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20.8.1917 Zweites Blatt
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w. m Zweit« Matt

£i1d)«nl »glich rnü Ausnahme de- Sonntags.

Seilagen:Sietzener ZamMenblStter" und Kreüblott für 6eu Ureis Siehe«".

öostfcheckfonlo: 5ranffnrt am Main w. NHKb.

Vonkoerfehr: Sewerbebatt Sietzea.

\bZ. Jahrgang

ießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Montag, 20 . August M 7

ZwillingSrunddrutt und Verlag:

Brüh l'sche Unwersttäts-Buch-u.St' mdruckere^

R. Lang e, Gießen.

Lchriftlertmig. Geschäftsstelle und vrurkerel:

Schulstraßc?. Geschäftsstelle u.Verlag:

Schriftlettung: 112.

Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGtißen.

vie Uartoffelversargung im Wirtschaftsjahr fynjl8.

Au7 Grund der Verordnmrg vixx die Kartoffelversorguug im 1917/18 .vom 28. Juni 1917 sind mmmehr voll dem Präsidenten des Kriegsernährungsamtes die crforderlick)eti An­ordnungen ergangen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Speise- kartosfeln aus der Hcrbstiartoffelcrnte 1917 wird vorläufig dahin geregelt, daß der Wöcktenkopfsatz der versorgungsberechtig den Be­völkerung bis zu 7 Pfund Kartoffeln beträgt. Dieser Wdck)en- kopffätz ist stir die Kömmunalverbände, die mit Kartoffeln be­liefert lverdeu, lediglich ein Berechnungstuaßstab. In welchem Umfange die Llbgabe in den Kommunal verbänden erfolgt, bleibt diesen überlasserr. Sie können die Ration je nach den örtlichen' Behältnissen nach Altersstufen, unter Berücksichtigung der Ar­beitsleistung, oder tu anderer Wbisc Versäst edel i hoch bemessen. Die örtliche Regelung ist hierbei nur insoweit beschränkt, als der durchschnittliäie Wochenkopfsatz von 7 Pfttw Kartoffeln nicht über­schritten werden darf. Um die Ernährung der Bevölkerung mit ^bartoffeln uttter allen Umständen, insbesondere auch dann zu ge- w-ährleisteu. wem: die kvmmeirde Herbstkartoffelernte wider Er­lvar ten gering sein sollte, lvird ferner bestimmst, daß die gesamte Kartoffelernte für die öffentliche Bewirtschaftung sicherzustellen ist. Der Landwirt darf von seiner Kartoffelernte nur den eigenen Speifekartoffellredarf befriedigen und nur die kleinen, ein Zoll nicht erreichenden imt> die migesunden Kartoffeln an sein Vieh verfüttern. In Trocknereieu und Stärkefabriken dürfen mir die selbstgezogenen Kartoffeln verarbeitet werden. Als sclbstgezogen gelten dabei auch die Pflichtkartoffclu der Genossenschaften und Gesellschaften. Das aus dieser Verarbeitung gewonnene Trockengut ist ohne weiteres beschlagnahmt und soll eine Reserve für Frostperioden bilden, in denen Frischkartoffeln den Bedarfsbezirken nicht zugeführt werden können. Auf Spirits werden Kartoffeln nur zur Deckung der Anforderungen der Heeresverwaltung verarbeitet. Triukbrannt- wein für die Zivilbevölkerung wird aus Kartoffeln nickst hergestellt.

