Ausgabe 
13.8.1917 Erstes Blatt
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fgcotmnx und Kolben eine Tricfjierfctte nach bar anberr? Dom Fernde. 3>et blutige Kampf währte nt diesem Abschnitt bt§ in den späten Abend nnd die frühen 9Norgensttrnden oeS^II. August», wo es den Unsttgen gelang, die 'Letzten Eng- « ^d ernester zurückzugewinnen. Der Feind führte hierauf fefr* dturmroellen gegen unsere wiedergewonnenen ZrnicN vor, ohne indessen den geringsten Erfolg erzieLen zu können. Die englischen Verluste sind beLerseits der Bahnlinie Ipern Wrmlers schwer, irr dem heißnmstrittenen Abschnitt bet West- hoek außerordentlich blutig.

Lrf dem nicht angegriffenen Fronttrbschnirten in Flan- derrl k^en bei vorübergehend abflanendem Feuer, häufig Mmwe feindliche Feuerwellen, so besonders am Nachmittag von 5 Uhr ab an der Küste, ebenso Mischen dem'See Blan- Vaart und Deute. An diesem Abschnitt währte der scharfe AeuerLrmps auch -abends uüd während der Nacht, um s ich am Vormittag des 11. August weiter südlich ansFudehtickn. Von 5.30 Uhr bis 6.30 Uhr vormittags lag starkes Trom­melfeuer ans unseren Stettungen von Mercken bis südlich Lungernarck sowie nördlich Frezeuberg. Die anschließend bewersetts der Bahn BoesingheLangentarck vor-gehenden eAgLffchen Sturmkolonrren wurden durch unser Abwehr­feuer und im Nahkampf bluttg zurückgewiesen.

Die rege beiderseitige Fliegertätigkeit hielt auch in der Nacht an. Unsere Flieger belegten vielfach Batterie- stettuugen, ferner Poperinghe, Hazebrvuck und Terdeghem mit großen Bombenmaffen.

Äm Vormittag des 10. August wurde Ostende vom -S« her erfolglos durch einen feindlichen Monitor beschossen, der rurz nach unserem Feuer das Weite suchte.

An der Arrasfront in den frühen Morgenstunden des 10. August lebhafte beiderseitige Patrouillentätigkeit. Wir brachen aus verschiedenen Stteifzugetr Gefangene ein. Ans fünf von uns beschossenen Fesselballonen retteten sich die Beobachter durch Abspringen. Ein Fesselballon wurde durch unser Feuer los geschossen und trieb hinter unsere Linien, wo er geborgen wurde. Der im Pariser Funkspruch vom 10. August 5 Uhr nachmittags gemeldete Anqriffs-- perstrch im Raume von' Banguois hat nicht stattgesunden.

An der Ostfront fanden am 10. August von der Ost­see bis zur Suezawa keine besonderen Ereignisse statt. Im JSole der Solka und Moldawa machten wir nach Ueberwin- drmg ^aheu WLersttrudes Fortschritte; ebenso entrisse Eoir dem Gegner beidersetts des Oitoz-Tales mehrere Höhen- stellmrgen. Starke Gegenangriffe am Casrnului und Res- buüui wurden bluttg abgewiesen. Im Susiata-Abschnttt vervielfachten Russen und Rumänen ihre bluttqen Verluste des Änttages.

Berlin, 12. Aug. (WTB.) An der flandrischen sFront war das feindliche Artillerieseuer am Vormittag des bl. August bei trübem Wetter, abgesehen vom Abschnitt Apern, weniger lebhaft. Erst gegen Abend frischte es wieder aus unb steigerte sich in einzelnen Abschnitten zur alten Heftigkeit. Auf Driograchten lag starkes feindliches Minen- seuer. Eine in der Nacht nach .starkem Feuerüberfall gegen Rotteval vorgehende starke Patrouille wurde abgewiesen. Von Merckem bis zum Kanal von Hollebeeke setzte kurz nach 5 Uhr morgens heftiges Trommelfeuer ein, das über eine Stunde anhielt. Während des Trommelfeuers brachen die Engländer in Divisionsbreite bei Hollebeeke vor, wurden ^jedoch unter erheblichen Verlusten zurückgeschlagen. Auch mehrere in diesem Abschnitt vorgehende starke Patrouillen Hatten nicht den mindesten Erfolg.

