toirrben gegen lorfrw neue SteüLrng öMich irrtb nordöstlich von Dvern rwrschen 29^ftiwef imL St. Julien von fttrrfcn feindlichen Kräften ijejitgf Ge genang ri ffe .luttentantitiren. Ibtferc Truppen widerstanden den wiedrrtolten feindlichen Versuchen, ims von einer wichtigen Stellung <rus dein hock>gelegenen (Gelände, das wir gestern M d'.ei-er Gebend genomwen haben, zu. vertreiben. .Aber unter dem KrucL der feindlichen Angriffe und mich einem hartnäckigen^Kannst wurden wir gezwungen, unsere vorgeschobenen Truppen aus dem Dorfe S!t. Julien zurückzuzie- hen. Beso-nders erbittert wurde Um den Besitz des Dorfes Westhoek gekämpft, dessen westlichen Rand unsere Truppen jetzt Hallen.. Nach- mittag griff der Feind wieder bei der Eisenbahü Ipern—Raul es gn. Bei derst zweiten Angriffsverfuch gelangest hm, in int ferc vorgeschobene Stellung ttuif s ch ma le r Front Sl ^3 ndringen. Der Kampf ist noch im Gange. Die Zahl der gestern von den britischen Truppen gewachten Gefangenen über trnU .soweit bis irtzt bekannt. .5 00 0 . darunter 95 Offiziere. AnNer- öent NTurden ein paar Kaiwn-en und eine Anzahl Maschinengewehre und Grabenm'örser erbeutet, aber die genauen Zabilen können nicht Zfestgeftellt werden.
0>estern blieben, obgleich dos Wetter das Fliegen fas' unmöglich mochte, unsere Flugzeuge den ganzen Tag über Ul Fühlung 'mit uirsever vorgehenden Infanterie. Auch feindliche Flugplätze und Transporte von Infanterie wurden mit Bomben
Maschiuengeivehrfeuer erfolgreich angegriffen. Die wenigen feuwlickten Flugzeuge, die zu fliegen versuchten, wurden angegriffen und sechs abgeschosserr. Drei unserer 'Apparate werden vermisst. Dw Zahl der 'fern.' Juli gemachten Gesang ene n beträgt 40,>9 Marm, darunter 88 Offiziere. Die Zahl schließt die Gefangenen ein. die bei den gestrigen Unternelchtungen gemacht worden sind und die Sanrmelstationen imr 6 Ikhc abends erreicht haben. Das erbeutete Gerät schloss acht Feldgeschütze, 53 Maschinengewehre und 32 GraüenwHrfer ein.
Kranzöstfcher Bericht
vom 1. August no ch nrittags.
. Jic Belgien befestigten unsere Truppen nach ihrem gestrigen prächtigen Erfolge unter strömendem Regen die erobertenl Stellrmgen. Der Drtilleriekampf hielt an der ganzen Aisnefront an. Oesffich von Cerny ermöglichte uns ein kräftiger Gegenangriff an melieren Punkten vorwärts zu kommen und etwa 30 Gefangene zu machen. Auf dem linken Maas-Ufer, in der legend! Ovifcks-en Aüoeourt und der Höhe 304, griffen die Deutschen nach rnehrtägigen Artillerievorbereitungen heute morgen die Stellungen an, die wir ihnen am 17. Juli entrissen hatten. Der Feind konnte nur <m einige vorgeschobene Grabenstücke unserer ersten Linie heraickvmmen, wo er durch Feuer auf geleiten wurde. Lluf der übri- gen Front ist nichts zu melden. Hauptmann Guynemer schoß das ncnfzigfte deutsche Flugzeug ab.
Vom 1. August abends.
In Belgien setzten unsere Truppen bei dauerndem Regen die Befestchung der eroberten Stellungen fort. Nördlich der Aisne! uiätigkeit der beiderseitigen Artillerie, vor allem im Abschnitt Craonne—Hurtebise. Westlich von Cerny griffen die Deutschen verschiedene flJUtle an. Wir schlugen sie aber überall zurück urrd umchten abermals dreißig Gefangene. Auf dem linken Maas-Ufer erneuerte der Feind in der Gegend des Waldes von Aüoeourt und! der Höhe 304 seine Eingriffe nicht. Am rechten Ufer ArtiUerie- kampt ohne Jnfanteriegefecht.
