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2.7.1917 Zweites Blatt
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Er. {*12

Arvetter Vlatt

J6Z. Jahrgang

5»-KH vsZL 8i«9m$me Sonntag».

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«Leerv-latt sM tze, Ureis Metze»".

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Mittag, 2. Zali M

General-Anzeiger für Gbecheßen

ZwillcklgSruttddruck und Verlag:

B r ü htzlcheUnrverfitäls-Birch-u.Stemdriickerei. N. Lange, Gießen.

Zchriftleitung, SeschafttsteLe nntz Dr«ckerei:

Schulsiraße 7 . Geschäftsstelle m Verlag: 6 . 1 ,

Schristleitung: «sM 112. AnschristfürDrahtnachrichtentAnzeigerGreben.

Die AattssiLloersorgMg für das Wirtschaftsjahr tyM9t8.

Berlin, 30. Juni. (Anttlich.) Der Bundesrak hat in vdaa Sitzung vom 28. Juni frönt Entwurf einer Verordnimg über döe Kartoffel verlorgun g für das Wirtschaftsjahr 1917/1 8 frttCfcfHntml Die Beiordnung gibt lediglich den Rahmen, nruerlralb dessen demnächst das Kriegsernährnnascmi't, die Reichs- ^rrtoffelstt!! und die LondesbohOrdeit die Verso vqimg mit Kar­toffeln für die Zeit vom 16. August 1917 bis zwU 15. September 1918 zu regeln haben «verden. Vis zum 15. August 1917 Mt die bisherige Verordnung des BundesvateS vvm 26. Juni 1916. Bet den Beratungen mit den Sachverständigen aller Benffsgrupven ist, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, durchweg erklärt worden, das; man bei dem ZwcmMi-eserirngsshstem fowvlst für Bw wie für Winterkrrtoffeln bleiben müsse, da der freie Handel ün System der .Höchstpreise unter deil gegenwärtigen Verhältnissen für eme ausreichende Versorgung aller Schichten der Bevölkerung mit Kartoffeln keine Gewähr bieten könne. Der Vorstand des Kriegsernälwirngsamts, der Ernährnngs betrat des Reichstags, Ver­treter der LaEvirtschaft, der Bedarfsverbände und der Ueberschust- bezLrke find zu dem Entwurf gehört worden und, tvenn auch die Meinungen im Eirlzelnen auseinandergingen, so wurde bei diesen Wwarungen doch überwiegend der Ueberzcugnng Ausdruck gegeben, daß das Zwangs! ieserungssystcm zwar xurm Teil wegen orgcnnsa- torischer Mängel, zum sehr Frosten Teil ivegen der besondersi nugünstigen vorjährigen Entte rcnd Winterustttearng trotz aller Unzuträqlichkeiten, die es mit sich gebracht habe, aufrecht zu er­halten sei und daß nur Verbesserungen, insbesondere erheblich verschärfte Kontrollen geboten seien, die einerseits die Ueberlastnng der Erzeuger in einzelnen Bezirken infolge unrichtiger Ertrags^ schätzung auSschliesten, andererseits die Versorgung der Verbraucher wirksamer als bisher sichern sollen. Auch die Vertreter des .'Han dels l-aben sich zum weit überwiegenden Teil auf diesen Boden gestellt.