Der durchschnittliche Wochen ko pffatz von 7 Pfiirrd ist zunächst nur vorläufig festgesetzt worden: die endgültige Regelung kann erst geschehen, weirn Ansgang November durch genaue Bestandsauf­nahme ermittelt worden ist, welchen Ertrag die Herbstkarlosfelernte gebracht hat. Zu dieser Zeit kann auch erst entschieden werden, ob dem Landwirt weitere Mengen, als jetzt bestimmt, zum Verbrauch in der eigenen Wirffchaft freigegebcn Werder: können. Daß eine solche Freigabe außerdem unter allen Umständen erst dann erfolgen kann, wenn die Wiutereindeckung der Bedarfsbeziike mit Kürtoffeln völlig gSvährleistet ist und darüber hinaus genügende Mengen für die Versorgung der- Bevölkerung mit Kartoffeln im kommenden. Frühjahr vorhanden sind, ist selbstverständlich. 'Die Kontrolle dar­über. daß Landwirte und Verbraucher den Vorschriften entsprechend die Kartoffeln verwenden, wird durch Einführung der Wiirtschafts- kartc, ähnlich wie beim Brotgetreide, und durch die Kartosselkarten geregelt. Die näheren Bestimmungen treffen die Bundesstaaten. Sie haben als Aufsichtsbehörden über die zur Lieferung verpflichteten Kommunal verbände dauernde KontrvNe sowohl darüber zu führen, daß die Sicherstellung der Ernte innegehalten wird, daß der Ver­brauch der Kartoffeln beim Landwirt und beim Einpfangsverbandi den Vorschriften entsprechend erfolgt, und daß die zur Lieferung von Kartoffeln verpflichteten Verbände ihre Lieferungsauflage gleichmäßig und restlos erfüllen. Von Reichs wegen wird daneben eine sckzarfe ständige Kontrolle durch Sachverständige in allen Kom­munalverbänden gehandhabt werden.

Aus der Kartoffelernte dieses Jalzres muß das nötige Saatgut für das Jahr 1916 beschafft werden. Die Saatgutes ctzaffwig regelt eine Bundesratsverordnutrg, die nunmehr gleichfalls erlassen tst. Danach find Verträge über saatgutliefermrg nur zulässig, ,venn cs sich unr solche an Landwirte oder Kvmmunalverbändc handelt. Sie müssen bis zum 15, November 1917 abgeschlossen sein. Soll das Saatgut ans einem Kommunalverband in einen anderen ge­liefert ivcrden,. so bedarf der Vertrag der Genehmigung, die er­teilt werden muß, wenn es sich um Saatgutdeckung für Landwirte oder Konimunalverbände handelt, und tvenn die Richtpreise ein­gehalten werden, die von den landwirtschaftlichen Berufsvertrerungen (Landwirtsck>aftskammern usw.) oder von den Landeszetttralbehörden ausgestellt sind. Das aus einem Kommunalverband in einen anderen Kommunal verband gelieferte Saatgut wird beiden Verbänden an-" gerechnet. Die Lieferung der abgeschlossenen Saatguttnengen darf auch nach dem' 15. November erfolget!. Auf Kartoffeln, über die bis zuml 15. November Berrräge zur Saatgutliefertmg abgeschlossen sind, darf, wenn die Verträge die Genehmigung gefunden haben, für zopeiselartoffeltieferungen seitens der Behöben nicht zurückgegriffen werden. Anerkannte HoMuchten sollen, uni sie für Saatzwecke zu erl>alten, auch dann für Speisezwecke nicht in Anspruch genommen werden, ivenn am 15. November Verträge über sie nicht vorliegen.

Der Handel ist bei dem Verkehr mit Saatkar löffeln als Ver­mittler zugelassen. Bei der Lieferung der Speisekartoffeln hat der Handel als Aufkäufer und Abnehmer in möglichst großem Umfange tätig zu fein, außerdem liegt ihm in den Bedarfsbezirken die Zu führung der Kartoffeln an die Verbraucher ob.

Die ^Preise für die Speisekartoffeln regeln sich nach den Vor­schriften der Bundesratsverordnung vom 19. Mär^ 1917. Zur Durchführung der Winter ein d^ckung wird vorübergehend ein mäßiger Zuschlag, auch für die Anfuhr an die Verladestation, festgesetzt wer­det. Die Bemessung der Kleinhandelshöchstpreise ist Aufgabe der Kommunal verbände, denen in dieser Beziehung LlrenzVorschriften nicht gegeben werden, da je nackt den örtlichen Verhältnissen die Kleinlandelspreise verschieden gestaltet werden müssen.

