Auf die Westfront allein entfallen von den 236 außer Gefecht gesetzten feindlichen Flugzeugen 220, von den 60 deutschen 52.
3m einzelnen. setzt sich die Gesamtsumme folgendermaßen zusammen: 218 Flugzeuge wurden im Luftkampf, 29 durch Fliegerabwehrkanonen abgeschlossen, 5 landeten unfreiwillig hinter unseren Linien. Bon diesen Flugzeugen sind 08 in unserem Besitz, 115 sind jenseits unserer Linien erkennbar abgestürzt, 23 jenseits zur Laudung gezwungen.
Berlin. 15 Äug. (WTB. Nichtamtl.'t Aus dem amiUrtvm deutschen Bericht über die Ergebnisse der Luftkamv'c im 3uii geht licrcot, daß unsere Gegner im letzten Monat riu-.^ viermal so viel Flugzeuge verloren haben, als wir. xas i)t ein Ltbsichlußf lber für die Tapferkeit unserer Flieger und für du 'Nichtigkeit unserer Rüstungsindustrie ein beredtes Zeugnis ablegt.
Ter französische Fnnkspruch und die „Times" haben aur Grund anitlid^n Materials gleichfalls eine Gegenüberstellung der widerseitigen Lustsiege veröffentlicht. Wenn die französische und die englische Ausstellung schon unter sich nicht tiberetnstrm-mt, ,o brauchen lvir uns nicht zu wundern, daß sie mit den inneren, vollends unvereinbar ist. Nach dem englischen Bericht haben Me Engländer allein 253, mit den Franzosen und Belgiern zuiainnien 338 deutsche Flugzeuge abgeschossen. Als ihre eigenen Bermlte geben Misere Gegner nur 129 Flugzeuge an. ^re Mittel, ourch die die Engländer und Franzosen diefür si^ höchst ungünstig' NMnung in eine günstige verwandeln, sind ans früheren Berichten liek-annt. Während die Engländer — nur uni diese zu nennen — bei sich nur Flugzeuge als verloren zählen, die nicht zurückkstn n. rechnen sie bei uns als Verluste nicht nur Flugzeuge, die Nicht zurückkehren, die „zerstört", „steuerlos heruntergetriebm" und „beschädigt zur Landung gezwungen" werden. Daß der Führer lern nur scheinbar steuerlos Hernmergetriebenes Flugzeug wenige hundert Meter tiefer wieder „taugen" mid nach serncni Belieben üenerul kann, daß ein anscheinend beschädigt zur Landung gezwungenes Flugzeug in den misten Fällen sofort wieder auszusteigen vermag, das wissen die englisch ni Flieger selbst natürlich gattz genau. Gefangene taben auf Befragen curch offen zugegeben: Ter brttt-> schen Heeresleitung genügt es, daß das Flugzeug überhaupt heruntergegangen ist, um es als englischen Sieg zu buchen, -lner «auch in England inehren sich neuerdings die Lente, drc bic>c dltzu plumpe B i l a n z ve rschleierung durchs ck^uten So schreibt Lardonyr am 28. Fulr im „New Statesman": „Ofseiisichtlich bewahrt unter Bericktzt Scknv-ngen über unsere eigenen Flugzeuge, die „steuerlos gLivorden sind." solange unsere Flugzeuge nicht „vermißt" werden. das beißt, solange sic nicht in den feindlichen Linien ab- gestürzt sind, verlautet nichts über den Schaden, den ne erlitten haben. Die zu simplen Zeitungsmänner und das englische PuLli- tüm werden dadurch in die Irre geführt. Diese Art Schlauheit, die bei den Berichten über' Luftkämpse angewandt wird, erinnert zu sehr an die Ärgltstigkeit der wöchentlichen Berichte über vre Schliss Verluste." Eine bessere Rechtfertigung unserer Berichte können wir uns nick twünschen.
Zum letzten Luftangriff auf England.
