TTutteT^rmflem ist bis iefet tnm önWilffertbeT Wirlimg gewefnr. In etnem Sünfcfairraum twm wenigen Tagen sind In er beschlaqnahntt: 1 fettes Schwnn von 2 Zentner. 2 Kälber und 1 Ziege, die in .Wütn tünchten Ijicr eingeschmuggelt lverden sollten und aus ver- vlnenen ^>cklachiungen stamnlten. Zwei Zentner Kunsthonig und nnne Nörrmelade. große Posten Üaffee, Mao, Schokolade.' Tee- m 0 M arT das Pfund verknust wurden -
'Jtebl, Dörrobst und meles aridere. Zur zahl nicke Hotels und Geschäfte. tne der drefem Schleichharrdel beteiligt waren, und ihn durch Adlung unvernünftiger Preise - das Pfund Fleisch 5—6 Mark
'orderten, wird die Sache böse Folgen baden.
Dessen-Nassnu.
^ ^. ttnüU - 91-ufl. Iw benachbarten unter fränkischen Orte llrtterweihenbrmrn wurde bei «einem schweren (öewitter die sich auf dem Felde anfhallende 41jährige Frmr M-arta Malwleth vom Blitz getötet. Der sie begleitende Schwiegervater wurde vom Blrtz betäubt, erlitt aber keinen unteren Schaden. Ein 10 Fahre! altes Mädchen, das die verunglückte Aintter an der Hmrd führte blieb rrnversehrl.
Vermischtes.
Erfentzahnmi glück auf der Strecke Genug—Mailand.
* Alessandria. 8. Aug. (WTB. Nichbamtl.) Der Schnellzug Genua—Mailand entgleist.- letzte Nacht auf dem Bahnhof Ar- r-.iata Sorivia. Drei Wagen stürzten um. drei andere wurden zer- trümmert, 34 Personen wurden getötet, etlva 100 verletzt, dar- tritter mehvev.- schwer.
*
* Die singende Lampe. Eine Tischlampe, die singt und spricht und sich übrrhrupt neben ihrer Leuchtkraft noch aller Fähig- knten erfreut, die einem erstklassigen Grammophon zukomwen, bildet das neueste technische Spielzeug der Amerikaner. Es handelt sich, wie das Strand N.'agazrne mitteilt. um die Erfindung esnes New do-r-er Ingenieurs. Aenßcrlich urrterscheidet sich die Lampe, die aus einem breiten, und verhältnismäßig hohen Sockel ruht, eigentlich in nichts von einer gewöhnlichen Leselampe. Wenn dact in sie ei ngebaute Granrmophon nicht benützt wlttd, läßt sich das Geheimnis auf keinerlei Weise erkennen. Der Sockel kann aber, da er in der Mitte geteilt iA. in der oberen Hälfte hochgehobei^ werden, und dann ivird die kleine Grammophonkonstruktivn in seinem Innern sichtbar. Die Schatlfortpslauzrmg, wie si»s bei gewöhn lichen Grammophonen durch den bekannten großen Metall- irichter ansgcübt wird, übernimmt bei der Münder lampe die obere <oockelhälfte, die durck' ihre gewölbte Form wie eine Art Trompete wirkt. Der Betrieb de5 GrammoPhons stört die Beleuchtung in keiner Wecke. Der Hauptzweck dieser sonderbaren „Erfindung" ist asg enftheinliNi der, den unschön wirkenden Trichter abzu-> schaffen Und die Aufstellung eines Grammophons auch dort zu ermö^ühen, wo sich kein überflüssiger Platz für derlei Luxus- gegenstände findet. Wie das Strand Magaziire poetisch hinzufügt, entspricht es der träumerischen Gemütsart, im gedänrpsten Schein einer TAchLampe durch Musik «erfreut zu werden, ohne daß irgendeine prosaische Maschine dabei sichtbar wird.
