Nr. M Zweites Natt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag-.
und
«erlagen: ..Siehener Zamklienblattett ..Xreisblatt für den Ureis Gießen".
-o-fchecklonto: Frankfurt am Main Nr. N686. Vankverkehr: Gewerbebank Gießen.
ibr. Jahrgang
_ eiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Dienstag. 7. August \9\Z
ZwillingSrunddruck und Verlag:
B r ü hl'jche Universitäts-Buch-u.Steindruckere^
R. Lange, Bietzen.
Lchriftleitung. Sefchästsstelle und Druckerei:
Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag: 51,
Schriftleitung: 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerBießen.
Die neuen Männer.
Der neue £tttütöfef»*£tär des Aeutzern.
m A loen ^ aI)rot Hai Dr. Richard von ui o ' t<rr E d-re Sw des Auswärtigen Amts als Nach. 1°^. bermen worden ist, sich den Ruf erworben
Wjxn MMten Kopsen unserer Diplomatie zu gehören. Er wurde uLli'IlSL 18 i 3 ^boren m Komtanrinopel, wo sein Vater damals Eeneraltnretwr der orientattichen Bahnen war und sich später, wie
" ^hm.w, als Erster Leiter der Anatolischen arunden Verdienste um bic innere Organisatton der wft crn*n:o. Der Erziehung der .Ander wegen kehrte die Staatssekretärs, eine Tochter des bekam,Len ^ RedM, nod) München zurück, wo sic durch
ihre mwwandtschaftlichen Beziehungerr wie durch ihre lebhaften gcn- '^en^Mieresien erne bernorragurdc Stellung in der' Gesellschaft em^ym. IHr ätlefder Sohn, Richard, machte bax Gymnasium lOpierte die Rechte und trat in den diplomatischeii Dienst, der ryn ru der gewöhnlichen Folge nach den verschiedensten ans- «wrsS* Pmtvettrilg-Ql fichrt-e. Zuerst wurde sein Name bei der
Bauers nach ganger genannt, WO Herr v. Kübttnann Ge- Ichaftotrager war. Er soll die Aufmerksamkeit des Kaisers erregt YabN^als er sich trotz schwerer See zur Mttdung an Bbrd der ,,HoyM^llern" begab. An der Regelung der Easablancasache nahm!
c ^?Eer war er Botschaftsrat in London unter dem Grafen Wolsi-Metternich, dein Frhrn. Marschall v. Bieberstein und dem Fürlt en Luhnolvsip und unterhielt rege Beziehungen zu den ^o^^lu^nGeselDchaftskreisen wobei ihn seine Gemahlin, eine geborene Freiin v. Sttrmm. wirksam unterstützte. Während des Welt- krLgtK umr er zuerst nach Konstantinopel, dann als Gesandter nach dem Ddiag, wo er um che Pflege guter Beziehungen zwischen Hol- land und Deutschland sich bemühte, und wurde schließlich an Stelle des Graten Wolfs-Metternich Botschafter am osmanischen Hof, eine Stellung, die er nur kurze Zeit bekleidet hat.
Der neue preußische Minister des Innern.
, ^ ArnoldDrews ist 1870 in Berlin geboren und
1B08 Oandrat in Oschersleben geworden. Zwei Jahre danach ivard er Vortragender Rat im Ministerium des Innern imd 1911 Regierungspräsident in Köslin. Am 18. März 1914 wurde er Unter- staatssekretär im Ministerium des Innern uird 1917 mit der Vorbereitung einer Verwaltungsreform beauftragt.
Der neue Staatssekretär des Reichspostamts.
Staatssekretär Rncdlin ist 1861 in Waldenburg Mepmark geboren und 1904 Vortragender Rat im Ministe rftmr der offent- sichen Arbeiten geworden. Von 1895 bis 1904 gehörte er den Elsenbahndirettionen Bromberg und Breslau an. 1910 wurde er EffeMcchndirettionspräsident in Berlin.
