Ausgabe 
13.8.1917 Erstes Blatt
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USomtfuIa" (1384 Tonnen) mit Kohlen und Stückgut, von Rngland nach Lissabon, ferner ein großer durch viev Be- koachlmgsfahrzeuge gesicherter Dainpfer.

Die Kriegsverluste der dänischen Haudelsstotte

11 (WTB. NichtcrEich.)Bettmgsk 2? ^rregsverluste ber bdnifAcii ^ tragen seit dem 1. August 1914 186 Schiffe

BUK 1 £loJl' 1916 56 ' m te CTftot ^llte 1917

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Aur dem Reiche.

Die Steuer-Grundsätze Dr. Schiffers.

-v e r l r n, 11. Auq. Der jetzige Ministerialrat im Re-l

^E^Dr^Schiffer äußerte sich nach demBerliner

f übcT ^ rofee Steuersinanzreform nach dem Soweit ferne Meinung eine ausschlaggebende werde, drei große Richtlinien maßgebend sein, Nach denen nicht nur die neuen Steuern zu beschaffen sind, sondern a^ die bereits bestehenden einer Prüfung zu un- t«:llegen haderr, inwieweit sie einer Abänderung bedürfen *** 6?nrlich zu beseitigen sind. 1. Die neuen Steuern müssen ««' ^llen möglichst wenig ver- b< ? notwendigen Ertrag liefern, also Ä^n Umständen lieber wenige, aber große, einschuei- dende Ernchnffe, als daß der BteuM^cpcv durch zahllose

Bluten gebrüht wird. 2. Sehr wesent- lichist dreArt der Veranlagung. Der sogenanntenSteuer- Psychologie muß rn weitestem Umfang Rechnung getragen damit der Verärgerung des Steuerzahlers soweit e v' möglich vorgebeugt wird. Um dies zu erzielen, müssen d« Steuern ^ersichtlich, klar und einfach sein. Jeder Steuerzahler, vor allem jeder Kaufmann, soll in der Lage Höhe ferner Steuern zu jeder Zeit zu übersehen, um richttg drsj^neren %u können. Der Kaufmann muß stets mit dem Steuervetrag rechnen, ihn von vornherein in seine Bi- lanz emstellen können. Steuern, deren Betrag erst hinterher errechnet wird, machen den Kaufmann unruhig, unsicher und lrnd darum erne der wichtigsten Ursachen der Steuerverärge- Eg. Werter sotten die Steuern natürlich nur eines ein­fachen Verwaltungsapparates bedürfen, ihre Einziehung die gerrngstmöglrchsteu Kosten verursachen. 3. soll die Bemessung der Steuern derart erfolgen, daß das Wirtschaftsleben ge- lchont wird, also keine Ueberspannung, die die Industrie er- *! a?«: ***' ÖOTl Entwicklung wir in erster Reihe die Aufbrurgmrg der Rieserrbetrage, deren wir bedürfen wer­den, er^ffen können. Die Industrie muß praktisch auch in der Lage bleiben, sich auf die neuen Steuern einstellen zu können Mein Vertrauen in unser? Industrie, in unsere Tech­nik und in unser ganzes Wirtschaftsleben ist nach den Leistungen die es im Kriege vollbracht hat so groß, daß ^ch gar nicht daran zweifle, daß es seiner Aufgabe, beit be­nötigten Ertrag abzwverfen, durchaus wird entsprechen kön­nen. Dw Voraussetzung ist nur, daß wir ihm seine Entwick­lung smögluhk ei ren nichr unterbinden. Dabei werden wir wie bisher die 'ozialpolitischen Grundsätze nicht verlassen srnd im Rahmen der Möglichkeit den kleinen Steuerzahler ru schonen trachten, doch rechnen wir damit, daß sich niemand den Staatsnotwendigkeiten verschließen wird oder auch nur sich wird verschließen können. Gegen Monopole bin ick) nicht grundsätzlich eingenomnren, doch möchte ich betonen, daß ich m allen jenen Fällen, wo die Besteuerung des freien Wirt­schaftslebens den gleichen oder Annähernd gleichen Ertrag liefert, unbedingt für den letzteren Weg einzutreten geson- ven brn.

a* AuSgabe von Süßstoff (Saccharin). In der

Zeit vom 15 August brs 15. September 1917 wird gegen den LreferunMchsckmitt 7 der SüßskoffkattenFl" Mru> und gegen 4 der Süßstoffkatten0" (gelb) von den Saßstoftabgadeftellen Süßstoff abgegeben. Es gelangt ein Bries- ct^n btzw. eme Schachtel ans den Abschnitt zur Slusgabe Mit dem 15. September verliert der Abschnitt 7 hzw. 44 ferne Gülttcfteit Nach diesem Zettpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dürfen von den Abgabestellen ftei verkauft werden.