Nördlich St. Quentin gelang es dem Gegner, nach eineinhalb ständigem Zerstörungsfeuer auf unsere neuen Gräben, unsere vorderste Linie um etwa 50 Meter zurück- Fudrucken, während wir einen starken Patrouillenvorstoß an der Straße Cambrai-Bapaume zurückschlugen. An der lothringischen Front wurden in der Nacht vom 10. zuw .11. August die Werke von Neuves-Maisons-Pompey-Dieul- cuard von unseren Zerstörungsgeschwadern mit erkenne barem Erfolg bombardiert.

Bon der Ostsee bis zum Pruth außer zeitweisem Aufleben des (Feuers bei Dünaburg, bei Husiatyn und Bojan keine besonderen Ereignisse. Zwischen Solka und Moldawa- Tal wurden mehrere feindliche stärkere Vorstöße abge­schlagen. Ein nach zweistündiger Artillerievorbereitung vor­getragener dreimaliger hesttger Angriff gegen die Höhe Stormnrn blieb bluttg liegen. Außerordentnch schwere Ver­luste erlitten die Gegner bei ihren wütenden Gegenangriffen beiderseits der Ortoz. Zwölf feindliche Gegenangriffe wurden Hier bisher bluttg abgeschlagen. Ebenso blieben die tief- gegliederten feindlichen Sturmwellen, die nördlich der Oitez westlich von Rieercesci, vorgingen, in unserem Feuer liegen.

In den heftigen Kämpfen nördlich Focsani bewiese,!, uw- sere Truppen die alte Tapferkeit. Der Feind erlitt abermals schwere Verluste.

Edckren, daß ich S-reiL sich der Arbeümpatttt! l twMMnz zu den russischen Bedingungen anzunehmen

ich SMwr ZweißL, paß ich das rächt tun würde. Oder I useuttn wrr Vorschlägen, die Konferenz ans einer bindenden

\ beratende zu verwandeln. In diesem Falle bin ich bereit,

solche Berattom möglich xu machen. Air Rassen Konferenz gewünscht, die den Zweck *?& '- tr * r5? c 'rnedensbcdinanngen zu besprechen. An einer chnnchn die britischen Vertreter nicht teilnehmcn. tpiu übi rare an eüier Aonferimz teilnehmen, in her sie klar konnLen^ warum sst die Fortführung dcS Krieges unter- sttrtzüm, und wÄche ^vLe sie hatten. Heber den Frieden könnten '«irchL verhandrllr; denn die Sozialisten seien noch nicht die Völker.

dieAÄogievenden der einzelnen Länder könnten über den Frieden verhandeln.

Weitcrfti^te Henderson aus, er wäre früher gegen eine inter- ^twnale Konferenz, gsoefen, habe aber seine Ansicht besonders des- lDc ^ ** RuWaiid die vernarrtesten Ansichten dar-

herrscht«^ warum EngLar rrglischen Arbeiterbewegung

C: -'r 7'~a- ujR/ mw-u isziuucip. uuy ine -omore-

gmpnt 0^00 bre kemdluhen Agenten ausgenntzt nerden. Die K'on- SL Gelegenheit zur Klarstellung. Bei

pk RuAcmd, fuhr Henderson fvtt, war die russr- 'SL die Konferenz. Deshalb loar ich der Aw-

-SUü*?? nt ^ aiir . wch vielleicht gefährlich sei, wenn'die riynuyen ISextveiiu narr auit feindlichen und ?icuh?crien Vertretern

ail X. _ r* V , r- y r ' , v .