Alle Vorschläge, die die Zwangslieferung auf dem einen oder anderen Wege vermeiden wolleri, sind mit den Airregern und andern Sachverständigen eingehend erörtert wordeir, haben aber gilt keinem, brauchbaren Ergebnis geführt. Die Kontrolle wird im Wege dev iAussührrmgsvorschrift in der Richtung geordnet werden, daß ständig bei den Ernpfangsverbänden und bei den Ueberschußverbänden feft-- gLstcllt wird, ob bei erstereit der Verbrauch sich in dem ttvrgeschrte- benen Rabmen bewegt und die Aufbewahrung sachgemäß erfolgt ÜW> ob bei letzteren die zur Lieferung, aufgegeben.cn Mengen von deit Landwirten, den Gemeinden und den Kommunal verbänden recht­zeitig und im ausreichendest Umfange geliefert werden. Zugleich wird die Beschäftigung durchweg sachverständiger, dem .Handel an- gehörmder Personen als Kommiisvonäre vorgeschrieben und dabei be- stimntt werden, dast Kommissimväre in jedem Kreise in genügender Zahl eingestellt werden müssen. Die Kontrolle beim Landwirt wie beim Kommunal verband wird nach der B undesratsverord nnng durch Aufnahme der Kartoffeln in die Wfirtschaftskarte gesichert, die für die Körrlcrfrächte und die hülsenffüchte durch die Reichsgetreide- mchnnng vor geschrieben ist. Säumigen Kommurralverbänden, hje- memden und Landwirten gegenüber steht die Bundesrats verordnten g eine Haftpflicht vor. Must zur Enteignung geschritten werden, so wird der Enteignungspreis um 60 NLark für die Tomte gekürzt. Die AusMrungsvorschriften körnten erst km Artguft ergehn, wenn dre Kartoffelanbauflachen feststehen und Aussichten für die kom­mende herbstkartoffÄernle stch einigermaßen übersehen lassen. Aus- 'c^chtechalten bleibt bis auf toeiteres die jetzige Bestimmung, wonach das Verfüttern von Kartoffeln verboten ist. Juwielvert dieses strenge Bersntternngsverbot im kommenden herbst etwa gemildert werden kann, '.md wie die Nationen und Liesernngsbcdingnngen im eiü- KÄnen festzusetzen sind, läßt sich erst entsckwiden, wenn das Er- gchnis der Herbstkartoffelernte besser zu übersehen ist.

Da kommt mir eine bekannt' Dante entgegen. Schon von weitem erkenne üh ihre dreifach? goldene HÄskette mit dem großen goldenen Anhängsel., Wir bechüßen uns, und grob, wie ich mich nun einmal habe, :veise ich mit spitzem! 'Finger auf ihren 5>cks und sage mit verbindlichsten Lächeln:

Ah, verehrte Frau. Sie sind wohl gnade ans dem Wege zur Goldankauss stelle?"

Nein," erwDert sie ohne Erröten.Mein Mann hat sie mir zum Geburtstag geschenkt, und da möchte man doch nicht so ohne weiteres"

Natürlich, natürlich." bestätige ich, wiederum sehr verbind- Ich lächelnd. ,LLenn der Herr GemM ans dem Felde zurnck- kommt, wüstdr es die Freude des Wiedersehens twch sehr stören"

Nich?" sagt sie glücklch

Sie müssen sie unbedingt behalten, meine Beste. Das Glück hängt manchmal von Kleinigkeiten ab."

Nch? Man kamt nicht wissen."

-- und ch verabschiede mich ebenso höflich als eckig.-

In einem Zigarrenladen trete ich ein, mir auf diesen zweiten Mißerfolg eilte Ranchrolle zu kaufen.

Tausend ja, Fräulein," rufe ch zur Begrüßung der Ver­käuferin,wieviel Ringe haben Sie denn? Vier? Und alles goldene mit echten Steinen? Die hat Ihnen sicher Ihr Schatz geschenkt."

Nu fveilich," sagt sie. geschäftsmäßig lächelnd.

Na, dann gehen Sie nur möglichst bald zur Goldankaufs-i stelle irrst) versilbern Sie sie."

Ach! Die sind ja nich echt?"

Was? Ein netter Schatz, der unechte Ringe schenkt."

Oh ich meine mansagt sie verlegen,ch Hab' wieder vergasseit, wieviel sie gekostet haben."

Schadet nichts. Sie haben immerhin ihren Wert; und wenn L-re ihin nach Flandern schreiben: ich bekam so und so viel Mark dafür- 7 ."

Nee, er is glücklicherweise inch emgezogen!"