Dre Anszia'hlnng der Familienunterstützun- gen an dve Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für ^6. lns 31 A,ugnst 1917 findet statt vom 15. bis 17. August Nähwes siehe Anzeige.

Friedhöfe sind in der Zett vom 16. AjUgnst bis' von 6 llhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet. - . deutschen Kampfflugzeuge im Luft-

J rxc <T bm Vortrag, den am Dienstag, Mittwoch, DonnerA- *2* !w ®' o^ettag der ehemalige .Kampflieger (jetzt Kriegsbeschädigter) Maykeniper im Lichtspielhaus, Bahnhossttaße halten wird. Der Borttag wird unterstützt durch etwa 100 trefflich cruf- genomrnene Lichtbilder. Näheres Siehe Anzeige.

** Das Kreisblatt Nr. 137 enthält Bekanntmachungen

Aus Stadt und Eand.

Dieben. 13. August 1217.

** Auszeichnung. Dem Kriegsfreiwilligen Erich Reine- Wald aus Gießen wurde wegen seines tapferen Verhaltens am IS. «tfuh das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Ter Landsturm- prann Heinrich G rönrnger, bei einer Kar Anstelle im Osten, Wurde wegen lxrvorragender Leistung mit dem Eisernen Kreuz aus^ tzezeuhntt. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde für hervvrrageTlde Tapffrkei! wahrend her galizrschen Kämpfe dem Mineralwasser- sabri kan len Lanvwchrmvnn Josef Schneider, Gießen verliehen, V-achdem er sckwn 2 Jähre an der Westfront kämpfte.

** Ihre Silberne Hochzeit feiern morgen die Ehe­leute Ludwig Horn und Frau, Marktplatz 18

** Sicherung des Saatgutes au Frühkar­toffeln. Fm vergangenen Jahre war die Beschaffung des Saatgutes an Kartoffeln rmd namentlich am Frühkartoffeln von außerhalb des Großherzogtums mit dem größten Schwierigkeiten verbunden. Es muß deshalb größter Wert darauf gelegt werden, daß die im Lande gezogenen Früh­kartoffeln, soweit sie sich als Mcrr^kartoffeln eignen und soweit Bedarf an letzteren ist, im Lande verbleiben und hier­orts zur Aussaat verwendet werden. Dies will eine in den letzten Tagen erlassene ministerielle Anordnung erreichen, wornrch jeder, der ein über J / 4 Morgen großes Stück Acker­land mit Frühkartoffeln ausgestellt hat, der: vierten Teil der von ihm angebauten Kartoffeln nicht vor dem 10. Sep­tember d. Js. ernten darf. Mit den so gezogenen Saat- karchffeln kann er dann eine gleich große Fläche wie im lausenden Jahre mit Saatkartoffeln ausstellen. Sollten sich die von ihm gezogenen Kartoffeln zu SaaZwecken nicht eignen, worüber aus seinen. Antrag die Behörde nach Ein­holung eines sachverständigen Gutachtens zu entschseiden hätte, so kann er von der Saatkartosfelzucht befreit werden. Ueb-er die Höhe des Preises der im September geernteten Kartoffeln wird das Nähere noch bestimmt werden. Auf die

angegebene Weise kann wohl der

an Frühkartoffeln im eigenen Lcnwe gedeckt werden

Deil des Bedarfes

über Ausdrusch von Getreide, Höchstpreise für Schwefelsäure und s^leum, Absatz von Kalisalzen, Landaufertthalt für Stadtkinder, Reichsgetterdeordnirng, Milch- und Speffefettwersorgung, Ausgabe von Süßstoff, Feldbereinigirng Kesselbach, Hebung 'des Oelsamen- baues, sowie über gefundene und verlorene Gegenstände. Landkreis Gießen.