... rTT -^ 'nrt , ,uu - icuuw.wvi.ii lufw aojximrn -oerrrerern

gxwnmieici-frimL etfafy hat sich seither in Rußland viel ge- Eert mm uh gbrube, daß die neue Regierung der Konferenz frage ^^L^L^E-ersteht als die alte. Es ist ferner in Betracht

chnlerikanrsche Arbeiter Vereinigung und die bel- ^ beschaffen haben, nicht an der Konferenz teil-

^vehnven Ihre Abwesenheit kann nicht ohne Einffuß sein, wie ent&äufdjcii mag. Auch vierzig französische Sozialisten ipaoen in der s.eputrertenkanrmer gegen die Teilnahme an der Kon- sevenz ünver den oboaltenden Bedü ügungen Einspruch erl)oben. Hew- derson sprach die MÄnung aus, daß eine berattndc Konferenz viel Mckes chaffM wurde. Er betvachtr sie als ein- Gelegenheit, der aSf'? r- ^llltschen Sozialisten viele neue Tatsachen zur Konntms zu bcargpn, diie Man absichtlich dem deutschen Volle ver­borgen halte. Handerstm bat seine Hörer,' ihm! zu glauben, daß wWer er noch irgend leMand im Vollzugsausschuß von unwürdigen rS>er unpatttottschen Beweggründen beeinflußt werde und schloß- llweve Srche rst eine so starke Sache, die Sache der Alltietten, daß ne,jfo ercn sie v on den verantwortlichen Abgeordneten der Arbeiter- klaffe vertreten würde, erheblich dazu beitragen würde, das deutsche Volk davon zu überzeugen, daß das Verbrechen seiner Führer den zttneg verursacht hat, und- daß das Verbrechen seiner Mha^r jetzt ernen gerechten Abschluß verhindert.

Bei der Wi^eraufnahme der Sitzimg am Nachmittag brachten vwbmsipn, der Bertteter der Dcxtil-Arbeiter, die erwähnte Ent- wM-l.ewmg em der Vertreter^ der Dockarbeiter Sexton beantragte denZufätz, daß keinesfalls die Vertreter an einer Konferenz teil- ^hmen soMen, ans der feindliche Bettveter anwesend sind. Minister Z.«^ues untersttchte den Zusatzantrag, der schließlich mit großer Mehrheit abgelehick lourde. Ramssap Macdonakd, mit Unruhe entpsangen, unterstützte die Entschließung Und erklätte, keine Re- grernng verrveigette den Finanzleuten dre Pässe zu ihrer Konferenz m der Schwerz und keine Gewerksckiast nahm ihnen die Möglichkeit zrw ueberf-ahtt. Man solle Vergangenes begraben, nach Stockholm gehe::, um zu beraten Und seine Ansicht zu äußern sowie d,e der anderen zu Höven. Dann solle man zurückkehren mit Grundlagen m ben Frieden m der Tasche. Man verlange von den Demokraten Europa^ die klare Feststellung ihrer Ziele.

P^lamcmtssekretär des Handelsamts Robett sprach sich gegen bE tM,ollckwn aus, die indeffen, -wie gemeldet, mit 1 846 000 gegen 550 000 Stimmen angenommen wurde.

Hendersons Rücktritt.

Sb-ubou, 11. Aivg- (W. Bb RErmeldung.Pall Mall Gazette müfjtt, daß Hendersvn dem Premierminister seine tLntlonung angeboten und dieser sie cnrgenommen hat. r d.) Rmttrmelduny. Äe Blätter

beickastcgm sich m ihren !Kommentaven über den Beschluß ber Arbeiterkvnferenz hauptsächlich mit Henderson Und ferner Elung rm Kabinett. Ein.Teil der Presst, der vottm-! Wache vorheffagte, daß die .Konferenz beschließen rverde, keine Vwckreter rmch Lwckkwlm zu .schicken, 'veröffentlicht fetzt dir Itach- rutzt, daß^ .verrder^on der Konferenz oder den der ArbeitQpcrrttt an gehö renden Ministern eine Mitteilung vorenthielte, die er kurz Mn Begrün der Konferenz erhalten hat, .wonach oie fetzige russische Regr^mg der Konferenz in Stockholm gleichgültig gcgenüberstehe Henderson werde rnfolaedeffen zurücktreten müssen.

u , e . schreiben: Die Demission Henderstms wird

heute erwartet.

