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4.9.1917 Erstes Blatt
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Erstes viatt

*67. Jahrgang

Dienstag. 4. September *9*7

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Riga gensmmeir.

Berlin, 3 September, abends. (H). v. Amtlich.) Riga ist genommen.

Flaggen heran»!

Berlin, 3. Sept. (Amtlich.) Seine Majestät hat aus Anlatz der Einnahme von Riga für den 4. September in Preußen und Elsaß-Lothringen zu flaggen besohlen.

Telegramme des Kaisers.

GroßesHauptquartier,3. Sept. (Amtl.) Seine Majestät der Kaiser richtete an Ihre Majestät die Kaiserin wlgendes Telegramm:

Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin,

Potsdam.

Generalseldmarschall Prinz Leopold von Bayern meldet mir soeben die Einnahme von Riga durch unsere Truppen. Ein neuer Markstein deutscher Kraft und unbeirrten Sieges-

wttlens.

Gott helfe weiter! Wilhelm.

Weiter richtete Seine Majestät an den Generalfeldmar­schall Prinzen Leopold von Bayern folgendes Telegramm: Generalfeldmarsch all Prinz Leopold von Bayern.

Dir und der 8. Armee spreche ich aus Anlaß der Ein­nahme von Riga meinen und des Vaterlandes Glückwunsch und Dank aus.

Weitsichttge Führung und stahlharter Wille zum Sieg verbürgten den Erfolg.

Weiter nrit Gott! Wilhelm I. R.

liegende Gelände in die Hand der deutschen Truppen ge­fallen sein. Wie weit sich dieses erstreckt und bis wohin die Russen ihren Rückzug ausgefnhrt haben, läßt sich vorläufig noch nicht übersehen. Es läßt sich aber annehmen, daß auch in kurzer Zeit die in der Nähe bcsirldliche Küste mit ihren Stützpunkten von den Deutschen besetzt tverden wird. Ties ist füjp Unsere Seestreitkräfte und für die Ausübung der See­herrschast von großer Bedeutung."

Genuß, selbst für unsere Ostsees Lotte wird die Besetzung von Riga von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit sein, aber auch M Lande können im Anschluß an die bisherige Opera­tion sich Weiterungen ergeben, die allerdings noch nicht voreilig überschätzt werden dürr«'"

Durch die lleberschreitung der Düna bei llexkült war die Bahnlinie RigaDünaburg für die Russen gesperrt, es blieb ihnen nur die Bahnverbindung RigaPetersburg. Eine Lücke ist dadurch in der russischen Front entstanden, die aus irgend eine Weise ausgeglichen werden muß. Möglicher­weise werden sich Verschiebungen an der Strecke auf Fciedrich- ftadtDünaburg zu ergeben und es muß sich bald zeigen, ob die Russen die Kraft finden, ihre Front hier zu sichern, oder ob cs überhaupt im Sinne der Obersten Heeresleitung liegt, ihren Erfolg in dieser Richtung weiter auswirken zu lassen.

Was auch erfolgeu mag, heute wollen wir uns mit dem einmal Erreichten zufrieden geben und unsere Siegessreude in dankbarem Gedenken an unsere Tapferen draußen freu­digen Herzens laut werden lassen.

^ *

Die Lage der Dentschbalten.

Prestestimmen

Berlin, 4. Sept. Die drei Worte ,Mga ist genommen" wie dasBett. Dagebl." sagt, uni in. ganz Deutschland eine frohe Befriedigung zu verbreiten. Niemand iin Publikum er­wartete, daß das Ereignis so schnell eintreten würde. Tie Genug- Ävmy über die Besetzung von Riga, dessen Charakter immer über­wiegend deutsch geblieben war, wird durch die Schnelligkeit, mit der sich das Ereignis vollzogen hat, noch erhöht.