. "^Eicherweise? So so. Dann null ich nichts gesagt haben. Sie dürfen me Ringe behalten und sch noch effrige dazu schenken tafiert. Ich aber will doch lieber ein anderes Geschäft aufsuchen, wo ^r Schatz der Verkäuferin glücklicherweise ein gezogen ist." fachenh' ^ ® tBa ® e aheX , " eil ^ te ic ^ : diese geschenkten Gold-

*

r ^ ** 3r, lrt U'^ ^ ie Verl'onalnachri chken. Der G-rvßhcrzog hat am 27. Jstni 1. Is. bent Pfarrer Johannes Wolf zu Juge 7 t- hetm r. Rh. die evangelische Pfarrstelle zu Gräfeirhcmfen übertragen.

- SVlPr tv*/ V n \ f Kn , -r- rf-.l 4 u CiH c,.i

Aus Stsdt nttb Land.

®ie§en, 2. Juli 1917.

Fortfall des Brotkartenabmeldescheines.

Der bisher bei Veränderung des Wohnsitzes und auf Gruird polizeilicher Abmeldungen auf Reisen sür unbestimmte Zeit vvrge- schriebene Brotkartenabmeldesch<ein ist, nachdem einheitliche Grund­sätze für die Abmelfrung ans der LebensntittelVersorgung beim dauernden Wechsel des Aiffeuthaltsortes (Umzug) und im! Reisever- kchr durch den Präsidenten des KriegsernährungsamteS aufgestellt worden lind, in Wegfall gekaMmeir. Bei dem Artsschechen aus der Brotverso rg?upg eines .^mnrnnalVerbundes genügt vielmehr die Eintragung eines entsprechenden Verm'erks in die unumehr vorge­schriebenen AbnEdebesck)einigMtgen. Der Fortfall des Brvtkarten- -nbmeldescheins bei der^Mmeldlnng auf Reisen für imbestimmte Zeit bat die Festsetzung eines bestiMnrten Zeitraumes, ftir die jeder Reffende mit Brotmarken zu versorgen ist, notig gemaM. Es sind daher bei längeren Reffen dem Reifenden bis auf die Dauer von S Monaten, vom Tage der Ausstellung der Oebensnrittelabmeld ebe- scheinignng ab gerechnet, ReichsreffebwtmUrken auszuhäudigen oder nachzusenden. Diese Frfft kann rricht gekürzt lmüden. Auf Reisen bis zu 14 Tagen such die örtlichen Btvtm'arken ohne weiteres gegen Reichsreisebrotiniarken uimzutcrnschen. Bei dauerndem Wech­sel des Aufenthaltes (Umzug) könneit den Wegziehenden auf Ver­langen Relchsrei>iebrotmaröeit für eine kurze Frist mitgegeben wer- den. Es liegt im Interesse der Bwtversorglttrg der Reisl^nden, daß, oafa sie ftcb stets von dem, Kommrem!verband ihres ständiges Wohnortes bei Empfang des Mömeldescheinies a-lff enffprechende Zeit mit Rcisel-votmarken versehen lassen, da die Kommunal verbände, in, die die Personen zuoeffen, diese mlit kommunalen Brotmarkech nicht mehr versorgen dürfen. Personen, die gegenlvärtig aus längere Zett verreist sind, ohne beim Empfang des Mmeldc- schenres von dem KvinMunalveaLand der HeimatgüMeinde mit Reisebrvtmarken versehen worden zu febt, tut gut darmr, sich vovj ernem getvissen Zeitpunkte an von dem Komrnunalverband der .vermiatgemeinde mft Reichsreisebrvtnrarken zu versorgen, da sie sonst Gefahr laichen, von einem gewissen Zeitpimkt an aus der , komuruuwlln Vrotversorgung ihres gegeitwärtigen Anfenkhaltortes an^gchchlossen zu werderr. Wecker kommt es vielfach vor, daß. für Karbchrün, Graupen, Grieß. Grirtze, Ha fierflocken n. dergl.. sowie <>vl- ^erabveichtmg von Speifiert aus derartigen Lebensinitteln

ReiMlsretwlrvotm«arLen verabfolgt werden. Dieses ist unzulässig, da ^elch^renebroluöarken nur für die Berabsolgimg von Gebäck mid Mehl abgesordert werden dürfen.

