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31.8.1917 Erstes Blatt
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Nr. 204

Erster Blatt

\bl. Jahrgang

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Erbitterte Kam

(WTB.) Großes Hauptquartier, 30. August. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.

Die Kmirpftätigleit in Flandern beschrankte sich auch gestern auf starkes Feuer in einigen Abschnitten nordöst­lich nud östlich von Ppern.

Frühmorgens führten die Engländer einen heftigen Vorstotz nordöstlich von Wieltjc, der verlustreich im Feuer imd Nahkampf zusammenbrach.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Che min des Dam es scheiterten mehrere nach Feuerwellen vorbrechende Erkundungsvoritötze der Fran­zosen südöstlich von Cerny.

Vor Verdun nahm abenos der Artilleriefampf wie­der größere Stärke an. Außer Erkundungsgesechten keine Jnfanterietättgkeit.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Französisches Feuer gegen Thiaucourt wurde er­neut durch kräftige Beschießung von Noviantaur-Prös er­widert.

O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. HeeresgruppePrinzLeopoldvon Bayern.

Bei Dünaburg und Smorgon lebte die Feuer- tätigkeit erheblich auf. Auch südöstlich von Lück, bei Tarno- pol und am Pntth wurde die russische Artillerie rühriger als sonst.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

südlich von ^.rrgul-Okna wurden rumänische Angriffe gegen unsere Linien .rbgewiescri.

Heeresgruppe d e s G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s vo n Ma ckc n sc n.

Der Kampfcrfolg des 28. August in den Bergen nord­westlich von Focsany wurde gestern erweitert. Kraftvoller Stotz der bewährten Angriffstruppen warf den zähe sich wahrenden Feind auf Jresti und drängte ihn über die Höhen nordöstlich des Dorfes gegen das Sufita-^al zurück. Ein ans Schlesiern rmd Sachsen bestcherrbes Regiment zeichnete sich besonders aus. 300 Gefan ge ne und zahlte iche Ma - fchincngewehre und Fahrzeuge wurden eingebracht.

Heftige Entlastungsangriffe der Gegner ohne Rücksicht <3ff Menschenverlustc. gegen die von pns nordöstlich von ÄdareeLul erkämpften Linien geführt, blieben erfolglos und ***** Hnfflutz auf die Angriffsbewegung westlich der Susita.

Avr Sereth und an der unteren Donau steigerte sich die Gefechtstütigkeit.

Mazedonische Front.

Erhöhte Feuertätigkeit dauert an, besonders südwestlich des Doiran-Sses. Bei Jhuma und Alcak Mah unternahmen du Bulgaren erfolgreiche Streifen, bei denen mehrere fran­zösische Posten aufgehoben und Gefangene zurückgeführt wur­den. Einige angrerfende feindliche Kompagnien wurden durch Feuer vertrieben.

Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin. 39. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.)

Keine besonderen Ereignisse.

Der heutige Kommentar des deutschen Tagesberichtes Iprrcht von einer Kampfpause im Generalangriff der Err­ate. Das gibt uns Gelegenheit, noch einmal rückschauend zu betrachten, w-qs die alles bisher Gesehene übertrefsendcn '^fteneinsätze unserer Fettrde erreicht haben, bevor sie sich selbft die Kampfpause auferlegen mußten.

. , .Die Kanadier haben sich 'bet ihren Angriffen im Ab- Zchmtt Loos-Lens vergeblich verblutet und die Verhältnisse nicht merklich verschoben, wenn sie auch schrittweise ihre ^imeii zwischen der Cito St. Ailguste und der Lenser Nord- ftont verschieben konnten.