London, 15. Aug. (WTB. > Reuter-Meldung. Nach zuverlässigen Berichten wurden bei dem letzten Luft- a n g r i f f auf S o- u t hend gestern 32 Personen getötet und 43 verletzt.
PapsteS, sie könne chre lleberraschung nicht verhehlen, daß der Vatikan aus eine günstige Ausnahme hoffe. DuS ^rrMeeme vollständige Unkenntnis der Sttmnnmg bei den BeMmdeben und Amerika.
Eine Zrirdenrnote des Papste;.
:)5o m. 15. Aug. lWTB.) Der tätholischc „Eorriere d'Italia" verössentlieht folgende dtote:
Einige Blätter haben die Nachricht verbreitet, daß der Papst an die Mächte eine N'ote über den Frieden richten werde. Im wesentlickrcn trifft die Nachricht zu. Es ist wahr, daß der Papst ein Schriftstück an die Mackste gerichtet hat, in dem er sie einlädt, dem Weltkrieg ein Ende zu machen und Verhandlungen einzuleiten aus der Grundlage einiger wichtiger Pstnkte. die den Grundsätzen eines gerechten und d- a n e r h a f t e n F r t c dens entsprechen, wie sic seit langem vom Heiligen Stuhl verkündet worden sind. Natürlich ist es unmöglich, diese Note zu kennen, bevor die Note des Vatikans der Oeffentüchkcit übergebest wird was, wie wir glauben, in kurzem der Fall sein wird.
„Eorriere d'Italia" fügt hinzu: Unsere Leser wißen, daß der !Vapst für die ?lnerkennung der berechtigten Ziele der Völker und Nationalitäten ist und darin eine der wesentlichen Grundlagen eines gercchien Friedens sieht. Sie können auch dessen sicher seim daß der Papst, der unaufhörlich das zu erreichende Ziel, nämlich einen dauerhaften Frieden, vor Augen hat, nicht umhin kann, die Lösung der Fragen vorzuschlagen, die ein ständiger Keim des Konfliktes gewesen sind und es in Zukunft auch noch sein sverden, ebenso wie die Annahme von sortschritt l i ch c n M a ß n a h m e n , um in der Zukunft die Möglichkeit eines neuen Krieges in die Ferne zu rüsten. Alles in allem glauben wir, daß die Blatter nickt weit von der Wahrheit entfernt sind, wenn sie d-em päpstlichen Schriftstück sehr große Bedeutung beimessen.
„Tribuna" glaub-t zu wissen, daß das päpstliche Friedensdokument zunächst an die früheren Schriftstücke des Papstes zu Gunsten des Friedens erinnert, und beklagt, daß den Ermahnungen des Papstes nicht Gehör geschenkt wurde. Das neue Dokument bringe dann bestimmte Vorschläge. In ihm würde eine große Rolle 'vielen der allen freien Staaten teuere Gedanke,, daß der Friedei aur dem Recht und nicht der Gewalt begründet sein mime, sowie der moderne (Gedanke von R i ch t e r st ü h l e n der Nationen, die die Durchführung ihrer höchsten Entscheidungen erzwingen können. Weiter würde in den: Schriftslüst eine Rolle spielen die Freiheit des Meeres,, das S chie d s g-eri cht s v e r fahren, der Verzicht ans S ch> a d l o s h a 1 t^u n g. In sei nem mehr ins einzelne gehenden Teil werde das Schriftstüst für die Räumung und die volle Wiederherstellung Belgiens und der he setzten Departements Frankreichs eintreten, ebenso für die Z u rückgabe der deutschen Kolonien. Auch die Frage über Elsaß-Lothringen und das Treutino sowie^ Triest würden darin Vorkommen, doch würde dabei aus beiden Seiten der Geist der Versöhnung empfohlen. Den Fragen des O st e it s und des Balkans würde weniger Wichtigkeit Leigelegt, doch würde auch für sie der (Rüst der Billigkeit und Gerechtigkeit angcruseN und empfohlen, den Wünschen der Völker Rechnung zu tragen, de sonders der durch den Krieg so lxrrt und schmerzlich geprüften. in erster Linie des polnischen Volkes. .