.ff- Bersrod, 13. Aug. In der zum Clemmschen Gutshofe gehörigen Jagd wurde seit einiger Zeit gewildert. Als ein hiesiger Einwohner zufällig einen in einer Schlinge gefangenen Rehbock fand, der aber von den WAddieben, ehe man nach erstatteter An­zeige ihn holen kam, fottgeschafft worden war, setzte Wachtmeister Glarck-Reiskttchetr seinen Himd aus die Spur, der alsbald einen polnischen Gutsarbetter stellte. Der Pole entzog sich durch Flucht seiner Verhaftung, sein Mitwisser, ein Schweizer, kam nach Gießen m Untersuchungshaft.

tt. Treis a. L., 13. Aug. Nach vierjähriger Dienstzeit starb am 28.^ v. Mts. den Heldentod fürs Vaterland durch einen Voll­treffer in sein Geschütz der Gefreite Konrad Le mp von hier, In­haber der Heffischen Tapserkeitsmedaille. Er stand btt eitrem heffischen Artillerieregiment im Westen.

r. Aus dem Lumdatal, 13. Aug. Dieser Tage sind in mehreren Gemeinden des Lumdatales bei den Landwirten, die '.richt die von ihnen verlangte Milch Mr Ablieferung gebracht haben, die Buttermaschinen behött>lich eingezogen wordlnr. Ob! infolge dieser Maßregelung die .Kühe, die bekanntlich jetzt bei der Ernte schwer arbeiten müssen und daher an Mttlcherzeugung bedeutend Nachlassen, auch infolge der -Futternnt überhaupt weniger Milch als im Frieden geben, sich eines Besseren besinnen werden, dürfte zweifelhaft sein. Kreis Alsfeld.

Fc. Alsfeld, 12. Aug. Von verschiedenen Seiten wird mit Recht .Nage darüber geführt, daß der unerlaubte Schleichhandel neuerdings größeren Umfang annimmt. Insbesondere sollen Früh­kartoffeln in großen Mengen von Privatpersonen, oft gewerbs­mäßigen Händlern direkt bei den Erzeugern aufgekauft werden. Es ist hierft». eine große Gefahr für die Sicherstellung der allgemeinen Volkseruäbrnug zu erblicken. Wie das Kreisamt bekannt gibt,

> wird im Einvernehmen mit der Oberen Berwalttmgsbehörde und ' Unterstützung von Militärpersonen eine schaffe polizeiliche Kon- ttvlle geübt, und eine sttenge und unnachsichtige Besttafung alley Zuwiderhandelnden herbeigefühtt werden.

oz. Kirtorf, 13. Au.g. Avi Donnerstag vornnttag gegen 7ts Uhr landete unweit der GlänzerswÄtzle ein Luftballon, der, wie ffn darin befindlicher Brief zeigte, von der Gegend bei Metz stammte. Wahrscheinlich hat sich die,er lbsgerissen; denn das Seil war abgerfffen und wietzrfach beschädigt. Durch den Sosm des Mühlenbesitzers Heinrich Schnaf wurde die Lmwnng aus einer Wiese glatt vollzogen, s-mrst wäre der Ballon, int Tuchen Walde verunglückt. Die Militärbehörde wurde benachrichtigt und der Ballon in einer Scheuer geborgen.

Kreis Lauterbach.

z. Bernru tshain, 12. Aug. Am Diensttag nachmittag verunglückte der verheiratete Lttbefter Karl Schneider vor: hier, beim Ausladen von Fichtenftammen am hiesigen BlThnhof sehr schwer. Das Stammholz, welches durch den RrAnr naß geworden 7oar, rutschte von den ÜadebäunLn zurück, erfaßte SchneLer und bmchte chm schwere innere Verletzungen und Kopfverletzungen bei. An i einem Auskommen >wird gezwersÄt.

Kreis Schotten.

O Gedern, 11. Aug. Unter zahlreicher Beteiligung imrrde gestern nachmittag der Landwitt Jakob Fran % zu Grabe geleitet. Der Verstorbene war das älteste Mtglied dos hiesigen evangelischen Kirchenvorstandes, dem er 24 Jahre laug angehörte. Er lvar Feld- zu'gsteilnehmer von 1866 und 1870/71. Unter dem Vorsitz des Großh. Kreisdirektors Muhl s«id gestern im Rctthanssaal dahier eine Versammlung der Bürgermeister. Wiegemeister und Milller des Bezirkes^ (federn statt. Eingehende Erläuterung und Besprechung fanden die für das neue Wirtschaftsjahr sich ergÄenderc Maßnahme: der Reichsgetreide stelle. Zu Wiegemeistern für die diesjährige Getteideerute wurden ernannt und verpflichtet Konrad Gerl ach und Karl M ü l l e r IV.