TerLokalanzeiger" schreibt: Hindenburg tut schnelle und gerünschlose Arbeit, gairz im Gegensatz zu der vielköpfigen Heeres­leitung der Entente. Riga ist eine durch und durch deutsche Stadt Mid war es heute genwrfen, verdankt es ausschließlich seiner deut­schen BettWernng und Stadtverwaltung. Als der russische Kaiser vor einigen Jahren Riga seinen ersten Besuch abstattete, soll er verwundert gefragt haben: Bin ich noch in Rußland? 9hm ist die baltische Metropole am Dünastrom wieder sich selbst zurück- gegeben und mit ihr das Selbstbestimmungsrecht ihrer Bewohner wieder gesichert.

Was man gestern nvch nicht anzudeuten wagte, um den Eveignffsen nicht vorKUgreifen, heute verkündet es der deutsche Abendbericht der aufhioochenden Welt: Riga ist genommen. Wiederum fyat die deutsche .Heeresleitung, ohne nach Ententeart in Siegestrompeten zu stoßen, bevor die Operatffnven in Gang gekommen sind, eine militärische Operation größten Sttles ins Rollen gebracht und stellt uns in den dürren Worten ihres Telegranrrnsttles vor die voll­brachte Tat. Die nördlichste deutsche Großstadt ist endlich irr unserer Hand, nach 200 Jahren russischer Herrschaft, die die deutsche Kultur in dieser Hauptstadt Livlands wohl zu schädigen, aber nicht zu vernichten vermochte. Wahrlich, die Befreiung dieser Stadt ist eine Tat, aus die jeder De.utsche stolz fein kann. Ein alter Baltenttaum ist damit in Er­füllung gegangen. Aus dem alten Ordensschloß der Groß­meister von Livland lveht die deutsche Flagge.Ein Mark­stein deutscher Kraft und unbeirrten Sieges willens", mit diesen Worten teilt der Kaiser dieses Ereignis der Kaiserin mit.Weitsichtige Führung und stahlharter Wille zuni Sieg verbürgten den Erfolg. Weiter mit Gott", jjo heißt es in einem Telegramm des Kaisers an den siegreichen .Heerführer der deutschen Korps vor Riga, Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern.

Wenn es im Anschluß an diesen überraschenden Sieg heißt:Flaggen heraus", so darf man wohl erwarten, daß kein deutscher Mann zögern wird, dieser Aufforderung freudig nachzukornmen. Ergriffenen Herzens fühlen wir uns rn die begeisterte Stimmung jener Tage versetzt, da Sieg aus Sieg sich folgte und der Ruflasset hoch das Banner wehn" fast tagtäglich erschallen konnte.

Wie hat sich nun der Erfolg in der kurzen Zeit ent- wnkell? Nach den knappen amtlichen Mitteilungen, die bis jetzt allein einen Einblick in den Gang der Operationen! gewähren, haben beträchtliche deutsche Kräfte, das eine Mal es deutsche Korps, das andere 9JM deutsche Divisionen, ? unQ J ve * llexküll, 25 Kilometer südöstlich Riga über- schntteu. Der Punkt, an dem die deutschen Kräfte znm An- griff eingesetzt wurden, muß äußerst glücklich gewählt ge- wesen sein, denn sofort zeigte es sich, daß dir ganze russische L>teUu7^ um Riga dadurch entwurzelt wurde. Der stiusse mußte die 40 Kilonieter nach Westen vorspringende Berteidi- mu^sAone Rigas, einschließlich des Tirulsumpfes, aus den: Westufer der Duna räumen, uni nicht im Rückzug bedroht zu w^den, und Riga selbst zeigte sich flankiert. Der schwie- mge Ilebergang über die breite Düna, der unter feindlichem bewerkstelligt werden mußte, har sich demnach in .'^-^Egischen Folgen glänzend gerechtfertigt, und als Frucht des Erfolges konnte bereits Riga besetzt lverden.

deutsche Heeresleitung hat trotz aller Eiitlastunas- offensrveri der Entente wiederum ihre volle Handlungs- ftechert erwiesen. Wie sich die Ereignisse weiterhin entwickeln werden, läßt sich schwer sagen.