Belgis cher Bc ri cht: Leichte Artillerietätigkeit. Die Deut scheu uuerten mehrere Geschosse auf Farnes ab.
B e r i ch t d e r O r i e n t a r m e e vom 31. Juli.' Mäßige Ar trllerietätrgkeit au der gesamten Front. 'Latrouillcngefechte 'in det Zone Ltrrrma—Steravina.
.. ^SMblick, in dem neLreurrbschwöre Unglücks
f alle Rußland treffen, halten wir es für angebracht, unseren Verbündeten, die mit uns der Bürde früherer Prüfungen getragen haben, eure entschiedene und kräftige Darlegung unserer (Äsichts-
vie Zronl im Gsten.
. Berlin, 2 . Aug. lWTB. Nichtamtlich.) Auch am 1. August btrev iwe V orte ä r tsb e w e g, u it g der deutschen und üsterreichisch-
-^ rupvM in Ostgalizierr und der Bukowina lebendig. Im Winkel zwischen Zbrucz uu.d Dnj.estr ist die letzte russische Nachhirt irach erbitterten! Widerltaud bei Wygoda geworfen worden. Damit ist. dieser FlußwinLel von den Russen so gut wie gesäubert. Auch Euls des Dnjeitr Ijaben sich die Stoectiräfte der Verbündeten im zaheir Vordringen bereits bis nahe an die russische Grenze vorge- ichoben. Jml Nordwesten imd Westen Czernowitz sind l?eftige Kämpfe beider,etts des Matth soiviie südlich bis über den rumänischen Sereth ymaus zur Gange.
Auch in den Ka rp-athen-T ä lern find die Verbündeten rw weiteren Fo r ts ch r e i te n. Im Tal des kleinen Sereth ist Moldaur,ch-Banrla durchschritt-en. Jur Suczawa-Tal versuchten die .Russen rn der .palenge zwischen Sälen und Falken sich noch zu ^Ultcn, Um. un,er Eindringen in das Bechen von Radautz zu ver mudern. Werbers üblich läuft die erreichte Liuie über das Torf Zugrenr rm Bistrica-Tal, den Mt. Tommatia, Obeina Rata und den .Mt. Onuckur, bis sie etwa 25 Kilmneter südlich Dorna Watra in die alte Karpathen,t^llung emmündet.
^ >em Kriegspresseguartiec wird gemeldet: Du Lnrwn der Verbündeten laufen von Mielnica iiber Zastawna und' OzechlLy zu den Höhen südöstlich von Mibowa Überzügen dann ben 1300 Meter hoben Querrücken in das Suczawa- Tal,^ wo du österreichisch-ungarischen Truppen südwestlich von Frawr rnn ^den Eingang in das Radautzer Becken känipfen D«nn geht du Front über das 1400 ?Reter hohe Gebirge im Moldawa-Tal westlich von .Knnpolung, um sich dann etwa 20 Kilo- -Meter südlich, von Dvrna Watra in die alte Karpatheufront der .Mpsen einzufüg^r Die Heere der Verbündeten sind im konzentri- schen Vorma^che gegen Czernowitz, das Radautzer Lücken urw die Ätadt sereth. Im Hochlande zwischen Dnjestr und ^ruthmcyt der Gegner seinen. Widerstand durck, das Einsetzen von Verstärkungen zu versteifen. Die verbündeten tapferen Heere durch- vrechcu ni unerinudlichem Angriffe Stellung auf Stellung des sich bartnackig wehrenden Gegners. Im Gebirge nutzt der 'Russe me Vorteile des Geländes, wo es nur immer nröglich ist zur ^tterdigung aus. Diirch geschickt angelegte Umgehung und häden- mtutige Anstürme entreißen ihm auch hier imfere unvergleichlichen Truppen Hohe aur Höhe.
ar.Jf* 1 ■ r fr italienischen Front überstieg nirgends das Artilleriefener oas gewöhnliche Maß. Oestlich von Arabba überfielen tapfere Standes,chirtzen einen feindlichen Posten. Die Italiener hatten sechs -^.otc. Bei Prezzzo in Judrkarien gelang es unseren Sturmtrupps zwei Offiziere und 39 Mann als Gefanacne einziibringen.