* Die besiegten Geldschrankknacker. Die Zeit, da das Geldsckxrankknackcn noch eine sehr einträgliche Beschäftigung war, da eine Bewaffnuirg mit Bohrer. Brecheisen und Hammer genügte, ist längst vorbei. Den im Jahre 1840 .wsundenen ersten Geldschöcorken erfolgtem» gar bald die sog. fugenlosen Schränke, bei denen die Rücken- und Seitenwände aus einer einzigen gebogerten Platte bestanden. Entsprechend dieser Verbesserung der Abwehr müßten auch die Angrisfsmittel verbessert werden, Sprengstoffe wurden benützt, und als auf der Gegenseit-.' der Stahl immer widerstandsfähiger gemacht worden war, (bedienten sich die Einbrecher der Lickübogen und Schneidebrenner, als die Geldschrankbesitzer die Elektrizität zur Warnung benützten, gebrauchten die Einbrecher wiederum den «elektrischen Strom zum Betreiben ihrer Fnstümnente. Sv schwankte in diesem ewigen Kamps das ,Glück hin und her, erst jetzt, da wir über die Eisenbeton-Tresors und über dir Kontoktvorrichtungen in Verbindung mit der Selenzelle verfügen, ist den Geldschrankknackern ihre Tätigkeit so gut wie unmöglich gemacht. Die Tresors sind, ivie Siegfried Baske in der „llntfödir'" ousführt, so tief in Eisenbeton eingebaut, dass überhaupt 7.ur '.roch die Türe ernem 2lingrrff darbietet. Diese Titre aber besteht neuerdings aus fünf in Zwischenräumen hintereinander lügenden Stahlpbcckten, die tvirdermn untereinander durch kräftige Stahlbolsen verbunden sind. Die Austenplatte ist 20 Millimeter dick, die hinterste 5 Millimeter, die Zwischenräume sind mit Zement ausgefüllt. Um eine solche Schranktüre zu knacken, ivürde ein Einbrecher selbst bei modernster Llusrüstung 45 Stmrden brauchen, außerdem würde er mit dem Sauerstzoffgebläse 50 000 Liter Sauerstoff benötigen. Erstens kann -man aber jeden Geldschrank innerhalb 45 Stunden beguem mehrmals prüfen, mtb zweitens würde der Geldschrankknacker zu sehr „belastet" werden, da schon eine 3000 Liter fassende Sauerstofflasche 50 Kilogramm wiegt. Um aber auch nur eine bemerkte Annäherung an den Geldschrank unmöglich zu machen, bedient man sich heute der Selenzelle, die bekanntlich die Eigenschaft hat, falls der geringste Lichtstrahl auf sie fällt, ihren Widerstand gegenüber dem elektrischen Strom zu vermindern. Man bringt also die Selenzelle irgendwo versteckt in dem betreffenden Raume an, wenn der Einbrecher fttfj eines; Beleuchtungsmittels bedient, beginnt die Selenzelle zu »oirken !und setzt einen elektrisch-er. Klingelkoniakt in Tätigkeit. Sie ist für die kleinste Lickitguelle so empfindlich, daß die gewünschte Wirkung bereits durck. die leuchtenden^ Phosphorzeiger einer Taschenuhr hervvrgernfen werden kann. So lange die Einbrecher also näht in völligem Dunkel zu arb«eiten vermögen, ist ein so ausgerüsteter Geld schrank selbst vor ihrer Annäherung bewahrt.
* Das staatsgefährliche Futu r i ste n - P 0 r t r ä t.
Ein nicht ungefährliches Abenteuer, das freilich auf den Unbeteiligten Nur erheiternd wirken kann, erlebte unlängst Frau Picasso, die Gattin des bekannten Führers der futuristssären Malschule. Sie befand sichj auf der Rückfahrt aus Spanien nach Frankreich. Beim Ueberfckreiten der Grenze wurde ihr Gepäck durch die Zollbeamten Untersucht, und ein Zöllner stich dabei auf ein Porträt Fräu Picassos, ein Werk ihres Gatten. „Was stellt denn das vor?" fragte er mit einem mißtranischen Blick Frau Picasso. „Das ist"', erwiderte sie heiter, „mein Porträt." „Was'? Das soll ein Porträt sein?" meinte der Zöllner, „Sic lvollen mich wohl zum besten halten? Das ist doch die Zeichnung einer Maschine, ganz unverkennbar: hier in der Mitte sieht man doch« die Luff,ck?raube!" Daraus Frau Picasso: „Ich kann nur widerholen, was ich schon gesagt habe: es ist mein Porträt." „Das wollen wir bald Herauskriegen", sagte der Zöllner Nun, worauf er einen Sachverständigen herbeirief. Der Sachverständige sah das Porträt lange, sehr lange schweigend an: es vergingen bange Minuten, dann gab er sein Up teil dahin ab: „Es ist ganz sicher die Zeichnung einer Maschine, anscheinend einer Kriegsmaschine, vielleicht eines Flugzeuges. Es kann freilich auch ein U-Boot sffr. Auf alle Fälle ist es höchst verdächtig." Frau Picasso mußte daraufhin samt ihrem Porträt in Spanien bleiben! ^ ,
* Der H än ptling von Ruanda. Aus Kolonwlkreiseu wird uns geschrieben: Als in den Augusttagen 1014 die Kunde vom großen Kriege in Europa nach, Afrika kam >md in Ostafrika mobilisiert' werden mußte, weil England und seine Verbündeten den Krieg auf die Kolonien übertrugen, keirnzeich'nete ein Missionar, der Diaron l^ehr, die Stimrmrng in dem afrikanischen Lande, das noch inkmer heldenmütig kämpft, nnt folgenden Worten auf einer Karte von« Vorposten am Kilimandscharo „Allgemeine Begeisterung unter Weißen und Schwarzen!"" Seitdem haben die Schwarzen treu au der Seite der Deutschen gestanden. Mit ber Waffe tn der Hand und auf wirtschaftlichem Gebiet sichren sie unverdrossen den Krieg für die desSsckM Herrschaft. Ein beredtes^ Zeugnis für den deutschen Gefft unter den Eingeborenen legt folgender Brief ab, den der König Msinga von Ruanda au den belgischen .^Kommandanten richtete, als die Belgier in sein Land ernrücktcn. Bor eurem Einrücken habe ich> bei dem dents-chen Refidentlv! in sttUonda anftaqen lassen: Was soll ich tun? Er hat nnr geantwortet: In Europa bleiben die Leute, die nicht Krieg führen, ruhig in ihren Wohnstätten: ihnen geschieht nichts. Ferner dat n mir sagen lassen: Wenn die Belgier konrmen, erfttue nur ihre Beichte, so lange sie da sind. So denke ich auch zu handeln, gab du wirst nrtr bt&ve&n mchdS UMos üm, weil du weißt, daß
och bange Jahre gut mit dar Deutschen «nAgeAlmwan bpn. Du kannst mckit verlangen, dass ich böse gegen fix handle, denn ick bin ein Mann von Ehre! Die Deutschen haben. inir übri-ens gesagt: Wir werden iviedeckkonnnen, roenn wir in Europa unsere Feinde besiegt haben und da wir weiter siegen werden. Ich »miß nicht, «ob das lvahr ist. Ich weiß mir, daß die Deutschen mir seit langem mimer die Wahrheit gesagt haben I'etzt, wenn du zu mir kommst, will ich dir gehorchen, aber ich verlange von dir, daß du mein Land nicht unnötig zerstörst, daß du mir kein Vieh werter tötest imb daß^du darüber nuadjjffc, daß den Frauen kein Heftet mehr von ftemcn Soldaten geschieht."" So schrieb der König von Ruanda auf seineni Königssitz Njansa, ein schwarzer Häuptling, der über ein Bvff von zwei Millionen gebietet.
Vstchettisch.
— Gu sta ve Dvre, Das heilige Rußland. Mit 477 Bildern. Verdeutscht und her'aus gegeben von Peter Sicher. Preis geheftet 4,50 Mark, gebunden 6 Mark. Verlag von Albert Langen in Müirchen. — IN den letzten Jahren macht sich in Deutschland ein steigendes Interesse ftir jene Maler aus Honors Danmiers Nähe geltend, dre um die Mitte des vorigen Iahr- hnnderts^ckk Paris iviikten und mit ihreni großzügiger neuen Giwtesk-Stil hercte als Massiker der Karikatur erkannt sind. Ter Begabtesten mner mvd zugleichst wohl der Produktivste, Gustave Dorö, interessiert in dem vorliegenden Werk, das hier zum erstcmnal deutsch erscheint, «als sehr ursprünglicher icnd tvotzdenc typischer Vertreter jener tief irionsschen Zeichenkirnst. Er zeigt sich hier als leidenschprftticher Polftcker, beißeird satirisch, oft gehässig, dennoch:« hat er in einem bei seiner dainaligen .Jugend verblüffend großen Maße fast immer die Geste des überlegenen Ironikers. Das Werk gibt, zuriichgreifenb in die sacpmhafte VergMrgenheit, eckw Karikatur des gefaulten ruffischen Absolutismus bis an die Zeit des Krinckrieges, zu der es entstand. Diese Rückschau auf Jahrhunderte gibt dem Buch dauernden Wert: aber daneben war ihm, bei ims Derctschen wenigstens, in seineni ?lugeüblick größere Beachüing scher als gerade jetzt. Wäre es schon während der ganzen Dauer des rufsich-ftanzösischen Bülldnisses beluftigeird genug gewesen, die in der Karikatur sch verblüffend offen gebende Mcimmg eines repräsentativen Franzosen über den russischen Absolutismus kennen 741 lernen, so ist jetzt, da die russo-ftärikisch^ Seelenfreirndschaft schon nkaNkbell Stoß bekomnien hat, die Mtualitäl auf ihrem Höhepunkt angelangt. Tie Russen selbst würden heute nach« dem Sturz des Zarismus ait den Spottbildern der Iwan und Alexall- der sicher rmncre Freude evleben als die Franzosen. Wir Deutsche jedenfalls haben beim Lesen dieser Geschichte des heiligen Ütuß- larrd beilralie so etwas wie die angenehnic Rolle des tertius gaudens. Das Buch hat jedem ettvas zu geben: dem Politiker rnag der Treppenwitz der Weltgeschichte zum Bewußffein kommen, der Kunstfreund wird seine Freude an der sicheren Hand des inrnrer geistrech,en Zeichners haben, jedermarrn aber ist eine vergnügte Sttmde scher, nicht pm mindesten bartf der vorzüglichen Ueber= setzung von Peter Scher.
wöchenü. Seberflcht derToderfSIIe i. d.^tadt S!etzen.
30. Woche. Vom 22. Juli bis 28. Juli 1917. Eillwoh,l«rzahl: angeuommen 511 33100. Sterblichkeitsziffer: 23,56'/,,. Nach Abzllg von 12 Ortssreinden: 4,71 °/g,.
Kifider
Es starben an Zus. im 1.Lebens- vom2. bi»
wachlene l5 9afer
2 ( 2 )
Altersschwäche 4 (2) 4 (2) —
Diphtherie 2 (2) — —
klrankh. d. Kreislaufsorgane 2 (2) 2 (2) — -
anderen Krallkheiten des
NervensysteinS 1 (1) 1 (1) — —
anderen Krankheiten der
Verdauungsorgane 1 (1) 1 (1) — —
Krebs 1 l — —
Selbstmord 1 (1) 1 (1) — —
and. benannten Tod esurs ache n 3 (3) _ 3 (3) — _ -
Summa: 15(12) 18(10) — 2(2)
Lnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Verüfsentlcchung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen.
I. V.: Dr. Bötticher.
Metkorologische Beobachtungen der Station Giehen.
August
1917
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Nebel
Höchste Temperatur am 7. bi» 8. August 1917 = -f- 23,4' C. Niedrigste * * 7. „ b. , 1917 =-f 13,8'C,
Niederschlag: 0,0 mm.
Witterungsbcricht^
(Oeffentlicher Wetterdienst.)
Wechselnd bewölkt, vonvicgend trocken, keine Temperatur- änderung. '
€c$c riaet richten.
Der englische Mißerfiiig in Flandern.
H aag, 8. Aug. „Daily News"" urteilt: In dem großen .Kriegsjahr ging auch >die große Offensive, zu der gewaltige Truppenmassen der Engländer uird Franzosen nach imgchnirm- artiUenstischn' Vorbereitung mit den modernsten technischen Hilfsvkitteln, Panzerwagen, Danks, ja glühendes Oel ins Feuer gefilhrt wurden, vor- läuftg zu Ende. Der Gegner l>at einen Widerstand geleistet, der nur dad-urcki lüöglich war. daß cr den Wchsteir Msprüchen an mora- lffckpn .Kraft mrd hinsichtlich technischer- Hilfsmittel genügen konnte. Wie denr auch sei. vorläufig ist imser Vordringen an der flairdrischen Front zuw Stillstaitd gekonrmeir. — „Daily Clnonicle"" nreint, man werde «mit iroch größeren Mitteln neue Versuche unternehmen müssen oder es werde nur errr großzügiger Einsatz von geeigneten Ein leiten der großen Flotte übrig bleiben.
Englische Aussichten üver das Kriegsende.
Nord-Flandern, 8. Aug. Aus englischen Gefangenenaussagen berichtet der Korrespondent des „Berl. Tageblatts"" die überraschend gleichmäßige Redensart, daß dieser Krieg nicht mehr lange dauern könne und daß man in einem Vierteljahr Verhandlungen erwarte. Die Kriegskunst sei zu Ende. England könne die Deutsck-en nicht zurückwerfen und man müsse den Fall also diplomatisch lösen. Wenn nun auch diesen ^Aussagen kein besonderer Wert beizumessen ist, so wiederholen wir sie als bezeichnend für die Anschauungen an der englischen Front. Es wäre noch beizufügen, daß die Kanadier, die man als die ausdauerndsten und härtesten Truppen kennt, den Gedanken an einen vierten Winterfeldzug als unmöglich ablehnen. Es sei einfach körperlich nichts mehr zu machen.
Der Schiffsraunrmlmgel.
Haag, 9. Älug. (L.-A.) Nach einer Meldung aus Batavia beginne der Mangel an SckMsvaum eine eriffte Gefahr zu werben. IOOOOO Ballen Tabak seien bereits als unverkäuflich aufgestapelt, weitere 360000 Ballen würden von der neuen Eritte angchäuft lperden, falls keine VerschissuicgSgelegcnheit geboten würde. Es fei kaum zu Hostien, daß die Fvachtenfvagie gelöst foertert würde.
Höchstpreise für Wohnungsmieten.
Haag, 8. ?lug. Aus London wird berichtet, daß dart jetzt Höchstpreise firr Wohnungsmieten nach der Zimmer zahl festgesetzt tvorden sind. Schon im Jahre 1015 war eine gesetzliche :Reg^lung der Mi-eten erfolgt. Die .Hauswirte, loelche zrt holn' Mieten genommen haben, können nach der jetzigen Verordnung ftiu* -ftrrüctzahttrng des (Neides ge zwungen werden.
Die Ernährungsfruge tn RußlmÄ.
Haag, 9. Aug. (L.-A.) Wie die „Times"" aus Petersburg nveldcn, tyabv bet Leben snrittelminister gemeldet, daß die Ernte recht ungermgend sei. Da infolge des Fehlens einer Zentralgewalr Über die ländlichen Ottsvenvvlttmgen die Heranschaffung des Fe treides sehr erschwett iverde, ferner auch mck die Eisenbahn nicht mehr zuverlässig gerechnet werden könne und die Benutzung der Wasserwege durch den Eintritt des Winters begrenzt werde, so bleibe die Lösimg der Ernährungssragen während des WiMett sehr lmsicher.
Uebersiedlung nach Moskau.
S t 0 ck ho l m , 9. Aug. (B. T.) Die finnische Zeitiing „Kansan Dahto^" erführt aus der Kanzlei des finnischen Genera lgionverneurs, daß die provisorisck>e tftegierimg beschlossen habe, aus Petersburg nach Moskau überzusiedeln
Das ewberungsfüchtige Belgien.
Haag, 8. Aug. Der belgische Abgeordnete Destree ist zmn Gesandten in Petersburg ernannt worden, ein erneuter Beweis für den Sie^ der annexionistifchen groß-belgischen Richtung im Kabinetts Deftree wird in Petersburg als Verfechter des Zerschmetterungskrieges und der Annexion deutschen Gebietes bis zum Rhein nicht sehr willkommen sein.
Die Armer der Vereinigtrn Staaten.
Bern, 9. Ang. „Progres de Lyon" meldet aus New Nork: Nach Washingtoner Meldungen sind in den Vereinig ten Staaten augenblicklich 809 743 Mann eingezogen. Ferner sind 40000 Mann im Lager von Plattsburgh zur Offiziers- ausbilduirg. Am 1. September werden weitere 687 000 Mann eingezogen tverden und einige Monate später nochmals 500 000 Mann, so daß die Armee der Verettrigten bauten am I. Januar 1918 zwei Millionen Kämpfer betragen werde.
Hitze in Amerika.
Zürich, 8. ?lug. Die „Neue Züricher Zeitung"" meldet aus den östlichen Gebieten der Vereinigten Staaten: Die ungewöhnliche Hitze sordett zahlreiche Opfer. Der Tempevaturexzeß erreicht fast denjenigen vom Juli 1902 Das Warmem arinumi im Schatten zeigt an einzelner Orten bis 39 Grad Celsius: im Jahre 190^ betrug es 40 Grad Celsius. Die Todesfälle infolge der großen Hitze mehren sich stündlich. Die öffentlichen Verkehrsmittel swcken. Die Fabriken schließen zpm^ Teil, da die Arbeiter gänzlich erschöpft sind. Die Leute schlafen auf den Dächern, in den Sttaßen und Parks
Ruhr - Erkrankungen im Kreise Schotten.
** .H e r ch e n h a i n , 9. Aug. Wie bereits gemeldet, haben in unserem Orte plötzliche Krankheitsfälle den Tod mehrerer Einwohner herbeigeführt. Bis gestern abend waren sieben Todesfälle zu verzeichnen. Um einer we^ teren Verbreitung der Krankheit vorzubeugen, sind Absperr maßregeln ergriffen ivorden. Dies hatte in den Dörfern de. Nachbarschaft die schlimmsten Gerüchte zur Folge. Aengst liche Gemüter verbreiten, es handele sich um Cholera, pnd zwar sollen französische Kriegsgefangene einen bestimmten Brunnen verseuckft haben. Infolgedessen sollen 60 Ortsein wohner an Cholera erkrankt sein. Diese Gerüchte sind natürlich weitaus übertrieben. Nach den bisherigen Festste! lungen handelt es sich um einige Fälle von Ruhrerkran- knng, gegen die schon alle Maßnahmen ergriffen sind. Hier hin gehört auch die Absperrung. Der Verdacht, daß die Krank heit durch Kriegsgefangene hervvrgerufen sei, hat sich als grundlos erwiesen.
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