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17.9.1917 Erstes Blatt
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m-d cme Wftder h oillrnF des Falles Kor- ftilow em für «lle Mal rovnvglick gemacht Serben müsse. Nach ben lmksstepend«: Zeitungen, z. B.Noroaja Shian", sieht es so «ras, als ob die Kadetten lebhaft wünschten, an der iföegimmg vertreten aU fern, hierbei aber auf bestimmten Widerstand von links stießen.

Allgemeine Flucht ans Petersburg.

Stockholm,, 17. Sept. Ist P e t e r s b n r g herrscht stnt fünf Lxrgen a llgemeine Flucht Da die Bahnfahrkatten ganz aus- verLrufl und Wagen kaum erdälttich sind, verlassen die Mensck-en zu Anß die Stadt, ofoit selbst Ortzeit zu haben, wovor sie eigentlich l liehen. Es herrscht die allgemeine 9lnffasnurg, daß die Hauptstadt vielleicht in einigen Tagen vor dem Verhungern stehe.

Alcxejew im Hauptquartier.

Petersburg, 15. Seht. (WDBst Meldung der Peters barger Telearap hen.a gerttiir Nach Me.ldirrngen, dreinr Kriegs- ministeriuin eingelarrferr sind, wird Genera tstabsches Alexe- j ew heute nachmittag tm ö<tu p t qUar tier eürtreffen. Kerenski,hat dem in Orcha, Smolensk und Witebsk liegen den Abteillmgen der revolutionären Truppen, und zwar In­fanterie, Kavallerie rmd Artillerie, die linder dein Befehl des Obersten Korotkow stehen, befohlen, sich zur Verstärkung der der provisoriscken Riegiernng treugeb-liebenen Besta 7 lLtei.se der Garnison nach Moyilow zu begeben itnb die Verhaf­tung der Generäls Kornilow und Lukomskh, sowie der anderen an der Derscbwvrrrng beteiligten Personen dnrchKv- ftlstren. Oberst Korottow hat Weisung erhalten, bei der Berhaftnrrg im Einvernehmen mit dem Unter suchunas ausschuß, dessen Vorsitzender der Marinestaatsanwalt Eha- dlowski ist, vorzugehrm. Chablowsky hat sich gleichfalls in das HcnrptqUarti-er begeben.

Amsterdam, .15. Sept. (WM. Mchtamtlch.) Das Altgenreen Handelsb<ad" meldet aus London: DieTimes" yt der Airsicht, daß jetzt eine Versöhnung zwischen Kerenski und Kornilow nrögttch sei. Wenn Kerenski den Generälen in Bälde volle Freigut biete und die Armee vmr politischen Einflüssen befreite, wurde Rußland noch> ge­rettet werden können.

Amsterdam, 15. Sept. (WTB) Nichtamtlich. Das Reutersche B>u.reau meldet aus Petersburg: General Kor­nilow hat den Oberbefehl noch nutzt niedergelegt. Alexejew. der die Untersuchungskonnnission begleitet, soll heute im .Hauptquartier ein treffen.

Amsterdam, 15. Sept. (WTB. Mchtamtlch.) Das Allgemeen Handelsblad" meldet aus Petersbrlrg vom

14. September: Kornilow wartet im Hanptqrrartrer die Ankunft Alexejews ab. Kornilow und Luchomsky erklär­ten, sie seien bereit, sich der vorläufigen Regierung zur Ver- fügung zu stellen, wenn diese aufhöre, ihre Ehre anzutasten. Kerenski und seine Umgebrnrg verlangen aber eine bedin- gunaslose Untenoerfung der schuldigen' Generale. Sawiukow wurde seiner Aemter enthöbe,!. Der Kommissar für mili­tärische Arwelegenheiten tu der Ukraine teilte Kereuski mit, daß sich alle ukrainischen Truppen in der Bekämpfung Kor- nrlows mit der provisorischen Regierung solidarisch erklären.

Verhaftung Kornilows?

Betersburg, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Mel- vung des ReuLerschen Bureaus. Die Regierung wurde von Haltung Kornilows und seiner hauptsäch­lichen Mitschuldigen verständigt.

Rene Beschlüsse des Arbeiter- und SoldaLenrats.