O diese geschenkten Goldsachen!

Treffe ich da neulich einen Bekannten, der eine goldene UHr- «rte trug, wve fern kleiner Finger dick

sage'^ ^Eten Sie aber bald zur Goldan^rnfsstelle bringen,"

^ ^ Äch," irteiitt er verlegen. ,chas ist ein Geschenk meiner Lchwtegernmtter."

2iv so. Dann, würde ich sie aber doch fragen, ob es ihr viel­leicht angenehm Ware lvemt die Russen sie Ihnen abnähmen."

Ja, tvageit Sie die mal."

,.?lch so Na, dann dürfen Sie sie ruhig behalten. Sie ziert den Helden."

Er schaute mich fragend an: ich aber riß mich mit einem kurzen Grütze los.--

- uv.,, v- i.i^u.nyvu|U;i nu, vtycu|x:jupuu!£.li uurilluytiL.

Zrer Grostherzog hat durch Entschließung vom 27. Juni dem Prcytdenten des KafferliciEn Anfftchtsamts für Privatversicherung Bernhard Ja np in Berlin die Erlaubnis zur Äckrnahme und zum fragen des ihm voM Denffchen Kaiser verliehenen Berdtenstkrenzes Mr Kriegs Hilfe erteilt. Der Grostherzog hat am 20. Juni dent Intendanten des Schauspiels des Stadttheaters in Frartffurt a. Di. Hofrat Behrend die Erlaubnis zur Annahme und zürn Tragen des ihm vom König von Bcüiern verliehenen Verdienstordens vom Heiligen Michael III. Klasse Erteilt.

* Beförderung. Gefveiter .Karl Oswald aus Gießen, bei ernem Fntzartrllerio-Batl. im Westen, wurde zum Ulnter- ollrz?er »und OfsiNersafpiranten befördert. Stufr. math. Kart ^EckewffiKier und Ofsiziersaspirant bei einem Arü-- MetztrUPP Sn Osten, wurde -um Vizefeldwebel befördert.

" O-ssrutliche Bücherhille. Jrn S»n Wintzen L7M Barwc ausgelteyen. Davon fommen auf Erzählende Lckeratrcr

Zeitschriften 233, JngQtdschriften 297, Literatnrgeschichte 23, GedrchllL und Tmanwn 35, Länder- und Völkerkurtde 74. Kultur- schickste 32 Geschichte und Biogvaphien 90, Kunstgeschichte 23. vdaturwlssenichaft und Technologie 119, Heer- und Seewesen 24 ^ms- imd Landwirtschaft 26^ Geftmdheckslehre 48. Religroat und Philosophie 34, Staatswissenschaft 26, Sprächnnssenfchaft 9, Fremdspvachltck-es 12 Bände. Nach mrswürts kancen 47 Bände.

Landkreis Gießen.

e. Annerod., 2. Juli. Der Gefreite Lehrer Müller von hier erhtett das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

-** ' 30 - Juni. Dem Vizefeldwebel Friedrich Ranft

tn enter SNaschutengeWehr-Kompagnie wurde das Hess. Kriegs- chvenzetchen verlleheit. Das Eiserne Kreuz und die Hess Tapser- kecksmedaille besitzt er schon.

m. Hungen, 30. Juni. Bei einer gestern hier abgehal- tenen Holzversteigernng wurdeit Preise erzielt, die dos Erg^nts früherer Jahre fünf- bis sechsfach übersteigen. Es kosteten

120" Mk., 3 Meter Hainbuchen bis /O Mk, bie übrigen Holzarten waren im Preise dementsprechend Händler Mts Frankiurt, die das Holz wieder bündelweise ver­kaufen, waren es, die dte Preiie so ins Fabelhaft steigerten

