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1 191V dürfen Lwferunysverttäge Wer Gemüse :m all- «me«en mcht mehr achreschlosie:: werden. Mit diesem Zeitpunkt HÄ»en alle ^vrswers:arrcn, die von der Reichsstelle si'rr (-Gemüse und)
in BerU» den BeaLftragteu von Kommunal verbänden m:d itaßvellbrauchern als Bescheinigung der Berechttgrlng zum Abschluß von Gemüselwferm^Sverträgen erteilt worden sind und die den Ausdruck tragen: „Gültig bis zum 1. Juli 19 l7", ii)re Gültigkeit verloren. Vor mißbräuchlicher Benutzung solcher Ausweise wird gewarnt .Sie berechtigen nicht zum Handel mit Gemüse m wgeru>welcher 7chrul mii) füllen auch eine amtliche Bescheinigung der Zuverlässigkeit ihrer Inhaber utd)t dar. Jeder Fall eines unzulässigen Gebrauchs solcher Karlen muß im allgemeinen Interesse alsbald der nächsten Polizeibehörde oder der Reichsstelle für Gemüse und Obst angezeigt werden. Gültig sind zurzeit lediglich besondere Ausweis karten zum Abschluß von Verträgen über Kohlend Runkelrüben. Sie sind durch den Vermerk „Gültig bis zum ! Oktober 1917" kenntlich gemacht.
** Schwesternspende. Durch die Zeitungen geht die '-nchricht, daß für -die in der Knogsarbell stehenden Schwestern aller Bekenntnisse eine Schwestern spende gesainmell werden soll, um den Dank des Vaterlandes für die van den Schüvestern ^leisteten Dienste znn'. Ausdruck zu brmqcrL Ohne die gute Ab saht zu verkennen, die die Veranstalter dieser Sammlung beseelen, ist es notwendig, zu betonen, daß die Ddataffftu einen Anteil an dieser Sammlung nicht m'brnteit wollen, trotz ihrer starker Bttelllgung an der Kriegsarbeit. Die DurkoEen ftg«c Wert darauf, daß ihr Dienst den Charakter der freien ÜiebeSbetätigrvny trägt. Es ließ sich mul) der Smritäts-, Ordnung uichr vermeiden, daß sie Löhnung emvsingen. Sie kommt aber nicht ihnen selbst zugute, sondern dient zur Erhaltting ihres ' ft utterhcurses. Wie sie sonst ohne Lohr: dieiren, so wollen sie es auch in dar Kriegszeiberr tun nach ihren: Lebensspruä): Ich diene sucht ünr Dank und Lohn, rncin Lohn ist, daß ich dienen darst Sie bitten darum, der Anerkennung für ihren Dan? nicht durch die SckÄvestenusperche Llusdruck zu geben.
** Künstlicher Dünger. Die Lieferung von 850 Zentner t ii&a Ihrigem Kainrt und 850 Zerrt, etwa 16feigem Thomasmehl soll von der Stadt Giagjen vevgebrn werden. Näheres siehe Bö- lunUnmchlLng.
** Zur FrLihkartofftlernte. Während miau ft: Deutsche land die zu deinen Knollen wogwirft oder höchstens den Schweinen .sibt, läßt mpn in Rrrtzland du: zu klein befundenen Knollen am Kmutt sitzen stutzt dieses etwas zkurück rnid setzt es wieder- irr die Erde. Im Herbst haben sich dann die Knollen zw normasir (tröste rnttoickett.
** S ck»warz-Weiß-The<rter Seltersweg 81. MDicns- tag 31. Juli bis eftffchließtich Freitag, 3. August, tbirkt Alwin Neuß, der bekannte Detektivdarfteller in dem Detektivschauspiel ..Zrn Schrei in der Nacht". Ms Uveites Stück ist das 3gktige Ge- üllschaftsdranw ..Liebe macht Anw" vorgesel>Ln. Außerdem tvirb ein gutes Beiprogramm gegeben.
** Im Lichtspielhaus Bahnhofftr. 34 wird unter Mitwirkung der Künsüerkapellc vom 31. Juli bis 3. August ge- u'ben: „Spiel ft« Spiel", eine doppelte Liebesgeschichte in mehrereu Teilen mit Friedrich Zeluik in der Titelrolle. Ferner: „Fräulein! Wildfang", Lustspiel in 3Mten mit Lina Weise in der Hauptrolle.