Der neue preußische .Kultusminister.
Ministerialdirektor Friedrich Schmidt, 1860 zu Potsdam geboren, ist 1888 als Hilfsarbefter ins Kültusministerium cragetreten, wurde 1895 Vortragender Rat, 1907 Abteilungs- bmgent und am 18. September 1911 Ministerialdftektor
Der neue preußische Finanzminister.
^ . P.f * ar Jo ergt, 1869 in Naumburg geboren, ist ans dem ^uitizdienü hcrvorgegangen. In der allgemeinen Staatsverwal ^S^war er bei der Regierung in Hildesheim und Hannover tätig trat 1M4 ins Finanzministerium ein und wurde 1905 Vortragender Rch. HM >;ahrc 1915 wurde er Regierungspräsident in Liegnitz und rang noch rat selben Jahre in der gleichen Amtseigenschaft nach Oppeln.
Der- preußische LanDwirtschaftsminister.
. Dar Na chfolger des Herrn v. Schorlemcr im Landwirtschafts- mrnrsterium ist der Landeshauptmmrn der Provinz Pommern Paul v. Eisenhart-Rothe, 1857 in Lietzow, Kreis Regenwalde gtboren. Er gehört seft 1885 der pommerschen Landes- verwaltung an.
Der neue Leiter des Reichsjustizamts.
Geh. Justizrat v. Krause, seft 1896 zweiter Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, nationalliberaler Abgeordneter für Königsberg i. Pr., ist 1853 in Karbowo. Westpreutzen, geboren und feit 1880 Rechtsanwalt. Seit 1905 ist er Vorstand der An- waltskanuner rm Bezirk des Kgl. Kanimergerichts.
Der treue Leiter des KrlegsernährmngSamts.
Der zum Staatsminifter und Staatssekretär des Kriegs- erirchrnngsamts, ferner zum preußischen Staatskommissar für Volksernährung ernannte Stettiner Oberpräsident v. 'Waldow ist 1856 geboren und im Jahre 1886 Landrat in Fischhausen ge- woiDen. 1899 wurde er Regierungspräsident in Königsberg. 1908 Oberpräsident in Posen. 1911 ging er in gleicher Eigenschaft nach Stettin.
Der neben dem bayerischen Ministerialdirektor v. Braun zum Unterstaatssekrerär im Kriegsernährungsamt ernmmte Di'. A u q Müller ist 1873 in Wiesbaden geboren, hat als Gärtner gelernt, ist 1896 in die Redaktion der Magdeburger Volksstimme eingetreten und 'hat einige Jahre darauf in Zürich studiert und promoviert. Seft einigen Jahren ist er als Vorstandsmitglied des Zentralverbands deutscher Konsumvereine mit der Leitung einer Organisation betraut, die zwei Millionen Mitglieder zählt und einen Umsatz von 743 Millionen Mark hat.
Schwander und Wallraf.
Die beiden neuen Männer, die vorläufig im Reichs amt des Innern als Unterstaatssekretäre und später in dem geteilten Amt als Staatssekretäre wirken soüen, Dr. Schwander rmd Wallraf, kommen beide aus dem KrnNmunalwesen Dr Lichtwander insbesondere ist der Typus des Mannes, der sich au« ugener Kraft in die Höhe gearbeftet hat. Er war mit 15 Jahren Kanzlist beim Bürgermeisteramt zu .Kalmar und arbeitete während r? feinet subalternen Tätigkeit an der Vervollständigung ferner BWmrg, indem er gleichwertig studierte. Er befaßte' sich mrt klassischen und modernen Sprachen, legte ohne Abiturium eine Ausnahmeprüfung zum Studium der Rechts- und Staatswissen fchaft ab imd wurde in Straßburg zum Doktor promoviert Er kehrte dann nach Kolmcrr zurück, ging von hier als Generalsekretär des Armenwesens nach Straßburg, wo er ungewöhnliches Organj- lattonstalent bewies. Er nmrde dann zum Beigeordneten gewählt und xft: feit 1906 Bürgermeister der Stadt Straßburg, als Nachfolger des Wirk!. Gehermrats Dr. Back. Schwander hat an dieser stelle Bedeutendes geleistet. Die großen Aufgaben, die der Krieg an. dre Kommunen ut der Lebensmittelversorgung und sozialen «ztursorge stellt, lind ra wemgen Städten in so befriedigender Weise gelöst worden-wie in Straßburg.