Die int Kleinbau gezogenen Kartoffeln von Flächen bis zu 200 Onad rat Metern sollen den Kleinanbauern restlos belassen wer- den. Erforderliche Ausfuhrgenehmigungen müssen erteilt werden. Den: KommuNalverband steht es frei, Sie Kartoffeln auf den Be­darfsanteil des Kartoffelerzeugers, seiner Familie und seiner son­stigen §)aushaltungsangeliörigen teilweise anzurechuen. Findet die Anrechnung statt, so sind dem Klein anbauer von seiner Ernte dc^ Saatgut und mindestens IE Pfund pro Köpf und Tag für das ganze Wirffchaftsjahr frei zu belassen.

Ariegsbriefe aus dem westen.

Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.

(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)

Das Verhältnis zwischen den belgischen und englischen Soldaten.

Ist Flandern, 12. August 1917.

Vor kurzem erschien über der volkreichen, arbeitsamen Stadt Gent am stellen Tage ein Flieger, senkte sich bis ans etwa 200 Mter Höhe über die Straßen., so daß jedermann sein englisches Mzcichen deullich erkermen konnte, utrd warf feine Boinbe mitten in eilten! Häufelt vlämisckter Arbeiter, die dicht gedrängt vor dem Tore ihrer Fabrik standen. Die Bombe war ein Blindgänger. Wäre sie geplatzt, so hätte der Engländer wohl ein halbes Hundert seiner belgischen Verbündeten. friedliche Zivilisten, getötet und verstümnrelt. Gleich nach dem Abwurf feuerte der Flieger mit seinem Maschinengewehr zwischen die Arbeiter, schoß aber schlecht und verletzte niemanden.

Er hatte dann Mich hohe Eile nnd versuchte zu entkonrmen, lmlrde jedoch bald heruttergeholl.

In Gent war die Erbitterultg über bicfen Uebersall imbe- schreiblich. Als der Engländer, von den deutschen Schvazniells vev- rolgt, verschtvindcn wollte, riefen ihm die Getter. unb^küntmert um die deutschen Zuhörer, mit geballten Fäusten laut nach: ,.Erft

wemr der Teufel den letzter Engländer geholt hat, lverden die Volker wieder Frieden haben!"

,Der Engländer hatte inzwischen, da ein Schuß seinen Motor verletzt lxllte, :m Glertflug auf freiem Felde landen müssen. Nach früheren Erfaltrnngen wäre anzunehmen gewesen, daß er sofort flüchtetl und bei Landeseinwvhärern Zivilkleider erbitten würde, ^teser Flteger aber ging dem ersten deutschen Posten entgegen und gab sich gefangen. Auf Befragen erklärte er später:Nein, ich hatte keinen Belgier um Hilft gebeten. Mit der Bande will ich nichts zu schaffen haben. Es ist schtimnr genug, daß man sie im Felde als Kameraden und Verbündete biehandeln muß."

, y .G<rnz ähnlich drückte sich ein englischer Offizier aus, der die belgische Arnreeeine ebenso verrottete Bande wie die Russen" tiannte. Tie belgischen Offiziere und Soldaten seien gegen die Engländer mckameradschaftlich, sie hätten alle Lust am Kriege der lvren und seien für eine Offensive unbrauchbar. Wätwend der flan­drischen Schlacht mußten die Franzosen einen Abschnitt der bis­herigen belgischen Front übernehmen, utid Franzosen mußten, UEenllrch durch Artillerie, die belgische Armee sichern. Ursprüng­lich sollten das die Engländer tun, aber die Engländer weigerten' ftch, mit den Belgiern Mfammenzuarheften. 'Ganz ähnlich ge­stimmt, mir häufig in etwas kräftigeren Worten, sind die Aeuße- rungen der englischen MMtnschaften.

Aber nun muß man die Belgier hören. Jchi habe in diesen Tagen eine Reihe von belgischen Soldaten gesprochen, die in der Gegend von Dixtnuiden gefangen genommien worden sind. Sie erkennen an, daß! es der belgischen Arnree verhältnismäßig gut geht. Lüe hat viel Ruhetage hinter der Fvont und liegt hinter dem Ueberschwenttnungsgebiete ziemlich untätig und unbehelligt, so daß dre Verluste gering sind. Mer die Belgier behaupten, daß dies so vollkommen in Ordnung sei. Derm Belgien habe Opfer genug gebracht, und, wetrn man es nachträglich bedenke, so sei das'Mut doch alles für England geflossen. Der Dank dafür sei, daß dis Engländer die Belgier verachteten und verhöhntetr. Keinesfalls könne man von einem belgischen Soldaten verlangen, daß er die Hand dazu biete, sein schönes Heiinatland noch mehr zu verwüsten. Es sei schon schlinrm genug, daß inan ihn zwittge, mit anKusehen^ wie die Engländer die Dörfer Manderns in Brand schössen.