^n. Hungen, 2. Juli. In der letztm Zeck> verschwan­den ijm ans emzelnen Hoftriteir verschiedene Haustiere deren LÄallüngen jedenfalls von einer Seite freien Zugattg hatten' IN drec ansemMtdersvlgenfren Nächten wärmt uns einer Hofteite je. ent pruges FerPelchm abhanden gekvmnven. in einer anderen Hosreite vermißte man inovgens einige Stallhasen und vor einigst -ragen war einem Besitzer eine ^Glucke mck 6 nmgen Entchen wahrend der Nacht spurlos verschwunden. Dian dachte natürlich an entert Treb, der fein -Ge,Mft meisterhaft versteh. Nun scheint man aber bet dem letztest Fall dem richtigen Dieb auf die Spur gekommen M sein, demt rnan fand in geringer Eutferrnmg ans etner Wtese die Ueberveste der Tierchen, die von der Mahlzeck eines Hundes oder irgend eines Raubtieres, wie Marder, Wiesel ustv' ubrtggeblieben warnt. Wahrscheinlich kommen auch die früher ab- handen gekommenen, Tiere auf das Konto dieses Räubers, den man hoffentltch bald auf frischer Tat erfaßt.

** Steinbach, M. Juni Der Gard^-Grenadier Karl Krämer, der sert dem 5. Mat 4917 bei den schweren Käntpfen an der Atsne als vermißt galt, >hat nun Nachricht gegeben, dast er ftch tn ftautzostschst Gefangenschaft befinde, i ^ 'bO, .Jünn Bei dem heute nacht z4oischat

1 in cd 2 Uhr rm Lumdaital lt-errscheitden Ästigen Geuntter schlug der B1 1 tz, glEtchenveise ul-ne zu zünden, in das erst Var eckckgM Jahren, tvenerbatcke Wvhnliaus der Kt-iegerwckwe Schneider zer- slorte dve elektrtsche Lichtlettuug und rickstete an mehreren stellen des llnlarstockes wid des Daches eiur-gatr L-chaden an Ärm den Be­wohnern wurde niemand verletzt. Die di^siährfige Kirschen^ ernte der Gemeinde ging in öffentlicher BersteigMNg an Philipp Rabenau dahter zum Preise vort 560 Mk. über. Am vorigen Sonntag sMtd nt der hiesige-t Kirckze der Gedäckstmsgottosdstnst für dett gefiall«teu UutenvfWzier Wilh. Kshr bei reger Teilnahme der Gemeinde statt.

Krtis Büdingen.

f BLdHngen, 30. Juni. Vom 1. Juli an sind die Butterkarten rm Kretfe emgeGhrt.

.-st B iffes, 28. Juni. Das Erserrve Koenz erhielt Kanonier G e t st.

v S, Elauberg, 29.Juan. Auf dein Felde der Ehre starb ^D^Urec^.^rn^W^rlter, früher Buveangehrlse in den

Blofeld, 29.^«ti. DaS Gffeme Kreutz erhielt dw Landsturmmarm Hermann N r c o 1 e y.

L o rbach 29. Jüni. Das Effekte Kreutz erhalten der Gesrerte Johanns Lott und Gardist Karl Geyer, Me Hessische Dapserkertsmedmlle «der Lanvsürrmmaun .Heinrich '

. # Vvnhap sen, 29. Juni. Die Hffsffck)e Tapferkettstn>tdaNe erhielt der Musketier Göwmsr.

# Wenings, 29. Juni. Die hiesige Spar- und Darlehens­kasse (e. G. tn. ttt. H.) hatte im abgelausenen Vereinsjahre einenj Gesauttrassenumsatz vmt 507 887 Mark, einen Reingewinn van 1949 Mark Und einen Mckgliedecbestcmd vvn 218 Genossen.

Kreis Laulerbach.

rr. Schlitz, 29. JUni. Mck Stolz darf nttat in unsrer Stadt auf dort Ertrag der Sammtlung für die U-- Boot spende blicken. Beträgt doch, das Gffanvtergebnis nicht wütiger als 883,45 SNarll IN dieser SumNre ist ein Beitrag vom Grafen Wilhelm von Schilf und der Spar- und Leihkasse enthalten in Höhe von je 100 Mark.

Kreis Schotten.