** Tierische und pflanzliche Spinnstoffe. Am bl IM 1917 ist eine Rachtragschkanntmachung Nr. W. M. 997 17. K. R. A. zu der Bekanntmachung vom 31. Ttai 1916, betreibend Bestandserhebung von tierischen und pflanzlichere Spinn- nossen <Molle, Bamnwolle, Flachs, Ramie, Hanf, Inte) und daraus ^gestellten Garnen und SeüMen, Nr. IV. 1)1. 57/4. 16. K. R. %
- röfserctlicht worden, welche die Meldepflicht des §2 der Bekanntmachung Nr. lV. LI. 57/4.16. K. R. A. auch auf Tierhmrre eder Art sowie auf Mschnitte, Abgänge und Mfälle jeder Art non Wollfellen, Haarsellen und Pelzen ausdehnt. Die von der Skannnnachung betroffenen Gegenstände unterliegen der Meldepflicht in der in den amtlichen Meldescheinen vorgesehenen Einkeilung. Diese Nachtragsbekcrnnttnachung tritt mit dem 31. Juli ! 917 tn Kraft und ist aus der Heutigen Nummer zu ersehen.
** Das Kreisblatt Nr. 130 enthält Bekanntmachungen aber: Berkeln mit Oclfrüchten, Bestandserhcbuug von tierischen und Elanzllchen Spinnstoffen sowie die ReichsgLtreidevrdnnng.
Landkreis Gießen.
** G cotzen-Buseck. 31. Juli. Bier Helferinnen des Aice-Fvanenvereins ist wieder die M e d a i l l e f ü r Kriegs- f ü r so rge verlbchen worden. Es sind dies Frau Wthcchn Hahn geb. Heß, Frau Emma Harbach geb. Wagner, Fräulein Anna Sckäfer und Mariechen B o l p e r t.
---- Inheiden, 31. Juli. Der Betrieb des Wasserwerks Inheiden konnte infolge neuer Kohl-enzufühveu wieder ausgenommen werden. Die Stadt FranZfurl erhall bereits wieder die irötigen Wassernvengcn. ^ ^
A Li ch. 31. Juli. Bei der hier von der Landwirtschafts- kammer veranstalteten Versteigerung von Z u ch t s ch a f l ä m m e r n aus den Stamms ckäfereftn der hiesrgen fürstlichen Berivaltung und der Gemeinden Götzen und Bobenhausen II im Kreise Schotten wurden noch nie dagewesene Preise erzielt. Die Gemenrde Dauern- beim kaufte ein etwa ein halbes Jahr alles Bvcklamm für 5 8 5 ML, ?Nr:tterlärmner kosteten bis 190 Mk. das Stück.
Kreis AlSfeld.
o%. Alsfeld . 31. ^ÄL. Der Beschiß des Sindtvorst«udes. tempCMge das AÄlleftrn erlegter Kohlweißlinge vergütet wird, hat bei der Jugend regen Jaccheifer ausgelöst. So lieferte heute morgen ein junges ÄiL>chen 1200 Stück ab, die sie in zwei Tage,' im Strecke brachte, eine Leistung, die hier bis jetzt unerreicht dastehtz
N Appenrod, 29. Juli. Am Donnerstag, den 26. d. Mts., fand cckends 7>9 Uhr ein gutbesuchter Gottesdienst zum Ab schied der Glocken statt, an dessen Schluß die 3 Glocken zum letzten Mole zusammerrklangen, und am folgenden Tage wurden die
2 größten aus dem Turn« entfernt. — Bon mp'erer Nachbrrge- meinde Duncenrod. die 2 Glocken befaß, ist eine zur Mieferung gekommen.
Kreis Schotten.
rr. Scklitz, 30. Juli. Am Sonntag nachmittag fand unter den schattigen Bäumen der nahen „Kahl" ein trotz, der großen!
Hitze von Hnnderte'n aus Stadt und Land besuckster Waldgot tesdienst statt, der bei Ansprachen und gemernsomem Gesang emen erhebmrden Verlauf nahm. Es sprachen die Pfarrer Aus- i cld -Gies'.en, Boeckner und Knott-Schlitz. Der Anklang, den die in diesem Jahre zum ersten Miale erfolgte Elurlchtung vo!' Waldgvttesdiemten im Schlitzerland gesunden hat, wird dernnächft die Verachtaltung solcher auch in den Pfarrncn Hutz- dorf und Hartershausen zu.r Folge haben.