Petersburg, 15. Sept. (WTB.) Petersburger Telegra- phen-Agentur. In einer in der letzten Nacht in Päersburg zu sammengetretenen BersaTmNluug des Arbeiter-und Solda­tenrates wurde mit 279 gegen 115 Stimmen eine Entschlie­ßung angewomrnen, in der es heißt: Der Arbeiter- und Soldaten­rat Halt es für seine Pflicht, zu erklären, daß in Zukunft nicht nur jede Macht der Bourgeoisie und der Kadetten, deren Teilnahme an der Verschwörung Kornilows außer Frage steht, beseitigt werden muß, sondern daß auch jede Politik einer unverantwort­lichen Koalition endgültig ausMgeben ist. Es ist zu verhindern, daß der militärische Oberbefehl und die Regierungsgewa.lt wieder zum Herd einer gvgenr.volutionären Verschwörung gemacht werden. Der Arbeiter- und Soldatenral ist der Ansicht, daß der alleinige Aus­weg aus der gegenwärtigen unhaltbaren Lage die Schaffung einer Gewalt sein würde, die ans Vertretungen beä revolutionären Pro­letariats und der Bauernschaft zusammengesetzt ist und deren- ttgkeit auf folgenden Grundsätzen beruhen müßte:

1. Verkündung der demokratischen RepubLik. 2. .Sofortige UÜber­gabe aller Ländereien ohne Rückkanfrecht, die den Grundeigen­tümern gehören, an die Bauernausfchüsse bis zum Zusammew- tteten der verfassen gsgebenden Versammlung. 3. Einführung einer Arbeiterkontrolle Mw die industrielle Produktion und über die Verteilrmg der Erzeugniffe, Verstaatlichung aller wichtigen In­dustriezweige der draphtaerzeugung, der metallurgischen Produktion und der Kohlenförderung, durchgreifende Besteuerung der großen Kapitalien und Vermögenseinziehung der Kriegsgewinne, um das Land aus der wirtschaftlichen Desorganisation zu befreien. 4. Er­klärung aller Geheim vertrage für -null und nichtig und so­fortiger Vorschlag eines allgemeinen demokratischen Friedens an alle kriegführenden Länder.

Gleichzeitig sollen wlgende Maßnahmen angeordnet werden:

1. Aufhebungen aller Unterdrückungen gegen die Arbeiter­presse und Einrichtungen, Ab-schafftrng der Todesstrafe an der Front, Wiederherstellung der absoluten Freiheit politischer Propa­ganda und zwar für alle demokratischen und militärischen Orga- nisattonen und Entfernung aller gegenrevolutionären Elemente vom Armee-OberLommando. 2. Das Recht der'örtlichen Verbände, Kommissare zu wählen. 3. Verkündigung des Rechtes der Nationen, über ihr politisck>es Leben zu bestimmen, das heißt, volle Befrie­digung aller Forderungen Firckands und der Ukraine. 4. Auslösung der Duma und des Reichsrats sowie soforttge Zusammenberufung der verfassungsgebenden Bersamnüung. 5. Mck-afftmg der Vor­rechtes er sozialen Klassen und Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetze.

Petersburg, 16. Sept. 'Die nmximaliftifche Entschließung, die der Arbeiter -Und Soldatenrat gestern mit 279 gegen 115 Stimmen annahm, und die bereits telegraphisch mit geteilt würbe, erhielt diese Stimmenmehr Heft nur infolge der Mwesenheft des größten Teiles der SoLdaitenabgeordneten in der Sitzung. Daher hat auch in einer neuen, diesmal vollständigeren Sitzung, der ver­einigte Arbeiter- mtd Soldatrenvat mit überwiegender Stftmnen- melnheit obengenannte maximalistische Entschließung ab gelehnt und eine mininralistische Entschließung angenommen, in der es heißt:

.Die tragische Situation des Landes macht es nötig, daß die Verfassung und die revolutionäre Qtewdft stark irrtb frei von jedem' Kompromisse mit dem gegenrevollittonären bürgerlichen Element ei. Deshalb beschloß der Arbeiter- mrd Soldatcirrat, sobald wie Möglich eine Allgemeine Versanrmlung der Vertreter der gesamten organisierten Demokratie einzuberufen zur Lösung der Frage der Bildung einer Regierung, die fähig ist, das Land zu retten Bis zur Einberufung der erwähnten Versammlung bleibt die gegeir- wärtige Regierung an der Macht, indem' sie in engem Vereine mit der revolutionären Demokratie arbeitet, die aufgxfordert wird, der Regierung ihren tatkräftigen Beistand zu leisten."