. ^ - Die , Boss. Ztg." urteilt:Mit der Einnahme von Riga wvD Nicht nur die Stadt selbst, sondern auch dcvs große um-

ev. Berlin, den 4.Sept 1917

Angesichts der neuen militärischen Lage vor Riga schwebt auf vielen Lippen die Frage: Wie sieht cs zurzeit in der Stadt Riga aus? Ist sie noch dasdeutsche" Gemeinwesen, das sie immer, auch unter zarischer Herrschaft, gewesen? Wie setzt sich jetzt die Be­völkerung zusammen? Wie steht es um Gewerbe, Industrie und Haildel? Welchen Einfluß hatte die russische Revolution? Auf diese Fragen möge folgender Bericht Antwort geben, den wir aus Briefen eines deutsch-baltischen Kaufmanns zusammenstellew Die Briefe sind aut dem Umwege liber Stockholm eingettofsen:

Der große Umsturz in Rußland, so schreibt unser Gewährs­mann, hakte für die Deutschen das Gute, daß sie ivie alle anderen Fremdstämmigen wieder offen und ehrlich da sein dürfen. Sie können wieder ungescheut die Muttersprache gebrauchen, sich, in deutschen Worten schreiben und die Kinder in eine deutsche Schule schicken. ^Tas ist aber auch alles. Ob sie zu leben haben, ist eine ländere Frage. Dazu gehört ein gesunder, breit ausgebauter Wirt- schaftsvrganismus. Und ein solck-er fehlt derzeit in Riga. Von den einstigen 600 000 Einwohnern der Stadt sind heute kaum noch ein Drittel vorhanden, und diese sind zum größten Teil deutsch­baltisch. Allerdings sind es meist Angehörige der unteren Schich­ten. Die Wohlhabenden haben ihre Schlüssel und Siegel dem Magistrat übergeben und wcncken in anderen Otten den Gang der Ereignisse ab. Man kann ihnen dies nrohl nicht übel nehmen. Denn die russische Verwaltung hat alles getan, um den Rigaern den Aufenthalt zu verleiden. Die zwangsweisenEvakuierungen" wurden zwar eingestellt, weil, sich, Rußland durch das Flüchtlings^ elend nur selbst ins Fleisch schneidet. Aber im übrigen ist Riga so gründlich ausgeräumt, daß man sein Leben dott mir noch notdürftig fristen kann. Die Schulen sind nach Petersburg, Moskau und Lvmolensk^ verwiesen. Die Telephonanlagen und die Ein- rrckstungen der städtischen Wasserwerke sind fortgebmcht. Sogar btd Schienen der Straßenbahnen sind herausgerissen und das brauch­bare Material nack; Petersburg geschickt. Natürlich ist. alles Kupfer rcauiriert. Das Kupferdack 'der evangelisch-lutherischen Domkirche aus deni Jahre 1633 im Wette von 50000 Rubeln wurde abge- ttsftp- Die Glocken sind längst in Moskau. Des Humors entbehtt es nrckjit, imd es ist echt russisch, daß man nicht weiß, wohin das

Leihhaus getoinmeri ist. nach Petersburg oder Moskau oder an den Keller irgend einesvorsorglichen" Beamten. Die Aus- kund Umsiedlung der .Fabriken ist gründlich! besorgt. Ueber einhundett Fabriken sind geliefert. Man hat getan, was man kpnnte, um der traurigen Wette Vernichtung gegenüber passiven Widerstand zu lallten. So bat z. B. die Waggonfabrik sich energisch widerfetzt. Auch dne Bahnverwaltungen zögerten. Aber es hals nichts. Zuerst kamen die Automobilfirmen, dann die Tiichinanusakcuren und Konservenfabriken. 9llles mußte seine letzten Bestände hergeben, die Rohstoffe auf die Bahnwagen laden, die 9Naschinen heraus- reitzen und die Arbeiter entlassen. Die ZellstoniabrikWaldhos" in Pernan, eine Tochter des großen Mannheimer Unteamehinens/ ist von der russischen Lldministration durch Feuer zett'tört worden, wobei noch 80 000 Klafter Brennholz mit in Flammen aufgingen Auch die^Tuchiabrik von Zintenhof bei Pernau und Dago-Kartell «<rih der >mse1 Dago sind leere Mauern. Die Arbeitersamilien, die feit,^ahrzehnteii in friedlicher Tätigkeit dort angesiedelt waren und rn schmucken, Kein eil Gattenhäuschen lebten, rund 4000 Seelen, ftiid dem Elend preisgegeben. Tie russische Heeresleitung hat zwar