Die schweren russischen Verluste.
Bc rlin, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Bei ihrer kürzlich „ln'ernominenen und w tatastriphal verlaufeneu Offensive haben
Russen qmiz Lußevordentlich, sckpverg Verluste erlitteir Am l. JUli wurde dre 23. Division fast gänzlich aufgerleben. Van der mmbiNieren sibirischen Division blieben nach dem Angriff pro Komvngme kaum 40 Mann übrig, ebenso vom 10. finländischen Schartzenreginrent. Von einzelnen kehrt;n läuni dreißig Mann zriul. äa. s .znmnterie-Reguiiieut 293 der 74. Division'ist ebenfalls san aufgerieben. Die 108. und die 153. Division wurden, als der Angriff nickü vorwärts kam, zur Unterstützuug eingesetzt Sie Eitlen derartige Verluste, daß sie 1 bis 3 Tage bereits zurück.g>zo- geir N'.erden inußten. Vor einem Frontabschnitt von drei Kilometer Breite wirrten allein viertausend Leichen gezählt Vielfach waren die i'lNnicken gtegmuenter euffchieden gegen die Offensive Unter <mb<rrm weigerte das Regiment 205 der 52. Division und ods! JNianterieregiment 82 der 21. Division den Angriff in der Ucber- zengung, daß jedes Weiterkämpstm nur England bziv der Bonr- geosie nutze. Ter Glaube an KererrE ist erschüttert, weit dieser eine Artillerreovrberertung versprochen hatte, die der Infanterie ein Vargew'n unt Gewehr über gestatten würde. Die Enttäuschung war angepchtS der VerliNte nmso furckckbarer.
punkte zur Fortsetzung des Krieges geben zu müssen. Die größte der ' lufgaben der rufsffckwn Revolution wird durch den Umfang des Urn- Ickwungs beftffnmt. den sie in das Staatsleben gebracht hat. Die ckesormen des Regierungssystems im Angesicht des Feindes konn w d } 1 v • schlvere Erschütterung vor sich gehen. Trotzdem hat .uutzland rn der Ueberzeugung, daß ein anderes Mattel zur Rettung nrcht vorhanden ist, in Uebereinstrnrmung mit seinen Verbündeten, me gmiernichaftliche Aktion an der Front fortgesetzt. In vollen! Bewußtseffi der Schwierigkeit der Auftwbe übernimmt Rnßland die ^a.1t, militärische Operationen durchzuführen, während die Reform des Heeres und der Autorität vor sich geht.
Offensive unserer Heere ,die durch die strate gische Lage nottvendig geworden war, stieß aufunüberwind l3 w! e/ S ch w i e r i g k e i t en , sowohl an der Front wie im Inland. Eine verbrecherische Propaganda unverantwortlicher Elemente, deren Agenten vom Feinde Nutzen zogen, hat in Petersburg! Unruhen hervorgerufen. Zn gleicher Zeit wurde ein Teil unserer Ttuf^en durch diese Propaganda dazu verleitet, ihre Pflicht gegen das Vaterland zu vergessen uiid dem Feinde die Durchbrechung unserer Front zu erleichtern. Rußland, das angesichts dieser Ge ,chehnis,e bestürzt war. hat durch die Organe seiner vrm der Revo lutton eingesetzten Regierimg seinen unerschütterlichen Willen zu Kennen gegeben, und es hat die Unruhen unterdrückt und die Rädelsführer der Justiz übergeben. Alle Maßnahmen find ge troft>en, um die Kampfesstärke des Heeres wieder her- ?u stellen. Die Regierung hat die Absicht, die Wiederherstellung der Autorität durchzu führen, um allen Ge fahren die Spitze bieten zu köimen, imd von diesem umvid-erruf lichen Be,chluß wird sich ^Rußland durch keine Schwierigkeit ab- bringen lasten. Zlngesichts der Bedrohung durch den Feind werden -,aud und Heer mff neuem Milt die große Aiffgabe des Wiederaus-- lebens forffetzen und an hex Schwelle, des vierten K'riegsjahres ihren zukünftigen Feldzug Vorst ereilen. Wir glauben, da ßdie russffchen Bürger alle ihre Benrüliungen zur Vollbringung dieser heiligeir Gesetze der Ver terdl^ing des geliebten Vaterlandes vereinen werden.