Die französische Presse und Kornilow.

Berlin, 16. Sept. (WTB.) DieNordd. Mg. Ztg." schreibt rn rhver Somrtagsausgabe unter btsii Titel:Die französische Presse und Kornrlow":

Das mißglückte Abenteuer des Generals Kornilow hatte cmnwrlnu das Ergebnis gebracht, daß alle Welt so deutlich wie kaum ->uvor bte wghren Absichten Frankreichs gegenüber Ruß­land und lerne wal/ren Gesinnungen gegen den überschwänglich ge­priesenen Keren skr enthüM wurden. Außerdem^ hat sich wieder beinerkens^oerte Weise entlmllt, nnt roclcher beisoiel- lofm Kaltb^uttgtett diese pathetischen Verkünder und angeblichen Vorkantmer des rmwluttonären Ideals den revollttionären Ge­danken achtere, sobald ihre wirklichen tnlperialisttsck>en Ziele das zu ^ Dank General Kvrnilöio müssen herrte auch die

"olrtchh Bünden, sobald sie die Stellungnahnre der Frcmzoseir zu üornll«os kurzone Zwischenspiel kennen, unzweisell-aft ernsehen, daß ixm Russen ganz und gar nichts anderes roünscht, als sNavpchen Gehorsam in der Fortsetzimg der ungeheuren Blut- Fvmlkrerchs «nrnexiomstische Kriegssiele. In denr höchst krrttschen A-rgenblick, da in Rußland sich die Dinge zunr Züvi- fwnps Ker-enskr-Kornrlow zuspitzen, hielt außer derHumanttö" ^enr führendes Blatt Frankreichs dem Machthaber des verbündeten i*!*»' rciB i- feit sich an die Besänoichtigung der Anar-

^ d urch Kerenski oder an seine geliorsame Offensive gegerr Galizien erinnert.

Selbst der vorsichtigeTeMps", der noch einen gewissen Schein der Nrwc^teilul^ett zu wahren suchte, ließ in. Wirklichkett dock die lZarternadn^ kür Kornilow erkennen. Liebevc-ll qürg er desseri mut .naßlMwn t-^dMrken nach Und erklärt^ den militärischen lim stürz- tttttuch nnt der Ablebnung der KornÄöwscheu Forderungen zur des Deeves mit dem schivaukenden Verhalten des. Regimes "'erenstts, das wcht rmn Handel", gelangt sei und die Maäst der Wff ferbe anwachfen lassen. Auch der ^Figaro"

^ Wort für Kerenski und keines gegen Kornilow. Er suchte m Dorschen^« erklären und brachte aus der Feder

.Wolybe' -Remachs eure effektvolle Estgeniibcrstelluna der vorbild- .ichen ,M^rckan-.schen Diktatw-" und dmrussischen Änarckne", bei der der ersch.'namrten dos vielsagende Lob erteilt iourde:Das ist uue Reglmung! ' Biel deutlicher noch ließ sich die übrige Presst v 2 nu'^t durch die scheinbar günstigen Aussichten Kornilows, ihre toal-re Mermmg Merken. Sie ging, wie beispielsweise das ..Echo'de <?)>.. verriet, von der Nebemeugimg aus, daß der russisch? biene

v<v*'Srmir.» itT.3 i**- t- 1 _ r- j -r * .v»

bie miverüblich? BoreiKgknt, den Putschversuch ru.it den wärmsten ^'lnmwn und Lobesworten mcht nur im stillen Gemüt zu begleiten ^Eibo lde Paris" warf Pertinax dem russischen Staolsleiter -AiK-ady: vor und betonte offentiersig, Rußland habe große Pflicknen gegen Me Verbundeteir Die Horde von Pbraseudreschwn in Peters- bura fei.uu.gdsq drese Pflichten zu erfüllen, sie müßtm durchrein mllltarpche, Tatttaft ersetzt werden In vollen Tönen singt sogar

- \^ U 7 'bE bittet Wenn Kornilow qefem Esse, so Ln« M ' ;r *** ,lC fC rhni - / >l*läßt sichJournal des Debats"

- st» Es nntei'n'»erdet zürnend zwischen Männern, die reden,

V T l !fTil- IC Iai, ^är P rphrft Kvrenski geradezu vor, .-id, mmgerc arrstrsche Mittel anzuwenden. Hier landelo

' um das Gemeinwobl.