Berlin, 16. Aug. Die „Germania", deren Austtch rungen sich durch die Ansichten führender Kreise in der katholischen Kirche widerspiegeln, erblickt in der Note den ersten .großen Friedenssckrritt des Papstes als neutraler Souverän. Darin liegt, schreibt das Blatt, das Schwergewicht seiner neuesten Kundgebung Sie ist von so großer Tragweite, daß wir sie uns nicht denkei-t können ohne die Voraussetzung einer vorherigen Fühlungnahme mit den Mächtegruppen. Denn indem der Heilige Vater sich hier auf dem amtlichen Wege mit einer Note an die Staatsoberhäupter der kriegführenden Mächte wendet, setzt er sich mit sernec ganzen Autorität für seinen Vorschlag ein, was er gewiß nicht aus gut Glück hin unternehmen würde. In der Tat sind auch die Vorberet tungen der päpstlichen Denrarche aus amtlichem Wege erfolgt. Was nur den Inhalt der Vorschläge des Heiligen Stuhls anlangt so wird man mit ihrer Beurteilung füglich bis zur amtlichen Ver öftentlichung des Dokumetttes warten müssen. Als ganzes geuom- men, zeigen die Angaben der italienischen Presse mancherlei Anfänge an die Friedensresolupion, aus die sich die Mehrheit des d-n ticken Reichstages am 19. Juli zusammengesunden f>at unter Zustimmung des neuen Reichskanzlers. Man wird also nicht zu chel sagen, wenn man annimmt, daß die päpstlichen Vorschläge mindestens zum «großen Teil bei uns aus einen aufnahmetähkgen Boden fallen werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, datz die italienische Presse glaubt, die Fragen Elsaß-Lothringens und des Trentrno würden in dem päpstlichen Dokument einen Haupt- punkt bilden. Denn es kcnrn trickst aiigenommen tverden, daß es in anderem Geiste geschah als dem Grundgedanken des Rechtes der Nationalitäten. Wir nwchten freilich aiinehmen, fügt die „Ger- inuima" lstnzn, daß in dieser Aufzählung ein nicht unwesentlicher Punkt seble, nämlich der der wirttäw'iIiGfn Wiederannäherung der
Bölktt nach dem Kriege
Ä m fte r da m . l.5. Aug. WTB. Nach eurem hteftgen Blatte
Me „Trmes" über die Frietzess Vorschläge des
Neue Ereignisse in Rußland.
Eine Ltaatskonferen.; iu Moskau.
Petersburg. 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die vorläufige Regierung beschloß, in Verfolg der außer ge wohn- licken gegenwärtigen Ereignisie und angesichts der Verbindung.der Regierung mit den organist'ertcu .Kräften das Landes, zmn ^5. Ln* 28. August eine S t a a t s k on f e r eu z in M o s k a u zusantmen- zu berufen. Zur Teilnahme daran wurden eingeladen Vertreter der ösfentlicheu, demolratisch.'N. nationalen,, wirtsckmftltchen, kam nnazielken fand industriellen Körperschaften, Organe, tue die revolutionäre Demokratie leiten, Höhere Vertreter de^ Heeres, der wissenschaftlichen Emrichttingen, der llmoerntateu, nno die Mitglieder der vierten Duma. Dem obersten Beschlsuaber imo dem eleinaligen Ministerpräsidenten Fürsten Lwow imrrden beto,t- dere Erntadungen übersandt. Die Konierertz wird nach >n Kremt e i n be r u f e n und durch eine Rede bev Ministerpräsidenten eröffnet, der eine allgemeine Erklärung verlesen wtrd, ote den Mitgliedern der Konsereitz Aufschluß über die Lage des ^andes und das Program in und die Tätigkeit der neuen Regierung geben wird. Dann werden ihr Erklärungen gegeben durch die Minister. Die Vertreter per verscksiedmen Abteilungen in erden Reden hatten, die che Lage der verschredeneii Verwattiingszweige und der Staats- NTirtschait beleuchten sollen. Man glaubt, daß etwa tausend Penonru ati der Veranstaltung teil nehmen.