Stark in diejem Beroußtsein, sind wff überzeugt, daß der Rückzug unserer Heere nur vorübergehend sein wird, und daß zur be- Ittmmten Sttmde der Vormarsch im Na wen der Verteidigung des Vaterlandes und der Freiheit wie- ocr aufgenomnien, und daß die große Aufgabe siegreich erfüllt werden wird.
Die Erklärung ist von Tereschtschenko unterzeichnet.
Brussilows Rücktritt vom Oberbefehl.
Petersburg, 1. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reu- I lermeldung B r u s s r l o w hat der provisorischen Regierung ,eme Entlassung angeboten. Kornilow wurde zum Ober befehlshaber über die russische Armee ernannt. T sch er re t! 1 - l L? ? V ^ er bisher die 8. Armee befehligte, wird Ober befehlshaber -m der Westfront.
Tcrestfchenko und die Erklärung des Reichskanzlers.
' Petersburg 31. Juli. lWDB.) Bteltmug der Peters sturger Telegraphen-Agenttir. Im Hinblick auf die heute von dest Blattern veröffentlichte Erklärung, die der deutsche Reichskanzler den Vertretern der deutschen Presse gegenüber abgegeben hat und in der u a,. Erklärungen erwähnt sind, die dar Minister des AeunernT.e re st schenke getmr haben soll, hält es der Minister des Aeußern für unerläßlich, aufs Meventschiedenste die von Dr. MichaeliS-dem russnchen Minister des Auswärtigen zugeschriebenen ErklärnngOr über die Ziele, die Frankreich angeblich in dSesem "erfolgt, m Abrede zu stellen. Der russffck^ Minister des Aeußern habe keine Proteste formuliert und der sranzöffschen Re- grerung keme besonderen Erklärungen abgegebeir, außer der all- gem«Wen Erklärung der vorläufigen russffck)eu Regierung über die .Meg^rele, ote lic am 18. Mai allgemein zur Kennvns gebracht haü Diese Erttärung, die eine freundLickse Llufnahme gesunden habe, wer^ Gegenstand einer gründlichen Prüfung auf der inter- aN-nerten Konferenz fern, die denrnächst stattfinde.
Die Ausflüchte der frauzSfifchen Presse.
^ h-S*£: (AB.) Die französische Presse ver-
offentlrcht endlich, dre .ErLlarmiWen des Reichskanzlers und Ms Grafen Ezernin. Gleichzeitig erscheütt die Erwi-deruna -^bot^ m der Kammer. „Journal des Testats" schreibt' .Michaels wird nremcmdne überzsugen können, wenn er versucht die Anklage über die Bevantwortung für den Krieg zurückzu- nfersen, auch dann nicht, nwnn er in der Politik jener macht, die die Haupvopfer des Angriffs von 1914 norden sollten, und die pur von Eroberungssucht zu denunzieoeu versstxcht." „Tcmps" sckreibt: „Der Kanzler unternimmt eine diplomatische Offensive gegen den angeblichjm Jmerialiswus Fvant'reichs^ um die russische Demokratie über die militärffche Offensive Deutschlands im Osten hrnwegzutmischen. Wir werden Deutschlmrd auch weiterhür für den von ihm vorbereiteten .Krieg, den es lwute mit Willen fort- ctzt zur Rechenschaft zichnr." ,^vurn-al" schreibt.- „TerKanzler wollte zuerst Mrßrrauerr über das Gchemrnis der Erörterungen im französischen Partarnent erwecken, dann Mißverständnisse über den Gang bjf politischen Maschm« Fvankreickfs säen, haupffmhlickf aber , nwltte er bei den Russen die Meinung erwecken, daß die m,n,cke Regierung den Krieg zur.Befriedigung imperialistischen Bestrebungen prrankveichs hinMehe." „Petit Parisien" fchreibt: „Greift der Kanzler an, um sich besser zu vertediaen'^ Die Urheber des Krieges wohnen in Merlin und Wien." Tie Tiberte" führt aus: „FranMeichi will iriemanden knechten, es will nur Bürgschaften gegen die Wiederholung des Au^isss haben, nicht mehr." ' ^ L,,s
