dadurch BtCCtgermeife wieder gutgemacht werden. Die wirtschaftliche Lage des Landes ist selch- gut. Die Beziehungen zu den Verbündeten sind ausgezeichnet. Bulgarien leiht ichren seinen Beistand, gleichwie die Verbündeten ihm den ihren leihen. Fest und untereinander solidarisch sind die Mitglieder des Bundes der Mittelmächte stets bereit, einen ehrenvollen Frieden zu schließen.
Eixe verschleierte englische Niederlage in Ostasrika.
London, 7. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht aus £ st - afrika: Im Lindi-Bezirk begann die Vorwättsbclvegung unserer Truppen am 2. August aus der Straße, die in südwestlicher Richtung nau> Nyanga und Masassi führt, tvährend der Feind aus seinen vorgesä,obeneu Stellungen am Mihumbia-Flnß, 10 Meilen südwestlict'. Lindi, vertrieben wurde. Unsere Truwun besetzten die Farm Sch-aedcl. Der Angriff in der Front wurde t-auchsächlich von afrikanischen Truppen ausgefülul, die gewisse Fortschritte! machten. Die Bewegung, die den recksten Flügel des Feindes umfassen sollte, stieß auf eine st a r f bcfcftiqtc, i rt dichtem Busch verborgene Verteidigungsstellung. Es entspcurn. sich ein ernster schwerer Kampf. Das Ergebnis tvar u n e n t f chieden. Die Verluste sind auf beiden Seiten bedeutend. Unsere englischen und afrikanischen Truppen kämpften mit großer Tapferkeit. Unsere Truppen verschanzten sich auf dem gewonnenen Boden. Unser Borrücken soll in kurzem wieder aufge- nommen werden. Im Kilwa-Gebiet drang eine unserer W- teilungen bis zum M'aindja-Fluß, 53 Meilen südwestlich von. Kilwa vor. Die feindlichen Kräfte wurden cun 19. Juli bei Naron- gombc geschlagen und zogen sich nach Mihambia, 42 Meilen südwestlich. von Kilwa, zurück, tv-o sie Verstärkungen erhielten. Im Rufidf chi-Gebict wurden feindliche Kräfte, die sich vorher in den Bezirken von Madapa inü> Kitopo, 50 Meilen südlich von der Vereinigung des Ruffdschi und Ruscha, befanden, westwärts auf Mahanga zu den durch unsere aus bem Rufidschi-Tal vordringenden Abteilungen getriürien. Im Gebiet mm Jrinjge wurde dep Feind auf Mahanga und Fakaras Mrückgedrückt. In diesem Gebiet operierten die belgischen truppen im Vereine mit unseren Abteilungen. 53 Meilen südlich von Mahange stehen unsere Truppen mit einer starken feindlichen Truppenmacht in der Nähe von Mondas im Kamps. Diese Unternehmungen werden in sehr schwierigen^ Gelände, das mit dichten: Busch bedeckt ist, ausgeführt. In dem portugiesischen Nyass a-Land wurden in den Tälern des Luienda und Luchulingo und am Ufer des Nhassa-Sces nördlich vom Revumaflnß alle 9lbtcilungen bis auf eine fetzt dnrch unsere ans Süden vorrückenden Truppen Vertrieben.
Das Kabinett Uerenski.
Petersburg, 7. Aug. (WEB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Die erste Sitzung der neuen vorläufigen Regierung hat unter dem Vorsitz des Mimsterpräsideirtenj Kerenski stattgefunden, tvelcher in der Eröffnungsrede sagte: Das neue K'abinett wird seine ganze Aufmerksamkeit auf die Fragen der Landesverteidigung und die Organisation des Laitdes Hinterj der Front, vor Mem iaus die Finanzen und auf das Wirtschaftsleben des Landes richten müssen. Kerenski forderte alle Mitglieder des Kabinetts auf, die dlnstrengungen zu verdoppeln, sowohl zur Organisation und Befestigung der Gewalt, wie zur Verstärkung der einzelnen Verwaltungszweige. Nach der Rede Kerenskis gab der Minister der auswärtigen Angelegenheiten Terestfchenko eine Darlegung über seine bevorstehende Reise in das Hauptquartier. Tie Regierung beschloß, den Posten des Oberprokurators des Synods abzuschaffen und ein Kultusministerium zu errichten, an dessen! Spitze der Oberprokurawr des Synods Kartaschew treten wird.
Der russische Rückzug.
i .K ö l n , 9. Aug. Die Köln. Ztg. meldet aus Stockholm, der russischen Zeitung „Rjetsch" zufolge wird die Lage an der .Karpathenfront als sehr bedroht bezeichnet. Rückblickend auf die Gründe der Niederlage der Kerenskischen, hochfliegenden Pläne ist die ganze Schuld dem russischen 1. Gardekorps beizumessen, welches die Zersetzung in die 5. Armee weiter getragen habe. Das Blatt nennt in Besprechung des Rückzuges der Russen als künftige, tatkräftig zu haltende Verteidigungslinie den Flußlauf des Mbrucz uud die Reichsgrenze. Durch die Räumung von Czernowitz sei die größte Gefahr für die nördlichen Truppen überwunden worden und der Rückzug könne nun glatt vor sich gehen.
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Das Borspiel zur Stockholmer Konferenz.
Bern, 8. Aug. (MTB.) Dem „Avanti" infolge erklärten die Abgeordneten des Arbeiter- und Soldatenrates, daß sie nicht' wollen, daß Stockholm zu einer Znsammen- kunft werde, die über die .Kriegsverantwortlich leiten urteile. Sie wollen in Sockholm keine Moralredten halten, sondern auf sozialistischer proletarischer Grundlage Politik machen.
Berlin, 9. Aug. Die Konferenz der unabhängigen sozialistischen Arbeiterpartei nrit den Sozialisten der Verbündeten Länder, die gestern in London stattfinden sollte, wurde plötzlich, auf den 28._ und 29. Augu stverchofben, und zwar auf Antrag der französischen und italienischen Sozialisten. ' i
Durch den Aufschub der Alliiertenkonferenz wrid auch die englische Gewerkschafts konform z betroffen, die heute zusammentreten sollte. Man nimmt, wie es in der ^Boss. Ztg." heißt, an, daß sie bis Zum Monatsende hinausgeschoben werden wird, bis die Alliiertenkonferenz stattgefunden \yat.
Wie laut „Vorwärts" „Politiken" mitteilt, ist infolge der durch die russische Regierung veranlaßten Paßschwierigkeiten die Eröffnung der Zimmerwald-Konferenz auf den 3. September verschoben worden.
Im Pariser „Pah" spricht Longuet deutlich ans, daß Minister Tl-omtas nur im Ministerium bleiben werde, wenn cs ihm gelinge, die Pässe für Stockholm durchzusetzen. Sollten seine Ministerkollegen auf dem entgegengesetzten Standpunkt verharren, so werde Thomas endgültig zur Opposition übergehen.
England und die belgische Frage.
London, 7. Aug. iWTB.) Mettmng des Reuterschen Bur. : m Unterhause fragte ein Abgsirdneter, ob der Staats- kretär des Aeußern annehmen zu können glaube, daß die deutsche Regierung ihr am 4. August gegebenes Versprechen, selbst im Falle eines bewaffneten Zusammenstoßes 7wit Belgien imter keinerlei kAorwand belgisches Gebiet zu annektieren, halten oder verleugnet werde. Lord Robert Cecil erwiderte: Soweit ich unterrichtet bin, ist die deutsche Regierung sorgfältig darauf bedacht gewesen, die Welt nicht daran zu erinnern, daß sie 1914 Großbritannien ausdrücklich versprochen habe, unter keinerlei Vorwand belgisch Gebiet zu annektieren. Nach Mitteilungen, die von offenbar insp> äiener Quelle ausgeheu, ist dies ein Versprechen, rvelches sie, wenn sie kann, zu verleugnen beabsichtigt.
Lord Robert Eecil ist seinerseits sorgfältig daraus bedacht,
Vielt nicht daran zu erinnern, daß diese Zusage die Erhaltung der Neutralität Englands bezweckt hat und zur Voraussetzung hatte.
Die Londoner Konferenz.
London, 7. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Konferenz d e r Alliierten hat heute bsg-onnen. (£3 wurden zwei lange Sitzungen abgehalten. An der .Ko-nferenz nahmen teil: die britischen Minister, Sonnrrro, Mbot, der französische Munitionsmiuister Thomas, der englische Botschafter in Paris, Lord Bertie. und eine Anzahl anderer Vertreter der alliierten Länder sowie hohe Militärs.
Die Getreideerzerrgnng in England.
London, 7. Aug. (WTB. Mchtcrmtlich.) Meldung des Reuterschen BÜreaürs. Das UrtterhauS nahm mit 108 gegen 14 Strnvnen in dritter Lesung die Getreideerzeugungsvorlage an. Lalndwrrtschaftsnriirister P r o t h e r o stellte fest, daß Heuer ungefähr eine Million Acres Land mehr mit Getreide und Kartoffeln in England bebaut worden ist.
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Wilson über die Friedensbestrebungen.
i. Köln, 9. Aug. Der Köln. Ztg. zufolge erklärt der Pariser „Matin", Präsident Wilson habe durch den Senator Cuwis bekannt geben lassen, daß gegenwärtig alle Friedensbestrebungen aussichtslos seien und daß er der erste sein werde, die erforderlichen Schritte zu unternehmen, sobald die Vorzeichen eines dauernden Friedens sich zeigen werden.
Eine Wirtschaftskonferenz der Mittelmächte in Wien.
Wien, 8.Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Dü Regierungen Oesterreich-Ungarns, Deutschlands, Bulgariens lund der Türkei haben beschlossen, Verhandlungen zwecks Vorbereitung wirtschaftlicher Vereinbarungen, die sich auch auf das Gebiet des Verkehrswesens in den genannten Staaten erstrecken sollen, zu pflegen. Zum Verhandknngsvrtc wurde im Einvernehmen aller Beteiligten Wien bestimmt. Zu diesen Verhandlungen, die am 9. August beginnen, werden außer Abgeordneten der k. und k. Regierung auch fachliche Vertreter aus dem Deutscheu Reich, Bulgarien und der Türkei erscheinen.
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Pour le merite.
Berlin, 8. Aug. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" meldet: General der Infanterie von Franyois wurde das Eichenlaub zum Orden Pour le merite, dem Obersten von Schlechten dal, Oberstleutnant Preusker und Oberstleutnant von der Armee Schm i d der Orden Pour le mörite verliehen. Dem apostolischen Nuntius, Erzbischof Facelli in München wurde das Grvßkreuz des Roten Adlerordens verliehen.
Kriegsbriefe aus dem westen.
Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten .}
Vom ersten Tage der Schlacht in Flandern.
9ln der flandrischen Front, 4. August.
Bei einer unserer Divisionen, deren aus Schlesiern, Berliner und anderen Brandenburgern zusammeirgesietzte Regiinenter den englischen Llnsturnt in der Gegend von St. Jütten und Zonnebeke auf- gefang-en und zurückgeschlagen haben, sind nicht weniger ccks 20 eng- lffche „Tanks" neuester und größter Bauart zum> Angriff vorge- fahren. Sie kamen nicht unerwartet. In einzelnen Fällen koirnten üe sich gegen Trichterbesatzungen, welch' geg^n dre gepanzerten Ungetüme wehrlos waren, mit fühlbarem Erfolge entwickeln.. Aber sehr bald begmrnen unsere Geschütze vnb Minenwerfer die „Tanks" aufs Korn zn ntl-jmm mit dem Erfolge, daß von den 20 ihrer- 12 durch Artillerievolttreffer, 2 dnrch Minemverfer erledigt wurden. Schon vorher waren einzelne der unangreifbar dveinschanenden Stahlklötze durch MaschinengewHrfeuer beschädigt und ttn' Vorwärtskommen anfgehalteri worden. An dieser Beschießung ntit Maschinengewehren hatte sich auch ein Bataillvnsstab eigenhändig von fernem Unter- ltmide aus beteiligt. Die „Tanks," boten diesmal, in dieser Beobachtung stünmen rrrpeve Mannschaften und die englischen Gefangenen überein, das verhältnismäßig sehr schwierige, 'mit GämraWä^rh voller Grundwcffser durchsetzte Gelände überraschend leicht überwunden, bis sie rns ZiÄstuer unserer Artillerie kanten und zur Um- Myc gezwungen oder zer stö rt wurden.
Daß die englisch-ftvnzösische Offensive, nachb^nl sie sich einmal restgefahven hatte, nicht wieder flott werden konnte, daran ist außer den ungeheuren Verlusten des Feindes und dem^ zähen Wider- stundenden er allenthalben fand, ein Teil auch auf Rechnung des aus-grebigen Re gens zu setzen, der in der Nacht vdmi 31. Jüli auf den tt August Imlit sturmarttgen Böen kam und das -mm Granaten zerpflügte Land Mit Sturzbächen überschüttete. So wenig sonst die Näffe dem flandrischen Kämpfer ^viMommen ist, diesmal wurde fte von allen den Unsrigen wie ern Gotteslgeschenk begrüßt, während tue Engländer nicht wenige „damued" zuur Himmel geschickt haben Mögen. Denn selbst wenn sie das iel ihZres Dlirchbruchsberfuches erreicht hätten, foärt sie so fern geblieben find, tväre es ihnen bei dem Wetter nicht möglich gewesen, ihr schweres! Geschütz vorwärts zu bringen. Im allgemeinan steht hier das Grundwasser auch bet trockenem Wetter nur 80 Zentimeter tief. Jedes frische Granatlock) rieselte nack) wenigen Minuten voll Wasser. Die Wiesen sind von unzähligen Kanälen durchtzogen, die Aecker mit Gräben umgeben die nach redem Wolkenbruch über die Ufer tveten. Schon der Jnfanterie- angriff stockte vielerorts in diesem: Wirrsah pon Wasserlänfen und Sckflam lMtüMpeLn, und viele der englischen Osesangene waren naß wie die Unken, oder, wie sie selber woMtuendei' sagen, „wie die Seelöwen", ccks nr m unsere Hand fielen.
Bei alledem hatten unsere Leute überall und ausnahmslos das ziuversichlliche Gefühl, daß sie fest m der Hand der Führung tvaren Mo sich die Vortruppen befehlsgemäß zurückzogeic, um der ört- licken Ueberlegenheit aluWuweichen, wurden sie sofort von den stärkeren Abteilungen der .eigenen Verbände ausgenommen ber denen sie in so gutem ZtusttaMde \mb mit so ung^brvchenchn AngrrffsMute erntrafeir, daß sie sich sofort am Gegenstoß beteiligen konnten. Die Gegenstöße setzten so überraschend schnell ein, daß sie den Feind aus der Fassung bringe nmlußten. Aber aucki> die todesmutigen Getteuen, die unvechaigt in den vom Feinde schon übervamrten Berteidigungsinsckln ansgeharrt hatten, waren überrascht und beglückt, wie schnell ihneir die wuchttgen Gegenstöße Entlastung und Entsatz brachten. Sie hatten sich, auch oon der glänzenden Wttkurng unseres nrit unheimlicher Promtheit eftü- setzenden SperrfcMers überzeugen können, welches an mieDeit Stellen die in dicken Massen nachgmllenden Engländer gezwungen hat slnck'tarttg zurückzufluten. Jeder deutsche Kämpfer ivußte, daß es aus fedes Gewehr und ;ede .Klinge attkarn. So haben sich aus) t igenem Antriebe Versprengte JUsanttnengefunden, lleine Stoß- i rupps gebildet, den Feind zUrückgckdrängt und, wenn dies gegen die Ueberzahl nicht gelang, anfmhalten. Gefangene gemacht — einzelne dieser kleinen Trupps^ bis 20 Mann — und sickn dann zu den größeren Vorstoßenden Abteilungen geffttrden. Diese konnten auch eine nicht unerl-eblrche Zahl von Kameraden, ivelche sich den) Engländern schon hatten ergeben müssen, »vieder befreien. Diese Befreiten berick-ten übereinstimmend, daß. die England^' ihnen, sofort außer den Wlafferr auch die Daschennwsser und — Uhren weg genommen haben. Mancher konnte das den Engländern dann beim Gegenstoß, heimzahlen. Denn diese Befreiten haben sich ausnahmsl.os den sie aufnehmenden Stoßtruppeic - angeschlosiew Ein Gewehr und ein Bajonett, wenn es fein mußte, ein englisches, ,anden sie alle. Und diesmal hat das Bajonett gute Mb-eit getan, das sagen sie alle. Uckber seine Erlebniffe bei den Engländern berichtet ein S<nritäitsgefteiter: Er war am Steenbach, bei St. Julien, in völlig Mschosseircm Gelände, zwischen drei erl^edigten „Danks" da mit beschäftigt, einen Verwundeten zu verbinden.
Zensoits des Baches richteten sich Engländer mit einem Maschinengewehr ein, die ihn ohne Rücksicht auf seine Rote-Kreuz-Binde be- l chossen und ihm auch einen Streiffchuß durch die Achsolllappe bei- bracksten. Später kämm sie näher irnd forderten ihn auf, sich zst ergebm. Der Gefteite, der acht Jahre in Amerika gelebt hat und fließend englisch spricht, verlangte unter Hinweis auf seine Binde und seine Papiere, daß man ihn an settrer Tätigkeit nicht bindeni solle. Aber die Engländer befahleir rhm barsch, ihnm zu folgen. Wert kamen sie nicht. Denn sie liefen geradewegs in das deutsche
Sperrfeuer, und nun hieß es, Deckung nelpnen in den nächsten Granallöchern. Hier brauchte der lttavc Sanftatsgesreite nrckü lange ausznharren. Denn^ bald errönte das dc'utsche Hurrah, üid Stahll-elme des ersten Stoßttnpps tauchten auf, und rrun waren die Engländer gefangen und folgten dem Gefreftcn sur nächsten Sammelstelle.
An den Gegerrstößen haben sich unsere Kampfflieger ftr einer Weise beteiligt, welche die Bewunderung d erJnsLrterie erweckt hat. Jü einer Tiefe von 60—70 Metern sind sie den Sttirrntrnppen voran ge flogen, durch die Fährlichteiten der Wirbel- und Lnftböen, nrit welchen die sausenden Geschosse um sie herrrm die Leinwanb- flügel zu zerknickerr drohten, und haben in den dichteir englischen Massen, die vor dem Sperrfeuer gestoppt hatterr. glänzende Ziele für ihre Bomben urrd ihre dNaschftrengewehrc gefunden.
„Nee, erreicht haben die Engländer mit it)-renl wahnfimftgen Trommelfeuer und allen Vorbereiturrgen nichts. Denn um hiev ein paar Meter und dort zwei bis drei Kilometer Raum zü gewinnen . haben sie sich doch, ittcht so viele fckwire Divisionen zu W'urstbrei zusammenschießen lchsen. Sie wollten doch durch, durch zur See und nach FlMrdern, und damit war es nun wieder nichts!" So sagen schlichte Männer, Mitkämpfer, die aus dein heißen crften Tage der Flandernschlacht ko7nmen
W'. S che u e r m a n n, iKrregsberichterstatter.
Zeekrleg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 8. Aug. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots- Erfolge in der Biscaya: sieben Dampfer und zwei Segler, darunter der englische Dampfer „Sir Walter" mit Kohlen nach Oporto, die portugiesischen Segler „Berta" und „Berttovosv", letzterer nrtt Lebensmitteln von Lissabon nach Rouen, ferner ein bewaffneter gesicherter tiefbeladener Dampfer.
Bon den übrigen verseErn Dampfern hatten zwei Erz - nach England, einer Erdnüsse und Felle nach Frankreich, je einer Viehfutter nach England und Kohlen von England nach Gibraltar geladen.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine
Unsere U-Boot-Berluste.
.Berlin, 6. Aug. Von amtttcher Seite ist in RichttgstclluNg mulcufender falscher Nachrichten festgestellt worden, daß unsere Verluste an U-Booten monatlich nur wenig mehr als drei betra.gen. Wie sich aus hier einlaufeüden Anfragen ergibt, ist inten vielfach der Meinung, daß obige Angabe einen Verlust von vier oder fünf U-Booten in sich schließen könne. Wie wir hierzu von zuständiger Stelle erfahren, ist eine solche .Annahme falsch; obige Wendung. besagt vielmehr, daß die Verlüftziffer etwas über drei beträgt, sich jedoch näher an drei als an vier hält.
Verwechslung eines spanischen mit einem französischen Fischersahrzeug.
Madrid, 8. Aug. (Privattel.) Nach Meldstugen ans Mlbao griff ein Unterseebvot ein Fischerfahrzeug an, auf dem ein Matrose getötet mrd drei verletzt wurden. Das Unterseeboot nahui die Verletzten auf, verband sie und übergab sie einer spairischen Bark, die an Ort und Stelle geeilt war. Ministerpräsident Dato erklärte zu dem Angriff des deutschen Urtterseebvotes, der Befehlshaber habe ihm mrtgeterlt, daß er sich^ geirrt und das s p a nische mit einem franzöfische n Fis cherf a h r- zeug verwechselt habe. Das Marinleministerium übermittelte alle eingegangenen Nachrichten dem Ministerium 'der auswärttgen Angelegenh>eiten, 'um in Berlin dringlich tatkräftige Vorstellungen zu erheben.
Au» Stadt und Cant.
QHtfceti, 9, August 1917.
** Keine Zersplitterung der Kräfte! Die schweren Mutopfer, die der Krieg von dem deutschen Volle gefordett hat.
machen es zur Pflicht, wenifftens Leben und Gffundheit unseres Nachwuchses zu schützen, soweit dies nur miöglich ist. Vor allem gilt es . den Kampf gegen du erschreckend große SterbttchSeft der .Kinder in den ersten Lebensjochren energisch aufzunehmen. Es )vurde deshalb int vergangenen Jahre unter dem Schutze der Herzogin Viktoria Luffe von Braunschweig, der Tochter 'unseres Kaiserpaares, der Verein „Deutschlands Spende für Säugttngs- und Kternkinderschutz" gegründet. Er soll diese Zweige der fozucken Fürsorge im ganzen Reich organisieren, dort, wo solche Organisationen bereits bestehen, wie in §)esfen die Großherzogliche Zenttalie ftrr Mutter- und Säug- lingSfürsorge, sie ffnanziell unterstützen. Im §)-erbst wird eine allgemeine Sammlung zu diesem Zweck stattfinden, imd das in den einzelnen Bundesstaaten gesammelte Geld soll zu neun Zehnteln auch dott verwandt werden. Nicht zu verivechseln damit ist der „Deutsche Verein für Säuglingsfürsorge 1916", der zurzeit tu Hessen HauSsammlungen veranstaltet und Ansichtskarten vertreibt. Dieser Verein hat bis jetzt keinerlei Leistungen außerhalb Berlins aufzuweffen. Die hessischen Kreisämter haben daher bereits im Winter vor Sammlungen des Vereins öffentlich gewarnt, imd es muß dringend davon abgeraten werden, daß sie in Hessen in irgend einer Weise unterstützt lverden.
** Schwarz- Weiß - Theater, Settersweg 81. Nur noch scheute und Freitag wird das gewattige sechsakttge Filmwerk „Die letzten Tage von Pompeji", die Tragödie einer untergehenden Wplt, gegeben. Ott der Handlung ist Pompeji um 79 n. Ehr. Gewaltige Löwen- und Gladiotorenkämpfe erfüllen dies spannende Filmgemälde, das durch Künstlerkonzett sinngemäß unterstützt wird. Letzte Vorstellimg 8 9 / 4 Uhr.
** Das Kreisblatt Nr. 135 entliölt Bekanntmachungm über Höchstpreise für Seife, Verordnung über Walnüsse, Ueber- nahmepreise für Rohtabak, Gemüsefanrmelstellen, Anonyme Schreiben, Bestandserhcbung von Weiden, .Kreisabdeckereiverzeichniffe, Getreideausdrusch.
Kreis Alsfeld.
Up. Aus dem Ohmtal, 8.Dlüg. Die Niederschläge im Juli genügten nicht zur gründlichen Durchweichung des Bodens. Die Meefelder hinterließen keine Wagenspuren. Jetzt aber geschieht das; die Regenmenge der ersten Äugustwoche war mehr als ausreichend. Die Grummeternte, für die man bei der anfänglichen Trockenheit bangte, ist gesichert, der Stand des Ysrummetpreises sehr tzUt. Ebenso ist jetzt der zweite und dritte Klee nachgewachsen. Der Enttvickelung des Obstes ist der Regen ebenfalls förderlich, gewesen. Allein für die Ernte der Kaitoffeln, der Bohnen und Gurken hat es jetzt reichlich geregnet, si ebedürfen jetzt des Sonnenscheins. HoMntlich liat der ^.Hundettjährige" Rocht, der von heitte ab be> ständiges, gutes Wetter verheißt.
up. Ob'er-Ohmen , 8. 9lug. Für bewiesene Tapferkeit wurde (Grenadier Heinriche Schmidt das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Sein Bruder wurde mit derselben AuSzeickurung schon vorher bedacht.
Kreis Schotten.
Up. 'Ru vpe rte nro d, 8. Aug. Dem Waldarbeiter A. Kratz von lner wideffubr im Burgwalde ein ernstes Mißgeschick. Er ivnr mit dem Schälen von Baumstämmen, beschäftigt. Beim' Dreien mit dem Schälen von Baumstämmen beschäftigt. Beim Drehen des Stammes löste sich aus dem Drehungsring der Bindebaum und schlug ihnt mit solcher Wucht ckuf den Kopf, daß 'er wie tot zu Boden schlug. Man hvlte den Arzt zur Unfallstelle, der- Gehirnerschirtternng fesfftelttc. Einenr Mitarbeiter war derselbe Bmdebnum auf die Schulter geschlagen, ohne rhu weiter zu verletzen.
Kreis Friedberg.
Q. Ba d-N-a u heim, 9. 2lug Das energisclu Vorgehen der diesigen Polizei gegen den Schleichhandel und hie Lehens