oz. Meiches, 13. Aug. Für die Hindcnburgspende, bei deren Sanrmlung Kaspar Steuernogel HI. sich besonders verdient gemacht wacht hat, wurde folgendes Msanrmengebracht: 7 Pfund Erbsen,

9 Pfund Gerste. 22 Pfund Dörrobst, etwa 3 Pftrud Speck, 3V? Pfund Butter. 2 Töpfe Mus, 1 Glas Gelee, 1'/.Pfund Zucker, 347 Stück Eier und zwff Bäark bares Geld. Auch wrrrdeu dieses Frühjahr zwei große Fässer Mit Sauerkraut von unserer Gemeinde geliefert. Alle diese Gaben find unentgÄtlich abgegeben worden.

Äreis Friedberg.

Fc. Bad-Nauheim, 12. Aug. Der Höchstpreis für Süß­rahmbutter wurde hier, auf 2,80 Mk. für das Pfund festgesetzt.

----- Bad-Nauheim, 11. 2brg. Die Franffurter Kriminal­polizei hob in einer hiesigen Fremdenwvhnung bei einemKur­gast" ein großes Lager von Leder waren aus, das vor eirägen Tagen in einem Frankfutter Geschäft gestohlen war. Tic Diebe Ovaren zur Ausübung ihres Einbrnchs eigens von Berlin nach Fwankfutt a. M'. gefahren, hatten sich hier in einer vor­nehmen Pension eingemietet und dann aus dem Geschäft für 15 000 Mk. Lederwaven gestohlen. Die Sachenverkauften" sie

Einbrecher und des Hehlers. Und schon n ad) Aoei Tagen war das

Berliner ^Trio verhaftet. In seinem Besitz fand man noch dew größten Teil der Lederwaren.

bz. Bad-Nauheim, 13. %iiq. Ein z weites .Schwein, was fernen Berus, närnlich nach Bad-Nauheim geschmuggelt zu wer­den, verfehlt hat, würde ain Donnerstag in Butzbach beschlagnahmt. Das Schwchn war zerteilt, fein säuberlich in Reisekörbe verpackt und sollte per Bahn den Weg nach hier nrachen. Ms der Schleich­händler^ merEtc-, daß die Polizei Wind von seinem Vorhaben erhallen lxittc, riß er aus und ließ Schwein und Reisekörbe im Stich. Seinem Schicksal sollle er aber -doch nicht entgehen, denn als er seinen hie- ftgen Abnehmer von dem ihm nndersal-reuen Pech telephonisch Nach­richt geben wollte, wurde er verhaftet. Das für Bcrd-Nau heim che- sttmmtc Schwein verblieb in Butzbach.

Starkenburg und Nheinhessen.

Dr. Michaelis in Darmftadt.

Darmstadt, 11. Aüg. (WTB.) Der Reichskanzler Dr. Michaelis traf beute nachmittag 6 1 / i Uhr, von Karls­ruhe hier ein und raurde vom Skaatsminishft vwn Lewald am Bahnhof empfangen. Auf dem Bahnhof urrd in der Rheiustraße hatte ein zahlreiches Publikum Aufftellung geuommen, das den Reichskanzler bei seiner Fahrt vom Bahnhof zum Residenzschloß begrüßte. Dort wurde der Reichskanzler vom Großherzog und der Großherzogin emp­fangen. Nach dem Empfang fand Tafel im Resid'enzschloß statt, zu der die Minister geladen waren. Die Rückrerse des Reichskanzlers nach Berlin erfolgt heute abend 9,06 Uhr.

Fc. D a r m st a d 1, 13. Aug. Ein hiesiger Eirrwohner wurde wegen unrechtmäßigen Bezug von Lebensmittel­marken für einen im Felde stehftrden Sichn W zehn Tagen Ge­fängnis verutteilt.

Hessen-Nassau.

Fliegerangriffe auf Frankfurt.

Frankfurt a. M., 11. Aug. Ein Flieger erschien heute früh über Frankftcrt und warf gegen y 2 7 Uhr eine Bombe ab, die im Innern der Stadt unmittelbar vor einem großen Militär la za re tt niederfiel. Glücklicherweise sind keine Menschenleben zu beklagen, nur einige Insassen des Lazaretts und ein Wrhüter wurdeTi leichi v e r l e tz t. Der angerichtete Sachschaden ist gering.