Bern 2.%xa (WTB.) Der „Matin" schreibt zu den Enthüllungen deS deutschen Reichskanzlers über die sran z ösi- T cr 0 ^ e r ^ n V ^ u. a.: „Die Kriegsziele der Mliier- etn wurden in ^>chriftMcken nub Noten, wie die Verbalnote an Präsident Wilson, und in Mrnisterr.eden proklamiert und nach der Äonfwenz der letzten Woche wieder fornrulrert. Der Reichskancker wird nicht eine einzige Forderung finden, die nicht durch die abw- Me 'Notwendigkeit eiugeg^en ist, die künstigeir (Generationen vor eurer neuen Katastropbe zu schlitzen." Das Blatt hebt es als merk- wurdig hervor. daß gleichzeitig mit dem Kanzler der österreichische ungarische Münster Czernin Erklärungen abgab und auch dev Abg. Erzberger sich aussrag^n ließ. So erscheine der
^mferenz rn Stockholm^ zu prüfen, die vom holländisch-
ausgepangen sind und von dem Ausschuß des russischen Arbeiter- und Soldatenrates unter-- stützt wurden. Als Maedo nald von dem aus führenden 2lus- schuß der Arbeiterpartei zum Mitglied des Ausschusses. für die Konferenz ernannt wurde,' habe er es für sehr schwierig gehalten, mit Macdonald zii gelfen, um ihn auf dem rechten Wege zu halten. Diese Beinerkung wurde vom Hause mit großer Heiterkeit auf genommen.. Heilder so n fuhr fort: Er halte die internatioiiale 5tonferen^ für unmöglich und habe sich deshalb entschlossen, doratis hmzuwirkeii, daß sie nur eine beratende Körper-- sch a ft werde, und nicht rmstarrde sei, die Kriegführend-em: durch die Stimmen der Neutralen zu binden. Es ivürde ern. Vorteil für Eiigland fern, rvenn seine Stellung dem Auslände, svo sie vielfach nrrßverstanden lverdc. klar gemacht werde, ebenso wie auch die der soAalistis^en deutschen Minderheit. Er habe seine Haltung dem Kcki^ge gegenüber nicht gehindert und sei bei seiner Reise rrach Paris nur von den Interessen des Landes geleitet worden.
Nach der Re deHendersons forderte Mark Sykes Lloyd George aus. eine Erklärung abMgeben, daß die Regierung nicht nnc dem Frieden spiele. Wenn sich dieser Eindruck sestsetze, würde das ganze Königreich erschüttert werden. Lloyd George erwiderte :
selbst hat nicht im geringsten ihre Anszitcht über die einzig möglichen Friedensbe- dtjn! g ii Tt g e n g eändert, die nfft der Ehre und Sick^erungi Englaiws cm Eiirklnng standen. Wir beabsichtigen gewiß nicht, air erner Konserenz wie der geschilderten teilzunehmen, iveder durch V^tteter noch durch Teilnahme eirres ?NffGliedes der Regierimg. Ich sage ferner ohne Zögern, daß wir keiner Parteikonferenz gestatten werden, über die Friedensbedingungen zu entsäfeiderc oder diese zu diktieren. Die FriedenÄ-Änngnngeu müssen zur Berant- A^"lug der derzeitegen Regierung gehören. Was Henderson^ Stellung bettifft, so befand ich mich gerade in Paris, als föe S«a,e erörtert wurde und er und die Arbeiterpartei ihre Beschlüsst' mßten. Wir waren nicht in Paris, um die Friedens- stedingungen zu erörtern, sondern die besten Me-- thoden zur erfolgreichen Fortsetzung des Krieges. und nnr beabsichtigen, die Konferenz der letzten Woche in we- nrgeir TaEN iir London fortzusetzen. Lloyd Gwrge äußerte sich rcker die Doppelstellung Hendersons als Mitglied der Regierung: und als Arbeiterführer. Dabei hielten sich die Vorteile und Nachteile cne Wage. Hendersoii wirkte stets kom'eguent bei allen Maß- :cgem zur Fortsetzung des Krieges mit. TsteS sei ein Vorteil, der ich aus seiner Verbindung mit der organisierten Arbeiterschaft ergebe.