- Max Wallraf der bisherige Oberbürgermeister von Köln begann ferne Laufbahn als Referendar .im Oberlondesgerichts- oezrrr Köln. Er trat dann zur allgemeinen Staatsverwaltung über war zuerst bei der Regierung in Köln, dann in Aachen tätig, rfjf ttnrabe et ^.andrat^von Malmk^ und kam in gleicher Eigen- Mt nach St Go.ar. spater war er Polizeidirektor von Aachen und wurde 190^ als Nachfolger des Geheimrats v Becker ein- ftranmg zum Oberbürgermeister von Köln gewählt Er hat eine Reihe moderner Einrichtungen auf sozialem, hygiemschem urü) verkehrstechmschem Gebiet durchgeführt, insbesondere während
TOegeg eine ausreichende Lebensmittelversorgung der Stadt Köln rn die Wege gekettet.
Au» Stadt und Land.
Gießen, 7. August 1917.
* * A uszei ck/ nun g. Dem Gefreften Friedriche H a r t m a n n, ra einem Zxtt'-Regt., wurde das Eiserne Kreuz.verliehen. Er ist b^verts rm Besitze der Hessischen Tapferkeftsmedaille.
& . Hessischen Landes verein vom Roten
'^.^u z Nach beinahe einiähriger Pause versammelte sich eine grotzerc Anzahl von Vertretern der Zweigvereine vom Roten Kreuz Asice-Franenverein zu gemeinsamer Beratung mit dem verftarkten Vorstand im Kaüersaat zu Tsrmstadt. An Stelle des nm t r tT- Vorsitzenden Exzellenz Korwcm leftetc Exzellenz JJ. Jeebel tue Verhattdlungen. die um 10V* Uhr begannen Als Berichter,tatter konnte Finanzminister Exzellenz Dr. Becker fest- stelelil, daß das Rote .Kreuz sich in letzter Zeit mft Anforderungen ^Geldkraft des einzelnen in mäßigen Grenzen gehalten und vretteicht auch darum einen Rückgang seiner 'Einnahmen zu ver- ^lynen habe Es^ dürfe darum jetzt fchon eher wieder einmal trotz ^ ^^ttochen fomtigen Spenden für alle möglic^n Zwecke, auch das ,Rote,Kreuz mit einer Sammlung auf den Plan treten. So wurde be,chloffen,^ am 25. November als allgemeinem Opfer tag .. cittcl zu lbeichchisen n'ir die Zwecke des Roten Zbreuzes, Insbesondere aber zu einem Beitrag an die Berliner Spende für deutsche Soldaten- und Marraeheime. Ueber die Entwickelung des Gedankens der Geburtstagsfpende und seine Durchführung veichreftcte Nch Herr Profcfsor Psaff in eingehenden Mitteilungen. Er konnte von fchonen 'Erfolgen berichten, und sein Wunsch nach weiterer Ver- -2 Verständnisses fi'lr diese Spende wurde allgemein geteilt. Bei den von Herrn Dr. Mül^rger eingelefteten Berhand- llmgcn riber die U rl au b s v e rh ältn i ss e der Hilfs- fchwestern fanden die Herren Medizrnalrat Dr. Vogt-Butzboch Lrnd Oberstabsarzt Tr. Rebenttsch-Offenbach Gelegenheit, über die Verdienste und die Pflichttreue dieser in der freiwilligen .Kriegs- trankenpflege mm schon drei arbeitsvolle Jahre tättgen Frauen Wanne Worte hoher Anerkenuung zu sagen und einen Weg