Ausgabe 
18.8.1917 Zweites Blatt
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Bekanntmachung«

Naehstrheade Bekanntmachungen Großh. KreiSamts Gießen bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis.

Gießen, den 16. August 1917.

Der Oberbür germeisder (LebenSinitteläntt).

L Verordnung über die den Unternehmern landwirt- schastl. Betriebe für die Ernährung der Selbstversorger und für die Saat zu belassenden Früchte.- abgedruckt im Kretsblatr Nr. 131 vom 2. August 1317.

2. Verordnung über Höchstpreise für Getreide, Buch­weizen und Hirse vom 12. Juli 1917, abgedruckt im Kreis- blatt Nr. 131 vom 7. August 1917.

3. Drnschlöbne. abgedrucki im KretSblatt Nr. 134 vom .7. August 1917.

4. Verordnung über den Berkehr mit Getreide, Hülsen- 'rüchte, Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1917 zu Saatzwecken vom 12. Juli 1917. abgedruckt im Kreisblatt Nr. 136 vom 10. August 1917.

5. Derbrauchsregeluug im Erntejahr 1917, abgedruckl

im KreiSblatt Nr. 136 vom 10. August 1917. * 61298

Bekanntmachung.

Das im Monat Juli ds. IS. fällig gewesene 2. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis einschl. 1. September dS. IS. ohne Kosten bezahlt werden. Die- enigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch im Rück­stände sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum September dS. IS. bei der Stadtkaffe zu entrichten. Bom 3. September an gelangt das 2. Ziel zur Beitreibung, ivodurch Pfändungskosten entstehen. Ueberweisungen im Bank- und Postscheckverkehr müssen am 1. September eben­falls bet der Stadtkaffe gutgeschreiben sein, andernfalls >ste vorgeschriebenen Beilreibungskosten erhoben werden.

Gießen, den 17. August 1917.

Der Stadtrechuer:

Mäser. 6094

Verordnung

belr. Einschränkung des Gasverbrauchs.

Um den ungestörten BÄrieb der Gasanstalten sicher- rusteÜen. ordne ich hierdluLch an:

1- .

Für iede ^Äsanfbali werden je nach deren Grütze durch die zuständige Kriegsaurtstelle nach VLastgabe der Bekannttnachung des Bundesrats vom 3. März 1917 ein oder nvehvere Vertrauensmänner verpflichtet. Als Ber'.t !ranensmännier lranmen vcwtvicgend die Leiter der Gas^ werke in Betracht. Bei im Staats- oder Gemeindebesitze- l^efnchlichen Werken erßolgt die Atrswahl auf Vorschlag der für das Gaswerk zuständigen Behörde. Durch die Verpflichtung wird die Berantwortlichkeit des Verpflichte-i den als Staats- oder Gemeindebeamter nicht berührt.

2 .

Neue Lxrusanschlüsse, Neuberohrungen, die Aufltel hmg von Gasbadeö^n inib die von Gaszimineröfen sind' viwbaten. In irutzeogeivöhnlicb driuglick>en Fällen rmd bei. Äickrgen bis zu einer Gasrnessergröste von 100 Flammen ist Der für die Gasanstalt Mständige Vertrauensmann l>efugt, unter Vorbehalt des Widerrufs. Ausnahmen zuzu- lassen, solange dadurch die Leistungsfähigkeit der Gas-, anstatt nicht unz-ulässig beanspri^cht wird. Bei Anschlüssen, »,ie über den Rahmen dieser Ermächtigung hinansgelien? ist meine besondere Zustimmung erforderlich, und bei der zuständigen Kriegsmntstellc zu beantragen.

3.