.W' erttärt: SBemt Senbersmi im Äte&mrtt lw * £t ® e wrmilMschc MitgKedcr be5 Miirisirriurns i^re l&mafiam« nehmen. See ivlwöen iwfei cois Me Untersdürnaiq vieler ^Liberaler rechnen körrnen.

. Tie ,'Daily schreibt, daß gerade der Presstsellyug

^ MMern es Evesen sei, der ßie Arberterpatttt

zu .dem Beschluß, nach Stockholm zu gehen, veranlaßt habe.

^ versichern, daß daS englssast Voll nie- ^ m seinen Ansttengungen gegen mlsere gemttnsanum Fecude wrrd. ^n den verttnten, von den Älln-rten enrsck)losstn Kraffen wird die Sicherheit für euren ebreiroollem Frieden und iur dre Frerhert der Welt geß-nden irer>m Ich wür­dige alles, was Rußland jetzt zu erttagen i>at, aber ich l-abe deü |[^V n ^rne Kraft, den furchtbaren Lchwrettgteilen rn dieser Stunde der Pruchng zu begegnen und sie zu Überwirweir."

zierensti als Diktator.

^ , 1 ur -7» "vjvi/wl, ^-LKULULLlyl l/U-LPc

Traly Chvoniclc" schreibt, das Ergebnis der Abstimiramy

Der türkische Bericht.

KvwftnnSttnv-pel. 10. Avg. (W. B.) Hverrsbericht

^^vrdöstlich wm Sttlrimanje wurde ein Angriff zweier ichsssscher Züge abgewiesrn. Gegenüber von Serdutsch ziehen stch die Russen in die Berge zurück. An der Kaukasussro nt d« Mtiche Pattouillentätigkeit Sinaiftont: In der Nacht zum 9. Ang. gingen M»ei emstische, Kompagnien mit sechs Maschinew- Gewehren gegen den rechten ^ Flügel unstrer ^Truppen östlich dev Gruppe von Gaza vor. Sie stießen im Borc^lände auf mrsere Datrorallen, die den Gegner ungesäumt angttffen. Vtach erbitterten! stcachgefechit ging der Femd Unter Zurücklassung von etwa 50 Toten crlig zurück. Fünf Gesungene wurden eingebracht, ein Maschinen­gewehr, Leuchtpistolen und Fernsprechgerat tvurden eckbeutel.

England und die 5tockho!mer llsnserenz.

London, 10. Ang. (WTB.) Die große Konferenz der Arbeiterpartei, die darüber entscheiden soll, ob die eng­lischen Arbtttervertreter an der sozialistischen Konferenz in Stock­holm teilnehmen sollen, trat heute in London zusammen. Fast 600 Vertreter waren anwesend: die russischen Vertteter. die die Länder der Alliierten soeben besucht laben, tvaren ebenfalls zugegen. ?;^rner Atthur Henderson, Ranrsay Macdonald, Bänderoelde. Hodge und Mldere Parteissllwer. Zunäcksst ergriff der Vorsitzende William Purdy das Wort. Er erklätte, daß kein Friede genüge, der nicht die vollkommene Befteiung vom Militattsmus gewährleiste. Dre Revolution Uköge eine Zeit lang den russischen Kameraden die großen Ausgaben des Krieges verdunkelt haben, aber er sei sicher, daß sie ihre mühsam gewonnene Frttheit nicht für die Schande einer Frei­heft unter dem Fuß des preirßisäMr Militattsmus vertauschen w>tt- ten. Weder ihre russischen Freunde noch sie wünschten einen Son­derfrieden, sondern als Alliierte müßten sie Schulter an Schul­ter zusammenstehen, bis ein gerechter Friede erstritten stt. Die Ein­ladung nach Stockholm verdiene^ sorgfcMg und ernsthaft erwogen zu werden. Dche Versammlung beschloß nach der Erklärimng Hender- stms, sich bis zuml Nachmittag zn vettagen, um dann über dre folgende Entschließung abzustimmen: Die Einladung zur internationalen Konferenz in Stockholni soll unter der Bedingung angenommen werden, daß sie beratend und nicht bindend' ist Henderson erklätte ul g., er wünsche eine vMständige Dar­legung der Frage zu geben, da seine Haltung in der Frage stark aw- gegttssen wurde. Wan müß. nrhr er fort, sich vor Augen halten, daß bi- Lage in Rußland sich ständag ändert. Wir können entweder