Meis Frievberg.
Vilbcl, 30. Alli. Die Glocken der katl-vlischen Kirche würben gestern bis mij ebte nach Friedberg abgeliefert. Tie nocki g- blicbene ist aus dem Jahre 1726 imd hat die ^achtenswerte Aul schritt: .Aüs milden Stenern komm ich 5er, hört mir, was von «id> :ä/begckhr, daß, sllbald ihv höret Häuten mich, sauft zur Ktrch, laßt täte* im Stich."
nt Ans der Wetterau. 30. Juli. Die Gc treide - c c n tc ist. gegenwärtig in vollen! Gange. Die warme Witterung, di<' die Reife bechinstigte, komntt nmr auch dem Schnitt rnrd der guten Einbringung des Getreides sehr znstatteil. Sämtliche Gegenwarten stehen bereits in Haufen crnf den. Feldern und nur inenige Accker harren noch des Mernterrs. Wenn auch die Frucht im allgemeinen im Halm etwas kurz geblieben ist und nicht so dicht stellt, wie in manchen früheren Jalwen, so ist sie dasill un Kern desto besser mcsgefallen. Dieser hat sich noch vorzüglich entwickelt, so daß imlmeihin mit einer Mrttelernte gerechnet werden kamt. Starkendurg und Rheinhessen.
- Darmftadt, 29. Juli. Der bisherige Leiter der Frank- ßnrter Oper Intendant Bolkirer, wurde mit der Leitmlg des hiesigen Hoftheaters verttettmgsweise beauftragt. Jntendcmt Dr. Eg er ist bekamttlich nach Berlin berufen, um Theaterfragen, die mit Anfssührungen in den besetzten Gebieten znsanrmenhöngen, zu bearbeiten.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar. 29. Juli. In nächster Zeit werden Kavallciie- Streiswachetr dem Kreise zugetcilti zu deren Aufgabe gehört dre
«eausstehttgung und Ueberwachung der außerha» btt G estucsuom - lager beschäftigten Kriegsgefangenen.
ra. Wetzlar, 30. Juli. Die Breu nesselsa mmlangt im Kreise Wetzlar hatte ein zrutes Ergebnis. Einzelne Schulen'lieferten mehrere Zentner ab. Die Ernte imrrde dadurch beeiitträchttgt^ daß viele Brennesseln bereits als Gemüse oder Biehsirtter geschrntten waren.
ra. Atzbach (Kr. Wetzlar), 29. Juli. Samstag abend 9 Uhr Ivurde hier durch die Sturmglocke ein Waldbrand gemeldet. Im Distrikt „Rimberg", oberl>all> der SäMal den mühte sind über 5 Morgen Niederwald durch das Feuer vernichtet worden. Ein Glück, daß der Brand noch am Tage bemerkt wurde, der Schaden lräre miermeßlich gewesen. — Atzbach besitzt 242 Hektar Gemeinde- watd, die diesjährige Holzsällimg erbrachte den schönen Erlös von 41000 Mt., dazu ist das Lohhölz noch nicht verkauft. Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 30. J!n1i. Der Magistrat hat die K o hl en ver s o rgung Iber Schulen, für den Winter dadurch siclwrgesttW, daß die .Hälfte der Schulhäuser geschlossen wird und eine Zusmuimeillsgunfl zweier Schulen in ein Schulgebäude erfolgt. Der Jlltterricht wcrd darnr in der Weise erteilt, daß ein Teil der Klassen vormittags utnd der mrdere Teil nachmittags unterrichtet! wird.
X Fulda, 29. Juli. Mtt dem Sitze in Fulda hat sich eure eingetragene Genossenschaft mit beschränkter .Haftpflicht zur Beschäftigung der Hand Weber inr Rhöngebiet gebildet.