Ueber die Lage sin Ypernbogen äußert sich der Mrlrtär- lung ,/ ^ ernei ^ lLUÖeöJ/ rn seiner neuesten Bettach-

Im Ypern bogen ist die Schlacht nahezu erstarrt. Haig ist f ubergegangen nnd sucht über Lange,narck und

buiESM^mnren und bte tm Juni erstrittene Stellung Wtlich Messrnes über Ostaverrre zu erweitern, um endlich den Summ mbm Lysbrucken zu finden. Der stärkste Teilangriff brach am 2 <. Kugup bnFre zenberg hervor. Bemerkenswert ist em englischer Borstoß bei Rre-rrport, der von den Deutschen wieder abgeknickt wurde, aber erkennen läßt, daß die Engländer sich von dem lahmenden Truck befreren wollen, der seit dem 10 ftunt ^ÄlEe lastet mrd. sie gezwungen bat, bei der 'großen flandrischen Offensive ihren lorten Flügel zu versagen. Tic all- ^Evrcklnng der Schlacht in Flandern ist mit an die Ent- L? ^müattzyde gäknltpfr. Tie nächsten Wachen dcrnrber geben, ob die allgemeine Ententeoffen-

swe rn Teilschlachten .ausemaudersällt imd ähnlich wie die Offen- srven der Jahre lOl.oNnd 1.91.6 mit den kürzer werdenden Tagen abnimmt 'oder unter Eiirseßung der noch znrlickgebalteiren Referve- 1 eben Preis zum Austtag gebracht werden soll, um den^Zwang zu entrinnen, der aus den überseeischen Berbindungeir

... Die Schlußsätze dieser Betrachitung gelten für die Lage Überhaupt, befoiiders für die Lage bei Bevdun. Auch dort ist ..^attgterl einstweilen aus einzelne Pattouillenvorstöße zuruckgesilirken. Eine ofsiziöfe Stimme faßt die Erfolge der r^arlzoien also zusanrnren:

,AachIdenr der frmrMische Massemrngriff bei Verdun zunr flehen gekanmwn sit, lassen sich die, l>et einem Einsatz so vieler

Anfangserfolge der Franzosen nnn- mchr übersehen. Es gt ihnen gesimgen. westlich der Maas in den S % oi \ dlvocourt nnzubrechen nnd hier m unserer vorderen tnf [ C11 ' desglercheir haben sie den Toten Mann und die ^udsertc des Räbewoaldes bis Remreville einiMieülich s genommen. Unsere S^IÜmg war dadu^ «uf jhÄ etoS

zurückgedrückt worden. Tie .siöl^.304 dagegen mib der westlich da­von gelegene Termrte,chügel waren in unserer Hand geblieben. Zweifellos waren diese beiden vorspringenden Bastionen das Ziel der nächsten fklüyosischar Angriffe geworden, zmnal dort letzt Flankicwungsangriffe möglich waren. Aus diesem Grunde haben wir beide Pbsittonen vom Femde ^rnbencerkt freiwillig geräumt. Auf dem c^-.- ^ -

durch wrs >

vorderste ÜÜh. Uli ywnis-xuum. i|c.ituiiiiJirJi, i>ud zum Teil erobert und an der Straße Bacherauvilte-Beaumont einen geriirgfügigen öttlicheir Erfolg erzielt. Trotz dieser Anfangs­erfolge darf tzeiich sckMi festgestelli werden, daß eine Turchbruchs- absicht, wann sie überhiLupt beständen haben sollte, als völlig aussichtslos erscheint. Tie erkämpften Geländegewinne inogeir wegen des Weltrufs, der fid, an die zurückerkämpfken Geländepunkte kni'lipsi, dem an.gen.blickliche,n politischen Bedürfnis der Pariser Machthaber nach einem Prestige- und Provagandaersolg ent­sprechen. Für die strategische ^Gesamtlage, wcch nur im Verdun­abschnitt, geschweige denn auf der Westfront übeäh-ricpt, sind sie völlig belanglos. Auf jeden Fall ptepen sie in schreiendem Miß- verhäsinis zu den: ungeheuttm Krafteinsatz, der bei ihrer Ec- kämpfuug zerrieben lrorden ist.

Nicht anders als bei Verduit steht es ait der zweiten Stelle, )vc> französisches Blut vergeblich zur Schlachtbank geführt wird, bei St. Quentin. Tie Gttvalt der dort ge­führten Teitangriffe ließ darauf schließen, daß die seit März von den Deutschen als Brückenkopf gehaltene Position unter allen Umständen geuominen werden sollte. Die Fran­zosen haben nichts anderes erreichlt, als die Zerstörung der altehrwürdigen Kathedvaile und den Brand der Stadt St. Quentin.