werde dre Uraomsten zu ttnem erneuten Versuch veranlassen Hendmson "Dks dem Kabrnätt Lu verdrängen. Die Abstimmung vttmes aber, daß Henderson außervrdenlich fraftig von der Arbeiter-, Partei gestützt werde.

. tSfjJ.i, 11 a 13. Aug. Wie aus Stockholm bettchtet wird, findet der REtrrtt Henderions dott dahrn seine Deutung, daß die eng- nsc^ Regierung kerne Solidarität mit seiner Tättgkeft aus der Konferenz vermiet. Im übrigen meint derVorwärts" wenn dre Henderchrckttse ern Vorspiel dafür sei, daß die Regierungen in Engladn, Rußland und Frankreich ins Wanken geraten seren so körme man wohl hoffen, daß die herausziehende Ententekttse einen wnhttgen, Lchrttl zum Ftteden bedeuten werde. Nur dürfe man ^^/räff^che.nrcht so vorstellen, als ob die Nachfolger vor Deutschland rn dre Knre sinken und um Frieden bitten würden.

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Revike Chamberlain zurückgetreten.

Rotterdam, 11. ?lug. (WTE. Nick-tamtlich.) Der Nieuwe Rotterdams che Courant" meldet aus Loudon: Neville Cham- berlain ist/urückg^eten. DemDaily Telegraph" zufolge wird Ged des das Amt übernehmen.

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Poincares Rücktrittsgedanken.

Bern , 11. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Wie dasBerner Tagblatt" aus Paris erfähtt, hat P o i n c a r e Ribot mttgetttll, daß er zurückzutreten bcabsichttge. Ribot habe nach Beftagen seiner Mtegat Pvinoars gebeten, die Angelegenheit bis zum Zu­sammentritt der Kammer zu vettagen.

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Der Brotpreis in England.

Bern. 12. Aug. (WTB.) Gemäß der kürzlich erfolgten An­kündigung Rhvnddas wird vom 15. August in England das Vier- Pfundbrot zu(bent Einheitspreis von nenn Penze verkauft werden. Diese Maßnahme, zu der sich die Regierung entschließen mußte, um dem Bolksunwillen über die durch den Krieg.-insbe­sondere dnrck, den Tauchbootktteg verursachte Lebensmittelt'euerung zu steuern, ist selbstverständlich nur durch bedeutende staatliche Zuschüsse unter. der Ucbernahme aller größeren Mühlen durch das Nahrungsmittelamt durchführbar. Nach> einer Berechnung des früheren Schatzkanzlers Mc. .Kenna wird dew chttttschen Staats­säckel diese Erkausung des inneren Fttedens jährliche 38 Millionen Pfund kosten.

Aua. (WTB. dttchtarattich.- Nach einer Edungam, Petersburg hat Kerenski an >ämtllck>e Milrlär- ^ höheren Befehlshaber der Tr up pe n gerichtet, bei der Ausreck)lerhaltmrg der Ordnung Heere vor keinem Schtttt zurückzuschrecken. Um ^ Awgabm oergegEättigen vorläussgen Regierrmg zu erlnch-

getroffen, daß rein politische Fragen t>OTU Mmttterrat nur an zwei Tagen in der Woche be.'xrndelt werden rollen, .dagegen wird der Ministerrat täglich zusammentttten, um

ttmienden Tages fragen zu erledigen. Der Dttnisrar für öffent- P?' ^loemow, wurde zum Vorsctzenden des sogenannten kleinen Rates ernanrtt, der alle Unterstaatssekrctäre umwßt.