vor- zuffchlagen, wie ihnen der wohlverdiente Urlaub in ausreichendem Maße zuteil werden kann. iEn Eintrag, in diesem Sinne in tfo? ^rftellrg zu werden, fand Annahme. Vom gleichen Geist Der Anerkennung getragen waren auch die Verhandlungen über die >Zrage der Versicherung von H ilfs s ch w e ft e r n gegen Unfall über die Herr Rechtsanwalt Dr. >wffmann berichtete Des oefonderen Entgegenkommens des Stuttgarter Versichernngs Vereins in allen Fällen durste dabei, rühmend gedacht iverden Die nicht immer leichte Gestaltung der Beziehung zwischen den Vorständen der R e s e r v e la z a r et t e und denen Der Zwei gvererne kam ebenfalls zur Sprache. Auch hier machte fich das aufrichtige ^streben nach schiedlich-frwdlieher Rege- üms wohlttrend bemerkbar. Bei der durch Herrn Staatsrat Dr Kratz erngelefteten Besprechung des Zus am men Wirkens des os v erer ns mit dem Ali ee-Frauenverein galt es allewrnas, einige Jrrtümer zu beseittgen und mit ihnen den Ä Klagen über Erschwerung gemeinsamer Arbeit. Zn dem Punkt. B e l e b n ng des Rote -Kreuz-Gedankens wur- den ^urge^sehr beachtenswerte und zu ernster Berücksichttgung vor- gemerfte Anregungen gegeben, vor allem die. der Kenntnis der .Rote-Kreuz-Tätigkett durch /Lichtbilder und Vorträge auf dem Lande eine wettere Verbreitung zu verschaffen. Die alte Klage, daß vielfach fÜ?.Ansehen des Roten Kreuzes gerade von denen heruntergesetzt EL 0 ** Empfänger feiner Wohltaten dazu am wenigsten - Hutten wmde auch diesmal laut. Um 1 3 / 4 Uhr schloß die ^ Ncernungsaustausch verlaufene Versammlung
lsrschc Missionskonferenz gedenkt ihre ^-ayrestagung am Montag, den 12. November, in Gießen zu ^lten. ^n diesem Luther-Gedächtnis-Jahr liegt es nahe, daß über
verhandelt wird. Das Referat darüber hat Professor v. Sch ran in Gießen übernommen. Mis- fIons-Inspektor H o ffma nn - Barmen wird aus der deutsch- evangelischen Missionsarbeit der letzten Zeit berichten. Der Jahres- wgnng vorausgehen wird ein Mis?fions--Sonntag für Greßen und Umgegend. Am 11. November, mittags 3 Uhr, wird m?-% er farrer Dr. Busch-Frankfurt predigen und
^U^usrafpektor H offmann erzählen. Zchon jetzt sei aur diese Mrsfionsferer hingQmesen. Es ist unsere Wicht, der Mffsion die gedenken" ° te ' m ^eg leidet, gerade jetzt besonders tatkräftig zu
-^^Erwertung der Walnüsse zur Oelbe- rertung. Mrt am härtesten empfindet die Bevölkerung, namentlich, än den Städten und Industriegebieten, zur Zeit den Mangel an Fttten und Oelm. Ihm abzuhÄsen. muß mft allen Mitteln erstrebt werden. Eines dieser ?Nittel ist die Verwendung der Wal- nufle, die m diesem Jahve im Gvoßherzogtum eine reiche Ernte verfprechen und andernfalls im wesentlichen nur zu Genußzwecken