^yd George fuhr fort: Einige Abgeordnete gJau&en, daß rnefe Verbindung unglücklich sei, aber das Hans müsse erwägen, ob es wünschenswert sei, daß man davon abginge. Die Regierung werde ebenfalls die Frage erwägen und auch die ftanzöfischen Mi - Nister, die sich in derselben Lage beftnden, um Rat zu ftagen. Ich verzweifelte nie an der Sache der Mliierteii unjd bin überzeugt, daß Rußland sich erholen w i rd. Die Männer der fetzigen russischen Regierung wollen die Kiaft Rußlands organisieren, um gegen Deutschland zu kämpfen, aber sie haben mit uniibecwindlichen Schwierigkeiten zu ttm. Man muß auf Rußland MEicht nehmen, um nickst die unheilvollen Einrlüsse zn sordern, die in Rnßland gegen die Sache der Alliierten am Werk
linh s n?nrr nrift? 'WnüInYTS __...
mu & Rußland Gelegenheit geben, sich miederherzustellen ', die Ei n h e i t n a ch a u ß e r
Lloyd George forderte das Haus aus, ^ ^
M wahren. Von England hingen die Alliierten mehr ab als vor entern anderen Lande. W/enn wir, sagte er, beginnen, uns zi trennen mid zu spalten und die wertvollen Kollegen einen nack dem arrderu in die Arnre derer werfen, die für paziftstische Ziel< kämpfen, dann muß ich wirllich an unserem Siege verzweifeln R o t t e r d a m , 2. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Der „iNeuwl .Rotterdamsche Courant" meldet aus Londmr: Henderfon teilt' rn »einer Rede im Unterhause noch mit, daß die Versammkima ir Paris, der er beiwohnte, das Datum für die internationale Koir serenz in Stockholm abgeändert habe, um den amerikanischer Arbcitervertretern den Besuch der Konferenz zu er möglichen.
.Daily Telegraph" bleibt bei seiner Opposition gegei die Reise Hendersons nack Paris nnd gegen die Konferenz ir Stockholm.
Mornin g P o ft" schweigt, „Time s" bemerkt, daß .Hen- derson seine Haltung aus Rücksicht auf Rußland geändert habl und ftrgt sich auch nur mit Widerstreben in die neue Lage.
„D a i l y C h r o n i c l e" und „M a i l v News" treten sichei ^egen die Personen auf, die mff ihrer Opposition die englisch-russi- cheu Beziehungen erschwerten.
Die französischen Sozialisten und die Stockholmer Konferenz.
Pari
s. 2. Aug. (WTB.) Meldung der Agenec Ho
heftige Angriff des Kanzlers gegen die ftanzösische
Diplomatie unter neue Friedens.-
Line Erklärung der russischen Regierung.
^ 2. Aug. Die Petersburger Telegraphen-Agentur mel-
vet. Dre Regierung richtete folgendes Telegramm an die diplomatischen Vertreter Rußlands bei den alliierten Mächten:
einem neuen (^esichtspirnkte. Es handle sich um vorschläg^ Der neuen Lage gegenüber sei die Haltung der Entente nnsackp Man miffse den Kanzler, Czernffn imd Erzberger bitten ihre Angebot egeiuiu zu umschreiben.