X Hanau, 29. Juli. Einen guten Fang machte im be- nachbarttm Leider bei Aschassenbura ein Schutzmann, der ein chm verdächtig vorkommendes Fuhrwerk anlsielt und in diesem acht schwebw und ein Kalb vorfand, die angeblich von einem Wirt bzsv. Metzger in Kösbach staimnen rmd über die bayerisck-e Grenze geschmuggelt werden sollten. — Da der Mifkaus von Obst und Gemüse auf dem Larrde einen derartigen Umfang angeiromrmen hat, daß die MlgemeinVersorgung irickt mehr durchAssühwen ist, hat der Kreisansschuß des Landkrerses Hanau in Gemeinschäft mit dem Magistrat der Stadt Hm rau eine Verordnmrg erlassen, nach der der Berums an die nicht ortsansässige Bevölkerung auf die Morgenstunden von 5—7 Uhr beschränkt wird.
Fc. Hün f eld. 30. Juli. Der Landrat gibt bekannt daß es im Jrtteresse der Volksernährung dringend erwünscht ist, wenn die Schüler unter Llüssicht der Lehrer sofort die Pilz^e einsammeln. Der Letter der Kreissammelstelle hat für diejenige Sckmle, die die meisten Pllze abliefert, eine Prämie von 50 ML ansgesetzt.
Fc. Wiesbaden,.29. Juli. Well er mittels eines Nach- scMssels die Briefkasten geöffnet und geplündert, wurde der La- terneicmrzründcr Georg Fisäwr von hier zu einem Jahr und sieben Monaten Gesängrns verurteilt. Als man chn,^ nachdem er geraume Zeit diese Diebstälste ausgeführt, endlich abfaßte, hatte er u. a. sechs Dntzerrd sttbitzter Brieft bei sich. — Die Dienstmagd Mag- dalene Mols, gebürtig aus Dresden, hatte, um aus denr Dienste eines Landwirts in Endlichhofen bei KiatzenellenLägen eittlafsen zu werdet!, die Scheune desselben angesteckt, die total niederbrannte. Die Strafkammer schickte die Wolf vier Monate und drei Tage ins Gefängnis.
Fc. Weilburg, 30. IM. Die Stadtverordneten bewilligten einen Kredit von 12 000 Mark für Lebensmittelein kaufs stell« Limburg.
Fc. Von der Oberlahn, 30.Juli. Die Roggeneritte ist hier so wett beendet. Der Strohertrag ist bedeutend geringer als 1916, der Körnerertrag aber ist ein über Envatten guter. Die Äanddruschergebnisse in den nttülleren Lagen sind per Fuder 8 Zentner.
SporL
FelÄbergftft.
Während im vorigen Jahr unendliche Regen.grssw dem Fekdberg- feste ettc jähes Ende bereiteten, begünstigte in diesein Jal-re das köstlichste Sommerwetter die von vielen Taiisenden besuchten Volks- ttintlickM turnerischen Beranstallungen auf dem grauen^ Taunns^ hüter. Welcher Anziehungskraft sich das Feldbergfest erfreute, bewiesen cne 'Amvesenhett und Teilnahme von Tnrn.ern aus Köln, Trier. Karlsruhe, Mannhebn. Ulm. Brcamschweig, Düsseldorf, Kassel ustv. Mter 5jevftogenhett gemäß leiteten kurze Gottesdienste ans dem Kulm die Kämpft ein. Pfarrer M aur er-Heftrich hielt den evangelisckwn, Pfarrer Gei ß-Oberreifenberg, deir katholischen Gottesdienst ab. Etwa 1200—1300 Turner traten sodann in 30 Riegen zu den UebuniMi an, die diesmal ans Wettlaufen, Kugelstoßen, Weitsprnng und einer Pssichlfreiübung bestanden. In der Oberstufe errangen, bei 70 erreichbaren Punkten den ersten Preis mit 66 Punkten Christian St oll, Turnverein Diedenbergen, den zweiten. Otto F«e i genfpahn, Turngameinde Bockenhettn, den dritten mit 64 Punkten Otto Bertram-Wiesbaden.
In der Unterstuft wurde erster Sieger nrit 6.^ Purillen Heinrich B o u t e i l le r, M-cttmer-Turnverein Gießen, ziveiter mit 67 Punkten Paul Metz, Turnverein Mannheim, dritter mit 66 Puntten Paul Roth, Real-GyMnasium Wiesbaden. Ferner erhielle-r u. a. aus dieser Stuft Preise Hermänn Freitag, Turnverein Heu che l hei w, Waller Cramer, Männer-Turnverein Gießen
Der Turnverein Kreuznach erkämpfte mit 88 Punkten den Wanderpreis uIM das V ölfungerhorn im Handgranaten- wcrftn und einer Pfllchtsreiübung gegen den Turnverein Mannheim:, der 83 Punkte erhielt.