würden, tzur Bereitung you jDtL Um die Walnüsse möglichst vollftandig dreier Zweckbefttnimung zuzuführen, wurde ^rrck, Bekanntmachung Größt). Nttnasteviums vom 30. Juli lfd ^s. .verfugt, daß die gesamte Walnußernte au die naher m bez^nenren LtellM, als welche die Firma Conrad Appel, forst- und lanüwirts-chaftl rche Lamewoeacke in Tarmstadt. bestchratt wurde g^en ckraen Uebernahmepreis, der 35 Diark für den Zentner nult ubersteigen darf abzuüefern ist. Tie Walnüsse dürfen allo ^ verkauft oder Verschnitt, noch
a^ dem Großhevzogtunr ausgeführt, uoch von den Besitzern selbst zur Oelbeveitung oder zu Genuß- oder Fütteruncksra^ri verwendet werden. Ten LieserungÄpflichtigen ^ bte VerMch^g aufcrfegl, die Wallrufi e ra reiTem Stande — das Ernten m!d der Verkauf unreifer Walnüsse ist verboten — zn e^tten ^d pfleglich M behandeln. Zu der pfleglichen Behandlung gehört vor ^ vülle, das sogenannte Laufeln
und die Auchewahrung rn ganz dünner Lagerung an tvockEn lufttgenr ftcherem Orte. Gewaschen vllen die Nüsse nicht werden. Alsbald nach'der Ernte ist den Gnoßh. Bürgerme stereiän lOberburgenmeistern, Burgermefftern) Anzeige über die geeritte^ Menge zu erstatten und von, deufenigen Liestrungspflschtigen bst
00 Pfund vmb mehr, stAäutÄtt Nüsse abgebe-i. Fettig r^ben ob der Lieserungspfläch'ftge die Rücklieferung von Oel und Oelkuchen oder nur von Oel oder nur vo.r Oelkuch^n wünscht Bon den zu aewranend^r Oelttrchen soll nämlich auf Antrag, der
§ 2 d^ Bekanntmachung zu erstatteiiden Anzeige stellen ist, den Anlieferern von Walnüssen in Mengen von 50 Pfund lstzd mehr für den eigenen Bedarf ein Teil Mrückgetiefert w^dra Diese Rücklieferung darf die Hälfte der Ai^tte an ße!?Ä' bie aus den gelieferten Walnüssen gewo-nnen wurden, nickt liber- Q- m ^'brch'er Weise zu stellenden Antrag eftr T^l des Oell, den Lieferern oorMgsweffe zugute kouimen. Aus der krate des Jahves 1916 ivurden für je 100 Pfund eingelieferter gelaüfelter Puffe, falls nur Oelli-esevuNg begehrt würde 2 giamw Oel, falls rrur Oelkuchen begehrt wurden, 30 .Kilogramm Oelluchen und wenn Oel- und Oelk.lchenlieferung begehrt wurde
1 .Kilogramm Oel und 15 Kilogramm Oelkuchen vorzugsw^st aa^gegeben — Der dresiahrige Vevteilungsnraßstab steht nach E Mt: die vorzugsweise Belwfermrg full aber schon bei ALmcke
• ei S r,et 5 t - ines-er vorzugsweise,k Be- wrrd ein .lurerz für die Besitzer, möglichst sargfällig bei ^ Ernte und Abttefermrg der Nüsse zu verfahren, liegen. Sie ohnedies sagen, daß nicht ohne zwingende Not R^Regvenmg ftch zu dreiein Schrfttt entschlossen hat' Lh bafe )ic mft der Erfüllung der ihnen auferlegten Berpflichtunaen dem Baterlande einen wesentlichen Dienst leisten. ^ rwcungen
Kreis Alsfeld.