nicht in sozialer Fürsorge, sondern nur in ihrem rnilitättschen Jntereßc alle brotlos gewordenen Proletarier als Erdarbeiter, eingezogen, aber die Frauen imd .Kruder erhalten nichts lind hungern in den Straßen der Stadt hermn, während die Manu er weih (j-ott wo iveue Schanzen imd Wette bauen müssen, um nach dem etwaigen Fall der Stadt den weitereli Bormarsch der' Deut­schen möglichst mifzuhalten. Soll doch die russische Heeresleitung^ enckchloßen sein. Drinamündc. die Festung Rigas, bis zum aller- äußersten zu vetteidigen. Mehr noch, der .Wmmandant mn Riga

die Persönlichkeit hat mehrmals gewechselt, soll den Befehl m der nasche ttagen, falls es den Deutsche gelänge, sich der Forts zu bemächtigen, alle militärisch nächtigen Baulichkeiten in die Luft zu ',prengen und dann die Stadt in Brarrd zu stecken Ein Märchen vielleickst, um die Bewohner einzuschüchtern und den Fernd Mzusthrecken. Tatsache ist, daß die Unterkommandierendeii! angewiesen sind, im Falle der erzwungenen Preisgabe dem Feinde nichts in brauchbarem Zustand zu überlassen. Das ist, auf Russisch überwvt, die alte Rhrrodeuttaktik, die ganz Kurland und Livland in einen Schutthaufen verwandeln möchte. Die Generale Kor- nilows und Kerenskis sind nickt besser als die des Zaren Man kann demgegenüber nur die Hoffnung aussprechen, daß die deuffch-- Kttegsuhrung den Russeu nicht die Zeit läßt, die Brandbesetstcj gewrssenhaitt' auszuführen.

' " - 'mtmuij'Mai-' fSlBTX' m n u.mm - jj - -

(WTB.) Großes Hauptquartier, 3. September.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Sturm und Regeu mar der Artilleriekampf in Tei­len der flandrischen Front stark, bei den anderen Ar­meen, auch an der Maas, im allgemeinen gering.

An der Straße Camb ra i A rras scheiterte ein starker ^lglifcher Vorstoß. Beim Gehöfte Hurtebise wurde der Geländegeminn der Franzosen in Grabenkänlpsen beträchtlich eingeengt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls

Prinz Leopold von Bayern.

Nach sorgsamer Vorbereitung überschrittendeut- sche Divisionen am Morgen des 1. September die Düna beiderseits von Uerküll.

Starke Artillerie- und Mineiuverfenvirkung gingen dem Uebersetzen der JnfArterie voraus, die nach kurzem Kamps auf dem Nordufer des Flusses Fuß faßte. Kraftvolle An­griffe warfen die Russen zurück, wo sie Widerstand leisteten.

Die Bewegungen unserer Truppen sind im Gauge und verlaufen plangemäß. Der Feind gab unter der Einwirkung rmseres Vordringens seine Stellungen westlich der Düna auf. Auch dort sind unsere Twisionen unter Gefechten mit russi­schen Nachhuten im Vorgehen.