Unrrrheu irr Peteröbrrrg.
W i e.it, 15. Aug. Die „Wieiter Reichspost" meldet aus Petersburg. Die Unruhen in Petersburg begannen von neuem. Sonntag traten in mebrereii Staptviei'teln gletchzettig Bewegungen auf, die von Leninisten veraitstaltet worden sein sollerr. Eine Abteilung Kosaken -vurde beschossen. allen oeitevt fanten Bewaffnete zum Vorschein, die gegen di' Soldaten vorgingeii. Tw Lckneßerri dauerte ntehrerc Stunden. Die Lage nt P e te r s -- bürg ist a n d a n e r n d t r it i s ch. Die Stellung, der prootfori- sck>eii Regierung scheint aus die Dauer nnhaltbar zu setn.
Bon der Zareufamilie.
P etersburg, 15. Äug. .WTB,. Nichtamtl^ Reuter-Meldung: Der frühere Zar und die kaiserliche F a m i l i e und in der Nacht vom 15. p. Mts. in aller Heimlichkeit nach eurem ^nLelannten Bestimmungsort, der später mitgeteilt werden wkrd, gebracht worden. Die Ueberführung geschah auf Grund eines Beschlusses der provisorischen Regierung. Der Arbeiter- und ^oldaten- rat wurde dabei nickt zu Rate gezogen. _
Stockholm, 15. Aug. Aus Petersburg imrd gemeldet.Der Zar imd die- Farin werden von Zarskojc-Sselo nack> Lovotsk mit Extrazug hinweggeführt. Die Töchter des Zaren iprachen den Wunsch ans, den Eltern in die Verbanrnmg wlgeii zu dürfen.
Aus FinrZland.
Petersburg, 14. Aug.. (WTB.) Nach einer Meldung aus Helsingfars beschloß der finnische Landtag, seine Sitzungen nach einer Woche wieder aufzunehmen.
Nach'einer Melditng aus Helsingfors mirbe eine nach Forjsa verlegte r ussische T ru p Pc n a b t e i lu n g nachts von bewafsneten Männern ü b ersa l l e n. Während des zweistüiidigen Gewehrseners wurden zlv-ei Zivilpersonen getötet und eine verletzt. Die be'vaffneten Männer entkanien, obgleich sie verfolgt wurden.
Auch die Gironde bis Bordeaux hat ärrßerst geringe»
Verkehr.
Berlin, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nack ein«: Meldung aus London gibt der dortige japanische Marineattache bekatmt, daß am 22. Juli ein japanisches Kriegsschiff, das einen Mglischen Transporter tm Mittelmeer b-egleitcte, ein deutsches U - B o o i beschossen und .zweifellos vernichtet, hätte. Wie wir au ^uständtger Stelle erfahren, sind alle im Mittelmeer opertercndeii deutschen und österreichischmngarischen U-Boote ivohlüehal- t e n mtd erfolgreich an der Arbeit. _
Ans Stadt nnd Land.
Dietzen, 16. August 1917.
-Lbfchlachtung junger Schweine.