Den Musen ."n o an gedrohü dre Mmntwnslieferungen einznstellen'

Dml seiner

l^rkvlgo karge das Schicksal des Recchc<i ab

Sr.fcKi&ttitben Emhkitlichfeit des

- T 1 ' . TFJ Dofu.m,-1. das km,1 und baccdt für

i' d] . ' men dm Urfeber Man wird jeder,eit damus

>' Vbrasendrrschn an der Sr-im- non

2T- r >lt ^t> nrr ^ und Freiheit ,u srliwörmm

drnnnm ^nnsrr andrer Doskcr ^u ifKri-r So'-t>. Drnwkrntrr fc-

tWmt ,mr ** >n 'E^mrütz'Frr BmideK.

Der Prozeß Srrchomlinow.

Petersburg, 15. Sept. (WDB.) Meldung der Peters bnrger Delegraphenagentur. Der Prozeß Suchomli n to w, der infolge dev BerschLErung Kornilows! vertagt (taor beit war, ist heute wir aufgeitommen morben.

Der Fall Luxbnrg.

^ Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der argen> tmlsche Gesandte überreichte heute im Auswärtigen Älmt eine Note, m der er im Aufträge seiner Regierung die Mitteilung machte, daß Graf Luxburg infolge der in seinen Tele- grainnren zum Ausdruck gebrachten Auffcrsiung aufgehört persona grata zu sein, und daß ihm infolgedessen die P a s s e z u g e st e l l t worden seien. Nach gleichzeitiger Aeuße- rung des argentinischen Gesandten richtet sich die getroffene Maßnahme ausschließlich gegen die Person des Grafen Lur- burg.

Ein neuer Depefchenraub in Mexiko.

Berlin, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- >cye Bureau 'verbreitet einen von dem amecibrnischen Staats­departement veröffentlichten angeblichen Bericht des deutschen Gesandten in Mexiko, der sich mit der Person des dortigen schwedischen GesclKftsträgers befaßt. Dteser Berrcht ifftz in Berlin an mntlicher Stel'le nicht bekannt.

Amsterdam, 15. Sept. (Priv-attel.) Nach einer Mel- dung des Reutersü)en Bureaus benutzt die amerikanische Presse dre Veröffentlict/ung des .angeblichen Briefes des deutschen Gesandten in Mexiko durch Staatssekretär Ärnsina zu neuen Ausfällen gegen Schweden.World" sthrerbt.- Schweden benutze ferne Neutralität dazu, dent Deutschen Kaiser heimliche Dienste zu leisten, und die Ver- ernrgten Staaten imd die anderen alliierten Länder toürden entsprechend auftreten müssen.

Se^ (Priv.^el.)l Meldung des Mitterscben Bureaus. Der deuhche ^sandte rn Mexiko p. Eckhardt bat ? nc Ä 01 ? 0 veröffentlicht, in her er alles ableugnet, was mit den -övslnnFwner Enthüllungen in Verbindung steht, nwnack er den früheren schivedrschen Geschäftsträger Cronbolm dazu ver- wendet habe, um Nachrichtrni nach Berlin zu schakeu Er erklärt er lxtbe memals eine Nackricht durch Cronbolm gesandt und nie- ma^ Cronlwlm m einem Briefe für eine Ordcnsaus-eickmnng vor. geschlagen. Ms darauf^hrngaviesen wurde, Washington habe aus- Snttige"^^^' erklärte er nur, das sei eine amerikanische

* . *

Der Weizenmangel in Amerika.

w. London 15 Sept. (WTB. Nichtamtlich.)Eveninq News bemerkt anläßlich des Berichtes aus Neulwrk. daß Mühlen wegen Mangel an Weizen den Betrieb einstellen mußten. Dies ist eine Tatsache L?^utung.die Bewohner dieser Insel richtig erfassen müssen. Der Weizenmangel in Amerika muß die Einfuhr rn England beeinflussen.Sparsamkeit mit Brot" muß jetzt das Losungswort sein.