Frankfurt a. M., 11. Aug. (WTB.) Wie uachträglick gemeldet wird, hat der feindliche Flieger außer der einen Bombe aus Frankfurt a. M. weitere fünf abgeworsen. die, ohne irgend welchen Schaden anzurichten, in ein Wäldchen westlich von Frankfurt niederfielen.

F r a n k f u r t a. M., 12. Aug. Heute abettb gegen i/»8 Uhi erschien wiederumieinifeind licherFlieger über Frank­furt, der wahllos mehrere Bomben über der durch den Sonntagsverkehr stark belebten Stadt abwars. Leider sind diesmal vier Tote und mehrere Verletzte zu beklagen.

*

F" Ka ssel, 12. Aug. Für 20000 Matt Waren erbeuteten Diebe bei einem nächtlichen Einbruch in ein Goldivarengeschäft aus der Königsstrahe. Ten Eingang zum Geschäft verschafften sie sich dadurch, daß sie mtt einem Diamanten ein großes Loch in das Schaufenster schnitten und von hier aus mit einem Haken alle erreiwbaren ?6aren zusammenrafften.

Fc. U s i n g e n , 12. Aug. Es darf, wie der Land rat bekannt gibt, nur ftrr die Gemeinden auf Bescheinigung der Ottspolizei- behörden genrahlen werden. Jedem Mahlen für Selbstversorger direkt i)r verboten. Uebettreturrgen werden unnachsichtlich bestraft Dre bisherige Mahlordmmg bleibt weiter bestehen. Die Aus- suhr vcm Kartoffeln einschl. Frühkartoffeln aus dem Kreise Usingen ohne lchrifttiche Genehmigung des Lanürats ist verboten.

~ Vom Main, 12. Aug. Aus einem Gatten stück der Ge­markung eines bekannten Weinottes ain Untermain wurden nächt­licherwelle etwa 10 Pfund Zwiebeln genraust. Als Gegeilleistunc ließ der Dieb einen Lvhnbeutel mit 64 Mjatt aus dem Zvrebtt- stüft liegen. Der Eigentümer der Zwiebeln ist über den Tausch sehr zu ft reden und empsiehll dem unbekaTmten Wnehmer sein übriges Gemüse zum gleichen Preise.

Nniveksitäts-Nerchrichten.

- Frankfurt a. M., 12. Aug. Ter Privatdr^ent für Che­mie, Nahrungs- und Gemrßmittel, Dr. Till mann, wurde zum außerordenÜrcheTk Professor an der naturwissenschaftlichen Fakilltä' der Universität Frankfutt ernannt.

Witterungsbericht.

(Oefsentlicher Wetterdienst.)

Kerne wesenttichc Aenderung der bestehenden Witterung.

dann ihrein hiesigen Hehler, auch einem Berliner, der das Diebs- gut auf dem Wege der Zeittmgsanzeige lostznschlagen suchte. Durch die Zeitungsanzeige kam die Foankfurter Polizei wff die Spur der

Letzte Tlacbridytcn

Sperrung der französischen Grenze.

Genf, 12. Aug. Die französische Grenze ist seit Sonn- Aend nacht gesperrt. Die frarlzösischen Zeitungen sind am Sonntag nt Genf nicht eingetroffen.

Die Konstituante verschoben.

Kopenhagen. 12. Aug. Nach Petersburger Telegrammen wird dw Konstituante erst in ^wei oder drei Monaten einbernfent werden, da die gcgenwättige Lage an der Front und im Linde nicht günstig für den Wählkampf sei.

Zürich 12. Aua. Aus Petersburg tvird gemeldet: Für die Soldatcnwahlen zur Konstituante werden entsprechend den fünt Fronten fünf Wahlkreise gebildet, außerdem besondere Wahlkreise für die russischen Truppen in Galizien, Armenien, Persien Frank­reich und Mazedmlien.

Magparischc Diellstsprache.

Wien, 13. Aug. (L.-A.) Nach einer Mitteilung desAz Eft" hat Kaiser .Karl nunmehr dem bereits vom Ministerium Tisza angeregten nationaleii Wunsche nach Einfübrnng der magyarrfchen Diensffprache ini Heerwesen, einer alten For- derunb aller magyarischen Persönlichkeiten, in aller Fyrnc zugestcmmt. Die Veröffentlichung dieser Errnirgenschaft wird noch vor dem 30. Geburtstage des Monarchen erfolgen

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