= Alsfeld, 5. Aug. Der unter Leitung des Geheftrvvcfts Dr. Heinrichs abgehaltenc Kreistag für den Kreis MssrLd genehmigte^ den^ HaushattSplan der .'streiskafse für das Rechnungs- lähr 1917 in Einnahmen und Ausgaben mft 346 801,88 Mk. gegen 334 801,43 Mk. im Vorjahre. Die Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen an Kreisumlagen belaufen sich auf 154 000 Mt. Unter den Ausgaben sind zu erwähnen 5000 Mk. fttt den Laut»- armenverband, 30 000 Mk. zur Fürsorge für Geisteskrank, Jdio- ttii. Blinde usw., 43 000 Mt. Beiträge zur Prooinzialkafse, 14 1,52 Mk. Beihilfen ant ehemalige Kriegsteilnehmer ^die wieder ^'ouckerstattet werden), 3000 Mk. fift gerst-emuützige Anstalten und 148 600 Mk. zur Unterhaltung der Kreisstraßen. Bon dieser Sstmn« entsälljen aus den Kreis allein 7000 Mk., der Staatsbeitrag be- Mevt sich auf 40 220 Mk., die Provinzialkasse trägt 50 690 Mk.
0 ~ An .Kreisuntersttrtzungen zahlte der Kreis bis (ÄÄe Mn 1917 aus 1 794 774,97 Mk. 239 000 Mk. zahlte das Reich bisher zurück. 1 612 000 Mk. nahm der Kreis zur Deckung seiner .Krregs- ausgaben aus Anleihemittclu ans, für die er bislang 81 222 Mk. Zrnfen zahlen wußte. Mit regem Interesse nahm die VersarmMrug dm Beruht Mer die Arbeit des KomnnmatVerbandes im Jahre 1916 entgegen. Aus der Ernte 1916 wüaden für die Selbst- Wirtschaft den Mühlen des Kreises zugeführt: 22015 Zentner Roggen und 14 850 Zentner Weizen, als Ueb-e r schußrfrucht o??^Ertige Mühlen und Proviantämter abgegeben Rs Seht £7 375 Zentner Roggen und 24 840 Zentner Weizen. Wr letztere wurden vereinnahmt 736 690 Mk. und verausgabt in?/ 80 Mk Ferner führte der Kvmmuualverband von der
47818 Zlwtner Hafer ira Werte von 692 863 ML. f 8468 Jento .‘box für 128 935 Mk., 17 133 Zenttwr Ärrtof^u für 77 901 Mk. und 3946 Zenttrer Stroh für 8735 Mk. Der .Amv- Eraalperband zeichnete aus seinen Ueberschüssen für 87000 MT Kriegsanleihen — In der, Kreisaussckuß lourden gewählt die Kretz- - Brauer-Obervfleiden, Hch. Koch XIV., Als-
§5' ^imon UI., Zelt nnd als Ersatzmann BüvMrlneister
Eiflander, Romrod.
^ Kreis Biidingen.
, . hsi, 5. Aug. In dem heuttgen Vornifttagsgottesdisnst fand eine Gedächtnisfeier für die seit einem halben Jahre gefalle«n Krieger ans unserer Gemeinde statt. Wieder erlitten fteben LapSeve Krieger aus Nidda den Heldentod, nämlich Hugo M ästttzler, Krnanzamtsgehilfe, Heinrich Franz, Maurergeselle, Hermann Bäcker, Unteroffizier Moritz Levi, Uhrmacher, Otto Gundra, Bahnarbeiter, Unteroffizier Ludwig Uhl, Weiß- brader und Gefreiter Katt Ludtrng Bi ermann, Schäfer. Die drei letztgenannten waren verheiratet und treusorgende Väter ihrer y} ir schlichen Trauersei er hatten sich viele Bewöhaer des Kirchspiels urw die Kriegervereme von hier, UnLeo-Schmitterr nnd Wdennnt florumtzüllten Fahnen eingefunden. Der erste Gefib- liche Krrchenrat Warner, predigte. Sechs der Gefallenen sbraden ^ £ 7 ^stören, mir Otto Gündva erreichte evv Atter von 32 Jahren. Die Famrüe Mäußler gab schon den zweiten i^u Baterlande zum Opfer, und von Schäfer Bier- mann stehen noch 7 Brüder im Felde.