Tie Deutschen in Amerika zu Soldaten gepreßt?

Kopenhagen, 16. 9.Berlmgske Tidende" meidet Neuyorker Telegrammen zufolge wird die J? 1 ' dre Fremden in der Union zwetsel- lv- sehr schnell lm Repräsentantenhause angenommen wer­den. Das Gesetz wird sich auf die Deutschen u n d U n t^7 tauen der Mittelmächte ausdehnen, doch werden diese nicht an der Front verwendet werden, sondern in anderer » machm^"^ amcrtfmtcr ^ den aktiven Dienst frei zu »

Äf ai\cv >rarls ttver ^>re ^cyonung fchwerdetroffener Familien.

Wien, 15. Sept. (WTB.) Der Kaiser hat ein Hand­schreiben erlassen, in dem es heißt:

Der lange, schwere Krieg hat allen Staatsbür­ger n schwere Opfer auferlegt. Um die am schwersten! getroffenen Fanrilien in Zukunft vor lveiteren schlimtnertz, Möglichkeiten ^u bewahren, befehle ich, daß die nachv>et>^ zeichneten VstlrtärPersonen der Kampftruppen, soweit stell nicht Militär von Beruf sind, auf solck)en für Frontdienst-' taugliche shsiemisierlen Dienstposden bei der Armee im Feldes verwendet werden, ost nicht der ständigen feindlichen (ttnw Wirkung ausgesetzt find. 1. Die als einzige verbtcebemM Sohne eirier Familie, von der bereits zwei oder mehrere^ Söhne gefallen sind oder infolge der während der Äriegs-^ dienstleist-ung erlittenen Verwnurdung, infolge der.Kriegs»« dienststtapazen oder infolge einer während der Kr i eg seien sh-- leistung zugezogenen Krankheit gestorben sind. 2. i&rtac von/ sechs oder mehreren unversorgten Kindern, für dexpn liniex* halt sie zu sorgen haben.

Der Kaiser beauftragte die zuständigen Stellen, dies Durchfützrung dieser Anoüxnung zu veranlassen.

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Der Ausbau des polnischen Staates.

Berlin, 15. Sept. (WTB.) Folgende Aktenstücke werden fco* kannt gegeben:

An nremen GeTttralgo^rveriieur in Warschau, General der In­fanterie v. Beseler!

Mein erlauchter Bundesgerwsse, Seine k. u. k. apostolische Maje­stät und ich balxm uns zu einem weiteren Ausbau des polnischeui Staatswe^ens, für das tvir durck) die Proklamation vom 5. ^lovember 1916 den (chund gelegt haben, entschlossen. Der harte Kriegszustand ge>lattet leider noch nicht, daß ein König die alte polnische Kttms zju ramemi Glanz errveckt, und daß eine aus allgenreinen, unmittck- baren Wahlen hervorgegangene Bollsoettretung ihre Beratungen zunt Woble des Lauches aufnimmt. Dagegen wollen wir schon setzt die Staatsgewalt in der Hauptsache in die Hand einer nattonalM Regttrung legen, während die Rechte und Interessen des Volles 1 eurem 1 neuen erweiterten Staatsrat anvertva.ut werden sollen. Den H Okkupationsmächten loerden in wesentlicher llel>ereinstiminung mit : ben Anttägen der Vettvauepsmänner des Landes nur jene Befug- ' nrsse Vorbehalten, die der Kriegszustand erfordett.