,, c - .Schotten. 30. Juni. Durch Gasvergifttmg starb der ^u^rofffzier Wilhelm Schckörb, Inhaber des Eisertren Kreuzes 2. Klasse, in einem Feldlazarett den Tod fürs Vaterlmrd. Das ©tiernc Kreuz 2. Klasse erhielt Gg. Hof mann, Sohn des Gv- metnderats Gg. Kd. .HofmUmr II.

. e. Lanbach, 1. Juli. Der hier früher bedienstete und zuLcht rn Dwteicheithain tätig gewesene Lehrer Willstlm Schweizer ssarb dert Heldetrtod fürs Vaterland. Bei einem Sturmangriff wurde er dirrch einen Gewehrschuß tödlich getroffen. Er war Leut­nant der Reserve und stand im 26. Lebensjahre.

c. U1 f a, 30. Jtmi. Der hiesige Hilfs- und Sparverein e. G. nr. U.H., der twch 108 Mitglieder zählt, erzielte für das Jahr 1916 einen Reingewinn von 779,34 Mk.

c. Wetterfe 1 d, 30. Juni. Der MAhlenbetrieb des Müllers Ludwig Schndt ist wegen Unzuverläffigkeit des Belriebsinhabers dtrrch das Kreisamt bis auf weiteres geschlossen wvrdcht.

Kreis Friedberg.

kd. B a d - N a n h e i m , 1. Juli. Das anhaltend schölte Wetter und die Heilkraft der Quellen habeit auch im dritten Kriegsjahre große Sck-avQt von Kranken tmd Erholnngsbedürftigert hierher gezogen. Die Besucherzahl betrug bis ^Ertde Juni nahezu 15 000, und es wurden über 100 000 Bäder verabfolgt. Kürzlich stattete König Ferdinand von Bulgarien, der in früherett Jahren cher die Kur gebrauchte, mck dem Kronprinzen Boris und erat Prinzen Ktzrilt Bad-9Laulheim einen Besuch ab. In seiner Be­gleitung befand sich auch der bulgarische Ministerpräsident Rados- mwow. Zu den hier weckenden Fürstlichkeiten gehören auch der Landgraf und die Landgräfin Chlodwig von §>essen. Von tnnsi- wllschent _ Interesse ivar cm großes Phillnrmontsches Konzert unter Mitwirkung des dekannte-tt Wagnersängers Heinrich Hensel aus Hamburg-Bayrettth, das sich den großen .Kottzerten von Slczat und Richard Strauß würdig anschloß.

Langenhain, 1. Jnli. Leutnant der Reserve, Lehrer Schä'ser von hier, erhielt als der Erste seines Regrments das Ei)erne Kreuz 1. Klasse.

c. Steinfurth, 1. Juli, ©m Lehrer PH. Metzker, Leuttlmlt der Reserve, wurde zum Eisernen Kreuz 2. Klaffe nun auch die Hessische DapserkeitZmedaille verliehen,

iti Kreis Friedderg.

^ -Ich. Aus der Wetterau, 30. Juni. Nach der drückenden Schwüle des gestrigen Tages, die noch bis in die späten Abend- [tabeit hmem anhielt, gckrgeri während der Nackt nnchrers schwere Gewitter über die Wetterau nieder. Etwa um 1 Wr begannen die Gewitter, die wohl die schwersten in diesem Jah^ gewesen sem dürften. Die elertrtfthen EnlladMVen warm von vesoudever HcssigSett, und «rmcketckrochen, in kaum febrnfren- ?lrtz aus Blitz mtö Schlag auf Schlag. Ob d«se Blitzschläge Schaden airrichteten, konnte bis jetzt nicht fest-. ^stellt N»erden. Glerchseitrg ging ein wolkenbrnchartig tt Regen nieder, der den trockenen Feldern wieder Erfrischung brachte. *

Starkenburg und Rheiuhesfen.

ti -ß Rhein Hessen, S?. Stei Rasch und nleichmäßi-, tst dte Blüte der Reben verlouftn und in der besten Weise vermögen ich dte jungen Beeren nunmehr zu entwickellr Der Heuwurm >hat «ntscheitrend nicht sehr viel geschadet, Pervnospora und Qcknnn haben sch noch tncht weit verbreitet. Die Bekämpfung der ^lhmtrn ^de durchgeführt. Geschäftlich zeigt sich das alte h»hen Pressen. Zuletzt brachte das Stück 1916er 3900 bts 4200 Mk. und mehr, 1915er 5000 Mk. und darüber.