Zur stärkeren Verminderung der Schweine hat das Kricgsernährungsamt die Landesfleischämter ermächtigt, in nächster Zeit so viel Ferkel und La u f e r sch w e i n e wie möglich dem Verbrauch zu zu führen. Tie Laiwes- zentralbehördeu können zu diesem Zweck die Preise für ^au- ser bis zu 70 Kilogramm Lebendgewicht um eine Klasse er- höhen und für Ferkel angemessene Höhen soweit nötig sest- setzen. Weiter iverden H a u s s ch l ach r u n g en u nreiser Schweine während der Ernte möglichst zugelassen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen soiist Vorlieben. Fleisch von Spanferkeln bis 30 Pfund Lebeiisgewicht soll nur zu einem Viertel ans die Fleischkarten angerechnet werden. Die Lan- desbehördeii können es auch karttnsrei zum Verkauf zulassen. Zweck der Maßnahme ist einmal, deii vielfach die ganze chweinezucht bedrohenden Preissturz für Ferkel, die bei Futtermangel bisweilen zu Schleuderpreisen abgestoßen werden müssen, auszuhalten, sodann aber die für Mäftnng,,be- stimmten Schrveinebestände ilicht zu groß werden zu lassen, danrit sie nicht nn Mißverhältnis zu den verfügbaren Futtermitteln stehen.
** Z u r Obstversorqu n g. Ant vergaiigeneri Mon- fand, wie das „Darrnst. Tagebl." berichtet, eine Sitzung Land eso bst stelle statt, die sich insbesondere mit Anträgen der Herren Landtagsabgeordneten Henrich
Henderson und die englische Arbeiterpartei.
London, 15. Aug. (WTB. Meldung des Reuterscheu Bureaus. Der ausführende Ausschuß der A r b e it e r Partei hat eine Eutschtteßtmg angenommen) die Heu d e r s on das Vertraue n ausspricht. Er ist überetu gelornnten, der Arberterkonfereuz ant 21. Aitgitst folgende Entschließung zur Annahme vorzulegen: „Die oKnferenz bleibt bei der Ansicht, daß es wünschenswert ist, da ßdte englische Arbeiterpartei auf der Stockholmer Konse- x c it zvertreten ist, damit nickt d ie Ansichten der Partei mißverstanden und falsch dargestelit werden. Die Versamm lung ililnmt mit Bedauern zur .Kenntnis, daß die Regle ruua die Absicht ausgesprocken hat, die Pässe zu ver lueigent und gibt den Auftrag, daß Borstellilugen bei der Regierung erhalten werden.
TaS RegierungSjubiläum des Zare»r Ferdinand.
Sofia, 11. Aug. (WTB.) Bulgarische Telegraphen Agentur. Aus Anlaß des 30. Jahrestages des Regierungs antritts des Zaren Ferdinand fand zunscheu dem Mimsterpräsideuteti Radoslawow und dem Staatssekre tär Dr. v. Kühlmann ein herzlicher Telegramniwechsel statt.
Eine unverschämte Verleumdung.
Sofia, 14. Aug. sWDB.) Bulgarische Telegraphen Agentur. Englische Blätter geben eine Aeußerung vmi Pa sch it sch wieder, die Feinde hätten 8000 Mädck^en im Alter von zehn bis elf Jahren in den H a re in von K o n st a n t i -- iiopel gesandt. — Diese miverschärnte Erfindung belvoift loitzder rnimial, wie weit sich unsere Feiiide in ihren Ver leumdungen gegen unser Laitd vergessen
Chinas Kriegserklärung.
Basel, 15. Llug. Reuter meldet aus London aus amtlicher Quelle: Dienstag früh 10 Uhr erklärte China an Deutschland und O e st e r r e.ich - U n g a r n den K r i e g.
Graf Czernin in Berlin.
Berlin. 15. Aug. (WTB.) Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Die Besprechuiigen zlvijchen dem Reichskanzler und dem österreichisch-ungarischen Mintster des Aenßern wurden he'utc fortgesetzt und zu Ende geführt. Um i/ 2 2 Uhr waren die österreichischen Gäste mit Vertretern der deutsck>en Retchsregierung bei dem Reichskanzler und seiner Gemahlin zum Frühstück vereinigt. An ihm nahmen auch der türkische Botschafter und der dulgarrsche Gesandte teil. Am Nachmittag faick zu Ehren des Grasen und der Gräfin Czernin beftn Stellvertreter des Reichskanzlers Dr. tzelfferich ein Ei'rpfang statt. Die Abreise de< Grasen Czernin erfolgt um 7 Uhr abends.