Einmal gesprächig geworden, erzählen die belgisch^': Soldaten, Blamen und Wallonen, zwischen denen jetzt im belgischen Heere übrigens ein einträchttges Verhütttris besteht Näheres über dcch Zusammenleben der Verbündeten jenseits der Dser. Mit den Franzosen kommen die Belgier leidlich aus, obwohl auckt diese hochmütig und prahlerisch seien und r ehcutpteten, die Belgier hätten nicht genug für ihre Verbündbeen getan. Aber tnit den, Engtändern leben sie !vie Hund und .Katze, wobei sie übrigens betvneit, daß die Franzosen die Engländer innerlich! ebenfalls haßten, wegen ihres Hochmuts, Ivegen ihrer Mädchensäqerei, lvegeit der.Zerstörung svanzösijcher Städte und wegen Calais. Es ist so weit gekommen, daß die Erkgländer nirgends im belgischen Gebiet in Bürgerquartiere, sondern stets in Barackenlager untergckbracbt werden Es tst ihnen selbst stretrg verboten worben, ein Burgerl)atis zu betreten oder in einem belgischen Geschäfte zu kaufen, weil es überall Reibereien gaft^ Afuchj in Nvrdfrankreich, l>achiffächlich in dem Frankreich gehörenden vlämischffprachigen Gebilden, sind ähnliche Maßnahmen notig geworden. Sv dilrfen z. B. selbst in größeren Städten Fränzösisck-Flanderns, so in Vlämrsck>-Caffel, dre englischen Sol­daten die dort in Ruche liegen^ m-r tvfönnrote, überwachte Wrchschaften und auch diese nur mit einem beso-lderen Erlaubnis- sckeirre besuchen. Kein englischer Soldat darf denRapvn" der belgischen Arnree betreten, und andererseits wird jeder im Gebiete englischer Divisionen ohne dienstlichen Auftrag betroffene belgische Lvldat bestraft. Wie fft es lieblich, wenn Ententebrüder eintrÄbtig beiernander wohnen!

Diese Vvrsichtsmaßregebt habet: nicht verhindern können, daß zwtscheu belgischen und encstijchen Soldaten inrmer öfter Schläge­reien flattfinden, bei denen es Sckwerverwtmdete und auch schon! -vote gegeben hat. Die Belgier behaupten, ,daß die Engländer nur dann sINut hätten, anztttretetr, wenn .sie in großer Ileber- zahl seren. Außerdem seien sie berüchttgte Messerhelden, die sich der den Raufereien mit Vorliebe eines langen Taschenmessers^ bedienten, an dessen anderem Heftende ein Pfriemen sei, ruft dem sie schwere Lmtgenverwundimgen beibrächten, llebereinstim-i tuend bekunden die belgischen Gefangenen, daß bei den belgischen Loldaten keine Lpur von Haß nrehr gegen die Teutschetr vor-, Händen sei, das sei lange vorbei. RLan Wisse sehr gut, daß die belgischen Gefangenen es tbegen ihrer Ansb'lligkeft 'tmd Arbett- amreil in Deutschland gut hättet: und daß die deutsche Verwaltung Belgien nicht unnöttg bedrücke. Es hat sich schnell hernmgespvochen, i d«ß ieder gefangene Belgier, ehe er nach Tetttschland abgesührt wrrd, den Besuch seiner Llngehörigen empfangen darf, und das hat auz den bei iVlawen und .Wallonen gleich ausgeprägten Famtliensinn einen großerr Eindruck gemacht. Ebetrsv genau tveiß man rm belgischen Heere, daß die.helgisckwft Flüchtlinge in Eng­land als lchtige Mitesser behattdelt tverden. 2luck) dort tont nren fortwährend Schlägereien zwischen belgischen tmd.englischen Ar­beitern vor. Die Belgier bchairptetr: Ber einzige Grund sei der größere Fleiß und die Sparsamkeit des belgischen Arbefters Der Ausgang dieser Streitigkeiten vor den englischetr Gerichten Pt immer derselbe: der Etrgländer tvird freigesprochen, der Bel­gier ztvangsweise in die Arrnee gesteckt, Ivo er seiner Meinung über die Eigenschaften des englisckien ^Verbündeten tmd die eng­lische Rechtspflege freien Ausdruck gibt.