Kreis Schotten.
^ ^v^^n Montag fand hier im tstcft^ussaal urrttr dein Vorsitz des l^evfch. .Kreisdirektors Muhl
^ für Kriegsfürsor^e standen verschiedene Gegenstände der allgemeiner, tefts besonderer Art. Ettewgwig saMen einige Unterstützungsgesuche, sowie zwei Fälle ^^Ä^bNndung an Krre^beschädigte. Besckstoffen wurde im ^ ^^tt d urch emen aufklärenden Mftuf aus die Wichtig keft der
^^r^veik«r, ferner den bisherigen Kri^beschadigten-Fürsorge nrit dem UnttüMs- ^ verenfigcn: Mt diesem Beschluß Darmstadt vorher eftcverstanden wftgetellt, daß dieKriegsfürsorge- Eroßh. Ministeriuwss des Jn- 55^,.^luhen Charakter erhalten hat und zur Führung fines ckmtsfiegels berechtigt fit. Der Kreisausschuß für .Kriegsrünorae wrr von letztdab^alle acht Wochen in Schotten zusmnmcntteten»
rmttina^ l ü ^ nffirrt a M statts'indenden Be-
^en der Veremigung der Fürsorgestellen ftn Bereich des
mtsenden: für deil Monat Au gl fit wurde W idman^n- Gedern, für September Obc^ amtsruMer Z r mm e rmann-Laubach.
, Bobenhausen II, 5. Aug. Die Leitung der Bezirks- iW? nr Jla, Kriegshinterbliebene für den Be-
ü^r o 11 Lehrer Schuchard dahier
^•5 bisherige Leiter, unser Ortspfarrer Buhler ist seft
einigen Wochen zum Heeresdienst einberufen. 1
^ ^dern 5. Aug. Unsere Genieftrde hat wieder den Tod
^?Egers ßu bettageii. Der Landsturnrrekrift Isaak Lorsch 5^S Kaufmanns Meier Lorsch, veruiiglückte tödlich in einer Fabrik zu Höchst am Main. Lorsch staiid vor Ueber- nak« dieses Dosterrs lmrgere Zeit a* her Front - E K ötocnt ^"b-s letzt zehn vom Sachv-rstM»iq«.?l^schuß ^
A . Kirchenglocken zur Abliefermig Sie
verbeckmiich mrx folgende Kirchengem'einden: Burkhards, Gedern Mfttel-'Leemen, Nieder-Seemen, Ober-Seemen Vöb ^Z^'^^^odern und Mittel-Seemen mußten je ^ Glockew die übrigen Gemeinden je eine Glocke abliefern. Eine G^e der Krrckje zu Unter-Lais, die der Gnißpe 8 zu geteilt wurde brauche vorlauf^ noch nicht abgeliefert zu fverdeii.
r-x ^ a V n -- 6 f‘ ön der vergangenen Woche stellte
1? mc ! )Te ? :eu Däusern Brechdurchfall ein der berefts
? T amiIl . c (Großmutter und Eukelttnd^ kosted-' Nun ist am Samstag era weiteres Krad der Familie an dieser CK Franfung gestorbem während iwch in anderen Familien Krankhl'i's- erscheinnngen gleicher Art aufgetrercn fitib 51 •
Starkenburg und Rtmnhessen
,.K- Brngen, 5. Aug. Eine mutige Tat fübrte im F«»- nachbarbeii BudesÜmn die Eheftau Lorenz Ochs aus. In ibr^n ^ enen Weralwrge ergriff sie allein -wei
^ssiche .KrregsgefMigene, die aus dem raget Wetzlar eirtwichen mctreu, und lieferte Nir Polizeiverwalttrag in Bingen ab -Crsi-eißer an die
beim hn ' G - S*8- Die Gemieftkde Srefers-
y /w ^ Vcssen-Nassau.
ltrefterr ll^uverlM,k»t vie r MM,-„ geschlossen ^ ^
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