Trotz der Ungunst der Zeiten hatte die Gießener Turnvereins eme wvhlan-gebildete Mannschaft zu dem' Feldbergfest eiitsandt. Vom Gießener Turnverein von 1846 brachten alle drei erschienenen Wettkämpfer Preise nach Haus, während der Mibrner-Tlumverein achi, darivttm den ersten Preis der Unterstufe an Turner Boü- teiller miist 6» -Punkten, zu verzeichnen statt«.
vermischtes.
Grubemmglück.
* Bochum. 31. Juli. Auf der der Bochum« Bergwerks- geftllschaft cfthöriaen Zeä>e Präsident ereignete sich gestern eine folgenschwere Expwsion schlagender Wetter, der eine größere Anzahl Bergleute zum Opfer sielen. Das Unglück geschah in der zweitem westlichen Abteilung, ttr der 47 Bergleute arbeiteten. ..Bis zum Abend waren 30 geborgen, davon 15 tot und 15 schwer verletzt.
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* Das Nieder lahmster ner Kriegsgeld. Das weinftohe Niederlahnstein l>at sich auch jetzt im Anfang des vierten Kriegsjahres den &uimn* bewahrt und beweist dies bei der Herausgabe seines Krregsgeldes. Die städtischen 50- Pftnnig-Scheine zeigen cutf der einen Seite eine Ansicht, die links von einem prächtigen Schinken, rechts von weißen Rüben flankiert wird. Die ganze übrige Fläche ist mrt einem feinen Muster aus lauter Halbkreisen bedeckt, die alle in Häarschrift die Worte „Stadtgemeinde Niederlahnstein" tragen. Nur in dem Halbkreis über dem Schinken steht: „O zarte Sehnsuckit, süßes Hoffen", uird über den Kohlrüben: „So leben tvir, so leben wir alle Tag^!"
* Kriegs-Küchenzettel. Ein Feldgrauer hat wahrend settres .Heimaturlcmbes rmckütehenden .Küchenzettel ausgestellt: Man nimmt die Butterkarte, bratet mit iln die Fleischk'arte imd schlägt die EierLarte fiinzn. Kartofftl- und Oftmüsekarte iverden alvgekocht und dazrr gereicht. Zum Nachtisch brüht man die Knrtofftlkarte heiß auf. fügt die MilchLarle hinzu, frißt mit Znckerkarte und backt die Brottnrre bineiri. Nack-denl dies alles geschehen rst, .wäfch-t man sich «mit der Seiftnkante die Hände und trocknet diese schließlich mit
dem« Bezugsschein ab. , „ r ^ w
* Da^ erste deutsche Verbrecheralbum. Das von d>em versiorbenen Krimin-alkommissar von Mk^scheid-Hülleseil an- aclegte Verbrecheralbum" lmt, was kaum allgiMlefti liekamtt' Win dürfte eine Art Vorläufer gehabt. Schon vor etwa 100 Jahren war der Ober gerichtsrat Schwencken beinr Kriminalftnat in Fulda ans den Oftdanken gekomnren, die Ergr'üfung und Feststellung von Verbr-eck^ern durch die Schasfturg eines Verzeichtmsses der Verbrecher zu erleichtern 'Natürlich vermochte er keine Photographien zu- samwenz-ülrage". wohl aber sammielte er aus dem Born seiner
rei ch e n Erftchsmyen alles WjiHenSwerte über Uerüoscher semroU Z«rt und ergänzte diese Zusammiensdellmrg in ebvem Maße, daß er sein Werk bn Jahre 1822 bi Druck geben konnte. Es führte die Bezeichmmg Mterrmäßige Nachrichten von. dem Gauner- und» Bagabundengesindel, sowie von einzelnen prosessionii'rten Dieben in den Ländern zwrs.chvn dem Rhein und der Elbe, nebst qeTttuier Beschreibung ihrer Pcison." Auä^ in Baden und an verschiedene!! -Orteil wareil bereits Werke über (f)mrner inb sog. Gaunerlisbi' erschienen, die bdjiiDRitcfen bei fcrbtex Arbeit bemrtzte Das fertig - gestellte Werk enthielt die Beschreibunc; von niäft iveniger als 1189 Räubern, Dieben und verbrecherischen Vagabunden. Ein sorgsam geführtes Register erleichterte die Jnmrspruchnahme dieses Werkes, das so als das Urbild des heutigen Berbrock^ralbums mft seinen mehr als 50000 Bildenr und Aöessungsverzeichnissen angv sehen werden kann.