Im belgischen Heere, wo man lange getmg Schulter an Schtll- 1er tnrt dem englischen Berbündetetr gestandet: hat, roeiß man ihn also allmählich richtig zu schätzen. Aber auch ffn besetzten: Gebiete, wo früher derettglische Befreier" mit eitvem rvnrantt.-, Ichen Glanze ttmwvben und wo man die guten Brüsseler tatet: sich darin hervor ftnmer von neuem enttätffcht, feinet: Entztm Woche im: Wock>e eruwrtcte, hat es längst zu taget: angefMigen Als derBefreier" gar Mcht kotttMen UHltte, begann auch' bei den Belgiern der Glaube an die ettgllsche Alllnacht. der hiev vor dem Kriege fester gewuvzett tvar als anderSwv, allmählich ztu schvindcn. Dazu lziabet: die deutschen Unterseeboote tückstig mttgeholfetl. In den Städten Mestflanderns, lvv vor dem Miege Harke englische Kolottiet: von Mffkätcfern wrd Agetttetr des Lein-; wandhaitdelS usw. gewohnt hattet:, begamt mau sich ans eininal nüchtern darauf zu besinnen, daß diese Engländer eine allgeineft: unbelebte, hochnäsige Gesellsck-aft gewordet: warn:, die gcur tntter sich oevb'hrt unh. die übrige Gesellschaft gemieden hatten, wie ste von ihr gemieden worbet: waren. Undratr dachte auf eininal darüber nack>, ob nickst das Sprickuwort, welches der Belgier fniher auf ben englischen Kaufttanr: geprägt hatte:?o.uzourk prenckre ivmais renckre," vielleicht mit detnselben Reckst für die englisckte Dolrtik gllt. Uebrigeirs toiffet: die. Belgier als hellltörige 'Leutg seit der Lvntme- und Aistte-Offensive gaM genau:, n>ie von der Gillette befreite Städte wusschen. uud sie haben daher gar keüte LuK, Albende, Brügge, Gettt, Thmrwnt, Thvelb, Teinze, Kur- tryk, Roeffelare ,/bcfveven" zu laßen.

W. Scheuer mann, Ktckegsbierichtvrftatter

getiten und htt zu einer beträchtlichen Einschratckuttq von Be- lEben Anlaß gegeben, um so mehr, als gleichfalls die Msftchr der Fabrfttte ^durch den Frachtraummangel auf daS stärkste ein- gemgt wtrd.^ Lw meldetDaily Telegraph" vom 13. Juli 1917 ttls Manchester, nach Ansicht der HandelSkreise habe die dortige Bestandsauftahnie der Baunovollbestände nicht befriedigt m:d die Baumwollkottrollbehörde würde di^ Einschränkung der Erzetrgmrg empfehlen, so daß die Spimuneien tmr atr vier Tagen wöchetttli'!- arbeitet: kvürden. AuS der Wollindustrie berichtet derEconvmist" 14. Juli 1917, daß viele Verbraucher von Wolle sich dein: englischen KrisgSamt darüber beklagt hätten, daß sie bei den ihnet^ gemachten Zuweisungen ihre Betriebe nur bis Ende Atrgust aus- recksterhalten köntten.

c- ^ ^oiä)e Attzeichen für die Knappheft der Vorräte in England )rnd hette mcht nur auf den hier genatrtten, sondern auch guf zahl- ^rchett atwerett Gebieten vorhanden. Welche Versuche ,'iiid mm i't, Englaatü) geniacht worden, um die Katastrophe der dauernden Vorratsvermmderung abzuwenden?