Unruhe in der französischen Kammer.
...Bern, 2. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die fran- z o s i sch e K amm er zeigte gestern, wie Lyoner Blätter be g l°x^c U . n I u .^ e * Ribot wurde hiervon benach richtigt und trac mit Painteve im Parlament ein. Sofort nach der Ankunft Ribots erklärte Renaudel. er wünsche die Regierung u b e r d r e a l l g c m e i n e P o l it ik so schnell als möglich zu interpellieren. Ribot erwiderte er )ci bereit, die Interpellation auf heute ansetzen zu lassen/
Henderfon und feine Reife nach Paris.
London, 2. Aug. (WTB.) Meldmig des Reuterschen Vureairs. Unterhaus. D nnc anno n beantragte Vertagung des Hauses, um dagegen z-n protestieren, daß das Kriegskabrnett Henderfon gestattet habe, mit Ramsay a c a I b nach Paris zu gehen, um aii der sozialisti- )chen Konferenz teilzunehnten. Henderfon erklärte darauf er sei nach Parts auf Eürladimg der französischen imifizier- r • ?SS? U ^ Gtt gegangen, um die Abmachungen für die sozrattsttiche Konferenz der Alliierten vollständig zu machen nnd um die Einladmtgen der internattonalen.Sozraüsteii-
vas. Der Sekretär der sozialistischen Partei D u b r e u i! ho folgenden Brief erhalten: „Nach den von dem zustmidige Berwaltungsratsausschnß der russischen imd englischen Dell gierten angenonnneiien Beschlüssen, die Ort nnd Zeit de internationalen K o ii f e r e n z scftsetzen nnd sich m den Konferenzen der Alliierten untereinander befassen, c\ klären die Unterzeichneten Mitglieder des ständigen Berwa tnngsausschusses und der sozialistischen ParlamentSgrupw daß sie hinsichtlich des Charakters, den die Beschlüsse de internationalen Konferenz zu geben scheinen, alle Borbehall machen. Sie sind der Ansicht, daß die Frage nach dem Ui sprung des Krieges unt^ den Verantwortlichkeiten für de Krieg an die Spitze der Tagesordnungen gestellt werden sol Sie verlmigten als vorhergehende Bedingungen ieglicl)er Ei örtermrg, daß die sozialistische Alliiertenkonferenz beschließ, Utf) nur dann an der internationalen Konferenz beteilige zu wollen, wenn diese Bedinguiigen gestellt und angenomme wird. Falls die sozialistische Alliiertenkonferenz anders bc schließen sollte, würden sie an den Nationalkoiigreß appellic ren, unt vor irgend einer internationalen Vereinigung er zn beratschlagen." Es folgen 39 Unterschriften, darunter die wenigen der Abgeordneten Bracke, Compere-Morel, Teieann Grousser, Gnesde, Lauche, Neber, Farenno.
* * *
Lord Grep schwer erkrankt.
Berlin, 2. Ang. Londoner Blättern zufolge ist de frühere englische Außenminister Lorch Grey so schwe erkrankt, daß an seineni Aufkommen gezweifelt wird.
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-lmerikanische Anleihen.
Washingtons. Aug. lWTB. Nichtamtlich^ Rentei Tie amerikanische Regierung hat England nn Frankreich neue Anleihen im Betrage von 185 nnd 16< Millionen Dollars zur Deckung ihrer Ankäufe in Amerik. während des Monats August gewährt.
Der fpanifche U-Boot-Erlaß.
Berlin, 2. Aug. Die deutsche Regierimg richtete ii der Angelegenheit des spanischen U-Bo ot-Erla ss e^ erne Note an die spanische Regierimg, die emen P rotes eiithält und ihn mit juristischen Ausführungen begründe! Die Antwlvrt der spanischen Regierung ist 'noch nicht ein gegangen.
Der Reichskanzler in Wie^.
^ l t( L n ' 7 .?US- (WTB. Nichtamtlich) Reichskanzie Dr. M icha elrs rst heute mittag von dem Kaiser nnl der Kaiserin in besonderen Audienzen elupfanücn wor