Der Gasverbrauch wird eingeschränkt, a Zu biefam Zwecke erlätzt der Vertrauensmann unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse Orts­vorschriften. Er hat. schiern er nicht selbst Beamter foer Gemeinde oder des Koni immal verband es ist, auf dessen Bezirk die Ortsvcrrschriften sich beziehen sollen- Änen von der zuständigen Behörde hierfür Bezeichn neteu hinzuzuzwhen: zuständig ist in Gemeindenc mit mehr als 10 000 Einwohnern der Gemeinde- Vorstand. im übrigen der Vorstand des Kvnrmunal Verbandes. Den Wünschen der Bezeichneten ist zu enchprechen, soweit dazu die technische Möglichkeit be-j stecht, und. bei einer Mehrzahl beteiligter Gemeinden, oder Kvipmunalverbände, soweit nicht durch Erfül lung der Wi'msche die Gesamtheit der Verbraucher des einen betetfwteu Bezirks vor anderen Bezirken, /auf die sich die Ortsvorschriften beziehen, bevorzugt hverdetr. Eine Verzögerrmg darf hierdurch, nicht ein treten.

Die Höhe der Einschränkung der Gesamt gas- abgabe > verde ich jeweils feftsetzen. Die Bereclmnngs Mr die einzelnen Werke erfolgt <nrf gleichmäßiger? technischer (Grundlage.

o> Die öNentliche Beleuclstung ist weitgehendst einzn- schränken. j

c) Die Vertraurnsmärmer sind berechtigt, den Ge­brauch von!Gaszimmeröf(Nl zu verbieten, ä) Das Brennen von Leuclstflammerr und Wchein- richtungen zu Raum heizungszwecken ist verboten, e) Bei Zuwiderhandbmgen gegen die Bestimmungen von K 2 und 8 3, Abs. ai c urtfo d ist die 2lbsperrnng der Zuleitung zu gewärtigen. Außerdem hat der Zu­widerhandelnde mit der Verhängung von Strafe nach 87 zu rechnen.

4.

In gasverbrauchenden industriellen Anlagen sind für. die Einhaltung der von den Vertrauensrnämrern aufgefl stellten und von mir genehmigten Ortsbestimmungen die Betriebsleiter. Werkmeister Fack^- und Hilfsarbeiter jedes in seineni Arbeitsbereichs mit veranttvortlich.

5.

Den industriellen und geiveLdlichen Abnehmern ist verboten. Aufträge ohne lveiteres anzmrehmen. durch deren Uebernahme sie zu einer Bergrößenmg des ihneH zugebilligten Gasverbrauches veranlaßt oder genötigt werden.

6 .

Wie weit diese Verordnung auch auf den Verbrauch von Gas Anwendung ftndet, das der Verbraucher für eigenen Bedarf herstettt, bleibt späterer Entscheidung Vorbehalten.

7.

Für jedes über das nach §3a zugelassene Ausmaß hinaus verbrauchte ebm Gas wird durch die Gasanstalt ein Aufpreis erhoben, den ich durch die Ausführungs-« bestimmungen festsetzen ivevde.

Im Wiederholungsfälle werden bei Zuwiderhand- ltnrgen gegen 88 2 bis 5 die Verbraucher, gegen 8 2 auch die Einrichter tickt Gefängnis bis zu einem Jache und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft.

Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Be­kanntmachung in Kraft.

Berlin, den 26 Juli 1917.

Der "Reichs ko mm isfar für Elektrizität und Gas:

W. Kübler.

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st-ttßlwb. In besondeven FM«r kcrmr der NerchS-vtw- » dl. ViHbuiii, auch zuf., z. mifsar den Aufpreis erhöhen. verin. An den Bahnhöfen 20.

2. Das Aufgeld von 50 Pfennig für das Kubik­meter wird nicht berechnet, sofern der Morratsverbrarnl/ nicht mehr als 40 Ktubikmeter beträgt.

3. Die Einschränkung gilt auch für die kriegswichti gen Betriebe. Ausnahmebestimmungen können im all­gemeinen nur widerruflich für die Herstellung unmrttel-t baren Deeresbdarss. für Massenspeisungen. Lazarette- .Kliniken und Eisenbalmbettiebsnrrttel und zunächst nur bis zum 1. -Oktober d. Js. zitgelassen werden.

