Ausgabe 
31.8.1917 Erstes Blatt
Seite
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Bei einem Patrouillengang im Westen fiel am 26. August fürs Vaterland unser innigstgeliebter Sohn und Bruder, der

Fähnrich Ernst Becker

August Becker, Grossh. Baurat Luise Becker geb. Emmerling Adeline Becker

Hans Becker, Kanonier, z. Zt. in einem Res.-Lazarett in Giessen.

Giessen, den 30. August 1917.

6402V

Am 16. ds. Mts. erlitt in seinem 19. Lebens­jahr den Heldentod für das Vaterland

Herr Karl Schäfer

aus Reiskirchen

Gefreiter in einem Infanterie-Regiment Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille.

Ich verliere in ihm einen jungen, äusserst strebsamen und tüchtigen Beamten, dem ich stets ein ehrendes Andenken bewahren werde.

Gg. Heinr. Schirmer.

Giessen, den 29. August 1917.

6380

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Statt besonderer Anzeige.

Nach Gottes Ratschluss hat unser lieber Sohn und Bruder

Theodor Weinberger

stiid. theol., Leutnant d. R. bei einem Inf.-Regt. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Oesterreichischen Tapferkeitsmedaille nach 3 jähriger treuer Pflichterfüllung am 20. August den Heldentod erlitten.

Im Namen der trauernden Angehörigen:

A., Weinberger, Pfarrer.

Lardenbach, den 28. August 1917. ^v

Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.

Unerwartet traf uns die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber Sohn und unser guter Bruder

Heinrich Schneider

Vizefeldwebel in einem Reserve-Infanterie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes !!. Klasse

am 6. August nach treuer Pflichterfüllung im Alter von 26 Jahren den Heldentod fürs Vaterland durch Kopfschuss erlitten hat. Treue Kameraden betteten ihn zur ewigenRuhe.

In tiefem Schmerze:

Frau Kath. Schneider Wwe. Jakob Schneider, z.Z. im P,Id. Ludwig Schneider Wilhelm Schneider.

Rodheim a. d. Bieber, den 28. August 1917. W26

tließener FrAbel-Semlnar.

Ausbildung v. Kindergärtnerinnen, staatl. Abgangs- zevgcnsse in Preußen gültig. Ausbildung von Kinder- Negerinnen, früher Kindergärtnerin II. Kl. BorbereitungS- fla ^ fiir wlche Schülerinnen, welche die vorgeschriebene 'd) jlbHfnwq nicht besinn und Kindergärtnerin werden moihn. Auswärtige Schülerinnen werden im Heini des Zv.nnmv ausgenommen. Profoekie, Auskunft und Au- »N"' nng int Seminar, Wartcnitraßc 30. 0123

Anmeldungen ».Eintritt t. d. Semiitarkindergarten jederzeit.

Heute abend 7 Uhr verschied nach langem Leiden meine liebe Frau

Sophie Rühl geb. Ferber

im 63. Lebensjahre.

Christian Rühl.

Giessen, den 29. August 1917.

Die Beerdigung findet in der Stille statt. 06386

Von Beileidsbezeugung aller Art bitte abzusehen.

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Ein hartes Los hat uns be­troffen.

So schwer es zu ertragen kaum:

All unser Glück, all unser Hoffen,

Es schwand dahin, als wie ein Traum.

WennLiebekönnteWunder tun

Und Tränen Tote wecken, So würde dich im fernen Land

Nicht fremde Erde decken. Ruhe sanft, du treues Herz, Duhastden Frieden, wir den Schmerz.

Nach fast dreijähriger, treuer Pflichterfüllung im Westen und Osten erhielten wir am 26. August 1917 die traurige Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und unvergeßlicher Bruder

Musketier Karl Bender

Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse

im blühenden Alter von fast 24 Jahren am 15. August 1917 sein junges Leben lassen mußte.

In tiefem Schmerz:

Familie Gg. Bender II. nebst allen Angehörigen.

Leihgestern, den 29. August 1917.

Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 05380

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Heute entschlief sanft, achtzig­jährig unsere liebe Tante und Haus­genossin

Fräulein

Hriderike Höring

Professor Leist und grau.

(Liehen, 30. August 1917. «".i

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Die glückliche Geburt eines kräftigen TÖCHTERCHENS zeigen in großerFreude an

Dr. Binsack und Frau Cili

geb. Geller

Gedern, 30. August 1917. 6420 '

Bekanntmachung.

n Die Holzversteigerung vom 29. lfd. Mts. ist genehrnigt. Ausgabe der Abfuhr,chetne bet der zuständigen Zahlstelle, .boUubcrwelfunglNTd erster Fahrtag Mittwoch, den r» Letztember kfd. IS.

Gießen, den 30. August 1917. CA28B

Großherzogliche Obersörsteret Treis.

I. B-: Trautwein.

Amtliche Bekanntmachunaen der Stadt Gießen. Verteilung von Kunsthonig.