Dichte Stotonnen aller Art streben auf den von Riga ausgehenden Straßen überhastet nordostwärts. Brennende Ortschaften und Höfe zeigen den Weg der russischen West- armee.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

In den Flnßtalern am Nordosthange der Waldkarpathen auslebende Gefechtstäligkeit. Südlich des Twtns-Tales schei­terten mehrere nrmänische Nachtangriffe am D. Cosna und bei Gwzesci.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.

Im Gebirge zwischen Susita- und Putna-Tal wehrten unsere Regimenter starke rufsisch-rumünische Angriff durch Gegenstoß ad. Mit 200 tadei m unsere Hand gefallersw Gefangenen erhöhte sich für dieses ZkampffeD chre Zahl seit dem 28. August auf 20 Offiziere, 1650 Mann : die Beute auf se ch sG e schü tz e mit Protzen, 6 0 M as ch i nen­gewehre, zahlreiche Minenwerfer und Truppenfahrzeuge.

Auch Lei Mtarasestt griffen die Rurnänen vergeblich an.

Mazedonische Front.

Heute morgen vorbrechende frmtzösifche Angriffe bei Bratmdel, nordwestlich von Monastir, drachnr wrlustreich zusammen. Die Serben erlitten enreut am Dobropolje eine blutige Schlappe.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Die öfterreichisch-uttgarischen Tagesberichte.

Wien, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich^ Anrllich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nordwestlich von Focsani und südlich von Ocna griffen Russen und Rumänen abermals vergeblich an.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auf dem Monte San Gabriele ffkhrten gest er n vor Tagesanbruch Untenrchmungen unserer Tr-uppen M leb­haften Kämpfen, die günsttg verliefen. Nachmittags rmd abends scheiterten am Nordhanq des Berges starke italienische Angriffe. Auch östlich von Görz und bei Jamiano blieben Versüße des Feindes ergebnislos. Italienische Flieger be­warfen mehrere Orte der isttischen WestkilsLe mit Bomben. Em gegen Triest vordringendes feindliches Luftschiffgeschwa­der wrrrde von mrseren Seefliegern vor Erreichen des Zieles vertrieben.

Balkankriegsschauplatz.

An der Vojnsa wurden feindliche Erknndungsabteilun- gen abgewiesen.

Der Chef des Generolstabes.

Der Reichskanzler in Belgien.

Berlin, 4. Sept. Der Kanzler ist gestern vormittag ovn einer ftinftägigen Reffe Nach Belgien uttb ,ain hie Westfront nwff Berlin zurück;wkchtt. Der Zweck der Reise wcn-, wie die Allg. Ztg. mitteilt, persörckichc Information des Reichskanzlers Mer die Verhälttrisse in Belgien wtrtb Ne Stimmimg am brr Fron! In Belgien nahm der Reichs känzler ^Gelegenheit, über eine Reihe twn Fragen mit dem Generatgonverneur zu beraten und mit den Be­hörden in Berbiudnng tziui tteten. Wie bereits mitgeteilt worden ist, emvffngpr auf dieser Reise auch tzest Rat von Flandern und erklärte ihm, daß duffch den Kanzlerwechsel eine Aea^erung unserer Politik nicht erngetreten sei. Ajn der Westöront besuchce der Kanzler die Führer der .Heeresgruppen und hatte Besprechungen mit dem brutschen Kronprinzen und dem Kvonprintzen von Bayern Durch Besuche bei den Truppen rnt der Front und durch Besichtigung der- winschaftlichen Einrichtungen in den besetzten Gebucken gewann: der Kanzler ein Bild von der gewaltigen LeistnngSsähia' n : uusweÄ nach >vie vor lzu Men Ochern ffhr die Verteidigung T chlandH fteudig bereiterr Heeres.

Unterstaatssekretär von Stern beim .Kaiser.

G r o ß e s H an p t g n a r t i e r , 2. Sept. 'WTB. T .v i ,'kc enipfmg gestern den Uuterstaatssekrctär Frhr. reu Sr."'n d l- Ver­treter des Reichskanzlers bei der Obersten . v oeev x>. ; «* e