r ^^^^bcholt htt die englische Rogierutig tmd ztvar schon sehr vaw nach dem Begitm der Sreiperre erklärt, daß sie eine Ratio- nrerung der Lebensniittel vornehmen müsse, tvenn das enchttckn ^ fteiwlllig seinen Verbrauch erheblich beschränke.. 7lbec

mche Warnung hat trotz eiftigster Propaganda so ivenig gefruckstet, dafl m ferner Rede am 16. Jun: 1917 Eaptain Bathurst als Ver- tteter des Ernährungsamtes erklären mußte, die Verringerung de-^ Bvotverb^ruchs habe jm letzten Mv-nat im Vergleich zu bm ^Iconat Mm 1916 mir 1 Prvzett betraget:, tvährend das ganze imtsette ^ahr, verglichen mit dem Vorjahre, bis zum llRonat Mai eu:e Weigerung des Brotverbrauchs ergäbe. Trotzdem, und obscbot: der Rur nach einer Rationierung in . Eirgland von den ver- lchtedeniten Leiten laut erhoben worden ist, htt die Regierung von der Durchführung einer solchen Maßnahme ?lbstonü genommen.

W es ttm müisen, weil sie sich nicht zuzutrauen scheint, die tectznrschet: Lchwterrg'kettet: eines solchen Verteiltrcrgsfystems zu metstern. Deuffchland htt ntat: die Verteiluttg der LcoenS- mtttel Und Ntohflvffc ttp Grutck) einer Kriegserfahrung von meh- rern: Zähren mt kriegstvirtschaftllchen Organisationen ans- und ausbauen können. In England müßte man das Rativniertmas- ft'^m m kürzester Zeft für alle Nahrutigsmittel durchführen, tvenn ttiü,^ die zwangstveise Eitischränkntig ftteS Verbrauches einzelner ^Nahrungsmittel sofort zu einer entsprechenden schärfet: PreiS- fteigcrtmg und Hamsterei <rm andren Gebieten führen soll. Für ^ch^saffende und gleichzeitig.innerhalb einer kürzet: ^ett durckMifuHcende Organisttiot: ist aber die itmcrstaatliche Ver­waltung Englands chrttn ganzet: Aufbati und Wesen nach nicht geelgnet. Lv erklärt eS sich, daß die englische Regierung von der in ttusnchr gestellten Rationierung immer tweder Abüand nehmen mvßle, und nrit allen möglichen anderen Eingriffen die Lebens- wtttelttage zu bessern suchte, bisher scheinbar ohne rechten Erfolg Utt) ohne die All gerneinhert beruhigen zt: können. Tie '.'cetibesetzung des dornenvollen Amtes des N<chrungSnritteldlktatorS fließ auf erhebliche Lchwäerigkeiten, und, nachdem sic nunmehr erfolgt ist. begruttc der libevale 2lbgevrdi:ete für Lancshire. Sir G Tvtt- mm, den neuen Vertreter dieses Amtes am 25. Jul: im Utter- hause mtt der Erklärung,der l'Lahrungsrnitteldiktatvr und sein Achutant wurden eitren schweren Stand baben.i ehe sie das Ver- ttauen des Publrßunis wieder erwerben würden."

D« englische Regierung griff in erster Linie zu Stteckungs- nwtawfrnen mn die Bwtknapvbeft m mildern. Mn zwang die Mühlen durch stoalliche Kontrolle, dem ^Nehl alle möglichen Und ermöglichen Ersatzmittel beiMmnschen nrit dem Erfolge, daß Jn- ^ lirrfI dem GesundhütSattte auf Grund ntikwskopischer Utterfuckttugen erklärte, die Haltbarkeit des Meiste sei mindcr- werttg, wrd große Margen für die menschliche Ernährung wert- vvller L^vffe wurdm durch dieses.Kriegsmehl" unbrauchbar ge- Beschafftubut^deS aus diesem Krivgsmehl ge- backenet: Brvtev haben wrr enrc Fülle von Zeugnissen:

Fachblatt des GetreidchandelS lwni 5 Juli 1 ^}lltotz der Versicheruugeti der Regierung., daß das Mehl voMonnnet: beiömnllich sei, die Klaget! der' Bäcker- meiperrmlungm über die Utrbrauchbarkeft und die dadurch her- vorgerufene Verschwendung sich dmiernd vermehrten. Ein Lon­dons Verbandssekretär erklärte nach dein genannten Blatte einem dast vi einer Vorstadt Londons ein ejnft-er Bäcker Pnock habe verntcksten muffen: in einer anderen. Vor- stadt habe ern Bäcker 40 und ein anderer 36 Säcke infiziertes Mehl es erhallet!. Im Osten Londons habe ein Bäcker 1200 Bwk- ftwe an Lchtveirrefttter-Händler vetkanfen inüssetr. In weiten Ä solche,: Bwtes starkes IIttm>hltern trnd ^anGettverschemungeii hervmgerufet:: doch hat die da- Awere Beunruhigung die Regicning nrcht zu vernvockst' Fbh'ckw in Aussicht ztl stellen: der Grtind

^ ÄfLlrcLr Lg. ' ^Emdfwi-n

^ die amriieft' Regi«imq

^fr -'cahcung-.tnrttelsovgen Herr zu werden: durck' Steigeruna der Erzeummg un etpoi ßmtbc. Sic htt zu diesem Zwecke am,

. d - t lau Agrarprvgramni entwickelt, dessen Siel

Vorläufig htt die Bertvnklichung dieses Prvgrmmnes tvvbl ^ikderttistcktüsse. Versa tu ml ungen und Reden, dagegen tveing greifbare Resultate und sehr >ch>vere Be­denken gezerttgt.

Die Wirkungen des U-Voot-Urieges in amtlicher Darstellung.

(4. Fortsetzung. «

, Was die, migcht. io ift atre bisb« ntxh

wcht dagewesene Tswenmg von RoybaulUwove in Engtzrnd ekn-

die Vertreter englrsckter Agrarkreise, an der ^..>^llchen Landimrffchaft, Lord EI?aplln, er- S ^.Durchnrhrung des PrograurmeS, etwa 1', Millionen Hektar Weideland in Äckerlatid ttnzuivmrdeln, nur unter ganz be-

Boraussetzutigen möglich fit. Schot: ff^«dlichet: Verhcllttnsjeti. in tvelchen für eine derartige lim- der eng1t,chen Landivirtsck-ast eine lttige Zeitspaum an **** «s a«vagt erscheLn, die E tt» zur übernnegenden Weftewirffchtft durch itaatliche Emgrrffe pllotzltch ruckgatigrg zu macl>eti. Fn jetziger Jen ^KerS an landwirtschaftliche', Arbeitskräften «nchrlesaLpeter, an Maschinen, (träten unr. (rn do: Plan itei Regierung als utopisch ersstieineu Jli der ^ornrng Post" vour 29. Mai 1917 schrrilst Lord ^ndlip den morsten Tellen Englands, \wnn tnckst in allen, ift da-> ^and mfr mix der ^>vobnllchen. sondern .ruch der gekernte!i Arbeitet beratilst worden. Die Pfle.ge lx» Ackerlandes ist inftl ge dessen in Wms> ;restttken uud die produzieren den Kräfte X- BcHetrS fiabeii itisolgede,teii etwnn abgenomucen. Es maq vergleich-> werte letckst se^n, g roße Fläck>eti von Weidetzrnd unter Hin uczielLuig

Dampfmaschinen mnJtll^chm aber ^ ll^^gltch obdcr etitsprvchetide Zttwachs an lvimischen Zerealieu firr det: Herbst 1918 m rrge,Weiner We.se den An-gaben at. M.t

' I**' 11 n l£iL ie $ cn uh'Wk von anderen Quellen

abgeleitet »verden müßten."

s^^k<chtllrck^^oswannt'e wie daS landwirtschaftliche hat die eng-

der Erzangtuig Ix'imisch-r Im Dvrdergnmde stehen d,tS Eisenerz und erheben sich aevadc ans den .Kreisen dwdoch du besten ÄVuikt der Vn-Ittttti.' iTtib, dw frtmfciftni AtvcitfctL' Durchführt.ng l'tinuT;mv

Cl m 0 ,.,Revolutu'iv.nmng der geßumen eirgliscbeu ^ Mtr Bsvaussetztutg babeu. Den« die euglisckx' Ersen- rndnstne rst noch heute in erster Lffrst auf die BvMllttmg der im-