^ E an ein gedechttck>es Zusammen-

^^nsa" ztveiftlt daraa^ daß du VnychredenM Patteren in der Rogreruna auf die Däner ^ ^§^^n»hrm, können, und die gleiche Auffmsung bringt

^s Organ VLarim! Gorkis, zum Ans- ^ die Regierung nicht die Bedingungen', erner wirtlich ilattoncüen Regieru'ig ersMe und daß sie in Wirklich- keil narr eine Wrederholurng per vorigen Regierung sei.

Angeblicher Telegramm des Kaifcrs an den Präsidenten Wilson.

Berlin, 13^Aug. Die Jh>vbb. Mlg. Ztg." schreibt: Der ^ndoner Daily Telegraph veröff^tllchr aus den Memoiren des früheren Boffchafters Ger and ein Telegramm, das Se. Maj. der Kaiser am 10.

i 9 l 4 an ben Präsidenten Wilson ae- richtet haben soll, und in dem die Vorgeschichte der Beteiligung En^nds an dem gegenwärttgen Kriege dar- gelegt wird. Wir find demgegenüber in der Lage,' sesttn-> stellen, daß ern derartiges Telegramm des Kai- ^ nrcht existiert. Richttg ist, daß dem Botschafter Gerard am 10. August 1914 eine Audienz gewährt wurde, um chm Gelegenheit zu geben. Seiner Majestät ern Bermitt- lungsangebot des Präsidenten Wilson zu unterbreiten. Die ^rsönliche Boffchaft des Präsidenten an den Deutschen Kaffer lautete i

Ms offizielles^ Haupt einer der M!ächte, die das Haager Ab­kommen unterzeichntt haben, fühle üh, ba& es gemäß Artikel 8 . Ajbkommens mein Recht und meine Pflicht ist. Ihnen

nn Gerste wahrhastester Freundschaft zu erklären, daß itbjebe A^nhert im - Interesse des europäischen

^t, es letzt oder zu irgend eurer SS? Lert, .die befier gcc^gnSet wäre, um Ilmen imo allew -octeiUgten Dienste zu ermeifeu, die mit zur Befriedigung und Freude gereichen würden.

Dieser Vorschlag erfolgte hiernach zu err^r Zeit, wo dre berderserttgen .Heere beeirts die Grend-e überschritteat hatten, und es ausgeschlossen erschien, den Ereignissen noch Halt zu gebieten. Seine Majestät koirnte also dem Präsi­denten Wrlson nur seinen Dairk für das Anerbieten über­mitteln lassen und dazu beemrken, daß es im gegenwärttgen Augenblick Wohl noch zu früh zu eirrer Vermittlurrg neu- ttaler Mächte sei, daß aber später aus Herrn Wilsons' freundlichen Vorschlag zurückgegriffen tverden könne. Seine Majestät der Karser unterhielt sich dann rroch einige Zeit mrt dem amerikanischen Boffchaster und setzte ihm dre Vor­gänge ausernander, die zum Ausbruch des .Krieges aeführr hatten. Besonders wies! der Kaiser auf die zweioeuttge und illoyale Haltung Englarrds hin^ die die Hoffnung aus einen friedlichen Ausgleich zunichte gemacht hatte. .Die Ausführungen Gerards in seinen Memoiren scheirien eine Wiedergabe des Gespräches ru sein. Wenn die Presse der feindlichen Lander darin Enthüllurigen sieht, so zeigt das nur, daß sie das deuffche Weißbuch nrcht kennt, was im wesenttrchen dieselben Vorgänge schildert. Mög­licherweise hat der Kaiser während des Gespräches No­tizen für den Botschafter aufgeschrieben, da­mit dieser nicht etwa Falsches nach Washington melde. In diesem Falle würde es sich also um eine zur Unter­stützung des Gedächtnisses des Herrn Gerard bestimmte Arffzeichnung, nicht aber um eine Mitteilung des Kaisers an den Präsidenten Wilson handeln.