Srief?a(<e« 6er ReSaktto«.
M«o»hme Aufvageu bleiben uubeeüSfichttAt^
Angestellter. Die Frage, ob und inwiewett das Biorkommms für Ihren Zivilbernf von Nachteil sein kann, können wir erst beurteilen, wenn Sie uns angeben, auf Grund welches Vergehens die Besttaftmg erfolgte.
h. W. J00. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch hat das uneheliche Kind (einerlei welchen Geschlechts) im Verhätttns zu der> Mutter (nicht jum Vater) die r e chtlt ch e Stellung eirres ehe lichen Kindes. Ein uneheliches Kind und dessen Vater gelten als n i ch!t iv e r w a n d t. Die Mutter hat das Recht und die Pflicht, brr die Person des Kindes zu sorgen. Der Vater des unehelicheil Kindes ist verpflichtet, dem Kinde bis Mm vollendeter 16. Leberrsjahre Unterhalt zu gewähren. Er tan sich vor dieser Pflicht nicht dadurch befteien, daß er sich erbietet, das Ki nL in eigene Pflege ziu nehmen. Das uneheliche Kind er langt dadurch, daß sich der Vater mit der Mutter verheiratet, mit der Eheschließung die Stellung eines ehelichen Kindes.
Landfturmmann K. rm Felde. Wenden Sie sich unter Darlegung der Verhältnisse durch Vermittlung des Kompagniefeldwebels an Ihren Kompagnieführer Ein A n spru ch auf Urlaub besteht nicht.
Witlermugsbericht.
(Oeffentlicher Wetterdieust.1
Wechselnd bewölkt, zellweise Niederschläge. Temperatur wenig geändert.
Letzte Nachrichten..
Deutsche Luftangriffe.
Berlin, 30. Juli. (WTÄ.) Der 28. Juli war wieder ein Großkampftag der Luftstreitkräfte Der Gegner verlor im Westen 35 Flugzeuge, davon 34 im Luftkampf. Die bewährte Jagdstaffel des Oberleutnants D oster vernichtet«' ein feindliches Geschwader von 6 Flugzeugen. Oberleutnant Doster errang babei seinen 20. üuftsieg. Dieselbe Zahl erreichte Oberleutnaitt v. Tut schek durch den Abschuß zweier Gegner Unsere Bombenflieger' tricgen Schreck und Zerstörung fern in Feindesland. Wie in der Nacht vom 27. zicm 28., so schleuderten auch in der letzten Nacht deutsche Flieger Bomben auf 'Bachllföfe und mllllärische Anlagen von Paris. Mdere - fuch>ten den wichtigen Eiftnbahnknotenpmllt Vlllers-Gotterets (23 Kilometer südwestliche Soissons) mll Bomben heim. Die Ziele in rmd unmittelbar hinter ver Front imrrden in der üblichen Folge wir Gewehrseuer und Bombenwürfen ange- griffen. Feindlickre Batterlestellangen bei Ppern erhielten allein 6700 Kilogramm Sprengstoff. Die Industrieanlagen von Pom- pey und Neiuf-Maison nördlich bKv. südwestlich Nancy wurden mft 1500 und 3400 .Kilogramm Bomben beworfen, deren gute Lage einwandfrei beobachtet wurde. Diese Werke, die eine Haupt stütze der französischen Ztüstungsindustrie dar stellen, sind in der letzten Woche wieder fast allnächllich und jedesmal mehrere Stunden lang bombardiert loorden. Die Wfttag dieser fortgesetzten Angriffe tan nicht hockt genug cftrgeschätzt werden. Berschaedenllich stellteir unsere Flieger bei Tageserkundungen fest, daß beide Werke mehrere Tage lang völlig still lagen. Was solch ein Ausfall für die ftanzösffche KriegSrüsturng bedeutet, wird jeder leicht er messen.
Die LufrtriegergktMifft der drei Krietzchahre.
Berlin, 30. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Angaben über die in den drei Kriegsjahren abgeschossenen deutschen und ftrudlichen Flll-gzeuge, Fesselballons und Lenlluftschiffe i .