. Der Stadt Gießen ist Kunsthonig zur Verteilung über- wie,cn worden. Es wird daher folgendes bestimmt

11 Wer Kunsthonig beziehen will, hat den Bezugab- tchnitt 18 der Lebensmittelkarte von Dienstag, 4. Setzt, bis SamStag, den 8. September 1917 in einem Klein- b^delsgefchast der Stadt Gießen gegen Aushändigung des BesteUausweiseS, auf dem die Firma des Geschäfts Z.ahl der abgelteferten Abschnitte anzugeben sind, öis -um 8. September den Bezugs- abfchnttt 18 nicht abgegeben hat, kann bei der Verteilung nicht berucknchl.gt werden. Die Bestellausweise können auf 5* IY h w n»»!!Vcben§ mlttclomt gegen Erstattung der Selbftkoiten tn Empfang genommen werden.

2 ) Dre Kletnhandelsgeschästc haben die Abschnitte auf Bogen aufzukleben und mit einer Ausstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Abschnitte am 10 tember 1917 bem Städtischen Lebensmittelaml zur Prü­fung etnzurelchen. ^ f u

Aus Grund der eingereichtell Abschnitte erhalten die Klemhandelsgeschafte Bezugscheine zuin Bezug der er^ ^rderltchen Waren be. einem Großhändler der Stadt

.. ^DieMenge an Kuuttbonig, die auf jeden Ab- nÄbeginn der Ausgabe werden

icnen, den 30. Angnst 1917.

L.u rbfrbir yrrmviftcr (Lebens mrttelamt).

Betr.: Verkehr mit Brotgetreide und Mehl.

Bekanntmachung.

Aufhebung der Bekanntmachung vom 10. Avril 191/ bestimme ich auf Grund des Gesetzes betr., Höchst- vretse vom 4. August 1914 für die Stadt Gießen- 8 1.

Als Höchstpreise werden festgesetzt für

a) Brot:

1. für den 4 Pfund Laib Brot 78 Mennig

2. für den 1 Pfund Laib Brot 20 Pfennig

3. für Brot auS Weizenmehl 0 das Pfund 3«Meunta. bl Brötchen:

mit einem Verkaufsgewicht von 50 gr 5 Pfennig.

c) Zwieback:

aus Weizenmehl 0 daS Pfund Mk. 1,20 . auS Weizenbrotmehl das Pfund 85 Pfennig,

dl Mebl rm Kleinverkauf:

1. Roggeumehl das Pfund 23 Pfennig

2. Weizenbrotmehl das Pfund 25 Pfennig

3. Weizenmehl 0 das Pfund 36 Pfennig.

8 2 .

... Ueberschreitungen der Höchstpreise werden mit Ge« fangniS bls zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft.

Diese Verordnung tritt ani 1. September 1917 tu Kraft.

Gießen, den 30. August 1917. 64108

_ Der Oberbürgermeister: Keller.

Seife»,-Verbrauchsregeluna.

AufGrund derBestimmung über die Seifeu-VerbrauchS- regelung vom 21. Juni 1917 wird für die Stadt Gießen folgendes bekannt gegeben.

Alle Geschäfte, die Seife, Seifenpulver oder sonstige fetthaltige Waschmittel an Verbraucher unmittelbar ab-

haben die vereinnahmten Seifenabschnitte zu je 100 gebündelt mit einer Aufstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Abschnitte allmonatlich, und zwar in den ersten drei Tagen des folgenden Kalendermonats dem Städtischen Lebenömittelamt einzureichen. Der Einreicher hat die Richtigkeit der Aufstellung über die abgelieferten Seisenadschnitte durch Namensunterfchrift zu bestätigen.

Auf Grund der eingereichten Abschnitte erhält der Kleinhändler einen Bezugsschein zum Bezug von Seife durch einen Großhätidler.

Gießen, den 30. August 1917. 6411B

Der Oberbürgermeister lLebensmittelmnt).

Bekanntmachung

Auf Grund der Anordnung des KriegsernährungS- amtes vom 11. 5. 1917 haben Personen, die länger als drer Tage Ausnahme m hiesigen Kliniken stnden, ihre Lebensmittelkarten der den zuständigen Bezirken abzw geben und entsprechende Bescheinigung, die daselbst aus­gestellt wird, den Klintken vorzulegen.

Gießen, den 29. August 1917. 6413B

Ter Oberbürgermeister: Keller.

öoIjDerftdflcrunfl Ser Stnöt^ießei

Montag, den 3. September 1917, vorm. 9'/. Ub beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gieße des Jorstwartö Arft-Hochwarte iFernwal Abt. 17, 18, 19, 31| versteigert:

4,66 Fstm. Fichten-Derbstangeu 0.69 Fstm. Jichten-Neisstangen 2580 Fstm. Fichten - Bohnenstangen

DirrchforstungSwellen

2250 Buchenwellen 1180 Eichenwellen 300 Aspenwellen 5170 Fichtenwellen ,

ist auf der Hauptschne.se an A 46 ? nb cr Rn ? ? om Milbieren auSaeschlolse 3 e .b« ®tciflcvet dar! mir seinen Eigenbedarf an Bren holz stetgern.

Gießen, den :i0. August 1917. 6414

Der Oberbürgermeister: Keller.

Bekanntmachung.

Vornahme vonNevistonöarbeiten ist dwStro: ueserung uu Ueber andgebiet mit Ausnahme der <3 memden Krofdorf-Gleiberg. Heuchelheim. KleiwStnd und Allendorf Lahn am Sonntag, den 2. September. o ootmiüöoft 8 big nachmittags 2 Uhr unterbrochen. <?lektrir,tätswerre und Straßenbabn ber^lbii Stolte.