Ich> erhoffe, daß dieser neue auf der Bahn der Berwirklichungj ernes selbständigen polnischen Staates getane Schritt in seiner wei­teren Ausdehnung sich als segensreich ernri)>it und dazu sührrml, wrrd^, daß das durch die rilssischc Herrschaft solange in seiner frei-«' hertlichen Entwicklung gewaltsam zurückgehalteru Land durch die ergene Kraft seiner Bürger in fteiem selbstgewäbltcn Anschluß an die in treuer Freundschaft zu ihm stehenden Äiittelmachte einer friedlichen und gesegneten Zukunft entgegengeht

Derngeniäß beauftrage ich Sie, da§ angeschlossene Patent be­treffend die Staatsgewalt im Königreich Polen gemeinsam mit dem k. u. k. österreichisch-ungorischmr Militärgouverneur in Lublin z-i lassen. *

Großes Hauptguartier, 12. September 1917

Wilhelm I. R.

z u er-

Seefrfea.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 15. Sept. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots- Erfolge im Aermelkanal: 4 Dampfer und 1 Segler mit rund 20 000 BrNttoregi st er tonneu. Die Damp­fer waren sämtlich bewaffnet. Einer davon war ein Danb- dampfer. Der Segler hatte 1400 Tons Oel, Reis und Stückgut nach Le Havre geladen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Berlin, 16. Sept. (Amtlich.) Im Atlantischen Ozean, der B i s c a y a und der Nordsee wurden durch imsere U-Boote wiederum 4 Dampfer und 1 Segler mit 23 000 Bruttoregistertonnen versenkt, dar­unter die bewaffneten englischen Dampfer Malda (7884 T.) imd Roanoke (5756 Tonnen), mit Stückgutladung, eine U-Bootssalle in Gestalt eines Dreimastschoners, die mit zwei Geschützen bewaffnet war und unter schwedischer Flagge fuhr. Bmn Dampfer Roanoke wurde der Kapitän gefangen ge- norrrmen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

KreuzerGraf Spee^.

Berlin, 15. Sept. (WTB.) Der heute in Danzig vom Stapel gelaufene große Kreuzer erhielt den NamenGraf Spee . Dre Taufrede hielt Priirz Heiurich von Preußen.

vollzog die Witwe des gefallenen AdmircckZ

Gräfin Spee.

Die deutschen Luftangriffe auf England.

o Sept. (WTB>.) Die Aussagen von drei mr

Lltftkampfe abgeschosserren englischen Fliegerofsizieren geben zum ersten Male ein authentisches Bild von den unge­heure n V e r w ü st u n g e n , die die d e u t s ch e ri L u f t- n don hervorgerufen haben. Von dem Augrrfs der deutschen Großkampfflugzeuge um Mitte JuLi erzählen sie, daß eine Bombe in das HauptteLsgraphew, und dort gewalttge Zerstörungen amrichtetr^ Höchst ernpftudlich loar auch der-oHeic, der drcrch einen L^'fer, m dre Bank von England angerichtet wurde. Aber dre Regrerung ergrrff sofort sttenge Absperrunasmaß- ^ daß dre Oeffeirtlichkeit keine Einzelheiten erfuhr.

Besonders gewalttg waren die Verluste in Ramsgade. Hrer wirrde erne große Zahl Soldaten getötet, deren Namen dann nutzt rn die Verlustliste ausgenoinmen ivurden. Die Offrzrere erzählen, daß irr England allgemein bekannt sei, daß dre Zertungen kerne tvahrhettsgetteuen Berichte bringen ^ rmr diejenigen, die zufällig Zeugen waren, den wahren Sachverhalt erfahren. Bei denr genannten An- ^L wurde ein englisches Flugzeug bei Margate abge^^ ^ober dessen drer Insassen verbrannten. Kr dnglrsche^ Wafferflugzeug stürzte in die See und verfaul, .^ult erzrelte etn Zeppelin bei Margate einen ^f£j n r « Mnnrtronsschuppen Da allein der durch dre Exploswn hervorgerrrfene Glasschadeir von den Offr- zrer^en auf 1500 Pfund Sterling geschätzt wUrL, to X

iu ber gewalttgen Wirkung machen.

Zu dresen Au^saben strnrnrt ern Brief aus London vom 26. ^ulr.Wenn wrr rroch inehr solck>er Luftangriffe haberr

^lmder Crth von London nicht viel übria bleiben' urrd rch furchte, dsu hast recht." ^ ß LC 0en '

1m$ dem Reiche.

wirtschaftiichen Vereine des Zaarreviers und ^ochnngenr uno der Kaifer.

pf^^ C Ä r i in ' 16 (WTB.) Dre wirtschaftlichen Ber-

arrev r ers und Lothringen s nalxm fol­gendes Telegramm an derr Kaiser gerickftet: