Ausgabe 
4.8.1917 Erstes Blatt
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r . . ®erbtcTtftTreufl für KftiegÄhlttfe wurde oct>

ort RegururrgS- irttb Bcarrat Stähiler, Rechmmgsrat . Lo.r.iiwttdsührer Oswald, Hicttmctffiftcni Sturm, Lokomotive . Swric. i£)]cv SSilfc. Tamdmarm, Kesselschmied Hch. Schmidt, Loko- motiv-S:moiler Avnrad Schmidt, Ober-Maschiuenputzer Philipp ^oteugel. Ober-Mrschmeup^itzer Kvnrad Kreiling, Wagenpuher Lud­wig <yetfd.

** Der Aufforderung Hindonburgs, zu flaggen, ist in Gieß-e.r bedauerlicherweise Varun Folge g-e- leistet worden. Die öffentlichen Gebäude hatten bau> ge­flaggt, aber nur an ganz vereinzelten Privathäusern sah Uran eine Fahne.

_ .** er Herbst? Mit ganz o-rdirungswidrigem Wetter

hatsch) der Monat August eingefuhrt. Statt der bekannten Hunbs- Lagshi^e, die uns dieser Vöonat bringen soll, ist es empfindlich kühl ^worden und regnet seit drei Dcvcren in Sttümien. Dieses Wetter romren wir ober vorläufig gar irnht brauchen; was uns nottut« ist jetzt nach dem Regen Wärme und Dovcketcheft, damit das Ge­treide^ in gutem Zustande' geborgen tverderr kann. Wenn es nach derr Schnaken geht, hoben wir allerdings einen frühen Herbst zu erwarten, denn dieselikEchen" lleinen Tierchen fangen an, ihre Winterquartiere zu beziehen, mrd das ist das sicherste Zeichen, daß es draußen Whl wird, hoffentlich besinnt sich der August bald eiues Befteoen und erfüllt seine Aufgaben als Grictemonat,

** Jnkrasttreten des Reichsgesetzes über die Besteneriun g des Pensionen- Und Güter­verkehr svonr 8. April1917. Zufolge ß 34 des ReichS- gesetzes über die Besteuerung des Personerd- und Güter­verkehrs vom 8. April 1917 (Rnchsgesetzb-l. S. 329) unter­liegen StraßQnLahmrnternLhlnen, den örtlichen Bedürfnissen diene7ide Schrffsnnternehmen, sowie nach ß 2 Abs. 2 steuer­pflichtige Kraftwagen- usw. Linien der Al>gabepflicht nicht vor dem 1. Juli 1918 und, wenn sie vor diesenr Zeitpunkt eine Erhöhung ihrer Tarife vornehmen, nicht vor dem Tage der Geltung der neuen Tarife. Im übrig-en sollte der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes durch Kcriserl. Verordnung festgelegt welchen. Dies« Katserl. Verordnung ist rrunmehr unterm 4. Juli 1917 erlassen und durch das Reichsgesetzbl. Nr. 126 vevbsieutlicht woroen Danach treten MQvächst überhaupt nur die Vorschriften über die Besteue­rung des tvütervervehrs in Kraft, und zwar mit dem 1. Anguft d. I. diejenigen über oie Besteuerung des äffend- licheit Gisenbahugüterverkehrs. Im übrigen, also insbeson­dere für den nicht öffentlichen Eisenbahn- und den gesamten Schiffsgütervertthr treten die Vorschriften über die Be­steuerung des Güterverkehrs erst rnit dem 1. Oktober 1917 in Kraft. Als Güterverkehr im Sinne der Verordnung gilt nicht der irach den Sätzen des Gepäcktarifs crbgefevttgtei Gepäckverkehr (§ 2 der Verordnung), dcicht öffentlicher Eisen- bahiwerkehr im Sinne des Reichsgesetzes ist der Verkehr auf eigenen Werkbahnen. In allen anderen Fällen, also namentlich auch bei Hafenbahnen, liegt ein öffentlicher Eisenbahnverkehr vor.

** Die geheime Lebensmittelausfuhr aus Bayern. Aus München mirb gemeldet: Die geheime Lebens- mittelausfuhr aus Bapern hat einen derartigen Umfang ange­nommen. daß mit .Rücksicht auf die Ernähruugsschwierigleiten der einheimischen Bevölkerung das bayerisäie Ministerium des Innern eine schar sc polizeiliche Kvnttolle an Reisegepäck und Ex­preßgut vornehmen läßt. Diese Verordnung soll für ganz Bayern getroffen werden. (&>' wurden bereits mehrere Kurgäste wegen ver­botenen ?ln Laufs von Lebensinitteln ausgewiesen.

** Konzert findet heute und morgen im Hotel Fürstenhvf statt. Svche Anzeige.

** Im Schwarz-Weiß-Theater, SellerÄveg 81. wird ab 4. bis einschl 7. .August das große sensationelle fünsckkttge Schau­spielZirkusblut" gegeben. Regisseur und Verfasser ist Richard OswaLd. In den Hauptrollen wirken Bernd Aldor, Leontine Kühn­berg, Friedrich .Kühne, und Martha Kübler-Fischer, Außerdem ist ein gutes Beiprogramm vorgesehen.

** Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34 wird ab heute und folgende Tage ein amtlicher militärischer Kriegsfilm:Die Zehn-Tage-Schlacht bei Monasttr" gegeben. Heiü)a Vernon bietet Hervorragendes in ihrem arcsgezeichneten Gesellschaftsdrama in 4 Men:Die fternde Frau", die beliebte Künstlerin hat in diesem Film eine Doppel-Rolle. In einem entzückenden Fftmschwan? in 2 Men:Paul auf dtzr Vergqrügungsreise", hat Paul Schneidev- Dnnker die Hauptrolle. Das gut zu sammengestellte Programm wird unterstützt von der vorzüglichen Künstlerkapelle.

** Flachs^ Hanf und Bast. Am 4. AuMst ist ein Nach­trag zu der Bekanntm achung W. III. 3000/9. 16. K. R. A. vom 10. November 1916, betreffend Beschlagirahme, Verwendung urw Veräußerung von Flache- und Hanfstroh, Bastfasern (Irrte, Flachs, Ranvie, europäischer und außereuropäischer Hanf) und vou Er^arg- nisftn aus Bastfasern, veröffentlüht worden. Durch ihn wird ins­besondere die Erlaubnis Mm Verkculfe der Bastfaser-Hchberzeug-- nrsse an Verarbeiter aufgehoben. Me Kchrst und Verkäufe von Bastfaser -Halberze: Missen haben nunmehr durch die Hand der Leörengaru-Mrechnungsste lle A. G. zu gehen. Arrßerdeün fallen die in bm §§ 4c und 5 vorgesehenen Ausimhmen des Verarbeitungs- Verbots fort. Ikw den Uebergang zu erleichtern, ist die Ferttg stÄlung derjenigen, bei Jarkrasttreten des Nachtrags bereits in Arbeit be­findlichen Rohstoffe Ä HalLerzeuguisse gestattet, ivelche bisher ganz, oder bedingt frei verarbeitet werden durften. Für die dentgemäß hergestellten Erzengnisst bleiben die bisher geltenden Vorschriften: bestehen. Der Worttaut der Bekanntmachung ist im heutigen Matte enthalten.

Landkreis Gießen.

ss Watzenborn-Steinberg. 1. Aug. Am vorigen Sonn­tag wurde in unserer Gemeinde dieGlocken-Abschiedsfeier gehalten, in welcher der Geistliche vor einer zahlreichen Zuhörer­schaft auf Grund des Schviftwottes Jes. 49, 911 von der Ge­

ber Mockrm, ihrer Bedeutung für die Genwinde und ihrem Mahnruf an uns redete. Am kommenden Montag werden di Glocken zur Ablieferung gebracht. Bon den drei Kirchenglocke! wurde die kleinste genonrmen, die sogenannteSturmglocke". Sie trägt die Inschrift:Goß mich Otto in Gießen 1831." Weiter wurden abgeliefert die beü>en Schulglocken in Stemberg und Watzenborn. Die zu Steinberg im Turme des alleren Schul- hasuses hängende Glocke, die seil Jahren nicht mehr im Gebrauch war, nachdem das Schulhaus ganz für Lehrerwohnuugen einge­richtet war. trägt die Inschrift:Gegossen, für Watzenbvrn-Stein- berg durch Georg Otto in Gießen 1879."' Die Schulglocke in Watzenborn, die größte der drei abgelieftrteu Glocken, wurde 1904, nach Erbauung des neuen Schulhauses, im Turm angebracht und war mit der Gemeindeuhr verbunden. Ihre Inschrift lautet:Schiclglocke der Gemeinde Watzenborw-Steinberg. Gegoffeu zu Sinn von P. W!. Rincker."

Kreis Büdingen.

# Dauernh^iim, 4.Aug. Eine hieflge jurvgx Frau, deren Manu im Felde steht, nttbevbvdt sträflichen Verkehr mit ihrem Krregsqefmrg-^lQr, der nicht ohne Folgen btüeb. Das Kirid wirrde in der Pfuhlgrube aorgefunden. Die Grvßtz. Staats«rwallschaft hat sich dieses Falles angeummnen. Auf dem Felde der Ehre starb der rm 19. LebensjoÄ?e stehende Willy Meyer.

Kreis Schotten.

ß Ans dem Vogelsberg, 2. August. In letzter Zeit macht sich rn einigen Orten unseres Gebirges, in den mit Wasserleitung vefteheneu GemeiTiden, enr fühlbarer Wasser mau gel bemerk­bar. Seit lieute nachi hat nun ein heftiger und anhaltender Regen eingesetzt, der diesem Uebelstand wohl abhelfen dürfte. Immerhin ist es fraglich, ob er derniaßen rmrkt, daß die Quellen At genügender Liefenmg angetrievcu werden.

Kreis Friedberg.

hu. Bad-Nauheim, 2.jAug. Aus Anlaß der seitens der Polizei in den letzten Tagen ttorgenommenen Dutthfuchung von Post- und Bahnsenduirgen ist vielfach die Befürchtung law ge­worden, als ob das Post- und Bahngeheimurs durchbrochen sei. Dieses trifft nicht Au. Sobald sich eine Pvst-i oder Bahnsendung im Besitz der Betkehrsbehörde, d. h. hmter dem Schalterfenster, im Gepückvcrnm oder Wagmabteil, befindet, kann eine Oeffnung und Durchsuchung der Sachen nur auf gerichtliche Anordnung erfol­gen. Eine 9lusnahme bilden gÄvifse Auslomdsfendungeir, die während des Krieges, wie hmlLnglichi begannt ist. offen versandt werden müssen, oder geöffnet vorgezeigt werden müssen. Post- und Bahnbehörde sind also bei der eben ausgeubten Kontrolle voll­ständig unbeteiligt. Im übrigen gibt es ein leichtes Mittel, sich der Unbegnemeu. Durckffuchung seiner Pakete zu entziehen. Falls jeinand im Zweifel darüber ist, ob die Ausfuhr dessen, was er ver­senden will, verboten ist. zeige das Paket auf der Polizei vor und lasse es mft einem Stempä versehen, dann 'wind der Absender von der Post oder Bahn nicht angehalten. Die Polizei selbst folgt nur eirver Aiwrdnmig ihrer Vorgesetzten Behörde, die verhiuderu will, daß durch übermäßige Lebensmittelhamsterei eiirzelner die Ver­sorgung der Gesamtheit notleidet.

Kreis Wetzlar.

wa. Dutenhofen, 1. Aug. In der Nacht des 1. AuMst um 2 Uhr verunglückte aus hiesiger Station eine Schaff­nerin sehr schwer dadurch, daß sie noch auf den schon im Fahren begrfffenen Zug springen wollte, vkachdem der Zu.g die Station verlassen hatte, hörte der Eisenbahn-Assistent. Haas ein jämmerliches StöhnKU und fand die Unglückliche im Gleise liegen. Die äußer­licher: Verletzungen sollen nicht sehr schver gewesen sein, jevoch waren die innerlichen Verletzungen desto bedenklicher. Rückgrat. Brust usw. waren stark gequetscht, so daß am Aufkommen der Bek-auernswerten gezweifen wird. Vtadibem ihr der Beantte die äußerlichen Verletzungen nrnstechaft behandelt hatte, wurde die Verunglückte sofort durchi einen anderen (^egengütevzug nach Gießen gebracht, wo ihr Transport sofort in die Klinik erfolgte. Nach weiteren Berichten soll ihr Zustand sehr ernst sein.

Hessen-Nassau.

--- Frankfurt a, M., 2. Aug. In der gestrigen Sitzung Nahm die Versammlung der Stadtverordneten ein von der Bürger­schaft zum Wiederaufbau des Handwerks gesammeltes Kapital in Höhe von 360 000 Mk. mit lvarmem Dank an. Die Simone erhält die Rechtsfornven einer Stiftung. Ein Antrag auf Beseitigung der Stanbplage fand AnnMuie. lieber die Kohlenver­so rgu n g en.tspcmn siä> enre sehr erregte Aarssprack^e, in der gegen dnr Magistrat Borwürfe bitterster Art erhöbe:: wurden, besonders der, >daß man die Kohlen desl-alb nicht abgebe, lrm später dieSeg­nungen" der Kohlensteuer einhermsen zu können Vom Leiter des KohlenaMts nmrde erklärt, daß die Oberbehörde versage und iricht die Versprechungen erfülle. Der ReichSkomMissar habe selbst aner­kannt, daß das Frankfurter Wirtschaftsgebiet Mt am schlechtesten versorgt sei. Gegen 635 heimliche KvWmbv'feher in der Stadt ist bereits Anzeige erstattet worden. Die Versammlung nahm schließlich ftnsttnrmig den Antrag an, den Frankfurter Reichstagsabgeordneten und beide Larrdtagsabgeroadnete nach Berlin zu schicken um in ernste­ster Weise Vorstellungen wegen .der schreienden KoUerrnot zu er­heben Den Abgeordneten wurde empfohlen, in Berlin rundheraus zu erklären, daß die Geduld der Bürgerschaft nun zu Eiche sei.

Von einem Wilderer erschoffen.

* Wiesbaden^ 2. Aug. (Priv.-Tel.) .AM Donnerstag nvor- gen UM 6 Uhr wurde in der N-äh^ des Botcortes Dotzheim auf eurem Äcker die Leiche des Forstgehilfv: lZduara Lang aus Dotzheim mit einem Sckmß in ber Brust aufgeftrndeu. .Dft Nachforschungen- uach dem Mörder führten am Abend aus die Sflur des Stein- l-auers. Birk. Der Polizeisergeant Sperzel woMe in Begleitung von zwei Kriminalbeamten mit einem Polizeihunde zwischen 5 und 6 Uhr der: dMorder in einer Wirtschaft festnehmjen. Dieser hat, noch einnval m ferne Behausung gehen zn dürfen. Dort spning er plötzlich in einen Schuppen und, ehe die Beomrten ihnc folgen konn­ten, krachte durch eine Lücke ein Schuß, durch den der Polizeisergeant Sperzel schwer verletzt wurde. Daraus Mächte Birk durch einen SckMß ft: den Kopf seinem' Leben selbst ein Ende.

Gerichtssaal.

Frankfurt a. M., 2. Aug. Die Strafkammer verurteilte 6m Kaufmann Franz Börner, alleinigen Inhaber derFrank­furter Düngemittel-Gesellschaft G. m. b. H." wegen schweren Bv- ttmgs beftn Handel mit DüngemftteLn zu 18 Monaten Ge­fängnis und 3 000 Mk. Geldstrafe. Börner hat in den! beiden ersten Kriegsjahren 113 200 Säcke zu 150 Pfund Heferüch- stände aus der Weinftenffäureherstellung als organischen Stickswff- dünger an Dausenide von kleineren Landwirten verkauft und dabei erhebliche Summen verdient. DerDünger" enthielt nach dem Gutachtei: der Sachverständigen so gut wie gar keine Nährstoffe, sondern wirkte bei Manchen Früchten sogar schädlich. Börner kaufte den Sack Dünger in einer Ludwigshaftner Fabnk mit 2,60 Mk. ein und gab ihn frei EmpfangAstatton mit 9 Mk. ab. Er will an einem Sack nur eine Mark verdient haben.

Mrchttche Nachrichte«.

Evangellich? chenreinde.

Sonntag, 5. Aug. GottesdieirstinderStadlkirche. Vorm. 8: Zugl. Christeul. f. d Neickonf. a. d. Matthänsgem!. Pft. Mahr; O 1 /*: Pft. Schwabe.< In der Johanneskirche. Vorm. 8: Zugl. Ehristenl. f. d. Neukvns. a. d. Lukasgem. Pft. Bechtolsheimer; 91/2: Prof. D. Schian. Mittwoch, 8. Aug., abds. 8: Kriegsbetstunda, Psr.-Ass.. Reunina. Wartburg, ev. Jüual.- u. Wämrer- Verein, Diezstr. 15. Sonntag, 5. Aug., abds. 8: Vortrag. Mitt­woch, 8. Aug., alds. 8V4: Leseabend. Gäste wikkk. Ki rchberg. Sonntag, 5. Aug., vorm. 10; 11: Ehristenl. f. d. rreibl. Jugend. Mainzlar. Sonntag, 5. Aug., nachm. Ufa.Daubringen. Mittwoch, 8. Aug , abds. 9y 2 ': Kriegsbetstunde. Dek. Gutzmvun.

Ualholische Gemeinde.

Samstag, 4. Aug., nachm. 5u. abds. 8: Gelegenst z. Hit. BÄchbe. Sonntag, 5. Aug. Vorm. &fa: Gelegenst z. hl. Bevche; 7: Hl. Messe; 8: Austeil. d. hl. KomMmrion: 9: Hochantt m. Pred.; 11^: Hl. Messe m. Pred.: nachm. 2: Chmstenl. daraus And.; Ufa : Jung- ftouen-Kongr. Dienstag u. Fvertag, abds. 8: Kriegsbittand.< Diaspora-Gottesdienst am 5. Aug.: Hungen 8, Laubach 10, Lich9r/».

Wittermngsbericht.

Meffentlicher Wetterdien st.1 Vorwiegend trüb, zeitweise leichte Niederschläge, kühl,

Letzte Nachrichten«

Dr. Michaelis und die Neutralen.

Bern, 3. Ang. Mtt ZolasJ'Aconse" vergleicht das ,Merner Tagblattt' den Schritt des deutschen Stmtts- nrannes und hebt hervor, daß dieser Mgleich ein kenn­zeichnendes Licht auf die übrigen Ziele und Methoden dieser Mächte werfe, u. a. wohl auch ans die absonderliche englftche Forderung, die deutschen Heere hätten sich zu­nächst hinter den Rhein zu verfügen. Das Blatt betont, bafe t kein Zweifel mehr über die Kriegsverlängerer sein e und schließt: Die neutrale Welt kennt fetzt die Wahrhett.

Der Aemtenvechftl.

Berlin, 3. Aug. Als Nachfolger für den Staats­sekretär rm Reichsjustizamt, Dr. Lisco, nermen wir Herrn Dr. von Breitenbach, der auch noch einige Wochen oder Mo- Lentze dürfte der Regierungspräsidettt von Oppeln, Hergt, in Frage kommen. Für den Minister der öffentlichen Arbeiten, Dr. von Breitenbach ,der auch noch einige Wochen oder Mo­nate im Amte bleiben dürste, wird Generalleutnant Gröner genannt, der im Feldeisenbahnwesen Hervorragendes gelei­stet hat. Für das Staatssekretariat des auswärttgen Amtes kandidiert immer noch Dr. von Kühlmarrn, der augenblicklich noch Botschafter in Konstantinopel, aber in Berlin anwesend ist .Der Staatssekretär im Reichsschatzamt, Graf Rödern, irnd der Staatssekretär Krätke dürften auf ihren Posten ver­bleiben. Chef der Reichskanzlei wird für Exzellenz Wähn- schaffe Herr Graevenit. Sollte der Präsident des Kriegs- ernährnngsamtes, von Batocki, zurücktreten, so dürfte man seinen Nachfolger in dem Oberpräsidenten von Pommern, Herrn von Waldow, sehen, dem möglicherweise als Unter­staatssekretär der schon jetzt im Kriegsernährungsamt tätige Herr Müller beigegeben werden würde. Dr. Helfferich bleibt Vizekanzler ohne Portefeuille. Die Besetzung des zweiten Teiles des Reichsamtes des Jnnerrr, den man als Arbeils- arnt bezeichnen kann, steht noch offen. Für alle diese bevor­stehenden Veränderungen fehlt noch die Zustimmung bezw. die Entscheidung des Kaisers, die erst am Sonntag fallen dürste.

Englifthe Falschmewungen.

Berlin, 3. August. (WTV. NichtamtöchJ Die im englischen Pvldhu-Bericht vom 31. Juli enthaltene Nachrrüst, daß am Wochen­ende, also Samstag, den 28. und Sonntag, den 29. Juli, die Eng­länder 61 deutsck-e Flugzeuge heruntergehvlt, selbst aber nur 16 Flllgzeuae verloren hätten, entspricht in keiner Weise den Tab- suchen. An der englischen Front sind am 28. und 29, v. MtL 36 englische und ein belgisches Flugzeug «ibgeschoffen worden, davv« 19 englische mrd ein belgisches diesseits nuferer Linien. Die Deut­schen verloren am 28. und 29. an der englischen Front sechs Flug­zeuge, wovon drei Flugzeuge vermißt worden sind und drei Flug­zeuge diesseits unserer Linie abgeschoffen wurderr

Griechenland.

Athen, 3. August. (WTB. Nichtarnckicb.) Riardernwüm»-. Gestern wurde mit der Rückgabe der gciechffchen Flotte begönne». Der KreuzerHellas" war das erste Kriegsschiff, das übenviesen wurde.

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