Eine kleine, unwessutliche Verschiebung hat auch die Verteidigungsfront Boroevics am Isor,zo erfahren. Der Frontbogen der österr'eichischen Frontlänge des Jsonzo nörd­lich von Görz war in der Gegend von Cancvle und Plava bisher dem feindlichen Uaukieruugsseuer dermaßen aus- gesetzt, daß beispielsweise der Kukberg, den die Ocsterreicher jahrelang gehalten hatten, nicht ju behaupteir war. Ihm folgten die Höhe Bodice und schließlich nördlich davon die Gegend zwischen Auzza irnd DeScla, militärisch als das

Platean von ^ -" ****-

nunmehr, um _

der unhaltbarer __ UVUWP

denen Menschenverlust ;u verhrndemp eine radikale Ope- vorzunehmen, indem sie die Front auf eine iveiter vftltch liege-nde Höhenstellung zurmknahmen. Diese :reue Lrnre schließt bei Santa Lucia und Selo an den Tolmeiner Brückenkopf an, steigt dann in genau südlicher Richtung zum Plateau von Kal aus, das sie bei den Gelwften von Hoje und Zavrh erreicht, passiert westlich des Kirchdorfes Kal die Bergtapelle von Koprivsce :md westlich des .Kirchdorfes PÄlesce das Plateau von Bainsizza-.Heiligengeist. Von hier geht dre Front über Höhe 801 zum Plateau von Bäte, gibt asio dre Dodeskote 652 östlich des Kukberges auf, überquert oberhalb^ des am Ostfluß des Monte Sarrbv gebetteten .Kirchdorfes Britof die große .Heerstraße und ninrmt auf dem Monte San Gabriele Anschluß am die bisherige Görzer Front. Dev 664 Meter hohe Monte San Gabriele ist nach der frerwillrgen Ausgabe des blutgetränkten Monte Santo alfo das enizrge und letzte Bollwerk, das den Jsonzo-Engpaß beherrscht, und die-österreichisch-ungarischen Stellungen vor Eorz sichert. Er überhöht den gogenübeiliegenden' Monte Sabottn um 37 Meter und wird seinerseits vom Monte Lanto unr 36 Meter überhöht. Der ausgegebene Raum vor dem Plateau von Kal hat eine größte Tiefe von 6 Kilo- ^ Ganale imd Auzza ohne größere

Ortschaften. Zweifellos beweist es die Selbstsicherhett einer überlegenen Führung, durch fteitmllige Raumeinbuße eine tittifche Verbesserung zu erzielen, lme es hier geschah. Enr Froutdurchbruch ist damit den Italienern auch in der elften dfonzoschlacht nicht gelungen und die 27 Monate italiensicher Kraftanstrengung haben auch hier nur ein kläq- ft.chx- Ergebms erzielt. Denn das politische Ziel Cadornas' ljt -rriejt und diesein Ziele ift er ebensowenig näher a«Kom- inen,^wie die Fraiizoseu und Engländer der Rheingrenze

Selbst der ,,Secolo" wird den Erfolgen seiner Lands­leute gegmuber bedenklich gestimmt, da er im Geheimen ^uen.aliulichm Rückschlag zu befürckiten scheint, wie nach der 10 . ^wnzofchlacht, da eure Gegenoffensive der Oesterreicher den Italienern mtt einem Schlage die blutigen Lorbeeren ihrer Anfttengung wieder entriß. Daher läßt sich der Secolo folgenden Warnungsruf von der Front zugehen.'