Berlin, 15. Aug. (WTB.) Der österreichisch-unga rische Minister der auswärtigen Angelegenheiten Graf Czernin ist heute abend nach einem zweitägigen Aufent halt in Begleitmrg der Leaationssekretäre Grafen Walters kircheu und Grafen Deinbllu nach Wien abgereist.
tag rer )en
und U r st o^d t befaßte. Einen Hauptgegenstand der Beratung bildeten anßerdem die neuen Reichshöchstpreise ,ür Obst. Tie roten Be f ö r d e r u n g s sch e i n e wurden aufgehoben, ebenso die viel getadelte, an die Landesobststelle zu cnt- richteilde Ge.bü hr von ln Pf. für das Pfund Obst.
^Verlängerung per Frist für die Zahlung der F r ü h d r u s ch p r ä m i e s n r Hafer und Gerste. Die für Gctreidearten bis zum 15. August
3 . geltenden F r ü h d r u s ch p r ä m ie n von M Mark für die Tonne haben beim Brotgetreide den envunschien Erfolg rascher Anlieferung gehabt. Bei Hafer und Sommergerste aber ind die Aulieserungr'ii nicht nur, wie das wegen der späteren Ernte dieser Getreidearten zu erwarten war. geringer g n-eftn. sonderni weit hinter den Anforderungen d's Heeres zurückgeblieben. Der Grund dafür liegt in dem ungünstigen Erntemrsstll in Sommergetreide in vielen Gebieten Deutschlands. Der Präsident des KriegK- ernähruugsanttes hat deshalb in Ergänzung der Verordnung über den Frühdnisch vom 2. Juni 1917 durch eine Verordnung vom 11. ?litgust bestimmt, daß die Frichdrnschprämie von 60 Mark für die Tonne bei der Ablieferung von Hafer und Gerste weiter Gültigkeit hat. Wie lange sie in dieser Höbe bei- behalten wird, hängt von dem UmftrnM der Anlieferungen m der nächsten Zeit ab. Jedenfalls müssen die Landwirte mit der Mäglichkeit rechneti, daß in absehbarer Zeit eine Herabwtznnch der Prämien emtritt. Es liegt daher iit ihr ein eigenen Znteress^ die AblleferiMgen nach Möglichkeit zu beschleimigen.
** A u s z e i ch n u n g. lieben dem Stabsarzt Dr
Zeekrkeg.
Wirkung des U-Bsot-5irieges in den franzöfischen Westhäsen.
Berlin, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Dev U-Bo-r»t .Krieg! zeigt in den Häsen der französischen West käste deutlich seine Spuren. In strock>efort läuft nur noch alle zehn Tage ein Dampfer ein, gegen täglich ein bis zwei Dampfer im vergangenen Jahre. Das bisherige stäubt Kohlenlager von 550000 Tonnen ist seit Moai EfgÄwou
Das Eiserne Kreuz 2. Kl. wurde ver -1 Oßwald, Direktor der Heil- und Weg-eanstatt Gießen, für besondere Verdienste um nerven- imd geisteskranke Heeresangehörige.
** Ardeitsjubil ä u m. Ter Eisenbal>n-Vorickloner Peter Joseph Hardt, Weserstraße 25, begeht heirte sein tOjähriges Arbeitsjubiläum. ^ ^ ,
B o in R e i ch s - K u r s b u ch erscheint Anfang Oktober eine neue Ausgabe zum Preise von 2,50 Mk. Bestellungen nehmen sämtliche Post an stallen und Buchhandlungen .nrtgegen. Der Postbezug für mehrere aufeinandersolgende Ausgaben ist zurzeit auf- gehobelt. - ,
** B ei der L a n d e s ve r s tckik r ungsa n st a l t Grotzh. Hess eil sind im Monat Iüli 715 Anträge eingegangen, Md r.var- 329 Anträge aus Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.),
71 Anträge aus ?Altersveitte (A.), 49 Anträge ans Wittvenf- und Witwerrente sW.>, 116 Anträge auf Waisenrente lO.h 104 Anträge m,f Anwartsckastsbescheidc (Aniv. B.), 45 Anträge auf Witwengelt Wg.), 1 Antrag aus Waisenaussteuer (Oa.>. luter- lediat wurden in diesem Monat übernomnicn 1380 Antrag, so daß 2095 Rentengesucke in Bearbeitung ckanden. Es fandest Erledigung: 605 Anträge dnrck Bewilligung (214 I., 144 L, 53 A 37 W 119 O , 35 Wg., 2 Wt.. 1 Oao, 97 Anträge durch Anivansck aftsbeseid (k 1258 und 1743 R.B.O ß ?1 Anträge durch ?lblehmmg, weil unbegrüstdet (27 7 A., 5 W., 4 D.>!