4. Werke, die im Vorjahre bereits Einschränkungln, der Gasabgabe vorgenommen hatten, können bei dem Unterzeichneten beantragen, daß die jetzige Einschränkungl entsprechend vermindert wird.

5. 9teu hinzu getretene Llbnehmer werden bei der t'pas-

zrrteilung so behandelt, wie die schon vorhandenen gleich­artigen Abnehnrer. 61096

Gießen, den 16.Aumlst 1917.

Im Aufträge

des Reichskonnnissars für Elektrizität und «tzas.

_Der Vertrauensntann: Steding.

kftädt, 'tfrbeitsnacfiideis giessen.

Afterweg 9.

50

Es können eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Arbeiter. 3 Eisendre Vergleiche, 10 Schlosser. 2 Werkzeugschlosser, 3 Former,

1 Lchmied als Zuschläger, 6 Former und 6 Brenner für Dampfziegelei, 1 S.

1 ..

2

1 Wcißbinder, 10 Hilfsarbeiter, für Eisenbahn imd Jn- dustrie. 2VorArbei1er für Granaten und Modellnragaziu (KricgsbeschÄngte bevorzugt), 1 Stütze. 4 Dienstmädchen'.i 4 Laufsrauen bezw. -Mädd>en, 2 Bäcker. 2 Buchbinder-

2 Schnciderlehrlinge, 1 verheirateter Kriegsbeschädigter f. Garten und Landwirtschaft, 2 Hausburschen. 2 Kranken­wärter ;

bei auswärtigen Arbeitg ebern:

2 landwirtschaftliche Knechte, 20 Mechaniker. 4 Schlos­ser 3 Schweißer für Metall. 3 Spengler. 8 Holzarbeiter. -Säger imd Zimmerleute. 3 t>Naurer 5 Schreiner, 1 Web- nveflter 1 Frisierer, 40 gesunde Arbeiter, 2 Kraftwvgenj- sühver, 12 Stteckenarbeiter. 25 Bauarbeiter, 10 bis 15 Arbeiteriirnen. 1 Dame für Bureau.

Es suchen Arbeit:

1 Zimmermeister. 2 BtMtzllter 2 Vernmlter für Larrd-, rvirtschaft. 1 Verkäufer und Dekorateur für .Kolrfektion nacki Norddeutschland, 1 Mann für halbtägige Beschäftig gung. 1 Frmr zur Leittmg einer Kantine. 2 Kriegsbe­schädigte für Beschäftigung, die im Sitzen ausgeübt ivers den 'kann.

Ftir das besetzte Geb ie t werden gesucht: 18 Schneiderinnen^ 30 Franen für Kücken dien st. 6 Frauen lür Wäscherei, 6 Frauen für Viehhaltung.

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Verordnung tritt mit dem heutigen Lage in .Kraft. Für die Einschräukung des Gasver­brauchs der an das Städtisclie Gasloerk Gießen an- geschlossenen Abnehmer kommen vorbehaltlich Einstiger Aenderungen nächsteheirde Ortsvorschriften in Anwen­dung:

1. Den 9lbnehmern wird nur ein Mvnatsgvsver- b rauch von 80 Proz. deK Verbrauchs im letzten Jahre 1. August 1916 bis zum 31. Füll 1917) zugesbanden. Jede Neberschverturrg des den Wnehnrern zugebilligteni l^asverbrm«l>s ist zu verrnerden. Für allen twtzdern ein> getretenen Mehrverbrauäi, ist laut 85 der AussührungS-i bestmrmrvrqeii des ReichsKomnnssars fttt Elektrizität und Gas seitens der Abnehmer ein Mrfgeld von 50 Pfennig für das Kubikmeter zu bezahlen und zwar von dem Tage ab, fl» bau ine Mesftrcruft*chme für den Augustverbranch

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