1. (Genaue Angaben über den Zellraum von Kriegsbegrnn bis Ende Februar 1915 sind hier nicht vorhanden, desgleichen sind die Ergebnisse des Monats Juli 1917 noch nicht abgeschlossen. Die für diese Zeiträume angegebenen Zahlen sind daher nicht unbedingt zuverlässig.
2. An feindlichen Flugzeugen sind abgeschosftn im Jahre 191 - 9 feindliche, im Jahre 1915 131 feindliche imd 91 deutsche, im Jahre 1916 784 feindliche und 221 deutsche, im Jahre 1917 bis Ende Juli 1374 feiirdlickie und 370 deutsche Flugzeuge.
3. Abgeschosscn tvurden vom 1.!AugusL 1914 bis 31. Juli 1915 72 feindlickre Flugzeuge, davon sind 39 in deutscher Hand, vom 1. August 1915 bis 31. Juli 1916 455 seitliche Flugzeuge, davon sind 267 in deutscher Hand, vom 1. August 1916 bis zum 31. Juli 1917 rund 1771 feindliche Fluzeuge, davon sind 1776 in deutscher Hcnü».
4. Feindliche Fesselballons wurden, soweit Angaben hier vor banden, im Jahre 1915 2, im Jahre 1916 42,.im Jahre 1917 bis 1. August 142 abgeschossen, feindliche Lenkluftschiffe 3. 4
5. Abschuß vom 1. Mlgust 1914 bis 1. Augrcft 1917 rund 2298 abgeschossenen Flugzeuge rund 172 350000 Mark. Stellt ballons und 3 Lenkluftschiffe. Nimmt man die Kosten der Flug zeuge einschließlich der Bewaffiumg, Ausrüstung (F. T. Ger.i iffw.) und Ausbildung mit nntb 75000 Mk. an, so kosten die nsw2298 abgeschossenen Flugzeuge rund 172 350 000 Mk. Stellt mlan diese Micgzeuge ganz dicht tcebenellrander auf, so bedecken sll eine Fläche von rund 229 800 Quadratmeter, nebenernmrdergestellI ergeben sie eine Strecke von 34 470 Meter. Nimmt man den Prei eines Fesselballons mll 18 000 Mk.. den eines LenlluftschisieH mll ungefähr 0.75 Millionen Mark an. so ergibt sich für di abgeschossenen Flugzeuge, Fesselballons und Luftschiffe ein Gesann Verlust von 175 380 000 Ätak.
Der russiscke RückMg.
Bern, 30. Juli. „Demps" uveldet a>us Pe-terstmrg, der Mittag der elfter: Armee bedeute eine ssvrche Gefahr für die siebente und achte Armee, deren Rückztcg außer- CKcbeutTid) schwierig sei. Hindeillnrrg habe in Erwaettmg einer gvo-ßen Schlackst auf dem Südterl der Musischen Front elf rreue Divisionen hevangezogen.
Rotterdam, 31. Julll (B. T.) Wie der Trmeskorrc spondent aus denr rusfisck>en .Hauptquartier berichtet, ft-nden Kornttows strenge Üldatznahnieri gegen die Zr:chtlosrgkeit in der Armee allgemeirr Beifall. Er läßt die Ausreißer in Massen hrnrichten.
Berlin, 30. Juli. Der Kausen- stich- lMtte vor: Mitan aus tm Äöotorboot auf dem Aa-Mnsse zur Front nrid bestrüßft' die Trrchperr vor Mga. Das Wetter war sehr Hertz.
J,iplm besetzt die Mandschurei.
K o p e r: h a gen, 31. Juli. (L. A.) lieber Haparaichg kommet: a:rs Rußland cnffcheinend ttrverlässige 9öachrichten. loonack) Fapai: nirrnnech die g-cri^e Mandschurei besetzt hach Auch Wladiwostok sei völlig in der Gewalt der Jachrner.
Universität Frankfurt.. M.
Dos Vople«nnsi»v©r»ei©l»iti» für das am 17. Sept. he^innendo Winier-Scmeater iat ersehicuftn und wird vom Sekretariat (Jordanstraße 17) gejeen Voreinwmdnng von 45 Pfif. (Naclm.tSO Pfg., Au&land80 Pfg.) zugosandt.