Der Kanzler über Deutschland nach dem Krieg.

Mannheim, 11. Aug. (WTB.) In einer Unterredung, die der Reichskanzler Dr. Michaelis heute dem Cheftedccktenr der Neuen Badischni Landeszeitung" gewähtte, erklättr' Dr. Michaelis über die Moiwpolfragc nach 'dem Kriege: Die Mmwpokftage ist noch nicht spruchreif, aber es ist klar, daß die gewaltig gesteigerten Be­dürfnisse des ReichshansHaltes die fiskalische Ausnutzung unserer Rohstosfversvrgung ouf manchen Gebieten un­umgänglich machen. Ale Sachkundiaen sind sich indessen dar­über einig, daß bei dieser fiskalischen Bery'ettimg der Rohstoff- vefforgung zunächst dott begonnen iverden soll, iov, wie etwa beim Stickstoff, etwas ganz Neues gesck-asfeu worden ist. Bei alten Jndusttte- und Handelszweigen wird man Zurückhaltung üben Müssen, und da kann das Monopol immer rarr die letzte Form sein, in welcher der siskalische Nutzen gesichett wird, aber irgendwie wer­den !der Staatswittschaft neben den unnnttelbaren Kriegssteuern ans Einkommen und Bermögen»derattige Einnabmeguellen erschos­sen werden müssen, wenn sie leben soll. Der wirtschaftlichen Stärke des ldeutschen Staates feste Stützen zu geben, ist eine absolute Not­wendigkeit in der Zukunft, besonders mit Rücksicht auf die Pläne unserer Feinde.

IiM Anschluß hieran gab der Kanzler der Hoffnung Ausdruck, daß >die soeben in Wien begonnenen Verhandlungen mit unseren Bundesgenossen über ein gemeinsames W i rtscha fts ab- rommen einen guten Fottgang nehmen würden.

Von der Finanz gebarung des R eiches und der Einzel st aalen sagte der Kanzler: Es ist ein Vorurteil, wenn die Absich einer fiskalischen Ausnutzung der Rohstoffversorgung als ein Ausfluß unitaristischer Bestrebungen hingestellt wird. Ich bin selber hierin Einzelstaatler und wünsche, daß den Bundesstaaten ihre sinanzielle Selbständigkeit erhalten bleibt, ja ich hoffe sogar, daß die Einzell taaten von Miseren Maßnalchen mim ittelbaren Nutzen haben werden. In der Eigenatt der Einzelstaaten liegt ein guRr Teil der Lebenskraft des deuffchen Bcsskes.

Der Reichskanzler äußerte sich in normen Worten über die Bedeutung der Presse, in deren Behandlung und ttchttger ^ "wertmig wir m Deittschland noch viel zu lernen hätten. Ueber die ...age der Demokratisierung und Parlamentattsierung beronte der Reichskanzler.' Es lolmt sich, klar zu stellen, was in Deuffchand cur echt dcmokvatischm Wesen berefts volkseigen lebt. Es kommt cherbei toeniger ans die äußeren Formen, die das 9lnsland kennt, äls alff den imreven Gehalt an.

Der König von England an KerenSkL.

London, 12. Aug. (WTB.) Rentermeldung. KonigGeo rg ttchttte an den rustfischen Ministerpräsidenten fol­gende Depesche: Lu Beginn des vierten Jahres bs großen. Kampfes, der noch immer lautet, und in dem Augeubllck, wo Sie

wixdex sur Mhrung des! tpam oMche« VoiLs btafrn find, habe

Seefrfeg.

Nene U-Boot-Erfolge.

Berlin, 12. Aug. (WTB. Amtl.) Im Sperrgebiet um England wurden durch unsere U-Boote wiederttm 21000 BrutttEegister-Tünnen vernichtet. Unter den versenkten! .Schiffen befanden sich der bewaffnete enMchp Darnvtzs;