Reichliche vom Feinde hermigezogenc Reserven beginnen einen) ge wr s f e n E i ns l n h auf den allgenreinen Verlauf der Schlackt auszimcben. cher rechte österreichische Flügel überwindet mrnmehr nack, emwochrger Dauer die .Krcfe, obwohl er keine seiner verlorenen, Blnnsczza-Stellungen wiedernehmen kann. Die Front scheint aick den erreichten Stelsimgen zu erstarren, auch, rveil das gebirqigä Gelände der Berrvelldimg groher Massen imgimstcg rst. Zunächst

iS,J, nb hmterließ, auszuräumen und das Straßennetz für den ddachschub wieder herzuftellen " Endlich be- zmchnet der Bettreter desSecolo" als ein Hwüptt-esultat der >gonzojchlacht, datz der Truck der Zenttalmächte auf die Ost­front urfolge des Abtransvorts von Einheiten abnimmt ^ Em war in den letzten Tagen wieder

dcuffches Vorgehen mit Erfolg gekrönt. Mackensen kamt mel­den, daß dre Operalwnen bei Focsanr sich immer noch aus- wnken und der.Kampferfolg rn den Bergen nördlich von Foc- wnl gestern abermals erweitert werden konnte. Kraftvoller Stoß der bewährten Angriffs truppen warf den zähe sich Fernd aus Jresti und drängte ihn über' die Höhrm uorolrch des Dorfes gegen das Susita-Tal zurück. Ein aus Schlesiern und Hachum beftehendcs Regiment zeickmele sich besonders aus. An 300 Gefangene und zahlreiche Maschinen gewehre und Fahrzeiige wurden esirgebracht.

Der österreichisch-ungarische TageHbericht. vcrlautbm? ' 3 ° Mchtautttich., Amtlich wird

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Deutsche Regimenter bauten ikffe neuerlichen Erfolge nördlich von Focsanr gestern durch die Eroberung des Ortes Jresti aus, dessen Besitz gegen zahlreiche Angriffe behaup­tet wurde. Südlich von Okna scheiterten feindliche Vorstöße. Weiter nördlich Hab sich an einzelnen Abschnitten der Ost­front die Kampftätigkeit.

Italienischer Kriegsscharrplatz.

Der große Waffenganq am I so nzo wurde auch gestern mit höchster Erbitterung fortgeführt. Der Wall der Verteidi­ger rviderstand siegreich den schwersten Anstürmen. Im Raume nördlich von Kal brachen in den Morgenstunden zwei starke italienische Airgriffe zusammen. Bei Podlesee, Ma- doni und Britof warf der Feind den ganzen Tag über bis in die späte Nacht ununterbrocheil neue Massen gegen un­sere Stellungen. Alle Anstürme prallten an der zähen Stand­haftigkeit unserer Braven ab. Zu den vielen Kampfmitteln, mit deren Hilfe der Feind lmseren Widerstand nieder- zugewinnen versucht, trat gesteni ein neues, in diesem Ge­lände kaum erwartetes: Oestlich von Britof ritt italienische Kavallerie gegen unsere Verschanzrurgen an. Sie wurde von Maschinengelvehren empsmrgen und vernichtet.

Für die helderchaften Kämpfer auf dem Akonte San Ge- briele brachte der 29. August abermals heiße Stunden. Im­mer wieder lief der Feind gegen das Bollwerk Sturm. 65egen Abend gelang es ihm, am Nordhang in unsere Gräben ein- zudringen. Nach Einbruch der Dunkelheit schritten in schwe­rem Unwetter nufere Tnrppcn zum Gegenstotz. Neues Ringen endete mit regelloser Flucht der Italiener.

Auch östlich twn Görz ließ der Druck des ftindlichen Heeres noch nicht nach. Waren am Vormittag nur Einzel­angriffe abgeschlagen, so ging der Gegner nachmittags nach mehrsttmdigem Trommelfeuer neuerlich zu einem allgemei­nen, breit angelegten Massenstotz über. Wieder fand sich das Gelände von San Mareo im Brennpunkt der Kämpfe. Mil Bajonett und Handgranaten wurde hier wie überall Mi­schen St. Eatherma und Dertojba die erste Linie behauptet. Bei Costanjeviea schob sich unsere Front nach einem erfolg­reichen tteberfall auf den Gegner etwas vor. Neben anderen Truppen fanden in den jüngsten Kämpfen noch Abteilungen der Regimenter 10 (Przempsl) unj 48 (Nagv-Konisee) Ge- legenhe-t, sich besonders hervorzutun. Die blutigen Verluste des Femdes sind autzewrdentlich schwer. Die Zahl der seil Beginn der 11. Schlacht eingebrachten Gefangenen ift «rf mehr als 10 000 gestiegen.