Kreis Wetzlar.

IC* Wetzlar, 29. Juni. In der jüngsteit Vorstandssitznng ^ Z^^^EnzuAlverbandes leckte der Vorsitzende, WmterschuDEor Dr Koch, mtt, daß sich im abgÄaufenert Ge^ chaftsjahre die Zahl der dÖit Verbände äugetchlossetten Ztegett- Mchtverente auf 15, die der Gemeinden auf 17 belaufen habe Krofdorf und Lannsback) sind ausgetreten, Stockhausen und Blas^ dach aber neu hmzugekomtnern Es nmrde fttt den 11 Juli ein Ztegemtmrkt und für den HerW die Eiuführnug rernvassiger 3i& gen beschlossen.

Hessen-Nassau.

... mr- ?5Mkfurt tt DL, 30. Juni. Da sich die Klagen über die chlecht« Qualität der städtischen Wurst dauernd mehrten, besZwstLls Stadt. , Lebensmittelantt, in seiner letzten Sitzung, ausländisches Schweinefleisch zur Wnrstbereitnng mit zu ver- wenden, freilich muß wegen des Hoheit Einstandspreises eine vettere Etchohnng des Verkaufspreises eintteten. Da noch immer Kartostelmangel herrscht, gibt die Stadt als Ersatz Haferflvckeir und anfangs nächster Woche Broffcheine. Um Dieb­stähle der Scheine und doppelte Benutzimg zu vermeiden, müssen dtese ab 1 ^ult von beit Händlern gestempelt werden. Den fchwie-, nsm Verhältnissen auf dem Obst- und Gemüsentarkte kann die SE nickst abhelfen, da Frankfurts seitherige Vefforgungsqebie'be. msbechtchM Hess^r, selbst auf das erzeugte Gemüse und Obs! angewiesen ftnd. Nur dem nnlanteven .Handel und bUtskänfern rn den Dorfen, dre sich um die Höchstperise nicht kümmern, wird jetzt mtt aller Energie entgegeugetteten. 1 ö

... . x Zur Beschaffung von BremnnatermKen!

für den Winter 1917/18 sind in der Sitzima der Stadtverai>> 77 -pi»»n< Mll bewilligt NwrdQt. -Zur Bltg SStt

^Ei Landwirten haben che städtischen Körperschaften 100 000 Mark berettgestellt. 200 000 Mark sind für dm Z eirfJ 3 bevetts verausgabt worden. ; g ö?en

. [J Kuh. bei detn hiesigen Postamt sind

seit NLNever Zeck eme Erzähl Briestr ägerinn en zur Etii» slÄlung Klangt. Die ^ttaßeirdahn Isttt dagegen noch, genügend männliches Personal. Dast den Hartgeld-H am ne r n ieüt siekomtten^ Schaden erleiden, zeigt sich bei den öffent-

uach tmd nach manchmal drlber- und NickelnPcnzen emgezahlt bzw,

. st M a r b u r g, 29. Juni. Vergangene Nacht, gegen 2 Uhr wurden mrtf) em ^ r oftfeuer im nahen Dorfe Vortshausen die Oekonomregeblmde der bekannten Birkenstockschcn Gastwirtschaft mit tmd Samenernte vernicklet. Das Vieh konntv noch vechtzeittg aus den Ställen gebracht werden. Der rn Urlaub zu Hause weckende. Besitzer Theis whllw heute früh wieder «Ä Mittag trafen aus dem Hauptbahnhofe wieder eine die wurden fron Ritt-. OlTtDmt freö Vaterländischen Frauen Vereins mit Ersrisckmngen be->

ffiShq mteffÄ. CrtfCf,aften ^ Edlichen-s d-s