemachten zweckentsprechenden Vorschläge haben jedoch nicht die BtlligUng der Großh. Regierung gesunden.

, 10. In einem Bericht an das Großh. Ministerium des Innern

über Verkehr mit V e rb r au chs z 11 cf e r hat die Kammer ru Erwägung gegeben, ob es nicht ratsant sei, an Stelle der in Ans- sicht genionunenQt Zweiltrug von Rohzucker etireit auf dem billigsten Wege hergestellten rasfitiiertcm Verbrauchszucker in gemahlener Form m den Handel zu bringen.

^ . f }Gutachten hat sich die 5>atidelskainmer aus einer Reihe twn Gründen gegen die U e b e r t r a g u rt g r i ch t e r l i ch e r Geioalt an die Preisprüfungsstellen ausgesprockten.

einem tverteren Gutachten hat die Handelskammer erklärt, daß sie bec der Wirksamkeit der in ihrem Bezirke tätigen Prerrwrüsimgs- stelleii eine bcni 1 Handelsstande gegenüber feindliche Stelltingnahme nicht beobachtet Txrt, bau im Gegenteil das Zusamntettarbeitett der sackwerchändigen Aiitglieder^des .Handels twit den Preisvrt'ffimgs- stellen durchaus harnt0irisch wrd vou gegenseitigem Verständnis ge­tragen gervesen sei. ^ Für die Errichtung einer Landet^Preis- prüstmgsstelle, tvie sie bei der Großh. Regierung in Anregung gebracht worden ist, kotmte die Handelskamnter ein Bedürfnis nicht auerdenueti.

12. Aiiträgen der Handelskammer arff Wiederein- l e g u u g s ch n e l l s a h r e u d e r Züge z w i s ch e n Köln 11 n b Gießen sowie auf Herstellung des Mrschlusses des Personenzugs 1651 auf der Strecke Gießen-Wetzlar an die Züge nach Tillenburg Und Weilburg hat die Kgl. Eisenbahndirektion Fratkkfnrt a. M. in entgegenkomniender Weise entsprochen.

13. Int Interesse eines glatterr Eisenbahnverkehrs, aik den atich im kommenden ^9itcker wieder bedeutende tzlnsorde- rungen gestellt :verden, richtet die Handelskammer auch ihrerseits an alle betciligteti Kreise ihres Pezftks die dringen.de Bitte, deti täglich eingehenden .W a g e n n m l a u f so wirtschaftlich wie mög­lich zu gestaltet.

,14. Die hessischen Handelskattrmern hatten angesichts der verändertet: Zeit- und^ Wertverhältinsse eine entsprechende Er­höhung'der Entschädigungen bei Feuerschäden in Anregung^ gebracht. Tie hessische Brandversicherirngskammer hat den Vorschlag nicht dUrchN'ihrbar erachtet, den veränderten Verhältnissen aber bereits dnrch Errichtung einer Kriegsoersichersmg sowie dadurch) Rechnung getragen, daß alle Schäden bis zu 100l) Marl in voller Höhe nach dem Wiederherstellungswert zur Zeit der Wiederherstellung eirffchädigt norden.

15. In: Hülblick atrp die Zunahtne der Verluste und B e s ch ä d i g u n g e ti von Postpaketen hi eck die Handelskant mcr eine Erhöhung des Höchst-Entschädignngbetrages angezeigt. Mit Rücksicht darauf, daß die Ersatzleistung der Postvertvaltung gesetzlich geregelt ist, vermochte die Kaiser!. Oberpostdirektivt: der An- regimg keine weitere Folge zu geben.

16. Die Handelskammer hatte vorgeschlagen, cs möchü denietti­gert FirMetr, dettett für die Entricht!mg der von ihnen gcschrtldeteu Zollgefälle Kredit getrährt tvird, eine Vergütung in Höhe des normalen Zinsfußes zugestanden tverdett, sobald sic den be- Uoilligten Kredit nicht rtt Anspruch uehnten, sondern den Zoll ffir die cingeführten Waren alsl^ald zahlen. Das Großh. Ministerium der Finanzetr erklärte, dem Vorschläge tticht uäl^er treten zu können, da eine Acn-derung der Iteichsgesetzgebimg oder der Erlaß besonderer Bestimmrtngen des BnndcsratS hierzit erforderlich sei. Eine Aenderung der bestehenden reichsigesetzlichen Vorschriften in beut gewünsck.ten Sinine müßte a'itck) deslwlb bezweifelt u»erd«:, da sie letzten Endes eine ällgenteine Herabsetzung der Zollsätze zur Folge haben oder tvenigstetts als solche tvirkert tvütde.

17. Die Großh. GeU'erbeinspektion Gießen hatte bei denk Großh. MinisteriuMI des IUneru beantragt, eine Regelung.der Ar­beitszeit in der Z igarr enindustrie derart zu veratt- lasien, daß wöchenllich nickst miehr als vier Tage gearbeitet ioerden dürfe. Die Harchelskammer l-at sich aus einer Rech- von bftünden gegen den Antrag ausgesprockten.

18. Gegen die Verordwmg des Bundes rats rüber- ba\ Handel mit Tabakwaren hatte die Handelskammer Bedenken nickst geltend zU machen. 'Iftit hat sie beit Wtmsch ar^gesprochett, daß den mit der Durchffihrmrg der Verordnung betrauten Behörden die Anhörung der si.fftändigen Handelsvertresilng zur Pflicht gemacht wird.

19. ^sirch eiuer Erngalv der Gesellschaft für soziale Resorin an die Regierungen der Bundesstaaten soll bei B e r g c b rt t: g von Aufträgen deö Staates und der Getneiuden den Untcrtiehmeru durch Vertragsklauscl die Verpflichtung auferlegt werden, den kausmäunischen, technischen imd Bnreauaitgestellten Teuerung.-' zulagen von mindestens' 25 % auf die zuletzt gezahlten (öehälter zU gewahren. Unter vollster Würdigung der schLvierigen Lage, in welche zaUreiche kausin'ännische Angestellte durch die während des Krieges ganz außerordentlich verteuerte Lebenshaltrmg geraten sind, hat die HandelSkaminer sich dalntt aUsgesinDchen, daß jeder behördlich^ Z wa n g ausgescltaltct bleiben müsse, tveil er zrt den größten Einseitigkeiten und Härten si'chrert würde. Die GetvährUug einer Teuerungszulage sei einzig imd allein dent freien Ermessen des UntentehttrerS, d. h. dessen rechtlicher Gesimnmg und seinem sozialett Mitenrpffndett sibr das Wohl seiner Mitarlveiter zu überlassen.

der rreSakUsM.

llAnonyme Aufvagen blerbcu «nberückst chtig-.it

M. Th. 6. ÜÄenden Sie sich mündlich oder sckwistlick) ati das Bezirkskomntattdo (Wo. Bez-irksfeldwebel), wo Sie auch die 1 infam* Bedingungen erfahren. Zweifellos ist der Eintritt als Fabneuiunker Vorteilhafter, well M'ehr Aussicht aus Beförderung besteht.