Triest wurde vormittags zum zweiten Male, heute früh zum dritten Mule innerhalb 48 Stunden von feindlichen Fliegern bombardiert. Den Angriffen fielen mehrere Ein­wohner znm Opfer; mehrere Privatqebände wurden be­schädigt.

Der Chef des Generalstabes.

vir Kampfe In* west und Ost.

Berlin, 30. Aug. (WTB) Die Kampfpause im Gene- ralairgriff der Elttente hielt auch am 29. August an. In Flandern versuchten die Engländer lediglich in dem An- g-riffsabschnttt zwischen den beiden Bahnen Bor-singhe-Sta- den urtb Ppern-Roulers einen Teilangriff gegen die deutsche Stellung nordwestlich von Wie'tlje. Er lvurde restlos abge­schlagen. Die Arttllerietätigkeit lvar bei stürinischem, regne­rischem Wetter stark wechselnd. Das Feuer steigerte sich gegen 3 Uhr nachmittags auf die deuffchen Stellungen nordöstlich ?)pern. Gegen Abend griff es auch auf die Gegend an der Küste sowie vom Houthoulst-Walde bis zum Kanal von Hollebeke über. Während der Nacht wicrde nördlich Lange- marck eine englische Patrouille abgewiesen.

Im Artois hat die englische Angriffstätigkeit voll- komnren aufgehört. An der ganzen Front herrschte lediglich nEnale Gefechtstättgkett. 'Rördlich St. Qilentin beschränkten sich die Engländer auf ein Stvßttuppnriterrkehnren, das frm 6.15 Uhr abends gegen die deutsche Linie südöstlich Gologne Ferine vvrbrach. Cs lmrrde glatt abgelvieseu.

An der Aisneftont berettete starkes französisches Feuer, das sich um 12 Uhr mittags schlagartig südlich und östlich Cernp verstärkte, Borstöße zahlreicher französischer 'Pa­trouillen vor. Im deutschen Maschmengewehrseuer brachen sie sämtlich verlnstteich znsamnren. Auch östlich Eornttch, am Brtmont urrd nordwestlich Vautdestneolrrt wurden sian- Mische PattmttUeir abgerviesen.

An der Verdnnfront beschränkten sich die Franzosen aus Artrlleriefener. Eine starke Patrouille gegen den Südrand von Wavrille wurde abgeiviesen.

An der Ostfront war die Artillerietätigkeit an rahl reichen stellen lebhafter als an den Vortageri. Der Angriff der Verbündeten tm Bergland nordwestlich tttvn Focsani macht wettere Forffchritte. Die Verbündeten drangen noi- chen den Flüssen Susita Nnd Pittna Wetter vor und'ersnirm- ten das Dorf Irestt. Die Rnsso-Dttnänen führten zur Em ^ lastturg der hier stark bedrängten Truppeu starke Massen gegen dre anr Vortag von den Verbünderen nordwestlich Mnncelnl gernmnnenen Höhensdellungen vor, die nach außer 'vrdentlrch schweren Verlusten für den Feind scherrerten Auch rm Ortoz-Tal ivnrden zwischen D. Cosrra und Grv^'Sci ricmanifche Ergriffe abgewreserr.

Der Kaiser bei Hiudenburg.

Berlin. 29..AÜY. iWDB. Amtlich,.Der Karler oesuchre heute umrgrn den Generalseldnrarsä^ll v. Hittdenbmn, um lbm zum ^W!>res1age der schlack,t von Lirnnenberg seine Gl,lck,nüiriq>e darzluoreren.

*

Die .Kämpfe am Jsonzo.

u Aug. (WTB. Nrchtamtl.) Besonders des

ttge Kampfe waren es gestern am Plateau von Beinsi. und rm .bäume östlich Görz^ Hierzu zog der Feind auf allen An Marschwegen majsenltaft Verstärkungen heran. Von unseren nrmmermuden Artilleriebeobachtern bcimrft iornttcn dte