; Anw. B.. 3 Wg., 2 Oa.ft 80 AMräae durch andere Weise — Zurücknahme nsw. (33 I., 11 M, 13 W., 9 L^
Wg ) 4 Anträge loirrben durch Nntwmidlmrg erledigt, ,o dast 1266 Anträge als unerledigt auf den Monat August ds. ^s< überiwmmen werden Mußten. — Ende Juli ivaren m den Anstalten 193 versickerte Personen untergebracht. , ^
A l i e e s chnl e , Gießen. Das Wtnterhalbiahr beginnt kür alle Kurse Koch-. Weißzeug-. Hastdarbeits-, Schneider- und Bügeltursusä sowi-e für die Haushaltungsschule und Tür die Bor-, blweitiingskurse zum Eintritt in die Seinrnare ftir Handarvetts^ und .Hauswirts chaststehrerinnen lMgangszeugiiisie auch Mr Preußen gültigZ am Dienstag, dem 25. ^ptember. Näheres srehÄ
^ o t e l Für ste n ho f, Gießen, findet heute, Samstag und Sonntag Kwrzert statt, unter Mittoirkimg des .Humoristen Herrn Rita Eggmeier, ^ehe Anzeige. <
** Zn den Gerüchten über Beschlagnahme der privaten Be k le id n n gs ge gen stände teilt die Reichsbell eidungsstelle mit: In der Bmidesratsverordmmg über Besug- nisse der Reick-belleidungsstelle sind mir Bestmininngcn über das Per sah reu bei ettoaigeti Beschlagnahmen und Enteignungen ge- troffen, Eine Beschlagnahme selbst oder gar eine Enteigltunst ist aber in ihr überhaupt nickt, iveder für den Handel nock für den Privatmann airsgespracken. We Furcht Vor einem bevorstehenden Eingriff in die Privcttbeständc siitd daher völlig haltlos.
Das Kreisblatt Nr. ,140 eutlhilt Hekanntmackun- gen über: Verkehr mit Sehuhfohlen usw. Schiedsgerichte der Seifen^ industric. Höchstpreise für Grünkern. Verkehr mit Zucker. Lteterimg von Heu. SeischVerbrauchsregelung. Verkehr mit Pstrden. Be- sckMgnahniie der Bindegarn enden. .Heulieferung. Verkehr mit Heu. Feier des S-edcmfestes. Mühlcnrevisionen, Bittterabgabe an .Kriegst gefangene. Fekdrügeverfahren. Maul- und Klauenseuche. Feld- bereinigung Kesielbach. Tienstirachrichten.
Landkreis Gießen.
n. A l l 6 n d o r f a. d. Lda., 16. Aug. Del' Geistliche der hiesigen altlutherischen Gemeinde, Pfarrer Stallmann, feierte gestern in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Außer den übrigen Familiengliedern waren auch sieben. Söhne in feldgrauer Nnisorin anwesend.
** Bersrod. 15. Aug. Geftnter Heinrich Becker von hier, gebürtig s»us Steinbach. wurde mit der Hessttck>en T tpserketts- medaille ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz erhiAt er bereits i«e Tei^mber 1916.


